Archiv | August 10th, 2025

Spiel und Spaß beim 6. Heidkamper Spielefest

Spiel und Spaß beim 6. Heidkamper Spielefest

10 August 2025 von Darian Lambert

Am Samstag, 23. August 2025, verwandelt sich das Gelände an der Bensberger Straße 133 in ein Paradies für Kinder: Beim 6. Heidkamper Spielefest erwarten kleine Besucherinnen und Besucher zwischen 14 und 18 Uhr insgesamt zwölf abwechslungsreiche Spielstationen – und jede Menge Spaß.

Eingeladen sind alle Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren gemeinsam mit ihren Familien. Am Eingang erhalten die jungen Gäste einen Spielepass, der bei jeder besuchten Station mit einem Stempel gefüllt wird. Am Ende der Rallye gibt es für jedes Kind eine kleine Überraschung – ganz unabhängig von der Anzahl der gesammelten Stempel.

Zu den Attraktionen gehören unter anderem ein Bobbycar-Parcours, Torwandschießen, Fühlboxen, Entchenangeln und Kegeln. Auch Kinderschminken steht auf dem Programm, ebenso wie ein Besuch im geöffneten Kleiderladen des Deutschen Kinderschutzbundes. Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee, Kuchen und frisch gebackene Waffeln.

Das Besondere: Alle Aktionen sowie die angebotenen Speisen und Getränke sind kostenlos. Um eine freiwillige Spende wird gebeten, damit möglichst viele Kinder unabhängig vom finanziellen Hintergrund teilnehmen können.

Organisiert wird das Fest vom Runden Tisch Heidkamp – einem Zusammenschluss lokaler Akteure und Organisationen, die gemeinsam das Leben im Stadtteil gestalten. Mit dabei sind der Deutsche Kinderschutzbund, die Rheinisch-Bergische Siedlungsgesellschaft, die Jugendberatungsstelle und die Jugendwerkstatt der AWO, mehrere Kirchengemeinden, der Interkulturelle Treffpunkt PAULA, der Verein „einfach gemeinsam e.V.“, der Fachdienst für Integration und Migration der Caritas Rhein-Berg sowie die Abteilung Soziale Stadtentwicklung der Stadt Bergisch Gladbach.

6. Heidkamper Spielefest
📅 Samstag, 23. August 2025
🕑 14–18 Uhr
📍 Bensberger Str. 133, 51469 Bergisch Gladbach

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SPD-Exklusivplätze für Wahlkampfstände? – Ordnungsamt und Bürgermeister in Erklärungsnot

SPD-Exklusivplätze für Wahlkampfstände? – Ordnungsamt und Bürgermeister in Erklärungsnot

10 August 2025 von Darian Lambert

Ein brisanter Vorgang wirft schwere Fragen zur Neutralität der Stadtverwaltung im Kommunalwahlkampf 2025 auf. Interne E-Mails belegen: Die SPD Bergisch Gladbach hat sich offenbar mithilfe des städtischen Ordnungsamts besonders attraktive Plätze für ihre Wahlkampfstände gesichert – und dies selbst schriftlich bestätigt.

Symbolbild: Die Gladbacher SPD versuchte offenbar mehrmals die Wahl zu manipulieren

In einer E-Mail vom 21. Juli 2025 schreibt SPD-Stadtmitte-Chef und stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Dominik Klaas unmissverständlich:

„Als SPD haben wir die benannte Fläche meines Kenntnisstandes nach für nahezu jeden Samstag bis zur Wahl. (…) wird bei einer Partei bei Anzeige eines Infostandes ein Platz zugewiesen.“

Nach Recherchen bezieht sich diese „benannte Fläche“ auf einen Bereich am Eingang zur Fußgängerzone am Konrad Adenauer Platz – einer der begehrtesten Standorte für Wahlkampfstände in der Innenstadt, mit hoher Passantenfrequenz und unmittelbarer Sichtachse in die Einkaufszone.

Diese Aussage steht im direkten Widerspruch zu den geltenden Regeln der städtischen Sondernutzungssatzung, wonach Wahlkampfstände politischer Parteien lediglich anzeigepflichtig sind – ohne jede Möglichkeit einer exklusiven Reservierung. Im Normalfall gilt das „Windhundprinzip“: Wer zuerst kommt, darf zuerst werben.

Bürgermeister beschwichtigt – und widerspricht eigenen Leuten

Der Vorwurf wiegt schwer, denn Bürgermeister Frank Stein (SPD) versuchte wenige Tage später, die Angelegenheit herunterzuspielen. In einem Schreiben vom 28. Juli 2025 erklärte er, es gebe „weder eine (…) Zuweisung noch eine Bevorzugung einzelner Parteien“ und die parteipolitische Neutralität sei gewahrt.

Doch die eigenen Verwaltungsmitarbeiter senden ein anderes Signal:

  • Ute Unrau, Leiterin der Allgemeinen Ordnungsbehörde, deutete in ihrer Korrespondenz an, dass Infostände ohne vollständige Anzeige „leider“ abgebaut werden müssten – eine Drohung, die in der Praxis vor allem kleinere Parteien treffen könnte.
  • Frank Bodengesser, Leiter des Wahlbüros, bestätigte dagegen in einer E-Mail vom 21. Juli, dass es keine Genehmigungen oder Regelungen gebe und sich Parteien selbst einigen müssten.

