Archiv | Dezember, 2025

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Belastetes Trinkwasser in Willich: Der lange Kampf gegen PFAS

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Sauberes Trinkwasser gilt als Selbstverständlichkeit – doch in Willich ist genau dieses Vertrauen ins Wanken geraten. Seit rund zwei Jahren steht das Trinkwasser der Stadt unter besonderer Beobachtung, nachdem bei routinemäßigen Kontrollen erhöhte Konzentrationen von PFAS im Grundwasser festgestellt wurden. Die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ stellen Kommunen, Wasserversorger und Politik vor große Herausforderungen.

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Alarmierende Messwerte aus dem Grundwasser

Das Trinkwasser in Willich wird überwiegend aus Grundwasser gewonnen und nach geltenden Standards aufbereitet. Im Jahr 2023 zeigten Kontrollmessungen erstmals auffällige Werte von PFAS, per- und polyfluorierten Alkylverbindungen. Diese Stoffe sind künstlich hergestellt, extrem langlebig und können sich im menschlichen Körper anreichern. Seit dem Bekanntwerden der Belastung wird das Wasser engmaschig überwacht.

Vermutete Ursache: Illegal entsorgter Feuerlöschschaum

Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Belastung vermutlich auf Feuerlöschschaum zurück, der PFAS enthält. Der Verdacht richtet sich auf illegal entsorgte Feuerlöscher, deren Inhalt über Abwasserkanäle in den Boden gelangt sein soll. In diesem Zusammenhang laufen derzeit Gerichtsverfahren in Krefeld gegen mehrere Beschuldigte. Umweltverbände gehen davon aus, dass die Verunreinigungen bereits deutlich länger bestehen könnten als bislang bekannt.

Kritik an Behörden und Versorgern

Umweltschützer werfen den Verantwortlichen vor, zu spät reagiert zu haben. Ihrer Einschätzung nach sei die Problematik möglicherweise über Jahre hinweg unterschätzt worden. Die Stadtwerke Willich weisen diese Vorwürfe zurück und betonen, dass ihnen vor den Messungen im Jahr 2023 keine Hinweise auf PFAS im Grundwasser vorgelegen hätten.

Filtertechnik soll Trinkwasser sichern

Um die Versorgung dauerhaft sicherzustellen, setzen die Stadtwerke nun auf technische Lösungen. Kernstück ist eine neue Aktivkohlefilter-Anlage, die PFAS aus dem Wasser entfernen soll. Der Bau der Anlage kostet rund 1,4 Millionen Euro, hinzu kommen jährliche Betriebskosten von etwa 200.000 Euro. Regelmäßige Wasserproben sollen zudem gewährleisten, dass die Grenzwerte eingehalten werden.

Sauberes Wasser – aber zu welchem Preis?

Auch wenn die bekannten Quellen der Verunreinigung gestoppt werden können, bleibt das Problem langfristig bestehen. PFAS bauen sich nur extrem langsam ab und können das Grundwasser noch über Jahrzehnte belasten. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet das zwar weiterhin sauberes Trinkwasser, gleichzeitig aber wohl auch steigende Wasserpreise.

Der Fall Willich zeigt, wie gravierend die Folgen unsichtbarer Umweltbelastungen sein können – und wie langwierig und kostspielig der Weg zurück zu dauerhaft unbelastetem Trinkwasser ist.

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Rostiger Baukran nach Jahren aus dem Kölner Stadtbild verschwunden

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Im Kölner Stadtteil Sülz ist ein jahrelanges Ärgernis für die Anwohnenden endlich beseitigt worden: Ein ungenutzter und stark verrosteter Baukran an der Linzer Straße wurde nach 13 Jahren abgebaut. Der Kran stand seit einem gescheiterten Bauvorhaben direkt vor einem Wohnhaus und hatte über Jahre hinweg das Straßenbild geprägt – und belastet.

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Ursprünglich sollte der Kran für den Ausbau von Dachgeschosswohnungen eingesetzt werden. Nachdem die Stadt das Vorhaben wegen Verstößen gegen die Baugenehmigung untersagt hatte, blieb der Kran dennoch stehen. Seit 2019 war er ungenutzt, rostete zunehmend und nahm den Bewohnerinnen und Bewohnern nicht nur die Sicht, sondern auch das Gefühl von Sicherheit.

