Archiv | Wirtschaft

Wird Movie4k von KinoX betrieben?

15 Juni 2013 von Lars Sobiraj

Es gibt beim Thema Streaming-Portale ein paar Neuigkeiten. Ich bekam mehrere Nachrichten, dass sich User von kinox.to mit dem gleichen Namen und Passwort auch bei Movie4k einloggen können. Da ohne einen Hack niemand an die Userdaten von kinox.to herankommt, ist es naheliegend, dass deren Betreiber auch den Klon Movie4k hochgezogen haben. Höchst wahrscheinlich benutzte man für den Movie2k-Ableger einfach eine ältere Version der eigenen Datenbank.

Doch es gibt noch mehr Hinweise. Das Statement auf Movie4k wurde in einem anderen Stil geschrieben, als die Antworten, die ich damals beim Interview mit den Movie2k-Admins bekommen habe. Deren Aussagen klingen deutlich intellektueller und lassen auf ein anderes Niveau schließen. Auch sind die Streaming-Hoster die gleichen, die bei kinox.to und bei movie4k zur Anwendung kommen. Für diese Theorie spricht auch, dass beide Portale über den gleichen Dienstleister für ihren DDoS-Schutz verfügen. Die Akrino Inc. soll angeblich mit dem Russian Business Network (RBN) zusammenhängen. Dort betreut zu werden ist nach Auskunft eines Informanten alles andere als einfach und sehr kostspielig. Kommenden Sonntag kommt bezüglich der Eigentümer von movie2k ein neuer Artikel bei Welt Online heraus, der weitere Details offenlegen soll. Die Journalisten von Springer sind ebenfalls davon überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Streaming-Portalen gibt.
Jetzt tauchte mit movie2k.tl der nächste Klon auf und behauptet ebenfalls, der einzig offizielle Nachfolger zu sein. Im Statement wird behauptet, Movie2k sei gehackt worden. Dagegen spricht aber, dass kurz zuvor der eigentlich sicher geglaubte Top-Uploader von kino.to auf Betreiben der GVU hochgenommen wurde. Es gibt auch sonst nichts was auf einen Hack hinweist. Im Gegenteil! Die Betreiber werden aus Sicherheitsgründen die Tore ihres Portals schlichtweg geschlossen haben. Das Statement von movie2k.tl wurde zudem in einer völlig anderen Sprache verfasst. Dahinter können unmöglich die gleichen Personen stecken.

Daneben versuchen aus der Downtime weitere Websites aus dem Graubereich ihren Vorteil zu ziehen. So gibt es mit vibeo.tv und istream.ws zwei weitere Wettbewerber, die nun um die Gunst der Kinofans buhlen. Vor allem vibeo macht dabei einen aufgeräumten und übersichtlichen Eindruck.
movie4k-malware-300x150Movie4k soll zeitweise die Schadsoftware iehighutil.exe verbreiten, die zum Wohl der Cyberkriminellen auf den Zielrechnern neue Bitcoins berechnet. Leider ist die Verbreitung von Schadprogrammen nichts Neues in diesem Bereich.
Movie2k.to selbst leitet weiterhin auf die Webseite der Piratenpartei um, die sich über die unzähligen neuen Besucher freut. Die Piraten haben eigens für die neuen Surfer ein Video mit ihrem Urheberrechts-Sprecher Bruno Kramm online gestellt. Aber was tut man nicht alles für ein paar mehr Besucher der eigenen Seite !??? Das ist wirklich verwirrend, weil diverse führende Vertreter der Piratenpartei die kommerziellen Anbieter im Graubereich komplett abgelehnt haben. Auf die dort präsentierten “Argumente” gehe ich besser nicht ein. So soll das private Teilen erlaubt sein. Hallo, jemand wach auf dem Piratenschiff? Natürlich muss das Urheberrecht ein wenig eingeschränkt und der Abmahnwahn abgeschafft werden. Aber so ganz ohne Urheberrecht kann in der Kreativbranche doch niemand mehr Geld verdienen, oder?

