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A Mother with her newborn baby at the hospital a day after a natural birth labor

Weltfrühgeborenen-Tag: Zwillingswunder im Klinikum Leverkusen

18 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Weltfrühgeborenen-Tag, der jedes Jahr am 17. November begangen wird, stehen Frühgeborene und ihre Familien im Fokus. In Leverkusen wird dieser besondere Tag mit lila angestrahlten Wahrzeichen gewürdigt – darunter das Klinikum und das Stadion von Bayer 04. Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie das Klinikum Leverkusen ein doppelt besonderes Wunder erlebte: die Geburt der Frühchen-Zwillinge Nico und Luke.

Ein Start ins Leben zwei Monate zu früh

Nico und Luke kamen am 29. Oktober 2024 in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt – zweieinhalb Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Trotz der frühen Geburt sind die Zwillinge wohlauf und machen große Fortschritte. Ihre Mutter, Leonie Schwanke, strahlt vor Glück:

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, gerade nach dieser langen und schwierigen Reise. Es ist wunderschön, dass es den beiden so gut geht. Das ist nicht selbstverständlich bei einer Geburt in der 30. Woche.“

Eine Risikoschwangerschaft mit Happy End

Bereits in der 23. Schwangerschaftswoche wurde bei Leonie Schwanke eine Risikoschwangerschaft festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wäre das Überleben der Zwillinge äußerst schwierig gewesen. Deshalb blieb die 29-Jährige zwei Monate lang unter intensiver ärztlicher Beobachtung im Klinikum. Das Geburtshilfe-Team entschied, die Geburt so lange wie möglich hinauszuzögern, um den Kindern die besten Startchancen zu geben.

Fortschritte auf der Geburtsstation

Nico und Luke wiegen inzwischen jeweils 1,5 Kilogramm – deutlich weniger als Neugeborene mit regulärem Geburtstermin. Dennoch zeigt sich das medizinische Team hochzufrieden mit der Entwicklung der Zwillinge. Die Brüder müssen nun lernen, ohne Sauerstoffzufuhr zu atmen und eigenständig zu trinken. Leonie Schwanke kann auf der Geburtsstation rund um die Uhr bei ihren Söhnen bleiben.

Ein besonderer Wunsch zum Geburtstag

Wenn alles nach Plan verläuft, könnten Nico und Luke schon in zwei Wochen nach Hause dürfen – pünktlich zu Leonies 30. Geburtstag am 1. Dezember. Für die junge Mutter wäre das das schönste Geschenk. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie moderne Geburtshilfe und ein engagiertes Team auch bei schwierigen Voraussetzungen Wunder vollbringen können.

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partial view of blurred judge in robe holding gavel in court

Gerichtsurteil in Köln: Abtreibungsgegner wegen gedruckter Flyer verurteilt

16 November 2024 von Felix Morgenstern

Ein 64-jähriger Mann aus Österreich wurde am Freitag vom Amtsgericht Köln zu einer Geldstrafe von 6.300 Euro verurteilt. Der bekennende Abtreibungsgegner hatte auf Flyern eine Ärztin, die Schwangerschaftsabbrüche durchführt, diffamiert und dabei persönliche Daten von ihr und ihrem Vermieter veröffentlicht.

Flyer mit drastischen Aussagen

Auf den Flyern, die im November 2022 verteilt werden sollten, bezeichnete der Mann die Medizinerin als „Massenmörderin“ und sprach von „industrieller Schlachtung“. Die Praxis wurde als „Abtreibungsindustrie“ dargestellt, in der über 6.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt worden seien. Während das Gericht viele der Äußerungen als von der Meinungsfreiheit gedeckt wertete, zog es bei der Veröffentlichung persönlicher Daten eine klare Grenze.

