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Neue Dom-Beleuchtung in Köln: Energiesparende LEDs sorgen für schärfere Konturen – Naturschützende üben Kritik

24 April 2025 von Felix Morgenstern

Seit Ostersonntag erstrahlt der Kölner Dom in einem neuen Licht. Punkt 21 Uhr wurden 700 LED-Leuchten aktiviert, die das Wahrzeichen der Stadt mit präzisem Licht ausleuchten. Die neue Technik ersetzt die veraltete Halogen-Beleuchtung und bringt zahlreiche Vorteile mit sich: deutlich weniger Energieverbrauch, längere Lebensdauer der Leuchten und eine feinere Ausleuchtung architektonischer Details.

„Jetzt können einzelne Konturen wie das filigrane Strebewerk viel deutlicher hervorgehoben werden“, schwärmt Dombaumeister Peter Füssenich. Entwickelt wurde das Beleuchtungskonzept von einem international tätigen Lichtplanungsbüro gemeinsam mit der Dombauhütte. Für die neue Installation wurden zwölf Kilometer Kabel verlegt und zahlreiche Testläufe in nächtlichen Stunden durchgeführt.

Eine lange Geschichte des Lichts

Die Beleuchtung des Doms hat eine lange Tradition. Schon 1836 wurde die damals noch unvollendete Kathedrale bei einem Besuch des preußischen Kronprinzen beleuchtet. In den 1920er-Jahren entschied sich die Stadt, den Dom regelmäßig an Festtagen zu erhellen. Während der Energiekrise im Jahr 2022 wurde die Ausleuchtung vorübergehend stark reduziert.

Mit der neuen Lichttechnik geht man nun den Spagat zwischen Tradition und Nachhaltigkeit – zumindest aus Sicht der Domverantwortlichen.

Kritik von Umweltverbänden wegen Lichtverschmutzung

Nicht alle begrüßen das neue Lichtkonzept. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) kritisiert die Lichtverschmutzung durch die neue Anlage. Obwohl die Beleuchtung ab 1 Uhr nachts stark heruntergefahren wird, befürchten Umweltschützende negative Auswirkungen auf Algen, Fledermäuse und Insekten rund um den Dom.

Die Planer verweisen dagegen auf die gezielte Ausleuchtung, bei der im Vergleich zur alten Technik deutlich weniger Fläche beleuchtet werde. Damit, so argumentieren sie, reduziere sich auch der Einfluss auf die Tierwelt. Zudem wird auf den deutlich geringeren Energieverbrauch der LED-Leuchten verwiesen.

Eklat bei Pressekonferenz

Für Aufsehen sorgte am Sonntagabend ein Vorfall bei einer Pressekonferenz des BUND: Der Chef des Lichtplanungsunternehmens unterbrach die Veranstaltung lautstark und warf den Umweltschützenden Unwissenheit vor. Erst nach wiederholten Aufforderungen beruhigte sich die Situation.

Trotz der Diskussionen um Umweltaspekte zeigt sich die Stadt Köln überzeugt vom neuen Konzept – sowohl in ästhetischer als auch in energetischer Hinsicht. Der Dom, so die Verantwortlichen, werde nicht nur schöner, sondern auch nachhaltiger beleuchtet.

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Lkw-Unfall auf der A4 in Köln sorgt für lange Staus – Diesel läuft aus

24 April 2025 von Felix Morgenstern

Am frühen Donnerstagmorgen (25. April) ist auf der A4 im Kölner Süden ein Lkw verunglückt. Zwischen den Anschlussstellen Eifeltor und Klettenberg kam der mit Süßwaren beladene Lastwagen aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und stürzte auf die Seite. Der Fahrer wurde glücklicherweise nur leicht verletzt.

Diesel tritt aus – Bergung gestaltet sich schwierig

Besonders problematisch: Bei dem Unfall wurde der Tank des Lkw beschädigt, rund 100 Liter Diesel liefen aus. Die Feuerwehr musste die ausgelaufene Flüssigkeit sichern und verhindern, dass sie in die Umwelt gelangt.

Die Bergung gestaltet sich aufwendiger als zunächst angenommen. Ein Kran ist erforderlich, um den Lkw wieder aufzurichten – dieser kann jedoch erst eingesetzt werden, wenn Teile einer nahegelegenen Großbaustelle im Bereich Eifeltor entsprechend verlegt wurden. Dadurch verzögert sich der Ablauf erheblich.