Alles verhält sich jetzt ein wenig wie nach dem Abschuss der Börse des gulli boards durch die österreichische Betreibergesellschaft im Jahr 2008. Kurz nach dem Aus gab es unzählige Konkurrenten, die alle die einzig wahren Nachfolger sein wollten. In Folge von diversen Hacks, DDoS-Angriffen und sonstigen Attacken blieben aber am Ende nur wenige davon übrig. Als mich Sandler damals in Wien nach der Börse fragte, sagte ich nur: “Weg damit!“.
Ich kann aber unmöglich seriösen Journalismus betreiben und mich mit Rechteinhabern austauschen, solange im Hintergrund fleißig die Links zu Filehostern und somit zu urheberrechtlich geschützten Werken ausgetauscht werden. Außerdem kann man keine derart populäre Linksammlung innerhalb der EU betreiben. Das war letztlich auch der Grund, wieso die Musikbörse auf Druck von Clemens Rasch & Co. schon Monate zuvor von fliks geschlossen werden musste.
Auch wenn die Inqnet GmbH von vielen Usern als die bösen Buben dargestellt wurden, haben sie im Prinzip nur das fortgesetzt, was Randolf Jorberg & Co. schon vorher gemacht haben. Eine solche Seite betreibt man offshore oder gar nicht.

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Maggi Gestank: Ursache gefunden

11 Juni 2013 von Darian Lambert

In der Nacht zum 11. Juni 2013 wurden vier Kilogramm Sotolon in einem Chemiebetrieb in Neuss über einen 120 m hohen Schornstein freigesetzt. Im Rahmen eines Destillations-prozesses kam es zum Austritt des Aromastoffs Sotolon. Durch Kontakt des Stoffes mit einer heißen Oberfläche kam es anschließend zu einer Verdampfung.  Das führte dazu, dass vormittags im Großraum Köln und später auch in Düsseldorf von Bewohnern ein ausgeprägter Geruch nach Suppe bzw. „Maggi“ wahrgenommen wurde. Die städtische Feuerwehr setzte zur Ursachenforschung sechs Messfahrzeuge und zwei Messleitwagen ein.

Quelle: Wikipedia !!

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Mysteriöser Maggi-Gestank zieht auf Bergisch Gladbach zu

11 Juni 2013 von Darian Lambert

Zahlreiche verschreckte Bürgeralarmierten am frühen Dienstagmorgen die Feuerwehr: Im Kölner Stadtgebiet stinkt es nach Maggi.

Um 6.40 Uhr ging am frühen Dienstagmorgen der erste Anruf bei der Kölner Feuerwehr ein, so Sprecher Jens Müller gegenüber der Presse. Es folgten weitere besorgte Anrufe. Der Grund: Ein merkwürdiger Geruch liegt in der Luft. Es stinkt  „würzig“ bis „ätzend“. Ein Mitarbeiter des Bürgeramts Nippes musste deshalb per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Was die Urasache des Gestanks ist blieb jedoch bis jetzt völlig unklar.

Der Geruch breitet sich zur Stunde über die Kölner Stadtgrenzen auch nach Bergisch Gladbach aus.

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NRW-Innenminister Ralf Jäger beim Blitz-Marathon an einer mobilen Messtation. Foto: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen

4. Juni ACHTUNG: Blitzermarathon

03 Juni 2013 von Darian Lambert

Es geht wieder los: Am Dienstag, 4. Juni wird wieder in ganz Nordrhein-Westfalen geblitzt. Die NRW-Polizei startet dann ihren vierten 24-Stunden-Blitz-Marathon. 

NRW-Innenminister Ralf Jäger beim Blitz-Marathon an einer mobilen Messtation. Foto: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-WestfalenNRW-Innenminister Ralf Jäger beim Blitz-Marathon an einer mobilen Messtation. Foto: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen

Der Blitz-Marathon ist Teil der Kampagne „Brems Dich – rette Leben!“.  „Jeder dritte Verkehrstote in NRW ist Opfer von zu schnellem Fahren“, so Innenminister Ralf Jäger.