Sicherheitsbedenken und wachsender Unmut

Mit der Zeit wuchs die Sorge in der Nachbarschaft. Besonders bei Sturm wurde der Kran als potenzielle Gefahr wahrgenommen, da er offenbar nicht mehr regelmäßig überprüft wurde. Auch die Nähe zu einer Schule am Ende der Straße verstärkte die Bedenken. Viele Anwohnende fühlten sich durch das massive Baugerät in ihrem Alltag eingeschränkt.

Der Unmut mündete schließlich in einer gemeinsamen Initiative: Eine Petition mit mehr als 60 Unterschriften wurde bei der Stadt eingereicht. Damit machten die Anwohnenden deutlich, dass sie den jahrelangen Zustand nicht länger hinnehmen wollten.

Ordnungsamt greift ein – Kran wird entfernt

Nach Prüfung der Situation schaltete sich das Ordnungsamt der Stadt Köln ein und stufte den Kran ebenfalls als Gefahrenquelle ein. Der Eigentümer des Grundstücks wurde aufgefordert, das Baugerät zu entfernen. Anfang Dezember wurde zunächst der Kran eingefahren, nun folgte der vollständige Abbau.

Für die Nachbarschaft bedeutet dies das Ende einer langen Geduldsprobe. Der Blick aus den Fenstern ist wieder frei, und das Sicherheitsgefühl ist zurückgekehrt. Aus dem gemeinsamen Ärger war über die Jahre sogar ein nachbarschaftlicher Zusammenhalt entstanden – nun endet das Kapitel mit einem sichtbaren Erfolg.

Ein Zeichen für Bürgerengagement

Der Abbau des Krans zeigt, dass beharrliches Engagement von Bürgerinnen und Bürgern Wirkung zeigen kann. Nach über einem Jahrzehnt ist der rostige Baukran Geschichte – und die Linzer Straße hat ein Stück Lebensqualität zurückgewonnen.

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Russland leitet Strafverfahren gegen Düsseldorfer Satirekünstler Jacques Tilly ein

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Ein russisches Gericht hat ein Strafverfahren gegen den Düsseldorfer Karnevalswagenbauer und Satirekünstler Jacques Tilly eingeleitet. Anlass sind mehrere öffentlich gezeigte Arbeiten, in denen Tilly den russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisch und provokant darstellt. Der Fall sorgt international für Aufmerksamkeit und wirft Fragen zum Umgang Russlands mit politischer Kunst und Meinungsfreiheit auf.

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Vorwurf: Verbreitung angeblicher Falschinformationen

Nach Berichten russischer Medien wurde das Verfahren Mitte Dezember bei einem Moskauer Gericht eingereicht. Grundlage ist ein Paragraf des russischen Strafgesetzbuchs, der kurz nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine eingeführt wurde. Er stellt die angebliche Verbreitung falscher Informationen über die russischen Streitkräfte unter Strafe und wird seither regelmäßig gegen Kritiker des Kremls angewendet.

Dem Künstler wird vorgeworfen, mit seinen satirischen Darstellungen die russische Armee zu diffamieren und den Präsidenten zu beleidigen. Eine erste Anhörung ist für Ende Dezember angesetzt.

Einschüchterung mit Signalwirkung

Menschenrechtsorganisationen und russlandkritische Initiativen werten das Vorgehen als gezielten Einschüchterungsversuch. Russland geht seit Jahren auch außerhalb seiner Landesgrenzen gegen Personen vor, die sich kritisch zum staatlichen Handeln äußern. Bereits mehrfach wurden Menschen in Abwesenheit verurteilt, etwa wegen regimekritischer Inhalte in sozialen Netzwerken.

Besonders betroffen sind Menschen mit familiären oder beruflichen Bezügen nach Russland. Wer in den Fokus der Justiz gerät, muss bei einer Einreise mit erheblichen Konsequenzen rechnen. Fachleute sehen darin eine bewusste Strategie, um kritische Stimmen auch im Ausland zum Schweigen zu bringen.

Politische Satire als Auslöser

Jacques Tilly ist über die Grenzen Düsseldorfs hinaus für seine politisch zugespitzten Karnevalswagen bekannt. Immer wieder greift er aktuelle internationale Konflikte auf und setzt sie satirisch um. In den vergangenen Jahren entstanden mehrfach Werke, die den russischen Präsidenten als Aggressor im Ukraine-Krieg zeigen. Auch internationale Aktionen, etwa vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag, sorgten für Aufmerksamkeit.

