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GGS An der Strunde übernimmt offiziell Bach-Patenschaft

31 Oktober 2014 von Darian Lambert

Seit rund zwei Jahren plätschert die Strunde durch den Buchmühlenpark. Schon bei der Bepflanzung des Gewässers erhielt die Stadt Hilfe von fleißigen Kinderhänden. Denn die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule An der Strunde pflanzten eifrig mit. Auch in der Folgezeit stand der Bach im Fokus der Schule. So werden Freistunden zum Hüpfen und Bewegen entlang des Wassers genutzt. Im Rahmen von Schulprojekten ist der ehemals fleißigste Bach Deutschlands ebenfalls regelmäßig Thema.

Grund genug also, um eine offizielle Patenschaft zu übernehmen. Denn der Schulname ist tatsächlich Programm. So bildet ein bunter Fisch das Schulemblem. Auch die Skulptur der sagenumworbenen Schlange Strundula schmückt den Schulhof.

Strunde wird Bestandteil des Unterrichts

Die Lehrerinnen und Lehrer möchten das Thema Strunde auch in den Unterricht integrieren. So wird jeder Jahrgang verschiedene Aspekte beleuchten. In der Klasse 1 stehen die Sage der Schlange „Strundula“ sowie der Besuch der Quelle auf dem Plan. Die Stufe 2 besucht den Bildungspartner LVR-Museum „Alte Dombach“. Die Drittklässler untersuchen die Strunde im Rahmen des Sachkundeunterrichts aus ökologischen Gesichtspunkten. Die Kinder der Stufe 4 lernen den Lyrikpfad kennen.

Die Patenschaft ist bald auch für alle Passanten im Park ersichtlich. Die Schule hat ein Schild entwerfen lassen, auf dem geschrieben steht: „Wir sind die Bachpaten – Die Kinder der GGS An der Strunde“. Zeitnah soll es in Strunde-Nähe aufgestellt werden.

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Fachtag Mehrsprachigkeit – Störfall oder Glücksfall?

30 Oktober 2014 von Darian Lambert

Fachtag-MehrsprachigkeitRheinisch-Bergischer Kreis. Sowohl in den Kindertageseinrichtungen als auch in den Schulen gibt es immer mehr Kinder die zwei- oder mehrsprachig aufwachsen. Wie man dieser Entwicklung am besten begegnet und welche Möglichkeiten und Strategien es gibt, dieses Potenzial optimal zu nutzen, damit beschäftigten sich rund 60 Fachteilnehmer aus den Bereichen Pädagogik, Schule sowie Logopädie auf dem eintägigen Fachtag des Kommunalen Integrationszentrums. Dieser stand unter dem Thema „Mehrsprachigkeit – Störfall oder Glücksfall?“
„Mehrsprachigkeit ist kein Störfall und sollte nicht negativ wahrgenommen werden“, betonte Prof. Rosemarie Tracy in ihrem Vortrag. „Damit sich Mehrsprachigkeit zum Glücksfall entwickeln kann, ist es wichtig, den Kindern möglichst früh zu vermitteln, dass es etwas Positives ist, mehrere Sprachen zu sprechen“, so die Referentin weiter. Wie dies im Alltag im täglichen Miteinander gelingen kann, veranschaulicht die interaktive Wanderausstellung „Sprich mit mir“, die von der Referentin Linda Schrey-Dern vorgestellt wurde.
Am Nachmittag konnten die Teilnehmer zwischen drei Workshops wählen. Hier ging es beispielsweise darum, wie wichtig es ist, den kulturellen Kontext der Kinder bei der Vermittlung von Sprache in der KiTa zu berücksichtigen. Auch die Sprach- und Grammatikförderung in mehrsprachigen Gruppen war ein Aspekt. „Besonders wenn man Grammatik indirekt lernt, gibt es in der deutschen Sprache einige Stolpersteine“, erklärte die Referentin Dr. Yurdakul Cakir-Dikkaya. Die beiden anderen Workshops wurden von den Referentinnen Anna Dintsioudi und Livia Daveri geleitet.

Am Ende des Tages zogen die Teilnehmer ein positives Fazit: „Die Veranstaltung hat mir einiges an theoretischem Wissen vermittelt, was ich in Zukunft in die Praxis umsetzen werde“, freute sich eine der Teilnehmerinnen. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises, www.rbk-direkt.de unter dem Stichwort Integrationsportal.

