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Oliver Brügge wird Geschäftsführer der neuen Zanders-Entwicklungsgesellschaft

Oliver Brügge wird Geschäftsführer der neuen Zanders-Entwicklungsgesellschaft

25 Oktober 2024 von Darian Lambert

Zum 1. Januar 2025 übernimmt Oliver Brügge die Geschäftsführung der neu gegründeten städtischen Gesellschaft, die für die Umwandlung des ehemaligen Zanders-Areals verantwortlich sein wird. Der 56-jährige Stadtentwicklungsexperte wechselt von Monheim am Rhein nach Bergisch Gladbach und bringt umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von großen Stadtquartieren mit.

Die neue Gesellschaft, die „Urbane Zukunft Zanders-Entwicklungsgesellschaft mbH“ (UZZE), wurde eigens gegründet, um das 36 Hektar große Gelände der früheren Papierfabrik Zanders in ein modernes, urbanes Viertel zu transformieren. Vorgesehen sind dort unter anderem Wohnraum für rund 2.900 Menschen sowie ebenso viele Arbeitsplätze. Das Projekt gilt als eines der größten und bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Region.

Bürgermeister Frank Stein zeigte sich erfreut über die Verpflichtung von Brügge: „Mit ihm haben wir einen ausgewiesenen Fachmann gewonnen, der bereits große Konversionsprojekte erfolgreich umgesetzt hat.“ Brügge, der seit 2018 die Stadtentwicklungsgesellschaft in Monheim leitete, steht vor einer ähnlich herausfordernden Aufgabe: Die Umwandlung des Zanders-Geländes in einen lebendigen und zukunftsfähigen Stadtteil.

In Monheim war Brügge maßgeblich an der Umgestaltung einer ehemaligen Industriebrache beteiligt, die er in ein florierendes Gewerbegebiet verwandelte. In Bergisch Gladbach wird er sich nun der Herausforderung stellen, auf dem Zanders-Gelände eine nachhaltige und gemischte Nutzung für Wohnen, Arbeit und Freizeit zu realisieren.

Brügge selbst betonte bei seiner Vorstellung, dass er das Projekt nur im Zusammenspiel mit allen Beteiligten – Politik, Verwaltung und Bürgern – erfolgreich umsetzen könne. Dabei sei er nicht an Machtkämpfen interessiert, sondern daran, das Beste für die Stadt zu erreichen. Auch bei einem möglichen Politikwechsel im nächsten Jahr müsse das Zanders-Projekt „oberste Priorität“ bleiben, so Brügge.

Der bisherige Projektleiter, Udo Krause, wird Brügge in der neuen Gesellschaft als Prokurist zur Seite stehen. Krause und sein Team haben in den letzten Jahren die Planungsgrundlagen für die Entwicklung des Areals erarbeitet und erste Vorbereitungen getroffen. Nun soll die Umsetzung der Pläne unter Brügges Leitung in die nächste Phase gehen.

Ein wichtiger Aspekt der weiteren Arbeit wird laut Brügge die Prüfung des bestehenden Gebäudebestands auf dem Zanders-Areal sein. Dabei müsse sorgfältig abgewogen werden, welche Gebäude erhalten bleiben können und welche einem Neubau weichen müssen. Denkmalschutz spiele dabei eine wichtige Rolle.

In den kommenden Jahren wird die städtische Entwicklungsgesellschaft die Infrastruktur auf dem Zanders-Gelände ertüchtigen und die Flächen baureif machen, um das Gebiet für Investoren und Projektentwickler attraktiv zu gestalten. Brügge betonte dabei, dass Geduld gefragt sei: „Nicht alles kann so schnell umgesetzt werden, wie man es sich vielleicht wünscht“, erklärte er. Erwartungsmanagement sei ein wichtiger Teil seiner Aufgabe.

Oliver Brügge lebt mit seiner Familie in Hürth und bringt nicht nur fachliche Expertise, sondern auch viel Leidenschaft für Stadtentwicklung mit. Mit seiner Berufung ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Zanders-Areals und die Stadt Bergisch Gladbach getan.

