Archiv | Politik

Videomitschnitt: Bernd Lucke (AfD) spricht im Bergischen Löwen

06 September 2013 von Darian Lambert

Lucke, Professor für Makroökonomie an der Universität Hamburg, sprach  nicht ausschließlich zum Thema Euro, er nahm auch Stellung zu außenpolitischen Themen. Einsätze der Bundeswehr außerhalb des NATO-Gebietes lehnt er ab, das Geld solle man besser für mehr Personal in der Polizei verwenden. Die Polizei in Bergisch Gladbach war am Mittwochabend mit mehreren Streifenwagen und Diensthunden Präsenz vor dem Löwen.

Inzwischen konnte GL Aktuell recherchieren, dass auch in den Reihen der AfD im Rheinsch Bergischen Kreis, zwei Mitglieder entdeckt wurden mit vermeidlich rechter Gesinnung. Nach Angaben von Torsten Jungblut (Wahlkampfmanager der AfD) wurden die beiden betreffenden Personen bereits von der Partei ausgeschlossen. In der Alternative für Deutschland (AfD) mehren sich laut einem aktuellen Bericht des Magazins Spiegel offenbar Stimmen, die fordern, dass der Bundesvorstand noch vor der Bundestagswahl entschiedener gegen rechte Umtriebe in den eigenen Reihen vorgehen müsse. Der Hamburger AfD-Sprecher Jörn Kruse wird mit den Worten zitiert: „Es lässt sich leider nicht leugnen, dass sich in mehreren Ländern systematisch rechte Gruppen formieren, die auf Inhalte und Image unserer Partei Einfluss nehmen wollen.“ Im Verhältnis zu 16.000 AfD-Mitgliedern sei die Zahl rechter Agitatoren zwar sehr klein, diese seien dafür aber „gut vernetzt und sehr aktiv“.

Die AfD versteht sich selbst als Partei der bürgerlichen Mitte. Sie möchte eine Alternative vor allem zu CDU und FDP darstellen. Gleichzeitig möchte Sie aber mit CDU und FDP koalieren um eine Rot / Grüne Regierung zu verhindern.

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#StopWatchingUs große Demonstration in Köln 31.08.2013

03 September 2013 von Darian Lambert

Zum Monatsende, am letzten Wochenende, 3 Wochen vor den Bundestagswahlen, gingen abertausende Bürger in Deutschland wegen der immer noch ungeklärtenn NSA-Affäre, die mittlerweile in der 10ten Woche geht, auf die Strassen.

Auch hier in Köln, auf der Domplatte, hatte das bundesweite Bündnis #StopWatchingUs zu einer Kundgebung eingeladen. Mehr als 200 empörte Bürger nahmen daran trotz des veregneten Wetters teil. Diese friedliche Kundgebung, die mit nicht nur mit Rednern, sondern auch mit musikalischen Beiträgen, wie das kölner Duo Anyway unterstütz wurden, wurde schon zuvor von anderen Kundgebungen angekündigt. Sei es der 27. August (Frankfurt, Heidelberg, Berlin, Celle, Köln, Hannover, Münster, Ulm, Saarbrücken, Ingoldstadt, Kassel, Leipzig, Hamburg, Magdeburg, München, Regensburg, Würzburg), bei der auch mal die etablierte Partei die Grünen, mit an dem breiten gesellschaftlichen Bündnis teilnahmen. Sondern auch eine Kundgebung, in einer der konservativsten Städten Deutschlands, vor dem Rathaus in Bergisch Gladbach, auf dem Konrad Adenauer Platz. Grund war der Undercover-Besuch des Bundesinnenminister Friedlich, um sich ins goldene Buch der Stadt zu verewigen. Nur 48 Stunden zuvor wurde der Besuch der Stadt mitgeteilt. Dennoch schlug es fehl den Besuch zu verheimlichen. Die Demonstranten fordern den Stopp der Überwachung, sowie die Bürger unverzüglich über das gesamte Ausmaß und die rechtlichen Grundlage der Überwachung zu informieren: Klartext, für Transparents in der NSA-Affäre zu sorgen.

Bei dieser Kundgebung waren nicht nur die kölner Piraten und Occupy Cologne, sondern auch Stadtrat-Mitglieder der Linken aktiv. Obwohl sich der Lautstärkepegel in Grenzen hielt, verschwand Friedrich nach seiner Eintragung ins goldene Buch, schnell zu einem Informationsgespräch in der dortigen Volkshochschule.

