Veränderte Antragsfrist für Förderprogramme von Land und Landschaftsverband

15 Januar 2018 von Gregor Herzfeld

Vereine, Initiativen und Kultureinrichtungen, die auf eine Förderung durch das Land oder den Landschaftsverband hoffen, sollten ihre Anträge unbedingt innerhalb der Fristen einreichen. Nur so besteht die Chance, dass die eigenen Projekte gefördert werden.

Die Antragsfrist für eine Förderung durch den Landschaftsverband endet am 28. Februar – bis dahin müssen die Anträge dem Kulturbüro vorliegen. Dieses reicht die Unterlagen dann bearbeitet bis zum 31. März an den Landschaftsverband weiter. Bisher genannte andere Zeiträume sind nicht mehr gültig.

Für die Schulen, die sich im Kontext des Landesprogramms „Kultur und Schule“ engagieren möchten, ist wie in den Vorjahren auch der 31. März der Stichtag zur Abgabe. Da dieser 2018 auf Karsamstag fällt, ist der Gründonnerstag vor den Osterferien die letzte Möglichkeit, die Projektdatenblätter einzureichen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an das Kulturbüro des Kreises, Telefon: 02202 13-2770 beziehungsweise per E-Mail an kultur@rbk-online.de

Weitere Infos gibt es auch auf der Homepage, www.rbk-direkt.de.

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„Unser Weg zum Flächennutzungsplan“

10 Januar 2018 von Gregor Herzfeld

 Beteiligungs-Broschüre wird an alle Haushalte verteilt

Der Entwurf des neuen Flächennutzungsplans 2035 für alle Bürgerinnen und Bürger im „Schnelldurchlauf“ – das ist ein besonderer Service der Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung, der in der zweiten Januarwoche (am Mittwoch, 10. Januar 2018) als Beilage zum „Bergischen Handelsblatt“ im Stadtgebiet verteilt wird. 24 Seiten stark ist die Broschüre „Unser Weg zum Flächennutzungsplan“; die Kolleginnen und Kollegen der Stadtentwicklung haben darin die wesentlichen Informationen und Antworten auf besonders oft gestellte Fragen zusammengetragen. Anlass für die Publikation ist die Offenlage des Flächennutzungsplans als zweite Phase der Bürgerbeteiligung, die bis zum 9. Februar dauert.

Das Wichtigste auf einen Blick – und die Sorgen der Bürger ernst genommen: So erklärt die Broschüre zum Beispiel, wie es sich mit der Verbindlichkeit der neu ausgewiesenen Siedlungsflächen verhält. Muss hier gebaut werden, wenn einmal die Flächen so dargestellt sind? Nein, sagt die Broschüre ganz klar, gebaut wird nur nach Bedarf, mit zeitlicher Priorisierung und im Proporz der Stadtteile. Der Flächennutzungsplan eröffnet zunächst lediglich die Möglichkeit der Bebauung, denn ohne einen qualifizierten Bebauungsplan läuft auf diesen Flächen überhaupt nichts. Bis es dazu kommt, kann es Jahre dauern oder möglicherweise auch gar nicht eintreten.

Natürlich wird in der Broschüre auch erklärt, warum der Flächennutzungsplan dringend eine Neuaufstellung braucht. Wohnen und Gewerbe werden stark nachgefragt, Bergisch Gladbach ist eine attraktive Kommune für Neubürgerinnen  und Neubürger. Wohnraum soll aber erschwinglich bleiben, und unsere ortsansässigen Gewerbebetriebe sollen nicht ins Umland abwandern müssen. Deshalb sind Erweiterungen unumgänglich. Um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, muss aber allerhand für ein Umdenken in der Mobilität unternommen werden und auch der „grüne“ Charakter der Stadt erhalten bleiben. Für Stadtbaurat Harald Flügge ist letzteres ein besonders wichtiges Ziel der nächsten Jahrzehnte: „Qualmende Schlote wird es in Bergisch Gladbach auch zukünftig nicht geben. Und 98 Prozent des heutigen Freiraums werden durch die neue Planung geschützt und gestärkt. Bergisch Gladbach bleibt grün!“

Kernstück der Bürgerinformation zum neuen Flächennutzungsplan ist schließlich die Darstellung der einzelnen Stadtteile mit den dort vorgesehenen Veränderungen in der Flächenausweisung. Gegenüber dem ersten Entwurf, der zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung Ende 2016 präsentiert wurde, sind viele Flächen zurückgenommen oder verkleinert worden. „Das ist gut so und war auch so zu erwarten“, beschreibt Flügge die städtische Planung, „durch die eingehende politische Erörterung, viele Informations- und Diskussionsveranstaltungen und eine sehr rege Bürgerbeteiligung haben wir als Planer wertvolle Aufschlüsse darüber erhalten, was möglich und gewollt ist und was überhaupt nicht geht. Die Anregungen der Bürger decken sich auch in vielen Fällen mit den Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange.“

