Archiv | Dezember 11th, 2025

Wertstoffhof: Tonnenweise unverteilte Zeitungen im Container

Wertstoffhof: Tonnenweise unverteilte Zeitungen im Container

11 Dezember 2025 von Darian Lambert

Ein Skandal, der auf dem Wertstoffhof geduldet wird.

Wir haben es selbst gesehen, mehrfach – und fotografiert: komplette Kofferraumladungen voll druckfrischer Exemplare des Bergischen Handelsblatt, inklusive aller bezahlten Werbebeilagen, landen regelmäßig und unbehelligt in den Papiercontainern des Wertstoffhofs Kippemühle. Nicht ein paar Restexemplare, nicht beschädigte Ware – ganze Auflagen einzelner Verteilgebiete, nie verteilt, nie gelesen, aber bereits bezahlt.

Und das Erschreckendste: Die Mitarbeitenden der Stadt sehen zu und lassen es geschehen.
Kein Einschreiten, kein Hinterfragen, kein Kontrollmechanismus. „Lass doch den Armen Tropf in Ruhe“ – murmelt ein Bediensteter. Wen wundert es wenn lokaler Handel dann stirbt wenn die Werbung entsorgt wird die er bezahlt hat? Kein Verständnis.
Ein systematischer Vorgang – und ein wirtschaftlicher Schaden für alle, die in dieser Zeitung werben.

Während Unternehmen Tausende Euro für Anzeigen, Prospekte und Beilagen zahlen, verschwinden diese zu Hunderten, manchmal zu Tausenden in den Containern. Wir standen daneben. Wir machten Fotos, sprachen mit den Bediensteten und riefen beim Handelsblatt an. Und dennoch passiert: nichts.

„Von wegen zack und weg“ – hier wird nicht nur Müll entsorgt, sondern Verantwortung

Wer den Wertstoffhof Kippemühle betritt, soll glauben, er betrete ein Vorzeigeprojekt der städtischen Präzisionsarbeit. Orange Warnwesten, klare Abläufe, strenge Trennung. Ein Ort, an dem jeder Joghurtbecher kritisch begutachtet wird, bevor er im richtigen Container landet.

Doch die Realität, die sich im Schatten dieser heilen Fassade abspielt, wirkt wie ein Schlag ins Gesicht jener Bürgerinnen und Bürger, die hier für jeden falschen Restmüllsack zur Kasse gebeten werden.

Denn während Mitarbeitende des Wertstoffhofs akribisch prüfen, ob ein Möbelstück privat oder gewerblich entsorgt wird, können komplette Zeitungsauflagen, die eigentlich verteilt werden müssten, unkontrolliert in Containern verschwinden – auf städtischem Gelände, direkt vor aller Augen.

Ein Schaden, der weit über Altpapier hinausgeht

Es geht nicht um Papier.
Es geht um Arbeitszeitbetrug, Leistungserschleichung, wirtschaftliche Schädigung:

  • Werbekunden zahlen für Reichweite, die nie stattfindet.
  • Der Verlag verliert Glaubwürdigkeit und Auflage.
  • Die lokale Wirtschaft wird getäuscht.
  • Die Stadt toleriert, dass ihr Wertstoffhof als Entsorgungsstation für unverteilte Zeitungen missbraucht wird.

Mehrfach haben wir Mitarbeitende darauf angesprochen. Mehrfach haben sich Bürger beim Verlag beschwert. Und dennoch wird der Skandal ignoriert – so konstant wie das Klirren der Presscontainer.

Akribisch sortieren? Ja. Akribisch wegsehen? Auch das.

Der offizielle Narrativ:
Man achte hier auf jedes Detail. Jede Farbdose, jede Batterie, jeder falsch eingeordnete Holzspan werde korrigiert, um Umwelt und Ordnung zu schützen.

Die gelebte Praxis:
Wenn ein Zeitungsverteiler tonnenweise bezahlte Printprodukte in den Container kippt, wird maximal die Tür aufgehalten, aber nicht nachgehakt.
Ein Müllsack Restmüll: 10 Euro.
Zehn Bündel nie verteilter Zeitungen: Kein Kommentar.

Während Bürger belehrt werden, wo Schuhe hingehören und wie man WC-Reiniger korrekt entsorgt, werden an anderer Stelle Tausende Euro Werbegeld im Papiercontainer begraben.

Die Stadt schweigt – und mit ihr das System

Hier werden nicht nur Zeitungen entsorgt.
Hier wird Vertrauen entsorgt.
Hier wird Verantwortung entsorgt.
Hier wird die Glaubwürdigkeit eines ganzen Betriebs entsorgt.

