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Abschied eines „Urgesteins“: Ingelore Zollondz verlässt den Rheinisch-Bergischen Kreis nach über 52 Jahren

30 November 2024 von Felix Morgenstern

Nach mehr als einem halben Jahrhundert im Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises verabschiedet sich Ingelore Zollondz, liebevoll „Inge“ genannt, in den Ruhestand. Zum 30. November 2024 verlässt die 67-Jährige, die als Büroassistenz eine Institution in der Kreisverwaltung war, das Team des Landrats und der Pressestelle. Mit ihrer unverwechselbaren Art, ihrem großen Herzen und enormen Wissensschatz hinterlässt sie eine bleibende Lücke.

Ein Leben für den Kreis

Mit gerade einmal 15 Jahren begann Zollondz ihre Ausbildung beim Kreis. Sie erinnert sich an ihre Anfänge, die geprägt waren von mechanischen Schreibmaschinen und Stenografie-Kursen: „Damals war alles noch analog, von der Schreibmaschine bis zum Pressespiegel.“ Die Digitalisierung begleitete sie über die Jahrzehnte hinweg – von den ersten PCs bis hin zur nahezu papierlosen Arbeit.

Nach einer kurzen, weniger erfüllenden Phase bei der Stadt Köln kehrte sie 1979 wieder zurück zum Kreis: „Das Wir-Gefühl, die Zusammengehörigkeit und die netten Kolleginnen und Kollegen haben den Kreis immer besonders gemacht.“ Mit ihrer Rückkehr begann eine abwechslungsreiche Zeit, in der sie durch ihre Arbeit im Büro des Landrats und bei der Pressestelle tiefe Einblicke in die Organisation erhielt.

Eine beeindruckende Karriere

Ihre Tätigkeit führte sie durch viele Abteilungen, darunter das Straßenverkehrsamt und zuletzt das Vorzimmer des Landrats. Sie war bei zahlreichen Veranstaltungen und Ehrungen dabei und erlebte, wie sich der Kreis veränderte: „Früher kannte ich fast jeden hier – und ich selbst war bekannt wie ein bunter Hund.“

Trotz des Trubels und der Herausforderungen, die ihre Arbeit mit sich brachte, behielt sie stets den Überblick. Sie betonte, dass die abwechslungsreichen Aufgaben und das gute Arbeitsklima nie Langeweile aufkommen ließen: „Wenn ich mich wieder entscheiden könnte, würde ich jederzeit wieder beim Kreis anfangen.“

Neue Freiheit nach dem 1. Dezember

Auf ihre Pensionierung blickt Zollondz mit gemischten Gefühlen: „Es ist schon komisch, nach so langer Zeit aufzuhören.“ Dennoch freut sie sich auf die freie Zeiteinteilung, den nächsten Urlaub und entspanntes Ausschlafen an verschneiten Wintertagen. Auch das erste Rentnertreffen hat sie fest eingeplant: „Ich werde den Kreis und die Kolleginnen und Kollegen zwar vermissen, aber ich freue mich auch auf die neue Lebensphase.“

Mit Ingelore Zollondz geht nicht nur eine langjährige Mitarbeiterin, sondern auch eine Persönlichkeit, die das Leben in der Kreisverwaltung über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat.

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Die Einsatzstelle im Stadtteil Herkenrath

Feuerwehr Bergisch Gladbach verhindert Wohnhausbrand in Herkenrath

29 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Donnerstagabend gegen 19:45 Uhr hat die Feuerwehr Bergisch Gladbach durch schnelles und entschlossenes Handeln einen Wohnhausbrand im Stadtteil Herkenrath verhindert. Ein Holzstapel in unmittelbarer Nähe zu einem Einfamilienhaus in der Dietrich-von-Dorendorp-Straße stand in Flammen und drohte, auf das Gebäude überzugreifen.

Ehrenamtlicher Feuerwehrmann reagiert geistesgegenwärtig

Noch vor Eintreffen der alarmierten Feuerwehrkräfte zeigte ein ehrenamtlicher Angehöriger der Feuerwehr, der in der Nähe wohnt, großes Engagement: Er warnte die Bewohner und brachte sie so in Sicherheit. Dank seines besonnenen Verhaltens konnten schlimmere Folgen vermieden werden.

