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Große Bauprojekte in Gefahr: Insolvenz von Gröner Group bedroht Wohnungsmarkt in Bergisch Gladbach

Große Bauprojekte in Gefahr: Insolvenz von Gröner Group bedroht Wohnungsmarkt in Bergisch Gladbach

05 November 2024 von Darian Lambert

Stadt gerät zunehmend unter Druck

Die jüngsten Entwicklungen rund um die Insolvenz der Gröner Group GmbH werfen düstere Schatten auf den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt in Bergisch Gladbach. Während Bauprojekte wie das ehrgeizige „An der Strunde“-Projekt am Wachendorff-Gelände in Gronau seit Jahren als Hoffnungsträger für neuen Wohnraum galten, droht das bereits stagnierende Vorhaben nun endgültig ins Stocken zu geraten. Der renommierte Bauunternehmer Christoph Gröner, dessen weit verzweigte Unternehmensgruppe in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, sieht sich mit einer drohenden Insolvenz konfrontiert – und die Auswirkungen könnten für Bergisch Gladbach gravierend sein.

Wohnen an der Strunde auf Wachendorff rückt in ferne Zukunft

Besonders betroffen zeigt sich Frank Samirae von der Bürgerpartei GL, der als Stadtrat bereits frühzeitig Alarm schlug. Samirae informierte den Bürgermeister Frank Stein über mögliche Risiken im Zusammenhang mit der Insolvenz der Gröner-Unternehmen und stellte zudem am 7. November 2024 eine umfassende Anfrage im Stadtentwicklungs- und Planungsausschuss der Stadt Bergisch Gladbach. Sein Ziel: Klarheit schaffen, inwieweit die Probleme bei der Gröner Group GmbH das „An der Strunde“-Projekt gefährden und welche Maßnahmen seitens der Stadt erforderlich sein könnten, um den Wohnungsbau im Wachendorff-Quartier dennoch voranzutreiben.

Stockender Fortschritt im Wachendorff-Areal: Stadtentwicklung in der Warteschleife

Trotz vollmundiger Versprechen und offizieller Stellungnahmen der CG RE AG, die als Projektentwickler tätig ist, scheint der Baustart auf dem Wachendorff-Gelände in weite Ferne gerückt zu sein. Während im Jahr 2022 bereits erste Gebäude abgerissen wurden, ist seither wenig Fortschritt zu verzeichnen. Noch immer liegt der Bauschutt des alten Fabrikgebäudes auf dem Gelände, und die geplanten 450 Wohnungen für die Region sind bislang nicht über die Planungsphase hinausgekommen.

In Anbetracht der nun eingetretenen Insolvenz wird die Dringlichkeit einer Lösung für die Stadt Bergisch Gladbach immer akuter. Frank Samirae aus dem Gladbacher Stadtrat mahnt: „Die geplante Schaffung von hunderten neuen Wohnungen ist nicht nur für die städtebauliche Entwicklung von zentraler Bedeutung, sondern insbesondere für den angespannten Wohnungsmarkt in Bergisch Gladbach. Die Menschen in dieser Stadt benötigen dringend bezahlbaren Wohnraum – das Projekt ‚An der Strunde‘ könnte einen bedeutenden Beitrag dazu leisten.“

Wohnungsmarkt unter Druck: Stadtverwaltung muss dringend handeln

Frank Samirae (BGL)

Die Stadtverwaltung Bergisch Gladbach steht vor der Herausforderung, den Bebauungsplan (Nr. 2445 – An der Strunde) weiter zu verfolgen und gleichzeitig eine mögliche Verlagerung des Projekts in die Hände alternativer Investoren in Betracht zu ziehen. Frank Samiraes Anfrage an den Planungsausschuss fordert die Verantwortlichen auf, Klarheit über die Situation zu schaffen und die Stadtentwicklung nicht weiter zu verzögern.

