Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall in Bergisch Gladbach-Heidkamp sorgt für Ermittlungen der Polizei: Ein Radfahrer, der sich bei einer Kollision mit einem Auto verletzte, entfernte sich unmittelbar vom Unfallort – zu Fuß und ohne sein Fahrrad mitzunehmen.
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Zusammenstoß an der Bensberger Straße
Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag (07. März) gegen 15:05 Uhr im Einmündungsbereich Bensberger Straße / Hüttenstraße. Ein 84-jähriger Autofahrer wollte mit seinem VW von der Hüttenstraße nach rechts auf die Bensberger Straße abbiegen.
Zeitgleich kam ihm ein Radfahrer entgegen, der jedoch den Radweg in der falschen Fahrtrichtung befuhr. Es kam zum Zusammenstoß, wodurch der Radfahrer stürzte und sich leicht verletzte.
Radfahrer flüchtet – Fahrrad bleibt zurück
Zeugen halfen dem Mann auf, doch anstatt sich um den Unfall zu kümmern oder ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, lief er plötzlich davon – in Richtung Richard-Zanders-Straße. Sein Fahrrad ließ er einfach an der Unfallstelle zurück.
Polizei sichert Fahrrad und sucht Zeugen
Eine Suche nach dem Radfahrer blieb erfolglos. Die Polizei stellte das zurückgelassene Fahrrad zur Eigentumssicherung sicher. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.200 Euro.
Laut Zeugen wurde der Mann wie folgt beschrieben:
Männlich, 40 bis 50 Jahre alt
Schlanke Statur, etwa 1,75 Meter groß
Osteuropäisches Erscheinungsbild
Schwarze Kleidung, dunkle Haare
Trug ein kariertes Tuch oder eine Mütze
Dreitagebart
Polizei bittet um Hinweise
Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet den beteiligten Radfahrer sowie mögliche Zeugen, sich unter Tel. 02202 205-0 zu melden.
Ein Waldbrand im Königsforst im Bereich Tütberg hat am Sonntagmittag (09. März 2025) einen Großeinsatz der Feuerwehr Bergisch Gladbach ausgelöst. Dank des schnellen Eingreifens der 90 Einsatzkräfte konnte das Feuer rechtzeitig unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Walbrand Königsforst Bergisch Gladbach
2.000 Quadratmeter Wald in Flammen
Gegen 12:47 Uhr ging der Notruf bei der Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises ein. Eine unklare Rauchentwicklung im Königsforst wurde gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass eine Fläche von rund 2.000 Quadratmetern in einem abgerodeten und brachliegenden Waldstück in Flammen stand.
Aufgrund der windigen Bedingungen und der trockenen Beschaffenheit des Waldbodens drohte sich der Brand rasch auszubreiten. Deshalb wurde die Alarmstufe auf „Feuer Wald“ erhöht und weitere Kräfte nachalarmiert.
Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz
Neben der bereits alarmierten Feuerwache 2 rückten zusätzlich die Feuer- und Rettungswache 1, der Einsatzführungsdienst, der Einsatzleitungsdienst sowie die Löschzüge Bensberg und Refrath zur Brandbekämpfung an.
Zur besseren Einschätzung der Lage kam eine Drohne des Löschzugs Schildgen zum Einsatz. Auch das Wasserwerk Rösrath, Wald & Holz NRW sowie die Unterstützungsabteilung der Feuerwehr Bergisch Gladbach halfen bei der Abarbeitung des Einsatzes.
Da sich der Brandort mitten im Wald befand, wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um die Wasserversorgung sicherzustellen.
Löscharbeiten erfolgreich – Nachkontrolle mit Handarbeit
Durch einen koordinierten Löschangriff aus mehreren Richtungen konnte die Feuerwehr die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Um auch letzte Glutnester zu beseitigen, musste die betroffene Fläche anschließend händisch umgegraben werden. Um 15:30 Uhr meldete die Feuerwehr schließlich „Feuer aus“.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt, der Sachschaden wird derzeit noch ermittelt. Die Polizei hat die Brandursachenermittlung übernommen.
