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Hochwassergefahren entlang der Strunde und des Frankenforstbaches

Hochwassergefahren entlang der Strunde und des Frankenforstbaches

03 Juli 2015 von Darian Lambert

Hochwasser-BuchmuehleSchützen Sie sich rechtzeitig!

Die Zeit der Unwetter steht wieder bevor! In anderen Landesteilen sind die ersten Starkregenereignisse schon niedergegangen. In Bergisch Gladbach und Umgebung sind vielen noch die Unwetter der Jahre 2012 und 2013 in lebhafter Erinnerung. Diese jeweils im Juni aufgetretenen Ereignisse führten teilweise zu hohen Schäden vor allem an der gewässernahen Bebauung.

Starkniederschläge sind weder zeitlich noch räumlich exakt vorhersagbar. Sie haben aber enorme Auswirkungen: Kanäle sind schnell überlastet, kleinere und mittlere Gewässer können innerhalb sehr kurzer Zeit zu reißenden Flüssen werden. Die Vorwarnzeiten für Schaden bringende Ereignisse, seien es Überflutungen aus der Kanalisation oder Hochwasser mit Ausuferungen entlang der Bäche, sind extrem kurz. Oft setzen Überflutungen schon wenige Minuten nach Beginn des Regens ein.

Die Stadt hält mit der Rufbereitschaft des Abwasserwerks und der Feuerwehr Personal für den Katastrophenfall vor. Auf Grund der Tatsache, dass nicht vorhergesagt werden kann, wo und wie stark ein Ereignis eintritt, können die Einsatzkräfte jedoch oft nur noch Schadensbehebung betreiben.


Vorsorge auf eigenem Grundstück ist wichtig


Für einen umfassenden Hochwasserschutz sind deshalb auch die Anwohner gefragt: Die Stadt Bergisch Gladbach rät den Gewässeranliegern dringend, keine Gegenstände in Ufernähe zu deponieren. Diese können bei Hochwasser abgeschwemmt und an anderer Stelle zu einem Abflusshindernis werden bzw. Rechen und Durchlässe verstopfen.

Außerdem ist es sinnvoll zu prüfen, ob z.B. Kellerfenster/Lichschächte in einem möglichen Überschwemmungsbereich liegen und im Falle des Falles das Wasser ungehindert eindringen lassen. Hier kann mit Abdichtungsmaßnahmen einfach vorgesorgt werden.

Wo ist die Gefahr am höchsten? Gewässerkarten geben Aufschluss

Weil sich Hochwasser letztlich nicht verhindern lässt, ist die Verhaltens- und Bauvorsorge jedes Einzelnen wichtig. Die Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen entlang der Fließgewässer in Bergisch Gladbach ist nicht überall gleich hoch: Es gibt Stellen, die besonders gefährdet sind. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, sich über solche Bereiche anhand der Festsetzungskarten der Bezirksregierung Köln für die Strunde, den Frankenforstbach, den Saaler Mühlenbach und den Mutzbach zu informieren. Die Karten sind im Internet zu finden unter www.bergischgladbach.de/hochwasserschutz.aspx und www.flussgebiete.nrw.de. Darüber hinaus können sie nach telefonischer Terminvereinbarung unter 02202-14 13 37 oder 02202-14 13 35 während der Dienststunden im Rathaus Bensberg, Zimmer 416 eingesehen werden. Aber Vorsicht: Auch an anderen Stellen wie Geländesenken kann es zu Überflutungen kommen. Wer also sein Eigentum in einer solchen Lage schützen möchte, sollte unbedingt baulich vorsorgen. Zu diesem Thema stehen im Internet Informationsbroschüren zum Download bereit. Weitere Auskünfte werden über die o.g. Telefonnummern erteilt.