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376_2014-10-28_NaDePri_unterstuetzt_Frauenhaus_mit-_Geldspende

NaDePri unterstützt Frauenhaus mit Geldspende

29 Oktober 2014 von Darian Lambert

376_2014-10-28_NaDePri_unterstuetzt_Frauenhaus_mit-_Geldspende„Seit über 30 Jahren unterstützen wir soziale Einrichtungen in Bergisch Gladbach und in diesem Jahr erhält das Frauenhaus 500 Euro“  berichtet NaDePri-Präsident Dieter Gier. Immer am Karnevalsdienstag kommen im Brauhaus Am Bock rund 20 bis 30 Personen aus den verschiedensten Bergisch Gladbacher Karnevalsgesellschaften zusammen, klönen, feiern und sammeln Spenden für wohltätige Zwecke. Und daher kommt auch der Namen für den nicht eingetragenen Verein: NaDePri steht für „Nach dem Prinzenessen“.  Der Erlös der Spendenaktion bei der „Dienstags-Sitzung“ für die Session 2013/2014 kommt dem Bergisch Gladbacher Frauenhaus zu Gute.

Die Leiterin des Frauenhauses, Gerda Gehlen, nahm das Geld gerne in Empfang: „Ich finde es toll, dass wir diese Unterstützung erfahren. Es hilft uns, unsere langjährige Arbeit weiter in den Fokus der Gesellschaft zu rücken.“

Insgesamt rund 30.000 Euro wurden seit 1983 von NaDePri gespendet:
Ob ein Zuschuss fürs neue Klavier an der Gemeinschaftsgrundschule in Paffrath, die Anschaffung eines der ersten Betten für Schwerbehinderte am Marienkrankenhaus, die Unterstützung der Arbeit der Verkehrswacht und der Behindertenwerkstatt oder auch Zuschüsse für Kostüme der zahlreichen Kindertanzgruppen – die Geldspenden unterstützen seit 1983 immer einen sozialen oder gemeinnützigen Zweck.

Die Höhe der Zuwendung variiert zwischen 500 und 2.000 Euro. „Es hängt davon ab, wie viele Karnevalisten an der Dienstags-Sitzung teilnehmen“, erläuterte Dieter Gier. Früher trafen sich bis zu 50 NaDePri-Mitglieder, in diesem Jahr waren es rund 25. NaDePri-Schatzmeister Peter Esser beschrieb beim Pressetermin das Treffen zum Ende der Karnevalstage so: „Wir haben viel Spaß, lachen singen und trinken auch das ein oder andere Kölsch. Mit Dieter Gier zusammen rufe ich dann auch zum Spendensammeln auf. Es ist schön, auf diese Weise Gutes tun zu können.“

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Erster Spatenstich für die Radstation Bergisch Gladbach

28 Oktober 2014 von Darian Lambert

Radstation: Mit Rückenwind in die Bauphase

Die Räder rollen bald für den Bau der Radstation am S-Bahnhof: Nachdem ein Betreiber gefunden, die Baugenehmigung ausgestellt und die Aufträge erteilt sind, hat das Projekt nun den nötigen „Rückenwind“, um in die entscheidende Phase der Errichtung zu gehen. Die Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach mbH (SVB) als Bauherrin hat den ersten Spatenstich gefeiert.
256 Stellplätze, eine Werkstatt für Pflege und Reparaturen und ein Verleihservice sorgen nach Fertigstellung für eine Rundumversorgung in der Stadtmitte in Sachen Fahrrad. Mindestens 50 Stunden in der Woche – auch am Wochenende – ist die Station besetzt, so hat die SVB es mit dem Betreiber, dem Fahrradnetzwerk Köln e.V., vereinbart. In den übrigen Zeiten können Zweiräder per Ticket aus dem Automaten oder für Dauerkundschaft mit einer Chipkarte eingestellt werden, so dass rund um die Uhr Zugang und Abholung möglich sind.