Der Flächennutzungsplan 2035 der Stadt Bergisch Gladbach liegt vom 8. Januar bis zum 9. Februar 2018 zur Offenlage aus; Bürgerinnen und Bürger können sich im Treppenhaus im 1. Obergeschoss des Rathauses Bensberg die Pläne im Originalformat anschauen, die städtischen Experten zur Beantwortung von Fragen ansprechen oder Anregungen und Bedenken loswerden. Bürgermeister Für Bürgermeister Lutz Urbach ist dies weit mehr als nur eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtaufgabe: „Die konstruktive Auseinandersetzung mit Kritik und die intensive Abwägung aller Interessen tun  der gesunden Entwicklung unserer Stadt gut. In einer Gemeinschaft gilt es stets Kompromisse zu schließen, ohne dabei das Gemeinwohl aus den Augen zu verlieren. Dies haben wir bisher gemeinsam gut gemeistert.“

Anregungen und Bedenken können während der Offenlage mündlich zur Niederschrift, schriftlich per Post oder auch per E-Mail geäußert werden; die Kontaktdaten sind auf der letzten Seite der Informationsbroschüre zusammengefasst.

Auch im Internet kann man sich über den neuen Flächennutzungsplan umfassend informieren:
www.bergischgladbach.de/fnp

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Gesundheitsamt gibt Entwarnung: Abkochgebot für Trinkwasser im Bergisch Gladbacher Stadtteil Hebborn aufgehoben

27 Dezember 2017 von Gregor Herzfeld

Das Gesundheitsamt des Rheinisch-Bergischen Kreises hebt ab sofort das Abkochgebot für das Trinkwasser im Bergisch Gladbacher Stadtteil Hebborn auf und gibt damit Entwarnung. Die letzten Proben aus dem Leitungsnetz des Versorgers BELKAW ergaben ein mikrobiologisch einwandfreies Ergebnis, wodurch das Trinkwasser nun wieder uneingeschränkt genutzt werden kann. Allerdings wird in der sogenannten Druckzone 2, wo in der vergangenen Woche die Verunreinigung mit Enterokokken aufgetreten ist, das Wasser weiterhin gechlort. Diese Maßnahme wird fortgesetzt, bis weitere Untersuchungen abgeschlossen sind, was mindestens bis Mitte Januar dauern wird. Die Chlorung geschieht weiterhin mit einer nur geringen Dosierung von bis zu 0,3mg Chlor/Liter Trinkwasser entsprechend der Trinkwasserverordnung und ist gesundheitlich unbedenklich. Es kann dabei allerdings zu einer unbedenklichen Geruchsbelästigung kommen – besonders bei warmem Wasser.

In folgenden Straßen wird weiterhin gechlort:
Akazienweg, Alte Wipperfürther Str., Am Broich, Am Eichenberg, Am Grünen Weiher, Am Heidetor, Am Kamelsbuckel, Am Mühlenberg, Am Reiferbusch, Am Steinberg, Am Steinernen Kreuz, Am Urnenfeld, Am Vogelherd, Am Wapelsberg, Amselweg, An der Engelsfuhr, An der Flora, An der Strunde, Auf dem Horn, Auf dem Kirchenfeld, Auf dem Lichmich, Buschhorner Weg, Dr.-Robert-Koch-Str., Eichenweg, Engelsgut, Eschenweg, Föhrenhöfchen, Fuchskaule, Gemarkenweg, Gerstenschlag, Gertrudenstr., Haferbusch, Hannenbusch, Hauptstr., Hebborner Berg, Hebborner Feld, Hebborner Kirchweg, Hebborner Str., Heiligenstock, Hornstr., Hubertusstr. Im Aspert, Im Drosselhain, Im Kleefeld, In den Stämmen, In der Schlade, Irlenfelder Weg, Jägerhof, Jägerstr., Johannesstr., Kalmüntener Str., Keltenweg, Kürtener Str., Langemarckweg, Laurentiusstr., Lochermühle, Meisenweg, Mutzer Feld, Mutzer Heide, Mutzer Str., Nußbaum, Nußbaumer Berg, Nußbaumer Feld, Nußbaumer Garten, Nußbaumer Str., Nußbaumer Winkel, Odenthaler Str., Olpensgut, Paffrather Str., Pannenberg, Pappelweg, Peter-Landwehr-Str., Platanenweg, Reuterstr., Roggenacker, Romaneyer Str. , Römerfeld, Rommerscheider Str., Sonnenweg, Theodorstr., Töpferweg, Überm Rost, Unterboschbach, Unterhebborn, Voiswinkeler Str., Vollmühlenweg, Waldstr., Weizenfeld, Zaunkönigweg, Zum Waschbach.

Für Fragen rund um die Verkeimung und Chlorung kann man sich an den BELKAW- Kundenservice unter der Telefonnummer 02202 2855 800 wenden.