Die bisherigen Blitz-Marathons waren ein voller Erfolg aus Sicht der Polizei. Die Kontrollstellen werden vorab in den Medien und im Internet veröffentlicht. Die Erfahrungen der Polizei zeigen, dass dies einen positiven Einfluss auf die Autofahrer hatte. An normalen Kontrolltagen fahren bis zu acht Prozent der Autofahrer zu schnell. Beim ersten Blitz-Marathon fuhren dagegen lediglich vier Prozent und beim zweiten und dritten sogar nur noch drei Prozent der Autofahrer zu schnell. In Köln wurden dennoch beim letzten Blitz-Marathon im vergangenen Juli 800 Raser erwischt.

Bei den vergangenen drei Blitzmarathons wurden insgesamt fast zwei Millionen Verkehrsteilnehmer überprüft, 54.000 Raser gingen der Polizei dabei trotz Vorankündigung ins Netz.

Auch bei diesem Blitz-Marathon nimmt die NRW-Polizei die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger ernst. Viele der gemeldeten „Wutpunkte“ sind inzwischen als dauerhafte Messpunkte feste Bestandteile der täglichen Kontrollen der Polizei. „Die Bürgerbeteiligung wird damit weiter konsequent fortgesetzt“, versicherte Jäger.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie für mehr Verkehrssicherheit auf dem richtigen Weg sind“, betonte der NRW-Innenminister. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Verkehrstoten in NRW um 108 auf 528 zurück.

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Das neue „Geoportal Bergisch Gladbach“ jetzt im Internet

29 Mai 2013 von Darian Lambert

Das „Geoportal Bergisch Gladbach“ im Internet eröffnet interessierten Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in die „Geographie“ der Stadt – jetzt mit neuer Technik, neuem Design und verbesserter Qualität. Der Weg per schnellem Mausklick führt entweder über die Homepage der Stadt www.bergischgladbach.de (Seite „Aktuelles“/ rechts „Infos“), oder direkt über http://www.bergischgladbach.de/geoportal.aspx.

Hier finden sich aktuelle Verwaltungsdaten mit räumlichem Bezug (Geodaten). Immerhin weisen 80% der städtischen Daten einen Raumbezug auf. Nicht nur für Bürgerinnen und Bürger wertvoll, sondern auch für Politik und Wirtschaft! „Mit dem schnellen Zugriff auf die Geodaten und einem neuen Design möchte die Stadtverwaltung größtmögliche Transparenz schaffen und der Öffentlichkeit die Partizipation an solchen Daten erleichtern“, erklärt Bürgermeister Lutz Urbach.

Neben den Geoinformationen sind auf der neuen Internetseite auch eine Bedienungshilfe zu finden, ebenso die Daten der Ansprechpartner. Fragen an den städtischen Geoservice können auch unter gis@stadt-gl.de gestellt werden.Nutzern wird eine DSL-Verbindung ab 2000MB/s unter Verwendung des Browsers Mozilla Firefox empfohlen.

Die neuen Funktionen:
·        Suche nach Adressen, Bebauungsplänen, interessanten Orten
·        die Möglichkeit, Inhalte individuell zusammenzustellen
·        individuelle Anpassung der Kartendarstellung: Reihenfolge, Transparenz, Ein- und Ausblenden
·        Aufrufen von Dokumenten, die mit Punkten, Linien oder Flächen verknüpft sind (z.B. alle digitalisierten PDF-Urkunden der Bebauungspläne)
·        Messen und Skizzieren in der Karte
·        Abfragen von Sachdaten

Das erweiterte Datenangebot in 12 Themenbereichen:
·        Bauleitplanung/Ortsbaurecht
·        Gewerbe und Industrie
·        Grundstückswerte
·        Stadtentwicklung/Statistik
·        Stadtgrün/Friedhöfe
·        Städtische Baulandentwicklung
·        Städtische Geobasisdaten
·        Stadtplan
·        Tourismus
·        Umweltschutz
·        Ver- und Entsorgung
·        Verkehrsflächen

