Archiv | November 26th, 2025

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Chancen und Herausforderungen: 30. Altenberger Forum widmet sich dem Thema Migration

26 November 2025 von Felix Morgenstern

Das 30. Altenberger Forum Kirche und Politik hat am Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Altenberger Dom und das Martin-Luther-Haus gelockt. Im Mittelpunkt stand eines der prägendsten Themen unserer Zeit: Welche Chancen und Herausforderungen bringen Flucht und Migration für unsere Gesellschaft mit sich? Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und Wirtschaft beteiligten sich auch Schülerinnen und Schüler der Johannes-Löh-Gesamtschule aktiv an der Diskussion.

Breite Perspektiven auf dem Podium

Nach einem ökumenischen Gottesdienst im Altenberger Dom fand im Martin-Luther-Haus eine lebendige Podiumsdiskussion statt. Auf dem Podium saßen Weihbischof Ansgar Puff, die Odenthaler Unternehmerin Anke Meißner, Dr. Stefan Hößl von der Melanchthon-Akademie sowie der ehemalige Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann. Die Diskussion wurde von Journalistin Melanie Wielens moderiert.

Das Forum machte gleich zu Beginn deutlich: Migration ist kein neues Phänomen, sondern historisch eine stetige Begleiterin gesellschaftlicher Entwicklung. Dr. Hößl betonte, Migration sei eine „universelle menschliche Praxis“, die man nicht ausschließlich aus einer Problemperspektive betrachten dürfe.

Integration: Viele Erfolge, aber auch Hürden

Die Diskussion zeigte sowohl Fortschritte als auch Schwierigkeiten auf. 64 Prozent der Menschen, die 2015 nach Deutschland kamen, sind laut aktuellen Zahlen heute berufstätig. Diese positive Entwicklung wird jedoch von strukturellen Hindernissen gebremst: fehlende Anerkennung ausländischer Abschlüsse, lange Bearbeitungszeiten und Sprachbarrieren erschweren vielen Geflüchteten den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Unternehmerin Anke Meißner schilderte die Situation aus Sicht der Wirtschaft: Viele Betriebe öffnen Türen für Geflüchtete und bieten Ausbildungs- und Arbeitsplätze an. Gleichzeitig seien die bürokratischen Hürden im Alltag groß und frustrierten sowohl Unternehmen als auch Bewerberinnen und Bewerber.

Kommunen als tragende Säule

Einen klaren Fokus setzte Stephan Santelmann auf die Situation vor Ort: Kommunen seien der Ort, an dem Integration konkret stattfinde und Demokratie erlebbar werde. Die steigenden Anforderungen, etwa im Bereich Unterbringung, Gesundheit oder Sprachförderung, könnten jedoch ohne ausreichende Unterstützung von Bund und Land kaum bewältigt werden.

Ehrenamt und gesellschaftliche Kommunikation

Weihbischof Puff würdigte insbesondere das Engagement der rund 10.000 Ehrenamtlichen im Erzbistum Köln, die Geflüchtete unterstützen. Gleichzeitig warnte er vor einer zunehmenden Erschöpfung der Helferinnen und Helfer – besonders angesichts unzureichender Kapazitäten in der psychosozialen Betreuung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der gesellschaftlichen Stimmung: Polarisierende Debatten, insbesondere in sozialen Netzwerken, erschwerten sachliche Auseinandersetzungen und schürten Ängste. Demokratische Akteure müssten diesen Räumen stärker Aufmerksamkeit widmen, so Puff.

Fazit: Integration braucht gemeinsames Handeln

Am Ende des Forums stand eine klare Botschaft: Migration ist eine dauerhafte Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Podiumsgäste waren sich einig, dass Migration Herausforderungen mit sich bringt – aber auch große Chancen, die Gesellschaft kulturell, wirtschaftlich und sozial bereichern können.

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Rösrath – BMW-Motorrad aus Carport gestohlen: Polizei sucht dringend Zeugen

26 November 2025 von Felix Morgenstern

In Rösrath ist erneut ein hochwertiges Motorrad gestohlen worden. Wie der Besitzer der Polizei meldete, verschwand die Maschine in der Nacht zum Dienstag (25.11.) aus einem Carport im Löwenburgweg – offenbar unbemerkt und ohne Hinweise auf mögliche Täter.