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Ahmadiyya-Jugend räumt am Neujahrsmorgen wieder die Innenstadt auf

27 Dezember 2017 von Gregor Herzfeld

Der letzte Böller ist gezündet, die Feierlaune verraucht, und nach der Silvesternacht bricht der erste Morgen des neuen Jahres an. Unübersehbar liegen überall die Reste der Knallkörper, Raketen, Sektflaschen und Mitternachtsimbisse herum. Die Kollegen der Stadtreinigung haben eine Menge Arbeit vor sich – und sind froh über die ehrenamtliche Hilfe, die auch in diesem Jahr wieder auf den Plan tritt. Es ist in Bergisch Gladbach bereits eine schöne Tradition geworden, dass die örtliche Gruppe der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation im Rahmen einer bundesweiten Aktion am Neujahrsmorgen in der Innenstadt im Einsatz ist, um die von den Feiernden hinterlassenen Reste zu beseitigen. So wird es auch am 1. Januar 2018 wieder sein. Der Abfallwirtschaftsbetrieb unterstützt die Jugendlichen gerne bei Ihrer Aktion und stellt der Gruppe das erforderliche Hilfsmaterial zur Verfügung. Die gesammelten Abfälle werden am Konrad-Adenauer-Platz zusammengetragen und von der Stadtreinigung abgefahren.

Die Ahmadiyya ist eine islamische Gemeinschaft, die 1889 in Indien gegründet wurde. Sie setzt sich eigenen Angaben zufolge für Frieden, Toleranz, Menschenrechte und die Trennung von Politik und Religion ein. Die Jugendorganisation der Ahmadiyya hat das Selbstverständnis, mit Hilfsaktionen „ein Zeichen für bürgerschaftliches Engagement und die Verbundenheit zum Heimatort“ zu setzen. Die Neujahrsputzaktionen finden in 240 Städten und Gemeinden Deutschlands statt. In Bergisch Gladbach helfen die Jugendlichen schon seit fast 20 Jahren regelmäßig am Neujahrsmorgen.

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Erstmalig gemeinsame Thermografie-Aktion vieler Partner

12 Dezember 2017 von Gregor Herzfeld

Erstmalig findet in diesem Jahr eine gemeinsame Thermografie-Aktion vieler Partner statt, die den gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis und große Teile des Oberbergischen Kreises umfasst. Hierfür ziehen der Rheinisch-Bergische Kreis, die Verbraucherzentrale sowie die Energieversorger BEW, BELKAW und AggerEnergie an einem Strang. Unterstützt werden sie dabei durch das Bergische Energiekompetenzzentrum und die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. „Es ist schön, dass wir den Menschen in der Region ein gutes Angebot aus einer Hand machen können. Die Übersichtlichkeit der Angebote hat sich dadurch deutlich verbessert und auch die Konditionen sind sehr gut“, freut sich Simon Möser, Klimaschutzmanager des Rheinisch-Bergischen Kreises, der die Aktion betreut.

Thermografie – gut für Umwelt und Geldbeutel
Allein 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs im Rheinisch-Bergischen Kreis werden im Bereich Wärme verursacht. Daher ist die Thermografie ein bedeutender Aspekt bei der energetischen Sanierung von Häusern. „Gleichzeitig ist das ein wichtiger Schritt zur Energiewende“, betont Oliver Rakow, Abteilungsleiter Vetrieb und Energie der BEW: Die Aktion wird durch den Rheinisch-Bergischen Kreis bereits seit vielen Jahren angeboten. Neu ist das gemeinsame Vorgehen. So erhalten die Bürgerinnen und Bürger in der Region ein unabhängiges Angebot für eine qualitativ hochwertige Thermografie. Der Preis dafür ist bei allen Energieversorgern derselbe – je nach Vertragsart zwischen 99 und 109 Euro. Zunächst werden mit Hilfe von Wärmebildern die Schwachstellen von Häusern aufgedeckt. Dies sind beispielsweise Wärmebrücken, undichte Fenster oder Türen oder aber mangelnde Dämmung von Wänden, Rollladenkästen oder Wintergärten. „Der Verlust von Wärme und Energie ist etwas sehr abstraktes. Anhand der Bilder wird das Thema für die Kunden viel anschaulicher“, so Kerstin Lehrhoff von der Belkaw. Auf Grundlage der Bilder werden dann passgenaue Sanierungspläne erstellt. So können die Wünsche und die finanziellen Möglichkeiten des Haushalts berücksichtigt werden. „Dadurch werden Ressourcen geschont und man leistet einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz“, erklärt Rüdiger Härtel von der AggerEnergie, „denn die Energie wird durch die Sanierungsmaßnahmen effizienter eingesetzt.“ Natürlich wird so auch der eigene Geldbeutel entlastet, da die Kosten für Energie sinken. Davon profitiert natürlich auch das regionale Handwerk. „Es ist wichtig, dass bei den Sanierungsarbeiten eine hohe Qualität vorherrscht. Dafür steht das Handwerk vor Ort“, betont Marcus Otto, Vorsitzender der Kreishandwerkerschaft.

So läuft die Thermografie-Aktion ab
Bis zum 31. Januar können sich Interessierte über das Klimaschutzmanagement des Rheinisch-Bergischen Kreises für die Thermografie-Aktion anmelden (Simon Möser: klimaschutz@rbk-online.de, 02263/805 554). Über das zuständige Energie-Versorgungsunternehmen wird dann ein Thermograf beauftragt. Dieser fertigt in einer kalten Nacht die Außenaufnahmen des Gebäudes an. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden hierdurch nicht gestört – dennoch wird der Eigentümer einige Tage vorher über den Termin informiert. Im Anschluss daran bekommen die Teilnehmenden der Aktion eine umfangreiche Dokumentation mit mindestens sechs Wärmebildern ihrer Immobilie. Zusätzlich dazu haben sie die Möglichkeit, die Bilder durch einen Energieberater auswerten zu lassen. Die Kosten dafür liegen bei 60 Euro.