Beispiele für die Nutzung des Geoportals:
·        städtische Geobasisdaten: Wie erkunde ich interessante Orte, z.B. meinen Wohnort? Z.B. online anhand des Stadtplans oder mit Luftbildern,                 topographischen Karten und historischen Karten.
·        Umweltschutz: Liegt mein Grundstück in einem Wasserschutzgebiet oder FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) und wie hoch ist die Lärmimmission dort?
·        Bauleitplanug/Ortsbaurecht: Wo liegen Bebauungspläne vor und welche Inhalte haben die rechtskräftigen Pläne?
·        Grundstückswerte: Wie hoch sind die Bodenrichtwerte in einem bestimmten Gebiet?
·        Stadtgrün/Friedhöfe: Wo sind städtischen Baumstandorte?
·        Ver- und Entsorgung: In welchem Abfuhrbezirk liegt mein Grundstück? Wo ist der nächste Mobilfunkmast? Wo finde ich den nächsten Müllcontainer?
·        Tourismus: Welche Rad- und Wanderrouten gibt es Bergisch Gladbach? Liegt auf der Route vielleicht ein Schwimmbad oder ein Restaurant? Könnte ich die Wanderung mit dem Besuch eines Museums verbinden?

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Siegfried Reddel will Abfindung vor Gericht erstreiten

29 Mai 2013 von Darian Lambert

Siegfried Reddel, der ehemalige Geschäftsführer des Mediterana, klagt gegen seine Kündigung. Der Streit mit seinem EX-Chef Ernst Werner Ruhbaum eskalierte bei Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Planung des Hotels am Mediterana (GL Aktuell berichtete). Am 26. Juni 2013 kommt es zum ersten Prozesstermin am Landgericht in Frankfurt. Gleich mehrere Abmahnungen sollen dem Frankfurter Richter vorgelegt werden. Mehrmals war Ruhbaum nicht einverstanden damit, wie Reddel das Mediterana führte.

Kein Comeback für Reddel

Eine Unwirksamkeit der Kündigung lässt sich wohl juristisch nicht erreichen, daher zog Reddel direkt nach seiner Kündigung aus Bergisch Gladbach fort. Reddel zeigt sich dabei noch gewohnt sportlich als ambitionierter Golfer und verspricht beim GLC – Köln zumindest einmal im Monat die Bälle über das Grün zu jagen. Gescheitert ist er hier jedoch auch schon mit seinem Vorhaben auf dem Grün des GLC – Köln Golfkurse vom Mediterana aus durchführen zu wollen. „Reddels Vorhaben hat der unser Club abgelehnt. Darüber bin ich sehr froh, denn das hätte unseren Club in der Tat kaputt gemacht.“ – beklagt sich ein Mitglied des Golfclubs. Aufgefallen ist Reddel hier zudem mit einer aufbrausenden, nicht immer bodenständigen Art gegenüber dem Personal, womit er jedoch stets abblitzte. „Sie wissen ja wie das ist mit Dingen die man sich vornimmt. Er sagt zwar er würde bei uns im Club einmal im Monat noch Golf spielen, aber wahrscheinlich ist das nicht der Fall. Es bleibt oft bei den guten Vorsätzen“ – kommentiert eine andere Dame aus dem Golfclub abschließend Reddels Abgang.

Abfindung und zu den Akten

Im juristischen Streit möchte Reddel eine ordentliche Abfindung erstreiten. Sein Geschäftsführer-Vertrag lief eigentlich bis ins Jahr 2016. Am Frankfurter Landgericht geht es aber um mehr als um die Frage ob die fristlose Kündigung wirksam ist oder nicht. Es geht u.a. um nicht bezahlte Mieten für Reddels Wohnbungalow, nicht bezahlte Auschüttungsvergütungen, Budgetüberschreitungen, nicht sauber getrennte Privat / Geschäftsquittungen. Am Ende geht es aber wieder meist nur um eines, das liebe Geld…. nämlich nur wie hoch die „bescheidene“ Abfindung für Siegfried Reddel sein wird.

