Am Donnerstagmorgen (14.11.) meldeten Mitarbeiter einer Firma den Diebstahl eines Radladers in Rösrath. Das Fahrzeug, ein Radlader des Herstellers Kramer im Wert eines unteren fünfstelligen Betrags, war am Vortag gegen 17:00 Uhr in einem eingezäunten Bereich nahe eines Regenrückhaltebeckens im Stadtteil Kleineichen abgestellt worden. Dort finden aktuell Baumfällarbeiten statt.
Tatort: Nahe der Grünen Furth
Das Regenrückhaltebecken, in dessen Nähe der Radlader entwendet wurde, befindet sich an der Straße An der Grünen Furth. Der Bereich war eingezäunt und der Radlader ordnungsgemäß verschlossen, als die Täter zuschlugen. Die genaue Vorgehensweise der Diebe bleibt bislang unklar, jedoch deuten die Umstände auf eine geplante Tat hin. Solche Diebstähle sind in ländlichen oder abgelegenen Gebieten während Bauarbeiten nicht ungewöhnlich, da größere Maschinen oft über Nacht unbewacht bleiben.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und umgehend Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Hinweise zu dem Diebstahl oder dem Verbleib des Fahrzeugs werden dringend gesucht. Zeugen werden gebeten, sich an das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu wenden.
Bedeutung für die Arbeiten
Der gestohlene Radlader war zentral für die laufenden Arbeiten vor Ort, die nun beeinträchtigt sind. „Solche Maschinen sind nicht nur teuer, sondern für den Projektfortschritt essenziell“, so ein Sprecher der betroffenen Firma. Die Polizei bittet die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden.
Während der aktuellen Klimakonferenz in Baku wurde der neueste Climate Action Tracker veröffentlicht. Dieser Bericht analysiert, welche globalen Temperaturanstiege aufgrund der derzeitigen Klimapolitik zu erwarten sind und wie die einzelnen Staaten im Vergleich abschneiden. UN-Generalsekretär António Guterres betonte dabei eindringlich: „Das Geräusch, das Sie hören, ist die tickende Uhr. Wir befinden uns im letzten Countdown, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. Und die Zeit ist nicht auf unserer Seite.“
Detailed green report highlighting strategies and initiatives aimed at reducing greenhouse gas emissions and promoting climate action for a sustainable future.
Gegenläufige Trends gefährden Klimaziele
Niklas Höhne vom NewClimate Institute in Köln, einer der Autoren des Berichts, äußerte sich besorgt: „Alle Länder haben sich immer noch auf die Fahnen geschrieben, das 1,5-Grad-Ziel ernst zu nehmen und 1,5-Grad-kompatible neue Klimaschutzziele vorzulegen. Das ist auch eine gute Intention. Es wird aber langsam sehr, sehr eng.“ Der Climate Action Tracker zeigt zwei gegenläufige Trends auf: Einerseits boomen die erneuerbaren Energien und überraschen jedes Jahr mit einem schnelleren Ausbau als erwartet. „Das ist der positive Trend“, so Höhne. Andererseits werden fossile Energien weiterhin ausgebaut, und der weltweite Energiebedarf steigt. Diese beiden Entwicklungen neutralisieren sich derzeit, wodurch die Emissionen auf hohem Niveau bleiben.
Prognose: 2,7 Grad Erwärmung bis zum Jahrhundertende
Der Bericht prognostiziert einen globalen Temperaturanstieg von 2,7 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts, wenn keine zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden. „Das ist katastrophal“, warnt Höhne. Anita Engels von der Universität Hamburg unterstreicht die Bedeutung der globalen Finanzströme: „Viele verweisen darauf, dass die Finanzierung und der Ausbau von erneuerbaren Energien rasant ansteigen. Das stimmt. Aber wo wir gleichzeitig wohl enorm gut hinschauen müssen, ist eben, was mit der fortgesetzten und jetzt wieder ausgeweiteten Finanzierung von fossilen Energiequellen passiert.“
Länder im Klimavergleich
Der Climate Action Tracker bewertet auch die Klimaanstrengungen von mehr als 40 Ländern. Länder wie Saudi-Arabien, Russland und die Türkei schneiden dabei schlecht ab, da dort wenig Fortschritte verzeichnet werden. An der Spitze stehen Länder wie Costa Rica, die Europäische Union und das Vereinigte Königreich, obwohl auch hier noch Verbesserungspotenzial besteht.