Die widersprüchlichen Aussagen innerhalb der Verwaltung und die schriftliche Bestätigung der SPD lassen für Beobachter nur zwei Schlüsse zu: Entweder wurden der SPD tatsächlich exklusive Nutzungsrechte eingeräumt – oder sie handelte im Vertrauen auf interne Absprachen, die anderen Parteien verwehrt blieben.

Politischer Sprengstoff vor der Wahl

Die Bürgerpartei GL, deren Infostand am 19. Juli genau an diesem zentralen Standort von SPD-Vertretern beanstandet wurde, spricht von einem „klaren Bruch der Neutralitätspflicht“ und hat beim Bürgermeister Akteneinsicht beantragt, um den Vorgang vollständig aufzuklären. Auch die Kommunalaufsicht des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde eingeschaltet.

„Wenn sich bestätigt, dass hier unter der Hand exklusive Plätze verteilt wurden, ist das ein Skandal, der das Vertrauen in die Fairness des Wahlkampfs massiv erschüttert“, so ein Parteisprecher.

Ob der Bürgermeister tatsächlich nichts von den mutmaßlichen Absprachen wusste – oder die SPD im Rathaus einen Wettbewerbsvorteil genießen konnte – dürfte nun nicht nur die Stadtpolitik, sondern auch die Öffentlichkeit beschäftigen.

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Der Fall Bosbach – Wie eine CDU-Aufsteigerin ins Visier von Medien, Partei und Justiz geriet

Der Fall Bosbach – Wie eine CDU-Aufsteigerin ins Visier von Medien, Partei und Justiz geriet

10 August 2025 von Darian Lambert

Von außen betrachtet wirkte Caroline Bosbachs Aufstieg in der CDU rasant und zielstrebig. Doch seit Mitte Juli steht die Bundestagsabgeordnete im Zentrum eines Politdramas, das die Rheinisch-Bergische Union in Turbulenzen stürzt – und Fragen nach Macht, Loyalität und internen Netzwerken aufwirft.

Das geheime Treffen hinter verschlossenen Türen

Am vergangenen Samstag kam es in Bergisch Gladbach zu einer vertraulichen Krisensitzung. Mit am Tisch: Bosbach, CDU-Kreisvorsitzender Hermann-Josef Tebroke, Kreisschatzmeister Martin Lucke und Geschäftsführer Lennart Höring. Hinter verschlossenen Türen wurden die Vorwürfe gegen die 35-Jährige „intensiv diskutiert“ und ein gemeinsamer Fahrplan festgelegt. Offiziell spricht die Kreis-CDU von dem Ziel, „Transparenz und Aufklärung“ zu schaffen.

Die öffentliche Entschuldigung – und der Gegenangriff

Bosbach selbst äußerte sich reumütig gegenüber der Parteibasis – und zugleich kämpferisch gegenüber ihren Kritikern. „Ich habe vielen Personen zu Recht vertraut, leider auch den falschen“, erklärte sie. Den Vorwurf, sich bereichert zu haben, bezeichnet sie als haltlos. Die Rückzahlung einer umstrittenen Spende an die CDU sei eine strategische Entscheidung ihrer Anwälte gewesen, um falschen Eindrücken vorzubeugen.

Zwei Affären – ein politisches Risiko

Die Vorwürfe gegen Bosbach sind zweigeteilt – und beide potenziell karrieregefährdend:

  1. Parteigeld in bar: Laut Recherchen von „Stern“ und RTL/ntv soll Bosbach Anfang 2025 über einen CDU-Auszubildenden 2500 Euro aus Parteimitteln erhalten haben. Um die Auszahlung zu verschleiern, seien fingierte Rechnungen für nie erbrachte Wahlkampfleistungen eingereicht worden.
  2. Mitgliedsbeiträge für Stimmen: T-Online und das ARD-Magazin „Kontraste“ berichten, Bosbach habe 2023 neuen Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) den Jahresbeitrag von 90 Euro erstattet – teils auf 100 Euro aufgerundet – und zusätzlich kostenlose Bewirtung angeboten. Ziel: die Sicherung ihrer Wahl in den Kreisvorstand, ein entscheidender Schritt in ihrer politischen Laufbahn.

Bosbach weist beide Komplexe als „konstruiert“ zurück. Chatverläufe seien manipuliert und gezielt an die Presse gespielt worden, um ihr zu schaden.

Die Justiz schaltet sich ein

Schon kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe leitete der geschäftsführende Kreisvorstand die Unterlagen an die Staatsanwaltschaft Köln weiter. Dort wird geprüft, ob strafrechtlich relevante Handlungen vorliegen. Ein Ermittlungsverfahren ist derzeit noch nicht offiziell eingeleitet – doch allein die laufende Vorprüfung schadet Bosbachs öffentlichem Bild.

Zwischen Karriere und Karrierekollaps

Bis Anfang Juli galt Caroline Bosbach als frisches Gesicht der CDU – ehrgeizig, medienerfahren, gut vernetzt. Die Bundestagskandidatur 2025 schien der vorläufige Höhepunkt einer stringenten Karriere. Nun droht ihr Name, Synonym für einen parteiinternen Machtkampf zu werden, der weit über den Rheinisch-Bergischen Kreis hinaus Wellen schlägt.

Im Moment bleibt offen, ob Bosbach am Ende als Opfer gezielter Intrigen oder als Politikerin mit fragwürdigen Methoden in Erinnerung bleiben wird. Sicher ist nur: Das politische Klima in Bergisch Gladbach ist seit Wochen so aufgeheizt, dass jede neue Enthüllung den Fall in eine neue Richtung treiben könnte – und die CDU im laufenden Kommunalwahlkampf empfindlich treffen dürfte.

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