Archiv | Wirtschaft

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Rheinisch-Bergischer Kreis lädt zur Online-Infoveranstaltung über Wärmepumpen ein

12 November 2025 von Felix Morgenstern

Rheinisch-Bergischer Kreis. Im Rahmen des „Monats der Wärmepumpe“ bietet der Rheinisch-Bergische Kreis am Montag, 18. November, von 18:30 bis 19:45 Uhr eine kostenlose Online-Informationsveranstaltung an. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale NRW sowie den regionalen Energieversorgern AggerEnergie GmbH, BEW GmbH und BELKAW GmbH will der Kreis interessierte Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Technologie der Wärmepumpe und deren Beitrag zu nachhaltigem Heizen informieren.

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Fokus auf Energieeffizienz und regionale Förderangebote

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Funktionsweise moderner Wärmepumpen, ihre ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile sowie die Voraussetzungen für den Einbau in Neu- und Bestandsbauten.
Neben technischen Grundlagen werden auch die Fördermöglichkeiten und individuellen Angebote der regionalen Energieversorger vorgestellt. So erhalten die Teilnehmenden konkrete Hilfestellungen, wie sie ihr Zuhause klimafreundlich und langfristig kosteneffizient beheizen können.

Kooperation für praxisnahe Beratung

Die Kooperation zwischen dem Kreis, der Verbraucherzentrale und den drei Energieversorgern garantiert eine praxisnahe und unabhängige Beratung. Fachleute beantworten Fragen zur Planung, Installation und Finanzierung von Wärmepumpen und geben Tipps, welche Systeme sich für verschiedene Gebäudetypen eignen.

„Wärmepumpen sind eine zentrale Technologie der Energiewende. Sie ermöglichen klimafreundliches Heizen ohne fossile Brennstoffe – und das effizient und zukunftssicher“,
erklärt das Team der Energie- und Klimakoordinierungsstelle (EKKO) des Kreises.

Anmeldung und Teilnahme

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung per E-Mail an klimaschutz@rbk-online.de

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Sanierung der Kölner Domplatte rückt näher – Schäden größer als erwartet

10 November 2025 von Felix Morgenstern

Köln. Die Stadt Köln steht vor einer weiteren kostspieligen Baumaßnahme: Die Domplatte muss saniert werden. Erste Probebohrungen haben gezeigt, dass die Bausubstanz des ikonischen Areals deutlich stärker angegriffen ist als bisher angenommen. Vor allem Tausalz und eindringende Feuchtigkeit haben dem Beton zugesetzt – mit möglichen Folgen für die Tragfähigkeit der darunterliegenden Tiefgarage aus dem Jahr 1970.

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Schäden an Beton und Stahl

Unter der Domplatte erstreckt sich eine zweigeschossige Tiefgarage. In einem Bereich wurden bereits zwei tragende Säulen verstärkt, da dort sichtbare Schäden entdeckt worden waren. Die Stadt gab daraufhin eine umfassende bautechnische Untersuchung in Auftrag, die nun bestätigt:

  • Chloride aus Streusalz haben den Bewehrungsstahl im Beton angegriffen,
  • auch Urin und Feuchtigkeit können langfristig die Betonoberflächen beschädigen.

Eine Sanierung ist daher unvermeidbar – auch wenn nach Angaben der Stadt keine akute Gefahr für Besucherinnen und Besucher besteht. Der Aufbau des Weihnachtsmarkts wurde jedoch vorsorglich statisch überwacht.

Komplettabriss nicht vorgesehen

Ein Abriss der Domplatte steht laut Stadtverwaltung nicht zur Debatte. Die historische Gestaltung soll in ihren Grundzügen erhalten bleiben.
Dennoch sieht die frühere Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner die anstehende Sanierung als Chance, über eine behutsame Neugestaltung nachzudenken – beispielsweise über eine Wiederherstellung früherer Treppen- und Sichtachsen.