Brand drohte auf Wohnhaus überzugreifen

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte der Holzstapel in voller Ausdehnung. Die Flammen hatten bereits Fenster eines Wintergartens zerstört, und die Hitze beschädigte den Balkon. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehrkräfte wurde ein Übergreifen der Flammen auf das Innere des Gebäudes verhindert. Allerdings wurde der Wohnraum durch Rauch erheblich beeinträchtigt.

Effizientes Handeln vor Ort

Die Feuerwehr setzte Überdruckbelüftung ein, um den Rauch aus dem Gebäude zu entfernen. Dennoch wurde die Nutzung des Wohnhauses vorübergehend untersagt, und die Bewohner fanden für die Nacht Unterschlupf bei Nachbarn.

Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr war mit insgesamt 23 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen aus den Feuerwachen 1 und 2 sowie der Einheit 8 – Herkenrath – im Einsatz. Zudem war der Einsatzführungsdienst (B-Dienst) und ein Rettungswagen vor Ort.

Brandursache unklar

Nach Abschluss der Löscharbeiten übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle gegen 21:00 Uhr an die Polizei, die den Brandort beschlagnahmte und die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen hat.

Dank an alle Beteiligten

Das schnelle Eingreifen und die Koordination der Feuerwehrkräfte verhinderten größeren Schaden und schützten die Bewohner vor einem möglichen Unglück.

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Der Mercedes-Fahrer wollte nach links in die Buddestraße abbiegen.

Verkehrsunfall in Bergisch Gladbach: Zwei Verletzte und hoher Sachschaden

28 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Mittwochmorgen (27.11.) ereignete sich im Kreuzungsbereich Gladbacher Straße / Buddestraße / Saaler Straße ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden eine Person schwer und eine Person leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro.

Unfallhergang

Nach bisherigen Ermittlungen befuhr eine 30-jährige Frau aus Köln gegen 07:55 Uhr mit ihrem Seat die Saaler Straße und wollte die Kreuzung geradeaus überqueren. Vor ihr hielt eine andere Verkehrsteilnehmerin an der rot zeigenden Ampel an, um nach rechts abzubiegen. Die Seat-Fahrerin missachtete offenbar das Rotlicht und fuhr an der wartenden Autofahrerin vorbei in den Kreuzungsbereich. Dort kollidierte sie mit einem Mercedes-Benz, der von einem 33-jährigen Bergisch Gladbacher gelenkt wurde. Dieser wollte von der Gladbacher Straße aus Richtung Schlossstraße nach links in die Buddestraße abbiegen.

Durch den heftigen Zusammenstoß wurde der Seat auf einen Ford geschoben, der von einer 50-jährigen Rösratherin gesteuert wurde. Die Frau wartete an der roten Ampel in der Buddestraße in Richtung Bergisch Gladbach.

Verletzungen und Schäden

Die 30-jährige Seat-Fahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Mercedes kam mit leichten Verletzungen davon. Die Fahrerin des Fords blieb glücklicherweise unverletzt.

Zwei der drei Fahrzeuge, der Seat und der Mercedes, wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten. Der geschätzte Gesamtschaden liegt bei etwa 30.000 Euro.

Sperrungen und Verkehrseinschränkungen

Während der Unfallaufnahme durch die Polizei war die Fahrbahn teilweise gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung führte. Die Polizei ermittelt nun den genauen Unfallhergang.

Dieser Unfall zeigt einmal mehr, wie wichtig die Beachtung von Ampelzeichen und vorausschauendes Fahren sind, um solche schweren Zusammenstöße zu vermeiden.