Ein Sprecher der Stadt Bergisch Gladbach erklärte, dass das städtebauliche Konzept trotz der schwierigen Situation weiterhin Bestand habe. Die Stadt wolle die Gespräche mit der Gröner Group und weiteren beteiligten Unternehmen fortführen, um eine Lösung für das Projekt zu finden.

Sollte der Bau jedoch nicht wie geplant fortgesetzt werden, droht sich der Druck auf den Wohnungsmarkt weiter zu verschärfen. „Die bisherigen Verzögerungen sind bereits problematisch, aber die Insolvenz droht nun endgültig alle Pläne zu vereiteln“, so Samirae. Bergisch Gladbach wird in den kommenden Wochen mit Spannung verfolgen, wie die Stadtverwaltung und die betroffenen Unternehmen auf die drohende Krise reagieren – und welche Schritte unternommen werden, um den dringend benötigten Wohnraum am Wachendorff-Areal doch noch zu schaffen.

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01 Graffiti Schulgelände Overath

Vandalismus auf Schulgelände in Overath: Unbekannte hinterlassen Graffiti-Schmierereien

05 November 2024 von Felix Morgenstern

Overath – In einem Fall von Vandalismus wurden zwischen Donnerstag (31.10.) ab 16:00 Uhr und Montagmorgen (04.11.) um 07:00 Uhr mehrere Bereiche eines Schulgeländes in der Pérenchiesstraße mit Graffiti beschmiert. Die Täter haben an zehn verschiedenen Gebäudeteilen des Schulkomplexes Spuren hinterlassen. Die Polizei entdeckte auf Türen und Fenstern der Gebäude den Schriftzug „Kölle“ sowie zwei weitere, noch undefinierte Zeichen in den Farben Schwarz und Lila.

01 Graffiti Schulgelände Overath

Die Polizei Rhein-Berg hat eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung aufgenommen und ermittelt nun wegen des erheblichen Schadens. Laut ersten Einschätzungen wird die Entfernung der Graffitis aufwendige Reinigungsmaßnahmen und teure Reparaturen nach sich ziehen, um die Beschädigungen fachgerecht zu beseitigen und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Für die Schule bedeutet der Vorfall nicht nur finanzielle Belastungen, sondern auch Einschränkungen im täglichen Betrieb, da verschiedene Fenster und Türen vorübergehend nicht genutzt werden können, bis die Schäden behoben sind.

Die Polizei sucht nach Hinweisen und bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer sachdienliche Hinweise zu den Tätern oder zur Tat geben kann, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 3 unter der Rufnummer 02202 205-0 zu melden.

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Stromausfall auf der Deutzer Kirmes: Veranstaltung nach nur elf Minuten unterbrochen

Stromausfall auf der Deutzer Kirmes: Veranstaltung nach nur elf Minuten unterbrochen

02 November 2024 von Felix Morgenstern

Für die Deutzer Kirmes in Köln begann das Wochenende mit einem abrupten Zwischenfall: Nur elf Minuten nach der Eröffnung um 18 Uhr ging am Freitagabend der Strom aus. Kurz nach dem Start der Fahrgeschäfte herrschte Dunkelheit auf dem Gelände, und viele Besucher verließen das Areal ruhig und ohne Panik.

Polizei und Ordnungsamt waren schnell vor Ort und sicherten das Gelände. Die Kirmesmitarbeiter verharrten an den Fahrgeschäften und warteten auf Anweisungen. Gegen 20 Uhr konnten einige Fahrgeschäfte wieder in Betrieb genommen werden, doch der Kirmestag war damit praktisch beendet, da die Veranstaltung ohnehin um 21 Uhr schließen sollte.

Ein Sprecher der Kirmes erklärte, dass der Betrieb mit dem Stromausfall automatisch nach einem Notfallplan eingestellt wurde. Sobald der Strom ausfällt, versetzen sich die Fahrgeschäfte automatisch in eine sichere Ausgangsposition und öffnen die Bügel, sodass die Fahrgäste problemlos aussteigen können.

