Archiv | Januar 29th, 2026

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Erstes Netzwerktreffen der Biberpatinnen und -paten im Rheinisch-Bergischen Kreis

29 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Ehrenamt stärkt konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Biber

Rheinisch-Bergischer Kreis. Der Europäische Biber ist zurück an Agger und Sülz – und mit ihm neue Chancen, aber auch neue Aufgaben für Natur- und Artenschutz sowie die kommunale Gefahrenabwehr. Nachdem im Jahr 2023 erstmals wieder Biber im Kreisgebiet nachgewiesen wurden, hat der Rheinisch-Bergischer Kreis sein Bibermanagement kontinuierlich aufgebaut. Mit dem ersten offiziellen Netzwerktreffen der ehrenamtlichen Biberpatinnen und -paten wurde nun ein wichtiger Meilenstein erreicht.

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„Die Rückkehr des Bibers bereichert die Biodiversität und stärkt die Widerstandskraft unserer Landschaft gegenüber Klimaextremen“, betont Kreisveterinär Dr. Thomas Mönig. Gleichzeitig bringe die Ansiedlung des streng geschützten Tieres neue Herausforderungen mit sich, etwa im Hinblick auf Hochwasserschutz, Verkehrssicherheit und den Umgang mit Nutzungskonflikten.

Ehrenamtliche übernehmen Monitoring in den Revieren

Derzeit engagieren sich 15 ehrenamtliche Biberpatinnen und -paten im Kreisgebiet. Sie betreuen jeweils ein Biberrevier und beobachten die Aktivitäten der Tiere vor Ort. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag zu einem frühzeitigen und sachlichen Umgang mit möglichen Konflikten. „Ich freue mich sehr über das große Interesse an diesem Ehrenamt“, sagt Biologin Ulrike Wolpers aus dem Veterinäramt. „Viele Augen in der Fläche helfen dabei, neue Biberaktivitäten schnell zu erkennen und Risiken realistisch einzuschätzen.“

Der Europäische Biber steht unter strengem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes und darf weder gestört noch gefangen oder getötet werden. Umso wichtiger sei ein vorausschauendes Bibermanagement, so Dr. Mönig. Zwar sei die Zahl der Reviere mit Paaren und Jungtieren derzeit noch überschaubar, doch die zunehmenden Fraßspuren entlang von Bächen und Flüssen in den vergangenen Jahren zeigten, dass das Thema künftig weiter an Bedeutung gewinnen werde.

Digitale Unterstützung durch „Biber-Monitor“

Bei regelmäßigen Kontrollgängen dokumentieren die Patinnen und Paten ihre Beobachtungen über die interne App-Anwendung „Biber-Monitor“. Entwickelt wurde sie gemeinsam vom Rheinisch-Bergischen Kreis, mehreren Biologischen Stationen, dem Wupperverband sowie dem Aggerverband. Erfasst werden unter anderem angenagte und instabile Bäume, mögliche Überflutungsrisiken durch Dammbauten oder Treibgut, das Gewässer und Bauwerke beeinträchtigen kann.

Besteht ein Gefahrenpotenzial, informiert das System automatisch die zuständigen Stellen. So können Maßnahmen frühzeitig eingeleitet und Konflikte vermieden werden – ein Ansatz, der sich in den vergangenen Monaten bereits bewährt hat.

Austausch und Exkursion beim Netzwerktreffen

Das erste Netzwerktreffen der Biberpatinnen und -paten wurde von allen Beteiligten als sehr positiv bewertet. Neben Fachvorträgen und intensivem Austausch im Technologiepark Bergisch Gladbach stand auch eine gemeinsame Exkursion zu einem Biberrevier im Kreisgebiet auf dem Programm.

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger stellt der Rheinisch-Bergische Kreis einen Infoflyer zum Thema Bibermanagement zur Verfügung. Dieser kann online abgerufen oder per E-Mail beim Veterinäramt, Bereich Artenschutz, angefordert werden. Auch für Rückfragen steht das Veterinäramt telefonisch zur Verfügung.

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Modulmontage am Schulzentrum Herkenrath hat begonnen

29 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Neue Klassenräume entstehen – temporäre Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen

Herkenrath. Nach Abschluss der Gründungs- und Tiefbauarbeiten ist am Klassenhaus des Schulzentrums Herkenrath der nächste Bauabschnitt gestartet. Die Stadt Bergisch Gladbach und ihre Tochtergesellschaft, die Schulbau GmbH Bergisch Gladbach, informieren über den Ablauf der nun laufenden Modulmontage im Hochbau.

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Zur Vorbereitung der Arbeiten wurde auf der Baustelle bereits ein Gerüst errichtet. Zudem sind im Umfeld des Schulzentrums temporäre Sperrungen und Parkverbote eingerichtet worden. Diese betreffen nicht nur die Sankt-Antonius-Straße, sondern auch einen kurzen Abschnitt des Asselborner Wegs, der vorübergehend beidseitig mit einem absoluten Haltverbot belegt ist. Entsprechende Hinweise wurden frühzeitig ausgeschildert.