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Fiasko der Kinderbetreuungspolitik – Grüne und SPD versagen in Bergisch Gladbach

Fiasko der Kinderbetreuungspolitik – Grüne und SPD versagen in Bergisch Gladbach

27 November 2024 von Darian Lambert

In der Kinderbetreuungspolitik zeigt sich einmal mehr: Die grün-rote Koalition in Bergisch Gladbach hat auf ganzer Linie versagt. Die aktuellen Zahlen zum Stand der Kindertagesbetreuung, veröffentlicht von der Stadtverwaltung, zeichnen ein düsteres Bild über die Situation vor Ort. Trotz eines leichten Vorsprungs in einigen Statistiken gegenüber dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt, bleibt der Ausbau von Kitaplätzen in Bergisch Gladbach unzureichend – und das in einer Zeit, in der Familien dringender denn je auf verlässliche Betreuungsangebote angewiesen sind.

Unzureichende U3-Betreuung trotz Schönfärberei

Mit einer Betreuungsquote von 35,81 % im U3-Bereich liegt Bergisch Gladbach knapp über dem NRW-Schnitt von 32,2 %. Doch diese marginalen Unterschiede sind nichts anderes als Augenwischerei. Von 2.767 anspruchsberechtigten Kindern werden gerade einmal 991 tatsächlich betreut. Selbst innerhalb des Rheinisch-Bergischen Kreises steht die Stadt schlecht da, wo die Quote geringfügig besser bei 34,5 % liegt. Diese Zahlen mögen auf den ersten Blick akzeptabel erscheinen, sind jedoch in keiner Weise ausreichend, um dem steigenden Bedarf der Familien gerecht zu werden.

Ü3-Betreuung: Ein trügerisches Bild

Auch im Bereich der über 3-Jährigen täuschen die Zahlen über die Realität hinweg. Eine Betreuungsquote von 90,24 % mag auf den ersten Blick solide erscheinen, liegt aber kaum über dem landesweiten Schnitt von 90 %. Die Stadtverwaltung lobt sich selbst für diese Zahlen, vergisst dabei jedoch, dass diese Marginalie kein Grund zur Selbstzufriedenheit ist, sondern vielmehr ein Alarmsignal für die völlige Stagnation des Ausbaus.

Kindertagespflege: Flexibilität ohne Substanz

Die Kindertagespflege, die oft als Alternative zu den Kita-Plätzen propagiert wird, zeigt in der Praxis ebenfalls deutliche Schwächen. Mit nur 366 betreuten Kindern ist der Beitrag dieser Einrichtungen zur Entlastung der Betreuungskrise marginal. Dass nur 34,15 % der Tagespflegepersonen über eine pädagogische Ausbildung verfügen, wirft zudem ernste Fragen zur Qualität der Betreuung auf.

Kita-Plätze: Eine verfehlte Planung

Mit 69 öffentlich geförderten Kitas und einer einzigen privaten Einrichtung wirkt die Trägerlandschaft in Bergisch Gladbach auf den ersten Blick vielfältig. Doch hinter dieser Vielfalt verbirgt sich ein gravierender Mangel an Plätzen und langfristiger Planung. Die gesetzlich gedeckelte Schaffung von 45-Stunden-Plätzen und die unzureichende Berücksichtigung steigender Geburtenzahlen lassen keinen Raum für Optimismus. Elterninitiativen und kleinere Träger kämpfen um jeden Platz, während die großen Wohlfahrtsverbände ineffizient agieren.

Ein Fazit, das nichts schönredet

Die aktuelle Mitteilungsvorlage für den Jugendhilfeausschuss der Stadt fasst am Ende zusammen, dass die Kinderbetreuungssituation in Bergisch Gladbach „gemessen an den NRW-weiten Daten als gut zu bezeichnen“ sei. Doch diese Aussage ist bestenfalls beschönigend und schlimmstenfalls fahrlässig. Es wird anerkannt, dass der Ausbau weiter vorangetrieben werden muss, doch konkrete Maßnahmen bleiben aus. Die SPD und Grünen, die die Verantwortung für diese missliche Lage tragen, haben offensichtlich keine Strategie, die weitreichenden Herausforderungen der Kinderbetreuung in Bergisch Gladbach zu bewältigen.