Wenn ein Wertstoffhof sich rühmt, Umwelt und Ordnung in sauber getrennte Bahnen zu lenken, dann muss er ebenso konsequent verhindern, dass städtisches Gelände zum Schauplatz systematischer Arbeitszeit- und Leistungsbetrügereien wird.

Doch stattdessen passiert Folgendes:
Papier wird gepresst, Bürger werden belehrt – und der wahre Skandal landet unter weiteren Tonnen Altpapier.

Was sich nicht wegpressen lässt

Die Gartenbank am Eingang steht dort als Mahnmal für nachhaltigen Konsum.
Doch viel dringender bräuchte dieser Ort ein Mahnmal für ehrliche Arbeit für die lokale Wirtschaft. Denn vom Möbelhaus bis zum Fahrradgeschäft gilt: Wer nicht wirbt der stirbt.

Denn solange unverteilte Zeitungen auf dem Wertstoffhof landen, als wären sie gewöhnliches Altpapier, und solange die Stadt dieses Verhalten zulässt, bleibt eine Frage offen:

Wer sortiert hier eigentlich wen – und wessen Interessen werden wirklich geschützt?

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November deutlich zu trocken: In Teilen des Wuppergebiets fiel nur halb so viel Regen wie üblich

11 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Nach einem überdurchschnittlich nassen Oktober zeigte sich der November im Wuppergebiet von seiner trockenen Seite. An mehreren Messstationen des Wupperverbandes wurden teils nur rund 50 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge registriert. Auch temperaturmäßig präsentierte sich der Monat zweigeteilt – mit einem ungewöhnlich milden Beginn und einer spürbar kälteren zweiten Hälfte.

Nur wenig Niederschlag an vielen Messstellen

Besonders deutlich wird die Trockenheit an der Bever-Talsperre in Hückeswagen: Dort fielen im vergangenen Monat lediglich 63 Liter pro Quadratmeter, während das langjährige Mittel bei 124 Litern liegt.

Ähnlich sah es an weiteren Stationen aus:

  • Große Dhünn-Talsperre (Lindscheid): 55 Liter statt durchschnittlich 97 Liter
  • Kläranlage Buchenhofen (Wuppertal): 65 Liter statt 106 Liter
  • Kläranlage Solingen-Burg: 62 Liter statt 114 Liter

Der regenreichste Tag war der 19. November, an dem vergleichsweise moderate 13 bis 18 Liter pro Quadratmeter zusammenkamen – je nach Standort im Verband.

Große Unterschiede innerhalb der Region

Die niederschlagsreichste Messstelle im November befand sich in Remscheid-Nordstraße mit 74 Litern pro Quadratmeter. Am unteren Ende lag die Messstation auf der Kläranlage Leverkusen, wo nur 47 Liter gemessen wurden – deutlich unter dem Durchschnitt von 70 Litern.

Mildester November in NRW im Bundesvergleich

Temperaturseitig war der November in NRW insgesamt außergewöhnlich mild. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD):

  • zeigte die erste Monatshälfte fast frühlingshafte Werte, teils nahe 20 Grad Celsius,
  • während in der zweiten Monatshälfte arktische Meeresluft zu leichten Minusgraden führte.

Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 6,8 °C war NRW dennoch das mildeste Bundesland im November. Auch die Sonnenscheindauer lag mit 65 Stunden über dem Durchschnitt von 53 Stunden.

Fazit

Der November brachte deutlich weniger Niederschlag als üblich und fiel insgesamt zu mild aus. Nach dem extrem nassen Oktober verdeutlichen die aktuellen Zahlen die starken Monatsschwankungen im Witterungsverlauf des Jahres – mit Auswirkungen auf Natur, Wasserwirtschaft und Böden.

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Rheinisch-Bergischer Kreis: Kitas mussten 228-mal ganz oder teilweise schließen – SPD fordert schnelle Entlastungsmaßnahmen

11 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Im Rheinisch-Bergischen Kreis kommt es weiterhin zu erheblichen Einschränkungen im Betrieb von Kindertagesstätten. Das geht aus aktuellen Zahlen der Landesregierung hervor, die im Familienausschuss des Landtags vorgestellt wurden. Zwischen Januar und November 2025 wurden 520 Meldungen über personelle Unterbesetzungen registriert. Betroffen waren 108 der insgesamt 192 Kitas im Kreis. In 228 Fällen musste der Betrieb sogar ganz oder teilweise eingestellt werden.