Dringender Handlungsbedarf bis 2030
Höhne appelliert an die Delegierten der Klimakonferenz: „Um das 1,5-Grad-Ziel tatsächlich noch irgendwie in Reichweite zu halten, müssen wir die Emissionen bis 2030 drastisch verringern.“ Es reiche nicht aus, nur Ziele für das Jahr 2035 vorzulegen; entscheidend seien ambitionierte Maßnahmen in den nächsten sieben Jahren. Nur so könne verhindert werden, dass die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels eintreten.
Fazit: Der aktuelle Climate Action Tracker verdeutlicht die Dringlichkeit entschlossenen Handelns im Kampf gegen den Klimawandel. Trotz positiver Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien bleibt die Herausforderung groß, da gleichzeitig fossile Energien weiter ausgebaut werden. Die kommenden Jahre sind entscheidend, um die globalen Klimaziele noch zu erreichen.
Anfang letzter Woche gab Innenminister Herbert Reul den Startschuss für die neue Plakatkampagne #BesserOhneMesser im Rahmen eines umfassenden Präventionskonzepts zur „Bekämpfung der Messergewalt im öffentlichen Raum.“ Die Plakate und Flyer, die bald überall im Rheinisch-Bergischen Kreis und in ganz NRW zu sehen sein werden, zielen darauf ab, vor allem junge Menschen für die Gefahren des Mitführens von Messern zu sensibilisieren und zum Umdenken anzuregen.
Die mehrsprachigen Plakate sind prägnant und klar in ihrer Botschaft. Sie sprechen potenzielle Messerträger an und sollen ihnen bewusst machen, dass Messer keine Konflikte lösen, sondern oft erst zu Eskalationen führen. Bereits das bloße Mitführen eines Messers im öffentlichen Raum kann strafbar sein. Um diese Botschaft möglichst breit zu streuen, sind die Plakate in öffentlichen Einrichtungen wie Flüchtlingsunterkünften, Ausländerbehörden, Schulen, Polizeidienststellen und Sporthallen angebracht. Der Slogan „Messer haben im öffentlichen Raum nichts zu suchen“ ist unmissverständlich und fordert dazu auf, im Notfall die Polizei über die 110 zu alarmieren.
Wermelskirchen setzt klares Zeichen: Plakate und Flyer überall sichtbar
In Wermelskirchen sind die beiden Bezirksdienstbeamten Mike Kirchner und Heiko Mann aktiv dabei, die Kampagne sichtbar zu machen. Heute hängten sie das Plakat im Rathaus auf, außerdem wurde es in Schulen, Sportstätten und der „Kattwinkelschen Fabrik“ platziert. In allen Städten und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises wird die Kampagne breitflächig verbreitet.
Landrat Stephan Santelmann, der als Leiter der Kreispolizeibehörde die Kampagne unterstützt, sieht die Aktion als wichtigen Baustein: „Die Plakate und Flyer dieser Kampagne ergänzen die Vielzahl weiterer Maßnahmen, mit denen wir die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Rheinisch-Bergischen Kreis stärken und Straftaten mit Messern im öffentlichen Raum bekämpfen wollen.“
Ein Jahr nach dem Tod einer älteren Dame in Kürten schwelt ein Streit zwischen dem Tierheim Rhein Berg und der Gemeinde Kürten um die Kosten für 49 Katzen, die das Tierheim damals aufnehmen musste. Das Tierheim fordert 100.000 Euro, während die Gemeinde Kürten die Zahlung verweigert.
Überraschender Einsatz: Aus „ein paar“ Katzen werden 49
Vergangenes Jahr kontaktierte die Polizei das Tierheim, um sich um die zurückgelassenen Tiere der Verstorbenen zu kümmern. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um 49 Katzen und einen Hund handelte, die betreut werden mussten. „Die Tiere waren nicht handzahm und mussten in Einsätzen mit Notdiensten und Lebendfallen gesichert werden,“ erklärt Jennifer Ommer, Leiterin des Tierheims Rhein Berg. Die Einfangaktionen dauerten Wochen und belasteten das Team des Tierheims zusätzlich.