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Video: YouTube versus GEMA

27 Mai 2013 von Lars Sobiraj

Diesen Spruch dürfte jeder schon einmal gesehen haben: „Dieses Video ist  in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält,  für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt  wurden.“ YouTube schreibt, das tue ihnen leid. Doch was steckt wirklich  dahinter? Die Kollegen von OpenDataCity zeigen auf ihrer Website  (http://apps.opendatacity.de/gema-vs-youtube/), wie hoch unter den 1.000  beliebtesten Videos der Anteil der gesperrten Musikvideos ist. Während  hierzulande stets über 60 % der populärsten Videos ohne Proxy nicht  verfügbar sind, sind es in vielen anderen Ländern lediglich ein Prozent.
In Deutschland werden die meisten Musikvideos aber nicht wegen  Urheberrechtsverletzungen vom Netz genommen. Juristische  Auseinandersetzungen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Zumeist  geht es um einen Rechtsstreit zwischen der Google-Tochter YouTube und  der Musikverwertungsgesellschaft GEMA. Deren Auseinandersetzung um die  Vergütung der Urheber pro abgespieltem Video wird mittlerweile vor  Gericht verhandelt, weil man sich bis heute nicht einigen kann. Der  Kölner Dozent, DJ, Labelbetreiber und Jurist Stephan Benn spricht mit  DigitalKultur.TV über viele weitere Baustellen und zeigt, wo es überall  bei der GEMA hakt.

Wir fragten Herrn Benn unter anderem: Was ist eigentlich das  Leistungsschutzrecht in Abgrenzung zum Urheberrecht? Wieso sollte man  sogar das amerikanische Copyright vom europäischen Urheberrecht  unterscheiden? Uns interessierte zudem, ob der Verein Musikpiraten e.V.  auch in nächster Instanz wegen der GEMA-Vermutung vor Gericht verlieren  wird. Außerdem ist die Unterscheidung zwischen den verschiedenen  GEMA-Mitgliedern sehr interessant. Denn die wenigen Popstars, die als  ordentliche Mitglieder organisiert sind, kassieren das meiste Geld und  bestimmen, wie sich die Verwertungsgesellschaft künftig entwickeln wird.  Da die Topstars nicht daran interessiert sind, mehr von ihrem Kuchen  abzugeben, wird sich in den nächsten Jahren wohl kaum etwas ändern.  Zahlreiche Kritiker bemängeln die undemokratische Struktur. Manche gehen  sogar soweit, die GEMA als Kreativbremse Nr. 1 zu bezeichnen. Damit sind  nicht nur stumme Weihnachtsmärkte in diversen Stätdten oder geschlossene  Clubs gemeint, die sich eine Beschallung nicht mehr leisten können. Die  Problematik der GEMA betrifft neben Videoplattformen auch die  Leermedienabgabe, die neue DJ-Gebühr und vieles mehr.

Derzeit bemüht sich die Cultural Commons Collecting Society (C3S) beim  Deutschen Patent- und Markenamt um eine Anerkennung als neue  Verwertungsgesellschaft. Wenn alles so klappt, wie sich die  C3S-Initiatoren es sich wünschen, wird die Organisation künftig nicht  nur die Verwertung von Musik, sondern von alle möglichen digitalen Güter  behandeln. Wir fragen Stephan Benn, ob diese neue Organisation eine  Chance haben wird, neben der GEMA zu bestehen.

Unser 90-minütiger Audio-Podcast versucht alle Fragestellungen rund um  die GEMA so verständlich wie möglich zu erläutern. Schon der Umfang der
Sendung zeigt, wie komplex dieses Thema ist.  https://soundcloud.com/digitalkultur-tv/s01e03

Im Video-Interview von DigitalKultur.TV hat unser Gesprächspartner  hingegen nur etwa 10 Minuten Zeit, alle Fragen rund um die GEMA zu
beantworten: http://www.youtube.com/watch?v=9zmmqdy62OQ

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Wie sicher sind Daten auf Handy und Smartphone?