Dass dies jedoch weit über eine reine Sanierung hinausginge, macht die Stadt deutlich: Ein solches Projekt wäre angesichts der haushaltspolitischen Lage derzeit nicht finanzierbar.

Blick in die Tiefgarage: Potential statt Problemraum

Im Zuge der Sanierung soll auch die Nutzung der Tiefgarage überdacht werden. Kritisiert wird seit Jahren:

  • Der Mangel an Fahrradstellplätzen,
  • sowie der vernachlässigte Zustand eines dort sichtbaren Reststücks der römischen Stadtmauer.

Beides könnte in Zukunft neu gedacht und besser zugänglich gemacht werden – etwa als architektonisches und historisches Highlight.

Kosten folgen – Politik muss entscheiden

Wie teuer die Sanierung wird, steht noch nicht fest. Die Verwaltung arbeitet nun an einer Vorlage für den Stadtrat. Das neue Gremium soll möglichst zeitnah entscheiden, wie umfangreich saniert wird – und mit welchem Budget.

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Chaos zum Ferienstart: Gepäckprobleme und Warteschlangen am Flughafen Düsseldorf

13 Oktober 2025 von Felix Morgenstern

Der Start in die Herbstferien hat am Flughafen Düsseldorf für chaotische Szenen gesorgt. Am Sonntagmorgen kam es zu massiven Problemen an der Gepäckförderanlage – mitten im größten Reiseansturm des Jahres. Tausende Passagiere standen in langen Schlangen, während das Gepäckband zeitweise komplett stillstand.

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Nach Angaben des Flughafens waren technische Störungen und neue Sicherheitsvorschriften für das Handgepäck die Hauptursachen. „Die Gepäckförderanlage und die Check-in-Prozesse laufen nach der Störung schrittweise wieder an, aber es dauert, bis sich die Rückstaus vollständig auflösen“, erklärte ein Sprecher. Am Nachmittag entspannte sich die Lage etwas, dennoch mussten Reisende weiter mit Verzögerungen rechnen.

Mit rund 86.000 Passagieren allein am Sonntag war der Tag einer der verkehrsreichsten des Jahres. Für das gesamte erste Ferienwochenende rechnete der Airport mit über 250.000 Fluggästen. Beliebte Reiseziele waren vor allem Griechenland, die Türkei, die Kanaren sowie europäische Metropolen wie Barcelona, Madrid und Wien.

Bereits am Samstag erste Ausfälle

Die Probleme hatten sich schon am Samstag angekündigt: Gegen fünf Uhr morgens fiel die mehr als zehn Kilometer lange Gepäckförderanlage aus. Tausende Reisende konnten ihr Gepäck nicht aufgeben, viele flogen ohne Koffer in den Urlaub. Nach sechs Stunden lief die Anlage wieder, das Gepäck soll nachträglich von den Airlines nachgeliefert werden. Trotz der Panne zeigte sich der Flughafen zufrieden mit der Geduld der Reisenden.

Neues EU-Grenzsystem sorgt für Verzögerungen

Zusätzlich wurde am Wochenende erstmals das neue elektronische Grenzkontrollsystem der EU getestet. Nicht-EU-Reisende müssen seitdem biometrische Daten wie Fingerabdrücke und Gesichtsbilder erfassen lassen – das sorgte ebenfalls für längere Wartezeiten.

Auch andere NRW-Flughäfen mit großem Andrang

Nicht nur in Düsseldorf, auch an den anderen NRW-Airports war der Ferienstart spürbar.

