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Grundstücksmarkt 2015: Rheinisch-Bergischer Kreis weiter attraktiver Wohnstandort



Grundstücksmarkt 2015: Rheinisch-Bergischer Kreis weiter attraktiver Wohnstandort



21 März 2016 von Darian Lambert

bodenrichtwerte2015Der Grundstücksmarktbericht für den Rheinisch-Bergischen Kreis weist für das Jahr 2015 eine Steigerung der Immobilienverkäufe um rund 5 Prozent auf. Die Anzahl stieg von 2.110 Kontrakten in 2014 auf 2.214 im vergangenen Jahr. Die Umsätze legten ebenfalls zu und stiegen von 369 Millionen Euro auf 379 Millionen Euro. 92 Prozent der Geschäfte wurden von Privatpersonen getätigt. Der Rest entfiel auf Käufer wie beispielsweise Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften. Der Grundstücksmarktbericht umfasst das gesamte Kreisgebiet mit Ausnahme der Stadt Bergisch Gladbach, für die ein eigener Gutachterausschuss bestellt ist. Dieser erfasst die Verkäufe von bebauten und unbebauten Grundstücken, Eigentumswohnungen, land- und forstwirtschaftlichen sowie weiteren Flächen.

Baugrundstücke gefragt 

Die Anzahl der verkauften Baugrundstücke stieg von 215 auf 233 und damit um rund 8 Prozent. In Kürten (50) wurden die meisten Geschäfte getätigt. Es folgen Leichlingen (41), Odenthal (38), Rösrath (38), Wermelskirchen (35), Burscheid (19) und Overath (12). Die Bodenpreise stiegen gegenüber dem Vorjahr im Kreisdurchschnitt um rund 3 Prozent. Eine Ausnahme stellt die Gemeinde Kürten da. Dort blieben die Preise unverändert. Für ein Baugrundstück in einer guten Wohnlage mussten die Käufer in Rösrath mit einem Preis von 340 Euro/m² am tiefsten in die Tasche greifen. Es folgten Leichlingen mit 330 Euro/m² und Odenthal mit 320 Euro/m². Vergleichsweise günstig ist eine gute Wohnlage in der Gemeinde Kürten. Dort kostete der Quadratmeter für ein voll erschlossenes Grundstück weiterhin lediglich 200 Euro.

Ein leichter Anstieg ist bei den Verkäufen von Ein- und Zweifamilienhäuser festzustellen. Der Umsatz stieg von 199 auf 201 Millionen Euro. Insgesamt erfasste der Gutachterausschuss in diesem Segment 834 Kaufverträge. In 2013 waren es noch 817. Die meisten Häuser wechselten mit 171 in Wermelskirchen den Besitzer. 139 fanden in Rösrath neue Besitzer. Es folgen Overath (133), Leichlingen (133), Kürten (90), Burscheid (89) und Odenthal (79).

Einen Anstieg stellten die Gutachter ebenfalls bei Verkäufen von Eigentumswohnungen fest – und das gleich um fast 20 Prozent. 2015 wechselten 585 Objekte den Besitzer, im Vorjahr waren es 487. Auch die Preise stiegen: bei wiederverkauften Eigentumswohnungen um durchschnittlich 1 Prozent, bei neu errichteten um rund 2 Prozent. Der Kaufpreis für Neubauten lag bei durchschnittlich 2.750 Euro/m².

Wermelskirchener sind ihrer Stadt treu – Kölner zieht es nach Rösrath

Wer in Wermelskirchen lebt, möchte auch gerne dort bleiben. 287 private Käufer (65 Prozent) eines Baugrundstücks, eines Hauses oder einer Wohnung kamen aus dem Stadtgebiet. Ebenfalls prozentual hohe Werte erzielten Leichlingen (188/60 Prozent) und Rösrath (184/55 Prozent). In den weiteren Kommunen sieht es so aus: Overath (153/51 Prozent), Burscheid (118/53 Prozent), Kürten (113/50 Prozent) und Odenthal (81/42 Prozent). Bezogen auf das komplette Kreisgebiet (ohne Bergisch Gladbach) kamen 62 Prozent der privaten Käufer aus den Städten und Gemeinden des Kreises, 6 Prozent aus Bergisch Gladbach, 7 Prozent aus Leverkusen sowie 9 Prozent aus Köln. Besonders attraktiv für Kölner ist Rösrath. 74 Geschäfte machten Käufer aus der Domstadt, was einem Anteil von 22 Prozent am gesamten Volumen der Verkäufe entspricht.

Erstellt wurde der Bericht vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Rheinisch-Bergischen Kreis.  „Der Rheinisch-Bergische Kreis bleibt ein attraktiver Wohnstandort. Die leicht gestiegenen Preise zeigen das große Interesse an Immobilien in der Region“, erklärte Thomas Merten, Vorsitzender des Gutachterausschusses.
Sämtliche Produkte, wie auch der Grundstücksmarktbericht, stehen ab sofort auf BORISplus.NRW kostenfrei zur Verfügung.
Über den Gutachterausschuss
Der Gutachterausschuss ist eine dem allgemeinen Verwaltungsaufbau nebengeordnete Einrichtung des Landes. Er ist ein unabhängiges und an Weisungen des Rheinisch-Bergischen
Kreises nicht gebundenes Kollegialgremium.