Finanzielle Belastung durch monatelange Pflege
Die Versorgung der Tiere bedeutete für das Tierheim hohe Kosten. Laut dem Tierheim beliefen sich die Ausgaben auf etwa 100.000 Euro – je 50.000 Euro für Tierarztkosten und für Futter und Betreuung der Katzen. „Unsere Mittel reichen noch für etwa zwei Monate“, warnt Vereinsvorstand Karla Brandenburg. Sollte das Geld ausgehen, müsste das Tierheim möglicherweise eine Bankfinanzierung nutzen und seine Gebäude als Sicherheiten einsetzen.
Gemeinde verweist auf bestehende Pauschale
Die Gemeinde Kürten sieht sich nicht in der Pflicht. Laut Bürgermeister Willi Heider seien die Tiere als „Fundtiere“ zu betrachten, für die keine zusätzliche Zahlung erforderlich sei. „Wir zahlen pauschal etwa 20.000 Euro pro Jahr an das Tierheim für Fundtiere,“ so Heider.
Tierheim erwägt rechtliche Schritte
Das Tierheim prüft nun rechtliche Schritte, da die Polizei im Auftrag der Gemeinde handelte. „Es braucht eine Regelung, um solche Fälle künftig abzusichern“, so Ommer.
Positive Seite: Viele Katzen fanden neue Besitzer
Für die Katzen gibt es gute Nachrichten: Die meisten wurden an neue Besitzer vermittelt. Nur drei Tiere warten noch auf ein Zuhause.
Nach der Sanierung der Kölner Zoobrücke im Jahr 2017 sieht sich der Baukonzern Strabag mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt weiterhin gegen mehrere Personen wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen und Betrug.
Verdacht auf Absprachen zwischen Strabag und Kemna Bau
Im Fokus der Ermittlungen stehen Absprachen zwischen Strabag und dem norddeutschen Bauunternehmen Kemna Bau. Im Jahr 2017 sicherte sich Strabag den Auftrag für die Sanierung der Zoobrücke – offiziell, weil das Unternehmen das günstigste Angebot abgegeben hatte. Doch ein Hinweis eines Informanten brachte ans Licht, dass ein höheres Scheinangebot von Kemna Bau dazu beigetragen haben soll, dass Strabag den Zuschlag erhielt. Kemna Bau soll für das fingierte Angebot eine Ausgleichszahlung von Strabag erhalten haben.
Bundeskartellamt verhängt hohe Geldbuße
Bereits am Mittwoch verhängte das Bundeskartellamt eine Geldbuße in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro gegen Strabag. Diese Zahlung wurde in einem kartellrechtlichen Verfahren vereinbart, nachdem Strabag mit den Behörden kooperierte. Kemna Bau, das ebenfalls in die Absprachen involviert war, profitierte von der Kronzeugenregelung und kam ohne Strafen davon.
Staatsanwaltschaft setzt Ermittlungen fort
Im Unterschied zum Bundeskartellamt setzt die Staatsanwaltschaft Köln ihre Ermittlungen im strafrechtlichen Bereich fort. Hierbei geht es insbesondere darum, herauszufinden, welche Verantwortlichen bei Strabag und Kemna Bau aktiv in die Absprache verwickelt waren. Insgesamt acht Personen stehen derzeit unter Verdacht. Im September 2021 ließ die Staatsanwaltschaft bereits Büroräume durchsuchen, wobei wichtige Unterlagen und digitale Daten beschlagnahmt wurden.
Staatsanwaltschaft agiert unabhängig vom Bundeskartellamt
„Die Ermittlungen laufen völlig unabhängig von den Feststellungen des Bundeskartellamtes“, betonte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. So prüft die Behörde vor allem, welche Personen bei der Angebotsabgabe von den Absprachen wussten und in welchem Maße sie daran beteiligt waren. Für die betroffenen Unternehmen und die beschuldigten Mitarbeiter bedeutet das: Die strafrechtliche Aufarbeitung ist noch längst nicht abgeschlossen, und ein Ende der Ermittlungen ist aktuell nicht absehbar.