Schlussgedanke

Was die Stadt dringend braucht, ist nicht mehr Eigenlob und statistische Kosmetik, sondern eine ehrliche Bestandsaufnahme und entschlossene politische Maßnahmen. Die grün-rote Koalition hat die Gelegenheit verspielt, sich als Treiber für eine familienfreundliche Politik zu positionieren. Die Leidtragenden sind – wie so oft – die Familien, die weiterhin auf einen Platz für ihre Kinder hoffen müssen.

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Filmabend in der VHS Bergisch Gladbach: „Holy Shit“ regt zum Nachdenken über Ressourcen und Kreislaufwirtschaft an

27 November 2024 von Felix Morgenstern

Die Volkshochschule (VHS) Bergisch Gladbach lädt in Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat Bergisches Land e.V. am Montag, den 9. Dezember 2024, zu einem besonderen Film- und Diskussionsabend ein. Ab 18.30 Uhr wird im Haus Buchmühle der Film „Holy Shit“ gezeigt, eine investigative Dokumentation, die den Umgang mit einer oft tabuisierten, aber wichtigen Ressource thematisiert.

Vom Abfall zur Ressource

Produziert vom renommierten Kölner Filmemacher Valentin Thurn, untersucht der Film, was mit unserem verdauten Essen passiert, nachdem es unseren Körper verlässt. Regisseur Rubén Abruña begibt sich dafür auf eine Reise durch 16 Städte auf vier Kontinenten. Die Dokumentation zeigt kreative Ansätze, wie Nährstoffe zurückgewonnen und im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederverwertet werden können. So wird deutlich, wie dieser Prozess Ernährungssicherheit, Umweltschutz, Hygiene und den Klimaschutz unterstützen kann.

Diskussion mit Designerin Anastasia Bondar

Im Anschluss an die Filmvorführung wird die Designerin Anastasia Bondar Rede und Antwort stehen. Ihre preisgekrönte Masterarbeit untersucht die Rückgewinnung von Nährstoffen aus verdauten Lebensmitteln durch Trockentoiletten. Ein von ihr entwickelter Prototyp einer Komposttoilette ist im Kölner Volksgarten in Betrieb und zeigt, wie Kreislaufwirtschaft praktisch umgesetzt werden kann.

Teil der Reihe „Der besondere Film“

Der Abend ist Teil der VHS-Reihe „Der besondere Film“, die sich durch anspruchsvolle und gesellschaftlich relevante Themen auszeichnet. Ziel des Formats ist es, nicht nur außergewöhnliche Filme zu präsentieren, sondern auch Raum für Diskussionen und Reflexion zu schaffen.

Zukunftswerkstatt im Fokus

Der Filmabend ist gleichzeitig eine Vorbereitung auf die Zukunftswerkstatt des Ernährungsrats, die im März 2025 stattfindet und sich mit nachhaltigen Konzepten rund um Ernährung und Umwelt beschäftigt.

Kostenfreie Teilnahme – Anmeldung erwünscht

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung unter post@ernaehrungsrat-bergisches-land.org wird jedoch empfohlen. Interessierte können sich außerdem bei der VHS Bergisch Gladbach unter www.vhs-gl.de oder telefonisch unter 02202/142263 informieren.

Lassen Sie sich von einem spannenden Film und einer inspirierenden Diskussion überraschen – ein Abend, der neue Perspektiven auf Nachhaltigkeit und Ressourcen eröffnet.

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Güterzug-Unfall bei Kerpen: Regionalzüge nehmen Betrieb wieder auf

26 November 2024 von Felix Morgenstern

Nach dem schweren Güterzug-Unfall auf der Strecke zwischen Köln und Aachen gibt es gute Nachrichten für Pendler: Seit Dienstagmorgen verkehren die Regionalexpress-Linien RE 1 und RE 9 wieder. Die Züge nutzen die intakten S-Bahngleise, um die Unfallstelle zwischen Horrem und Düren zu umfahren. Dennoch kommt es zu Verzögerungen, da die Züge in diesem Abschnitt langsamer fahren müssen.