Friedrich sagt, Wir werden nicht ausspioniert. Seehofer antwortet, die NSA-Affäre ist nicht ausreichend geklärt. Die „unaufgeklärte“ Kanzlerin teilte beim letzten Kandidatenduell mit, sie hält die Ausspähung deutscher Daten für möglich. Zumal die Bundesregierung die Bürger weiter im Unklaren lässt, werden weitere, möglichweise europaweite Kundgebungen folgen.

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Lucke (AfD) kommt nach Bergisch Gladbach

02 September 2013 von Darian Lambert

Bundesvorsitzender der Alternative für Deutschland spricht am 4. September um 19.30 Uhr im „Bergischen Löwen“

Prof. Dr. Bernd Lucke, Mitbegründer und Sprecher der neuen Partei Alternative für Deutschland (AfD) kommt am Mittwoch, 4. September 2013, nach Bergisch Gladbach. Auf Einladung des Rheinisch-Bergischen Kreisverbandes und des Stadtverbandes Köln der AfD spricht Prof. Lucke am Abend um 19.30 Uhr im Bürgerhaus „Bergischer Löwe“ zu dem Thema „Wege aus der Krise – damit Europa nicht am Euro scheitert“.

Während Lucke für seine AfD um Stimmen ringt berichtet der Spiegel über eine Unterwanderung der AfD durch Rechtspolulisten. Ebenfalls bedenklich: Es fallen in der Bundestagswahl banalpopulitische Slogans einiger AfD-Wahlplake auf wie: „Die Kosten der Energiewende entnehmen Sie Ihrer Stromrechnung.“

Die Alternative für Deutschland sieht die Bundesrepublik in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Die Einführung des Euro, wie er aktuell definiert ist, hat sich als Fehlentscheidung erwiesen, die den Wohlstand und den Frieden in Europa bedroht. DIE PARTEI, sowie auch die Linkspartei warnen bereits seit mehreren Monaten vor der AfD. Und tatsächlich: Ehemalige Mitglieder der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ wechseln nach SPIEGEL-Informationen zur Anti-Euro-Partei AfD. Erste Landesverbände sind alarmiert, doch Parteichef Lucke beunruhigt das wenig. Auch Martin Haase, Bundestagskandidat für die AfD in Bergisch Gladbach sieht seine Partei nicht als Auffangbecken für Rechte. Gegenüber GL Aktuell erklärte er, dass Ihm keine Mitglieder der AfD mit rechter Gesinnung in Bergisch Gladbach bekannt seien. Einen ähnlichen Fall gab es unlängst bei den Piraten, welche auch ehemalige Mitglieder rechter Parteien unter sich wiederfanden. Es kam sogar zu einem der berühmten „Shitstorms“ auf Marina Weisband, der damaligen politischen Geschäftsführerin der Piraten.

Wer sich seine eigene Meinung bilden möchte von der neuen Partei, der kann am Mittwoch im Bergischen Löwen sich ein Bild von ihr machen.

 

Veranstaltungsinformation

Wann: Mittwoch, 4. September 2013
Wo:     Bürgerhaus „Bergischer Löwe“, Konrad-Adenauer-Platz 3, 51465 Bergisch Gladbach
Zeit:     Beginn 19.30 Uhr – Einlass ab 18 Uhr

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei.

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Demo gegen Innenminister Friedrich: Protest in Bergisch Gladbach

15 August 2013 von Darian Lambert

Der Protest formiert sich – langsam aber beständig

demo-prismBundesweit demonstrieren Tausende gegen Prism. Der Skandal geht in die achte Wochen-Runde. Am heutigen Donnerstag fand eine Demonstration gegen die ausufernde Geheimdienst-Überwachung statt. Bundesweit finden unter dem gemeinsamen Motto „#StopWatchingUs“ Straßendemonstrationen statt, um gegen Späh-Programme wie „Prism“ von der NSA und „Tempora“ vom britischen Geheimdienst GCHQ zu protestieren. Bürger der Stadt Bergisch Gladbach und der Occupy-Bewegung hatten zu der Kundgebung vor dem Bergisch Gladbach Rathaus aufgerufen. Die Bewegung richtet sich gezielt gegen Missstände. Sie wirft Friedrich zu wenig Transparenz in der NSA-Spähaffäre und auch in der NSU-Affäre vor.