  • Köln/Bonn: Mehr als 100.000 Reisende wurden am ersten Ferienwochenende erwartet. Der Flughafen riet dringend zum Online-Check-in und bat, nur wenig Gepäck mitzunehmen. Insgesamt soll der Oktober ein ähnlich starkes Verkehrsaufkommen haben wie die Sommermonate.
  • Dortmund: Etwa 180.000 Passagiere werden für die gesamten Herbstferien erwartet. Aufgrund von Bauarbeiten an der A40 kann es dort derzeit zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen, die auch die Busverbindungen zum Flughafen betreffen.
  • Weeze: Der Flughafen meldete rund 8.000 Reisende pro Tag, verteilt auf 46 bis 48 Flüge. Besonders stark frequentiert sind die Wochenenden.
  • Paderborn/Lippstadt: Hier rechnet man mit rund 60.000 Fluggästen – etwa zehn Prozent weniger als im Vorjahr, da die Lufthansa-Verbindung nach München eingestellt wurde.
  • Münster/Osnabrück: Rund 92.000 Passagiere werden während der Herbstferien erwartet. Am Samstag fiel ein Mallorca-Flug wegen Unwetters aus, zahlreiche Reisende wurden auf andere Flughäfen umgebucht.

Trotz der teils massiven Störungen und langen Wartezeiten verlief der Ferienstart insgesamt geordnet. Die Flughäfen appellieren jedoch an alle Passagiere, auch in den kommenden Tagen mehr Zeit für Check-in und Sicherheitskontrollen einzuplanen.

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Kreise üben den Ernstfall: Veterinärämter proben Ausbruch einer Rinderseuche

07 Oktober 2025 von Felix Morgenstern

Wie funktioniert die Zusammenarbeit, wenn plötzlich eine gefährliche Tierseuche ausbricht? Um genau das zu testen, haben sieben Kreise aus dem rechtsrheinischen Regierungsbezirk Köln und Südwestfalen – darunter der Rheinisch-Bergische Kreis – eine gemeinsame Großübung durchgeführt. Simuliert wurde ein Ausbruch der BHV1-Erkrankung, einer hoch ansteckenden Viruskrankheit bei Rindern.

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„Tierseuchen machen keinen Halt an Kreisgrenzen“, betonte Dr. Thomas Mönig, Kreisveterinär des Rheinisch-Bergischen Kreises. „Ohne eingespielte Zusammenarbeit zwischen den Veterinärämtern und den unterstützenden Organisationen ist eine effektive Bekämpfung unmöglich.“

Praxisnahe Übung mit echten Einsatzabläufen

Im Mittelpunkt der Übung stand ein realistisches Szenario: Ein Tierarzt meldete verdächtige Symptome bei Rindern – Atemnot, Fieber, Schwäche. Für die Tierärzte der Veterinärämter bedeutete das: sofortiges Handeln. Sie nahmen Blutproben, organisierten den Transport in das Labor und leiteten erste Sperr- und Hygienemaßnahmen ein.

Besonderes Augenmerk lag auf dem Ein- und Ausschleusen des Personals in betroffene Betriebe – ein entscheidender Schritt, um die Einschleppung oder Verbreitung gefährlicher Viren wie der Maul- und Klauenseuche zu verhindern.

Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk

Auch das Technische Hilfswerk (THW) Bergisch Gladbach war Teil der Übung. Gemeinsam mit dem THW Krefeld wurde auf dem Gelände der Kreisstraßenmeisterei in Kürten eine Fahrzeugdesinfektionsschleuse aufgebaut. Dort wird im Ernstfall jedes Fahrzeug dekontaminiert, bevor es einen betroffenen Betrieb verlässt.

Darüber hinaus beteiligten sich auch Landwirte aus der Region, die zuvor gezielt eingebunden worden waren. Mit ihrer Hilfe konnten die Einsatzkräfte die möglichen Wege eines Virus in und zwischen landwirtschaftlichen Betrieben nachvollziehen.

Interkommunale Zusammenarbeit bewährt sich

Bereits seit 2011 gibt es eine vertragliche Vereinbarung zwischen den beteiligten Landkreisen, sich im Tierseuchenfall gegenseitig zu unterstützen. Solche Übungen finden jährlich abwechselnd in einem der Kreise statt. „Nur durch regelmäßiges Training können wir sicherstellen, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt“, erklärte Dr. Mönig.