Hintergrund: Die Zanders-Konversion

Das Zanders-Gelände, das mitten im Zentrum von Bergisch Gladbach liegt, bietet enormes Potenzial für die Stadtentwicklung. Nach der Schließung der traditionsreichen Papierfabrik soll hier bis zum Jahr 2040 ein neues, urbanes Viertel entstehen, das Wohn- und Arbeitsraum für tausende Menschen bietet. Ein einstimmiger Grundsatzbeschluss des Stadtrates hat die Weichen für das Projekt gestellt, das in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden soll.

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Erster Fall der neuen Mpox-Variante in Deutschland bestätigt: 33-jähriger Kölner infiziert

25 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

In Deutschland wurde erstmals eine neue Variante des Mpox-Virus nachgewiesen. Betroffen ist ein 33-jähriger Kölner, der sich beim Sex im Ausland infiziert hat. Dies bestätigte das Robert-Koch-Institut (RKI). Der Mann hatte sich mit der sogenannten Klade Ib des Virus infiziert und befindet sich seit dem 12. Oktober in stationärer Behandlung. Laut Behörden sei die Krankheit jedoch nicht leicht übertragbar.

Ansteckung im Ausland

Der Patient hielt sich von September bis Anfang Oktober in Ruanda auf und entwickelte kurz nach seiner Rückkehr typische Mpox-Symptome. Nach dem Arztbesuch wurde die Infektion bestätigt. Der Mann befindet sich in Isolation, und sein Zustand wird weiterhin überwacht. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hatte bereits am Dienstag über den deutschlandweit ersten Fall der neuen Variante berichtet.

Mpox: Hintergrund zur Krankheit

Mpox, früher als „Affenpocken“ bekannt, wird von einem Virus verursacht, das häufig in Wildtieren vorkommt und gelegentlich auf den Menschen überspringt. Die Krankheit ist mit dem klassischen Pockenvirus verwandt und äußert sich meist durch Hautausschlag und Fieber. Besonders gefährlich kann das Virus für Kinder sein. Todesfälle wurden in Deutschland bisher jedoch keine gemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Begriff „Affenpocken“ aufgegeben, um diskriminierende Bezüge zu Tieren oder Orten zu vermeiden. Der Erreger findet sich ohnehin häufiger bei Nagetieren als bei Affen.

Neue Variante: Keine erhöhte Gefährdung

Das RKI betont, dass von der neuen Variante keine erhöhte Gefahr für Deutschland ausgeht. Auch die bisherigen Fälle mit der älteren Klade IIb, die seit Mai 2022 weltweit registriert wurden, haben hierzulande nur geringe Fallzahlen gezeigt. 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen bisher 29 Fälle gezählt. Alle Patienten waren Männer, von denen zwei stationär behandelt werden mussten.

Europäischer Kontext

Bereits im August wurde in Schweden der erste Fall der neuen Mpox-Variante außerhalb Afrikas gemeldet. Die betroffene Person hatte sich ebenfalls in Afrika infiziert. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hatte bereits zuvor mit weiteren Fällen in Europa gerechnet.

Impfung und Schutzmaßnahmen

Der Impfstoff gegen das klassische Pockenvirus schützt auch gegen Mpox. Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten oder engen Kontakt mit Infizierten haben, wird die Impfung empfohlen.

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Brand bei Dynamit Nobel in Leverkusen: Große Rauchwolke über der Stadt

24 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am 24. Oktober 2024 brach auf dem Chemiegelände der Firma Dynamit Nobel in Leverkusen ein Feuer aus. Die Feuerwehr meldete, dass der Brand während Schweißarbeiten entstand und eine Halle auf dem Gelände in Vollbrand geriet. Bislang gibt es keine Informationen darüber, ob in dem betroffenen Gebäude Gefahrgut gelagert wurde. Glücklicherweise wurden keine Verletzten gemeldet, und nach Angaben der Feuerwehr befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Personen in der Halle. Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt.

Sicherheitsmaßnahmen und Sperrungen

Die Polizei hat das Gelände rund um das Chemiewerk großflächig abgesperrt. Über der Anlage stand zeitweise eine große Rauchwolke, die weit sichtbar war. Anwohner wurden über die Warn-App NINA aufgefordert, das Gebiet zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Neben der gesamten Feuerwehr Leverkusen sind auch die freiwillige Feuerwehr und die Werksfeuerwehr von Currenta im Einsatz.