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Bodenrichtwerte in Bergisch Gladbach 2015

Bodenrichtwerte in Bergisch Gladbach 2015

05 März 2016 von Darian Lambert

Umsatz und Anzahl der Kaufpreise

Am 23.02.2016 hat sich der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bergisch Gladbach mit dem Marktgeschehen des vergangenen Jahres befasst. In 2015 wurden in der Kreisstadt insgesamt für 349 Millionen Euro Immobilien verkauft (Veränderung gegenüber 2014 = + 18 %). Davon entfielen auf die Teilmärkte
Eigenheime    115,7 Millionen €
Eigentumswohnungen    104,2 Millionen €
unbebaute Grundstücke    31,1 Millionen €
Renditeobjekte    74,4 Millionen €.

Die Zahl der Kauffälle mit 1.345 Verträgen verzeichnete im Vergleich zu 2014 ein Plus von 5 % (1.280 Verträge).

Marktentwicklung
Durchschnittlich ergaben sich gegenüber 2014 folgende Wertveränderungen:
Wohnbaugrundstücke    Refrath    +    15%
Bensberg    +    10%
Gladbach    +    6%
Gewerbeflächen        0%
Eigentumswohnungen:
– Erstverkäufe    +    5%
– Wiederverkäufe    +    5%
Wiederverkaufte Eigenheime:
– freistehende Eigenheime    +    5%
– Doppelhäuser    +    7%
– Reihenhäuser    +    3%

Bodenwerte für Wohnbauland
Gegliedert nach einzelnen Wohnplätzen ergeben sich folgende Bodenwertspannen pro m² Bauland:

Bensberg    290 bis 460 €
Refrath    370 bis 480 €
Gladbach    270 bis 400 €
Paffrath /Nußbaum     300 bis 400 €
Schildgen    280 bis 370 €
Hand    290 bis 360 €
Moitzfeld    270 bis 420 €
Herkenrath    230 bis 300 €
Herrenstrunden    215 bis 280 €

Preisänderung der letzten 10 Jahre
Vergleich Bauplätze für freistehende Eigenheime 2005/2015: Durchschnittlicher Kauf-preis damals rd. 170.000 €, durchschnittliche Grundstücksgröße 2005: 654 m² (heute rd. 22 % teurer und ca. 5% kleiner).

Bodenwerte in Geschäftslagen
In den Geschäftslagen bestehen folgende Bodenwertspannen pro m²:
– Stadtzentrum – Fußgängerzone    600    bis    2.100 €
– Schloßstraße    800    bis    1.200 €
– Siebenmorgen    420    bis    600 €
– Nebenzentren    280    bis    360 €

Bodenwerte in Gewerbegebieten
In den Gewerbegebieten liegen die Bodenrichtwerte zum 01.01.2016  zwischen 105 € und 150 € pro m².

Kaufpreisspannen der wiederverkauften Eigenheime
Reihenhäuser mit 100 m² Wohnfläche    182.000    bis    315.000 €
Doppelhaushälften mit 150 m² Wohnfläche
und mittlerer Ausstattung            225.000    bis    360.000 €
Freistehende Eigenheime mit 150 m² Wohn-
fläche und mittlerer Ausstattung            200.000    bis    420.000 €

Vergleich freistehende Eigenheime 2005/2015: In den letzten 10 Jahren sind die Kauf-preise für freistehende Eigenheime im Stadtgebiet um 2% gestiegen.

Kaufpreisspannen der Eigentumswohnungen
Die Quadratmeterpreise der Eigentumswohnungen schwankten zwischen

360 €    und    2.720 €    in großen Wohnanlagen
Die niedrigsten Kaufpreise (320 – 940 €/m²) wurden in den großen Wohnanlagen an der Mülheimer und der Reginhar-/Giselbertstraße festgestellt.

1.030 €    und    3.850 €    in kleinen und mittleren Wohnanlagen und
2.580 €    und    4.800 €        bei erstverkauften Wohnungen.

Vergleich Eigentumswohnungen 2005/2015:  In den letzten 10 Jahren änderten sich die Kaufpreise bei den erst- und wiederverkauften Eigentumswohnungen in kleinen und mittleren Wohnanlagen durchschnittlich um rd. + 20 % bzw. + 12 % und in den großen Anlagen um + 3 %.

Kaufpreise der Freiflächen
Als durchschnittliche Qudratmeter-Preise der Freiflächen, die nicht für eine Bebauung vorgesehen sind, ergaben sich folgende Werte:
– Waldflächen                2,00 €
– landwirtschaftlich genutzte Grundstücke    1,80 €
– begünstigtes Agrarland            6,30 €

Durchschnittspreise und Preisspannen, die für den Zu- bzw. Verkauf von Teilflächen vereinbart (bauliche Nutzung, Straßenbau etc.) wurden, hat der Gutachterausschuss nach Gruppen aufgeteilt im Marktbericht veröffentlicht.

