Archiv | Januar 16th, 2026

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Aufmerksamer Zeuge verhindert Trunkenheitsfahrt in Wermelskirchen

16 Januar 2026 von Felix Morgenstern

In Wermelskirchen hat ein aufmerksamer Zeuge am Donnerstagabend (15. Januar) möglicherweise Schlimmeres verhindert. Gegen 18 Uhr meldete er der Polizei über den Notruf eine auffällige und gefährliche Fahrweise eines Pkw.

Symbolbild

Unsichere Fahrt auf Berliner Straße und B 51

Nach Angaben des Zeugen war ein Nissan im Bereich der Berliner Straße sowie im weiteren Verlauf der B 51 mehrfach mit den Reifen in den Grünstreifen geraten. Das Fahrzeug habe stark geschwankt und sei nur knapp einem Unfall entgangen.

Polizei stoppt Fahrerin in Buchholzen

Die alarmierten Einsatzkräfte konnten den Wagen wenig später in der Ortschaft Buchholzen antreffen und kontrollieren. Am Steuer saß eine 67-jährige Frau aus Wermelskirchen. Bereits beim Aussteigen zeigte sich, dass sie deutlich unter Alkoholeinfluss stand und erhebliche Gleichgewichtsprobleme hatte.

Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 1,6 Promille. Damit lag eine absolute Fahruntüchtigkeit vor, die die zuvor beobachtete Fahrweise erklärte.

Blutprobe angeordnet

Zur Beweissicherung ordneten die Beamten eine Blutprobenentnahme an, die auf der Polizeiwache in Burscheid durch einen hinzugezogenen Arzt durchgeführt wurde. Die Weiterfahrt wurde der Frau untersagt, sie musste ihren Weg zu Fuß fortsetzen.

Gegen die 67-Jährige wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt.

Polizei lobt Zivilcourage

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig Hinweise aus der Bevölkerung sind. Wer im Straßenverkehr eine ähnliche Beobachtung macht, sollte nicht zögern, die Polizei zu verständigen – entweder über jede Polizeidienststelle oder den kostenfreien Notruf 110. Aufmerksame Zeuginnen und Zeugen können so einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.

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Prozess um Millionen gefälschte Zigaretten in Düsseldorfer Fabrik beginnt

16 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Vor dem Landgericht Düsseldorf startet am Freitag der Strafprozess gegen die mutmaßlichen Drahtzieher einer illegalen Zigarettenproduktion. Rund zehn Monate nach der Zerschlagung einer groß angelegten Zigarettenfabrik im Düsseldorfer Stadtteil Lierenfeld müssen sich vier Männer wegen schwerer Straftaten verantworten.

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Vier Angeklagte vor Gericht

Angeklagt sind vier Männer aus Polen und der Ukraine im Alter zwischen 45 und 58 Jahren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie besonders schwere Steuerhinterziehung vor. Nach den Ermittlungen sollen sie zwischen April 2024 und März 2025 in einer Halle in Düsseldorf im großen Stil gefälschte Zigaretten produziert haben.

Produktion in industriellem Ausmaß

Nach Angaben der Anklage wurden in dem Zeitraum rund 300 Millionen Zigaretten hergestellt. Dafür sollen die Organisatoren etwa zwölf Millionen Euro erhalten haben. Der entstandene Steuerschaden wird auf mehr als 53 Millionen Euro beziffert.

Zwei der Angeklagten aus Polen sollen eine leitende Rolle übernommen haben: Ein 46-Jähriger gilt als Manager der illegalen Fabrik, ein 48-Jähriger als Vorarbeiter. Die beiden weiteren Angeklagten aus der Ukraine sollen als Produktionshelfer tätig gewesen sein. Sie hatten ihre Beteiligung an der illegalen Herstellung bereits im Rahmen der Ermittlungen eingeräumt.

Arbeiter im Ausland angeworben

Einer der ukrainischen Angeklagten soll seine Tätigkeit im Februar 2025 aufgenommen haben. Bis zu seiner Festnahme arbeitete er demnach als Tabakschneider und war an der Produktion von mindestens 175.300 Stangen beteiligt – das entspricht mehr als 35 Millionen Zigaretten.