Dass ein ausländischer Künstler wegen satirischer Kunst strafrechtlich verfolgt wird, gilt als deutlicher Angriff auf die Kunst- und Meinungsfreiheit.

Verfahren wohl ohne praktische Folgen

Juristische Experten gehen davon aus, dass das Verfahren vor allem symbolischen Charakter hat. Eine tatsächliche Durchsetzung gegen einen in Deutschland lebenden Künstler erscheint unwahrscheinlich. Dennoch entfaltet der Schritt politische Wirkung: Er verdeutlicht den Anspruch des russischen Staates, Kritik am eigenen Handeln auch jenseits der Landesgrenzen zu unterdrücken.

Der Fall macht deutlich, wie sehr politische Satire und künstlerische Freiheit in autoritären Systemen unter Druck geraten – und welche Bedeutung sie in demokratischen Gesellschaften weiterhin haben.

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Stadt Köln plant erstes Suchthilfezentrum in der Innenstadt

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Die Stadt Köln plant die Einrichtung ihres ersten Suchthilfezentrums in der Innenstadt. Vorgesehen ist ein Standort am Perlengraben an der Wilhelm-Hoßdorf-Straße, unweit des Neumarkts. Über die konkrete Umsetzung soll der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 5. Februar 2026 entscheiden. Der Standort ist das Ergebnis eines umfassenden Prüfverfahrens, bei dem zahlreiche Flächen und Gebäude untersucht wurden.

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Entscheidend für die Auswahl waren unter anderem die Nähe zum Neumarkt, ein ausreichender Abstand zu Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie eine möglichst geringe Belastung für Anwohnende, etwa durch eine durchdachte Gestaltung der Zugangswege.

Antwort auf verschärfte Drogensituation

Das geplante Suchthilfezentrum ist ein zentraler Baustein des Kölner Suchthilfekonzeptes, das im Sommer 2025 weiterentwickelt wurde. Hintergrund ist die deutlich angespannte Situation rund um die offene Drogenszene in Köln. Insbesondere der stark zunehmende Crack-Konsum hat in den vergangenen Monaten zu einer sichtbaren Verschärfung der Lage geführt – mit gravierenden Folgen für Betroffene ebenso wie für den öffentlichen Raum.

Suchthilfezentren sollen schwerstabhängigen Menschen Schutz bieten und ihnen ermöglichen, in einer sicheren Umgebung zu konsumieren. Gleichzeitig verfolgen sie das Ziel, Konsum und Begleiterscheinungen aus dem öffentlichen Raum zu verlagern.

Geplanter Betrieb rund um die Uhr

Nach aktuellen Planungen soll das neue Suchthilfezentrum über einen integrierten Drogenkonsumraum verfügen und perspektivisch täglich rund um die Uhr geöffnet sein. Die Stadt prüft derzeit verschiedene Bauformen, darunter eine modulare Fertigbauweise oder eine Containerlösung, um eine möglichst schnelle Umsetzung zu ermöglichen. Ziel ist es, den Betrieb bereits im kommenden Jahr aufzunehmen.

Entlastung für den öffentlichen Raum

Mit dem neuen Angebot will die Stadt sowohl suchtkranken Menschen besser helfen als auch die Situation im Umfeld des Neumarkts spürbar verbessern. Die derzeitige Lage gilt als belastend für alle Beteiligten – für Betroffene ebenso wie für Anwohnende, Gewerbetreibende und Passantinnen und Passanten.

Durch das Suchthilfezentrum sollen Betreuung, medizinische Unterstützung und soziale Hilfen gebündelt angeboten werden. Gleichzeitig soll der öffentliche Raum sicherer und sauberer werden.

Weitere Informationen und Beteiligung

Ausführliche Informationen zur Weiterentwicklung des Suchthilfekonzeptes sowie Hintergründe zum geplanten Suchthilfezentrum sind im Ratsinformationssystem der Stadt Köln einsehbar. Zusätzlich stellt die Stadt auf einer eigenen Informationsseite Fragen und Antworten zum Projekt bereit.