Massive Verkehrsbehinderungen erwartet

Aktuell staut sich der Verkehr auf der A4 bereits über mehrere Kilometer bis zum Dreieck Heumar zurück. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen mit langen Wartezeiten rechnen – auch im Berufsverkehr. Die Polizei geht davon aus, dass die Bergungsarbeiten voraussichtlich bis zum heutigen Abend gegen 18 Uhr andauern werden.

Pendler werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren und auf Alternativrouten auszuweichen.

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Cannabis im Postpaket: Zoll am Flughafen Köln/Bonn entdeckt täglich Drogenlieferungen

14 April 2025 von Felix Morgenstern

Köln/Bonn – Der Zoll am Flughafen Köln/Bonn schlägt Alarm: Die Zahl der Drogenfunde, insbesondere von Cannabis, ist in den vergangenen Monaten deutlich angestiegen. Fast jede Nacht stellen Zollbeamte in der Paketfracht mehrere Kilogramm Marihuana sicher – häufig aus den USA, zunehmend aber auch mit Deutschland als Zieladresse.

Kontrolle im Paketzentrum: Spürhund Leika wird fündig

Es ist kurz vor Mitternacht im Paketzentrum eines internationalen Logistikdienstleisters auf dem Flughafengelände. Fließbänder rattern, Pakete aus der ganzen Welt rauschen im Minutentakt durch das Gebäude. Inmitten des hektischen Betriebs: Zollbeamte und Spürhunde. Eine von ihnen ist Leika – und sie schlägt an. In einem Paket aus Kalifornien finden die Beamten fünf verschweißte Plastikbeutel mit Marihuana – rund zwei bis drei Kilogramm Drogen.

Cannabis aus Kalifornien besonders beliebt bei deutschen Konsumenten

„Der Klassiker: Cannabis aus Kalifornien“, erklärt Jens Ahland, Sprecher des Hauptzollamts Köln. „Das ist bei Konsumenten offenbar besonders beliebt. Wir finden davon jede Nacht kiloweise.“ Auffällig: Während die Lieferungen früher meist für andere europäische Länder bestimmt waren, steigen nun die Funde mit deutschen Empfängern. „Immer mehr Päckchen sind für Adressen in Deutschland bestimmt“, so Ahland.

Teillegalisierung sorgt offenbar für veränderte Schmuggelrouten

Ob der gestiegene Zustrom mit der teilweisen Legalisierung von Cannabis in Deutschland zusammenhängt, sei unklar. Spekulieren wolle man beim Zoll nicht. Fakt ist aber: Die Professionalität der Schmuggler schwankt stark. Während einige Sendungen mit Tarnung ankommen – etwa verpackt in Deckenleuchten, wie bei einem Fund aus Thailand – finden Beamte andere Drogenpäckchen ganz offen, ohne jeden Versuch der Verschleierung.

Bis zu 20 Kilogramm pro Paket – Zollfahndung ermittelt

Die Spannbreite reicht von wenigen Hundert Gramm bis zu Paketen mit bis zu 20 Kilogramm Cannabis. Die Zollfahndung übernimmt in solchen Fällen die weiteren Ermittlungen, um Absender und Empfänger ausfindig zu machen. Nicht selten führen solche Funde zu umfangreichen Ermittlungen gegen organisierte, international agierende Drogenbanden.

„Was mit einem kleinen Paket beginnt, kann sich schnell zu einem großen Verfahren entwickeln“, betont Jens Ahland.

Fazit: Zoll bleibt wachsam – und mahnt zur Vorsicht

Die Beamten am Flughafen Köln/Bonn sehen sich gut gerüstet: mit Hightech, Erfahrung und tierischer Spürnase. Doch die Flut an Drogenpaketen bleibt eine Herausforderung – vor allem, solange Schmuggler auf neue Wege setzen und Nachfrage im Inland besteht.

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Drei Tage Stillstand bei Ford Köln – IG Metall startet Warnstreik für Sozialtarifvertrag

02 April 2025 von Felix Morgenstern

In den Kölner Ford-Werken stehen seit Montagmorgen (1. April) die Bänder still. Die IG Metall hat die Beschäftigten zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen, um Druck in den festgefahrenen Verhandlungen um einen Sozialtarifvertrag auszuüben.