„Strunde hoch vier“ schützt die Stadtmitte

Stadt Bergisch Gladbach und Strundeverband betreiben kontinuierlich den Ausbau des Hochwasserschutzes im Stadtgebiet. Aktuell wird der Strundeverband in den kommenden Jahren massive Gewässerbaumaßnahmen entlang der Strunde durchführen – das Stichwort „Strunde hoch vier“ wird hier vielen ein Begriff sein. Auch unterhalb der Stadtmitte bis zur Stadtgrenze werden Vorkehrungen getroffen.  Die Stadt Bergisch Gladbach plant daneben Maßnahmen entlang des ebenfalls gefahrenträchtigen Frankenforstbaches. Hierfür ist aber zunächst eine Konzepterstellung notwendig. Der Förderantrag wurde vor mehr als einem Jahr bei der Bezirksregierung Köln gestellt; bisher liegt noch kein Bescheid vor. Partielle Entlastung verspricht man sich aber jetzt bereits von einer Gewässeröffnung im Bereich Neu-Frankenforst, die zur Zeit umgesetzt wird und durch die sich die Überflutungswahrscheinlichkeit für die angrenzenden Häuser deutlich reduzieren wird.

Die Umsetzung aller geplanten Maßnahmen wird  mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Ziel ist es, sogenannte hundertjährliche Hochwasserereignisse schadensfrei durch die Bebauung abzuleiten. Ein Restrisiko wird aber dennoch bleiben: Zum einen können die Ereignisse jederzeit noch stärker als das Bemessungshochwasser ausfallen, und zum anderen können durch Schwemmgut ausgelöste Verringerungen der Abflussquerschnitte zu lokalen Rückstauereignissen mit enormem Schadenspotential führen.

AutomatikrechenAktuell: Sabotage am Strunde-Rechen

Nur noch als kriminell zu bezeichnen sind demgegenüber Aktivitäten, wie sie ganz aktuell an der automatischen Rechenanlage Odenthaler Straße entdeckt wurden: Die stromzuführenden Kabel der – durch einen zwei Meter hohen Zaun geschützten – Anlage, die den Einlass der Strunde in die unterirdische Verrohrung freihalten soll, wurden mutwillig zerschnitten. Die Konsequenzen einer solchen Sabotage liegen auf der Hand – der Rechen funktioniert nicht mehr, was sehr schnell zu Verstopfung durch Treibgut und Überflutung insbesondere des Buchmühlenbereichs führen kann. Das städtische Abwasserwerk hat den Schaden bereits repariert und Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

 

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Verbraucherzentrale bietet breites Angebot rund um „Rat und Recht“

Verbraucherzentrale bietet breites Angebot rund um „Rat und Recht“

01 Juli 2015 von Darian Lambert

Jahresbericht stellt neue Schwerpunkte und Dienstleistungen vor

Jahresbericht_querRheinisch-Bergischer Kreis. Die Einführung neuer Technologien, geänderte Gesetze oder vertragliche Stolperfallen führen dazu, dass Verbraucher in vielen Fragen unsicher sind, welche Rechte sie haben und wie sie sich am besten verhalten. Mit „Rat und Recht“ stehen die Verbraucherzentralen den Bürgern von Rösrath bis Wermelskirchen zur Seite und geben kompetente Antworten. Was die Verbraucherzentrale für den Rheinisch-Bergischen Kreis im vergangenen Jahr besonders beschäftigt hat, das stellte deren Leiterin Brigitte Becker jetzt dem Landrat vor. „Ich danke Ihnen, dass Sie für die Bürger im gesamten Kreisgebiet eine wichtige und kompetente Anlaufstelle sind“, so der Landrat.