Veröffentlichung von Daten als Gefahrenquelle

Die Flugblätter enthielten nicht nur die Adresse der Klinik, sondern auch Angaben über die Freizeitgestaltung der Ärztin und den Wohnort ihres Vermieters. Diese Daten könnten die Betroffenen „in Gefahr bringen“, erklärte die Richterin. Sie betonte, dass die Grenze der freien Meinungsäußerung dort überschritten sei, wo personenbezogene Informationen verwendet werden, um gezielt Personen zu gefährden. Der Text des Angeklagten sei keine sachliche Debatte, sondern ein Angriff, der Menschen in ihrem privaten Umfeld bedrohe.

Verteidigung und mögliche Berufung

Der Angeklagte, der sich selbst als investigativer Journalist bezeichnet, ließ über seinen Verteidiger ankündigen, das Urteil nicht akzeptieren zu wollen. Die Verteidigung argumentierte, dass der Flyer investigative journalistische Arbeit sei. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht und hob hervor, dass die Inhalte auf den Flyern keine journalistische Neutralität erkennen ließen.

Signalwirkung des Urteils

Das Urteil zeigt, dass Meinungsfreiheit Grenzen hat, insbesondere wenn durch die Veröffentlichung persönlicher Daten das Leben und die Sicherheit von Personen gefährdet werden. Es betont zudem, dass die öffentliche Auseinandersetzung mit sensiblen Themen wie Schwangerschaftsabbrüchen sachlich und ohne Diffamierung geführt werden muss.

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Köln Skyline mit Kölner Dom und Rathaus im Sommer

Illegale Preisabsprachen bei Kölner Zoobrücke: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen acht Personen

12 November 2024 von Felix Morgenstern

Nach der Sanierung der Kölner Zoobrücke im Jahr 2017 sieht sich der Baukonzern Strabag mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt weiterhin gegen mehrere Personen wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen und Betrug.

Verdacht auf Absprachen zwischen Strabag und Kemna Bau

Im Fokus der Ermittlungen stehen Absprachen zwischen Strabag und dem norddeutschen Bauunternehmen Kemna Bau. Im Jahr 2017 sicherte sich Strabag den Auftrag für die Sanierung der Zoobrücke – offiziell, weil das Unternehmen das günstigste Angebot abgegeben hatte. Doch ein Hinweis eines Informanten brachte ans Licht, dass ein höheres Scheinangebot von Kemna Bau dazu beigetragen haben soll, dass Strabag den Zuschlag erhielt. Kemna Bau soll für das fingierte Angebot eine Ausgleichszahlung von Strabag erhalten haben.

Bundeskartellamt verhängt hohe Geldbuße

Bereits am Mittwoch verhängte das Bundeskartellamt eine Geldbuße in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro gegen Strabag. Diese Zahlung wurde in einem kartellrechtlichen Verfahren vereinbart, nachdem Strabag mit den Behörden kooperierte. Kemna Bau, das ebenfalls in die Absprachen involviert war, profitierte von der Kronzeugenregelung und kam ohne Strafen davon.

Staatsanwaltschaft setzt Ermittlungen fort

Im Unterschied zum Bundeskartellamt setzt die Staatsanwaltschaft Köln ihre Ermittlungen im strafrechtlichen Bereich fort. Hierbei geht es insbesondere darum, herauszufinden, welche Verantwortlichen bei Strabag und Kemna Bau aktiv in die Absprache verwickelt waren. Insgesamt acht Personen stehen derzeit unter Verdacht. Im September 2021 ließ die Staatsanwaltschaft bereits Büroräume durchsuchen, wobei wichtige Unterlagen und digitale Daten beschlagnahmt wurden.

Staatsanwaltschaft agiert unabhängig vom Bundeskartellamt

„Die Ermittlungen laufen völlig unabhängig von den Feststellungen des Bundeskartellamtes“, betonte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. So prüft die Behörde vor allem, welche Personen bei der Angebotsabgabe von den Absprachen wussten und in welchem Maße sie daran beteiligt waren. Für die betroffenen Unternehmen und die beschuldigten Mitarbeiter bedeutet das: Die strafrechtliche Aufarbeitung ist noch längst nicht abgeschlossen, und ein Ende der Ermittlungen ist aktuell nicht absehbar.