Auswirkungen auf Einrichtungen und den Bahnverkehr

Der Brand hat auch Auswirkungen auf lokale Einrichtungen und den öffentlichen Verkehr. Der Wildpark Reuschenberg bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch das Avea-Wertstoffzentrum und das Müllheizkraftwerk sind vorübergehend dicht, und die Grünschnittsammlung wurde abgesagt, wie Avea über ihre Social Media-Kanäle mitteilte.

Im Bahnverkehr gibt es ebenfalls Beeinträchtigungen: Die Strecken zwischen Köln-Mülheim und Leverkusen-Manfort wurden gesperrt. Die Deutsche Bahn informierte, dass die Linien RE 7 und RB 48 betroffen sind. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet, jedoch kommt es zu Verspätungen und Ausfällen. Pendler und Reisende werden gebeten, sich auf mögliche Verzögerungen einzustellen.

Die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

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Fokuswoche Vorsorge: Alles geregelt für den Ernstfall

24 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Kostenlose Online-Vorträge der Verbraucherzentralen vom 4. bis 8. November 2024

Die Verbraucherzentralen laden auch in diesem Jahr zur „Fokuswoche Vorsorge“ ein, die vom 4. bis 8. November 2024 stattfindet. In insgesamt 25 kostenlosen Online-Vorträgen werden wichtige Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und digitaler Nachlass verständlich erklärt. Interessierte können sich unter www.verbraucherzentrale.nrw/fokuswoche-vorsorge anmelden.

Vorsorge für den Ernstfall – Jetzt handeln!

Wer im Krankheits- oder Pflegefall die eigenen Wünsche festlegen oder rechtliche Angelegenheiten regeln möchte, sollte frühzeitig Vorkehrungen treffen. Die Vorträge der „Fokuswoche Vorsorge“ bieten eine fundierte Einführung in diese Themen. Die etwa einstündigen Vorträge finden täglich um 15 Uhr und 18 Uhr statt und bieten die Möglichkeit, sich auf einfache Weise über die verschiedenen Vorsorgeformen zu informieren.

Überblick über die Themen

  • Patientenverfügung: Hier legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen in bestimmten Situationen gewünscht oder abgelehnt werden. Termine: Montag, 4.11. bis Freitag, 8.11., jeweils um 15 Uhr und 18 Uhr.
  • Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung: Bestimmen Sie, wer im Notfall Ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten regeln soll. Termine: Montag, 4.11. bis Freitag, 8.11., zu unterschiedlichen Zeiten.
  • Digitaler Nachlass: Immer mehr Menschen nutzen Online-Dienste, um wichtige Angelegenheiten zu regeln. Diese Vorträge erklären, wie Sie den Umgang mit Ihren digitalen Daten im Ernstfall regeln können. Termine: Montag, 4.11. bis Freitag, 8.11., um 15 Uhr und 18 Uhr.

Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale NRW.

Warum Vorsorge wichtig ist

Ob Krankheit, Unfall oder der Fall, dass wichtige Angelegenheiten plötzlich nicht mehr selbst geregelt werden können – die Themen der Vorsorge betreffen Menschen jeden Alters. Die „Fokuswoche Vorsorge“ bietet eine wertvolle Möglichkeit, sich frühzeitig mit diesen Themen auseinanderzusetzen und Klarheit zu schaffen.

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Eröffnung der Sammlung 2024 zugunsten des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Bergisch Gladbach

23 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Die jährliche Sammlung zugunsten des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) wurde heute traditionell am Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach eröffnet. Bürgermeister Frank Stein, Ortsverbandsvorsitzender des Volksbundes, leitete die Auftaktveranstaltung direkt neben dem Wochenmarkt und hob dabei die Bedeutung der Erinnerungskultur und Friedenserziehung hervor.

Neben Bürgermeister Stein waren auch Wolfgang Gorzalka vom VDK-Regionalverband sowie die Geschäftsführerin des Ortsverbandes, Anne Linden, und ihre neue Kassenwartin Jana Lülf vor Ort, um Bürgerinnen und Bürger über die Arbeit des Volksbundes zu informieren. In den kommenden Wochen bis Dezember werden die Sammlerinnen und Sammler in Vereinen und der Bürgerschaft unterwegs sein, um Spenden für den Ausbau und die Instandsetzung von Kriegsgräberstätten im Ausland sowie für Friedenserziehungsprojekte zu sammeln.