Rund 8.820 Ratsuchende wendeten sich im Jahr 2014 mit einer Anfrage an die Beraterinnen in Bergisch Gladbach. Dazu kommen 6.875 Personen, die bereits über die Homepage passende Informationen und Hilfestellungen gefunden haben. Viele Themen sind jedoch so knifflig und vom jeweiligen Fall abhängig, dass 1.339 Personen eine persönliche Rechtsberatung in Anspruch genommen haben. „Eine regelrechte Nachfragewelle schwappte über uns, nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hatte, dass Bearbeitungsentgelte für Darlehen unzulässig sind“, erzählte Brigitte Becker. Das Beratungsangebot wurde daraufhin erweitert und Musterbriefe zur Verfügung gestellt. 
Allgemein hatten die Kunden in Beratungsgesprächen die meisten Fragen, wenn es um die Themen Internet und Telefon geht. Rund ein Drittel aller Rechtsberatungen drehten sich um diese Aspekte. Kein Wunder, denn insbesondere bei Verträgen für Festnetzanschlüsse oder mit Mobilfunkanbietern ist es für Verbraucher häufig schwierig, den Überblick zu behalten. Auch die sogenannten allgemeinen Dienstleistungen, unter die zum Beispiel Schlüsseldienste, Partnervermittlungen oder Inkassodienstforderungen fallen, machten bei den Rechtsberatungen mit knapp 20 Prozent einen hohen Anteil aus. Hier ist die Verbraucherzentrale auch präventiv tätig und veröffentlicht beispielsweise Tipps, wie man seriöse Schlüsseldienste von ihren unlauteren Kollegen unterscheidet.

Ein weiterer Aspekt, der den Beraterinnen am Herzen liegt, ist der Stromtarif, denn viele Bürger nutzen hier noch die Grundversorgung ihres Anbieters – meist das teuerste Angebot. „Viele wissen überhaupt nicht, dass sie über einen Wechsel des Tarifs häufig einiges einsparen können“, berichtete die Verbraucherschützerin, „hier würde ich mir wünschen, dass mehr Leute unsere Beratungsangebote in Anspruch nehmen.“

Im Kreisgebiet unterwegs: Prävention als wichtiger Ansatz
Neben der Beratung spielt auch der Aspekt der Prävention für die Verbraucherzentrale eine wichtige Rolle. Deshalb waren die Beraterinnen 2014 wieder im gesamten Kreisgebiet unterwegs, um mit verschiedenen Aktionen auf bestimmte Aspekte besonders aufmerksam zu machen. Dabei ging es sowohl um die Themen gesunde Ernährung und Fair-Trade als auch um Energiesparen, Urheberrechte im Internet oder Rundfunkbeiträge. Bei insgesamt 24 Veranstaltungen speziell für Kinder und Jugendliche wurde deren Basiswissen für den Bereich Konsumalltag auf die Probe gestellt. Denn je besser die Schüler Bescheid wissen, umso weniger geraten sie später in knifflige Situationen, in denen sie auf die Hilfe der Verbraucherschützer angewiesen sind.

Auf Wunsch bietet die Verbraucherzentrale in Bergisch Gladbach Informationsveranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen an, gerne auch vor Ort in den jeweiligen Kommunen. Neu entwickelt wurde jetzt beispielsweise der Vortrag „Internet, aber sicher – Datenschutz in der digitalen Welt“, der für einen sicheren Umgang mit Daten im Internet sensibilisiert. Wer daran interessiert ist, kann den Vortrag für eine Gruppe buchen – die Beraterinnen kommen dafür ins ganze Kreisgebiet. Seit 2014 können Termine auch über ein speziell eingerichtetes Termintelefon vereinbart werden. Diese Serviceverbesserung kommt den Kunden gleich zwei Mal zugute: Sie stoßen am Telefon nicht mehr auf das Besetztzeichen, sondern können über den direkten Draht einen Termin abmachen. Zudem haben die Expertinnen vor Ort durch diesen Service auch mehr Zeit, sich mit den konkreten Problemen der Verbraucher intensiv auseinanderzusetzen. Erreichbar sind sie unter der Telefonnummer 02202 92631-01 oder per E-Mail an bergisch-gladbach@vz-nrw.de.

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Artenschutz im Bergischen

25 Juni 2015 von Darian Lambert

Neuer Flyer informiert über Umgang mit Hornissen

Rheinisch-Bergischer Kreis. Es summt und brummt überall? Die Rede ist von Hornissen, friedlichen Insekten, die häufig gefährlicher eingeschätzt werden, als sie eigentlich sind. Um aufzuzeigen, was man im Umgang mit Hornissen wissen sollte, und um über die Gewohnheiten der Insekten aufzuklären, veröffentlicht der Rheinisch-Bergische Kreis einen neuen Flyer mit dem Titel „Artenschutz im Bergischen – keine Angst vor Hornissen“.