Neue „Mobile Mitte GL“

Flankierend zur Dienstleistung rund um das Fahrrad werden zusätzliche Angebote gemeinsam mit der fußläufigen Anbindung an Bus und S-Bahn für eine echte Rundum-Versorgung in Sachen Mobilität sorgen: So wollen auch die Bergisch Gladbacher Car-Sharing-Anbieter FlexiCar (Wupsi) und Ford Müller hier andocken. Die BELKAW hat zugesagt, eine Ladestation für E-Bikes einzurichten; perspektivisch sollen auch E-Mobile auftanken können, insbesondere im Falle der Bereitstellung von Carsharing-Fahrzeugen auf Elektrobasis. Als äußeres Zeichen zukunftsorientierter Technik werden Photovoltaik-Module auf dem Dach der Radstation angebracht. Last not least wird ein Anlauf- und Informationspunkt den guten Überblick über umweltfreundliche Mobilität in Stadt und Region ermöglichen, inklusive Tourismus- und Nahverkehrsangeboten. Damit erhält Bergisch Gladbach auch für Radler, die samstags oder sonntags eine Tour ins Grüne machen wollen, eine ganz neue Qualität und Attraktivität als Ziel oder Ausgangspunkt für Exkursionen ins Umland. Als Ergebnis präsentiert sich also künftig rund um S- und Busbahnhof ein Verkehrsknotenpunkt von höchster Komplexität: die „Mobile Mitte GL“.

Der Vertragspartner des SVB, der Kölner Fahrrad-Netzwerk e.V., verspricht aufgrund seiner Struktur sowie der bestehenden engen Beziehungen zum Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) einen langfristigen, wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb. Der Betreibervertrag wurde zunächst über eine Laufzeit von 12 Jahren ausgehandelt. Nicht nur Verwahrung und Service, auch Unterhaltung und Reinigung des Grundstücks übernimmt das Fahrradnetzwerk. Eigentümerin von Grundstück und Aufbauten bleibt weiterhin die SVB. Das Land Nordrhein-Westfalen hat per Förderbescheid zugesagt, 332.000 Euro als Landeszuschuss zum Bau zur Verfügung zu stellen. Die SVB rechnet mit Gesamtkosten für Grunderwerb und Baumaßnahme in Höhe von 700.000 Euro.

Die Errichtung der Radstation soll in den kommenden Monaten zügig vorangetrieben werden, so dass im Frühjahr der Betrieb eröffnet werden kann. Beteiligt am Bau sind das Architekturbüro Voigtländer als Entwurfsverfasser und Bauleitung sowie die Baufirmen Strünker und Ludwig Krämer aus Bergisch Gladbach als ausführende Unternehmen.

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Brandanschlag auf Auto von Politiker (Die Linke)

27 Oktober 2014 von Darian Lambert

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Archivfoto: Feuerwehr Bergisch Gladbach

Zwei Monate altes Auto von Rainer Dlugosch brannte lichterloh

In der Nacht zum Sonntag den 19.10.2014 ereigneten sich im ruhigen Refrath Szenen, die man eigentlich nur aus einem Thriller kennt. Wie Anwohner berichteten, fuhr um circa 3 Uhr nachts ein PKW in die Straße „Im Hilgersfeld“ ein, der in der Nähe des neuen SUV – Fahrzeuges von Rainer Dlugosch, Rechtsanwalt und Sachkundiger Bürger der Bergisch Gladbacher Fraktion „Die Linke“, parkte. Daraufhin habe es mehrmals „dumpf geknallt“ berichtet eine Familie, welche in der Nähe des Tatort wohnt. Das Auto mit dem vermutlichen Täter entfernte sich wieder, während das Fahrzeug von Rainer Dlugosch lichterloh brannte. Der vor dem Haus von Dlugosch geparkte, brennende Wagen, schreckte die gesamte schlafende Nachbarschaft auf.

Um 3:37 Uhr waren zwei Fahrzeuge der Feuerwache Bensberg vor Ort. Die Einsatzkräfte konnten unter Einsatz eines Schaumrohrs den Brand löschen. Die Polizei Bergisch Gladbach stellte Brandstiftung als Ursache fest. Um 4:30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Es enstand jedoch erheblicher Sachschaden, ein Totalschaden des Fahrzeugs.

Die Polizei Bergisch Gladbach bittet bei den Ermittlungen um Ihre Mithilfe. Zeugen des Vorfalls melden sich bitte bei der Wache Bergisch Gladbach persönlich oder unter der Telefonnummer 02202 / 2050.

