Archiv | November 27th, 2025

Lenkrad und Infotainmentsystem aus BMW ausgebaut

Bergisch Gladbach – Hochwertige Fahrzeugteile aus BMW gestohlen: Polizei sucht Zeugen

27 November 2025 von Felix Morgenstern

In Bergisch Gladbach-Hebborn haben bislang unbekannte Täter in der Nacht zu Mittwoch hochwertige Fahrzeugkomponenten aus einem geparkten BMW ausgebaut. Der Halter bemerkte den Diebstahl am Mittwochmittag (26. November) gegen 11.50 Uhr, als er zu seinem Fahrzeug zurückkehrte und die Spuren des Einbruchs entdeckte.

Lenkrad und Infotainmentsystem aus BMW ausgebaut

Professionelles Vorgehen der Täter

Der Besitzer hatte den BMW am Vorabend (25. November) gegen 21.30 Uhr ordnungsgemäß verschlossen am Fahrbahnrand der Mutzer Straße abgestellt. Innerhalb des nächtlichen Tatzeitraums schlugen die Täter eine hintere Seitenscheibe ein und verschafften sich so Zugang zum Innenraum. Anschließend bauten sie äußerst zielgerichtet das Lenkrad, das fest verbaute Infotainmentsystem samt Navigationsmodul sowie das Multifunktionssteuergerät aus.

Diese Komponenten gehören zu den besonders begehrten Bauteilen, die häufig bei überregional agierenden Banden im Fokus stehen. Experten weisen darauf hin, dass derartige Diebstähle oft binnen weniger Minuten durchgeführt werden und die Täter meist professionell ausgestattet sind.

Schaden im vierstelligen Bereich

Der Wert des Diebesguts liegt nach aktuellen Einschätzungen im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Neben dem materiellen Verlust bleiben für den Fahrzeughalter auch erhebliche Kosten für Reparaturen und die Wiederherstellung des Fahrzeugs.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter den Tatort gezielt ausgewählt haben könnten und möglicherweise zuvor die Umgebung ausgekundschaftet haben. Hinweise auf weitere beschädigte Fahrzeuge in der Nähe liegen bislang nicht vor.

Polizei bittet Anwohner und Autofahrer um Hinweise

Für die Ermittler des Kriminalkommissariats 3 sind vor allem Beobachtungen rund um die Mutzer Straße in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch relevant. Wichtig könnten unter anderem folgende Hinweise sein:

  • ungewöhnliche Geräusche oder Lichtquellen,
  • fremde Personen, die sich auffällig verhielten,
  • Fahrzeuge, die langsam durch die Straße fuhren oder längere Zeit parkten,
  • verdächtige Werkzeuge oder Taschenlampenlicht in der Nacht.

Auch Aufzeichnungen privater Tür- oder Überwachungskameras aus dem Umfeld könnten entscheidende Hinweise liefern.

Zeugen oder Personen, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter 02202 205-0 beim Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg zu melden.

Kommentare (0)

ChatGPT Image 27. Nov. 2025, 10_31_20(1)

19 Verletzte nach Pfeffersprayeinsatz an Kölner Schule – Polizei ermittelt gegen mehrere Beteiligte

27 November 2025 von Felix Morgenstern

An der Europaschule im Kölner Stadtteil Zollstock ist es am vergangenen Mittwoch zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen: Eine Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen führte zu einem Pfeffersprayeinsatz im Schulgebäude – insgesamt wurden mindestens 19 Schülerinnen und Schüler verletzt.

Symbolbild

Auseinandersetzung eskaliert im Schulgebäude

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gerieten gegen 14:20 Uhr drei Jugendliche in der Schule in Streit. Einer der Beteiligten konnte inzwischen identifiziert werden: ein 15-Jähriger, der selbst kein Schüler der Europaschule ist. Er soll einen 16-jährigen Schüler attackiert und Pfefferspray gegen ihn eingesetzt haben.

Der 16-Jährige setzte ebenfalls Pfefferspray ein – offenbar, um sich zu verteidigen. Beide Stoffe verteilten sich rasch im Schulgebäude und führten dazu, dass zahlreiche unbeteiligte Schülerinnen und Schüler Reizungen erlitten.