21 Mai 2013 von Lars Sobiraj

DigitalKultur.TV holte den selbstständigen Langenfelder IT-Sicherheitsberater Pascal Kurschildgen vor die Kamera. Er beantwortete uns zahlreiche Fragen zum Thema Datenschutz bei Handys und Smartphones. Die modernen Geräte sind teuer, winzig aber können alles, was normale Computer auch können. Man kann damit E-Mails verschicken, im Internet surfen, Musik abspielen und vieles mehr. Doch die schöne neue Welt besitzt auch ihre Tücken. Denn viele Apps sammeln unsere Daten und übertragen diese insgeheim ohne jede Kontrolle an Dritte. Die Empfänger der Daten haben vor allem Interesse an unserem Telefonbuch, allen Adressbucheinträgen, E-Mail-Adressen, den besuchten Webseiten und vielem mehr. Programme wie WhatsApp können zudem sehr gut analysieren, welche Themen gerade „in“ sind. Der direkte Zugriff auf alle Chatprotokolle ist auch einer der Gründe, warum der Anbieter von WhatsApp auf jegliche Verschlüsselung verzichtet. Denn nur wer die Daten besitzt, kann sie meistbietend an Unternehmen verkaufen.

Wir fragen den Forensiker: Wie schlimm ist es, das eigene Gerät zu verlieren? Welche Möglichkeiten gibt es, das eigene Handy zu orten? Pascal Kurschildgen hat alle gängigen Smartphones ausprobiert. Kaum eines löscht die gespeicherten Daten dauerhaft. Diese werden lediglich überschrieben, können aber mit wenig Aufwand wieder hergestellt werden.
Zudem wollten wir wissen: Wie harmlos oder gefährlich sind eigentlich meine Daten? iOS versus Android – welches Betriebsystem bevorzugt der IT-Sicherheitsexperte? Und was hält Kurschildgen vom Thema Jailbreak? Welche Chancen und Risiken sind damit verbunden?

Fest steht: Mit dem nötigen Wissen kann man die meisten gesperrten Geräte auslesen. Wer sein Handy oder Smartphone verkauft, verkauft seine Daten mit. Wer beim Thema Datenschutz auf Nummer sicher gehen will, sollte sein altes Handy behalten oder es vernichten. Kurschildgen erzählt auch aus seinem Alltag. So konnte er einen Bankenbetrug beweisen, weil das iPhone seines Auftraggebers am fraglichen Tag weit von dem Ort entfernt war, wo dieser angeblich den Vertrag für einen Kredit unterschrieben hat. Die Ex-Frau des Betroffenen versuchte mit Hilfe einer gefälschten Unterschrift und der Unterstützung eines korrupten Bankmitarbeiters an das Geld des Mannes zu gelangen. Doch es ist nicht immer von Vorteil, wenn man mit wenig Aufwand in Erfahrung bringen kann, wo wir uns im Laufe der letzten Jahre im Detail aufgehalten haben.

Weitere Informationen kann man unserem ausführlichen Audio-Podcast
entnehmen: https://soundcloud.com/digitalkultur-tv/s01e02

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Wie kann ich meine Privatsphäre bei Facebook effektiv schützen?

17 Mai 2013 von Lars Sobiraj

Vor einigen Jahren verstreute man Werbung grundsätzlich nach dem Gießkannenprinzip. Jeder bekam exakt dieselben Anzeigen zu sehen. So sahen sich 80-jährige Rentner im Spiegel, Stern oder der Zeit exakt die gleichen Anzeigen an, wie die 30-jährige Lehrerin oder der 20-jährige Student. Seit dem Siegeszug des Internet hat das ein Ende. Insbesondere bei den Internet-Portalen, wo man sich anmelden muss, kann einem die Werbung gezielt angezeigt werden. Soziale Netzwerke sammeln Daten. Sie leben davon, dass sie für ihre Kunden Werbung passgenau platzieren. Umso besser die Werbung zu uns passt, umso mehr Geld verdient Facebook & Co. daran. Unsere Vorlieben und Eigenschaften geben wir bei Facebook selbst ein. Dafür können wir dieses soziale Netzwerk kostenlos nutzen. Momentan geht es so weit, dass die Anbieter versuchen zu kalkulieren, was wir als nächstes kaufen könnten. Frei nach dem Motto: Wer ein Mottorad besitzt, kauft auch entsprechendes Zubehör. Wer Kinder hat, braucht auch Geschenke für die Kleinen. Wer seine Bekleidung bei Firma A kauft, könnte sich auch für Produkt B interessieren.