Zeitgleicher Brandalarm in Bergisch Gladbach
Während des Waldbrandes wurde parallel ein weiterer Einsatz in der Innenstadt von Bergisch Gladbach notwendig: Eine Brandmeldeanlage in einem Baumarkt löste Alarm aus. Dank der bereitgestellten Einsatzkräfte für den Grundschutz konnte auch dieser Vorfall ohne Verzögerung abgearbeitet werden.
Wichtiger Hinweis an die Bevölkerung
Die Feuerwehr weist darauf hin, dass umgekippte Verkehrsleitkegel (Hütchen) in Waldgebieten als Wegweiser für nachrückende Einsatzkräfte dienen. Passanten sollten diese unbedingt an ihrem Platz lassen, da eine versehentliche Umstellung die Orientierung der Rettungskräfte erschweren und wertvolle Zeit kosten kann.
Dank des gut abgestimmten Einsatzkonzepts und der intensiven Feuerwehrausbildung konnte der Brand im Königsforst rasch eingedämmt werden – ein wichtiger Erfolg für den Schutz des beliebten Waldgebiets.
Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Donnerstag (6. März) in Burscheid-Hilgen und Wermelskirchen-Dabringhausen mehrere Fahrzeuge aufgebrochen. Dabei entwendeten sie hochwertige Werkzeuge und Maschinen im Wert von mehreren tausend Euro. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise.
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Erster Einbruch in Burscheid: Transporter aufgebrochen und Werkzeugtasche gestohlen
Der erste Vorfall wurde der Polizei am Donnerstagmorgen gegen 6:30 Uhr gemeldet. Unbekannte Täter brachen in der Altenberger Straße in Burscheid-Hilgen einen am Straßenrand geparkten Toyota-Transporter auf.
Dabei wurde die hintere Ladetür massiv beschädigt. Die Täter entwendeten eine Werkzeugtasche mit Kleinwerkzeug sowie mehrere elektronische Maschinen. Laut Angaben des Fahrzeugnutzers war der Transporter zuletzt um 0:00 Uhr verschlossen abgestellt worden.
Weitere Einbrüche in Wermelskirchen-Dabringhausen
Etwa 10 Kilometer entfernt, in der Straße Arnzhäuschen in Dabringhausen, meldeten Zeugen am selben Morgen zwei weitere Fahrzeugaufbrüche.
Zunächst wurde ein Peugeot-Transporter einer dort ansässigen Firma aufgebrochen. Da das Fahrzeug jedoch am Vorabend geleert wurde, gingen die Täter hier offenbar leer aus.
Anders sah es bei einem Toyota-Pkw aus, der direkt neben dem angegriffenen Transporter abgestellt war. Der Besitzer hatte sein Fahrzeug am 5. März gegen 18:00 Uhr geparkt. Am nächsten Morgen stellte er fest, dass die Fahrertür offen stand und Werkzeuge aus dem Kofferraum fehlten.
Polizei ermittelt und sucht Zeugen
Insgesamt beläuft sich der Schaden durch die gestohlenen Werkzeuge und Maschinen auf mehrere tausend Euro. Die Polizei hat in allen Fällen Strafanzeigen aufgenommen und sucht nun nach Hinweisen.
Zeugen, die in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Umfeld der Tatorte bemerkt haben, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter Tel. 02202 205-0 zu melden.
Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Dienstag (5. März) eine Baustelle in Bergisch Gladbach-Refrath heimgesucht und dabei hochwertige Werkzeuge sowie Maschinen im Wert von mehreren tausend Euro entwendet. Die Polizei ermittelt und sucht nach Zeugen.
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Baustelle in Refrath Ziel von Dieben
Gegen 6:00 Uhr wurde die Polizei zu einer Baustelle in der Straße Vürfels gerufen. Nach bisherigen Erkenntnissen waren die Täter in der Nacht eingebrochen und hatten sich Zugang zum im Rohbau befindlichen Gebäude mit mehreren Etagen verschafft.