Nach ersten Erkenntnissen war ein technischer Defekt an einem Hauptstromrelais die Ursache für den Stromausfall. Dieser Defekt löste einen Notschalter aus, wodurch die Stromversorgung für die Kirmes nicht wiederhergestellt werden konnte.

Trotz des Zwischenfalls soll die Kirmes am Samstag wie geplant stattfinden, und die Betreiber arbeiten intensiv daran, technische Probleme zu lösen und die Veranstaltung für das Wochenende abzusichern. Insgesamt erwarten die Veranstalter an den folgenden Tagen Tausende von Besuchern, die die zahlreichen Fahrgeschäfte, Stände und das gesellige Flair der Kirmes genießen möchten.

Die Deutzer Herbstkirmes, die traditionell auf dem Festplatz am rechten Rheinufer stattfindet, läuft noch bis Sonntag. Insgesamt sind etwa 80 Schausteller mit Fahrgeschäften und Buden vertreten. Die Veranstaltung ist eines der beliebten Highlights der Herbstsaison in Köln und zieht zahlreiche Besucher aus der Region an.

Im Vorfeld der Kirmes hatte es Unstimmigkeiten zwischen der Stadt Köln und den Schaustellern gegeben, die letztlich gerichtlich geklärt wurden. Der Streitpunkt: Die Frage nach dem Eigentum und der Verantwortung für die Strom-Infrastruktur auf dem Festplatz.

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Von der kreativen Idee zum Geschäftsmodell: Online-Seminar für Gründerinnen, Gründer und Start-ups im Rheinisch-Bergischen Kreis

02 November 2024 von Felix Morgenstern

Eine erfolgreiche Unternehmensgründung beginnt mit guter Vorbereitung. Am Dienstag, den 28. November, bietet die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW) gemeinsam mit der Stadt Wermelskirchen und der VHS Bergisch Land ein Online-Seminar für alle, die sich für eine Existenzgründung interessieren. Die Veranstaltung richtet sich an Gründerinnen und Gründer, Start-ups und Berufstätige aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis, die den Weg in die Selbstständigkeit planen.

RBW-Projektleiter Volker Licht wird als Referent grundlegende Informationen zur Unternehmensgründung vermitteln. Schwerpunkte des Seminars sind die Entwicklung eines Businessplans, die Finanzplanung sowie Praxistipps zu Marketing und Vertrieb für junge Unternehmen. Anhand von Praxisbeispielen gibt Licht wertvolle Einblicke, wie aus einer Geschäftsidee ein erfolgreiches Unternehmen werden kann. Nach dem Vortrag gibt es eine Fragerunde, in der Teilnehmende individuelle Fragen stellen können.

Das Seminar findet online über Zoom statt und beginnt um 18:30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung auf der Webseite der VHS Bergisch Land unter dem Stichwort „Unternehmensgründung“ wird gebeten. Interessierte können sich alternativ telefonisch anmelden unter der Rufnummer 02196/94704-0. Angemeldete Teilnehmende erhalten vorab den Zugangslink per E-Mail.

Die RBW unterstützt seit über 20 Jahren Gründungsinteressierte und begleitet sie auch über die Gründungsphase hinaus. „Eine Unternehmensgründung muss gut durchdacht sein, und dafür stehen wir unseren Gründerinnen und Gründern zur Seite – mit Informationen, Beratung und einer Begleitung in allen Phasen“, erklärt Volker Licht.

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Skandal um Maik Außendorf: Grüne Forderung nach neutralem Sitzungssaal stößt auf heftige Kritik

Skandal um Maik Außendorf: Grüne Forderung nach neutralem Sitzungssaal stößt auf heftige Kritik

30 Oktober 2024 von Darian Lambert

Der Bundestagsabgeordnete Maik Außendorf von den Grünen sieht sich derzeit einem erheblichen politischen Sturm ausgesetzt. Grund dafür ist ein von ihm verfasster interner Brief an die Bundestagspräsidentin, in dem er die Verlegung einer geplanten Sitzung des Wirtschaftsausschusses in einen „weltanschaulich und religiös neutralen Raum“ fordert. Außendorf stört sich daran, dass die Sitzung aufgrund von Renovierungen im Fraktionssaal der CDU/CSU stattfinden soll, in dem ein Kreuz hängt. Diese Forderung hat zu massiver Kritik vonseiten der Union sowohl auf Bundes- als auch auf lokaler Ebene geführt.