Dieser erläutert die Lebensgewohnheiten der Tiere und vermittelt praktische Tipps für eine gute Nachbarschaft mit den Insekten. Erhältlich ist er in den Rathäusern der Städte und Gemeinden sowie in den Kreishäusern in Bergisch Gladbach. Zusätzlich er hier heruntergeladen werden: Hornissenflyer

Für weitere Informationen stehen Marlen Wildenhues, 
Tel.: 02202 13-6814, und Wilfried Knickmeier, Tel.: 02202 13-6798, vom Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises, zur Verfügung.

 

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Ehrung verdienter Bürger: bis 15. August Vorschläge einreichen

25 Juni 2015 von Darian Lambert

Rheinisch-Bergischer Kreis. Wer Freunde, Bekannte oder Kollegen hat, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagieren, kann diese noch bis zum 15. August für die Ehrung des Kreises als verdiente Bürger vorschlagen. Die Anregungen sollten eine Begründung für den Vorschlag enthalten und Referenzpersonen benennen. Mit der Ehrung würdigt der Kreis Menschen, die sich – meist in aller Stille und Bescheidenheit – für andere einsetzen und damit einen wichtigen Teil zu einer funktionierende Gesellschaft beitragen.

Insgesamt können bis zu 25 Personen geehrt werden. Die Auszeichnungen beziehen sich dabei auf die Bereiche Jugendförderung sowie soziales oder kulturelles Engagement. Voraussetzung ist, dass die Person schon mindestens zehn Jahre ihre ehrenamtliche Arbeit ausübt. Außerdem darf sie bisher keine anderen höheren Auszeichnungen, wie beispielswiese das Bundesverdienstkreuz bekommen haben. Die feierliche Verleihung der sogenannten goldenen Ehrennadel findet im Januar  2016 statt. Bis dahin entscheidet eine Auswahlkommission nach festgelegten Kriterien, welche der vorgeschlagenen Ehrenämtler eine Auszeichnung erhalten.

Weitere Informationen sowie den vollständigen Kriterienkatalog gibt es auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises, www.rbk-direkt.de, unter dem Stichwort „Ehrung verdienter Bürger“.

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Zeugen verfolgten nach Raub den Täter

Zeugen verfolgten nach Raub den Täter

22 Juni 2015 von Darian Lambert

Zwei Kölner Männer, im Alter von 28 und 31 Jahren, die derzeit als Bauarbeiter im Bereich Refrath tätig sind, befuhren am Donnerstag (18.06.2015) gegen 11.15 Uhr die Dolmanstraße in Richtung Bergisch Gladbach. Plötzlich beobachteten sie einen Radfahrer, der einer 74-Jährigen im Vorbeifahren die Handtasche entriss. Der Dieb flüchtete sodann auf die andere Straßenseite. Dabei überfuhr er die Dolmanstraße so unvorsichtig, dass andere Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge stark abbremsen mussten. Der Täter verschwand anschließend im Mohnweg. Die Zeugen verständigten sofort die Polizei und nahmen aber selber schon die Verfolgung des Täters auf. Sie fuhren durch ihnen unbekannte Straßen bis sie den Dieb zunächst aus den Augen verloren. Schon nach kurzer Zeit tauchte der Täter jedoch schon wieder auf der Straße Brandroster auf. Das teilten die Zeugen der Polizei mit. Doch der Dieb flüchtete erneut.

Im Rahmen einer Fahndung konnte der Räuber letztlich aufgrund der guten Personenbeschreibung und der Standortangaben der Zeugen in der Straße Brandroster auch angetroffen und festgenommen werden.

Zeitgleich meldete sich die Geschädigte bei der Polizei. Die 74-jährige Gladbacherin hatte in der Tasche, die ihr entrissen wurde, lediglich frisch eingekauftes Gemüse und ein paar Dokumente. Diese Tasche konnte von den Beamten noch in Tatortnähe samt Inhalt aufgefunden werden.