Für die Montage der vorgefertigten Raummodule kommen zwei Mobilkrane zum Einsatz. Die Anlieferung erfolgt mit Tieflader-Lkw und ist für den Zeitraum von Dienstag, 27. Januar, bis Freitag, 13. Februar 2026, geplant. In diesem Zeitraum werden die im Werk des beauftragten Totalunternehmers hergestellten Module schrittweise zur Baustelle transportiert und dort montiert.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit während des laufenden Schulbetriebs. Der Schulhof wird während der Pausenzeiten nicht befahren. Für notwendige Fahrten wird ein gesicherter Korridor eingerichtet, der deutlich gekennzeichnet ist. Zusätzlich begleiten Einweiser sämtliche Transporte über das Schulgelände.

Stadtverwaltung und Schulbau GmbH bitten Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für zeitlich begrenzte Beeinträchtigungen durch Lieferverkehre, Sperrungen und eingeschränkte Durchfahrtsmöglichkeiten. Die gewählte modulare Bauweise mit hohem Vorfertigungsgrad verkürzt im Vergleich zur konventionellen Bauweise die Bauzeit erheblich und reduziert zugleich Verkehrsaufkommen und Schwerlastverkehr.

Das neue Klassenhaus am Schulzentrum Herkenrath soll planmäßig zum Sommer 2026 fertiggestellt und anschließend in Betrieb genommen werden.

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Ladendiebstahl in Overath: Tatverdächtiger festgenommen, zwei Komplizen auf der Flucht

29 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Overath-Steinenbrück. Nach einem Ladendiebstahl in einem Discounter an der Olper Straße hat die Polizei am Mittwochnachmittag (28. Januar) einen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Zwei mutmaßliche Mittäter konnten unerkannt fliehen.

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Gegen 16 Uhr wurde ein Mitarbeiter des Geschäfts durch eine Zeugin auf einen Diebstahl aufmerksam gemacht. Er folgte einem der Verdächtigen bis auf den Parkplatz und forderte ihn auf, seine Taschen zu leeren. Dabei kamen zehn Schachteln Zigaretten zum Vorschein. Gemeinsam warteten sie anschließend auf das Eintreffen der Polizei.

Die eingesetzten Beamten der Polizeiwache Overath/Rösrath werteten Videoaufzeichnungen des Discounters aus. Demnach hatte der Mann das Geschäft gemeinsam mit zwei weiteren Personen betreten. Im Kassenbereich agierten die drei offenbar arbeitsteilig und entwendeten insgesamt schätzungsweise 20 bis 30 Schachteln Zigaretten, bevor sie das Geschäft verließen.

Bei dem festgehaltenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen 40-jährigen georgischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Laut Polizei ist der Mann bereits wegen ähnlicher Delikte bekannt. Er wurde vorläufig festgenommen und in das Polizeigewahrsam in Bergisch Gladbach gebracht. Zudem stellten die Beamten sein Mobiltelefon sicher. Über eine mögliche Untersuchungshaft soll noch am selben Tag ein Haftrichter entscheiden.

Die beiden flüchtigen Männer werden auf ein Alter zwischen 35 und 45 Jahren geschätzt. Einer von ihnen hatte kurze schwarze Haare und trug eine schwarze Winterjacke. Der zweite Mann hatte kurz rasierte braune Haare, trug eine gelbe Winterjacke, eine dunkle Hose sowie einen schwarzen Rucksack.

Die Ermittlungen führt das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg. Hinweise zu der Tat oder zu den flüchtigen Personen nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen.

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Wasserwirtschaft für die Zukunft rüsten

29 Januar 2026 von Felix Morgenstern

Wupperverband investiert massiv in Infrastruktur, Klimaanpassung und Gewässerschutz

Wuppertal. Die Herausforderungen für die Wasserwirtschaft wachsen – durch den Klimawandel, steigende Anforderungen an Infrastruktur und den Schutz der Umwelt. Der Wupperverband stellt sich diesen Aufgaben mit einem umfangreichen Investitions- und Maßnahmenprogramm. Beim Jahresauftakt-Pressegespräch am 28. Januar in Wuppertal gaben Vorstand Ingo Noppen und sein ständiger Vertreter Thomas Klein einen Ausblick auf die Projekte und Schwerpunkte der kommenden Jahre.

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„In 2026 und den Folgejahren stehen zahlreiche Bau- und Entwicklungsprojekte an unseren Anlagen an – von Kläranlagen und Talsperren bis hin zu Gewässern“, erklärte Vorstand Ingo Noppen. Ziel sei es, die Infrastruktur zukunftsfest auszurichten und gleichzeitig Daseinsvorsorge sowie Umweltschutz langfristig zu sichern. Themen wie Klimafolgenanpassung, Energiemanagement, Digitalisierung, Fachkräftegewinnung und Cybersicherheit spielten dabei eine zentrale Rolle.