Der Fall um die Zoobrücke zeigt, dass selbst nach bereits getroffenen kartellrechtlichen Entscheidungen die strafrechtliche Dimension weiter intensiv verfolgt wird – ein klarer Hinweis darauf, dass die Staatsanwaltschaft entschlossen ist, gegen wettbewerbswidrige Praktiken hart durchzugreifen.

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Bergheim: Polizei vermutet Beziehungstat nach Fund zweier Toter

Bergheim: Polizei vermutet Beziehungstat nach Fund zweier Toter

12 November 2024 von Felix Morgenstern

Im Fall der getöteten Frau in Bergheim-Quadrath-Ichendorf hat die Polizei neue Erkenntnisse veröffentlicht. Die 41-jährige Frau wurde am vergangenen Freitag nach einem Zeugenhinweis tot in einem Einfamilienhaus entdeckt. Ermittlungen ergaben, dass die Tat offenbar auf Beziehungsstreitigkeiten zurückzuführen ist. Die Polizei geht davon aus, dass ihr Partner auf sie eingestochen hatte, bevor er später selbst tot in einem Gleisbett im nahegelegenen Kerpen-Horrem gefunden wurde.

Der dramatische Vorfall führte zur Einrichtung einer Mordkommission, die die Geschehnisse weiter aufklären soll. Der Leichnam der Frau wurde im Laufe des Freitags gefunden, nachdem ein Zeuge die Behörden alarmiert hatte. Polizei und Rettungskräfte entdeckten die Frau in ihrem Zuhause, in dem sie polizeilichen Angaben zufolge gemeldet war. Nach ersten Ermittlungen wurde sie vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens.

Wenig später meldete eine andere Polizeistreife den Fund eines Mannes in einem Gleisbett bei Kerpen-Horrem. Es wird angenommen, dass es sich bei ihm um den mutmaßlichen Täter handelt, dessen Identität derzeit weiter geprüft wird. Die Polizei untersucht nun mögliche Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen, während die Ermittler weiterhin Zeugenhinweise sammeln.

Der Vorfall hat in der Region große Bestürzung ausgelöst, insbesondere in der Nachbarschaft, die durch den Tod der beiden Menschen tief erschüttert ist. Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck daran, die genauen Abläufe und Hintergründe zu rekonstruieren.

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Unfall

Schwerer Unfall in Köln-Sülz: ADFC fordert mehr Sicherheit für Radfahrende auf der Luxemburger Straße

06 November 2024 von Felix Morgenstern

Ein fünfjähriger Junge wurde gestern Morgen an der Kreuzung Luxemburger Straße/Gottesweg in Köln-Sülz von einem LKW angefahren und schwer verletzt. Der Unfall hat eine neue Debatte über die Sicherheit von Radfahrenden an stark befahrenen Straßen ausgelöst. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) fordert jetzt dringend Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an dieser gefährlichen Kreuzung.

Der Unfallhergang: Junge unter LKW geraten

Der Fünfjährige war am Dienstagmorgen mit seinem Vater mit dem Fahrrad unterwegs. Laut Polizeibericht fuhr der Vater hinter seinem Sohn, als ein 57-jähriger LKW-Fahrer mit seinem Sattelzug nach rechts in die Luxemburger Straße abbog und das Kind übersah. Der Junge geriet unter die Hinterachse der Zugmaschine und wurde dabei schwer verletzt. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, über seinen aktuellen Zustand liegen jedoch noch keine Informationen vor.

Bereits in der Vergangenheit hatte es an derselben Stelle einen ähnlichen Unfall gegeben. Die Luxemburger Straße, eine wichtige und viel befahrene Verkehrsader in Köln, gilt allgemein als schlecht ausgestattet für Radfahrerinnen und Radfahrer.