So simpel ist es allerdings nicht, diese Massen an Daten auszuwerten. Trotzdem entstehen dadurch Begehrlichkeiten. Deutsche Strafverfolgungsbehörden arbeiten teilweise schon mit den Daten. Auch jetzige und künftige Arbeitgeber interessieren sich für unseren Lebenswandel und unsere Meinungsäußerungen. Immer mehr Personalchefs prüfen die Profile ihrer Bewerber. Die Teilnahme an einer Demonstrationoder ein Saufbild kann dem Entscheider im Personalbüro schon zuviel gewesen sein. Wer abgelehnt wird, erfährt leider in den seltensten Fällen, wieso er die Absage erhält.

Die Daten, die Facebook über uns sammelt, lassen sich dabei in verschiedene Kategorien einsortieren. Die Angabe der Registrierungsdaten wie Name, Wohnort, Geburtstag, Geschlecht etc. ist Pflicht. Facebook erlaubt keine Pseudonyme und sperrt gerne auch schon einmal einen Account, sofern der angegebene Name nicht stimmen sollte. Dazu kommen alle freiwilligen Daten, wie „Gefällt mir“-Angaben, unsere Kommentare, Statusmeldungen, unser Netzwerk von Freundschaften, die Teilnahme an Gruppen und Veranstaltungen, Verlinkungen und Postings (Fotos, Videos, Texte) und die Kommunikation über die Mail- beziehungsweise Chat-Funktion.

Wer sich schützen will, hat grundsätzlich zwei Optionen. Entweder man stellt jegliche Aktivitäten bei sozialen Netzwerken komplett ein, oder aber man bearbeitet seine Einstellungen in der Form, dass möglichst wenig Informationen über einen preisgegeben werden. Wie das funktioniert, erklärt ausführlich unsere Videoanleitung. Die erste Folge von DigitalKultur.TV erläutert verständlich und nachvollziehbar, wie das eigene Profil, die Privatsphäre-Einstellungen, Kontoeinstellungen etc. angepasst werden müssen, will man zu viel Offenheit vermeiden.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung kann hier eingesehen werden:

http://www.gulli.com/security/facebook

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Einführung der Zweitwohnungsteuer: Einwohner werden um Überprüfung des Meldestatus gebeten

14 Mai 2013 von Darian Lambert

Die Stadt bittet alle Einwohnerinnen und Einwohner mit Zweitwohnsitz in Bergisch Gladbach ihren aktuellen Meldestatus zu überprüfen. Grund hierfür ist die Einführung der Zweitwohnungsteuer, die der Rat in seiner Sitzung am 13.12.2012 beschlossen hatte.

Wer einen Zweitwohnsitz in Bergisch Gladbach führt und nicht unter die in der Satzung genannten Ausnahmen fällt, ist ab dem 01. Januar 2013 zur Entrichtung einer Zweitwohnungsteuer in Höhe von 12% der jährlichen Nettokaltmiete verpflichtet. Die Steuerpflicht fällt nur für volle Monate an und wird im Einzelnen von der Steuerabteilung geprüft

Das Bürgerbüro der Stadt Bergisch Gladbach hat bereits im Frühjahr 2010 alle Inhaberinnen und Inhaber von Zweitwohnsitzen mit der Bitte um Überprüfung des aktuellen Meldestatus angeschrieben. Auch im Oktober 2010 wurde seitens des Steueramtes über die geplante Einführung einer Zweitwohnungsteuer informiert. Sie wurden nochmals gebeten, ggf. Ihren Meldestatus zu ändern. Das Ergebnis war eine Reduzierung der Zweitwohnsitze von 4.400 auf 2.200 (Stand 31.03.2013).

Zur Vermeidung ungewollter Kosten kann es auch jetzt noch sinnvoll sein, den Meldestatus zu aktualisieren und Ab- und Ummeldungen vorzunehmen. Informationen erhalten Sie im Bürgerbüro Bergisch Gladbach, Tel. 02202/142322
. Alle Informationen zur Zweitwohnungsteuer finden Sie unter www.bergischgladbach.de .

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