Informationsveranstaltung rund um das Thema Thermografie und Energetische Sanierung

Die Möglichkeit zur Klärung der letzten offenen Fragen erhalten die Bürgerinnen und Bürger am 17. Januar im Bergischen Energiekompetenzzentrum auf :metabolon oder am 24. Januar 2018 in den Räumlichkeiten der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. Die Informationsveranstaltungen beginnen jeweils um 18 Uhr.

Gruppenfoto: (v.l.n.r:) Oliver Rakow, Abteilungsleiter Vertrieb und Energie, Marketing BEW, Rüdiger Härtel, Leiter Privatkunden AggerEnergie, Simon Möser, Klimaschutzmanager des Rheinisch-Bergischen Kreises,Kerstin Lehrhoff, Belkaw, Christoph Gubert, Volksbank Kürten, Marcus Otto, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Florian Bublies, Energieberater der Verbraucherzentrale, Anne Hölzer, Leiterin des Amtes für Standortentwicklung und regionale Projekte Rheinisch-Bergischer Kreis, Richard Orth, Effizienzmanager des Oberbergischen Kreises

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Großkontrolle findet erneut viele Drogen im Straßenverkehr

Großkontrolle findet erneut viele Drogen im Straßenverkehr

10 Dezember 2017 von Gregor Herzfeld

Bei einer erneuten Großkontrolle „Drogen im Straßenverkehr“ sind am Donnerstagnachmittag (07.12.) acht Blutproben entnommen worden.

Acht Männer im Alter von 23 bis 43 Jahren unterzogen sich zwischen 12.00 und 16.00 Uhr Drogentests, die alle positiv ausfielen. Die anwesende Ärztin entnahm die fälligen Blutproben.

Die Fahrer stammten aus Bergisch Gladbach (3), Köln (3), dem Westerwaldkreis und Polen. Die Deutschen erwartet jetzt ein umfangreiches Bußgeldverfahren, der Pole konnte nach Hinterlegung einer Sicherheitsleistung entlassen werden.

An der Kontrollstelle in Forsbach auf der Bensberger Straße waren gut 40 Beamte eingesetzt. Der Verkehrsdienst wurde dabei von Lehrgangsteilnehmern des LAFP (Landesamt für Aus- und Fortbildung der Polizei) unterstützt. Neben den Drogenverstößen fielen zwei Totalfälschungen von Führerscheinen aus Saudi Arabien und Griechenland auf. Zudem wurden mehrere kleinere Verkehrsverstöße geahndet.

Bei einer Kontrolle von einem irischen Teerlaster konnten massive Verstöße gegen die Sozialvorschriften im Straßenverkehr festgestellt werden. Da eine Sicherheitsleistung von 3.000 Euro nicht erbracht werden konnte, ist der Lkw zur Sicherung des Verfahrens sichergestellt worden.

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Neun von 18 Spielhallen müssen schließen

03 Dezember 2017 von Gregor Herzfeld

Städtische Ordnungsbehörde verschickte Bescheide nach neuer Rechtslage

18 Spielhallen gab es bisher in Bergisch Gladbach, zukünftig bleibt noch die Hälfte übrig: Zum Stichtag 30.11.2017 endet die fünfjährige Übergangsfrist für mehrere Regelungen des „Ersten Glücksspieländerungsstaatsvertrages“ von 2012. So ist nach den Buchstaben dieses Gesetzeswerkes die Erteilung von Mehrfachkonzessionen bei Spielhallen nicht mehr zulässig; dies bedeutet, dass nur noch eine Spielhallenerlaubnis pro Gebäude oder Gebäudekomplex erteilt werden darf. Weiterhin soll ein Mindestabstand von 350 Metern Luftlinie von Spielhalle zu Spielhalle nicht unterschritten werden. In räumlicher Nähe zu öffentlichen Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe dürfen Spielhallen überhaupt nicht betrieben werden.

In Bergisch Gladbach gibt es insgesamt 18 Spielhallen, wobei sich die Betriebe stark in der Stadtmitte konzentrieren. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben – insbesondere des Mindestabstandsgebotes – ist die städtische Ordnungsbehörde gehalten, neun dieser Einrichtungen keine Erlaubnis mehr zu erteilen. „Wir haben nicht gewürfelt oder gelost, sondern nachvollziehbare Kriterien zur Auswahl der zu schließenden Betriebe herangezogen“, erklärt Fachbereichsleiter Peter Widdenhöfer das Verfahren. „So spielten ganz besonders die Bestandsdauer eine Rolle. Wer zuerst da war, hatte die besseren Chancen.“ Auch der ordnungsgemäße Betrieb wurde in die Abwägung mit einbezogen. Die Stadt verspricht sich von der Transparenz der Untersagungsgründe eine höhere Rechtssicherheit, so Widdenhöfer: „Wir gehen davon aus, dass die überwiegende Zahl der Unternehmer trotzdem klagen wird.“

Alle Bescheide sind in der zweiten Novemberhälfte 2017 verschickt worden. Binnen Monatsfrist können Rechtsmittel eingelegt werden. Es gilt für alle Betreiber allerdings eine Härtefallregelung: Die endgültige Schließung muss nicht am 1. Dezember, sondern innerhalb der nächsten sechs Monate erfolgen.