Mietwertübersichten für Geschäftsräume
Seit 1992 erscheinen im Marktbericht Mietwertübersichten, die Mietspannen für Laden-lokale, Büroräume, Praxen, Pkw-Stellplätze und Einfamilienhäuser enthalten. Die letztmalig 2015 durchgeführte Untersuchung der 246 bekannten Ladenlokalmieten zeigt, dass folgende Nettokaltmieten gezahlt werden:

Fußgängerzone des Stadtzentrums    9    bis    60 €/m²
Randzonen des Stadtzentrums    6    bis    16 €/m²
Schloßstraße    9    bis    35 €/m²
Siebenmorgen    7    bis    24 €/m²
Nebenzentren    5    bis    22 €/m²

Für Büros und Praxen zahlt man je nach Lage und Ausstattung zwischen 4 und 13 €/m².

Die Mietwerte für Lager-, Werkstatt- und Produktionsflächen betragen je nach Nutzungswert zwischen 2,30 bis 8,60 €/m².

Die monatliche Pkw-Garagen- und Tiefgaragenmiete beträgt im Stadtgebiet zwischen 35 und 75 €.

Auskünfte und Veröffentlichungen
Detaillierte Einzelheiten über das gesamte Spektrum des Immobilienmarktes enthält ein 72-seitiger Marktbericht, der über einen kostenlosen Download im Internet unter www.boris.nrw.de bezogen werden kann.
Dort können des Weiteren Allgemeine Preisauskünfte und Auszüge aus der Boden-richtwertkarte eingeholt werden.
Ferner steht Ihnen die Geschäftsstelle des Gutachterauschusses unter den Telefon-nummern (02202) 14 12 38, 14 12 54 und 14 12 55 für allgemeine Auskünfte zur Verfügung.

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Elf verkaufsoffene Sonntage im Jahr 2016

Elf verkaufsoffene Sonntage im Jahr 2016

28 Januar 2016 von Darian Lambert

shopping_mallFür das Jahr 2016 hat der Rat der Stadt Bergisch Gladbach in seiner Sitzung im Dezember (15.12.2016) festgelegt, an welchen Sonn- und Feiertagen die Verkaufsstellen in den einzelnen Stadtteilen offen gehalten werden dürfen.
Im Jahr 2016 wird es auf Bergisch Gladbacher Stadtgebiet insgesamt elf verkaufsoffene Sonntage geben.
Die Geschäfte können dann im Zeitraum von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet werden.

Stadtteil Bensberg:
–        17. April 2016
–        19. Juni 2016
–        06. November 2016
–        11. Dezember 2016
Stadtteil Stadtmitte:
–        06. März 2016
–        11. September 2016
–        06. November 2016
–        11. Dezember 2016
Stadtteil Refrath:
–         08. Mai 2016
–         27. November 2016
Stadtteil Paffrath:
–        10. Juli 2016
–        02. Oktober 2016
Stadtteil Schildgen:
–        03. Juli 2016

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Ab sofort Highspeed-Internet für Bergisch Gladbach

Ab sofort Highspeed-Internet für Bergisch Gladbach

25 Januar 2016 von Darian Lambert

Breitband1Es ist soweit: Die neuen schnellen Internet-Anschlüsse sind da. Ab sofort kann im Vorwahlbereich 02202 und 02204 mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Internet gesurft werden. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Davon profitieren über 20.000 Haushalte in weiten Teilen von Bergisch Gladbach. Interessenten wenden sich bitte an den T-Shop in ihrer Nähe um zu erfahren,ob sie bereits schnelles Internet buchen können. Weitere Anschlüsse werden Zug um Zug bis Ende März dazu kommen, dann ist der Ausbau abgeschlossen.

Alle weiteren Infos und mehr Speed fürs Internet gibt es hier:
EDV-SERVICE Samirae, Holunderweg 9, 51427 Bergisch Gladbach
Tel.: 02204 / 9670720 www.edvsamirae.de

Vectoring: Doppelter Espresso fürs Kupferkabel

Die höheren Geschwindigkeiten im VDSL-Netz werden durch den Einsatz der Vectoring-Technik möglich. Die neue Technik beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Das Kupfer führt vom Multifunktionsgehäuse, dem großen grauen Kasten am Straßenrand, in die Wohnung des Kunden. Vectoring ist wie ein doppelter Espresso fürs Kupferkabel: Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Das hilft beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Los geht´s ab 44,90 € pro Monat inklusive Media Receiver mit 500 Gigabyte-Festplatte.

Auch Gewerbetreibende profitieren vom Ausbau. Wer die Chancen des Internets nutzen will, muss in die Digitalisierung seiner Geschäftsmodelle investieren. Die Anforderungen reichen von Cloud Services bis Datensicherheit.

Von dem Breitbandausbau der Telekom können übrigens auch die Kunden anderer Anbieter profitieren, wenn der Anbieter entsprechende Kapazitäten bei der Telekom einkauft.