Der 31-jährige Täter stammt aus Bergisch Gladbach und hat die Tat zugegeben. Da gegen den Beschuldigten keine Haftgründe vorlagen, die eine Untersuchungshaft begründen könnten, verbleibt der Täter bis zu seiner Gerichtsverhandlung auf freiem Fuß.

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Piraten regieren mit als Zünglein an der Waage

Piraten regieren mit als Zünglein an der Waage

19 Juni 2015 von Darian Lambert

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Tomas Hegenbarth

Als die Piraten bei der Köln-Wahl 2014 erstmals den Sprung ins Rathaus geschafft haben, hätten sie sich nicht erträumt, das Zünglein an der Waage zu werden. Die Piraten holten 2,07 Prozent, das sind 8177 Stimmen. Nach der Neuauszählung des Wahlbezirks Rodenkirchen verlor Rot Grün in Köln einen Sitz und damit die Mehrheit. Die Piraten durch geschickte Verhandlungen mit Rot Grün ein gemeinsames Bündnis in Köln.

„Unsere Handschrift soll in diesem Bündnis sichtbar werden“, sagt Thomas Hegenbarth. Die Piraten wollen im Zuge des Bündnis wichtige Dinge aus Ihrem Wahlprogramm in Colonia durchsetzen: Gratis-Internet in ganz Köln, Förderung der freien Kulturszene, Fusion der Opern Köln und Bonn, um Millionen zu sparen. Und: fahrscheinfreier ÖPNV, der durch eine Abgabe aller Kölner finanziert werden soll.

Für Wirbel sorgten die Piraten, als auf ihre Initiative in der Bezirksvertretung Innenstadt die Einrichtung eines kommunalen Coffeshop mehrheitlich beschlossen wurde. Es wird also interesannt. In Köln könnte bald ein ganz neuer „Wind“ wehen.

 

 

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MINT-Netzwerk wächst weiter – 30 neue Partner aufgenommen

18 Juni 2015 von Darian Lambert


Schwerpunkt bei Grundschulen

Rheinisch-Bergischer Kreis. Das MINT-Netzwerk des Rheinisch-Bergischen Kreises wächst und gedeiht prächtig. Jetzt wurden im Kardinal-Schulte-Haus in Bergisch Gladbach-Bensberg 30 neue Partner aufgenommen. Insgesamt verfügt das Netzwerk nun über 70 Mitglieder aus Schule, Wirtschaft und vielen weiteren Institutionen. Ziel des Zusammenschlusses ist es, bei Kindern und Jugendlichen Interesse für die sogenannten MINT-Disziplinen, also die naturwissenschaftlichen Fächer, zu wecken. Besonders in diesen Bereichen zeichnet sich ein starker Mangel an Fachkräften ab. Das MINT-Netzwerk vermittelt beispielsweise Kontakte zu außerschulischen Lernorten, wie Unternehmen und Institutionen, unterstützt bei den Fahrten dorthin oder bietet Workshops für Lehrer an. In den letzten drei Jahren kamen 1.500 Schüler in den Genuss, durch das MINT-Netzwerk außerhalb des Klassenraums zu lernen. Dabei werden immer Theorie und Praxis verknüpft. Im Unterricht gelernte Dinge sollen in der Realität angewandt oder überprüft werden.  „Die MINT-Förderung ist ein wichtiger Bildungsauftrag, dessen sich der Rheinisch-Bergische Kreis gerne angenommen hat“, sagte Kreisdirektor Dr. Erik Werdel bei der Aufnahme der neuen Mitglieder. „Daher freue ich mich sehr, dass unser Netzwerk weiteren Zuwachs bekommen hat. Jetzt müssen wir die PS auch auf die Straße bekommen.“ Neu im Netzwerk sind 24 Grundschulen aus dem gesamten Kreisgebiet, zwei Sekundarschulen, eine Gesamtschule, das Unternehmen Compuserv aus Wermelskirchen, die Wupsi und der außerschulische Lernort KennenLernenUmwelt in Overath. Aus dem schulischen Bereich waren bislang nur die weiterführenden Schulen Partner. „Ich freue mich, dass jetzt so viele Grundschulen beigetreten sind“, sagte Schulrätin Uschi Resch, „die MINT-Förderung sollte so früh wie möglich beginnen.“ Als eine geeignete Maßnahme, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sieht Volker Suermann, Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft, das MINT-Netzwerk an. „In Studium und Beruf geht es darum, Probleme zu lösen“, erklärte er, daher sei es wichtig, nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch zu arbeiten. Diese Möglichkeiten eröffnen die Unternehmen den Schülern der Region. Das tun sie natürlich auch, um ihre Bekanntheit bei den Jugendlichen zu steigern. Dies trifft besonders auf Branchen zu, die sonst nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen, aber gute Berufsperspektiven bieten.
Das florierende MINT-Netzwerk ist ein weiteres Beispiel für die vielfältigen Bemühungen des Rheinisch-Bergischen Kreises im Bildungsbereich. Mit dem Bildungsnetzwerk und als Referenzkommune des Landes NRW für den koordinierten Übergang von der Schule ins Berufsleben ist der Kreis gut aufgestellt.