Eine weitere Vorgabe des Staatsvertrages betrifft die Außenwerbung der Betriebe: Sie dürfen sich nicht mehr „Kasino“, „Spielsalon“ oder „Glückspalast“ nennen, sondern als Bezeichnung des Unternehmens ist lediglich noch das Wort „Spielhalle“ zulässig. In Bergisch Gladbach wird diese Bestimmung schon seit 2015 umgesetzt.

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Qualitätsoffensive im ÖPNV startet am 10. Dezember

Qualitätsoffensive im ÖPNV startet am 10. Dezember

30 November 2017 von Gregor Herzfeld

Wilmund Opladen, Landrat Stephan Santelmann, Marc Kretkowski und Udo Wasserfuhr präsentierten die Qualitätsoffensive im ÖPNV.

Landrat Stephan Santelmann: „Wir vollziehen einen Paradigmenwechsel“

Für den ÖPNV im Rheinisch-Bergischen Kreis bricht ein neues Zeitalter an. Durch die Qualitätsoffensive, ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember, erhöht sich auf 30 Hauptlinien in der Region der Takt deutlich. So ist es montags bis freitags zwischen 6 Uhr und 21 Uhr viel leichter von A nach B zu gelangen. Für die Verbesserungen in Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Odenthal, Overath, Rösrath und Wermelskirchen engagieren sich die Politik des Rheinisch-Bergischen Kreises, die Kreisverwaltung in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden sowie natürlich die Verkehrsunternehmen RVK und wupsi gemeinsam. „Wir vollziehen einen Paradigmenwechsel“, macht Landrat Stephan Santelmann deutlich, „und zwar von einem nachfrageorientierten zu einem angebotsorientierten ÖPNV. Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen dies nutzen und in die Busse einsteigen.“ Die Verkehrsunternehmen RVK und wupsi fahren im Rahmen der Qualitätsoffensive pro Jahr mehr als eine Million zusätzliche Kilometer im Rheinisch-Bergischen Kreis.

„Politik zog für Qualitätsoffensive an einem Strang“


Die geänderten Lebensumstände vieler Menschen sind ein wichtiger Grund für die Qualitätsoffensive. Besonders Arbeitszeiten bis in die Abendstunden, längerer Unterricht an den Schulen und nicht zuletzt der Wunsch, auch nach dem Restaurant- oder Kinobesuch mit dem Bus nach Hause zu fahren, sind Gründe, eine höhere Taktung und damit mehr Busfahrten anzubieten. „Der Politik ist es ein großes Anliegen, den ÖPNV zu stärken“, erklärt Wilmund Opladen, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, „daher haben auch alle an einem Strang gezogen, um den Menschen dieses Angebot zu unterbreiten.“ Aber natürlich spielen auch ökologische Gesichtspunkte eine Rolle. Wenn mehr Menschen in den Bus einsteigen und der Individualverkehr verringert wird, führt dies zu einer Verbesserung der Luftqualität – ein wichtiger Aspekt in Zeiten, in denen Fahrverbote drohen. Auch auf den Straßen soll die Qualitätsoffensive zu einer Entlastung der Situation beitragen, wenn mehr Menschen in den Bus steigen.

Die verbesserte Qualität wird erreicht, indem die Busse in einer höheren Taktung verkehren. Daher werden die Hauptverkehrszeiten auf den Zeitraum von 6 bis 21 Uhr von montags bis freitags ausgeweitet. Bislang galten diese nur von 6 bis 9 Uhr und von 16 bis 18 Uhr. Dann verkehren viele Linien bis zu dreimal die Stunde auf ihren Strecken. Die Linie 454 fährt künftig über Bergisch Gladbach-Herkenrath hinaus bis nach Kürten-Bechen. „Wir verlängern die Stadtbahnlinie 1 auf der Straße bis nach Bechen“, sagt RVK-Prokurist Udo Wasserfuhr und unterstreicht damit, dass die Gemeinde Kürten nun deutlich besser angeschlossen ist. In einem 15-Minuten-Takt ist ab Dezember zudem die Linie 455 zwischen Bensberg-Busbahnhof an der Endhaltstelle der Linie 1 und dem TechnologiePark Bergisch Gladbach unterwegs. Damit kommen circa 2.500 Menschen mit dem Bus leichter an ihren Arbeitsplatz. Die Linien 426 und 427 verlängern künftig den Takt des S-Bahn-Netzes in die Region. Auf der Verbindung zwischen Kürten und dem Bergisch Gladbacher S-Bahnhof gibt es zukünftig immer mindestens einen 20-Minutentakt. Auch am Wochenende ist die Taktfrequenz zukünftig verdichtet. „Dadurch werden Kürten und Odenthal deutlich besser an den Schienenverkehr angebunden“, machte wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski deutlich.