600 Millionen Euro für die Siedlungswasserwirtschaft

Einen Schwerpunkt bildet die Weiterentwicklung der Siedlungswasserwirtschaft. Bis 2032 plant der Wupperverband Investitionen in Höhe von rund 600 Millionen Euro für seine Abwasseranlagen. Dazu zählen 11 Kläranlagen, eine Schlammverbrennungsanlage sowie Abwassersammler und Regenbecken. Ziel ist es, die Anlagen zu modernisieren, Verfahrenstechnik an neue Anforderungen anzupassen und die Energieeffizienz weiter zu steigern.

Zu den größten Einzelprojekten gehört der Neubau einer innovativen Kläranlage in Leverkusen, deren erster Bauabschnitt – vorbehaltlich einer zügigen Genehmigung – noch in diesem Jahr beginnen soll. Ebenfalls im Fokus steht der bereits gestartete Neubau der Klärschlammverbrennungsanlage am Standort Wuppertal-Buchenhofen durch die öffentlich-rechtlichen Partner der KVB. Für die Sanierung der Kläranlage Wermelskirchen liegt die Genehmigung bereits vor, der Baustart wird für das Frühjahr erwartet.

Digitalisierung stärkt Sicherheit und Effizienz

Parallel dazu treibt der Wupperverband die Digitalisierung voran. Ein zentrales Projekt ist die Vereinheitlichung der Prozessleittechnik an allen Anlagen. Dabei stehen insbesondere die Betriebssicherheit, die Verfügbarkeit der Systeme und der Schutz sensibler Daten im Vordergrund. Durch eine moderne, automatisierte und interoperable Steuerung sollen Prozesse effizienter gestaltet, komplexe Abläufe besser überwacht und Betriebsdaten gezielt für Analysen und Entscheidungen genutzt werden.

Die Trinkwassertalsperren – Große Dhünn-, Kerspe- und Herbringhauser Talsperre – arbeiten bereits mit dem neuen System. An den Kläranlagen wurde die Umstellung in Odenthal abgeschlossen, weitere Standorte folgen.

Bauprojekte an der Bever-Talsperre

Auch im Talsperrenbereich stehen wichtige Maßnahmen an. An der Bever-Talsperre, der zweitgrößten Brauchwassertalsperre des Verbands, wird unter anderem die Entwässerung an der Luftseite des Staudamms optimiert. Der Baubeginn ist für den Sommer 2026 geplant. Bereits in diesem Jahr starten die Arbeiten an einem neuen Betriebsgebäude, das künftig sowohl der Betriebsmannschaft als auch zwei Instandhaltungsteams Platz bieten wird.

Mehr Raum für Natur und Menschen

Ein weiteres zentrales Aufgabenfeld bleibt die naturnahe Entwicklung der Gewässer. Durch Aufweitungen, Strukturverbesserungen und gezielte Bepflanzungen sollen Flüsse und Bäche ökologisch aufgewertet werden. An der oberen Wupper in Wipperfürth sind für den Sommer 2026 mehrere Maßnahmen geplant, die auch durch Beschattung zur Verbesserung des Gewässerklimas beitragen.

In Wuppertal beginnt mit dem Abschnitt Hardtufer der letzte große Baustein zur Umgestaltung der Wupper zu einem naturnahen Stadtfluss. Nach Abschluss des Projekts im Jahr 2027 werden gemeinsam mit der Stadt Wuppertal und weiteren Partnern rund 15 Kilometer Stadtfluss ökologisch aufgewertet sein – mit positiven Effekten für Artenvielfalt und Aufenthaltsqualität.

Zukunftsprogramm Hochwasserschutz

Mit dem Zukunftsprogramm Hochwasserschutz reagiert der Wupperverband auf zunehmende Extremereignisse wie Hochwasser und Dürre. Rund 200 Maßnahmen sind gemeinsam mit den Mitgliedskommunen geplant, die Umsetzung wird sich über mindestens 20 Jahre erstrecken und Investitionen von bis zu 250 Millionen Euro erfordern. Voraussetzung dafür sind entsprechende Fördermittel des Landes NRW.

Bereits 21 Projekte sind abgeschlossen, 46 weitere befinden sich in Bearbeitung – darunter neue Mess- und Warnsysteme, Sanierungen von Hochwasserrückhaltebecken, Uferschutzmaßnahmen sowie Forschungsprojekte wie das Bergische Hochwassermeldesystem HWS 4.0. In diesem Jahr stehen unter anderem Sanierungen in Schwelm und Wuppertal sowie Planungen für den Ophovener Weiher in Leverkusen an.

Flexible Bewirtschaftung der Talsperren

Auch das Talsperrenmanagement bleibt anspruchsvoll. Nach dem intensiven Dürremanagement im vergangenen Jahr liegen die aktuellen Füllstände unter dem Durchschnitt. Entscheidend für eine Erholung seien die Niederschläge bis zum Frühjahr. Durch eine flexible Bewirtschaftung reagiert der Verband auf wechselnde klimatische Bedingungen – von vorsorglichem Rückhalt bei Hochwassergefahr bis hin zu reduzierten Abgaben bei Niedrigwasser.

Mit diesen Maßnahmen verfolgt der Wupperverband ein klares Ziel: die Wasserwirtschaft im Wuppergebiet resilient, leistungsfähig und nachhaltig für die kommenden Jahrzehnte aufzustellen.

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