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Stadt will Bekämpfung von Schwarzarbeit intensivieren

Stadt will Bekämpfung von Schwarzarbeit intensivieren

08 Januar 2016 von Darian Lambert

ordnungsbehoerdeSchwarzarbeit – das bedeutet nicht immer nur großangelegten Steuerbetrug und gefährlichen Pfusch durch Unternehmer, die mit illegal Beschäftigten ganze Bauprojekte durchziehen. Auch Gewerbe- oder Handwerksbetriebe, die durch „Wochenendaufträge“ oder Ausführung fachfremder Gewerke gegen geltendes Recht verstoßen, sowie Einzelpersonen, die für private Auftraggeber mitunter erhebliche Arbeitsleistungen „nebenbei“ erbringen, führen Schwarzarbeit aus. Es gehört zu den Aufgaben der Ordnungsbehörde der Stadt Bergisch Gladbach, diese Art des Broterwerbs an Gesetz und Steuer vorbei zu verfolgen und zu ahnden. Denn Schwarzarbeit verdrängt legale Beschäftigung; sie führt zu Verlusten bei Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträgen.

Wieso befasst sich die Stadtverwaltung mit Schwarzarbeit? Im Fernsehen – wenn Kamerateams Beamte bei der Überprüfung von Baustellen begleiten – tritt meist der Zoll in Erscheinung. Dies hängt mit unterschiedlichen Zuständigkeiten zusammen: Geht es in erster Linie um illegale Beschäftigung von Arbeitnehmern, greifen unter anderem die Zöllner ein. Die städtische Ordnungsbehörde dagegen kümmert sich darum, ob Betriebe gegen das Gewerbe- oder das Handwerksrecht verstoßen.

Im Jahr 2015 wurden 116 Vorgänge erfasst, davon 102 abgeschlossen und fünf in andere Zuständigkeiten abgegeben; neun Verfahren laufen noch. Viele eingegangene Hinweise wurden außerdem umgehend an die zuständigen Anlaufstellen von Zollverwaltung, Finanzamt oder Jobcenter abgegeben und von dort weiter verfolgt. Diese Anzeigen wurden in der städtischen Statistik nicht aufgeführt.

Auf Mithilfe  der Bevölkerung angewiesen

Die Ordnungsbehörde will nun im Jahre 2016 ihre Arbeit zur Aufdeckung „schwarzer Schafe“ intensivieren und bittet die Bürgerinnen und Bürger um ihre Mithilfe. Es geht nicht darum, den Nachbarn anzuschwärzen, sondern ehrliche Unternehmen und Beschäftigte vor Schaden zu bewahren. Deshalb werden zum einen die Kontrollen in den Branchen verstärkt, in denen Schwarzarbeit immer noch sehr verbreitet ist, wie z. B. im Baugewerbe. Bei der Ordnungsbehörde ist hierzu das Sachgebiet „Bekämpfung von Schwarzarbeit“ aktiv. Zwei Mitarbeiter kontrollieren nicht nur vor Ort die Baustellen, sondern suchen z.B. auch das Internet nach Anbietern illegaler Arbeit ab.

Zum anderen wird begründeten Anzeigen aus der Bevölkerung nachgegangen. Dabei arbeitet die Stadt eng mit Handwerkskammer, Polizei  und Finanzbehörde/Zollverwaltung zusammen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Meldungen von Verdachtsfällen der Schwarzarbeit aus der Bevölkerung allerdings stark zurückgegangen. Dies liegt aller Erfahrung nach nicht an dem Umstand, dass die  tatsächlichen Fallzahlen sinken, sondern vermutlich an nachlassendem Problembewusstsein oder falsch verstandener Solidarität.

Für die Behörde steht die Einnahme von Bußgeldern – die natürlich im Falle eines Nachweises von Schwarzarbeit erhoben werden müssen – nicht im Vordergrund, sondern das Hauptziel liegt vielmehr darin, die Betriebe, die wegen Schwarzarbeit auffällig werden, durch Beratung in die Legalität zu bringen und legale Betriebe zu schützen – und damit auch die Verbraucher und Arbeitsplätze.

Bei Verdacht Hotline anrufen

Die städtische Ordnungsbehörde hat eine Telefonhotline eingerichtet, um auch an Wochenenden und in den Abendstunden, wenn Schwarzarbeiter besonders aktiv sind, erreichbar zu sein (Kontaktdaten siehe unten). Die Verdachtsmomente, die hier geäußert werden, sollten konkret genug sein, um eine Verfolgung einzuleiten; die Ordnungsbehörde entscheidet dann, ob sie dem  Hinweis in eigener Zuständigkeit nachgeht oder weitere Behörden einschaltet.

Nicht selbst Auftraggeber von Schwarzarbeit werden

Auch unwissentlich können Bürgerinnen und Bürger zu Auftraggebern von Schwarzarbeit werden. Um sicherzugehen, dass im eigenen Hause legal arbeitende Betriebe mit der nötigen Fachkenntnis am Werk sind, rät das Ordnungsamt, sich die Handwerkskarte zeigen zu lassen und sich bei Dachverbänden wie der Handwerkskammer, der Industrie- und Handelskammer oder der Kreishandwerkerschaft nach der Seriosität von Firmen zu erkundigen. Wer allerdings bewusst Schwarzarbeiter beschäftigt, dem droht ein Bußgeld bis zu 50.000 € – genau wie dem Schwarzarbeiter auch.