Symbolbild

350 Mitarbeiter starten mit Fackeln und Forderungen

Bereits in der Nacht versammelten sich rund 350 Beschäftigte der Nachtschicht mit Fackeln und Transparenten an einem Kreisverkehr mitten im Werksgelände. Die Stimmung war aufgebracht – begleitet von Pfiffen und Sirenengeräuschen machten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich, dass sie sich von der Unternehmensführung im Stich gelassen fühlen.

IG Metall fordert Absicherung bei Insolvenz

Im Zentrum des Arbeitskampfes steht die Forderung nach einem verbindlichen Sozialtarifvertrag für die aktuell 11.500 Beschäftigten am Standort Köln. Die IG Metall pocht auf eine finanzielle Absicherung im Fall einer Insolvenz, nachdem Ford im vergangenen Jahr eine Vereinbarung zur Schuldenübernahme gekündigt hatte.

„Wir fordern klare soziale Leitplanken für die Zukunft – und das nicht nur in guten Zeiten,“ so ein Sprecher der Gewerkschaft.

Die Gewerkschaft verlangt unter anderem einen Sockelbetrag von 200.000 Euro pro Beschäftigten, der im Falle von Kündigungen oder Werksschließungen zur Verfügung stehen soll.

Ford zeigt sich zurückhaltend

Der Konzern selbst äußert sich zu den laufenden Verhandlungen nicht konkret. Auf Anfrage erklärte Ford lediglich, man wolle gemeinsam mit den Sozialpartnern schnellstmöglich faire Lösungen finden. Eine direkte Stellungnahme zur Höhe der geforderten Beträge oder zur Zukunft des Werks blieb aus.

Kölner Standort unter Druck

Die wirtschaftliche Lage am Standort Köln ist angespannt. Die beiden dort produzierten Elektromodelle verkaufen sich schleppend, neue, günstigere Fahrzeugvarianten sind aus Sicht der IG Metall nicht in Planung.

Zudem wurde bekannt, dass der amerikanische Mutterkonzern künftig nicht mehr automatisch für Verluste aus Köln aufkommen wird. Die Gewerkschaft warnt deshalb vor einem möglichen Insolvenzrisiko für das traditionsreiche Werk.

Drei Tage Warnstreik – Signal mit Nachdruck

Der Warnstreik soll bis einschließlich Mittwoch andauern. Die IG Metall kündigte bereits an, bei weiterem Stillstand in den Gesprächen den Arbeitskampf auszuweiten.

Die Beschäftigten von Ford Köln fordern Sicherheit – und senden mit diesem Warnstreik ein deutliches Signal: Sie wollen eine Zukunft mit Planbarkeit und fairen Bedingungen. Ob und wann sich die Konzernleitung bewegt, bleibt vorerst offen.

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Kölner Seilbahn startet in die Saison – mit rot-weißer FC-Kabine

21 März 2025 von Felix Morgenstern

Nach viermonatiger Winterpause ist die Kölner Seilbahn seit heute wieder in Betrieb – und sie startet spektakulär in die neue Saison: Erstmals ist eine rot-weiße 1. FC Köln-Kabine mit an Bord. Für Fans des Traditionsvereins ein besonderes Highlight über den Dächern der Domstadt.

Jungfernfahrt für Geißbock-Kabine

Die neue FC-Gondel mit der Kabinennummer 32 wurde heute feierlich eingeweiht. Betriebsleiter Carlos Castro, selbst seit vielen Jahren eingefleischter FC-Fan, durfte sie als Erster in Bewegung setzen. Für ihn ein emotionaler Moment:

„Da schlägt mein FC-Herz höher. Ich bin jetzt 18 Jahre dabei – und in diesem Jahr haben wir es endlich geschafft.“

Mit einem großen Schlüssel öffnete Castro das Schiebetor und gab per Telefon das Startsignal an die Gegenseite in Deutz: „Hör mal, wir starten jetzt.“

Besondere Mitfahrer zur Einweihung

Zur Jungfernfahrt gesellten sich FC-Geschäftsführer Philipp Türoff sowie zwei Spielerinnen des FC-Frauenbundesliga-Teams. Für Türoff war es die erste Fahrt in der Seilbahn – und gleich ein ganz besonderer Moment:

„Köln ist unser Zuhause – und wenn man diese Stadt von oben erlebt, denkt man automatisch auch ein bisschen an den FC.“

Die auffällig knallrote Kabine mit Geißbock-Logo und roten Sitzen soll künftig regelmäßig im Fahrbetrieb unterwegs sein. Einsteigen ist Glückssache – aber wer die Chance hat, wird mit einem einzigartigen Blick über Stadt, Dom und Rhein belohnt.

