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Katastrophenschutz in Bergisch Gladbach nimmt konkrete Formen an

20 März 2023 von Darian Lambert

Bergisch Gladbach bereitet sich auf Notfälle und Krisen vor und hat in der vergangenen Ausschusssitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Umwelt, Sicherheit und Ordnung ihr Konzept zur Einrichtung von Notfallinformationspunkten (NIP) vorgestellt. Diese Anlaufstellen sollen im Falle von Krisen von der Feuerwehr betrieben werden und der Bevölkerung sowohl Informationen als auch Hilfeleistungen bieten, sowie die Möglichkeit geben, im Bedarfsfall Notrufe abzusetzen.

Um möglichst das komplette Stadtgebiet abzudecken, wurden zentrale Standorte gesucht, die möglichst in einem Radius von 1,5 Kilometern liegen. Es wurden sowohl stationäre als auch mobile NIPs in Moitzfeld und Refrath eingerichtet. Die Auswahl der Orte spielte eine wichtige Rolle, da die NIPs bei allen Schadenereignissen verfügbar sein sollen und auch bei Starkregen oder Hochwasser erreichbar sein müssen.

Die Notfallinformationspunkte befinden sich an verschiedenen Standorten in der Stadt. In Refrath sind sie in den Otto-Hahn-Schulen und auf dem Peter-Bürling-Platz eingerichtet, in Bensberg am Albertus-Magnus-Gymnasium und an der Johannes-Gutenberg-Realschule, in der Stadtmitte an der Nelson-Mandela-Gesamtschule, in Herkenrath an der städtischen Realschule und dem Gymnasium, in Sand an der katholischen Grundschule, in Paffrath und Hand im Schulzentrum im Kleefeld und im Nicolaus-Cusanus-Gymnasium. Für die Schildgener Bürgerinnen und Bürger wird das Gebäude des Bürgertreffs als Informationspunkt genutzt.

Neben den Notfallinformationspunkten werden auch drei Katastrophenschutzleuchttürme (KAT-L) geplant, die sich im Schulzentrum der Otto-Hahn-Schulen, in der Nelson-Mandela-Gesamtschule und im Schulzentrum im Kleefeld befinden werden. Diese Räumlichkeiten bieten genügend Platz, um viele Menschen auch kurzfristig vor Ort zu versorgen.

Die Stadtverwaltung wird für die Ausstattung der NIP neben den obligatorischen Dingen wie Stromgeneratoren und autarken Leuchtmitteln auch Büromaterialien und Kommunikationsmittel anschaffen. Die Kosten für die Ausstattung der NIP werden im Haushalt 2023 abgebildet und bestehende Fördermöglichkeiten sollen so weit wie möglich genutzt werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 97.000€. Die finanziellen Mittel für die Ertüchtigung und Ausstattung der KAT-L sollen im Haushalt 2024/2025 abgebildet werden.

Die Einrichtung von Notfallinformationspunkten und Katastrophenschutzleuchttürmen zeigt, dass die Stadt Bergisch Gladbach die Bedeutung von präventiven Maßnahmen erkennt und sich auf mögliche Krisen und Notfälle vorbereitet. Die Bürgerinnen und Bürger können sich nun sicherer fühlen, da sie im Falle von Notfällen auf schnell erreichbare Anlaufstellen zurückgreifen können.

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