Rufnummern der Ordnungsbehörde

Telefonnummer während der normalen Dienstzeiten: 02202 / 142636
Telefonnummer der Rufbereitschaft (Mo. – Sa.): 0177 / 2800407

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Die „Deutschland-Krankheit“ – ein Blick auf die Flüchtlingsdebatte aus dem Nordirak

Die „Deutschland-Krankheit“ – ein Blick auf die Flüchtlingsdebatte aus dem Nordirak

05 November 2015 von Dirk Sonntag

Volker Taubert ist Politikwissenschaftler und Projektkoordinator in diversen internationalen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit. Er bereist den Nahen Osten seit nunmehr 20 Jahren. Seit 2014 war er regelmäßig im Irak tätig. Am 3. November erschien ein Artikel von Taubert auf den Nachdenkseiten, den wir mit Erlaubnis von Jens Berger, bekannt von seinem Block „Der Spiegelfechter“ hier veröffentlichen:

Von Volker Taubert. Vor 20 Jahren war ich das erste Mal in Syrien. Ich habe das Land in Erinnerung als ein für den Nahen Osten recht modernes Land, mit vielen gebildeten, sehr gastfreundlichen Menschen, in dem verschiedenste Kulturen und Religionen (Kurden, Alaviten, Schiiten, Sunniten, armenische Christen, Jesiden) friedlich zusammen lebten. Ich erinnere mich aber auch daran, dass schon damals viele Menschen mir von ihren Plänen erzählten, nach Europa und Deutschland auszuwandern. Das war damals noch sehr schwierig: Visa gab es kaum (das ist bis heute so), und auf der Balkanroute war man noch auf sich allein gestellt. Von denselben Plänen erfuhr ich all die Jahre immer wieder bei Begegnungen in anderen Ländern des Nahen Ostens und Afrikas.

Budapest 2015 CC2.0 Rebecca Harms

Budapest 2015 CC2.0 Rebecca Harms

Der Wunsch, den elenden Verhältnissen in den korrupten und krisengeschüttelten Gesellschaften des Nahen Ostens und Afrikas zu entkommen, ist also keinesfalls ein neues Phänomen. Das sollte man wissen, wenn man die Ursachen der gegenwärtigen Flüchtlingsströme nach Europa verstehen will. Der Krieg in Syrien (eigentlich sind es mehrere Kriege, die zeitgleich in Syrien, Libyen und Irak ablaufen) war seit Beginn des Jahres 2015 so etwas wie die Nadel, mit der die Blase zum Platzen gebracht wurde, aus der sich nun die Flüchtlingsströme nach Europa bzw. Deutschland ergießen. Plötzlich wurde es viel einfacher, nach Deutschland zu gelangen. Mit der hohen Zahl an Flüchtlingen und Migranten entstand zunächst entlang Italiens, dann auch auf den verschiedenen Balkanrouten (Griechenland – Serbien – Ungarn – Österreich bzw. Serbien – Slowenien – Österreich) eine Infrastruktur, die den Menschen zeigt, wo es lang geht und die sie unterwegs unterstützt.

In diesem Jahr bin ich beruflich mehrere Mal im Nordirak gewesen. War anfänglich noch der vor den Toren stehende Islamische Staat das Hauptthema, so dominiert seit der Jahresmitte die „Deutschland-Krankheit“ fast jedes Gespräch. So nennt man dort inzwischen den Exodus Richtung Deutschland. Ich habe dazu nicht nur mit unseren irakischen Partnern, sondern auch mit syrischen Flüchtlingen, die im Nordirak in Lagern leben, gesprochen. Vor Ort, wo man derzeit kaum auf Ausländer trifft, ist man derzeit als Deutscher äußerst beliebt. Und oft kommt die Frage, welche Tipps man hat, um am besten, sichersten und schnellsten nach Deutschland zu gelangen. Nicht nur der jesidische Teekellner oder der irakische Ladenbetreiber, sondern sogar der nepalesische Gastarbeiter scheinen nichts Anderes zu planen als nach Deutschland zu kommen. Spätestens seit die Worte Angela Merkels, dass es für Asyl keine Obergrenzen gibt, sowie die Bilder von den euphorischen Empfängen am Münchner Hauptbahnhof über alle irakischen Sender liefen, machen sich die Menschen vermehrt auf den Weg.

In den nordirakischen Gebieten der kurdischen Autonomieregierung, wo derzeit kein Krieg ist, sind es vor allem diejenigen, die mit ihren Familien schon seit Jahren den Plan haben, ihre Länder und die Perspektivlosigkeit zu verlassen. Jetzt kennt jeder jemanden, der schon in Deutschland ist und von der Willkommenskultur berichtet. Im Internet kursieren mehrere Facebook-Seiten auf Arabisch, wo man die genaue Anleitung für die Balkanroute findet. Daher sind im Lauf der letzten Monate die Kosten für die Reise vom Irak nach Deutschland auch von anfangs ca. 7.000 US-Dollar auf knapp die Hälfte gefallen. Für viele ist es jetzt dank Smartphone möglich, sich auch ohne Schleuser auf den Weg zu machen.