„Der in die Kritik geratene Minister Friedrich kündigte sich erst 48 Stunden vor seinem Besuch in Bergisch Gladbach  an. So wollte man wahrscheinlich verhindern, dass sich Protest formieren kann. Dies ist allerdings nicht gelungen. Wir haben sofort mobil gemacht und es ist uns gelungen ein Zeichen zu setzten, mit einer kleinen Demonstration.“ – berichtet Frank Samirae, ein Bergisch Gladbacher Unternehmer aus der IT-Branche. „Es kann nicht sein, dass in großem Stil die Bürger ganz legal ausspioniert werden, das gilt übrigens auch für die Deutsche Wirtschaft. Hier wird gezielt Wirtschaftsspionage betrieben. Hinzu kommt noch eine skandalöse US-Patentstrategie im Softwarebereich, welche unsere Unternehmen Jahr für Jahr Milliarden an Mehrkosten verursacht. Da der Innenminister mit der Lage nicht fertig wird oder fertig werden will, wurde übrigens auch Wolfgang Bosbach mit dieser Sache nun betraut. Ich kann nur hoffen, dass er begreift, dass es wirklich ernst ist.“ – so Samirae weiter.

Bereits letzten Monat haben sich mehrere Protestbündnisse organisiert. Das Projekt „Stop Surveillance“ wurde vom Bürgerrechtsverein Digitale Gesellschaft mittels eines offenen Briefs initiiert, in dem sich die Unterzeichnenden „gegen jede Form anlassloser und unverhältnismäßiger Überwachung“ aussprechen. Der offene Brief dient auch als eine Art Petition, kann also von jedem unterschrieben werden. Zu den ersten Unterzeichnern zählen neben Personen wie dem Internetaktivisten Jacob Appelbaum, zahlreiche Organisationen wie die Electronic Frontier Foundation und die deutschen Verbraucherschutz-Verbände.

„Wir fordern gegen Überwachungstechnologien gesetzliche Regelungen und Kontrollmechanismen, denn nur diese schützen die Bürger. Wir wollen ein klares Bekenntnis zur Privatsphäre und einen starken Datenschutz.“ – kommentiert Wilfried Obst von Occupy Cologne und führt aus: „Es war allen Beteiligten und auch der Polizei klar, dass wir so kurzfristig nicht mehrere hundert Menschen mobilisieren können. Dennoch ist es wichtig zu zeigen, dass es so nicht weiter geht.“

Die Demonstation verlief wie geplant ruhig und friedlich. Es kamen Basismitglieder der Kölner Piratenpartei, der Bergisch Gladbacher Linken, der Occupy Bewegung sowie einige parteilose Bürger. „Wenn der Innenminister die Deutsche Wirtschaft und die Bürger nicht vor Spionage schützen will, oder mangels Sachverstand nicht kann, so möge er zurücktreten. Im Zweifel helfen wir Ihm beim Rücktritt.“ – schließt Frank Samirae.

 Fotos: Peter Klahm & Frank Samirae

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#‎StopWatchingUs‬ Demonstration in Bergisch Gladbach

14 August 2013 von Darian Lambert

stopwatchingus#‎StopWatchingUs‬: Demonstration in Bergisch Gladbach, Donnerstag den 15. August 2013, 14.00 – 16.00 Uhr. Konrad-Adenauer Platz. Die polizeilich angemeldete Demo will nicht nur ein Zeichen gegen ‪#‎PRISM‬, ‪#‎Tempora‬, Utah Data Center und Co. setzen, sondern auch ein Zeichen gegen die Ausweitungen der Überwachung in Deutschland. Innenminister Hans-Peter Friedrich trägt dafür die Verantwortung. Die Geheimdienste und Spionage-Unternehmen greifen auf unsere Mails, Chats, Privatnachrichten, auf Kaufverträge im Internet, Passwörter, Telefongespräche und vieles mehr zu. Über unsere Daten können wir so nicht mehr selbst bestimmen. Meinungsfreiheit und Privatsphäre sind bedroht. Dagegen wollen wir protestieren: Stop watching us!