Der Fall um die Zoobrücke zeigt, dass selbst nach bereits getroffenen kartellrechtlichen Entscheidungen die strafrechtliche Dimension weiter intensiv verfolgt wird – ein klarer Hinweis darauf, dass die Staatsanwaltschaft entschlossen ist, gegen wettbewerbswidrige Praktiken hart durchzugreifen.
Am Montagabend (11.11.) wurde die Polizei in den Stadtteil Kaule zu einem Verkehrsunfall gerufen, der sich gegen 18:10 Uhr auf der Kölner Straße ereignete. Eine 42-jährige Bergisch Gladbacherin war mit ihrem Hyundai in Richtung Frankenforster Straße unterwegs, als sie von ihrem Fahrstreifen abkam und mit einem am Fahrbahnrand geparkten Hyundai kollidierte. Der Aufprall war so stark, dass der geparkte Wagen gegen einen Ford und dieser wiederum gegen einen davor abgestellten Toyota geschoben wurde.
Verkehrsunfall auf der Kölner Straße unter Alkoholeinfluss
Bei der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass die Fahrerin unter Alkoholeinfluss stand. Sie wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, wo eine Blutprobe entnommen wurde. Es stellte sich heraus, dass die Frau zuvor in der Buddestraße bereits in einen Auffahrunfall verwickelt war und sich unerlaubt von der Unfallstelle entfernt hatte. Zudem war sie vor dem zweiten Unfall auf den Gehweg geraten, auf dem sich Passanten befanden – glücklicherweise wurde niemand verletzt.
Mehrere Anzeigen, unter anderem wegen Gefährdung im Straßenverkehr und Unfallflucht, erwarten die 42-Jährige nun. Die Beamten stellten außerdem ihren Führerschein sicher. Der Sachschaden an allen betroffenen Fahrzeugen wird auf einen mittleren fünfstelligen Betrag geschätzt. Der Hyundai der Unfallverursacherin musste abgeschleppt werden, während sich die Besitzer der weiteren beschädigten Autos eigenständig um deren Bergung kümmerten.
In städtischen Gebieten wird der Lebensraum für wildlebende Tiere zunehmend knapp. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Abteilung StadtGrün der Stadt Bensberg unter dem Motto „Du hast jawohl ’ne Meise!“ eine Aktion zur Förderung der Vogelvielfalt gestartet. Insgesamt 150 Nisthöhlen sollen in den kommenden Wochen in städtischen Parks, an Straßenbäumen und auf Friedhöfen angebracht werden.
Am Donnerstag, den 7. November, hängte der Beigeordnete Thore Eggert symbolisch den ersten Nistkasten an einer alten Esskastanie im Innenhof des Technischen Rathauses auf. Die neuen Nistkästen werden im Frühjahr 2025 bereit sein, den heimischen Vogelarten als Brutplätze zu dienen, und können bereits im kommenden Winter als geschützte Nachtquartiere genutzt werden.
„Dieser Schutz vor Zugluft und Kälte ist für die Vögel im Winter entscheidend“, erklärt Christian Nollen, Leiter der Abteilung StadtGrün. „Er hilft den Tieren mehr als eine zusätzliche Fütterung.“ Das Projekt, das rund 4.500 Euro kostet, wurde in enger Abstimmung mit der Abteilung Umweltschutz geplant. So konnte der fachgerechte Einsatz der Nisthöhlen in puncto Auswahl, Aufhängung und Reinigung gewährleistet werden. Die professionellen Nisthöhlen bestehen aus einem atmungsaktiven Beton und sind langlebig – eine nachhaltige Investition sowohl finanziell als auch ökologisch.
Die Aktion kommt verschiedenen Vogelarten zugute, darunter Kohl-, Blau-, Sumpf-, Tannen- und Haubenmeisen, Gartenrotschwanz, Kleiber, Schnäpper sowie Feld- und Haussperlinge. Besonders interessant: Die Meisen haben eine natürliche Vorliebe für die Larven der Kastanienminiermotte – ein Schädling, der Rosskastanien erheblich zusetzt. Durch das gezielte Aufhängen der Nistkästen können die Vögel als natürliche Schädlingsbekämpfer wirken, was nicht nur die Bäume stärkt, sondern auch zur Erhaltung des Stadtklimas beiträgt.