Zahlreiche Verletzte und medizinische Versorgung

Mindestens 19 Jugendliche klagten nach dem Vorfall über Beschwerden wie Augen- und Atemwegsreizungen. Neun von ihnen wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Eltern und Angehörige kamen unmittelbar zur Schule und wurden dort durch Einsatzkräfte betreut.

Ermittlungen laufen – weiterer Beteiligter gesucht

Die Polizei stellte das Pfefferspray des 16-Jährigen sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Gegen den 15-Jährigen wird ebenfalls ermittelt. Zudem suchen die Beamten weiterhin nach einem dritten Jugendlichen, der an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein soll.

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um den genauen Ablauf der Tat sowie die Hintergründe des Konflikts vollständig aufzuklären.

Kommentare (0)

pm_209_rbk_demokratiefo-rderung_1(1)

Fachtag „Demokratieförderung in Schule“: Lehrkräfte erhalten praxisnahe Unterstützung – Schülerinnen und Schüler im Gespräch mit Innenminister Reul

27 November 2025 von Felix Morgenstern

Wie wichtig demokratische Bildung ist, zeigt sich besonders in Zeiten zunehmender Desinformation und polarisierter Debatten im Netz. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie vermitteln jungen Menschen, wie man Informationen kritisch einordnet, Konflikte fair austrägt und demokratische Werte lebt. Vor diesem Hintergrund hat das Bildungsnetzwerk des Rheinisch-Bergischen Kreises rund 130 Lehrkräfte und Schulleitungen zum Fachtag „Demokratieförderung in Schulen“ ins Kreishaus Heidkamp eingeladen.

Demokratie als Lern- und Lebensraum

Landrat Arne von Boetticher betonte zur Eröffnung, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Schulen seien der Ort, an dem junge Menschen früh lernen, Meinungen zu äußern, zu diskutieren und respektvoll mit Unterschieden umzugehen. Die hohe Bedeutung des Themas spiegelte sich nicht zuletzt in der Teilnahme von NRW-Innenminister Herbert Reul wider, der sich im Verlauf der Veranstaltung einer intensiven Diskussion mit Jugendlichen stellte.

Impulse aus Forschung und Praxis

Den fachlichen Auftakt gestaltete Dr. Wolfgang Beutel vom Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover. In seinem Vortrag „Herausforderung Demokratie!“ hob er hervor, dass demokratische Bildung dauerhaft verankert werden müsse – als grundlegende Aufgabe für Schulen von der ersten Klasse an. Demokratie könne nur bestehen, wenn bereits junge Menschen befähigt würden, die liberale Grundordnung zu verstehen und zu verteidigen.

Arbeitsforen: Von Medienkompetenz bis Erinnerungskultur

In fünf Arbeitsforen setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen der Demokratiebildung auseinander. Die Themen reichten von Debattenkultur und Perspektivwechsel über die Förderung eines wertschätzenden Miteinanders bis hin zum Umgang mit Desinformation, Deepfakes und Hass im Netz. Workshops zu Projekten wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder zu zeitgemäßen Formen schulischer Erinnerungskultur boten konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag.

Zahlreiche Best-Practice-Beispiele lieferten den Lehrkräften wertvolle Anregungen, um Demokratie und Respekt im Klassenzimmer aktiv zu stärken und Schülerinnen und Schüler resilient gegenüber demokratiefeindlichen Anfeindungen zu machen.

Schülerinnen und Schüler im Dialog mit Minister Reul

Ein Höhepunkt des Fachtages war die 45-minütige Diskussionsrunde zwischen Innenminister Herbert Reul und Jugendlichen der Nelson-Mandela-Gesamtschule sowie des Gymnasiums Odenthal. Die Schülerinnen und Schüler stellten gut vorbereitete, kritische Fragen – unter anderem zu Radikalisierung im Netz, Fake News, Bedrohungen für die Demokratie und der Rolle der Sicherheitsbehörden.

Reul betonte die Notwendigkeit, gesellschaftliche Probleme offen anzusprechen, um Vertrauen in staatliche Institutionen zurückzugewinnen. Zudem sprach er sich für stärkere Regulierung des Internets und klare Altersgrenzen beim Zugang zu digitalen Plattformen aus. Das von den Jugendlichen angesprochene Modell einer „Verfassungsviertelstunde“ zur Stärkung politischer Bildung begrüßte er ausdrücklich.