Bürgermeister Stein betonte die Relevanz der Friedensarbeit des Volksbundes vor dem Hintergrund aktueller internationaler Konflikte. „Gerade in Zeiten, in denen kriegerische Auseinandersetzungen in Osteuropa die Nachrichten dominieren, ist es umso wichtiger, die Erinnerung an die Gräuel der Vergangenheit lebendig zu halten und unsere junge Generation für Frieden zu sensibilisieren“, so Stein.

Der Volksbund organisiert Friedenserziehungsprogramme, insbesondere in seinen Jugendbegegnungsstätten in Deutschland und im europäischen Ausland. Anne Linden lädt zudem engagierte Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv an der Sammlung zu beteiligen und sich bei Interesse unter der Telefonnummer 02202 – 14 2497 zu melden.

Über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Der Leitspruch des Volksbundes „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ steht im Mittelpunkt der Organisation. Der Volksbund pflegt die Gräber deutscher Kriegstoter im Ausland und bietet in seinen Jugendbegegnungsstätten Programme zur Friedenserziehung an. Diese Mahnstätten spielen eine immer größere Rolle, da die Zahl der Zeitzeugen abnimmt. Sie sollen insbesondere der jungen Generation helfen, die Vergangenheit zu reflektieren und aus den Fehlern der Geschichte zu lernen.

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Aktionstag „Lebensmittel retten“ auf :metabolon – Tipps und Tricks gegen Lebensmittelverschwendung

23 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am Samstag, den 23. November 2024, von 10:30 bis 14:00 Uhr, findet auf dem Gelände von :metabolon ein Aktionstag gegen Lebensmittelverschwendung statt. Unter dem Motto „informieren – probieren – mitmachen“ können Besucherinnen und Besucher kostenfrei teilnehmen und zahlreiche Ideen und Tipps mitnehmen, um der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken.

In Deutschland landen jedes Jahr etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall, ein großer Teil davon direkt bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Der Aktionstag richtet sich deshalb gezielt an Endverbraucher, um Wege aufzuzeigen, wie sich Abfälle im Alltag reduzieren lassen. Ob schnelle Rezeptideen aus Resten im Kühlschrank oder kreative Anregungen zum Einmachen und Fermentieren – es gibt viele Möglichkeiten, unnötiges Wegwerfen zu vermeiden und gleichzeitig den eigenen Geldbeutel zu schonen.

Ein Highlight des Tages ist die Vorstellung des Kochbuchs „Restlos Aufgekocht“ von Autorin Luise Rüggeberg. In diesem Buch präsentiert sie alltagstaugliche Rezepte, die darauf abzielen, möglichst keine Lebensmittelreste zu hinterlassen. Besucher sind zudem eingeladen, ihre eigenen Restrezepte in der Rezeptbörse zu tauschen und sich in verschiedenen Workshops weiterzubilden.

Auch der BAV Zero Waste Club, der Ernährungsrat Bergisches Land e. V., der Rheinische LandFrauenverband und regionale Anbieter und Bauern sind mit dabei. Sie informieren über ihre Arbeit und geben wertvolle Hinweise zum nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln.

Der Aktionstag bietet eine tolle Gelegenheit, mehr über nachhaltige Ernährung zu erfahren, köstliche Rezepte auszuprobieren und Teil einer Bewegung zu werden, die die Lebensmittelverschwendung reduzieren möchte.

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Bergisch Gladbach: Abriss oder Erhalt der Stadthäuser? – Diskussion um die Zukunft des Baubestands

21 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

In Bergisch Gladbach wird erneut über den Erhalt oder Abriss der alten Stadthäuser diskutiert. Die Gebäude, einst als Finanz- und Kreisgesundheitsamt erbaut, sind im Zentrum der öffentlichen und politischen Debatte. Die Frage lautet: „Denkmal oder Abriss?“

Der Bergische Geschichtsverein Rhein-Berg sorgte im Herbst 2023 mit der Auszeichnung der Gebäude als „Denkmal des Monats“ für Gesprächsstoff. Diese Häuser, die in den 1950er Jahren erbaut wurden, sind durch ihre kunstvollen Details, wie die Mosaiksonnenuhr und das komplett mit Marmor ausgekleidete „schwarze Treppenhaus“, als „ortsbildprägend“ und „schützenswert“ eingestuft. Diese architektonischen Details sind Zeugnisse der aufstrebenden Nachkriegszeit.