Für die Wirtschaft vor Ort stellt der Exodus zunehmend ein Problem dar. Eine Firma, die ich besucht habe, hat innerhalb nur eines Monats etwa 20 Prozent ihrer Belegschaft verloren. Man investiert kaum noch in neue Mitarbeiter, weil man erwartet dass sie ohnehin bald auf dem Weg nach Deutschland sind. Der Firmenchef versicherte, dass es eher die weniger gebildeten Mitarbeiter sind, die das Land verlassen. Ich habe jedoch auch in Ministerien gutbezahlte Personen getroffen, die mir von ihren Migrationsplänen berichteten. Und da man weiß, dass es Syrer derzeit besonders leicht haben, in Deutschland Asyl zu erhalten, gibt es inzwischen sogar Berater, die gegen Entgelt Irakern oder ägyptischen bzw. jordanischen Gastarbeitern helfen, den syrisch-arabischen Dialekt zu erlernen und eine entsprechende „syrische“ Fluchtgeschichte zu erhalten.

Eine besondere Ironie des Schicksals ist, dass aus den kurdischen, irakischen und syrischen Kampftruppen, die gegen den IS kämpfen, immer mehr junge Männer die Waffen niederlegen und sich auf den Weg nach Europa machen, während der IS gleichzeitig weiter Zulauf aus eben diesem Europa hat!

Wenn man die Dimension der Migrations-Anreize verstehen will, muss man sich vor Augen führen, was der deutsche Sozialstaat für Menschen bedeutet, die es gewöhnt sind, selbst nach einem Studium nicht mehr als ein- oder zweihundert Euro monatlich zu verdienen, wenn sie überhaupt zu den wenigen gehören, die eine Arbeit finden.

Interessant waren auch die Antworten von syrischen Flüchtlingen im Nordirak auf meine Frage, warum sie noch nicht auf dem Weg nach Deutschland seien, wo doch nun alle Syrer in Deutschland bevorzugt aufgenommen würden: Viele können sich die Kosten nicht leisten, und sehr vielen ist die Reise mit sieben oder acht illegalen Grenzübertritten schlicht zu gefährlich. Das erklärt auch, warum meist die Männer auf den Weg geschickt werden, für die dann die ganze Großfamilie zusammenlegt, und die praktisch den Boden bereiten sollen für den Nachzug weiterer Familienmitglieder. Dieses Muster gab es ja auch schon bei anderen Migrationswellen der Geschichte.

Bemerkenswert ist übrigens, dass es auch Syrer gibt, die mir sagten, man wolle ausdrücklich kein Flüchtling sein und ihr persönlicher Stolz verbiete es, in überfüllten Zügen nach Europa zu reisen und dort in Zeltlagern oder Turnhallen zu wohnen und als Bittsteller aufzutreten.

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Neubaugebiete: Die miesen Tricks der Telekom

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Neubaugebiete: Die miesen Tricks der Telekom

30 Juli 2015 von Darian Lambert

… und wie Sie sich dagegen wehren können

Highspeed Internet im neuen Eigenheim – davon träumen viele Häuslebauer. Doch was sie in Bergisch Gladbach erleben kann zum wahren Alptraum werden denn der Wettbewerb um die neuen Kunden wird auf dem Rücken der Häuslebauer ausgetragen. Oft stehen diese monatelang ohne Anschluss da. Woran liegt das. GL Aktuell forscht nach.

Kein Anschluss wegen mieser Nummer – Telekom

Anton Förster (Name geändert) hat sich ein neues Häuschen gebaut nur etwa 20 Meter weiter von seinem „alten“ Haus. Es ist barrierefrei, hübsch eingerichtet und in einer schönen Wohnlage. Doch mit dem Umelden seines Netcologne Anschlusses will es nicht klappen. Die Netcologne kennt dieses Problem zu genüge. Den Hausanschluss muss ein Techniker der Telekom machen. Die Telekom möchte aber nicht die Kunden bei der Netcologne belassen und verschiebt regelmäßig die Termine um Wochen und Monate bis die Bürger die Geduld verlieren. Einige wechseln dann genervt zur Telekom.

Kleiner Trick große Wirkung

Das unwürdige Spiel um Anschluss und Kunde könne Häusklebauer geschickt umschiffen. Sie können bei der Telekom einen sog. Callplus Taruf buchen für das neue Haus. Dieser Tarif ist monatlich kündbar. Dabei wird das neue Haus natürlich von der Telekom problemlos ans Telefon und DSL Netz angeschlossen. Ist das Haus erstmal angeschlossen lässt sich der Tarif binnen 4 Wochen kpndigen und der Netcologneanschluss übernehmen.

Unser Fazit: Die miesen Tricks der Telekommunikationsfirmen werden wie so oft auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Ist der Kunde rechtzeitig informiert kann er die Probleme umschiffen. Vielleicht verliert man ja auch die Kunden an Kabelnetzbetreiber wie die Unitymedia bei diesen Spielchen. Kundenfreundlich geht anders!