Landrat von Boetticher fasste das Gespräch abschließend zusammen und appellierte an alle Beteiligten: „Wir müssen unsere Demokratie gemeinsam pflegen.“

Kommentare (0)

Abgasuntersuchung für Elektroautos ab 2026: Neue Vorgaben für die HU

Abgasuntersuchung für Elektroautos ab 2026: Neue Vorgaben für die HU

27 November 2025 von Darian Lambert

Ab 2026 sollen in Deutschland erstmals standardisierte Abgasprüfprotokolle für Elektrofahrzeuge eingeführt werden. Darauf weist ein aktualisierter Entwurf zur HU-Richtlinie hin, der derzeit zwischen mehreren Fachgremien abgestimmt wird. Zwar stoßen reine Elektroautos weiterhin keine Abgase aus, doch laut dem Papier soll „die Emissionsfreiheit im Rahmen einer erweiterten Systemprüfung reproduzierbar dokumentiert“ werden.

Die Maßnahme wird offiziell als „AU-E“ bezeichnet.

Hintergrund der Neuerung

Begründet wird der Schritt damit, dass die bisherige Praxis – das Weglassen der AU bei Elektroautos – „zu lückenhaften Dokumentationen führe“.
Da die HU-Plakette jedoch ein vollständiges Prüfbild erfordere, soll ab 2026 auch für E-Autos ein formaler Abgaskontrollschritt verpflichtend werden.

Technisch ändern müsse sich dabei „nichts Wesentliches“, heißt es. Vielmehr handle es sich um eine „verlagerte Prüfform“, bei der nicht die Emission selbst, sondern die Nicht-Emission erfasst werde.

Wie die neue Prüfung abläuft

Laut Entwurf werden Elektroautos künftig an ein vereinfachtes AU-Erfassungsgerät angeschlossen. Dieses prüft nicht vorhandene Abgaswerte anhand folgender Kriterien:

  • Systemreaktion auf einen Prüfreiz: Das Fahrzeug wird in einen definierten Zustandsmodus versetzt, in dem das Steuergerät bestätigen muss, dass keine abgasrelevanten Komponenten aktiv sind.
  • Sensorische Leerfeldmessung: Das AU-Gerät führt automatisierte Nullmessungen durch, um zu belegen, dass kein Auslassdruck messbar ist.
  • Dokumentation der Emissionsfreiheit: Die Messung erzeugt einen elektronischen Nullwertreport, der im HU-Protokoll abgelegt wird.

In den Prüfzentren wird dafür ein standardisierter Anschluss genutzt, unabhängig davon, ob das Fahrzeug konstruktiv über einen Auspuff verfügt oder nicht.

Offizielle Stellungnahmen

Ein Sprecher des zuständigen Arbeitskreises betont, es gehe nicht um eine technische Notwendigkeit, sondern um „eine einheitliche Prüfstruktur, die für alle Fahrzeugantriebe vergleichbare Nachweisverfahren sicherstellt“.

Intern spricht man davon, dass man in der Bevölkerung Missverständnissen vorbeugen wolle:
Sind Elektroautos nämlich von der AU befreit, entstehe „der Eindruck unvollständiger Prüfung“, was bei Stichprobenkontrollen zu Irritationen führe.

Keine Veränderung der HU-Intervalle

Wie bisher müssen E-Autos:

  • nach 3 Jahren zur ersten Hauptuntersuchung
  • danach alle 2 Jahre

Die neue AU-E wird vollständig in die reguläre HU integriert. Ein separater Termin ist nicht vorgesehen.

Warum der Schritt umstritten ist

Mehrere Prüforganisationen äußerten bereits Zweifel, ob eine dokumentierte Nullmessung einen Mehrwert biete.
In Verbänden hieß es jedoch, man müsse „die Gleichbehandlung unterschiedlicher Antriebsarten sichtbar machen“.

In Fachkreisen kursiert der inoffizielle Begriff „symbolische Abgasprüfung“.

Auch wenn Elektrofahrzeuge technisch weiterhin ohne Abgase auskommen, könnte 2026 erstmals ein offizielles Abgasprüfprotokoll für E-Autos Pflicht werden.
Die Entscheidung soll noch im Laufe des Jahres bestätigt werden.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
November 2025
M D M D F S S
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930