Wir fordern gegen Überwachungstechnologien gesetzliche Regelungen und Kontrollmechanismen, denn nur diese schützen die Bürger. Wir wollen ein klares Bekenntnis zur Privatsphäre und einen starken Datenschutz. Geh mit uns am 15. August vor dem Rathaus demonstrieren auf auf dem Konrad Adenauer Platz und fordere ein Ende der Überwachung!

Link zur Veranstaltungsseite:
https://www.facebook.com/events/509350909134679/?context=create

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Innenminister Friedrich besucht Bergisch Gladbach

13 August 2013 von Darian Lambert

Der NSA freundliche Innenminister Friedrich holt Bergisch Gladbach-Besuch nach

Der am 16. Juli ausgefallene Besuch von Hans-Peter Friedrich in Bergisch Gladbach wird nun nachgeholt. Der noch amtierende Bundesinnenminister hat sich für Donnerstag, den 15. August um 14:30 Uhr im Rathaus Stadtmitte angesagt. Er wird dort von Vizebürgermeister Josef Willnecker und dem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach begrüßt; er trägt sich im Ratssaal ins Goldene Buch der Stadt ein. Hiergegen haben die Gladbacher Bürger sowie die Piratenpartei bereits Protest eingelegt. Anschließend steht ein Informationsgespräch bei der Volkshochschule auf dem Programm.

Der Besuch wurde von Wolfgang Bosbach vermittelt; im Juli hatte der Bundesminister wegen dringender Termine in Berlin die Bergisch Gladbacher Stippvisite kurzfristig absagen müssen. Die Vertreterinnen und Vertreter sind herzlich eingeladen, beim Eintrag ins Goldene Buch ein Foto zu schießen und darüber zu berichten.

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Integrationsrat bietet Führung in Kölner Großmoschee an

25 Juli 2013 von Darian Lambert

Am Samstag, dem 7. September 2013 um 12.00 Uhr haben die Bergisch Gladbacher Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, an einer Führung durch die neue Kölner Großmoschee teilzunehmen. Angeboten wird der Termin vom Integrationsrat der Stadt Bergisch Gladbach. Wer Interesse am geführten Besuch dieses außergewöhnlichen Bauwerks hat, wird gebeten, sich bei der Geschäftsführerin des Integrationsrates anzumelden: Martina Siebenmorgen, Telefon 02202 142361. Als Obolus für die Führung werden 5 Euro Spende erwartet.

Die Moschee befindet sich an der Kreuzung Innere Kanalstraße/Venloer Straße im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Die nächste Haltestelle der Kölner Verkehrsbetriebe heißt Piusstraße und ist mit den U-Bahn-Linien 3 und 4 vom Deutzer Bahnhof aus zu erreichen.

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Zielvereinbarung – Abbau von Barrieren

24 Juli 2013 von Darian Lambert

Einstimmig hat der Rat der Stadt Bergisch Gladbach in seiner Sitzung am 18. Juli 2013 die zweite „Zielvereinbarung nach § 5 Behindertengleichstellungsgesetz NRW“ beschlossen. Es geht um die Fortführung der guten Zusammenarbeit zwischen dem Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung und der Stadtverwaltung in Sachen Barrierefreiheit. Mit eingebunden sind auch die Behindertenorganisationen in der Stadt. Die Geltungsdauer der neuen Zielvereinbarung ist für den Zeitraum bis zum 31.12.2018 vorgesehen. Thematisch dreht sie sich in erster Linie um die Kommunikation zwischen Menschen mit Behinderung und städtischen Stellen und um die Zugänglichkeit der städtischen Gebäude, insbesondere der Verwaltungs- und Sportgebäude.

Am Mittwoch, dem 24. Juli wurde die Urkunde unterzeichnet. Mit den Unterschriften der Vorsitzenden und eines weiteren Mitglieds des Ausschusses für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Claudia Breuer-Piske und Barbara Gritschneder, sowie der städtischen Behindertenbeauftragten Hildegard Allelein und Stadtbaurat Stephan Schmickler ist die Vereinbarung nun rechtsverbindlich.