Symbolbild

Belastung für Familien, Kinder und Personal

Die Auswertung macht deutlich, dass die Einrichtungen vielerorts an ihren Belastungsgrenzen arbeiten. Fehlt Personal, wirkt sich dies unmittelbar auf den Betreuungsalltag aus: Eltern müssen kurzfristig Alternativen zur Kinderbetreuung organisieren, Kinder verlieren wichtige Zeiten der frühkindlichen Förderung, und das bestehende Kita-Team wird zusätzlich belastet.

Mit Blick auf den Winter und die bevorstehende Erkältungswelle könnte sich die Situation weiter zuspitzen.

SPD sieht Handlungsbedarf

Die SPD-Landtagsabgeordnete Tülay Durdu bewertet die aktuellen Zahlen als deutliches Warnsignal und verweist auf mögliche Maßnahmen, die andere Bundesländer bereits umgesetzt haben. Nach ihrer Einschätzung könnten trägerübergreifende Springerpools zur Entlastung beitragen – also Vertretungspersonal, das flexibel in Kitas einspringt, wenn Mitarbeitende krankheitsbedingt ausfallen. Sie betont, dass eine solche Lösung nur mit finanzieller Unterstützung durch das Land realisierbar sei.

Kritik an Plänen der Landesregierung

Durdu äußert zudem Sorge über die geplanten Änderungen am Kinderbildungsgesetz. Demnach soll künftig nur noch ein Kernzeitraum von fünf Stunden pro Tag verbindlich durch Fachkräfte betreut werden. Für sogenannte „Randzeiten“ könnten die Träger selbst entscheiden, wie viele Fachkräfte eingesetzt werden.

Nach Einschätzung der SPD würde diese Regelung zu deutlichen Qualitätsunterschieden zwischen den Einrichtungen führen – abhängig von deren finanziellen Möglichkeiten.

Statistische Daten zeigen, dass mehr als 95 Prozent der Kinder in NRW über 25 Stunden pro Woche eine Kita besuchen und damit regelmäßig über die Kernzeiten hinaus betreut werden.

Forderung nach Nachbesserungen

Die SPD-Fraktion kündigte an, im Landtag konkrete Vorschläge zur Finanzierung von Entlastungsmaßnahmen vorzulegen. Aus ihrer Sicht müsse das Gesetz überarbeitet werden, um sowohl die Qualität der Betreuung als auch die Arbeitsbedingungen der Fachkräfte zu sichern.

Die Pressemitteilung schließt mit der Bitte um Veröffentlichung und verweist auf den ausführlichen Bericht der Landesregierung an den Landtagsausschuss für Familie, Kinder und Jugend.

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Stadtbücherei lädt zum Mitmachen ein: 3D-Modellieren und Drucken für Einsteiger

11 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Stadtbücherei Bergisch Gladbach erweitert ihr MINT-Angebot und bietet am Mittwoch, 17. Dezember 2025, einen praxisorientierten Workshop rund um 3D-Modellierung und 3D-Druck an. Unter dem Titel „Wissen zum Anfassen: MINT“ erhalten Interessierte ab 12 Jahren einen leicht verständlichen Einstieg in die digitale Produktgestaltung.

Schritt für Schritt zum eigenen 3D-Modell

Geleitet wird der Workshop von Ismail Özmen, Gründer des Refrather Unternehmens easy3Dprint. Er führt die Teilnehmenden in das CAD-Programm Fusion 360 ein und zeigt anhand praktischer Übungen, wie eigene Designideen digital umgesetzt werden können. Am Ende entsteht ein erstes selbst modelliertes Objekt, das anschließend im 3D-Druckverfahren produziert wird.

Der Kurs richtet sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene. Die Teilnahme ist kostenlos.

MINT-Kompetenzen stärken und Kreativität fördern

Die Stadtbücherei möchte mit dem Angebot den Zugang zu digitalen Zukunftstechnologien erleichtern und insbesondere jungen Menschen die Möglichkeit geben, Technik aktiv zu gestalten. Solche Formate leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Medien- und Technikkompetenz und zeigen, wie kreativ MINT-Themen sein können.

Finanzielle Unterstützung erhält der Workshop von der Kreissparkasse Köln sowie vom Förderverein Wort & Kunst e.V., die damit zur dauerhaften Verankerung niedrigschwelliger MINT-Angebote in der Stadtbücherei beitragen.

