Burscheid, 1. August 2025 – In zwei aufeinanderfolgenden Fällen sind am Freitag zwei Seniorinnen aus den Burscheider Ortsteilen Kuckenberg und Hilgen Opfer einer besonders hinterhältigen Betrugsmasche geworden. Falsche Bankmitarbeiter erschlichen sich telefonisch das Vertrauen der Frauen, forderten sensible Daten – und erbeuteten anschließend ihre Bankkarten.

Symbolbild
Betrug per Schockanruf
Beide Betroffenen erschienen unabhängig voneinander am Nachmittag auf der Polizeiwache in Burscheid und berichteten von nahezu identischen Erlebnissen: Sie wurden telefonisch von einem angeblichen Mitarbeiter ihrer Bank kontaktiert. Dieser täuschte vor, es habe verdächtige Abbuchungen vom Konto gegeben. In der Folge erzeugte der Anrufer gezielt Panik, um die Seniorinnen zur Herausgabe ihrer PIN-Nummern zu bewegen.
Kurz nach den Gesprächen erschien in beiden Fällen ein unbekannter Mann an der Haustür, der sich als „Abholer im Auftrag der Bank“ ausgab und die Bankkarten der Frauen mitnahm. Einer der Seniorinnen fiel kurze Zeit später auf, dass von ihrem Konto bereits ein unterer vierstelliger Betrag abgebucht worden war.
Beschreibung des Täters
Die Polizei veröffentlichte eine Beschreibung des mutmaßlichen Täters, der die Karten entgegengenommen hat:
- Alter: etwa 25 bis 30 Jahre
- Größe: circa 1,68 Meter
- Aussehen: dunkle Haare, Kinnbart
- Bekleidung: keine weiteren Angaben
Die Polizei hat in beiden Fällen Strafanzeigen aufgenommen und bittet um Hinweise unter der Rufnummer 02202 205-0.
Polizei warnt erneut vor Trickbetrug
Die Polizei Rhein-Berg warnt eindringlich vor der Herausgabe persönlicher Daten an unbekannte Anrufer – selbst wenn sich diese als Bankmitarbeiter oder Behördenvertreter ausgeben:
„Bankangestellte würden niemals telefonisch nach PINs fragen, Geld verlangen oder einen Abholer schicken“, so die Kriminalpolizei.
Auch von der Weitergabe von Karten oder Onlinebanking-Zugangsdaten wird dringend abgeraten.
Prävention statt Reue
Wer mehr über aktuelle Betrugsmaschen wissen möchte oder eine individuelle Beratung sucht, kann sich an die Kriminalprävention der Polizei Rhein-Berg wenden – telefonisch unter 02202 205-444 oder per Mail an gl.kriminalpraevention@polizei.nrw.de.
Die Polizei betont: Wachsamkeit und Aufklärung sind der beste Schutz gegen Trickbetrüger.