Die Baustelle war zuletzt am Vorabend gegen 18:00 Uhr von Handwerkern verlassen worden. Erst am Morgen fiel auf, dass Werkzeuge und Maschinen von zwei verschiedenen Firmen gestohlen worden waren.
Hoher Schaden – Polizei sucht Zeugen
Der Wert der entwendeten Gegenstände beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und prüft derzeit, ob es Spuren gibt, die auf die Täter hinweisen.
Um den Einbruch aufzuklären, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung: Wer im Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Baustelle bemerkt hat, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg unter Tel. 02202 205-0 zu melden.
In Bergisch Gladbach haben Unbekannte in der Nacht auf Dienstag (5. März) drei geparkte Fahrzeuge aufgebrochen. Während ein Auto offenbar unberührt blieb, wurden aus zwei anderen Pkw Tankkarten entwendet. Die Polizei ermittelt und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Carsharing-Fahrzeug beschädigt – Täter bleiben ohne Beute
Der erste Vorfall wurde am frühen Morgen gegen 6:50 Uhr entdeckt: Eine Zeugin bemerkte an einem in einer Parktasche am Fahrbahnrand abgestellten weißen Ford eine eingeschlagene Beifahrerscheibe.
Das Fahrzeug gehört zu einem Carsharing-Anbieter, doch trotz des Einbruchs wurde augenscheinlich nichts gestohlen. Der Sachschaden liegt dennoch bei mehreren hundert Euro. Die Polizei nahm eine Strafanzeige wegen des versuchten besonders schweren Falls des Diebstahls auf. Der Halter wurde informiert, um das Fahrzeug zu sichern.
Zwei weitere Einbrüche am Busbahnhof – Tankkarten entwendet
Am Nachmittag meldeten Zeugen zwei weitere beschädigte Fahrzeuge am Busbahnhof in der Stationsstraße. Auch hier handelte es sich um Ford-Modelle, bei denen jeweils die Scheibe der Fahrertür eingeschlagen wurde.
Nach ersten Erkenntnissen standen die Pkw bereits seit dem Vorabend (4. März, 18:00 Uhr) an ihrem Abstellort. Anders als beim ersten Einbruch wurde hier Beute gemacht: Aus beiden Fahrzeugen entwendeten die Täter je eine Tankkarte des Unternehmens UTA.
Der entstandene Sachschaden an allen drei Fahrzeugen beträgt mehrere hundert Euro.
Polizei bittet um Hinweise
Die Polizei hat in allen Fällen Strafanzeigen wegen schweren Diebstahls aus Kraftfahrzeugen aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe der Tatorte beobachtet hat, kann sich unter Tel. 02202 205-0 an das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg wenden.
In Burscheid haben unbekannte Täter während der Karnevalstage ein Firmenfahrzeug aufgebrochen und hochwertige Werkzeuge sowie Maschinen entwendet. Der Diebstahl wurde erst am Montagnachmittag (3. März) bemerkt.
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Gewaltsamer Aufbruch während der Karnevalstage
Die Polizei wurde am Montagnachmittag in die Straße „Straßerhof“ gerufen, nachdem der Diebstahl aus einem Firmenfahrzeug festgestellt worden war. Das betroffene Fahrzeug, ein Mercedes-Benz Sprinter, war zuletzt am Donnerstag (27. Februar) gegen 17:00 Uhr auf dem Firmengelände ordnungsgemäß abgestellt und verschlossen worden.
Unbekannte Täter hatten offenbar in den darauffolgenden Tagen die Schiebetür gewaltsam aufgebrochen und sich so Zugang zum Inneren verschafft.
Maschinen und Werkzeuge im Wert von mehreren Tausend Euro gestohlen
Aus dem Transporter wurden hochwertige Werkzeuge und Maschinen der Marke Makita entwendet. Der Schaden beläuft sich auf eine Summe im unteren vierstelligen Bereich.
Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.
Zeugen gesucht – Polizei bittet um Mithilfe
Das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg sucht nach Zeugen, die in den vergangenen Tagen verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Tatorts bemerkt haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02202 205-0 entgegen.
In Rösrath haben unbekannte Täter zwischen Dienstag (25. Februar) und Donnerstagmittag (27. Februar) ein Wohnhaus in der Straße „In den Schlämmen“ aufgebrochen. Sie durchwühlten mehrere Räume und entkamen mit Schmuck. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise.
Aufgehebelte Türen und durchwühlte Räume
Die Einbrecher verschafften sich gewaltsam Zutritt zum Haus, indem sie zwei Zugangstüren mit einem Hebelwerkzeug aufbrachen. Im Inneren durchsuchten sie Schränke und Kommoden auf der Suche nach Wertgegenständen. Zahlreiche Gegenstände wurden dabei auf dem Boden und den Betten verteilt zurückgelassen.
Schmuck entwendet – Schaden noch unklar
Nach ersten Erkenntnissen wurde Schmuck gestohlen, der genaue Wert des Diebesguts ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und eine Spurensicherung am Tatort veranlasst.
Polizei bittet um Hinweise und gibt Sicherheitstipps
Das Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg sucht Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Wer Hinweise zu dem Einbruch geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.
Um sich besser vor Einbrüchen zu schützen, bietet die Polizei eine kostenlose Beratung zur Einbruchsprävention an. Interessierte können sich an das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz unter Tel. 02202 205-444 wenden.
In Burscheid versuchten Betrüger am Dienstag (27. Februar), eine 86-jährige Frau um ihre Bankkarte zu bringen. Durch eine geschickte Masche gaben sie sich als Bankmitarbeiter aus und forderten sensible Daten ein. Doch die Seniorin durchschaute den Trick rechtzeitig und verhinderte einen Betrug.
Anruf mit Schocknachricht – Betrüger verlangen Geheimzahl
Am Vormittag erhielt die 86-Jährige einen Anruf von einem vermeintlichen Sparkassen-Mitarbeiter. Der Mann am Telefon behauptete, es sei eine unberechtigte Abbuchung von 4.000 Euro von ihrem Konto vorgenommen worden. Um das Problem zu lösen, müsse er die Geheimzahl der Bankkarte erfahren und würde sich anschließend an die Polizei wenden.
Im Vertrauen auf die Echtheit des Anrufs nannte die Seniorin ihre PIN. Kurz darauf folgte jedoch der nächste Schritt des Betrugs.
Plötzlich an der Haustür: Ein zweiter Betrüger fordert die Karte
Fast zeitgleich klingelte es an der Haustür der Frau. Ein weiterer Mann stand vor ihr und gab sich ebenfalls als Sparkassen-Mitarbeiter aus. Er forderte sie auf, ihm ihre Bankkarte auszuhändigen.
Doch diesmal reagierte die Seniorin misstrauisch und verweigerte die Herausgabe. Der Betrüger zog daraufhin unverrichteter Dinge wieder ab.
Seniorin erstattet Anzeige – Polizei warnt erneut vor Betrugsmaschen
Nachdem sich die Seniorin über den Vorfall bewusst wurde, erstattete sie eine Strafanzeige bei der Polizei. Den Mann an ihrer Tür beschrieb sie als 20 bis 30 Jahre alt, mit kurzen braunen Haaren, westeuropäischem Erscheinungsbild, braunem Pullover und schwarzer Hose.
Die Polizei warnt erneut eindringlich vor solchen Betrugsversuchen. Sie rät dringend dazu:
Keine sensiblen Daten am Telefon preiszugeben, insbesondere keine Geheimzahlen oder Kontoinformationen.
Bankkarten, Bargeld oder Wertsachen niemals an Fremde zu übergeben, selbst wenn diese sich als Bankmitarbeiter, Polizisten oder Behördenvertreter ausgeben.
Bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen und im Zweifel direkt bei der echten Bank oder Polizei nachzufragen.
Dank ihres besonnenen Handelns entging die Seniorin in Burscheid einem finanziellen Schaden. Die Ermittlungen der Polizei laufen, um die Betrüger zu identifizieren und weitere Vorfälle zu verhindern.
Zehntausende Narren haben am Donnerstag den Straßenkarneval in Nordrhein-Westfalen eröffnet. In den Hochburgen Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn wurde bunt und ausgelassen gefeiert. Trotz der großen Menschenmengen zog die Polizei am Abend eine überwiegend positive Bilanz.
Buntes Treiben in Köln – Polizei zieht erste Bilanz
In Köln verlief der Start in den Straßenkarneval weitgehend ruhig. Die Polizei musste bis in die Abendstunden nur vereinzelt eingreifen. Auch die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten hielten sich auf einem normalen Wochentagsniveau. Mehr als 3.000 Einsatzkräfte von Polizei, Ordnungsamt und privaten Sicherheitsfirmen sowie über 800 Sanitäter sorgten für Sicherheit.
Dennoch gab es einige Vorfälle: Die Polizei leitete 25 Ermittlungen wegen Körperverletzung ein, nahm 14 Personen in Gewahrsam und registrierte vier mutmaßliche Sexualdelikte, die noch untersucht werden. Zwei Frauen erstatteten Anzeige wegen Vergewaltigung – eine Tat soll sich im Zülpicher Viertel, eine weitere in einer mobilen Toilette nahe der Universität ereignet haben.
Das Motto des diesjährigen Karnevals „FasteLOVEnd – Wenn Dräum widder blöhe“ sorgte für eine fröhliche Stimmung in der Stadt. Anders als in den Vorjahren mussten die Zugänge zum Zülpicher Viertel nicht gesperrt werden. Auch in der Altstadt rund um den Heumarkt war es weniger voll als 2023, obwohl das Wetter bis zum Nachmittag trocken und sonnig blieb.
Die offizielle Eröffnung fand traditionell am Morgen auf dem Alter Markt statt. Neben dem Kölner Dreigestirn sorgten zahlreiche Bands und Tanzgruppen für Stimmung. Neben den Feierlichkeiten in Kneipen und auf Straßen war auch die Uniwiese für Karnevalisten geöffnet. Diese Fläche soll im kommenden Jahr letztmals für den Straßenkarneval genutzt werden.
Jecke Rathausstürmung in Düsseldorf
In Düsseldorf begann der Karneval pünktlich um 11:11 Uhr mit dem traditionellen Rathaussturm der Möhnen. Die Frauen übernahmen symbolisch die Macht und zogen anschließend durch die Altstadt, wo in zahlreichen Kneipen gefeiert wurde.
Der diesjährige Düsseldorfer Karneval steht unter dem Motto „200 Johr – Hütt on wie et wor“, denn die Landeshauptstadt feiert das 200-jährige Bestehen ihres organisierten Karnevals. Die Polizei- und Rettungskräfte hatten bis zum frühen Abend wenig zu tun. Die Sanitäter konnten sogar einige Einsatzstellen früher abbauen, da sich die Altstadt am Abend schneller leerte als in den Vorjahren.
Aachen feiert mit Rathaussturm und Straßenkarneval
In Aachen wurde „Wieverfastelovend“ um 10:11 Uhr auf dem zentralen Marktplatz eingeläutet. Dort fand eine große Open-Air-Veranstaltung mit dem Karnevalskorps Oecher Storm statt. Die traditionelle Rathausstürmung sorgte für ausgelassene Stimmung in der historischen Altstadt.
Die Polizei verzeichnete einen besonders friedlichen Start in den Straßenkarneval. Neben kleineren Verkehrsunfällen, die jedoch nichts mit den Feierlichkeiten zu tun hatten, gab es keine nennenswerten Einsätze.