Seilbahn-Start am Tag des Glücks

Die Eröffnung fiel nicht nur mit dem Frühlingsanfang, sondern auch mit dem Internationalen Tag des Glücks zusammen – ein gutes Omen, findet Carlos Castro:

„Was Schöneres kann man doch gar nicht haben, als hier in den Sonnenschein zu starten.“

Tradition mit Aussicht

Die Kölner Seilbahn wurde 1957 zur Bundesgartenschau eröffnet und ist heute nicht nur ein beliebtes Verkehrsmittel, sondern ein echtes Stück Stadtgeschichte. Mit 10 km/h gleiten die Gondeln etwa sechs Minuten über den Rhein – während unten der Verkehr auf der Zoobrücke stockt, genießen Fahrgäste oben den Blick auf blühende Wiesen, das Rheinufer und den Dom.

Und wer Glück hat, erwischt dabei die neue FC-Kabine – für Fans ein ganz besonderer Aufstieg.

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Radarfalle

Neue Blitzer für die Zoobrücke in Köln geplant – Testphase startet im September

19 März 2025 von Felix Morgenstern

Nach über zehn Jahren ohne funktionierende Blitzer will die Stadt Köln endlich wieder Tempoverstöße auf der Zoobrücke ahnden. Die bisherigen defekten Radaranlagen sollen durch eine neue Technologie ersetzt werden.

Blitzer-Panne mit bundesweiter Aufmerksamkeit

Die nicht funktionierenden Blitzer auf der 600 Meter langen Zoobrücke sorgten in der Vergangenheit für Schlagzeilen – sogar eine Satire-Sendung griff das Thema auf und machte es zum Symbol für bürokratischen Irrsinn.

Dabei hatte die Stadt bereits 2023 ein Tempolimit von 50 km/h auf der Brücke eingeführt. Bis heute gibt es jedoch keine funktionierenden Messgeräte, um die Einhaltung der Vorschrift zu kontrollieren.

Neue Blitzer – ganz ohne Strom

Die Reparatur der alten Blitzer hält die Stadt für unwirtschaftlich, insbesondere wegen der ungeeigneten Stromversorgung auf der Brücke. Stattdessen sollen nun neue Blitzer mit stromunabhängiger Technologie getestet werden.

Laut Stadtverwaltung startet das Pilotprojekt im September und wird sechs Monate dauern. Die genauen Standorte der neuen Anlagen sind noch nicht bekannt. Klar ist jedoch: Geschwindigkeitsverstöße werden ab dem ersten Tag der Testphase geahndet.

Mit den neuen Blitzern soll die Stadt Köln endlich das jahrelange Kontroll-Defizit auf der vielbefahrenen Zoobrücke beenden.

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Home owner analyzing blueprints with a worker during renovation process.

Kölner Wohnungseigentümer kämpfen gegen 700.000 Euro Schulden durch säumigen Gewerbeeigentümer

17 März 2025 von Felix Morgenstern

Die Wohnungseigentümer im Sommershof in Köln-Rodenkirchen sind verzweifelt: Seit über einem Jahr bleiben sie auf den Nebenkosten für die Gewerbeflächen sitzen, weil der neue Eigentümer der Gewerbeflächen seine Beiträge nicht zahlt. Die Schulden belaufen sich mittlerweile auf 700.000 Euro – mit drastischen Folgen für die Bewohner.

Müllberge, Ratten und ausbleibende Reparaturen

Die Situation im Sommershof spitzt sich immer weiter zu. Unbezahlte Müllabfuhrrechnungen führen dazu, dass sich hinter dem Gebäude riesige Müllberge auftürmen – darunter auch Abfälle aus der Gastronomie.

