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Viermal mehr Verletzte bei E-Scooter-Unfällen im Rheinisch-Bergischen Kreis – Polizei warnt eindringlich

01 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern im Rheinisch-Bergischen Kreis ist im laufenden Jahr drastisch angestiegen. Nach aktuellen Angaben der Polizei Rhein-Berg wurden bislang 27 Fahrerinnen und Fahrer verletztviermal so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Besonders besorgniserregend: Vier Menschen wurden schwer verletzt, darunter zahlreiche Kinder und Jugendliche.

Symbolbild

Deutlicher Anstieg bei jungen Verletzten

Wie der Leiter des Verkehrsdienstes, Thomas Schliwitzki, mitteilt, haben sich die Unfallzahlen vor allem bei Minderjährigen vervielfacht. 14 Jugendliche und zwei Kinder erlitten teils erhebliche Verletzungen – obwohl Kinder unter 14 Jahren gesetzlich gar keinen E-Scooter fahren dürfen.
„Gerade die Entwicklung bei jungen Menschen bereitet uns große Sorgen“, betont Schliwitzki. „Viele unterschätzen das Risiko oder kennen die Regeln nicht.“

Witterung verschärft die Gefahr

Mit Beginn der kalten und nassen Jahreszeit steigt das Unfallrisiko weiter. Glatte Wege, Laub und Dunkelheit machen das Fahren anspruchsvoller und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, die Kontrolle über den Scooter zu verlieren. Die Polizei nutzt die Entwicklung daher, um nochmals auf grundlegende Sicherheitsregeln hinzuweisen.

Das gilt für alle E-Scooter-Fahrenden

  • Mindestalter: 14 Jahre
  • Keine Führerscheinpflicht, aber eine Versicherung und Betriebserlaubnis sind vorgeschrieben
  • Nur Radwege benutzen; wenn keine vorhanden sind, Fahrbahn, aber nie Gehwege
  • Nur eine Person pro E-Scooter
  • Smartphone-Verbot während der Fahrt
  • Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer – Verstöße können Führerscheinmaßnahmen und hohe Strafen nach sich ziehen
  • Helm empfohlen, obwohl keine Pflicht besteht

Polizei kündigt verstärkte Kontrollen an

Die Polizei Rhein-Berg reagiert auf die alarmierenden Zahlen und kündigt an, bei Verkehrskontrollen künftig einen größeren Fokus auf E-Scooter zu legen. Dabei soll nicht nur sanktioniert, sondern vor allem sensibilisiert werden.

„Wir wollen niemandem den Spaß am Fahren nehmen“, erklärt Schliwitzki. „Aber wir möchten, dass alle sicher ans Ziel kommen und die Regeln ernst genommen werden.“

E-Scooter bleiben beliebt – doch Sicherheit muss Vorrang haben

Auch wenn E-Scooter ein praktisches und zunehmend genutztes Verkehrsmittel darstellen, zeigen die aktuellen Zahlen deutlich: Fehlende Erfahrung, mangelnde Ausrüstung und Unwissen über Verkehrsregeln führen immer häufiger zu Unfällen. Mit verstärkter Aufklärung und mehr Kontrollen hofft die Polizei, den Trend wieder umzukehren und insbesondere junge Menschen besser zu schützen.

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