Die Stadtverwaltung hofft, mit der Initiative Bürgerinnen und Bürger dazu zu inspirieren, ebenfalls Lebensräume für Tiere zu schaffen. Carsten Mai von der Abteilung Umweltschutz betont jedoch: „Eine regelmäßige Reinigung im Frühjahr ist wichtig. Wenn die Nisthöhlen ungepflegt bleiben, meiden viele Vögel sie. Einmal gründlich reinigen reicht, um sie wieder nutzbar zu machen.“
Die Stadt zeigt mit der Aktion, dass ein kleiner Beitrag viel bewirken kann – sowohl für die Artenvielfalt als auch für ein lebenswertes städtisches Umfeld.
Am Mittwochvormittag (06.11.) wurde die Polizei in die Carl-Lauterbach-Straße in Burscheid gerufen. Ein dort geparkter schwarzer Mercedes war offenbar Ziel eines Einbruchs geworden. Der Diebstahl, der sich zwischen Dienstagabend (05.11., 23:00 Uhr) und Mittwochvormittag (06.11., 11:30 Uhr) ereignete, führte zu einem erheblichen Schaden: Die unbekannten Täter entwendeten das Lenkrad des Fahrzeugs und durchsuchten den gesamten Innenraum. Dabei stießen sie auf eine Handtasche, die ebenfalls mitgenommen wurde. Diese enthielt neben Bargeld auch mehrere Parfümflaschen, die im Zuge des Diebstahls ebenfalls verschwanden.
Die Polizei, die vor Ort eine Strafanzeige aufnahm, ist nun auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Solche Vorfälle häufen sich in letzter Zeit, und oft handelt es sich bei den Tätern um gezielte Banden, die auf den Diebstahl hochwertiger Fahrzeugteile spezialisiert sind. Der entwendete Lenker sowie die anderen gestohlenen Gegenstände stellen für die Polizei wertvolle Spuren dar, die potenziell zu den Tätern führen könnten. Die Ermittler des Kriminalkommissariats 3 hoffen daher auf Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Personen in der Umgebung des Tatorts bemerkt haben, die ungewöhnlich erschienen. Hinweise nimmt die Polizei Rhein-Berg unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegen.
Die Polizei rät zudem allen Fahrzeugbesitzern, Wertgegenstände nicht im Auto zu lassen und auf sichere Parkplätze, idealerweise in geschützten Garagen, auszuweichen.
Ein fünfjähriger Junge wurde gestern Morgen an der Kreuzung Luxemburger Straße/Gottesweg in Köln-Sülz von einem LKW angefahren und schwer verletzt. Der Unfall hat eine neue Debatte über die Sicherheit von Radfahrenden an stark befahrenen Straßen ausgelöst. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert jetzt dringend Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an dieser gefährlichen Kreuzung.
Der Unfallhergang: Junge unter LKW geraten
Der Fünfjährige war am Dienstagmorgen mit seinem Vater mit dem Fahrrad unterwegs. Laut Polizeibericht fuhr der Vater hinter seinem Sohn, als ein 57-jähriger LKW-Fahrer mit seinem Sattelzug nach rechts in die Luxemburger Straße abbog und das Kind übersah. Der Junge geriet unter die Hinterachse der Zugmaschine und wurde dabei schwer verletzt. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, über seinen aktuellen Zustand liegen jedoch noch keine Informationen vor.
Bereits in der Vergangenheit hatte es an derselben Stelle einen ähnlichen Unfall gegeben. Die Luxemburger Straße, eine wichtige und viel befahrene Verkehrsader in Köln, gilt allgemein als schlecht ausgestattet für Radfahrerinnen und Radfahrer.
Forderungen des ADFC: Separate Ampelschaltung für mehr Sicherheit
Der ADFC Köln reagierte unmittelbar auf den tragischen Unfall und forderte Maßnahmen zur Verbesserung der Radfahrsicherheit an der Kreuzung. Als konkrete Maßnahme schlägt der Fahrrad-Club eine separate Ampelschaltung für Radfahrende vor, um das Risiko von Abbiegeunfällen zu verringern. „An solchen Knotenpunkten ist die Sicht oft eingeschränkt, und eine zusätzliche Ampelschaltung könnte die Sicherheit für Radfahrende erheblich erhöhen,“ erklärte ein Sprecher des ADFC.