Forderungen des ADFC: Separate Ampelschaltung für mehr Sicherheit

Der ADFC Köln reagierte unmittelbar auf den tragischen Unfall und forderte Maßnahmen zur Verbesserung der Radfahrsicherheit an der Kreuzung. Als konkrete Maßnahme schlägt der Fahrrad-Club eine separate Ampelschaltung für Radfahrende vor, um das Risiko von Abbiegeunfällen zu verringern. „An solchen Knotenpunkten ist die Sicht oft eingeschränkt, und eine zusätzliche Ampelschaltung könnte die Sicherheit für Radfahrende erheblich erhöhen,“ erklärte ein Sprecher des ADFC.

Zudem regt der ADFC an, das gesamte Konzept der Luxemburger Straße im Bereich der Kreuzung zu überarbeiten, um eine bessere Infrastruktur für Radfahrende zu schaffen und gefährliche Situationen zu vermeiden.

Radfahren in Köln: Herausforderungen und Sicherheitslücken

Der Unfall verdeutlicht erneut die Herausforderungen, denen Radfahrerinnen und Radfahrer im Kölner Stadtverkehr täglich ausgesetzt sind. Vor allem stark befahrene Straßen und Kreuzungen stellen oft ein hohes Risiko dar. Der ADFC weist darauf hin, dass Köln im Vergleich zu anderen Städten noch erheblichen Nachholbedarf bei der Radverkehrssicherheit habe und fordert die Stadtverwaltung auf, vermehrt sichere Radwege und Sichtschutzmaßnahmen zu schaffen.

Die Polizei ermittelt derzeit weiter zum Unfallhergang.

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Stromausfall auf der Deutzer Kirmes: Veranstaltung nach nur elf Minuten unterbrochen

Stromausfall auf der Deutzer Kirmes: Veranstaltung nach nur elf Minuten unterbrochen

02 November 2024 von Felix Morgenstern

Für die Deutzer Kirmes in Köln begann das Wochenende mit einem abrupten Zwischenfall: Nur elf Minuten nach der Eröffnung um 18 Uhr ging am Freitagabend der Strom aus. Kurz nach dem Start der Fahrgeschäfte herrschte Dunkelheit auf dem Gelände, und viele Besucher verließen das Areal ruhig und ohne Panik.

Polizei und Ordnungsamt waren schnell vor Ort und sicherten das Gelände. Die Kirmesmitarbeiter verharrten an den Fahrgeschäften und warteten auf Anweisungen. Gegen 20 Uhr konnten einige Fahrgeschäfte wieder in Betrieb genommen werden, doch der Kirmestag war damit praktisch beendet, da die Veranstaltung ohnehin um 21 Uhr schließen sollte.

Ein Sprecher der Kirmes erklärte, dass der Betrieb mit dem Stromausfall automatisch nach einem Notfallplan eingestellt wurde. Sobald der Strom ausfällt, versetzen sich die Fahrgeschäfte automatisch in eine sichere Ausgangsposition und öffnen die Bügel, sodass die Fahrgäste problemlos aussteigen können.

Nach ersten Erkenntnissen war ein technischer Defekt an einem Hauptstromrelais die Ursache für den Stromausfall. Dieser Defekt löste einen Notschalter aus, wodurch die Stromversorgung für die Kirmes nicht wiederhergestellt werden konnte.

Trotz des Zwischenfalls soll die Kirmes am Samstag wie geplant stattfinden, und die Betreiber arbeiten intensiv daran, technische Probleme zu lösen und die Veranstaltung für das Wochenende abzusichern. Insgesamt erwarten die Veranstalter an den folgenden Tagen Tausende von Besuchern, die die zahlreichen Fahrgeschäfte, Stände und das gesellige Flair der Kirmes genießen möchten.

Die Deutzer Herbstkirmes, die traditionell auf dem Festplatz am rechten Rheinufer stattfindet, läuft noch bis Sonntag. Insgesamt sind etwa 80 Schausteller mit Fahrgeschäften und Buden vertreten. Die Veranstaltung ist eines der beliebten Highlights der Herbstsaison in Köln und zieht zahlreiche Besucher aus der Region an.