Der Inhalt der Zielvereinbarung

Drei große Themenbereiche umfasst die Zielvereinbarung: Im Kapitel „Kommunikation“ geht es um die Teilnahme an Rats-, Ausschuss- und Beiratssitzungen sowie Aufsichtsgremien städtischer Gesellschaften. Diese Sitzungen sollen laut Zielvereinbarung in der Regel im Ratssaal Bensberg stattfinden, der mit einer Kommunikationsanlage (Kopfhörer) ausgestattet ist. Bei Bedarf stellt die Stadt einen Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung. Die Vereinbarungen zum Thema „Akten, Dokumente, Verwaltungsverfahren“ umfassen die Bereitstellung von Schriftstücken bei Bedarf in Braille- oder Großdruck bzw. als elektronische Medien. Außerdem können Bürgerinnen und Bürger mit Hör- oder Sprachbehinderung bei Bedarf Kommunikationshilfen in Gebärdensprache anfordern, wenn sie z.B. einen Termin bei der Stadtverwaltung wahrnehmen müssen und schriftliche Verständigung nicht möglich ist. In einem dritten Punkt legt die Vereinbarung fest, dass der – bereits heute barrierefreie – städtische Internetauftritt  seine Standards auch bei Ergänzungen oder Änderungen beibehält.

Diese städtischen Dienstleistungen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt, teilweise ist die vorherige Anmeldung erforderlich. Ansprechpartnerin ist die städtische Behindertenbeauftragte Hildegard Allelein, Tel. 02202 142305, E-Mail h.allelein@stadt-gl.de.

Was die Gestaltung städtischer Gebäude angeht, so legt die Zielvereinbarung fest, dass Neubauten grundsätzlich barrierefrei gemäß den aktuell gültigen DIN-Normen erfolgen. Behindertenbeauftragte und Beirat werden an der Planung beratend beteiligt. Für die barrierefreie Umgestaltung bestehender Gebäude stehen jährlich 50.000 Euro zur Verfügung. Die Mittel können angespart werden; Zuweisungen Dritter erhöhen den Etat. Beirat und Stadtverwaltung stimmen die Maßnahmen regelmäßig untereinander ab.


Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit

Bereits Ende 2007 wurde die erste Zielvereinbarung mit dem Beirat abgeschlossen. Die damals zugrunde gelegte Regelung – Bereitstellung von 50.000 Euro pro Jahr zur Verwendung in einer vom Beirat festgelegten Prioritätenliste – hat sich bewährt. Insbesondere ist erreicht worden, dass der Beirat bzw. die Betroffenen nicht mehr als Bittsteller gegenüber der Stadt auftreten müssen.

Nach Ablauf der Befristung Ende 2011 haben sich die Beteiligten geeinigt, die bisherige gute Zusammenarbeit fortzusetzen und eine neue Zielvereinbarung aufbauend auf der bisherigen abzuschließen. Mit der Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr soll die Möglichkeit geschaffen werden, größere Projekte durch Ansparen der jährlich bereitstehenden Summe realisieren zu können.

Die Verwaltung geht davon aus, dass auf der Grundlage dieser neuen Zielvereinbarung die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Inklusionsbeirat / Beirat für Menschen mit Behinderung fortgesetzt wird, um trotz der weiterhin insgesamt schwierigen Haushaltslage gute Fortschritte in Sachen Barrierefreiheit in Bergisch Gladbach erreichen zu können.

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Aktionsplan Inklusion beschlossen

22 Juli 2013 von Darian Lambert

Inklusion –Vielfalt in Bergisch Gladbach
Rat der Stadt Bergisch Gladbach beschließt Aktionsplan Inklusion

Der Rat der Stadt Bergisch Gladbach hat am 18. Juli 2013 den Aktionsplan Inklusion beschlossen.

In einem beteiligungsorientierten Verfahren haben 66 Fachleute und Menschen mit und ohne Behinderung ein Leitbild „Inklusion – Vielfalt in Bergisch Gladbach entwickelt. Man entschied sich, die Schwerpunkte auf drei Themenbereiche zu legen:

·        Zugänglichkeit und Mobilität, barrierefreie Kommunikation und Information,
·        Bildung,
·        Arbeit und Beschäftigung.

Insgesamt wurden für diese drei Themenbereiche 21 Ziele und 34 Maßnahmenempfehlungen erarbeitet, die nun Schritt für Schritt umgesetzt werden sollen. Dabei ist allen Akteuren klar, dass Inklusion ein langfristiger Prozess ist.