Symbolbild

Diebstahl am helllichten Tag bemerkt

Der Eigentümer hatte sein Motorrad der Marke BMW am Montagabend (24.11.) gegen 18:30 Uhr zuletzt gesehen. Als er am nächsten Morgen gegen 11:30 Uhr erneut nachsah, stellte er fest, dass die Maschine verschwunden war. Das Motorrad stand gut sichtbar in einem offenen Carport direkt neben dem Einfamilienhaus – ein Ort, der normalerweise als sicher gilt.

Bei dem entwendeten Fahrzeug handelt es sich laut Polizei um eine BMW mit dem amtlichen Kennzeichen GL-SR50. Das Motorrad hat einen geschätzten Wert im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich. Aufgrund der hohen Qualität und der starken Nachfrage nach BMW-Motorrädern vermuten Beamte, dass es sich möglicherweise um einen gezielten Diebstahl handeln könnte.

Polizei geht ersten Spuren nach

Nach der Meldung des Geschädigten nahm die Polizei eine Strafanzeige auf und leitete sofort erste Ermittlungen ein. Das Motorrad wurde zur Fahndung ausgeschrieben – damit können sowohl Streifenfahrten als auch automatische Kennzeichenerfassungssysteme auf das Fahrzeug aufmerksam werden.

Ob die Täter das Motorrad möglicherweise mit einem Transporter abholten oder gewaltsam entriegelten, ist derzeit noch unklar. Auch die Frage, ob das Umfeld des Hauses zuvor ausgespäht wurde, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

Zeugenaufruf: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt?

Da der Löwenburgweg eine Wohnstraße ist, hofft die Polizei besonders auf Hinweise aus der Nachbarschaft. Ungewöhnliche Geräusche, fremde Fahrzeuge oder Personen – selbst kleine Beobachtungen könnten entscheidend sein.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen.

Die Polizei betont, wie wichtig eine schnelle Kontaktaufnahme ist: Je früher Hinweise eingehen, desto größer sind die Chancen, das Motorrad aufzuspüren und mögliche Täter zu ermitteln.

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Unfall auf der L 80: Unbekannter Fahrer blendet Pkw – junge Frau überschlägt sich

26 November 2025 von Felix Morgenstern

Ein gefährlicher Zwischenfall auf der L 80 bei Wermelskirchen beschäftigt aktuell die Polizei. Am Dienstagabend (25.11.) kam es dort zu einem Verkehrsunfall, nachdem eine 22-jährige Autofahrerin durch das Fernlicht eines entgegenkommenden Pkw geblendet wurde und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der unbekannte Verursacher setzte seine Fahrt fort, ohne anzuhalten – nun wird er dringend gesucht.

Symbolbild

Unfall beim Befahren einer Linkskurve

Die 22-jährige Remscheiderin war gegen 18:05 Uhr gemeinsam mit ihrem 23-jährigen Beifahrer in Richtung Dreibäumen unterwegs. In einer Linkskurve kam ihr ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer das grelle Fernlicht nicht abblendete. Die junge Frau wurde so stark geblendet, dass sie ins Schleudern geriet.

Ihr Opel kam zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab, drehte sich und überschlug sich schließlich. Erst im Unterholz links neben der Straße kam der Wagen zum Stehen.

Leichte Verletzungen – hoher Sachschaden

Die Fahrerin sowie ihr Beifahrer erlitten leichte Verletzungen und standen unter erheblichem Schock. Beide wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich.

Polizei sucht flüchtigen Verursacher

Der unbekannte Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt in Richtung Bergisch Born unterwegs war, hielt nicht an und entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Die Polizei geht von einer Verkehrsunfallflucht aus und sucht nun dringend Zeugen, die Hinweise zu dem Fahrzeug oder dessen Fahrer geben können.

Sachdienliche Angaben nimmt das Verkehrskommissariat in Burscheid unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen. Auch der gesuchte Fahrer selbst wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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