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Handfester Streit am frühen Morgen

27 Oktober 2014 von Darian Lambert

polizeieinsatzZwei Jahren langen waren die jungen Leute ein Paar. Doch gestern Morgen (26.10.2014) kam es gegen 09.00 Uhr zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen ihnen. Die 23-Jährige hatte vermutet, dass ihr Freund sie betrügt und zur Rede gestellt. Im Laufe der folgenden verbalen Streitigkeiten änderte sich plötzlich die Stimmung des 26-Jährigen. Er wurde aggressiv, schlug und würgte seine junge Freundin und schubste sie durch die Wohnung. Die junge Frau versuchte sich zu wehren, verletzte den 26-Jährigen auch dabei leicht, doch der ließ erst nach einer Weile von ihr ab und verließ die Wohnung der 23-Jährigen.

Sie erstattete Strafanzeige wegen Körperverletzung.

Da beide Personen getrennte Wohnungen haben wurde von weiteren Maßnahmen vorerst abgesehen.

 

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Pianist zeigt Zivilcourage auf Hooligan-Demo in Köln

27 Oktober 2014 von Dirk Sonntag

Hierüber finden sich kaum Worte – aber es gibt ein wenig Hoffnung. Köln zeigt mit diesem Künstler am Sonntag, den 26. Oktober, bei den Hooligan-Ausschreitungen sein Herz.

 

Das Wespennetz Pianist Hooligan Demo Köln Zur facebook-Seite und zum Video auf das Bild klicken

Davide Martello Foto: Harry Horstmann CC3.0

Davide Martello Foto: Harry Horstmann CC3.0

Davide Martello ist ein deutscher Klavierspieler mit italienischen Wurzeln, der
als Straßenmusiker tätig ist. Seit 2011 reist er mit einem selbst umgebauten Flügel um die Welt und spielt auf Plätzen seine Eigenkompositionen. Den Flügel transportiert er in einem Anhänger und kann ihn mit einer Seilwinde ein- und ausladen. Musik gegen Unverstand – am Sonntag auch in Köln. Für seinen Hinweis hat Das Wespennetz ein Like-it verdient.

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Villa Zanders: 40 Jahre Deutsch-Russische Gesellschaft Rhein/Ruhr

26 Oktober 2014 von Dirk Sonntag

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Walborg Schröder freut sich über das 40 jährige Jubiläum

In der Villa Zanders feierte am Sonntag, den 26.10.2014, die Deutsch-Russische Gesellschaft Rhein/Ruhr e.V. ihr 40jähriges Bestehen. Diese Gesellschaft hat ihren Ursprung in Bergisch Gladbach, worauf die Vorsitzende Walborg Schröder sehr stolz ist. Hervorstechend war die Rede des russischen stellvertretenden Generalkonsul aus Bonn, Vladimir Pyatin. Eindringlich warnte er, dass die Ukraine der EU Hunderte von Milliarden Euro kosten wird und äußerte Unverständnis, warum die bilateren, insbesondere wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland mutwillig von der deutschen Regierung aufs Spiel gesetzt würden. Er ging weiter auf die Ukraine-Krise ein, über die schon Gabriele Krone-Schmalz, ehemalige Korrespondentin im ARD-Studio Moskau, in einer NDR-Sendung (0:17min) sagte: „Die Medien hätten zu einem frühen Zeitpunkt wissen und auch verkünden müssen, dass ein EU-Assoziierungsabkommen die Ukraine zerreißt.“

6000 deutsche Firmen sind in Russland tätig, in Deutschland sind es 1000 russische Firmen. Trotzdem seien von deutscher Seite aus die bilateralen Kontakte auf Regierungsebene abgebrochen worden – so Pyatin. Begründung: Die Ukraine-Krise. Der im Jahr 2001 von Gerhard Schröder initiierte „Petersburger Dialog“ findet nicht mehr statt, das nächste Treffen in Sotschi am 30. Oktober ist von der Bundesregierung abgesagt worden. Sogar auf lokaler Ebene schlägt die einseitige Medienberichterstattung gegen Russland zu Buche. So soll in Wuppertal die Einweihung des restaurierten Drei-Kaiser-Denkmals von der Stadtverwaltung abgesagt worden sein. Die Renovierungskosten von  80.000 Euro hatten Gazprom, Wingas und das deutsch-russische Kulturzentrum Applaus übernommen.