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Dauerhafte Perspektive für die Großtagespflege „Kleine Helden“

19 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Gute Nachrichten für Familien in Odenthal: Der langfristige Weiterbetrieb der Großtagespflege „Kleine Helden“ ist gesichert. Durch einen Beschluss des Odenthaler Gemeinderats wurden die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um eine unbefristete Baugenehmigung zu ermöglichen. Damit ist auch die dauerhafte Förderung durch den Rheinisch-Bergischen Kreis als Träger der Jugendhilfe gewährleistet.

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Gemeinderat schafft entscheidende Grundlage

Der Odenthaler Gemeinderat hat am 16. Dezember den bislang geltenden Bebauungsplan angepasst. Dieser hatte eine Kindertagespflege an dem Standort in der Lindenallee ausgeschlossen und damit eine unbefristete Genehmigung verhindert. In den vergangenen Jahren konnten daher nur zeitlich begrenzte Baugenehmigungen erteilt werden, zuletzt mit einer Laufzeit bis Ende Januar 2026. Mit der aktuellen Entscheidung ist dieses Hindernis nun beseitigt.

Unbefristete Genehmigung in Vorbereitung

Der zugehörige Bauantrag befindet sich derzeit in der abschließenden Prüfung. Nach Angaben des Rheinisch-Bergischen Kreises wird mit der Erteilung der unbefristeten Baugenehmigung im Januar 2026 gerechnet. Damit können auch die langfristigen Förderzusagen für die betreuten Kinder verbindlich ausgesprochen werden.

Verlässliche Betreuung für Familien

In der Großtagespflege „Kleine Helden“ werden unter der Woche bis zu neun Kinder professionell betreut. Die Einrichtung ist für viele Familien ein fester Bestandteil der Betreuungslandschaft in Odenthal. Mit der nun geschaffenen rechtlichen Sicherheit können Eltern, Kinder und Betreuungspersonal wieder verlässlich planen.

Stärkung der Kinderbetreuung vor Ort

Mit der Entscheidung des Gemeinderats und den weiteren Schritten des Rheinisch-Bergischen Kreises ist ein wichtiges Signal für die Stabilität und den Ausbau der Kinderbetreuung in Odenthal gesetzt. Die nahtlose Betreuung der Kinder bleibt erhalten – ohne erneute Befristungen oder Unsicherheiten für die Zukunft.

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NRW senkt Wahlalter auf 16 Jahre – Mehr Demokratie sieht Meilenstein für politische Teilhabe

18 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Der nordrhein-westfälische Landtag hat einen bedeutenden Schritt für die politische Mitbestimmung junger Menschen beschlossen: Künftig dürfen Jugendliche bereits ab 16 Jahren an Landtagswahlen teilnehmen. CDU, SPD, Grüne und FDP erreichten gemeinsam die für die notwendige Verfassungsänderung erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Damit erhalten rund 290.000 junge Menschen zusätzlich das aktive Wahlrecht in Nordrhein-Westfalen.

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Die Organisation Mehr Demokratie begrüßt die Entscheidung ausdrücklich und wertet sie als wichtigen Fortschritt für eine zeitgemäße Demokratie. Aus Sicht des Vereins stärkt die Absenkung des Wahlalters die politische Teilhabe junger Menschen und trägt dazu bei, demokratische Prozesse frühzeitig erlebbar zu machen.

Stärkeres Mitspracherecht für junge Generation

Jugendliche übernehmen bereits heute in vielen Bereichen Verantwortung – etwa in Ausbildung, Ehrenamt oder gesellschaftlichem Engagement. Mit dem neuen Wahlrecht erhalten sie nun auch bei der Zusammensetzung des Landesparlaments ein direktes Mitspracherecht. Mehr Demokratie sieht darin ein klares Signal, dass junge Stimmen ernst genommen und aktiv in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Politische Bildung gewinnt an Bedeutung

Mit der Ausweitung des Wahlrechts rückt auch die politische Bildung stärker in den Fokus. Mehr Demokratie betont, dass das neue Wahlrecht von gezielten Bildungsangeboten begleitet werden müsse, um Jugendliche auf ihre neue Verantwortung vorzubereiten. Schulen, Jugendverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Bereits in diesem Jahr hat der NRW-Landesverband von Mehr Demokratie eigene Impulse gesetzt: Im Rahmen eines Schulwettbewerbs entwickelten Schülerinnen und Schüler kreative Konzepte, um Gleichaltrige über Wahlen zu informieren und zur Teilnahme zu motivieren. Die Erfahrungen aus dem Wettbewerb zeigten, dass viele junge Menschen großes Interesse an politischen Themen haben und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Signal für eine generationenübergreifende Demokratie

Mit der Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre folgt Nordrhein-Westfalen dem Beispiel anderer Bundesländer und Kommunen, die diesen Schritt bereits gegangen sind. Für Mehr Demokratie ist die Entscheidung ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer inklusiveren und generationenübergreifenden Demokratie, in der politische Teilhabe nicht am Alter scheitert, sondern Engagement und Verantwortungsbewusstsein in den Mittelpunkt stellt.