Praktische Hinweise und Anmeldung

Termin: Mittwoch, 17.12.2025, 16:00–20:15 Uhr (inkl. kurzer Pause)
Ort: Stadtbücherei Bergisch Gladbach, Hauptstr. 250, 51465 Bergisch Gladbach
Anmeldung: online über www.bergischgladbach.de/anmeldeseite-3d-workshops.aspx

Hinweise für Teilnehmende:

  • Ein eigenes Gerät mit installiertem Fusion 360 wird empfohlen, um das Gelernte später fortführen zu können.
  • Laptops und PCs können in begrenzter Zahl gestellt werden.
  • Das gedruckte Objekt kann später bei easy3Dprint oder im neuen Jahr in der Stadtbücherei abgeholt werden.
  • Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei zugänglich.

Mit diesem Workshop stärkt die Stadtbücherei ihre Rolle als Lern- und Begegnungsort in der digitalen Welt.

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Rösrath-Forsbach: Familie vereitelt Betrugsmasche – mutmaßlicher Täter festgenommen

11 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In Rösrath-Forsbach ist am Sonntagabend (10.12.) ein sogenannter „falscher Polizistentrick“ gescheitert. Eine Seniorin wurde telefonisch unter Druck gesetzt und sollte dazu gebracht werden, eine hohe Geldsumme und Schmuck zu übergeben. Durch das schnelle und umsichtige Handeln ihrer Familie konnte der Betrugsversuch jedoch beendet und ein Tatverdächtiger festgehalten werden.

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Betrüger täuschen Notlage vor

Gegen 19:30 Uhr erhielt die 78-Jährige einen Anruf, bei dem sich ein Unbekannter als Polizeibeamter ausgab. Er behauptete, die Tochter der Seniorin sei festgenommen worden, weil sie einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Um eine angebliche Untersuchungshaft abzuwenden, sollte die Frau 75.000 Euro Kaution zahlen.

Der Schockanruf entspricht einem bekannten Muster der Telefonbetrüger, die gezielt Drucksituationen erzeugen, um an Vermögenswerte älterer Menschen zu gelangen.

Familie reagiert richtig und informiert die Polizei

Die Seniorin beendete das Gespräch und informierte sofort ihre Angehörigen, die umgehend die Polizei verständigten. Etwa eine Stunde später meldete sich der falsche Polizist erneut und kündigte an, dass ein angeblicher Mitarbeiter vorbeikommen werde, um Bargeld und Schmuck entgegenzunehmen.

In Absprache mit ihrer Familie ließ sich die Seniorin zum Schein darauf ein und stellte eine Tasche mit wertlosem Schmuck bereit.

Tatverdächtiger bei Übergabe gestellt

Kurz darauf klingelte ein Mann an der Haustür und nahm die Tasche an sich. In diesem Moment griff die Familie ein und hielt den Verdächtigen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizeibeamten fest. Der Mann wurde zur Polizeiwache Overath gebracht und vorläufig festgenommen.

Da er keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat und Fluchtgefahr besteht, soll er am heutigen Tag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Polizei lobt umsichtiges Verhalten

Der Vorfall zeigt erneut, wie wichtig Aufmerksamkeit und schnelle Kommunikation innerhalb der Familie sind. Nur durch das entschlossene Handeln konnte verhindert werden, dass die Seniorin Opfer eines schweren Betrugs wurde.

Die Polizei weist darauf hin, niemals auf telefonische Geldforderungen einzugehen und im Zweifel immer selbst die Notrufnummer 110 zu wählen.

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Bensberg: Umbau der Schloßstraße fast abgeschlossen – Verkehr kehrt im Dezember 2025 zur Normalität zurück

11 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Der umfangreiche Umbau der Schloßstraße in Bergisch Gladbach-Bensberg erreicht seinen Endspurt. Nach nahezu drei Jahren Bauzeit soll das Großprojekt – ein zentraler Baustein des Integrierten Handlungskonzepts (InHK) Bensberg – Ende 2025 weitgehend fertiggestellt sein. Mit der Pflanzung der letzten Bäume im unteren Bereich geht die Neugestaltung in ihre finale Phase.

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Rückkehr zur gewohnten Verkehrsführung

Voraussichtlich am Donnerstag, 18. Dezember 2025, wird die Verkehrsführung auf der Schloßstraße wieder auf den ursprünglichen Ablauf umgestellt. Die Einfahrt ist dann wie gewohnt aus Richtung Am Stockbrunnen möglich. Der Verkehr soll wieder in beide Richtungen bis zur Höhe der privaten Tiefgarage fließen. Ab dem Emilienbrunnen gilt – wie bereits vor dem Umbau – erneut die Einbahnstraßenregelung.