Zudem regt der ADFC an, das gesamte Konzept der Luxemburger Straße im Bereich der Kreuzung zu überarbeiten, um eine bessere Infrastruktur für Radfahrende zu schaffen und gefährliche Situationen zu vermeiden.
Radfahren in Köln: Herausforderungen und Sicherheitslücken
Der Unfall verdeutlicht erneut die Herausforderungen, denen Radfahrerinnen und Radfahrer im Kölner Stadtverkehr täglich ausgesetzt sind. Vor allem stark befahrene Straßen und Kreuzungen stellen oft ein hohes Risiko dar. Der ADFC weist darauf hin, dass Köln im Vergleich zu anderen Städten noch erheblichen Nachholbedarf bei der Radverkehrssicherheit habe und fordert die Stadtverwaltung auf, vermehrt sichere Radwege und Sichtschutzmaßnahmen zu schaffen.
Die Polizei ermittelt derzeit weiter zum Unfallhergang.
Im Herbstferien-Workshop des zdi-Netzwerks MINT Rhein-Berg in Bergisch Gladbach wurde am bib International College fleißig Musik produziert – aber diesmal nicht mit Instrumenten, sondern am Computer. Die Jugendlichen verwandelten ihre Ideen in digitale Musikdateien und erhielten spannende Einblicke in die Berufswelt der Musikproduktion und Soundtechnik. Der viertägige Workshop bot Einblicke in die Disziplinen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) und ermöglichte den Teilnehmenden, ihre Kreativität durch digitale Werkzeuge zu entfalten.
Obwohl das Niveau der Erfahrung unterschiedlich war – manche Teilnehmer hatten bereits in der Schule oder mit Apps wie GarageBand gearbeitet, andere waren komplette Neulinge – fanden alle schnell einen Zugang zur Welt der digitalen Musikproduktion. Die Teilnehmenden produzierten eigene Tracks in verschiedenen Genres und lernten dabei alle Schritte der Musikproduktion kennen. „Es war spannend, hautnah mitzuerleben, wie Musik entstehen kann. Die Dozenten haben mir tolle Anregungen gegeben, um meine Ideen umzusetzen,“ berichtete eine Teilnehmerin begeistert.
Dozenten fördern Kreativität und Fachwissen
Die erfahrenen Dozenten Manuel Carlos Lenz und Adalbert Wrona begleiteten die Jugendlichen mit Begeisterung durch den Workshop. „Wir waren beeindruckt von der Kreativität und den Ergebnissen der jungen Musikproduzentinnen und -produzenten,“ sagte Lenz. In praktischen Einheiten führten die Dozenten die Teilnehmenden ins Programmieren von Melodien, Harmonien und Beats ein. Sie bekamen auch eine Einführung in die Tontechnik und Sampleproduktion, was eine wichtige Grundlage für die Erstellung eigener Musikstücke bildet.
Kostenlose Software und Zukunftsperspektiven
Die Jugendlichen arbeiteten unter anderem mit Sonic Pi und FL Studio – freiverfügbaren Programmen, die ihnen ermöglichen, auch zu Hause weiter zu experimentieren und das Gelernte zu vertiefen. Die eingesetzte Software erlaubt das Programmieren und Kombinieren von Rhythmen, Harmonien und Melodien. So können die jungen Kreativen auch nach dem Workshop ihrer Leidenschaft nachgehen und ihre Musikprojekte weiterentwickeln.
Ein besonderer Schwerpunkt des Workshops war es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur technisches Wissen zu vermitteln, sondern ihnen auch berufliche Perspektiven aufzuzeigen. Während der Woche erfuhren sie, wie Studiengänge in Informatik und Soundtechnik aufgebaut sind und welche Karrieremöglichkeiten ihnen durch die Kombination von Technik und Kreativität offenstehen könnten.
Der Workshop hat es geschafft, Technik und Kunst auf inspirierende Weise zu verbinden und den Jugendlichen eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre kreativen Fähigkeiten weiterentwickeln können.