Am Samstagabend kam es im Kombibad Paffrath zu einem Gefahrstoffeinsatz, der zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr Bergisch Gladbach auf den Plan rief. Gegen 20:25 Uhr meldete ein Haustechniker der Einrichtung einen Austritt eines chlorhaltigen Gefahrstoffs aus der Filteranlage. Dank des schnellen und besonnenen Handelns des Mitarbeiters sowie des professionellen Vorgehens der Feuerwehr konnte eine Gefährdung für Besucherinnen, Besucher und die Bevölkerung verhindert werden.

Technischer Defekt löst Alarm aus
Bereits kurz nach Betriebsschluss um 20:00 Uhr bemerkte der Haustechniker während seines Kontrollgangs eine geringe Menge austretenden Chlors. Er veranlasste umgehend die Räumung des Gebäudes und informierte die Leitstelle über den Notruf 112. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits alle Anwesenden das Kombibad unverletzt verlassen.
Die Leitstelle alarmierte ein großes Kräfteaufgebot: Die Feuerwachen 1 und 2, die Löschzüge Paffrath/Hand, Schildgen und Stadtmitte sowie der Einsatzführungsdienst und der Leitungsdienst rückten an. Auch der Rettungsdienst sowie ein Messtrupp des Rheinisch-Bergischen Kreises unterstützten den Einsatz.
Einsatz unter Atemschutz
Die Feuerwehrleute gingen unter schwerem Atemschutz und spezieller Schutzkleidung in den Technikraum vor. Dort nahmen sie den ausgetretenen Gefahrstoff auf und sicherten ihn in speziellen Behältern. Parallel wurde ein Dekontaminationsplatz im Außenbereich aufgebaut, um die Schutzkleidung der Einsatzkräfte professionell zu reinigen und mögliche Kontaminationen auszuschließen.
Da sich der Austritt als begrenzt herausstellte, konnten mehrere Einheiten im Laufe des Einsatzes wieder entlassen werden. Um 21:30 Uhr war der Gefahrstoff vollständig beseitigt und der betroffene Bereich ausreichend belüftet. Um 22:05 Uhr wurde die Einsatzstelle offiziell an den Betreiber übergeben.
Insgesamt waren rund 40 Feuerwehrkräfte mit zahlreichen Fahrzeugen im Einsatz.
Warum Chlor so gefährlich ist
Chlor wird in Schwimmbädern zur Wasseraufbereitung eingesetzt, kann jedoch bereits in geringen Mengen gesundheitliche Probleme verursachen. Dazu zählen Reizungen der Augen, Husten, Atembeschwerden und Schleimhautreizungen. Bei intensiverer Einwirkung drohen sogar Lungenschäden. Deshalb werden auch vermeintlich kleine Vorfälle sehr ernst genommen und technisch aufwendig abgearbeitet.
Schneller Einsatz verhindert Schlimmeres
Durch das umsichtige Verhalten des Haustechnikers und das konsequente Vorgehen der Feuerwehr konnte eine Gefährdung für die Öffentlichkeit ausgeschlossen werden. Der Badebetrieb bleibt vorerst unterbrochen, bis der technische Defekt vollständig analysiert und behoben ist.
Die Feuerwehr betont zum Abschluss: „Bereits geringe Mengen chlorhaltiger Stoffe können gefährlich sein. Daher ist es wichtig, dass Vorfälle wie dieser sofort gemeldet werden.“