Bürger und Geschichtsverein sprechen sich für den Erhalt aus und argumentieren, dass die Gebäude zusammen mit den Bauten um den Konrad-Adenauer-Platz ein wichtiges städtebauliches Erbe darstellen. Dank ihrer Skelettbauweise sind die Gebäude flexibel umgestaltbar, was eine Sanierung ermöglicht.

Der Planungsausschuss der Stadt prüft nun mögliche Zukunftsoptionen für die Stadthäuser, die nach dem geplanten Umzug der Stadtverwaltung in das AOK-Gebäude an der Bensberger Straße im Jahr 2026 frei werden. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung soll klären, ob eine Sanierung oder ein Teilerhalt sinnvoll ist. Die Gebäude spielen eine wichtige Scharnierrolle zwischen der Innenstadt und dem angrenzenden Zanders-Gelände, das ebenfalls umgestaltet wird.

Ein städtebaulicher Ideenwettbewerb könnte innovative Lösungen für die Zukunft der Stadthäuser bieten. Die Diskussion um den Erhalt bleibt spannend und betrifft nicht nur den Denkmalschutz, sondern auch die städtebauliche Entwicklung der gesamten Innenstadt.

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Young woman putting goods on counter in supermarket

Verbraucherschutz kritisiert unkorrekte Grundpreisangaben im Supermarkt

19 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Verbraucherschutz NRW – Viele Verbraucher haben es vielleicht schon bemerkt: Die Verpackungen vieler Produkte werden kleiner, der Preis bleibt jedoch gleich. Ob bei Schokolade oder Eis – die sogenannte „versteckte Preissteigerung“ wird immer häufiger zum Ärgernis für den täglichen Einkauf. Doch damit nicht genug: Oft passen Supermärkte ihre Grundpreisangaben am Regal nicht entsprechend an, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW.

Antonia Brandstädter von der Verbraucherzentrale erklärt: „Ein typisches Beispiel ist ein bekannter Hersteller, der im Februar 2024 die Füllmenge einer beliebten Eissorte von 900 auf 825 Milliliter reduzierte, ohne den Preis zu senken. Solche Tricks, die den Kunden weniger Produkt für den gleichen Preis bieten, sind mittlerweile weit verbreitet.“

Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird der Vergleich zwischen verschiedenen Produkten so immer schwieriger. Um den Preis pro Kilo, Liter oder 100 Gramm zu vergleichen, sind eigentlich die Grundpreisangaben am Regal vorgesehen. Diese sind gesetzlich vorgeschrieben und sollen den direkten Vergleich ermöglichen, ohne dass man selbst aufwendig rechnen muss. Doch eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW zeigt, dass viele Supermärkte diese Pflichtangaben vernachlässigen.

Bei einer Überprüfung von 86 Produkten in 19 Märkten stellten die Verbraucherschützer fest, dass in der Hälfte der Fälle die Grundpreisangaben falsch oder unvollständig waren. Besonders bei der untersuchten Eismarke fehlte in etwa 50 Prozent der Märkte die korrekte Grundpreisangabe. „Es ist leider kein Einzelfall, dass diese Angaben entweder fehlen oder so klein gedruckt sind, dass sie kaum lesbar sind“, so Brandstädter weiter.

Für die Verbraucher bedeutet dies: Man bekommt weniger Produkt zum gleichen Preis, und die wichtigen Preisinformationen zur Orientierung im Regal sind häufig falsch oder fehlen komplett. Das macht den Vergleich verschiedener Produkte schwierig, und viele Verbraucher bemerken die versteckten Preiserhöhungen nicht sofort.

Die Verbraucherzentrale NRW fordert nun, dass Händler ihre Grundpreisangaben regelmäßig überprüfen und korrekt auszeichnen. „Verbraucher sollten sich darauf verlassen können, dass die Angaben am Regal stimmen und gut lesbar sind“, betont Brandstädter. „Wir appellieren auch an die Kunden, auf diese Angaben zu achten und bei Unstimmigkeiten Beschwerde einzulegen.“

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen deutlich, dass Handlungsbedarf besteht, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden und die Verbraucher transparent und fair informiert werden.