S-Bahn-Betrieb bleibt eingeschränkt

Während die RE-Linien wieder weitgehend unterwegs sind, bleibt der Betrieb der S-Bahn-Linien S 12 und S 19 weiter eingeschränkt. Diese enden und beginnen derzeit überwiegend in Horrem, einige Züge auch in Sindorf. Teilweise fallen Verbindungen ganz aus.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass eine vollständige Freigabe der Strecke frühestens nach einer weiteren Begutachtung der Schäden durch Fachleute erfolgen kann. Diese Untersuchung ist für Mittwoch geplant.

Erhebliche Schäden an der Strecke

Der Unfall, bei dem ein Güterzug mit einem Bauzug kollidierte, hat schwere Schäden verursacht. Mehrere Hundert Meter Gleise und Schwellen müssen erneuert werden. Zudem sind vier beschädigte Betonmasten der Oberleitung auszutauschen. Seit Samstag ist die Bahn mit der Bergung der entgleisten Waggons beschäftigt, die teils mithilfe schwerer Kräne gehoben werden.

Auswirkungen auf Fern- und Nahverkehr

Neben dem Regionalverkehr ist auch der Fernverkehr betroffen: ICE-Züge und der Eurostar zwischen Aachen, Brüssel und Paris verkehren nur eingeschränkt. Auch Nahverkehrsverbindungen zwischen Köln und Aachen bleiben beeinträchtigt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet, um den Pendlern Alternativen zu bieten.

Schwerverletzter Lokführer und glückliche Umstände

Beim Unfall in der Nacht auf Freitag wurden drei Menschen verletzt, darunter der Lokführer schwer. Die Feuerwehr Kerpen war mit 85 Einsatzkräften vor Ort, um Verletzte zu retten und potenzielle Gefahren durch die geladenen Chemikalien zu prüfen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass keine gefährlichen Stoffe ausgetreten waren.

Unfallursache noch ungeklärt

Die genaue Ursache des Zusammenstoßes wird weiterhin untersucht. Offensichtlich war der Bauzug auf der Strecke unterwegs, ob stehend oder langsam fahrend, ist bislang nicht bekannt. Der Güterzug erfasste den Bauzug und entgleiste. Wäre anstelle des Güterzugs ein Personenzug betroffen gewesen, hätte das Unglück noch weitaus dramatischer ausfallen können.

Weitere Informationen für Reisende

Aktuelle Infos zu Zugverbindungen und Ersatzverkehr sind über die Online-Auskunft der Deutschen Bahn abrufbar. Pendler sollten weiterhin mit Verzögerungen und Ausfällen rechnen, bis die Strecke vollständig instand gesetzt ist.

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Ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Aktionen im Rheinisch-Bergischen Kreis

26 November 2024 von Felix Morgenstern

Der Rheinisch-Bergische Kreis setzt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Anlässlich des internationalen „Orange Day“ am 25. November beteiligen sich die Gleichstellungsstelle des Kreises und der Runde Tisch Keine Gewalt gegen Frauen mit einer besonderen Aktion: Eine kreativ gestaltete, orangefarbene Bank tourte durch die Kommunen der Region und soll das Thema Gewalt gegen Frauen in den Fokus rücken.

Die Bank als Symbol

In Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath und Rösrath wurde die Bank von Bürgermeisterinnen, Bürgermeistern und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern genutzt, um ihre Solidarität zu zeigen. Landrat Stephan Santelmann und Mitarbeitende der Kreisverwaltung setzten ebenfalls ein sichtbares Zeichen, indem sie sich fotografieren ließen. „Es ist wichtig, den Betroffenen Mut zu machen und sie zu ermutigen, sich Unterstützung zu suchen. Dieses Thema darf nicht aus der öffentlichen Aufmerksamkeit verschwinden“, betont Landrat Santelmann.

Die gestalteten Bänke mit den Fotografien der Teilnehmenden können bis zum 13. Dezember im Foyer des Bergischen Löwen und in der Stadtbücherei Bergisch Gladbach besichtigt werden. Die Fotos stammen vom Kölner Fotografen Joachim Rieger, der die Aktion im Auftrag des Kreises dokumentierte.