In früheren Jahren stand bereits der Umgang mit der Afrikanischen Schweinepest auf dem Übungsplan. Jetzt zeigte sich erneut, dass die Veterinärämter und Einsatzkräfte im Bergischen Land und darüber hinaus gut auf eine mögliche Tierseuchengefahr vorbereitet sind – und dass Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg der Schlüssel zur erfolgreichen Krisenbewältigung ist.

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„Zurück in den Job nach Krankheit“ – Infoveranstaltung unterstützt Arbeitgeber beim Wiedereinstieg

07 Oktober 2025 von Felix Morgenstern

Der Weg zurück ins Berufsleben nach einer längeren Krankheit ist oft steinig – sowohl für Betroffene als auch für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber. Um Orientierung zu bieten und offene Fragen zu klären, lädt das Netzwerk „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ am Mittwoch, 30. Oktober, zu einer kostenlosen Infoveranstaltung im Großen Sitzungssaal des Kreishauses Heidkamp ein.

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Von 9.30 bis 13 Uhr geben Fachleute aus Medizin, Sozialversicherung und Arbeitswelt praxisnahe Einblicke und stehen für individuelle Fragen zur Verfügung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie gelingt ein nachhaltiger und gesunder Wiedereinstieg in den Job – für beide Seiten?

Austausch in Gesprächsecken

Das Konzept der Veranstaltung setzt bewusst auf Dialog: In drei Gesprächsecken informieren Expertinnen und Experten persönlich und offen über Unterstützungsangebote, rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Schritte der beruflichen Wiedereingliederung. Dabei wird beleuchtet, wer Betroffene und Unternehmen in welcher Phase unterstützt und welche Leistungen zur Verfügung stehen.

Eingeladen sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Personalverantwortliche, Schwerbehindertenvertretungen sowie alle, die berufliche Teilhabe begleiten oder fördern.

Netzwerk für Inklusion und Teilhabe

Das Netzwerk „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ bringt regelmäßig Partnerinnen und Partner aus verschiedenen Bereichen zusammen, um den Austausch zu stärken und Lösungen für eine inklusive Arbeitswelt zu fördern. Zum Netzwerk gehören der Rheinisch-Bergische Kreis, Die Kette e. V., die Bundesagentur für Arbeit Bergisch Gladbach, das Jobcenter Rhein-Berg, die Stadt Bergisch Gladbach, der Landschaftsverband Rheinland und die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW).

Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, dass Menschen nach gesundheitlichen Krisen eine faire Chance auf Rückkehr in den Beruf erhalten – und Betriebe die notwendige Unterstützung bekommen, um diesen Prozess erfolgreich zu gestalten.

Weitere Informationen, das detaillierte Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es online unter: https://t1p.de/2s4ge

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2025-10-01 Klassenhaus DBG_werk.um Architekten Darmstadt(1)

Montagebeginn am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium: Neue Unterrichtsräume entstehen aus Holzmodulen

01 Oktober 2025 von Felix Morgenstern

Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Bergisch Gladbach startet in diesen Tagen die Montage der ersten Module für den geplanten Erweiterungsbau. Mit der Anlieferung der vorgefertigten Holzmodule per Schwerlast-LKW nimmt das Bauprojekt nun sichtbar Gestalt an. Während der Anlieferungsphase kommt es rund um die Baustelle vorübergehend zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Die städtische Schulbau GmbH bittet Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis.

Neue Räume für das G9-System

Das neue Klassenhaus soll spätestens zum Sommer 2026 in Betrieb gehen. Hintergrund ist der wachsende Raumbedarf, der durch die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) entsteht. Bürgermeister Frank Stein bezeichnete das Projekt als „starkes Signal für die Leistungsfähigkeit der Verwaltung und der Schulbau GmbH“. Es zeige, dass die Stadt wichtige Bauaufgaben effizient und zukunftsorientiert umsetzen könne.

