Der Ausbau der stark belasteten Kölner Ost-West-Achse macht einen wichtigen Schritt nach vorn: Das Land Nordrhein-Westfalen hat signalisiert, Fördergelder für den Bau verlängerter Bahnsteige bereitzustellen. Damit können künftig bis zu 90 Meter lange Stadtbahnen eingesetzt werden – ein wesentlicher Beitrag, um deutlich mehr Fahrgäste transportieren zu können.

Symbolbild
Projekt erreicht erste Hürde im Landtag
Der Verkehrsausschuss des Landtages stimmte dafür, das Projekt in den ÖPNV-Bedarfsplan aufzunehmen. Damit wurde eine zentrale Voraussetzung geschaffen, um Fördermittel zu beantragen. Die Stadt Köln kann nun den detaillierten Förderantrag vorbereiten.
Die Entscheidung war keineswegs selbstverständlich: Die Stadt hatte ihre ursprünglichen Pläne zum Ausbau der Ost-West-Achse zuletzt verändert. Statt einer rein oberirdischen Lösung soll langfristig ein Tunnel unter der Innenstadt entstehen – möglicherweise sogar einschließlich einer Rheinunterquerung.
Unsicherheit über neue Ausbaupläne überwunden
Gerade diese Planänderungen hatten das Projekt ins Wanken gebracht. Wäre das Land nicht bereit gewesen, trotz der neuen Tunnelüberlegungen Fördermittel zuzusagen, hätte Köln den Antrag erst in einigen Jahren erneut stellen dürfen. Die Folgen wären eine erhebliche Verzögerung gewesen – mit ungewissem Ausgang.
Da die Ost-West-Achse jedoch heute schon an der Belastungsgrenze fährt, besteht dringender Handlungsbedarf. Eine höhere Taktfrequenz ist laut Stadt nicht mehr möglich. Mehr Kapazität lässt sich daher nur über längere Züge schaffen.
Provisorische Lösung – später Entscheidung über Tunnel
Mit der nun möglichen Verlängerung der oberirdischen Bahnsteige kann Köln kurzfristig handeln. Die Maßnahme gilt als Übergangslösung, bis über den milliardenschweren Tunnel endgültig entschieden wird.
Ob und wann der Tunnelbau tatsächlich gefördert wird, ist noch offen. Fest steht: Ohne massive Unterstützung des Landes ist das Projekt für die Stadt finanziell nicht zu stemmen.
Nächste Schritte
Die Stadt Köln arbeitet nun an der Ausarbeitung des Förderantrags für den oberirdischen Ausbau. Sobald dieser bewilligt ist, können Planung und Bau der verlängerten Bahnsteige beginnen.
Damit rückt das Ziel näher, kurzfristig mehr Kapazitäten im Kölner Nahverkehr zu schaffen – und langfristig eine leistungsstarke, moderne Ost-West-Verbindung zu realisieren.