 

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Verbraucherzentrale bietet breites Angebot rund um „Rat und Recht“

Verbraucherzentrale bietet breites Angebot rund um „Rat und Recht“

01 Juli 2015 von Darian Lambert

Jahresbericht stellt neue Schwerpunkte und Dienstleistungen vor

Jahresbericht_querRheinisch-Bergischer Kreis. Die Einführung neuer Technologien, geänderte Gesetze oder vertragliche Stolperfallen führen dazu, dass Verbraucher in vielen Fragen unsicher sind, welche Rechte sie haben und wie sie sich am besten verhalten. Mit „Rat und Recht“ stehen die Verbraucherzentralen den Bürgern von Rösrath bis Wermelskirchen zur Seite und geben kompetente Antworten. Was die Verbraucherzentrale für den Rheinisch-Bergischen Kreis im vergangenen Jahr besonders beschäftigt hat, das stellte deren Leiterin Brigitte Becker jetzt dem Landrat vor. „Ich danke Ihnen, dass Sie für die Bürger im gesamten Kreisgebiet eine wichtige und kompetente Anlaufstelle sind“, so der Landrat.

Rund 8.820 Ratsuchende wendeten sich im Jahr 2014 mit einer Anfrage an die Beraterinnen in Bergisch Gladbach. Dazu kommen 6.875 Personen, die bereits über die Homepage passende Informationen und Hilfestellungen gefunden haben. Viele Themen sind jedoch so knifflig und vom jeweiligen Fall abhängig, dass 1.339 Personen eine persönliche Rechtsberatung in Anspruch genommen haben. „Eine regelrechte Nachfragewelle schwappte über uns, nachdem der Bundesgerichtshof entschieden hatte, dass Bearbeitungsentgelte für Darlehen unzulässig sind“, erzählte Brigitte Becker. Das Beratungsangebot wurde daraufhin erweitert und Musterbriefe zur Verfügung gestellt. 
Allgemein hatten die Kunden in Beratungsgesprächen die meisten Fragen, wenn es um die Themen Internet und Telefon geht. Rund ein Drittel aller Rechtsberatungen drehten sich um diese Aspekte. Kein Wunder, denn insbesondere bei Verträgen für Festnetzanschlüsse oder mit Mobilfunkanbietern ist es für Verbraucher häufig schwierig, den Überblick zu behalten. Auch die sogenannten allgemeinen Dienstleistungen, unter die zum Beispiel Schlüsseldienste, Partnervermittlungen oder Inkassodienstforderungen fallen, machten bei den Rechtsberatungen mit knapp 20 Prozent einen hohen Anteil aus. Hier ist die Verbraucherzentrale auch präventiv tätig und veröffentlicht beispielsweise Tipps, wie man seriöse Schlüsseldienste von ihren unlauteren Kollegen unterscheidet.

Ein weiterer Aspekt, der den Beraterinnen am Herzen liegt, ist der Stromtarif, denn viele Bürger nutzen hier noch die Grundversorgung ihres Anbieters – meist das teuerste Angebot. „Viele wissen überhaupt nicht, dass sie über einen Wechsel des Tarifs häufig einiges einsparen können“, berichtete die Verbraucherschützerin, „hier würde ich mir wünschen, dass mehr Leute unsere Beratungsangebote in Anspruch nehmen.“

Im Kreisgebiet unterwegs: Prävention als wichtiger Ansatz
Neben der Beratung spielt auch der Aspekt der Prävention für die Verbraucherzentrale eine wichtige Rolle. Deshalb waren die Beraterinnen 2014 wieder im gesamten Kreisgebiet unterwegs, um mit verschiedenen Aktionen auf bestimmte Aspekte besonders aufmerksam zu machen. Dabei ging es sowohl um die Themen gesunde Ernährung und Fair-Trade als auch um Energiesparen, Urheberrechte im Internet oder Rundfunkbeiträge. Bei insgesamt 24 Veranstaltungen speziell für Kinder und Jugendliche wurde deren Basiswissen für den Bereich Konsumalltag auf die Probe gestellt. Denn je besser die Schüler Bescheid wissen, umso weniger geraten sie später in knifflige Situationen, in denen sie auf die Hilfe der Verbraucherschützer angewiesen sind.

Auf Wunsch bietet die Verbraucherzentrale in Bergisch Gladbach Informationsveranstaltungen zu den unterschiedlichsten Themen an, gerne auch vor Ort in den jeweiligen Kommunen. Neu entwickelt wurde jetzt beispielsweise der Vortrag „Internet, aber sicher – Datenschutz in der digitalen Welt“, der für einen sicheren Umgang mit Daten im Internet sensibilisiert. Wer daran interessiert ist, kann den Vortrag für eine Gruppe buchen – die Beraterinnen kommen dafür ins ganze Kreisgebiet. Seit 2014 können Termine auch über ein speziell eingerichtetes Termintelefon vereinbart werden. Diese Serviceverbesserung kommt den Kunden gleich zwei Mal zugute: Sie stoßen am Telefon nicht mehr auf das Besetztzeichen, sondern können über den direkten Draht einen Termin abmachen. Zudem haben die Expertinnen vor Ort durch diesen Service auch mehr Zeit, sich mit den konkreten Problemen der Verbraucher intensiv auseinanderzusetzen. Erreichbar sind sie unter der Telefonnummer 02202 92631-01 oder per E-Mail an bergisch-gladbach@vz-nrw.de.