Gewalt gegen Frauen: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Statistisch gesehen erlebt jede dritte Frau in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt, unabhängig von Bildung oder Einkommen. Ziel der Aktion ist es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen. „Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Unsere Aktionen sollen Betroffene unterstützen und die Gesellschaft zum Hinsehen bewegen“, erklärt Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises.

Flagge zeigen gegen Gewalt

Neben der Bank-Aktion werden in allen kommunalen Gebäuden der acht Städte und Gemeinden des Kreises die blauen Fahnen mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ gehisst. Vor dem Kreishaus in Bergisch Gladbach wird die Fahne vom 25. bis 29. November wehen. Diese Initiative geht auf den Verein „Terre des Femmes“ zurück, der seit 2001 jährlich zum Hissen der Fahnen aufruft.

Hilfsangebote und Hotline

Frauen, die von Gewalt betroffen sind, können sich an regionale Beratungsstellen wenden oder das bundesweite Hilfetelefon unter 08000 116 016 nutzen. Die Hotline bietet rund um die Uhr Unterstützung und Beratung. Weitere Informationen stehen auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises unter dem Stichwort „Gleichstellung“ zur Verfügung.

Mit diesen vielfältigen Aktionen und Hilfsangeboten macht der Rheinisch-Bergische Kreis klar: Gewalt gegen Frauen darf nicht toleriert werden, und jede Stimme zählt, um dieses Problem anzugehen.

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Portrait of young Brazilian student with backpack carrying books in college. Other students in the background.

Wohnungsnot in NRW: Studierende schlagen Alarm

25 November 2024 von Felix Morgenstern

Die Wohnungsnot unter Studierenden in Nordrhein-Westfalen spitzt sich weiter zu. Hohe Mietkosten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum zwingen viele in prekäre Wohnsituationen – oder dazu, ihre Studienpläne aufzugeben. Jetzt fordern die Studierenden Lösungen von Stadt und Land.

706 Euro für 16 Quadratmeter

Marie, eine 26-jährige Studentin der Gesundheitsökonomie in Köln, teilt ihr Leben auf 16 Quadratmeter. Für das kleine Apartment zahlt sie 706,21 Euro Miete. „Ich bin nur zum Schlafen hier. Lernen kann ich nicht, weil die Wände so dünn sind. Gäste lade ich auch nicht ein – ich habe nur einen Stuhl,“ sagt sie.

Marie hatte zahlreiche Wohnungsanfragen verschickt, bevor sie das überteuerte Zimmer fand. „Ohne das Zimmer hätte ich mein Studium aufgeben und zurück zu meiner Familie in den Norden ziehen müssen,“ erzählt sie. Um die hohen Mietkosten zu decken, arbeitet Marie neben dem Studium.

Wohnkosten diktieren Studienwahl

Marie ist kein Einzelfall. Auch Jacob Steils aus Düsseldorf berichtet von mangelhaften Wohnbedingungen: „Mein Balkon ist gesperrt, weil er einsturzgefährdet ist.“ Für seine 18 Quadratmeter große WG-Zimmer zahlt er 560 Euro.

Andere müssen ihre Studienwünsche anpassen: Soukaina Errafay wollte Politikwissenschaft in Köln studieren, konnte sich die Stadt aber nicht leisten. Trotz des Bafög-Höchstsatzes von fast 1000 Euro wählte sie Duisburg als Studienort – ihre zweite Wahl.

Notschlafstellen: Luftmatratzen statt Wohnungen

Die Wohnungsnot treibt Studierende in extreme Situationen. Zum Semesterstart bietet der AStA in Köln Luftmatratzenlager in einem Kellerraum der Katholischen Hochschulgemeinde an. „Duschen gibt es an anderer Stelle auf dem Campus – mit Anmeldung,“ berichtet Mats Brendel vom AStA.

Forderungen an Politik: Wohnungsgipfel und Arbeitsgruppe

In einem Brandbrief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker machen die Studierenden in Köln auf ihre prekäre Lage aufmerksam: „Wir, die Studierenden dieser Stadt, sind in akuter Not und Sie hören uns nicht zu.“ Sie fordern die Bildung einer Arbeitsgruppe und einen Wohnungsgipfel, um Lösungen zu erarbeiten.