Mit einem Beitrag der SchülerInnen der Bertha-von-Suttner-Gesamtschule, die von ihrem Besuch der Partnerschule in Moskau berichteten, und einem Austausch der Teilnehmer endete die Veranstaltung in freundlicher Atmosphäre.

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Unfall in der Chemie AG

26 Oktober 2014 von Darian Lambert

Einsatzübung des Löschzuges Paffrath/Hand und der Einsatzeinheit 02 des Deutschen Roten Kreuzes Rhein. Berg. Kreis

Am Donnerstag, den 23.10.2014 fand am Abend in der Integrierten Gesamtschule Paffrath eine gemeinsame Einsatzübung des Löschzuges Paffrath/Hand und der Einsatzeinheit 02 des Deutschen Roten Kreuzes Rhein. Berg. Kreis, aus Bergisch Gladbach statt. 
Ziel dieser Übung bestand zum einen in der Erprobung der Zusammenarbeit von Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz bei besonderen Schadenslagen, sowie der Übung der eigenen taktischen und technischen Vorgehensweisen.  Alle Beteiligten, mit Ausnahme der Übungsleitung, wussten vorher nicht, um welches Szenario es sich dabei handeln sollte:

Eine Chemie-AG der Gesamtschule befindet sich außerhalb der regulären Schulzeit in der Vorbereitung für den Wettbewerb „Jugend forscht“ und macht Versuche mit Schwarzpulver. Durch unsachgemäßen Umgang kommt es plötzlich zu einer Explosion, wodurch zahlreiche Schüler verletzt werden.

Die Brandmeldeanlage der Schule löst aus und leitet die Meldung direkt zur Kreisleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises weiter. Außerdem folgen zahlreiche Anrufe aus der Schule und der Nachbarschaft  über den Notruf 112 mit dem Hinweis auf einen lauten Knall im Bereich der Gesamtschule.

Da zu diesem Zeitpunkt die Feuerwehr Bergisch Gladbach mit seinen hauptamtlichen Kräften und weiteren ehrenamtlichen Einheiten sowie allen Rettungswagen bereits in einem Großeinsatz gebunden ist, befindet sich der Löschzug Paffrath/Hand sowie die Einsatzeinheit 02 des DRK zur Sicherung des Grundschutzes auf der Feuerwache Nord. 

Über die Rundsprechanlage und Funkmeldeempfänger wird der Löschzug Paffrath/Hand unter der Leitung von Zugführer Ingo Luszczyk mit dem Stichwort „Alarmauslösung Melder 6, Integrierte Gesamtschule Paffrath, Menschenleben in Gefahr“ alarmiert und rückt mit 3 Löschfahrzeugen und einem Mannschaftswagen mit insgesamt 28 Einsatzkräften aus. Das DRK rückt unter der Leitung von Zugführer Michael Groß mit 15 Einsatzkräften aus.

Vor Ort wird der Einsatzleiter von einer in Tränen aufgelösten Lehrerin darüber informiert, dass es im naturwissenschaftlichen Bereich bei einem Versuch eine Explosion gegeben hat und mind. 12 Schüler dabei verletzt wurden. Außerdem kam es zu einer starken Verrauchung im gesamten Gebäudeteil. 2 Schüler sollen sich noch in dem Chemieraum befinden.

Unter der Aufsicht der Übungsleitung von Ralf Martini, ehrenamtlichem Zugführer des Löschzuges Paffrath/Hand und seiner Frau Karin Martini, die ebenfalls ehrenamtlich als Gruppenführerin der Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst des DRK EE 02 tätig ist, bestand nun die Aufgabe des Einsatzleiters der Feuerwehr, die Lage zu erkunden und die Gefahrenschwerpunkte festzulegen. Durch die Schnelleinsatzgruppe des DRK wurde mit Unterstützung der Gruppe Technik und Sicherheit der EE02 eine sogenannte Verletztenablage eingerichtet. Hier entschied sich Zugführer Michael Groß für das Forum der Gesamtschule.

Einsatzleiter Ingo Luszczyk entschied sich aufgrund der unübersichtlichen Lage und der zahlreich zu erwartenden Verletzten für den Einsatzschwerpunkt „Menschenrettung“. 10 leicht bis mittelschwer verletzte Schüler befanden sich zwar außerhalb der Klasse, jedoch immer noch in den verrauchten Flurtrakt.