Bonn feiert Weiberfastnacht in Beuel
Bonn blickt auf eine lange Karnevalstradition zurück: Bereits 1585 gibt es erste Erwähnungen des närrischen Treibens. Besonders im Stadtteil Beuel hat Weiberfastnacht eine große Bedeutung, da dort vor über 200 Jahren die Tradition des „Wieverfastelovends“ entstand.
Am Morgen startete ein großer Festumzug mit geschmückten Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen durch Beuel, der den Stadtteil in eine tanzende Karnevalshochburg verwandelte. Am Mittag erstürmte die Wäscherprinzessin mit ihrem Gefolge das Rathaus und übernahm symbolisch die Macht.
Rund 300 Polizisten waren im Einsatz, um für einen sicheren Ablauf zu sorgen. Das Konzept, Fahrzeuge und Barrieren entlang der Zugstrecke zu platzieren, bewährte sich. Am Abend meldeten die Behörden eine friedliche Bilanz: Nur ein stark alkoholisierter Jeck musste in Gewahrsam genommen werden.
Um die Straßenreinigung zu entlasten, galt in Bonn bis in die frühen Morgenstunden ein Glasverbot. Auch Wildpinkeln wurde streng kontrolliert – wer erwischt wurde, musste mit einer Strafe von 150 Euro rechnen.
Fazit: Ein friedlicher Start in den Straßenkarneval
Die Weiberfastnacht in NRW verlief größtenteils ausgelassen und friedlich. Trotz einiger Einsätze konnte die Polizei eine positive Bilanz ziehen. In Köln gab es zwar einige Vorfälle, doch in Düsseldorf, Aachen und Bonn verlief der Auftakt weitgehend ruhig. Die Jecken feierten mit guter Laune und viel Kreativität den Auftakt des Straßenkarnevals.
Ein nächtlicher Polizeieinsatz in Untereschbach endete mit einer vorläufigen Festnahme: Ein 42-jähriger Mann widersetzte sich der Kontrolle, versuchte zu fliehen und verletzte dabei einen Beamten leicht. Zudem steht der Verdacht im Raum, dass das von ihm genutzte Fahrrad gestohlen sein könnte.
Fluchtversuch trotz mehrfacher Aufforderung
Gegen 4:30 Uhr fiel der Mann einer Streifenwagenbesatzung in der Bahnhofstraße auf. Da er den Beamten bereits wegen Eigentumsdelikten bekannt war, entschlossen sie sich zu einer Kontrolle. Doch anstatt anzuhalten, versuchte der 42-Jährige mit seinem Fahrrad zu fliehen.
Mehrfache Aufforderungen, stehen zu bleiben, ignorierte er. Erst durch das Hinzuziehen weiterer Unterstützungskräfte gelang es den Beamten, ihn zu stoppen und in Gewahrsam zu nehmen. Dabei leistete er erheblichen Widerstand.
Handfesseln angelegt – Polizist verletzt
Während der Festnahme versuchte der Mann, sich loszureißen und gegen die Maßnahmen der Polizei anzukämpfen. Infolge der Rangelei erlitt ein Beamter leichte Verletzungen. Schließlich konnte der 42-Jährige fixiert und vorläufig festgenommen werden.
Unklare Herkunft des Mountainbikes
Bei der Kontrolle des Fahrrads stellte sich ein weiteres Problem heraus: Der Mann konnte keinen Eigentumsnachweis für das hochwertige Mountainbike erbringen. Zudem widersprachen sich seine Angaben zur Herkunft des Fahrrads. Aufgrund dieser Ungereimtheiten wurde das Fahrrad sichergestellt.
Ermittlungen wegen Diebstahls und Widerstands
Der 42-jährige polnische Staatsbürger ohne festen Wohnsitz wurde für weitere kriminalpolizeiliche Maßnahmen auf die Wache gebracht. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde er zunächst wieder entlassen. Nun erwartet ihn ein Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie des Verdachts des Fahrraddiebstahls.