„Für die Ratten in Rodenkirchen ist das hier ein kleines Paradies“, sagt Wohnungseigentümerin Anja Senff. Hausmeister Bert Kern, der seit knapp 30 Jahren in der Anlage arbeitet, ist schockiert: „So etwas habe ich hier noch nie erlebt.“

Doch die Müllprobleme sind nur die Spitze des Eisbergs. Sämtliche Reparaturen wurden ausgesetzt, weil die Hauskasse leer ist.

Gewerbe-Mieten fließen – aber nicht an die Hausgemeinschaft

Im April 2024 übernahm die neu gegründete Sommershof GmbH die 6.100 Quadratmeter Gewerbefläche des Hauses. Der alleinige Gesellschafter, ein Kölner Unternehmer, kassiert seither die Mieteinnahmen der Gewerbemieter. Doch die fälligen Nebenkosten und das Hausgeld in Höhe von rund 40.000 Euro monatlich überweist er nicht.

Das Problem: Laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG) haften alle Eigentümer gemeinsam. Das bedeutet, dass die 97 Wohnungseigentümer die offenen Kosten übernehmen müssen – ob sie wollen oder nicht.

„Uns bleibt keine andere Wahl“, sagt Eigentümerin Juliane von Nerée Siefer. „Wenn wir nicht zahlen, klemmen die Versorger uns allen Strom, Wasser und Heizung ab.“

Zwangsvollstreckung könnte drohen

Laut Thomas Tewes, Geschäftsführer des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins, haben die Eigentümer rechtliche Möglichkeiten:

  • Sie könnten den Gewerbeeigentümer zum Verkauf der Flächen zwingen und so die Schulden begleichen lassen.
  • Sollte keine Zahlung erfolgen, sei eine Zwangsvollstreckung eine sinnvolle nächste Maßnahme.

Bislang blieben alle Mahnungen erfolglos. In Eigentümerversammlungen wird den Bewohnern regelmäßig mitgeteilt, dass die Sommershof GmbH „nicht zahlen könne“.

Strafanzeige gegen Gewerbeeigentümer gestellt

Mehrere Wohnungseigentümer haben inzwischen strafrechtliche Schritte eingeleitet. Sie vermuten, dass der Eigentümer die Mieteinnahmen gezielt in andere Unternehmensbereiche umleitet, anstatt die Nebenkosten zu begleichen.

Das Amtsgericht Köln hat bereits bestätigt, dass die Sommershof GmbH zur Zahlung verpflichtet ist. „Wenn er jetzt nicht zahlt, leiten wir die nächsten Schritte ein“, kündigt von Nerée Siefer an.

Die Lage bleibt angespannt – und die Wohnungseigentümer kämpfen weiter um ihr Zuhause und ihre finanzielle Sicherheit.

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Ford-Krise in Köln: Betriebsversammlung startet – Tausende Jobs in Gefahr

12 März 2025 von Felix Morgenstern

Die Zukunft des Kölner Ford-Werks steht auf der Kippe. Am Mittwochmorgen hat eine Betriebsversammlung begonnen, bei der sich tausende Mitarbeiter Klarheit über den geplanten Stellenabbau und die finanzielle Lage des Unternehmens erhoffen. Bereits am Dienstagabend machten Beschäftigte mit einer Protestaktion vor dem Ersatzteilzentrum in Köln-Merkenich auf ihre Unsicherheit aufmerksam.

Mitarbeiter fürchten um ihre Zukunft

Ford plant europaweit den Abbau von rund 4.000 Stellen, die Mehrheit davon in Köln. Laut Gewerkschaft IG Metall könnte dem Werk sogar die Insolvenz drohen, wenn der Konzern nicht mehr – wie bisher – finanzielle Verluste ausgleicht.

Die Sorge der Beschäftigten wurde am Dienstagabend bei einer Protestaktion in Merkenich deutlich: Gewerkschafter mit Fackeln in den Händen versammelten sich vor dem Gebäude, während ein projizierter Schriftzug mit den Worten „Fuck you“ im Ford-Stil auf der riesigen Halle leuchtete – ein deutliches Signal an die Konzernspitze.

Finanzspritze reicht nicht für langfristige Sicherheit

Der Mutterkonzern Ford Motor Company hat zwar eine einmalige Finanzspritze von 4,4 Milliarden Euro zugesagt. Diese soll verhindern, dass das Unternehmen kurzfristig überschuldet ist. Doch Gewerkschafter und Arbeitnehmervertreter warnen: Ein tragfähiges Konzept für die Zukunft fehlt weiterhin.