Mit der Öffnung der Schloßstraße entfällt die während der Bauzeit eingerichtete provisorische Verkehrslenkung über die Gartenstraße. Diese wird danach wieder für den Durchgangsverkehr geschlossen.

Neue Park- und Flächenregelung

Die neu gestaltete Schloßstraße erhält klar strukturierte Stellflächen:

  • Parken ist künftig ausschließlich auf der rechten Seite (aus Fahrtrichtung Emilienbrunnen) erlaubt.
  • Die linke Straßenseite dient als sogenanntes Möblierungsband – ein Bereich, der Fußgängerinnen und Fußgängern sowie Stadtmobiliar vorbehalten ist.

Die Einhaltung der neuen Regeln wird durch die Behörden kontrolliert.

Abschließende Arbeiten im Dezember und darüber hinaus

Bereits ab dem 16. Dezember 2025 beginnt die Pflanzung der neun noch ausstehenden Bäume im unteren Abschnitt der Schloßstraße sowie in der Gartenstraße. In den darauffolgenden Wochen werden weitere finale Gestaltungselemente installiert, darunter die neue Spindeltreppe.

Stadt betont Bedeutung für Handel und Aufenthaltsqualität

Mit der Rückkehr zur gewohnten Verkehrsführung reagiert die Stadt auf den Bedarf von Anwohnenden, Gewerbetreibenden und Besucherinnen und Besuchern nach einer schnellen Nutzbarkeit der Straße. Die Schloßstraße soll künftig als moderne Flaniermeile und attraktiver Standort für Handel und Gastronomie wahrgenommen werden – gerade auch in Zeiten zunehmender Konkurrenz durch den Onlinehandel.

Die Verantwortlichen der Stadt sprechen bereits vor Fertigstellung ihren Dank aus – an Bürgerinnen und Bürger, an die Gewerbetreibenden sowie an alle beteiligten Firmen und städtischen Mitarbeitenden, die zur Umsetzung des Projektes beigetragen haben.

Offizielle Eröffnung im Frühjahr 2026

Die feierliche Eröffnung der neugestalteten Schloßstraße ist für das Frühjahr 2026 geplant. Die Stadt will hierfür rechtzeitig nähere Informationen bekannt geben.

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Köln: Rostiger Baukran soll nach 13 Jahren endlich abgebaut werden

11 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

In der Linzer Straße in Köln steht seit rund 13 Jahren ein ungenutzter Baukran vor einem Wohnhaus. Ursprünglich war geplant, dort Dachwohnungen auszubauen. Die Stadt untersagte jedoch 2019 weitere Arbeiten, nachdem es zu Verstößen gegen die Baugenehmigung gekommen war. Seitdem blieb der Kran stehen und verfiel zunehmend.

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Anwohner fordern seit Langem eine Lösung

Der Kran führte in der Nachbarschaft über Jahre hinweg zu wachsender Unzufriedenheit. Viele Anwohner äußerten Sicherheitsbedenken, da sich der rostige Stahlmast in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern und einer Schule befindet. Befürchtet wurde unter anderem, dass der Kran bei starkem Wind zur Gefahr werden könnte.

Auch optisch galt der Kran in der Straße als belastend. Die Situation führte schließlich zur Organisation einer Petition, die 63 Unterstützende erreichte. Der Druck aus der Nachbarschaft sorgte dafür, dass sich die Stadt erneut intensiv mit dem Thema befasste.

Abbau beginnt Mitte Dezember

Das Ordnungsamt bestätigte, dass von dem Baukran trotz seiner Position auf privatem Gelände eine Gefahr ausgeht. Der Eigentümer wurde daher verpflichtet, ihn zu entfernen. Erste Maßnahmen sind bereits sichtbar: Anfang Dezember wurde der Kran teilweise eingefahren. Der vollständige Abbau soll Mitte Dezember erfolgen und wird durch die Stadt überwacht.

Nachbarschaft entwickelt eigenen Umgang mit dem Thema

Die lange Dauer des Problems führte in der Nachbarschaft zu einer Mischung aus Frust und schwarzem Humor. Es entstand ein Stammtisch mit dem Namen „FAKK – Freunde aller Kölner Kräne“, bei dem symbolisch ein kleiner Kran als Wanderpokal weitergereicht wird.

Viele Anwohner hoffen nun auf ein baldiges Ende der jahrelangen Belastung und darauf, dass der Kran noch vor Jahresende endgültig aus dem Straßenbild verschwindet.


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