Schuldzuweisungen statt Lösungen

Die Stadt verweist auf das Land NRW, das die Studierendenwerke beim Bau neuer Unterkünfte unterstützen müsse. Das Land hingegen sieht Kapazitätsprobleme in den Städten. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Die Wohnungsnot wird für viele Studierende in NRW, wie Marie, vorerst Realität bleiben.

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2024-11-25 Wahlhelfer gesucht(1)

Vorbereitung auf die Bundestagswahl 2025: Stadt sucht Wahlhelfer

25 November 2024 von Felix Morgenstern

Die Vorbereitungen für eine mögliche vorgezogene Bundestagswahl am Sonntag, den 23. Februar 2025, laufen auf Hochtouren. Das Wahlbüro der Stadt Bergisch Gladbach hat die Wahlhelferplanung gestartet und ruft Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf. Neben einem Erfrischungsgeld lockt die direkte Mitwirkung an einem entscheidenden demokratischen Prozess.

Wahlhelfer: Rückgrat der Demokratie

„Obwohl der Termin noch nicht final feststeht, müssen wir vorbereitet sein“, erklärt Frank Bodengesser, Leiter des Wahlbüros. Insgesamt 74 Urnen- und 57 Briefwahlbezirke sind zu besetzen. Wahlhelfer übernehmen zentrale Aufgaben: Sie sorgen für einen ordnungsgemäßen Ablauf in den Wahllokalen, zählen am Abend die Stimmen aus und melden die Ergebnisse an das Wahlbüro. In den Urnenwahlbezirken wird der Tag aufgeteilt, sodass jeweils vier Personen am Vor- und Nachmittag im Einsatz sind, bevor sich das Team zur Auszählung trifft.

Erfrischungsgeld und Schulungen

Für ihre Tätigkeit erhalten Wahlhelfer ein Erfrischungsgeld zwischen 50 und 70 Euro. Auch eine Reserveliste für kurzfristige Einsätze wird erstellt – Personen auf dieser Liste erhalten 30 Euro, auch wenn sie nicht aktiv eingesetzt werden. „Wir freuen uns besonders über Erstwählerinnen und Erstwähler, die die Chance nutzen möchten, hinter die Kulissen eines Wahltages zu blicken“, so Bodengesser. Alle Wahlhelfer werden mit Schulungen und einem Leitfaden bestens auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Unterstützung durch Arbeitgeber

Arbeitgeber und öffentliche Dienststellen honorieren den Einsatz häufig mit zusätzlichen Leistungen wie einem Sonderurlaubstag. Interessierte können ihre Wünsche nach einem bevorzugten Einsatzort angeben, die nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

Einberufungen ab Januar

Die formellen Einberufungen werden ab dem 13. Januar 2025 verschickt, daher ist es wichtig, dass bis dahin alle Teams feststehen. Wer Interesse hat, kann sich unter der Telefonnummer 02202 – 14 2414 oder per E-Mail an wahlhelfer@stadt-gl.de melden.

Die Stadt Bergisch Gladbach hofft auf eine breite Beteiligung, um den reibungslosen Ablauf der Wahl zu gewährleisten und einen wichtigen Beitrag zur Demokratie zu leisten.

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Nachtragshaushalt: Symptome einer wachsenden Finanzkrise

Nachtragshaushalt: Symptome einer wachsenden Finanzkrise

22 November 2024 von Darian Lambert

Der Doppelhaushalt für 2024 und 2025 war kaum verabschiedet, da präsentiert Stadtkämmerer Thore Eggert bereits einen Nachtragshaushalt für 2025. Dies könnte ein notwendiger Schritt in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld sein – oder ein Zeichen von fehlender Kontrolle über die städtischen Finanzen. Während Eggert die Aktualisierung als freiwillig und vorausschauend darstellt, werfen die präsentierten Zahlen und Entscheidungen einige Fragen auf.