Druck auf die Geschäftsführung wächst

Die Betriebsversammlung am Mittwochvormittag ist mit Spannung erwartet worden. Mehrere tausend Mitarbeitende sind vor Ort, um Antworten zu fordern. Ohne eine klare Strategie für die Zukunft wollen sie nicht über den geplanten Abbau von 2.900 Stellen verhandeln.

Die finanzielle Lage des Unternehmens ist besorgniserregend:

  • Ford Deutschland hat zuletzt fast sechs Milliarden Euro Schulden.
  • Bisher wurde frisches Geld automatisch aus den USA bereitgestellt – doch dieser finanzielle Schutzschirm soll wegfallen.
  • IG Metall warnt: Wenn die US-Konzernmutter nicht mehr einspringt, droht dem Werk die Insolvenz.

Probleme durch schwache E-Auto-Nachfrage

Ein zentrales Problem von Ford ist die schwächelnde Nachfrage nach E-Autos. Das Kölner Werk produziert hochpreisige Modelle wie den Explorer und den Capri, die erst ab 45.000 Euro erhältlich sind.

Doch die Nachfrage nach Elektroautos ist rückläufig:

  • Staatliche Förderungen für E-Autos wurden in Deutschland gestrichen, während andere Länder die Unterstützung ausbauen.
  • Der allgemeine Absatz in der Automobilbranche stockt, auch Verbrenner-Fahrzeuge werden deutlich weniger verkauft.
  • Die PKW-Produktion in Deutschland liegt immer noch unter dem Niveau von vor Corona – und sogar niedriger als in den 1960er Jahren.

Wie geht es für das Kölner Werk weiter?

Die Mitarbeiter in Köln hoffen auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Eigentlich gilt eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2032, doch diese steht nun offenbar zur Disposition.

Ford hat in den vergangenen Jahren immer wieder Werke in Europa geschlossen, darunter Standorte in Belgien und Großbritannien. Die große Frage ist nun: Bleibt das Kölner Werk langfristig bestehen – oder droht ihm dasselbe Schicksal?

Die Betriebsversammlung könnte erste Antworten liefern – doch für viele Beschäftigte bleibt die Unsicherheit groß.

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Pilgrims walking on the path to San Gimignano trough woods and yellow bushes. Solo Backpacker Trekking on the Via Francigena from Lucca to Siena. Walking between nature, history, churches, 
ancient villages.

Pilgern leicht gemacht: Kostenlose Pilgersprechstunde im Kölner Domforum

08 März 2025 von Felix Morgenstern

Mit dem Beginn der Pilgersaison bietet das Kölner Domforum ab sofort eine regelmäßige Pilgersprechstunde an. Jeden zweiten Samstag im Monat können sich Interessierte von erfahrenen Pilgern beraten lassen – kostenlos und ohne Anmeldung.

Tipps für eine gelungene Pilgerreise

Die neue Pilgersprechstunde richtet sich an alle, die eine Pilgerreise planen – sei es auf dem Jakobsweg oder anderen spirituellen Routen. Erfahrene Pilger geben wertvolle Tipps zur Routenplanung, zur richtigen Ausrüstung und zur körperlichen Vorbereitung.

Denn viele Anfänger unterschätzen die Herausforderung: Sie packen zu viel Gepäck ein oder planen zu lange Tagesetappen. Norbert Wallrath vom Verein Santiago Freunde Köln, der selbst bereits dreimal nach Santiago de Compostela gepilgert ist, empfiehlt:

🛤 Mit moderaten 17 Kilometern pro Tag starten und sich langsam auf 20 bis 25 Kilometer steigern – je nach Höhenlage.

Unterstützung für ankommende Pilger

Nicht nur angehende Pilger profitieren von dem Angebot. Die Sprechstunde hilft auch denjenigen, die in Köln ankommen – etwa bei der Suche nach einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit oder bei der Frage, wie die Reise weitergehen kann.

Denn Köln ist ein bedeutender Wallfahrtsort, insbesondere wegen der Gebeine der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom. Viele Pilger machen hier Halt, bevor sie ihre Reise fortsetzen oder beenden.