Von Wermelskirchen nach Köln durchgängig im 30-Minuten-Takt


Denn natürlich profitiert auch Odenthal von der Qualitätsoffensive. Die Linie 434 von Bergisch Gladbach über Odenthal und Schildgen nach Köln-Dünnwald bindet die Gemeinde im 20-Minutentakt in beide Richtungen an den Schienenverkehr an. Zum einen an die KVB-Linie 4 in Dünnwald, zum anderen an die S11 in Bergisch Gladbach. Die Linie 260 von Wermelskirchen über Burscheid und Leverkusen nach Köln fährt nun durchgängig im 30-Minuten-Takt und sorgt so für einen häufigeren Anschluss ans Gleis. Generell gelingt durch die Taktverdichtung eine bessere Anbindung an die Schiene, denn auch die Stadtbahnlinie 1 und die RB25 sind häufiger erreichbar.
Zur Kommunikation der Qualitätsoffensive haben die Partner zudem eine Kampagne entwickelt, um die Öffentlichkeit über die vielen neuen Möglichkeiten zu informieren. Im Mittelpunkt steht der Slogan „Der neue Takt für Deinen Bus – Klingt gut!“ Dafür wurden Flyer, Plakate und weitere Werbemaßnahmen entwickelt.

Insgesamt kostet die Ausweitung des Angebots rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Der Rheinisch-Bergische Kreis wird zusammen mit den Verkehrsunternehmen kontinuierlich die Nutzung des neuen Angebotes verfolgen, um bei Bedarf gegebenenfalls auch nachzusteuern.

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Hobbyimker Markus Bollen initiiert stadtweites Bienenweide-Projekt mit viel Unterstützung aus der Stadtgesellschaft

30 November 2017 von Gregor Herzfeld

Fotograf und Hobbyimker Markus Bollen hat mit Unterstützern aus der Stadtgesellschaft von Bergisch Gladbach das Projekt „Unsere Stadt deckt den Bienen den Tisch. Jede Blüte zählt!“ gestartet. Beim Pressetermin an der Nikolauskirche im Atelier des Fotografen informierten die Initiatoren und Beteiligten über die Idee und die weiteren Schritte.

Das Insektensterben stoppen

Wissenschaftler haben in Feldversuchen gemessen, dass die Menge der Insekten seit 1982 um 80 Prozent zurückgegangen ist. Das war für den Naturfreund Markus Bollen der Auslöser, Initiative zu ergreifen und die Aktion „Bienenweide“ zu starten.  Verschiedene Faktoren führen dazu, dass insbesondere Wildbienen weniger Lebensraum finden. Die Not der Bienen, geeignete Blüten zu finden, nimmt zu. Mit den Insekten schwindet auch die Nahrungsgrundlage für Vögel oder Fledermäuse. Es gibt zu wenig Blühstreifen.

„Wir benötigen die Unterstützung aus der Bürgerschaft“, erläutert Bürgermeister Lutz Urbach. Gefragt seien Bürgerinnen und Bürger, die über Grünflächen in Privatgärten oder über Wiesenflächen verfügen, sowie Unternehmen und Einrichtungen mit gestaltbaren Freiflächen. Die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach macht es vor und wird Anfang 2018 eine Fläche für die Samenmischungen mit insektenfreundlichen Pflanzen zur Aussaat vorbereiten. Das Saatgut wird dann im April in die Erde eingebracht.

Neues Projekt von „Wir für Bergisch Gladbach“

Mit im Boot ist auch der Verein „Wir für Bergisch Gladbach“. Vorstandsmitglied Gabriele Gieraths plant schon, beim nächsten Spielplatzaufräumtag auch ein Wiesenstück für die spezielle Blumenmischung vorzubereiten. Zudem möchte der Verein das Projekt stadtweit im wahrsten Sinne des Wortes „streuen“. „Ob am Putztag oder bei der Kneipennacht oder anderen Aktivitäten des Vereins: Wir möchten alle für das wichtige Thema sensibilisieren, denn schließlich ist es unsere gemeinsame Natur, der geholfen werden muss“, erklärt Gabriele Gieraths.

„Das Engagement der Stadt Bergisch Gladbach begrüße ich ausdrücklich“, stellt Landrat Stephan Santelmann fest. „Auch andere Kommunen sind bereits in dieser Thematik aktiv, wie etwa in Oberodenthal, um nur ein Beispiel zu nennen, wo sich die Menschen ehrenamtlich für Bienen engagieren.“

Oberodenthal hat bereits vor drei Jahren mit Erfolg ein Bienenweide-Projekt ins Leben gerufen. Pionier ist hier Michael Melchior von der Dorfgemeinschaft Oberodenthal, der sehr zufrieden ist mit der Resonanz auf das Bienenprojekt. Das ganze Dorf macht mit. „Es geht aber nicht nur um die Honigbiene“, betont Melchior. Von dem Projekt sollen auch die vielen anderen Insekten profitieren, so auch Wildbienen. „Jede Blüte zählt“, so lautet sein Slogan, der auch in Bergisch Gladbach verwendet wird.