Auch Schulbaudezernent Thore Eggert betonte die Bedeutung des Projekts: „Die schnelle Realisierung ist entscheidend, um rechtzeitig zum Start der G9-Jahrgänge moderne Unterrichtsräume zur Verfügung zu stellen.“

Schnelle Montage dank Modulbauweise

Der Neubau entsteht in moderner Modulbauweise. Die einzelnen Gebäudeteile werden industriell vorgefertigt und vor Ort in kurzer Zeit zusammengesetzt. Projektleiter Peter Hingst erklärt: „Durch diese Bauweise entfällt der langwierige Schwerlastverkehr, der bei konventionellen Baustellen üblich ist. Schon nach etwa vier Wochen wird die Zahl der Anlieferungen deutlich sinken.“ Anschließend konzentrieren sich die Arbeiten auf den Innenausbau und die Gestaltung der Außenflächen – mit deutlich weniger Belastung für die Nachbarschaft.

Nachhaltig und modern geplant

Das neue Klassenhaus ist nicht nur funktional, sondern auch ökologisch durchdacht. Der Bau setzt auf Holzmodule und nachhaltige Architektur. Damit schafft die Stadt Bergisch Gladbach nicht nur dringend benötigte Unterrichtsräume, sondern leistet zugleich einen Beitrag zum klimafreundlichen Bauen.

Mit der Fertigstellung im Sommer 2026 erhält das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium einen modernen Erweiterungsbau, der langfristig den steigenden Anforderungen im Schulbereich gerecht wird.

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ChatGPT Image 22. Sept. 2025, 11_50_58(1)

Vandalismus sorgt für Bahnchaos zwischen Köln und Düsseldorf

22 September 2025 von Felix Morgenstern

Pendlerinnen und Pendler mussten am Montagmorgen auf der Strecke zwischen Köln und Düsseldorf viel Geduld mitbringen. Grund waren massive Störungen im Bahnverkehr: Ein Stellwerk wurde durch Vandalismus beschädigt, wodurch zahlreiche Züge ausfielen oder umgeleitet werden mussten. Nach Angaben der Bahn sollen die Beeinträchtigungen noch bis zum frühen Nachmittag anhalten.

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S-Bahn-Linie S6 komplett eingestellt

Besonders betroffen war die S-Bahn-Linie S6, die bis 12 Uhr vollständig ausfiel. Fahrgäste mussten auf die S11 oder auf den eingerichteten Schienenersatzverkehr ausweichen. Auch die Regionalexpresslinien RE1 und RE5 konnten nicht wie gewohnt verkehren. Beide wurden zwischen den Hauptbahnhöfen Köln und Düsseldorf umgeleitet, sodass sämtliche Zwischenhalte entfielen. Für die betroffenen Stationen setzte die Bahn Ersatzbusse ein – mit deutlich längeren Fahrzeiten.

Kabel in Leverkusen beschädigt

Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei wurden im Bereich Leverkusen-Mitte Kabelanlagen beschädigt. Dies habe zu einer Signalstörung geführt. Ob und in welchem Zusammenhang die Kabelschäden mit dem defekten Stellwerk stehen, wird derzeit noch untersucht.

Zweite Störung in Köln-Nippes

Das Chaos wurde zusätzlich durch ein weiteres defektes Stellwerk im Bereich Köln-Nippes verstärkt. Dort konnten Züge am Morgen nur eingeschränkt und langsamer verkehren. Betroffen war unter anderem der RE7. Mittlerweile ist die Störung behoben, sodass sich der Betrieb Schritt für Schritt normalisiert.

Kritik an unzuverlässigen Informationen

Viele Fahrgäste zeigten sich frustriert, nicht nur wegen der langen Wartezeiten und Umleitungen, sondern auch wegen mangelhafter Informationen. In der DB-Navigator-App waren Verbindungen zeitweise gar nicht abrufbar oder unvollständig hinterlegt.

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Skandal in Köln-Flittard: Mieter leben ohne Strom in durchnässten Wohnungen

18 September 2025 von Felix Morgenstern

Köln-Flittard. In einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Flittard müssen über 50 Menschen seit Wochen unter unzumutbaren Bedingungen leben. Nachdem der Insolvenzverwalter das Schutzdach des Gebäudes aus Kostengründen abreißen ließ, sind die Wohnungen den Regenfällen schutzlos ausgeliefert – Strom und Heizung mussten abgeschaltet werden.