Unter dem Motto „Inklusion beginnt im Kopf“ wird die Öffentlichkeitsarbeit einen wichtigen Stellenwert haben. Hierzu soll u.a. eine im zweijährigen Rhythmus stattfindende Inklusionskonferenz unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters stattfinden, bei der sich die Kommunalpolitik, Vertreterinnen und Vertreter der Behindertenhilfe, der Behindertenselbsthilfeorganisationen und interessierte Menschen mit und ohne Behinderung über aktuelle Themenschwerpunkte austauschen.

Aber auch konkrete Projekte sind geplant. So sollen z.B. Stadtteile und öffentliche Gebäude durch Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen auf  ihre Barrierefreiheit überprüft werden. Gute Beispiele für Barrierefreiheit und Hinweise auf bestehende Barrieren sollen dokumentiert und an die zuständigen Stellen weitergegeben werden. Wer Interesse hat, alle Ziele und Maßnahmen des Aktionsplans kennenzulernen, kann diesen von der Internetseite der Stadt unter der Adresse www.bergischgladbach.de herunterladen.

Die Vorgeschichte des Aktionsplans

Das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) verabschiedete „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ (UN-BRK) wurde von der Bundesrepublik Deutschland im März 2009 ratifiziert. Im Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist als Ziel für Menschen mit und ohne Behinderung festgehalten:  „Es geht um gleichberechtigte Teilhabe am politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben, um Chancengleichheit in Bildung, um berufliche Integration und um die Aufgabe, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit für einen selbstbestimmten Platz in einer barrierefreien Gesellschaft zu geben.“ Inklusion bedeutet also, Nicht der Mensch mit Behinderung muss sich anpassen, um ‚dabei‘ sein zu können, sondern alle gesellschaftlichen Bereiche sind so anzupassen, dass niemand ausgegrenzt wird. Inklusion versteht Verschiedenheit und die Vielfalt von Menschen als eine Bereicherung und als Chance im gesellschaftlichen Leben.

Im Mai 2011 beauftragte der Rat der Stadt Bergisch Gladbach den Bürgermeister, einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenkonvention in Bergisch Gladbach zu erarbeiten. Der liegt nun vor und wurde in der vergangenen Ratssitzung beschlossen.

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CDU blamiert – Bebauungsplan alte Marktstraße abgelehnt

22 Juli 2013 von Darian Lambert

Es war ein regelrechtes Fiasko für die CDU im Planungsausschuss. Die Aufstellung des Bebauungsplan „Alte Marktstraße“ wurde im Planungsausschuss abgelehnt.

Die Vertreter der CDU Fraktion konnten es kaum glauben, als sie mit einer Stimme im Planungsausschuss unterlegen waren, weil die Mehrheit des Ausschusses gegen die Aufstellung des Bebauungsplanes Alte Marktstraße stimmte. Die Vertreter der FDP enthielten sich der Stimme, genauso auch die Fraktion Die Linke / BFBB.
Einem größerem Bürgerprotest  ist es wohl zu verdanken, dass hier ein unsinniges Bauprojekt gestoppt wurde. Die Pläne hier unschöne Mietwohnungsblöcke zu bauen wurden verworfen und es sollten elegante 20 Einfamilienhäuschen für Familien mit Kindern folgen. Damit gingen die CDU Vertreter davon aus, das nunmehr gebaut werden könne. Problem: Der hohe Grundwasserspiegel in diesem Gebiet ließ zahlreiche Anwohner befürchten, dass weitere Baumaßnahmen auf der versumpften Wiese zum Anstieg des Grundwasserpegels und damit zur Überflutung ihrer Keller bei starken Regenfällen führen könnte. Auch in der nur nur 200 m-Entfernung zur Kläranlage statt der vorschriftsmäßigen 500m sahen einige Volksvertreter Konfliktpotential.

Die Bestürzung über die Ablehnung war bei der Union groß. Der Traum Ackerland zu Gold zu machen platzte. Ob hier eine große Parteispende zur Disposition steht? Fast undenkbar wäre eine Bergisch Gladbacher Amigo-Affähre.  Nein, Verschwörungstheorien verbittet man sich in „Schäbbisch Gläbbisch“. Vergeblich versuchten Werner Schmitz Dietsch (CDU) und Georg Watzlawek (Partei der Redaktion nicht bekannt), bei der über Facebook geführten Diskussion in Sachen Lokalpolitik, diese Verdachtsmomente im Keim zu ersticken.

alte-marktstraße-wiese

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