Im Vorfeld der Kirmes hatte es Unstimmigkeiten zwischen der Stadt Köln und den Schaustellern gegeben, die letztlich gerichtlich geklärt wurden. Der Streitpunkt: Die Frage nach dem Eigentum und der Verantwortung für die Strom-Infrastruktur auf dem Festplatz.

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„Stadt, Land, zu Fuß“ geht in Köln in die zweite Runde: Kilometer sammeln für eine gesunde und nachhaltige Mobilität

29 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Die bundesweite Aktion „Stadt, Land, zu Fuß“ startet erneut, und Köln ist wieder mit dabei. Nachdem die Stadt im vergangenen Jahr mit über 61.000 gesammelten Kilometern Spitzenreiter der Bewegungsaktion war, will sie in diesem Jahr den Titel verteidigen – aber das Ziel geht über den sportlichen Ehrgeiz hinaus.

„Wir möchten die Kölnerinnen und Kölner für eine nachhaltige, umweltbewusste und gesunde Mobilität zu Fuß begeistern und zur Bewegung motivieren“, sagt Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität der Stadt Köln. Bereits jetzt werden rund ein Drittel der Wege in Köln zu Fuß zurückgelegt – ein Wert, der durch die Aktion weiter gesteigert werden soll.

Mitmachen und Kilometer sammeln

Bei der Aktion kann jede*r mitmachen, der sich online registriert. Ab dem 1. November können alle zu Fuß zurückgelegten Strecken, ob Spaziergang, Gassirunde oder Jogging, eingetragen werden. Die Aktion läuft bis zum 21. November und soll nicht nur Bewegung fördern, sondern auch das Bewusstsein für umweltfreundliche Mobilität im Alltag schärfen.

Prominente Unterstützung und attraktive Preise

Zur Auftaktveranstaltung am Adenauer Weiher, nahe dem Rhein-Energie-Stadion, war auch der bekannte Sportwissenschaftler Prof. Dr. Ingo Froböse anwesend. Er hob hervor, wie wichtig Bewegung in der kalten Jahreszeit für das Immunsystem und das Wohlbefinden ist: „Gerade im Herbst und Winter ist körperliche Aktivität an der frischen Luft entscheidend.“

Zusätzlich zur Aktion werden zwei „Walk & Talk“-Spaziergänge mit Sportwissenschaftlern angeboten, um Fitnessziele und gesundheitsförderliche Tipps zu besprechen. Um auch die Jüngsten zu motivieren, gibt es eine besondere Prämie: Die drei aktivsten Schulklassen werden mit einem Preisgeld ausgezeichnet.

Mit dieser Aktion setzt Köln ein Zeichen für mehr Bewegung, Gesundheit und nachhaltige Mobilität – und freut sich auf viele motivierte Teilnehmer*innen.

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Aerial view new, pre-owned and consigned recreational vehicle at RV dealership, consignment parking lots in Houston, Texas, USA

Betrugsverdacht gegen Wohnmobilhändler: Kunden um Hunderttausende Euro gebracht

28 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Kunden eines mittlerweile zahlungsunfähigen Wohnmobilhändlers aus Wesseling bei Köln haben offenbar hohe Geldsummen verloren. Das Unternehmen „Camper Base“ sowie eine Schwestergesellschaft in Hessen stehen im Verdacht, Kunden um mehrere Hunderttausend Euro betrogen zu haben. In Wesseling ermittelt die Polizei nun wegen Betrugsverdachts, während in Hessen auch der Vorwurf der Konkursverschleppung untersucht wird.

Trotz bereits bekannter Zahlungsunfähigkeit sollen die Unternehmen weiterhin Zahlungen für Wohnmobile und Fahrzeugteile entgegengenommen haben, die aufgrund finanzieller Probleme nie geliefert werden konnten. Viele Kunden, die Anzahlungen oder sogar den vollen Kaufpreis gezahlt hatten, wurden nicht beliefert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Verlockende Angebote führten in die Falle

Angelika und Mario Schmitz aus Wesseling gehören zu den Betroffenen, die bei „Camper Base Rheinland“ Anfang September ein vermeintliches Schnäppchen machen wollten. „Der Verkäufer hat uns regelrecht gedrängt, einen Vertrag abzuschließen und betonte, es sei ein Super-Schnäppchen. Dazu gab es noch Extras obendrauf“, berichtet Angelika Schmitz. Das Ehepaar ahnte nicht, dass das Unternehmen bereits zahlungsunfähig war.