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Wertstoffhof - Umweltskandal zum Spitzenpreis

Wertstoffhof – Umweltskandal zum Spitzenpreis

25 Juni 2015 von Darian Lambert

wertstoffhof2Die Idee vom Wertstoffhof am Refrather Weg ist wieder mal eine von den anstehenden Entscheidungen die dem Bürger Nerven gekostet hat. Nachdem die Parteien sich für die Einführung eines Gestaltungsbeirates entschieden haben wurde dieser zu diesem Thema nicht befragt. Das Grundstück grenzt an die Fachhochschule und das Ausländeramt sowie weitere Gewerberäume und ist von der Lage her eher zentral bzw. in der Nähe zur Innenstadt. Das Grundstück könnte sich als Studentenwohnheim oder Sozialer Wohnungsbau eignen und würde damit neue Kaufkraft in das Zentrum tragen nun soll dort eine Müllpresse betrieben werden.

Zum einen soll neben dem gängigen Hausmüll wie Papier und Verpackungen auch gewerbliche Abfälle wie Altöl, Altreifen und Bauschutt an diesem Wertstoffhof entsorgt werden sollten. Als Bauschutt wird werden oft Fliesen entsorgt, die alten Kleber mit Asbest enthalten können. Da auch Altöl entsorgt werden darf sind nachher im  Boden Altlasten einzutragen. Dies sieht das Gesetz so vor.  Neben dem Grundstück fließt der „Strunder Bach“ in einem Rohr. Die Renaturierung solcher Bäche ist zeitgemäß im Gegensatz zur Schaffung neuer Altlasten mit Altöl. Die Verbindung von einen fließenden Gewässer mit Altöl eröffnet eine Vielzahl von Problemen, die nicht im Sinn der Bürger liegen können.

wertstoffhof4Darüber hinaus kursieren aberwitzige Preise im Raum, die für das Grundstück bezahlt werden sollen.   In Bergisch Gladbach gibt es mehrere Industriebrachen in der Nähe es Stadtzentrum mit belasteten Böden die zum Verkauf stehen, so ein ortsansässiger Makler. Ein Grundstück zu diesem Preis als Müllabldeplatz zu betreiben ist reine Geldvernichtung.
Die CDU, AfD, FDP und Grünen in Bergisch Gladbach  einigen sich im AUIKV-Ausschuss über eine Mehrheit für diesen Beschluss für den Erwerb des Grundstücks. Nach Anzeigen der Missstände durch die Bürgerpartei ist der Vorschlag für den Ratsbeschluss bis jetzt von der (öffentlichen) Tagesordnung verschwunden.

Wertstoffhof ja aber richtig!
wertstoffhof3Es ist an der Zeit über Alternativen nachzudenken. Eine klare Trennung von Hausmüll und gewerblichen Abfällen ist für Wohngebiete und Mischgebiete zu durchdenken. Da die gelbe Wertstofftonne für die Haushalte durch die Gelben Säcke ersetzt wurde muss der Bürger nun einen Weg auf sich nehmen und seine Geldwerten Abfälle zu entsorgen.  Hierbei sind Abgabestellen mit für Wohnanlagen üblichen Roll-Müllcontainern eine Option. Diese Sammelstellen sind einfach einzurichten und bilden keine Altlasten.

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Kreistag will Breitbandversorgung verbessern – Mobilitätskonzept zurückgestellt

Kreistag will Breitbandversorgung verbessern – Mobilitätskonzept zurückgestellt

20 Juni 2015 von Darian Lambert

breitband-meeting

Marco Overath (Bürgerinitiative Breitband in Hand) & Frank Samirae (Bürgerpartei GL)

Rheinisch-Bergischer Kreis. Der Kreistag hat auf seiner Sitzung am Donnerstag auch bei den Themen Breitbandversorgung und Mobilität Nägel mit Köpfen gemacht. Mit breiter Mehrheit durch fast alle Parteien wurde beschlossen, diese Themen intensiv zu bearbeiten. Die Bürgerpartei GL hatte im Kommunalwahlkampf 2014 mit einer kreisweiten Kampagne aufmerksam gemacht auf die mangelhafte Breitbandversorgung. Dem Programmpunkt der Bürgerpartei GL folgt nun auch der Kreistag mit großer Mehrheit. Zunächst soll der Breitbandausbau im Kreis forciert werden. Die Erstellung eines Mobilitätskonzept wird dagegen zunächst zurückgestellt, bis dessen Eckpunkte durch den Kreistag beschlossen sind. Beim Breitbandausbau ist nach Ansicht der beiden Parteien Eile geboten, weil man sich in naher Zukunft Fördermaßnahmen erhofft. Um dieser Tatsache gerecht zu werden und den Ausbau strukturiert in Angriff zu nehmen, wird ein Projektkoordinator, befristet für drei Jahre, eingestellt. Dieses Vorgehen wurde mit den Stimmen der Antragsteller mehrheitlich beschlossen. Die SPD und DIE LINKE hatten sich dafür eingesetzt, eine weitere halbe Stelle zur Unterstützung des Projektkoordinators zu schaffen, setzten sich damit aber nicht durch.
Zuletzt sorgte der Rheinisch-Bergische Kreis gemeinsam mit mehreren Kommunen und der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft bereits für die Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Internets in bislang unterversorgten Gewerbegebieten. Auch mit der Hilfe von Fördermitteln gelang der Ausbau.

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