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Begegnung, Bewegung und Mitgestaltung: Seniorenbeirat lädt im Januar zu vielfältigen Angeboten ein

18 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Der Seniorenbeirat der Stadt Bergisch Gladbach startet mit einem abwechslungsreichen Programm ins neue Jahr. Im Januar 2026 stehen Begegnung, Geselligkeit und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Alle Angebote sind barrierefrei zugänglich, kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung nutzbar – eine Einladung an alle älteren Bürgerinnen und Bürger, aktiv am Stadtleben teilzunehmen und neue Kontakte zu knüpfen.

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Tanzcafé: Schwungvoll ins neue Jahr

Ein besonderer Höhepunkt im Januar ist das Tanzcafé am Sonntag, 11. Januar 2026, von 15 bis 17 Uhr im Gasthaus Paas an der Maria-Zanders-Anlage. In entspannter Atmosphäre können die Teilnehmenden zu Musik tanzen, sich bewegen und gemeinsam einen geselligen Nachmittag verbringen. Neben Standardtänzen und bekannten Evergreens steht vor allem die Freude an der Musik und das Miteinander im Vordergrund. Bei Kaffee und kleinen Leckereien bietet sich zudem viel Raum für Gespräche und Begegnungen. Das Gasthaus ist barrierefrei erreichbar und gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.

Öffentliche Sitzung des Seniorenbeirats

Am Mittwoch, 21. Januar 2026, tagt um 17 Uhr der Seniorenbeirat im Großen Sitzungssaal des Rathauses Stadtmitte. Die Sitzung ist öffentlich, interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Der Seniorenbeirat berät über Themen, die die ältere Generation in Bergisch Gladbach betreffen, und bringt deren Interessen in die kommunalpolitische Arbeit ein. Weitere Informationen zur Tagesordnung sind im Ratsinformationssystem der Stadt einsehbar.

Aktiv im Buchmühlenpark: Boule spielen

Auch Bewegung an der frischen Luft kommt nicht zu kurz. Der Bouleplatz im Buchmühlenpark hinter der Volkshochschule steht allen Interessierten offen und kann jederzeit genutzt werden. Der Seniorenbeirat lädt dazu ein, das Spielangebot aktiv wahrzunehmen und wünscht allen Teilnehmenden viel Freude.

Seniorenstammtisch: Nächster Termin im Februar

Im Januar pausiert der Seniorenstammtisch ausnahmsweise. Die nächste Gelegenheit zum Austausch gibt es am 4. Februar 2026, wenn der Stammtisch als fröhliche Karnevalsfeier mit Mitsingen im Gasthaus am Bock stattfindet. Der Stammtisch bietet regelmäßig Raum für Gespräche, Informationen und aktives Mitwirken.

Mit seinem Januarprogramm setzt der Seniorenbeirat ein klares Zeichen für Gemeinschaft, Teilhabe und Lebensfreude im Alter – und lädt alle Seniorinnen und Senioren ein, diese Angebote zu nutzen.

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Stundenlange Evakuierung nach Oberleitungsschaden: Warum Fahrgäste im RE1 so lange warten mussten

18 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Nach dem Oberleitungsschaden auf der stark frequentierten Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf mussten rund 500 Fahrgäste eines Regionalexpresses der Linie RE1 am Mittwoch über mehrere Stunden in einem liegengebliebenen Zug ausharren. Erst nach knapp fünf Stunden war die Evakuierung abgeschlossen. Die Hintergründe zeigen, wie komplex solche Einsätze auf freier Strecke sind.

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Zug blieb auf offener Strecke stehen

Der Regionalexpress war gegen 10.30 Uhr im Düsseldorfer Süden zwischen den Stationen Benrath und Reisholz zum Stillstand gekommen. Ursache war eine beschädigte Oberleitung, die auf dem Zug lag. In einem solchen Fall darf der Zug aus Sicherheitsgründen zunächst nicht verlassen werden, da weiterhin Lebensgefahr durch Strom besteht. Erst nachdem die Oberleitung stromlos geschaltet und geerdet ist, können weitere Maßnahmen eingeleitet werden.