Die Situation eskalierte, als Außendorf öffentlich erklärte, dass der Bundestag ein neutraler Ort sein sollte, an dem „die Vielfalt unserer Gesellschaft abgebildet wird“ und alle Menschen gleichberechtigt seien. Das sichtbare Kreuz in einem parlamentarischen Raum widerspreche seiner Meinung nach dem Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat. Außendorfs Kritik, die ursprünglich intern bleiben sollte, verbreitete sich schnell in den Medien und führte zu einem bundesweiten Echo.

Die CDU reagierte prompt. Thorsten Frei, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, wies die Forderung scharf zurück und bezeichnete sie als Zeichen mangelnder Dankbarkeit und Toleranz. Das Kreuz im Fraktionssaal sei „nicht verhandelbar“, stellte Frei unmissverständlich klar. In den sozialen Medien und bei weiteren Medienhäusern wurde das Thema schnell aufgegriffen, was die Debatte zusätzlich anheizte.

Auch lokal regte sich Widerstand. Thomas Hartmann, Vorsitzender der CDU in Bergisch Gladbach, zeigte sich empört und kritisierte Außendorf scharf. Das Verhalten des Grünen-Abgeordneten zeige deutlich, „wie wenig Toleranz er selbst besitzt“ und offenbare seine mangelnde Wertschätzung für die „Tradition und Kultur seiner Heimatregion sowie für die christliche Religion, die maßgeblich die europäische Geschichte geprägt hat.“

Der Fraktionsvorsitzende der CDU Bergisch Gladbach, Michael Metten, bezeichnete die Forderung als „übergriffig und selbstgerecht“. Außendorf sei als Gast in den Fraktionsräumen der CDU, doch statt sich dankbar zu zeigen, stelle er Forderungen, die nicht nachvollziehbar seien. Die CDU-Vertreter stellten die Frage in den Raum, ob es Außendorf in erster Linie darum ging, mediale Aufmerksamkeit zu erlangen.

In einer knappen Stellungnahme auf X (ehemals Twitter) bemühte sich Außendorf, die Situation zu klären. Er erklärte, dass seine Anfrage weder als Angriff auf die Union noch auf die Religion gerichtet gewesen sei. Jede Fraktion dürfe ihre Räumlichkeiten nach eigenen Vorstellungen gestalten, betonte er. Trotzdem bleibt die Frage im Raum stehen, ob die Forderung nach einem „neutralen“ Sitzungssaal in einem stark religiös geprägten Land wie Deutschland politisch klug war.

Mit dieser Auseinandersetzung hat Außendorf sich in eine unangenehme politische Lage gebracht, in der die Grenzen zwischen Toleranz und Übergriffigkeit in den öffentlichen Diskussionen zunehmend verwischt werden. Der Konflikt könnte das Verhältnis zwischen den Grünen und der Union weiter belasten und langfristige Auswirkungen auf die politische Zusammenarbeit im Bundestag haben.

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Auffahrunfall L 101, Kia

Zwei Leichtverletzte bei Auffahrunfall auf der L 101 in Odenthal

30 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am Dienstagmorgen, den 29. Oktober 2024, ereignete sich auf der Altenberger-Dom-Straße (L 101) ein Auffahrunfall, bei dem zwei Personen leicht verletzt wurden. Gegen 06:20 Uhr war ein 32-jähriger Fahrer aus Kürten mit seinem Chevrolet unterwegs und beabsichtigte, nach links auf ein Grundstück abzubiegen. Der hinter ihm fahrende 52-jährige Odenthaler bemerkte das Manöver rechtzeitig und bremste ab. Eine 20-jährige Fahrerin aus Burscheid in ihrem Kia konnte jedoch nicht rechtzeitig reagieren und fuhr auf den Ford des Odenthalers auf, wodurch dieser wiederum auf den Chevrolet geschoben wurde.