Pilgersegen im Kölner Dom

Neben der neuen Sprechstunde gibt es ein weiteres Angebot: Immer am 6. eines Monats – in Anlehnung an den 6. Januar, den Dreikönigstag – können Pilger im Kölner Dom den Pilgersegen empfangen. Wer eine Pilgerreise beginnt oder bereits unterwegs ist, kann sich nach der Messe einfach beim Dompersonal melden.

Unterkünfte für Pilger gesucht

Da viele Pilger mit kleinem Budget reisen, werden in Köln Gastgeber gesucht, die eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten. Dabei geht es nicht um luxuriöse Zimmer – ein einfaches Bett und Zugang zu Sanitäranlagen reichen völlig aus.

Wer helfen möchte, kann sich direkt beim Domforum in Köln melden und sein freies Gästezimmer zur Verfügung stellen.

Die Pilgersprechstunde bietet nicht nur praktische Unterstützung, sondern auch eine spirituelle Vorbereitung auf den Weg. Egal, ob Anfänger oder erfahrener Pilger – hier gibt es Rat, Austausch und Gemeinschaft für alle, die sich auf den Weg machen.

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Woman at rally holding sign for equal pay and fair treatment.

„Equal Pay Day“: Verdi ruft zu Warnstreiks in Kitas und Kliniken auf

07 März 2025 von Felix Morgenstern

In zahlreichen Städten Nordrhein-Westfalens haben am Donnerstag Beschäftigte aus Kitas, Kliniken und sozialen Einrichtungen ihre Arbeit niedergelegt. Mit den Warnstreiks zum „Equal Pay Day“ setzt die Gewerkschaft Verdi ein Zeichen für mehr Lohngerechtigkeit für Frauen.

Arbeitsniederlegungen in Kitas, Kliniken und sozialen Diensten

In vielen NRW-Städten, darunter Köln, Bonn, Leverkusen, Essen, Duisburg und Münster, kam es zu Streikaktionen. Besonders betroffen waren Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten – darunter Kitas, Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beteiligte sich an den Protesten in den Kindertagesstätten.

Unter dem Motto „Die Welt steht still, wenn wir die Arbeit niederlegen“ versammelten sich Tausende Beschäftigte zu Kundgebungen, unter anderem in Köln und Dortmund.

Verdi fordert gerechte Bezahlung für systemrelevante Berufe

Die Gewerkschaft macht auf die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Laut Verdi sind viele Frauen im öffentlichen Dienst nicht nur beruflich gefordert, sondern auch durch die Versorgung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen zusätzlich belastet.

Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, betonte:
„Es ist an der Zeit, dass Frauen für ihre unverzichtbare Arbeit gerecht entlohnt werden.“

Warnstreiks setzen Tarifverhandlungen unter Druck

Seit vier Wochen kommt es immer wieder zu Warnstreiks in verschiedenen Kommunen und Fachbereichen. Bereits am Donnerstag hatten sich mehr als 4.000 Beschäftigte aus 50 Gesundheitseinrichtungen am Protest beteiligt – mit spürbaren Auswirkungen.

In den Mühlenkreiskliniken mussten rund 100 geplante Operationen abgesagt werden. Pressesprecher Christian Busse erklärte:
„Das Krankenhaus-Geschehen war heute doch merklich beeinflusst. Alle elektiven, das heißt planbaren Operationen, wurden im Grunde abgesagt.“

Auch in anderen Städten kam es zu Einschränkungen im Krankenhausbetrieb, in der Kinderbetreuung und in sozialen Einrichtungen.

Arbeitgeber kritisieren Streiks – Verhandlungen laufen weiter

Die kommunalen Arbeitgeber kritisierten die Arbeitsniederlegungen scharf. Sie argumentieren, dass Warnstreiks vor allem Bürgerinnen und Bürger treffen, indem sie die Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung und den Nahverkehr belasten.

Verdi fordert:

  • 8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro mehr pro Monat
  • Höhere Zuschläge für ungünstige Arbeitszeiten
  • Drei zusätzliche freie Tage

Die Arbeitgeber halten diese Forderungen für nicht finanzierbar. Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit findet am 14. März in Potsdam statt. Dort soll eine tragfähige Lösung gefunden werden – allerdings erfordert dies Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten.

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