Sicherheitsmaßnahmen verzögerten Evakuierung

Nach dem Stillstand wurde umgehend die Leitstelle informiert, die wiederum die zuständigen Stellen im Schienennetz einschaltete. Parallel rückten Notdienste und Einsatzkräfte an. Da sich der Zug jedoch mitten in einem größeren Gleisbereich befand, war eine Evakuierung besonders anspruchsvoll. Zudem befanden sich unter den Fahrgästen auch mobilitätseingeschränkte Personen sowie Menschen mit gesundheitlichen Problemen, was zusätzliche Vorsicht erforderte.

Unwegsames Gelände erschwerte Einsatz

Vor Ort stellte sich heraus, dass das umliegende Gelände durch dichtes Gebüsch und Sträucher kaum passierbar war. Bevor die Fahrgäste sicher zu Ersatzbussen begleitet werden konnten, mussten erst Wege freigerodet und geeignete Übergänge geschaffen werden. Auch diese Arbeiten nahmen Zeit in Anspruch.

Ersatzbusse verspätet am Einsatzort

Zusätzlich verzögerte sich die Evakuierung, weil die angeforderten Busse zunächst nicht rechtzeitig eintrafen. Sie steckten im Straßenverkehr fest und konnten erst später zur Unfallstelle gelangen. Nachdem ein Teil der Fahrgäste abtransportiert worden war, standen zeitweise keine weiteren Busse mehr zur Verfügung, sodass sich die Räumung weiter in die Länge zog.

Bahnverkehr weiter beeinträchtigt

Gegen 15.15 Uhr war die Evakuierung schließlich beendet. Die Auswirkungen des Vorfalls waren jedoch noch bis in die Abendstunden spürbar: Auf der gesamten Strecke zwischen Köln und Düsseldorf kam es weiterhin zu Verspätungen und Einschränkungen im Bahnverkehr.

Der Vorfall zeigt, wie schnell technische Defekte im Bahnnetz zu langwierigen und komplexen Einsätzen führen können – insbesondere dann, wenn Züge auf freier Strecke zum Stillstand kommen und zahlreiche Sicherheitsfaktoren berücksichtigt werden müssen.

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Nach Oberleitungsschaden: Bahnverkehr zwischen Köln und Düsseldorf wieder aufgenommen

18 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Nach stundenlangen Einschränkungen ist die wichtige Bahnverbindung zwischen Köln und Düsseldorf seit Mittwochabend wieder frei. Ein Schaden an der Oberleitung hatte den Zugverkehr auf einer der meistbefahrenen Strecken in Nordrhein-Westfalen weitgehend lahmgelegt und für erhebliche Verspätungen sowie Ausfälle gesorgt.

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Strecke seit Mittwochabend wieder befahrbar

Gegen 20 Uhr meldete die Deutsche Bahn die Behebung der Störung. Seitdem verkehren S-Bahnen und Regionalzüge wieder größtenteils planmäßig. Im Fernverkehr kam es jedoch auch im weiteren Verlauf des Abends noch zu Verzögerungen, da sich der Zugverkehr erst nach und nach normalisieren musste.

Regionalzug mehrere Stunden blockiert

Auslöser der massiven Beeinträchtigungen war ein liegen gebliebener Regionalzug der Linie RE1 im Düsseldorfer Süden. Der Zug kam am Vormittag zwischen den Stationen Benrath und Reisholz zum Stillstand, nachdem die Oberleitung beschädigt worden war. Rund 500 Fahrgäste befanden sich zu diesem Zeitpunkt an Bord.

Da sich der Zug etwa 600 Meter von der nächsten Haltestelle entfernt in einem weitläufigen Gleisbereich befand, gestaltete sich die Situation für die Reisenden besonders schwierig. Zunächst musste die Oberleitung stromlos geschaltet und gesichert werden, bevor weitere Maßnahmen möglich waren.