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Schutzdach entfernt – Wasser dringt ins Haus

Das ursprüngliche Dach des Hauses sollte erneuert werden. Doch seitdem nur noch die Dachbalken auf einer Hälfte des Gebäudes stehen, regnet es ungehindert hinein. Ein Schutzdach aus Stahlgerüsten und Planen, das die Bauarbeiten absichern sollte, ließ der Insolvenzverwalter nach Angaben der Stadt Köln aus Kostengründen abmontieren. Die Folgen sind dramatisch: Mehr als ein Dutzend Wohnungen sind völlig durchnässt, Wände feucht, Böden aufgequollen.

Stromschläge und kalte Wohnungen

Wegen Stromschlägen, die Bewohner beim Betreten ihrer Wohnungen erlitten, wurde die Stromversorgung im Haus komplett gekappt. Für die Familien bedeutet das: kein Licht, kein warmes Wasser, keine funktionierende Waschmaschine oder Kühlschränke.

Besonders betroffen ist die Familie von Nasser Aliosman. Er lebt mit seiner Frau und vier kleinen Kindern, darunter ein wenige Wochen altes Baby, in einer der Wohnungen. „Wir sitzen abends im Dunkeln, mit nur zwei Handys und kleinen LED-Lampen“, berichtet er. Gekocht wird auf einem kleinen Gaskocher, geheizt mit provisorisch bereitgestellten Gasgeräten.

Stadt erklärt Wohnungen für unbewohnbar

Die Stadt Köln hat inzwischen zwölf Wohnungen offiziell für unbewohnbar erklärt. Betroffen sind 51 Bewohner. Die Wohnungsaufsicht forderte den Insolvenzverwalter auf, Ersatzunterkünfte bereitzustellen und das Gebäude wieder instand zu setzen – bislang ohne Reaktion.

Aktivisten fordern Konsequenzen

Wohnungsaktivisten kritisieren das Vorgehen scharf. „Dem Verwalter hätte klar sein müssen, was es für die Menschen bedeutet, das Schutzdach zu entfernen“, sagt Aktivist Kalle Gerigk. „Das ist menschenverachtend.“

Gescheiterte Sanierung

Das Haus wurde vor rund drei Jahren von einem Immobilienfonds gekauft, um es zu sanieren. Doch das Projekt scheiterte offenbar an finanziellen Engpässen. Nach der Insolvenz übernahm ein Frankfurter Anwalt die Verwaltung. Statt die Sanierung fertigzustellen oder die Bewohner angemessen unterzubringen, leben diese nun im Schatten einer gescheiterten Immobilienspekulation – ohne Strom, Heizung und Sicherheit.

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24 Auszubildende starten beim Rheinisch-Bergischen Kreis – Nachwuchs für Verwaltung, Technik und Soziale Arbeit

18 September 2025 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Die Kreisverwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises hat Zuwachs bekommen: 24 junge Frauen und Männer haben in diesem Jahr ihre Ausbildung beim Kreis begonnen. Sie starten in ganz unterschiedlichen Fachrichtungen – von der klassischen Verwaltung über Vermessungstechnik bis hin zur Sozialen Arbeit.

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„Mit Ihrer Ausbildung beim Rheinisch-Bergischen Kreis starten Sie in eine sichere und abwechslungsreiche berufliche Zukunft. Sie haben hier die Chance, Ihre Stärken einzubringen und damit einen wichtigen Beitrag für das Leben in unserer Region zu leisten“, begrüßte Kreisdirektor Markus Fischer die neuen Auszubildenden offiziell.

Vielfältige Ausbildungsrichtungen

Gleich zehn der neuen Kräfte absolvieren ein duales Studium und werden zu Kreisinspektorinnen und -inspektoren mit dem Abschluss Bachelor of Laws oder Bachelor of Arts ausgebildet. Weitere fünf haben die Laufbahn zur Verwaltungswirtin eingeschlagen, vier beginnen ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Außerdem starten eine duale Studentin im Fach Soziale Arbeit, ein angehender Straßenwärter, eine Vermessungstechnikerin, ein Vermessungstechniker sowie ein Fachinformatiker für Systemintegration.