Große Mengen sichergestellt

Bei der Durchsuchung der Fabrik stellten die Ermittler rund 25 Millionen gefälschte Markenzigaretten sowie etwa 15 Tonnen Tabak sicher. Allein aus diesen beschlagnahmten Waren ergibt sich laut Anklage ein Steuerschaden von rund sechs Millionen Euro.

Langer Prozess erwartet

Für das Verfahren sind mehr als 40 Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess soll sich voraussichtlich bis Ende August hinziehen. Das Gericht wird klären müssen, welche Rolle die einzelnen Angeklagten innerhalb der illegalen Produktionsstruktur gespielt haben und in welchem Umfang sie für den entstandenen Schaden verantwortlich sind.

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Erneuerung der Altenberger-Dom-Straße: Bauablauf angepasst – Verkehrseinschränkungen verschieben sich

16 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Die Stadt Bergisch Gladbach passt den Bauablauf für die geplante Erneuerung der Altenberger-Dom-Straße im Stadtteil Schildgen an. Entgegen der bisherigen Planung führt der angekündigte Baubeginn am 19. Januar 2026 zunächst nicht zu einer halbseitigen Sperrung der Straße. Ziel der kurzfristigen Anpassung ist es, den Gesamtzeitplan der Maßnahme einzuhalten und gleichzeitig die verkehrlichen Auswirkungen für Bürgerinnen und Bürger möglichst gering zu halten.

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Start mit erstem Bauabschnitt ohne Verkehrsbehinderungen

Zum Auftakt der Maßnahme wird nun ausschließlich der erste Bauabschnitt umgesetzt. Dieser umfasst – wie bereits ursprünglich vorgesehen – die Erneuerung des südöstlichen Gehweges auf der rechten Seite in Fahrtrichtung Odenthal. Die Arbeiten können unter Aufrechterhaltung des Verkehrs in beide Richtungen erfolgen.

Damit bleiben vorerst sowohl eine geänderte Verkehrsführung als auch Umleitungen und Anpassungen im Busverkehr aus. In den kommenden Wochen sind daher keine spürbaren verkehrlichen Einschränkungen zu erwarten.

Geändertes Verkehrskonzept für spätere Bauphasen

Für die weiteren Bauabschnitte hatte die beauftragte Baufirma ein angepasstes Verkehrskonzept vorgeschlagen, das eine deutliche Verkürzung der Bauzeit auf rund sieben Monate ermöglichen soll. Vorgesehen ist eine Einbahnstraßenregelung während der Bauzeit.

Die Stadt hat diesem Konzept grundsätzlich zugestimmt, jedoch mit wichtigen Änderungen und Auflagen: Künftig soll der Verkehr aus Richtung Köln in Richtung Odenthal über die Altenberger-Dom-Straße geführt werden. Diese Lösung erlaubt eine leistungsfähigere Schaltung der Knotenpunkte an der Leverkusener Straße und der Schlebuscher Straße als in der ursprünglich vorgesehenen Variante.

Schutz der Wohngebiete hat Priorität

Ein weiterer zentraler Punkt ist der Schutz angrenzender Wohngebiete. Die Stadt fordert vom zuständigen Verkehrssicherungsunternehmen ein belastbares Konzept, das sicherstellt, dass sich kein zusätzlicher Durchgangsverkehr in das Wohngebiet Nittum – insbesondere in den Nittumer Weg und den Zehntweg – verlagert.

Die notwendigen Pläne zur Verkehrsführung werden derzeit überarbeitet und eng mit den Busbetrieben abgestimmt. Aufgrund der noch offenen Details, insbesondere bei der künftigen Linienführung des öffentlichen Nahverkehrs, kann aktuell noch kein konkreter Termin für die Einführung der Einbahnstraßenregelung genannt werden.

Stadt kündigt rechtzeitige Information an

Die Stadt Bergisch Gladbach sichert zu, die Öffentlichkeit rechtzeitig über die weiteren Schritte und konkrete Termine zu informieren. Gleichzeitig bittet sie die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die notwendigen Anpassungen im Bauablauf und bedankt sich für die Geduld im Zusammenhang mit der umfassenden Erneuerung der Altenberger-Dom-Straße.

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