Aufwendige Evakuierung der Fahrgäste

Die Evakuierung des Zuges nahm mehrere Stunden in Anspruch und konnte erst am Nachmittag abgeschlossen werden. Neben der Lage des Zuges erschwerte auch die Anwesenheit mobilitätseingeschränkter Fahrgäste die Räumung. Einsatzkräfte organisierten schließlich Busse, um die Reisenden vom Einsatzort abzutransportieren.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr

Während der Sperrung kam es auf der gesamten Strecke zwischen Köln und Düsseldorf zu erheblichen Verspätungen, Zugausfällen und Umleitungen. Besonders der Berufs- und Pendlerverkehr war stark betroffen. Mit der Freigabe der Strecke entspannte sich die Lage am Abend allmählich.

Die Deutsche Bahn arbeitet nach eigenen Angaben daran, die noch bestehenden Folgeverspätungen vollständig abzubauen und den Fahrplanbetrieb wieder zu stabilisieren.

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Rat beschließt nächste Schritte für umfassende Schulbaumaßnahmen in Köln

18 Dezember 2025 von Felix Morgenstern

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Dienstag, 16. Dezember 2025, wichtige Weichen für den weiteren Ausbau und die Sanierung der Kölner Schullandschaft gestellt. Im Mittelpunkt stand ein umfangreiches Maßnahmenpaket, mit dem der bauliche Zustand von insgesamt 56 Schulstandorten systematisch untersucht werden soll. Ziel ist es, den konkreten Sanierungs- und Raumbedarf dieser Schulen zu ermitteln und darauf aufbauend tragfähige Konzepte für die kommenden Jahre zu entwickeln.

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Voruntersuchungen als Grundlage für Planung und Finanzierung

Alle 56 ausgewählten Standorte waren bereits 2024 im Rahmen von Standortanalysen bewertet worden. Diese hatten ergeben, dass an sämtlichen Schulen eine Generalsanierung notwendig ist. Nun sollen vertiefende Voruntersuchungen folgen, um den tatsächlichen baulichen Zustand, pädagogische Anforderungen sowie mögliche zusätzliche Raumbedarfe detailliert zu erfassen.

Für diese weitergehenden Untersuchungen hat der Rat 6,6 Millionen Euro freigegeben. Mit dem Geld sollen externe Fachplanungs- und Sachverständigenbüros beauftragt werden, die unter anderem Bauzustände erfassen und bewerten. Erst nach Abschluss dieser Phase können belastbare Kosten- und Zeitpläne erstellt werden.

Konzepte bis Ende 2026 vorgesehen

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse soll die Stadtverwaltung bis zum dritten Quartal 2026 konkrete Vorschläge zur Umsetzung und Finanzierung der Sanierungen vorlegen. Dabei werden auch Fragen zur zukünftigen Nutzung der Schulstandorte, mögliche Veränderungen im Schulplatzbedarf sowie Potenziale zur Nachverdichtung geprüft. Eine Priorisierung der Maßnahmen erfolgt zudem unter Berücksichtigung der finanziellen Leistungsfähigkeit des städtischen Haushalts.

Insgesamt verfügt die Stadt Köln über 291 städtische Schulstandorte, sodass das Maßnahmenpaket einen wichtigen, aber ersten Schritt in einer langfristigen Strategie zur Sicherung und Weiterentwicklung der schulischen Infrastruktur darstellt.

Machbarkeitsstudien für fünf weitere Schulen

Parallel dazu hat der Rat die Kölner Schulbaugesellschaft mbH beauftragt, für fünf weitere Schulstandorte Machbarkeitsstudien sowie Stufenpläne für energetische Sanierungen zu erstellen. Betroffen sind:

  • die katholische Hauptschule am Großen Griechenmarkt
  • die Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung an der Zülpicher Straße
  • das Berufskolleg 14 (Außenstelle Perlengraben)
  • die Gemeinschaftsgrundschule an der Adolph-Kolping-Straße
  • das Maximilian-Kolbe-Gymnasium in Köln-Porz

Diese Studien sollen klären, wie die Gebäude baulich und energetisch zukunftsfähig weiterentwickelt werden können.

Langfristige Perspektive für Kölns Schulen

Mit den Beschlüssen setzt die Stadt Köln auf eine strukturierte und vorausschauende Herangehensweise im Schulbau. Ziel ist es, langfristige Lösungen für Sanierung, Nutzung und Finanzierung zu entwickeln und damit die Voraussetzungen für moderne Lernorte und eine stabile Schulentwicklung in allen Stadtteilen zu schaffen.

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