Am selben Tag verweigerte der Händler anderen Kunden die Herausgabe eines komplett bezahlten Wohnmobils mit der Begründung, dass er aus finanziellen Gründen keine Fahrzeuge mehr übergeben könne. Trotz dieser Kenntnis wurde weiterhin versucht, neue Verträge abzuschließen und Anzahlungen entgegenzunehmen.

Bauchgefühl verhinderte größeren Schaden

Angelika und Mario Schmitz vertrauten ihrem Bauchgefühl und stornierten ihren Vertrag kurz nach Abschluss. Sie hatten das Wohnmobil bereits vollständig bezahlt, doch glücklicherweise blieben sie aufgrund ihrer schnellen Reaktion von größerem finanziellen Schaden verschont.

Während bei der Camper Base Rhein-Main bereits ein Schaden von rund 270.000 Euro festgestellt wurde, ist das genaue Ausmaß der Verluste in Wesseling noch unklar. Für die betroffenen Kunden bleibt die Hoffnung, dass die laufenden Ermittlungen Klarheit und gegebenenfalls Entschädigungen bringen werden.

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Realistic photo. A close-up image showcasing a single bacterium. Created with Generative AI

Erster Fall der neuen Mpox-Variante in Deutschland bestätigt: 33-jähriger Kölner infiziert

25 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

In Deutschland wurde erstmals eine neue Variante des Mpox-Virus nachgewiesen. Betroffen ist ein 33-jähriger Kölner, der sich beim Sex im Ausland infiziert hat. Dies bestätigte das Robert-Koch-Institut (RKI). Der Mann hatte sich mit der sogenannten Klade Ib des Virus infiziert und befindet sich seit dem 12. Oktober in stationärer Behandlung. Laut Behörden sei die Krankheit jedoch nicht leicht übertragbar.

Ansteckung im Ausland

Der Patient hielt sich von September bis Anfang Oktober in Ruanda auf und entwickelte kurz nach seiner Rückkehr typische Mpox-Symptome. Nach dem Arztbesuch wurde die Infektion bestätigt. Der Mann befindet sich in Isolation, und sein Zustand wird weiterhin überwacht. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hatte bereits am Dienstag über den deutschlandweit ersten Fall der neuen Variante berichtet.

Mpox: Hintergrund zur Krankheit

Mpox, früher als „Affenpocken“ bekannt, wird von einem Virus verursacht, das häufig in Wildtieren vorkommt und gelegentlich auf den Menschen überspringt. Die Krankheit ist mit dem klassischen Pockenvirus verwandt und äußert sich meist durch Hautausschlag und Fieber. Besonders gefährlich kann das Virus für Kinder sein. Todesfälle wurden in Deutschland bisher jedoch keine gemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Begriff „Affenpocken“ aufgegeben, um diskriminierende Bezüge zu Tieren oder Orten zu vermeiden. Der Erreger findet sich ohnehin häufiger bei Nagetieren als bei Affen.

Neue Variante: Keine erhöhte Gefährdung

Das RKI betont, dass von der neuen Variante keine erhöhte Gefahr für Deutschland ausgeht. Auch die bisherigen Fälle mit der älteren Klade IIb, die seit Mai 2022 weltweit registriert wurden, haben hierzulande nur geringe Fallzahlen gezeigt. 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen bisher 29 Fälle gezählt. Alle Patienten waren Männer, von denen zwei stationär behandelt werden mussten.

Europäischer Kontext

Bereits im August wurde in Schweden der erste Fall der neuen Mpox-Variante außerhalb Afrikas gemeldet. Die betroffene Person hatte sich ebenfalls in Afrika infiziert. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hatte bereits zuvor mit weiteren Fällen in Europa gerechnet.