Durch die Kollision entstand an allen drei Fahrzeugen erheblicher Sachschaden. Sowohl der Ford als auch der Kia waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die 20-jährige Fahrerin und der 52-jährige Odenthaler erlitten leichte Verletzungen und wurden zur weiteren Untersuchung in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Der Fahrer des Chevrolet blieb unverletzt.

Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf einen unteren bis mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Unfallhergang zu klären. In Folge des Unfalls kam es auf der stark frequentierten Straße zu Verkehrsbehinderungen, da die L 101 für die Dauer der Unfallaufnahme zeitweise nur einspurig befahrbar war. Die betroffene Strecke ist eine wichtige Verbindung zwischen Bergisch Gladbach und Odenthal, sodass sich ein Rückstau bildete, der erst nach etwa einer Stunde vollständig abgebaut war.

Besonders in den frühen Morgenstunden ist die L 101 oft stark befahren, was das Risiko für Auffahrunfälle erhöht. Die Polizei mahnt alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht, vor allem in verkehrsreichen Zeiten.

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Bewohner verletzt nach Brand in Heizungsanlage in Bergisch Gladbach

29 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am Montagmittag (gegen 13:30 Uhr) wurde die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises über einen Brand in der Heizungsanlage eines Mehrfamilienhauses in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach informiert. Der Anrufer, der bereits erfolglos Löschversuche unternommen hatte, meldete den Vorfall.

Daraufhin entsandte die Leitstelle umgehend die Feuerwachen 1 und 2, den Löschzug 7 (Stadtmitte), den Einsatzführungsdienst (B-Dienst) sowie einen Rettungswagen zur Einsatzstelle.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte wurde der Anrufer vor dem Gebäude angetroffen. Er hatte sich bei einer Verpuffung in der Heizungsanlage leicht verletzt und wurde vor Ort vom Rettungsdienst versorgt, bevor er in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht wurde.

Der Brand selbst konnte durch die Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Mithilfe eines Kleinlöschgeräts wurde das Feuer gelöscht, jedoch kam es zu starker Rauchentwicklung. Die Heizungsanlage wurde stromlos geschaltet, und der Schornsteinfeger wurde zur Begutachtung des Schadens hinzugezogen. Nach den Belüftungsmaßnahmen übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle um 14:50 Uhr an den Schornsteinfeger.

Während des Einsatzes musste die Sander Straße vollständig gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung führte. Die Anwohner wurden vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten, um die starke Rauchentwicklung nicht einzuatmen. Zudem wurde der betroffene Bereich gründlich überprüft, um sicherzustellen, dass keine weiteren Gefahren für die Umgebung bestanden.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach war mit insgesamt zehn Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften vor Ort. Dank des schnellen Eingreifens der Einsatzkräfte konnte eine Ausbreitung des Feuers verhindert werden, und der Schaden blieb begrenzt.

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Aerial view new, pre-owned and consigned recreational vehicle at RV dealership, consignment parking lots in Houston, Texas, USA

Betrugsverdacht gegen Wohnmobilhändler: Kunden um Hunderttausende Euro gebracht

28 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Kunden eines mittlerweile zahlungsunfähigen Wohnmobilhändlers aus Wesseling bei Köln haben offenbar hohe Geldsummen verloren. Das Unternehmen „Camper Base“ sowie eine Schwestergesellschaft in Hessen stehen im Verdacht, Kunden um mehrere Hunderttausend Euro betrogen zu haben. In Wesseling ermittelt die Polizei nun wegen Betrugsverdachts, während in Hessen auch der Vorwurf der Konkursverschleppung untersucht wird.