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Verkehrsunfallflucht in Wermelskirchen / Dabringhausen (Stumpf)

Wermelskirchen: Zeugen gesucht – Unfallverursacher flüchtet nach Kollision

19 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Wermelskirchen – Am Freitag (18.10.) wurde die Polizei über eine Verkehrsunfallflucht in der Straße Stumpf im Ortsteil Dabringhausen informiert, bei der ein Baum und ein Verkehrszeichen beschädigt wurden. Der Unfallverursacher entfernte sich vom Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Die Polizei sucht nun nach Hinweisen.

Nach bisherigen Ermittlungen befuhr der unbekannte Fahrer zwischen Donnerstag (17.10.) 17:00 Uhr und Freitag (18.10.) 03:30 Uhr die Straße Stumpf in Fahrtrichtung Arnzhäuschen. In einer Rechtskurve verlor der Fahrer offenbar die Kontrolle über das Fahrzeug, kam von der Straße ab und prallte sowohl gegen ein Verkehrszeichen als auch gegen einen Baum auf einem Fußgängerüberweg. Trotz des Unfalls setzte der Fahrer die Fahrt fort, ohne die Schäden zu melden oder sich um die Regulierung zu kümmern.

Der entstandene Sachschaden wird auf einen mittleren dreistelligen Betrag geschätzt.

Das Verkehrskommissariat in Burscheid sucht nun nach Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang oder zum flüchtigen Fahrzeug machen können. Hinweise werden unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegengenommen.

Zusätzlich erhofft sich die Polizei Hinweise von Anwohnern, die den Unfall gehört oder gesehen haben könnten. Besonders hilfreich wären Beobachtungen von Fahrzeugen, die zu ungewöhnlichen Zeiten unterwegs waren oder sich auffällig verhalten haben. Auch Dashcam-Aufnahmen von Fahrzeugen, die zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Unfallstelle unterwegs waren, könnten wertvolle Hinweise liefern. Jeder noch so kleine Hinweis könnte helfen, den Vorfall aufzuklären und den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, wachsam zu sein und verdächtige Vorkommnisse zu melden.

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Refrath. Ehrennadel an Petra Lebek

Petra Lebek erhält Ehrenadel für herausragendes Engagement im Natur- und Umweltschutz

18 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Petra Lebek wurde für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement im Natur- und Umweltschutz mit der Ehrenadel der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Rahmen der Monatsversammlung des Bienenzuchtvereins Bergisch Gladbach e.V. statt und wurde von der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Anna Maria Scherer vorgenommen.

Seit über einem Jahrzehnt setzt sich Petra Lebek für den Schutz von Bienen und Insekten, die Biodiversität und den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ein. Seit 2012 ist sie Mitglied im Bienenzuchtverein und wirkt seit 2015 als Schriftführerin. Gemeinsam mit dem Verein etablierte sie das Projekt „Blühendes GL“, das von der UN-Dekade für Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde.

Ein weiteres von ihr unterstütztes Projekt ist der Wildbienenpark, bei dem sie erfolgreich mit der LVR-Werkstätten Lebenshilfe kooperierte. Zudem setzt sie sich für den Schutz von Solitärbienen und im Hornissenschutz ein, sowie im Streuobstwiesenverein, wo sie bei Baumschnitt und Pflanzung hilft.

Lebek engagiert sich auch für das Projekt „Wohlfühlen in der Innenstadt“, bei dem sie insektenfreundliche Bepflanzungen fördert. Die Initiative „Essbare Wiese“, die in Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen Naturschutzverein e.V. entstand, wurde 2021 mit dem Heimatpreis geehrt.

Darüber hinaus war Lebek Mitbegründerin der Klimafreunde Rhein-Berg und engagiert sich im Projekt „Essbare Stadt“. Zudem baute sie Hochbeete an Flüchtlingsunterkünften und hilft bei der Rettung von Kröten.

Auch über den Umweltschutz hinaus ist Lebek aktiv: Als Ortsvertreterin im Bürgerverein Romaney und Kassiererin sowie Mitglied im Bergischen Geschichtsverein. Zudem ist sie in der Pfarrgemeinde St. Pankratius als Kommunionhelferin tätig.

Die Verleihung der Ehrenadel würdigt Lebeks unermüdlichen Einsatz für Natur und Umwelt.

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