„Ich freue mich, dass es so ein großes ehrenamtliches Engagement für die Bienen in unserer Region gibt“, sagt der Landrat. Dieses möchten alle Beteiligten gerne mit Rat und Tat unterstützen. „Unsere Naturschutzbehörde und die Biologische Station Rhein-Berg stehen mit ihrer Expertise den Ehrenamtlichen gerne beratend zur Verfügung. Wichtig ist es aus meiner Sicht, dass für die Einsaat regionales Saatgut zur Verwendung kommt, da dieses an die Verhältnisse des Bergischen Landes angepasst ist und die heimische Tierwelt besonders davon profitiert.“

StadtGrün plant mit Saatgut und Bienenkörben

Lars Winking ist Fachmann für die Abteilung StadtGrün in Bergisch Gladbach. Er und seine Kollegen beschäftigen sich seit rund drei Jahren mit dem Thema Wiesen auf städtischen Flächen. „Es gibt beispielsweise an der Schnabelsmühle Flächen, die wir mit speziellen Saatmischungen eingesät haben.“ Zukünftig wird es, so der Landschaftsarchitekt, mehr und mehr Blumenwiesen im Stadtgebiet geben.

Insbesondere bei der Planung und Umsetzung des Stadtgartens im InHK Bensberg wird der ökologische Aspekt in der Planung mitunter zentrales Thema sein. Neben Blumenwiesen wird es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch Bienenkörbe geben. „Derzeit befinden wir uns in der Abstimmung mit örtlichen Imkern“, erläutert StadtGrün-Experte Winking. „Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist richtig und wichtig. Am Ende zählt jedes kleine Mosaik für unsere heimischen Insekten.“ Neben der Planung müssen solche Flächen bereits vor der Einsaat vorbereitet und darüber hinaus gepflegt werden. Daher werden Einsaat- und Schnittzeitpunkte gemeinsam mit den Kolonnen von StadtGrün optimiert, um einen möglichst langen Blühaspekt – ohne unerwünschte Wildkräuter – erreichen zu können.

Bürgerinnen und Bürger, die in ihrer Nachbarschaft städtische Flächen sehen, die sie für eine Blumenwiese geeignet halten, können sich gerne die städtische Pressestelle wenden. Entweder telefonisch: 02202 – 142419 oder per Mail: pressebuero@stadt-gl.de.
Am besten ist, wenn eine Patenschaft für die Fläche übernommen, das Saatgut wird gestellt.

Zahlreiche Sponsoren unterstützen

Neben diesen Unterstützern konnte Markus Bollen bereits zahlreiche Geldgeber gewinnen. Für die Vertreter der Bensberger Bank und der Badischen Beamtenbank war schnell klar, dass dieses Umweltprojekt gefördert werden muss.

Die Bensberger Bank hatte schon als Spenderin einer Schleuder für den Imkerverein ihr Interesse an dem Thema gezeigt. Unternehmer Rolf Kürten von K-L Druck in Frankenforst hat auch sofort eine Förderung zugesagt.
Auch Ehrenbürgerin Roswitha Bethe engagiert sich. Ihren Garten, in dem auch zwei Bienenvölker stehen, hat sie schon bienenfreundlich umgestaltet. Die Bethe Stiftung wird alle Spenden verdoppeln. Bei Birgit Althaus von der Victor-Rolff-Stiftung ging der Antrag um Förderung von Markus Bollen ein. Die Stiftung fördert Projekte zum Naturschutz im Regierungsbezirk Köln und war hier der erste Geldgeber der Aktion.

Praktische Unterstützung gibt es von Christoph Demmer als Leiter der Lebenshilfe Werkstätten in Refrath. „Die Initiative hat Saatgut in großen Säcken gekauft, die nun in kleine Tütchen umgefüllt werden muss, das erledigt das Team der Lebenshilfe“, erläutert Demmer.

Außerdem hat die Werkstatt unter der Leitung des Garten- und Landschaftsbauers Dominic Schneider ein Team behinderter Menschen, die mit viel Elan auch die Vorbereitung der Flächen erledigen können. „Natürlich nicht kostenlos, aber zu einem fairen Preis.“ Lutz Urbach wusste schon ganz begeistert von einem Einsatz in seinem Garten zu berichten.