Trotz bereits bekannter Zahlungsunfähigkeit sollen die Unternehmen weiterhin Zahlungen für Wohnmobile und Fahrzeugteile entgegengenommen haben, die aufgrund finanzieller Probleme nie geliefert werden konnten. Viele Kunden, die Anzahlungen oder sogar den vollen Kaufpreis gezahlt hatten, wurden nicht beliefert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Verlockende Angebote führten in die Falle

Angelika und Mario Schmitz aus Wesseling gehören zu den Betroffenen, die bei „Camper Base Rheinland“ Anfang September ein vermeintliches Schnäppchen machen wollten. „Der Verkäufer hat uns regelrecht gedrängt, einen Vertrag abzuschließen und betonte, es sei ein Super-Schnäppchen. Dazu gab es noch Extras obendrauf“, berichtet Angelika Schmitz. Das Ehepaar ahnte nicht, dass das Unternehmen bereits zahlungsunfähig war.

Am selben Tag verweigerte der Händler anderen Kunden die Herausgabe eines komplett bezahlten Wohnmobils mit der Begründung, dass er aus finanziellen Gründen keine Fahrzeuge mehr übergeben könne. Trotz dieser Kenntnis wurde weiterhin versucht, neue Verträge abzuschließen und Anzahlungen entgegenzunehmen.

Bauchgefühl verhinderte größeren Schaden

Angelika und Mario Schmitz vertrauten ihrem Bauchgefühl und stornierten ihren Vertrag kurz nach Abschluss. Sie hatten das Wohnmobil bereits vollständig bezahlt, doch glücklicherweise blieben sie aufgrund ihrer schnellen Reaktion von größerem finanziellen Schaden verschont.

Während bei der Camper Base Rhein-Main bereits ein Schaden von rund 270.000 Euro festgestellt wurde, ist das genaue Ausmaß der Verluste in Wesseling noch unklar. Für die betroffenen Kunden bleibt die Hoffnung, dass die laufenden Ermittlungen Klarheit und gegebenenfalls Entschädigungen bringen werden.

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Filmfestival „Nahaufnahme – In Vielfalt leben“: Inklusive Filmwoche in Bergisch Gladbach

28 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Vom 4. bis 8. November 2024 findet in Bergisch Gladbach das jährliche Filmfestival „Nahaufnahme – In Vielfalt leben“ statt, das sich dem Thema Inklusion widmet. Seit 13 Jahren bringt die Stadt durch diese besondere Kulturveranstaltung die Themen Migration, Integration, Identität und Behinderung auf die Leinwand. Gezeigt werden Filme, die unterhaltend und zugleich nachdenklich das Thema Vielfalt behandeln.

Die Filme werden sowohl im Kino-Center Schlosspassage als auch im Theater im Puppenpavillon gezeigt. Zu jeder Vorstellung gibt es begleitende Diskussionsrunden mit Filmpaten, die den Zuschauerinnen und Zuschauern Raum für Austausch bieten. Das Festival ist barrierefrei, und Technologien wie Gebärdensprachdolmetscher und Untertitel werden eingesetzt.

Das Festival wird am Montag, dem 4. November 2024, um 19.30 Uhr von der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer eröffnet. Gezeigt wird der Film „Nur eine Frau“, der das Leben der Deutschtürkin Hatun Aynur Sürücü nachzeichnet. Sonja Fatma Bläser vom HennaMond e.V. wird im anschließenden Filmgespräch mit Moderatorin Gabriele Atug-Schmitz das Schicksal von Aynur beleuchten.

Weitere Filme im Programm:

  • Dienstag, 5. November: „The Old Oak“
  • Mittwoch, 6. November: „Eine Million Minuten“
  • Donnerstag, 7. November: „Honig im Kopf“
  • Freitag, 8. November: „Wochenendrebellen“

Neben öffentlichen Vorführungen gibt es auch Schulvorstellungen, die für 4 Euro pro Person angeboten werden. Die kostenlose Teilnahme für Bergisch Gladbacher Kindergärten im Theater im Puppenpavillon ist bereits ausgebucht.