Die Menschenrettung der vermissten Kinder wurde durch drei Trupps unter schwerem Atemschutz eingeleitet, wobei gleichzeitig für die ggf. erforderliche Brandbekämpfung ein Strahlrohr mitgeführt wurde. Unter erschwerten Bedingungen musste sich die vorgehenden Trupps den beschriebenen Weg in den betroffenen Bereich ertasten und dabei permanent die Örtlichkeit nach Personen absuchen. Aufgrund der Dunkelheit im Gebäude war dies eine besondere Herausforderung. Auf dem Flur lagen bereits zahlreiche verletzte Kinder, deren Verletzungsmuster anhand von schriftlichen Hinweisen  beschrieben wurden. Über Funk wurde das Auffinden der Personen dem Einsatzleiter gemeldet und diese mussten nun zügig aus dem Gefahrenbereich geschafft werden, der immer noch stark verraucht war. Die Suche nach den zwei vermissten Kindern in dem Chemieraum gestaltete sich als äußerst schwierig und zeitaufwendig. Daher kamen noch zusätzliche Atemschutztrupps zum Einsatz. 
Die Verletzten wurden an einer festgelegten Stelle außerhalb des Gefahrenbereiches an die Betreuungseinheit des DRK übergeben und zu der bereits eingerichteten Verletztenablage gebracht. Dort wurden alle unmittelbar Betroffenen  nach dem Schweregrad ihrer Verletzungen eingeteilt, wobei 2 bewusstlosen Kinder dabei an erster Stelle der Behandlungsbedürftigkeit standen. Die Verletzungsmuster der übrigen Kinder reichten von einem Schock mit Knalltrauma bis hin zu Verbrennungen und Knochenbrüchen. Ein Notarzt, der ebenfalls zur Schnelleinsatzgruppe gehört, übernahm mit Unterstützung des Sanitätsdienstes die Erstversorgung der Patienten und die Koordination des Transportes in die umliegenden Krankenhäuser. Die nicht verletzten, aber unter Schock stehenden Schülerinnen und Schüler wurden durch die Betreuungseinheit des DRK versorgt.

Alle verletzten Kinder wurden im Übrigen von Mitgliedern des Jugendrotkreuz und der Jugendfeuerwehr gemimt und spielten ihre Rolle wirklich gut.
Die Übung hat gezeigt, wie wichtig es ist, solche Einsatzlagen regelmäßig zu trainieren. Besonders bei einem „Massenanfall von Verletzten“, wie der Fachbergriff  heißt, kommt die Feuerwehr mit ihren Rettungsmitteln schnell an ihre Grenzen. Hier kann jedoch auf eine gut vorbereitete Struktur und schnelle Einsatzbereitschaft des Roten Kreuzes zurückgegriffen werden.

Die Übung hat alle Beteiligten sehr herausgefordert, aber auch viel Spaß gemacht. Deutlich wurde auch, woran man in Zukunft noch arbeiten muss, um für den Ernstfall noch besser vorbereitet zu sein. Aus Fehlern lernt man erfahrungsgemäß am Meisten – und besser bei einer Übung, als im realen Fall.

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Zwei Verletzte nach Schlägerei am OHG Bensberg

24 Oktober 2014 von Darian Lambert

polizeieinsatzSchon seit längerem gab es Streit zwischen zwei 15-jährigen Schülern einer Schule an der Saaler Mühle. Gestern (23.10.2014) kam es gegen 13.30 Uhr zunächst wieder zu einer verbalen Auseinandersetzung der beiden. Doch schnell entwickelte sich daraus ein handfester Streit. Sie schlugen sich und gingen erst auseinander, als sie von anderen Schülern getrennt wurden.

Beide kündigten gegenseitig an, dass sie den Streit nach der Schule weiter austragen wollten.Dazu holte sich jeder Verstärkung. Einer ließ Vater und Bruder kommen, der andere zwei Freunde. Sofort gingen alle Parteien aufeinander los. Auch unbeteiligte Schüler gerieten in diese Auseinandersetzung und bekamen Schläge ab. Zwei Schüler (14 und 16 Jahre alt) verletzen sich dabei und mussten zur Wundversorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Erst durch zwei Lehrer der Schule konnten die Streitenden endgültig getrennt werden. Daraufhin verließen sie das Schulgelände.

Durch einen Zeugen wurde die Polizei informiert.

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