Denn bereits jetzt kann losgelegt werden. Handelt es sich um eine kleinere Fläche bis 100 Quadratmeter, sollte man diese umgraben und glatt einebnen, eventuell aufkeimende Unkräuter können so vor der Einsaat noch untergefräst werden. Handelt es sich um eine bereits vorhandene Rasenfläche, so ist es auch möglich auf dieser eine Blumenwiese anzulegen. Dort sollte man folgendermaßen vorgehen: Man fräst oder vertikutiert eine ausgesuchte Fläche mehrmals vor der Einsaat ohne sie jedoch zu düngen. Die verbleibende Rasenfläche kann weiterhin gedüngt und gemäht werden. Für Robert Kargl als Vorsitzender des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach ist das Projekt eine tolle Sache: „Wir benötigen diese Hilfe aufs gesamte Stadtgebiet verteilt, daher helfen auch nicht nur wenige, sondern es müssen viele mitmachen.“

Gärtnermeister Adolf Zirden, auch Mitglied des Imkervereins  hat detailliert aufgeschrieben, welche Blumen günstig und welche ungünstig sind:
„Man sollte darauf achten, wie viel Gräser und Wildblumen in Prozenten in der Mischung enthalten sind. Vor allem sollte man darauf achten, dass möglichst niedrig wachsende Grasarten in der Mischung vorkommen. Meistens finden wir Lolium = Deutsches Weidegras in den Mischungen. Lolium ist ein hochwachsendes Gras und könnte die Kräuter und Blumen überwuchern.“

Ab sofort verschenken die Beteiligten Blumensamenmischungen der Firma Rieger-Hofmann mit den Namen „Schmetterlings- und Wildbienensaum“, „Feldblumenmischung“, „Dachbegrünung“ und „Blühende Landschaft West“ solange der Vorrat reicht.
Sobald die eigenen Tütchen der Aktion „Jede Blüte zählt“ kreiert sind, werden diese ebenfalls verschenkt. Beispielsweise im Sozialstand auf dem Weihnachtsmarkt am 22. Dezember 2017. Die Beschenkten werden um eine Spende gebeten, die von der Bethe-Stiftung verdoppelt wird. Mit dem Geld werden dann weitere Pflanzenmischungen angeschafft, damit auf weiteren Flächen Bienenweide ausgesät werden kann. Außerdem können natürlich alle, denen das Thema am Herzen liegt, Spenden auf das Konto des Imkervereins mit Stichwort „Bienenweide“ überweisen, diese werden auch von der Bethe-Stiftung verdoppelt.
Der Pressetermin fand im Atelier von Markus Bollen statt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden umrahmt von großformatigen Bildern von Blumenwiesen.

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Entlastung durch E-Lastenrad

28 November 2017 von Gregor Herzfeld

Kommunales Mobilitätsmanagement schafft „Zweitwagen auf zwei Rädern“ an – zu mieten an der Radstation

Ein Lastenpedelec kann vieles: die Einkäufe nach Hause bringen, die Kinder für die Fahrradtour einpacken, den Heckenschnitt entsorgen, den Sack Zement vom Baumarkt schleppen. Daniel Euler, Mobilitätsmanager bei der Stadt Bergisch Gladbach, ist stolz, nun ein solches Gefährt angeschafft zu haben und den Bürgerinnen und Bürgern zum Mieten und Ausprobieren zur Verfügung zu stellen.

Es handelt sich um das Modell i:SY E-car:go mit einem zulässigen Gesamtgewicht von  190 kg. Die Ladefläche besteht aus Holz mit Wangen rundum, die transportierte Last ist also sicher verstaut. Durch den 250 Watt starken Unterstützungsmotor kann das Gefährt auch in topographisch anspruchsvollen Regionen eingesetzt werden, wie zum Beispiel im Bensberger Raum.

Daniel Euler sieht in dem städtischen „Prototyp“ eine Chance, mehr Bergisch Gladbacher Bürgerinnen und Bürger vom Auto aufs Fahrrad zu bringen, auch wenn mehr als eine Aktentasche zu transportieren ist: „Ein solches Lastenrad kann durchaus den Zweitwagen ersetzen und damit unsere angespannte Verkehrslage entlasten.“ Das städtische Mobilitätskonzept, das im letzten Jahr vom Rat verabschiedet wurde, hat die Steigerung des Radverkehrs bis 2030 im Stadtgebiet um 4 Prozentpunkte zum Ziel.

Das Lastenfahrrad wird zum kleinen Preis – 8 Euro für bis zu drei Stunden Nutzung – an der Radstation zur Leihe bereitgestellt. Euler: „So muss man nicht sofort kaufen – bei einer Investition von knapp 4.000 Euro eine gute Gelegenheit, erst einmal zu testen, wie gut man damit zurechtkommt.“ Roland Neuschil von IN VIA, Leiter der Radstation, freut sich ebenfalls über den Zuwachs im Angebot: „Die Einrichtung bekommt damit einen Hingucker, der die Menschen auch auf die Vorteile unserer Station aufmerksam macht.“

Die Stadt Bergisch Gladbach muss das Fahrzeug ebenfalls nicht selbst finanzieren, das Geld stammt aus dem Förderprojekt „Kommunales Mobilitätsmanagent“ des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, für den Bergisch Gladbach Modellstadt  ist.  Wupsi und Rheinisch-Bergischer Kreis helfen ebenfalls bei der Finanzierung über Werbeaufdrucke auf den Wangen der Fahrrad-Ladefläche. Natürlich darf dort auch das städtische Logo „clever.vernetzt.mobil“ nicht fehlen, sowie Hinweise auf weitere Vereine und Einrichtungen, die mit dem städtischen Mobilitätsmanagement verbunden sind.

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