In die Pleite gesteuert: Lange Gesichter bei Gerd Neu und Klaus Waldschmidt (SPD)

Widersprüchliche Signale: Einmal Überschuss, dann Defizit

Die Schlagzeile einer positiven Wendung im Jahr 2023 – ein unerwarteter Überschuss von 3,49 Millionen Euro statt eines Defizits von 17 Millionen Euro – mag erfreuen. Doch dieser Erfolg verblasst schnell angesichts der düsteren Prognosen für 2025: Das geplante Defizit wächst um 3,5 Millionen Euro auf erschreckende 60,5 Millionen Euro. Diese Lücke entsteht bei einem geplanten Ausgabenvolumen von 467 Millionen Euro. Ein Grund zur Sorge, der nach strukturellen Problemen in der Haushaltsführung fragen lässt.

Investitionen oder unkalkulierbare Risiken?

Ein großer Posten im Nachtragshaushalt sind zusätzliche Investitionen von 18 Millionen Euro für 2025. Unter anderem wird die Unterkunft für Geflüchtete in der Paffrather Straße mit 14 Millionen Euro berücksichtigt. Solche Projekte sind notwendig und richtig, doch bleibt die Frage, ob sie mit der gleichen Klarheit geplant wurden, wie sie nun präsentiert werden. Wie nachhaltig sind diese Ausgaben, und welche Prioritäten werden damit gesetzt?

Grundsteuer: Politische Rhetorik oder Pragmatismus?

Eggert hält an einem einheitlichen Hebesatz für Wohn- und Gewerbeimmobilien fest. Nach der Reform wird dieser 2025 zunächst auf 653 Punkte reduziert, um die sogenannte Aufkommensneutralität zu gewährleisten. Doch bereits ab 2026 steigt der Hebesatz erneut, um 50 Punkte, mit einer zusätzlichen Erhöhung von 25 Punkten, die der Nachtragshaushalt vorsieht.

Eggerts Aussage, diese Erhöhung sei nur durch „politisches Wirken und finanzfokussierte Anträge vermeidbar“, klingt wie ein verklausulierter Appell an den Stadtrat, Einsparungen umzusetzen. Die implizite Botschaft: Ohne harte Einschnitte bleibt die Steuerbelastung der Bürger*innen eine wachsende Last.

Freiwilligkeit oder politisches Kalkül?

Eggert betont, der Nachtragshaushalt sei formal nicht notwendig gewesen, sondern Ausdruck eines „freiwilligen und umfassenden Abbildes“ der Finanzen – besonders im Hinblick auf das anstehende Wahljahr. Doch wie viel davon ist echte Transparenz, und wie viel ist strategische Positionierung?

Während Bürgermeister Frank Stein die Arbeit von Eggerts Team als „grandiosen Erfolg“ lobt, stellt sich die Frage, ob dies nicht eher eine Schönfärberei angesichts eines finanziellen Drahtseilaktes ist. Die Behauptung, dass ein verpflichtendes Haushaltssicherungskonzept weiterhin nicht notwendig sei, mag beruhigend klingen, könnte aber auch auf eine gefährliche Selbstzufriedenheit hinweisen.

Fazit: Wackelige Grundlage für eine stabile Zukunft

Trotz der Beteuerungen bleibt ein schaler Nachgeschmack: Die finanziellen Herausforderungen der Stadt scheinen größer zu sein, als der Nachtragshaushalt es auf den ersten Blick darstellt. Eggerts Team mag gut darin sein, kurzfristige Erfolge zu präsentieren, doch der Blick auf die langfristige Tragfähigkeit der städtischen Finanzen offenbart ein anderes Bild. Ob der Stadtrat die notwendige politische Konsequenz zeigt, um den wachsenden Belastungen entgegenzuwirken, bleibt abzuwarten.

Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen – und für die Bürger*innen der Stadt könnte die finanzielle Belastung in den kommenden Jahren erheblich steigen. Transparenz und Diskussionen im Rat werden entscheidend sein, um das Vertrauen in die kommunale Haushaltsführung zu wahren.

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