Impfung und Schutzmaßnahmen

Der Impfstoff gegen das klassische Pockenvirus schützt auch gegen Mpox. Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten oder engen Kontakt mit Infizierten haben, wird die Impfung empfohlen.

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Rheinisch-Bergischer Kreis präsentiert sich auf der internationalen Immobilienmesse Expo Real

07 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

München/Rheinisch-Bergischer Kreis – Vom 7. bis 9. Oktober 2024 stellt die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) den Wirtschaftsstandort Rheinisch-Bergischer Kreis auf der 26. Internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, der Expo Real, in München vor. Gemeinsam mit der Stadt Bergisch Gladbach ist die RBW am Gemeinschaftsstand der Region Köln/Bonn vertreten.

Im Fokus der Präsentation stehen überregional bedeutende Projekte der Standortentwicklung, die den Rheinisch-Bergischen Kreis als attraktiven Wirtschaftsstandort positionieren. Ein Highlight ist das Zanders-Areal in Bergisch Gladbach, eines der größten Transformationsprojekte der Region. Auf dem 36 Hektar großen Gelände der ehemaligen Papierfabrik Zanders soll in den kommenden Jahren ein modernes, gemischt genutztes Quartier entstehen, das Wohn-, Arbeits- und Bildungsflächen vereint. Die geplante flexible Strukturierung und die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft werden den Verwertungsprozess dieses prestigeträchtigen Areals vorantreiben.

Weitere Schlüsselprojekte

Neben dem Zanders-Areal präsentiert die RBW das Rhombus-Gelände in Wermelskirchen. Auf drei Hektar entsteht ein neues, zukunftsorientiertes Quartier, das städtisches Wohnen, kreative Arbeitsplätze, Dienstleistungen und öffentliche Nutzungen vereint. Auch dieses Projekt ist Teil der REGIONALE 2025 und unterstreicht die regionale Entwicklungskraft.

In Rösrath plant die goGREEN Real Estate GmbH den Ökotec Campus, der auf einer Fläche von 68.000 Quadratmetern nach einem nachhaltigen Konzept Hallen für Handwerksbetriebe, Büroflächen und Wohnungen bieten wird. Dieses ambitionierte Projekt wird ebenfalls in München vorgestellt.

Hochrangige Delegation vor Ort

Landrat Stephan Santelmann und RBW-Geschäftsführer Volker Suermann führen die Delegation aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis an. Sie werden begleitet von Bianca Lorenz, Technische Beigeordnete der Stadt Rösrath, und einer Bergisch Gladbacher Delegation, bestehend aus Bürgermeister Frank Stein, Zanders-Projektmanagerin Miriam Paradissis und Sascha Inderwisch, Leiter des Bürgermeisterbüros. Gemeinsam stellen sie den Wirtschaftsstandort und die laufenden Projekte einem internationalen Fachpublikum vor.

„Die Expo Real bietet uns eine einzigartige Gelegenheit, den Rheinisch-Bergischen Kreis als aufstrebenden Standort für Investoren und Unternehmen zu präsentieren. Unsere Lage im Herzen der Metropolregion Rheinland, direkt neben Köln, macht uns besonders attraktiv“, betonte Volker Suermann.

Landrat Stephan Santelmann hob die Bedeutung des gemeinsamen Auftritts hervor: „Die Zusammenarbeit in der Region Köln/Bonn ist entscheidend, um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Durch gebündelte Kräfte können wir uns als starke und zukunftsfähige Region präsentieren.“

Weitere regionale Partner

Auch regionale Partner wie die VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen, die Kreissparkasse Köln, die Hahn-Gruppe aus Bergisch Gladbach und die OSMAB Holding AG aus Rösrath sind am Gemeinschaftsstand vertreten. Gemeinsam unterstreichen sie das Potenzial des Rheinisch-Bergischen Kreises als dynamischer Wirtschaftsstandort mit vielversprechenden Investitionsmöglichkeiten.

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