Die neuen Partner im MINT-Netzwerk

Grundschulen: KGS Frankenforst, GGS Bensberg, GGS Paffrath, EGS Bensberg, GGS An der Strunde, GGS Hand, GGS Heidkamp (alle Bergisch Gladbach), GGS Montanisschule (Burscheid), GGS Witzhelden (Leichlingen), GS Burg Berge, KGS Eikamp (beide Odenthal), GS Heiligenhaus, GGS Vilkerath, OGGS Immekeppel, GGS Sülztal (alle Overath), GGS Rösrath, KGS Rösrath, GGS Forsbach, GGS Hoffnungsthal (alle Rösrath), GGS Dabringshausen-Dhünn, GGS Ost, KGS St. Michael, Schwanenschule, Städtische GGS Am Haiderbach (alle Wermelskirchen). 
Weiterführende Schulen: Nelson-Mandela-Gesamtschule (Bergisch Gladbach), Sekundarschule Leichlingen, Leonardo-da-Vinci Sekundarschule (Overath).
Unternehmen: Kraftverkehr Wupper-Sieg AG (Wupsi), Compuserv (Wermelskirchen).
Außerschulischer Lernort: KennenLernenUmwelt (Overath).

Über das MINT-Netzwerk

Die Partner Bergische Wasserkompetenz Region: aqualon e.V., das Berufskolleg – Kaufmännische Schulen in Bergisch Gladbach und die Fachhochschule der Wirtschaft sind Mitglied im MINT-Netzwerk Rhein-Berg, welches in Trägerschaft des Rheinisch-Bergischen Kreises liegt. Insgesamt kommen dort 42 Partner aus Schule, Unternehmen und von außerschulischen Bildungseinrichtungen zusammen, die gemeinsam eine praxisnahe Förderung von Kompetenzen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, kurz MINT, umsetzen. Das Netzwerk ist gleichzeitig ein zdi-Zentrum. zdi steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“ und ist mit rund 2000 Partnern aus Wirtschaft, Schule und Hochschule das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses in Nordrhein-Westfalen. Jährlich nehmen rund 300.000 Schülerinnen und Schüler an den Angeboten der bereits 39 zdi-Zentren und 22 zdi-Schülerlabore teil. Koordiniert wird zdi vom Wissenschaftsministerium NRW. Weitere landesweite Partner sind unter anderem das Schulministerium, das Wirtschaftsministerium, das Arbeitsministerium und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. Weitere Informationen unter www.zdi-portal.de.

