In Köln-Gremberghoven ist in der Nacht zu Freitag ein Großeinsatz erfolgreich beendet worden: Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Donnerstag bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden waren, konnten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sicher entschärft werden. Bei den Funden handelte es sich um englische Zehn-Zentner-Bomben mit Aufschlagzünder – ein Szenario, das sofort umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich machte.
Symbolbild
Evakuierung im Radius von 500 Metern
Rund 6.000 Menschen waren von der Evakuierung betroffen. Der Gefahrenbereich rund um die Cherusker- und die Cimbernstraße wurde in einem Umkreis von 500 Metern vollständig abgesperrt. Auch mehrere Hochhäuser lagen in der Schutzzone – ihre Bewohner mussten für die Dauer der Arbeiten die Wohnungen verlassen.
Für Betroffene richtete die Stadt eine Anlaufstelle in der Kopernikusschule ein. Einsatzkräfte des Ordnungsamtes suchten den gesamten Evakuierungsbereich mehrfach ab und informierten die Anwohner über Lautsprecher und Klingelrunden. Insgesamt wurden drei Kontrollgänge durchgeführt, bevor der Bereich als vollständig geräumt galt.
Verzögerungen durch Krankentransporte und Rückkehrer
Die Entschärfung verzögerte sich aus mehreren Gründen: Zunächst mussten zusätzliche Krankentransporte organisiert werden, um mobilitätseingeschränkte Menschen aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Später kam es zu weiteren Verzögerungen, weil einzelne Anwohner unerlaubt in ihre Wohnungen zurückgekehrt waren. Gegen fünf Personen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.
Erst kurz vor Mitternacht konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der eigentlichen Entschärfung beginnen – und meldete kurz darauf Erfolg.
Bahnstrecke Köln–Frankfurt zeitweise gesperrt
Auch der Bahnverkehr war betroffen. Teile der ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt verliefen durch den Sperrbereich und mussten während der Maßnahmen gesperrt werden. Sowohl Fernverkehrs- als auch Regionalzüge waren von der Unterbrechung betroffen. Mittlerweile sind alle Gleise wieder freigegeben, der Zugverkehr rollt normal.
Einsatz endet ohne Zwischenfälle
Nach der erfolgreichen Entschärfung wurden die Sperrungen aufgehoben, und die Bewohner konnten in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Stadt und die Einsatzkräfte zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf des Großeinsatzes, der trotz diverser Herausforderungen ohne Zwischenfälle abgeschlossen werden konnte.
Mit Beginn der Adventszeit wird es im zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg besonders spannend: Ab sofort können Kinder ab dem Kita-Alter mit dem digitalen MINT-Adventskalender auf Entdeckungsreise gehen. Hinter jedem Türchen wartet ein neues Experiment, das spielerisch Lust auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik macht – verpackt in einer festlichen Weihnachtskulisse.
Der Online-Adventskalender ist auf der Internetseite des Rheinisch-Bergischen Kreises frei zugänglich und richtet sich an Kitas, Grundschulen, Offene Ganztagsschulen sowie Familien zu Hause. An jedem Wochentag öffnet sich ein neues digitales Türchen, das bis Heiligabend zu spannenden Aktionen einlädt: Es geht um Geräusche, Schattenspiele, Schnee oder darum, warum unsere Finger manchmal so kalt werden. Die Aufgaben sind so gestaltet, dass sie ohne großen Aufwand nachgemacht werden können – ideal für Gruppen ebenso wie für einzelne Kinder.
Zwei Türchen kommen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis
Der Adventskalender ist ein bundesweites Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Kinder forschen. Alle teilnehmenden MINT-Netzwerke haben eigene weihnachtliche Experimente beigesteuert. Aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis stammen die Beiträge vom 2. und 23. Dezember: Beide Türchen nehmen Kinder mit auf eine kleine Reise und widmen sich dem Thema weihnachtliche Leckereien.
Mit dem Adventskalender möchte das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg zeigen, wie leicht junge Menschen für naturwissenschaftliche Themen begeistert werden können. Die Experimente eignen sich nicht nur für Schulen und Kitas, sondern auch für Eltern und Großeltern, die gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln eine tägliche Lernpause in der Vorweihnachtszeit einlegen möchten.
Über das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg
Das Netzwerk wird vom Rheinisch-Bergischen Kreis getragen und vereint fast 100 Partnerinnen und Partner aus Kitas, Schulen, Unternehmen und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Ziel aller Beteiligten ist es, junge Menschen frühzeitig und praxisnah für MINT-Themen zu begeistern. Als eines von zahlreichen zdi-Zentren in NRW ist es Teil des größten MINT-Fördernetzwerks in Deutschland, Zukunft durch Innovation.NRW, das über 5.000 Partnerinnen und Partner umfasst.