Einführungspraktikum zeigt Vielfalt

Zum Auftakt nehmen die Nachwuchskräfte an einem neuntägigen Einführungspraktikum teil. Dabei lernen sie die unterschiedlichen Aufgabenbereiche der Kreisverwaltung kennen – vom Landschaftsschutz über Gesundheitsmanagement bis hin zum Arbeitsschutz. Auch Themen wie interkulturelle Sensibilisierung und Gleichstellung stehen auf dem Programm. Ergänzt wird das Kennenlernen durch einen Besuch bei der Kreispolizei.

Während die Bachelor-Studierenden im Anschluss an den ersten Studienblock an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV NRW) in Köln starten, beginnen die übrigen Verwaltungs-Auszubildenden am 8. September direkt in den Ämtern des Kreises mit ihrer Arbeit.

Bewerbung für 2026 schon möglich

Wer im Jahr 2026 seine Ausbildung beim Rheinisch-Bergischen Kreis beginnen möchte, kann sich bereits jetzt bewerben. Angeboten werden unter anderem die Studien- und Ausbildungsgänge Kreisinspektor/in (Bachelor of Laws), Verwaltungsfachangestellte/r und Verwaltungswirt/in. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2025.

Weitere Informationen zu den Ausbildungsangeboten gibt es online unter www.rbk-direkt.de/ausbildung

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Eissportarena in Bergisch Gladbach geschlossen – Stadt verweist auf Sicherheitsmängel

11 September 2025 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Die Eissportarena in Bergisch Gladbach ist ab sofort geschlossen. Grund sind Schäden an der Dachkonstruktion, die nach Angaben der Stadt nicht mehr den geltenden Sicherheitsanforderungen entsprechen.

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Schäden an Holzbalken festgestellt

Im Dach der Halle ist ein tragender Holzbalken beschädigt. Bereits im vergangenen Jahr war der Mangel bekannt geworden. Damals hatte die Stadt dem Betreiber, dem Eissport-Verein Bergisch Gladbach, eine Ausnahmegenehmigung erteilt – unter der Bedingung, dass der Balken innerhalb eines Jahres saniert wird. Da dies nicht geschehen ist, ist die Sondergenehmigung nun ausgelaufen.

Vereine und Schulsport betroffen

Die Schließung hat weitreichende Folgen: Weder Schulen noch die örtlichen Eissportvereine dürfen die Halle nutzen. Für den Verein bedeutet das eine massive Belastung, da zahlreiche Trainings und Wettkämpfe abgesagt oder verlegt werden müssen.

Sanierung frühestens 2026 möglich

Der Verein räumt ein, dass die Sanierung noch nicht erfolgt ist. Begründet wird dies mit dem Engpass an spezialisierten Firmen, die solche Arbeiten ausführen können. Ein Termin sei frühestens für den Sommer 2026 zugesagt worden. Zudem müsse die Sanierung in den warmen Monaten erfolgen, da nur dann die Luftfeuchtigkeit in der Halle niedrig genug sei.

Verein widerspricht Einsturzgefahr

Ein unabhängiges Ingenieurbüro bestätigte dem Verein, dass keine akute Einsturzgefahr bestehe. Demnach könne die Konstruktion unter Einhaltung eines Sicherheitskonzepts weiter genutzt werden. Die Stadt jedoch pocht auf die Einhaltung der Auflagen und hält die Schließung für notwendig.

Offene Zukunft für den Eissport

Der Verein warnt: „Der gesamte Eissport im Rheinisch-Bergischen Kreis stünde vor dem Aus.“ Die Stadt kündigte an, gemeinsam mit dem Betreiber nach Lösungen zu suchen, um den Eissportstandort langfristig zu erhalten.

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