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Schüler aus Bergisch Gladbach erlebten auf :metabolon Stoffumwandlung

Schüler aus Bergisch Gladbach erlebten auf :metabolon Stoffumwandlung

15 Juni 2015 von Alfons Adler

MINT_metabolonAuf :metabolon gibt es viel zu erleben. Wie aus Bioabfall Biogas wird oder der Kompostierungsprozess funktioniert, erfuhren dort die Schüler der Klasse 5b der Nelson-Mandela-Gesamtschule – direkt vor Ort auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Leppe in Lindlar. Als Mitglied des MINT-Netzwerks Rhein-Berg kam die Bergisch Gladbacher Schule in den Genuss des kostenlosen Bustransfers an den außerschulischen Lernort des Rheinisch-Bergischen Kreises und Oberbergischen Kreises. Noch viele weitere Partner-Schulen aus dem gesamten Kreisgebiet nutzen in den nächsten Wochen und Monaten die Gelegenheit, außerhalb des Klassenzimmers zu lernen. So können neben :metabolon noch weitere spannende Ziele wie die Biologische Station Rhein-Berg in Rösrath, :aqualon in Wermelskirchen, das Naturgut Ophoven in Leverkusen und KennenLernenUmwelt in Overath angesteuert werden.

Über den Besuch freute sich Monika Lichtinghagen-Wirths, Geschäftsführerin des Bergischen Abfallwirtschaftsverbands, die den Jugendlichen einen spannenden und interessanten Tag versprach.

Nach diesem Auftakt war der Niedrigseilgarten die erste Station. Dort konnten die Bergisch Gladbacher Schüler ihr Geschick erproben. Kurz darauf ging es aber schon um die stoffliche Umwandlung von Abfall. An der Gewinnung aus Biogas durch Bioabfall oder durch den Kompostierungsprozess wurde dieses Thema erarbeitet. Die Schüler besuchten zudem verschiedene Lernstationen, bei denen es sich um Themen wie abfallvermeidendes Einkaufen, Papier als wertvollem Rohstoff oder Müllsortierung drehte. Aber auch die erneuerbaren Energien wie Wind- und Wasserkraft sowie Sonnenenergie rückten in den Mittelpunkt des Unterrichts. Zum Abschluss des Besuchs auf :metabolon ging es dann nochmal richtig ab. Die Schüler sausten in der 110 Meter langen Doppelrutsche – der längsten ihrer Art in Deutschland – ins Tal hinab.

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Hochspannung bei der "Nacht der Technik"

Hochspannung bei der „Nacht der Technik“

14 Juni 2015 von Alfons Adler

Bei der fünften „Nacht der Technik“ in Köln waren 56 teilnehmende Firmen mit von der Partie.  Erstmalig nahmen acht Unternehmen aus Bergisch Gladbach , aus den Bereichen Industrie, Mittelstand, Forschung, Handwerk und Lehre teil. Sie gaben ihren Besuchern Einblick in ihre Betriebsabläufe und ließen für einen Abend hinter die Kulissen blicken. Im Fokus dabei stand neben der Technik auch der Mensch dahinter.

Für jeden Geschmack war das passende Angebot dabei. Hochspannung wurde bei der Besichtigung der Belkaw geboten und gezeigt, wie Hochspannung – nämlich 110 Kilovolt – für unsere Haushalte passend gemacht wird. Aber auch die anderen Veranstalter konnten mit spannenden Einblicken punkten und zum Beispiel zumindest als Trickaufnahme einem Tischtennisball in viele Einzelteile zerplatzen lassen. Neben der Spannung wurde aber auch für Entspannung und Erholung gesorgt. Mit kostenlosen Getränken, Bratwurst und weiteren Snacks konnten die Teilnehmer für die nächste Etappe neue Kraft sammeln. Unser Fazit: Rundum eine gelungene Veranstaltung!

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Randale in Heidkamp -  Autos und Roller beschädigt

Randale in Heidkamp – Autos und Roller beschädigt

14 Juni 2015 von Darian Lambert

schuetzheider_weg_randaleMidnight Action in Heidkamp – mit teueren Folgen. Unbekannte haben sich am gestrigen Abend einen Spaß daraus gemacht am Schützheider Weg Autospiegel abzutreten und einen Roller umzuwerfen.

Kein Wagen war vor ihnen sicher. Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Hinweise zu den Tätern nimmt die Kreispolizei unter 02202 2050 entgegen.

 

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