Das Filmfestival wird unterstützt von der Bensberger Bank, der Infrastruktur- und Projektgesellschaft Bergisch Gladbach sowie zahlreichen lokalen Partnern.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter www.bergischgladbach.de/filmfestival-nahaufnahme.aspx.

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Ordnungsamt und Stadt stürzen Schloßstrasse ins Chaos

Ordnungsamt und Stadt stürzen Schloßstrasse ins Chaos

26 Oktober 2024 von Darian Lambert

Landtag und Bürgermeister per Petition in die Verantwortung geholt

In Bergisch Gladbach wächst der Unmut über die Umgestaltung der Schloßstraße in eine Fußgängerzone. Vor allem Geschäftsleute und Anwohner beklagen, dass die Bedürfnisse des Einzelhandels und der Bürger nicht ausreichend berücksichtigt werden und befürchten schwerwiegende negative Folgen für die Attraktivität der Innenstadt. Seit dem Beginn der Bauarbeiten wurde der obere Teil der Schloßstraße für den Autoverkehr gesperrt, doch die Kritik reißt nicht ab. Viele Einzelhändler berichten von deutlichen Umsatzeinbußen, da Stammkunden und Laufkundschaft ausbleiben.

Bereits mehr als 50 Geschäftsinhaber haben eine Petition unterzeichnet, die fordert, die Straße so schnell wie möglich wieder für den Autoverkehr freizugeben. Die Sorge ist groß, dass die temporäre Fußgängerzone zu lange bleibt und die Innenstadt dadurch an Attraktivität verliert. Ein häufig vorgebrachtes Argument ist, dass die Möglichkeit für Kunden, vor den Geschäften zu parken, ein entscheidender Faktor für den Fortbestand vieler kleiner Läden ist. Besonders ältere Menschen und solche, die Waren transportieren müssen, sind auf die Erreichbarkeit per Auto angewiesen.

Die Stadtverwaltung rechtfertigt die Sperrung mit den beengten Platzverhältnissen während der Bauarbeiten und argumentiert, dass kein sicherer Wendebereich vorhanden sei. Doch viele Geschäftsleute sind mit dieser Begründung nicht einverstanden. Sie betonen, dass die Straße jahrelang ohne Probleme befahrbar war und sehen in der aktuellen Verkehrssituation ein potenzielles Risiko für die Zukunft ihrer Betriebe.

In der Zwischenzeit zeigt sich, dass die Schloßsstrasse trotz ausgewiesener Fußgängerzone täglich zum Befahren und Parken genutzt wird. Die Bensberger akzeptieren die neue Beschilderung, welche die Stadt alle paar Wochen geändert hatte nicht mehr.

Zudem wird der provisorische Charakter der Fußgängerzone infrage gestellt. Viele befürchten, dass die Sperrung nach den Bauarbeiten nicht aufgehoben wird und die Innenstadt dadurch dauerhaft geschwächt wird. Vorschläge, wie beispielsweise das temporäre Parken zu erlauben oder die Sperrung nur auf bestimmte Tage zu beschränken, werden von der Stadt bislang nicht aufgegriffen.

Während einige Passanten die verkehrsberuhigte Zone begrüßen und die entspanntere Atmosphäre zum Bummeln und Verweilen loben, gibt es auch Stimmen, die auf die praktischen Schwierigkeiten hinweisen, die die Umgestaltung mit sich bringt. Besonders für ältere Bürger sei es wichtig, nahegelegene Parkmöglichkeiten zu haben, um Arztbesuche oder Einkäufe erledigen zu können.

Die derzeitige Situation verdeutlicht, dass ein ausgewogenes Konzept für die Zukunft der Schloßstraße fehlt, das sowohl den Bedürfnissen des Einzelhandels als auch der Bevölkerung gerecht wird. Die anhaltende Diskussion zeigt, dass viele befürchten, die Stadt könnte durch die Ignoranz gegenüber diesen Anliegen langfristig ihre Attraktivität und ihren Charakter verlieren.

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