Alljährlich haben wir eine Grippe-Saison, die von Anfang Oktober bis Ende April gerechnet wird. Die eigentliche Grippe-Welle beginnt in der Regel im Januar und dauert meistns bis März, so dass die letzten Monate im Jahre eine gute Zeit sind, sich gegen die Grippe impfen zu lassen. Die Mehrzahl der Krankenversicherungen übernimmt dabei die Kosten. Dieses Jahr setzt die Welle weltweit früher ein und es mit höheren Infektionszahlen zu rechnen, insbesondere auch wieder in den Schulen.
In diesem Winter ist unter anderem wieder mit dem Subtyp H3N2 der Linie A des Influenza-Virus zu rechnen, der schon seit Jahrzehnten bekannt ist. Die für dieses Jahr vorgesehene Mischung von Grippe-Impfstoff berücksichtigt leider nicht die neue seit Sommer 2025 auftretende Subkladde K dieses Subtyps. Trotzdem hilft die Impfung gegen einen schweren Verlauf, Krankenhausaufenthalten und Komplikationen wie zum Beispiel Lungenentzündung. Das ist der Grund, warum alle Experten (WHO, RKI, ECDC, CDC) dringend zur Grippe-Impfung raten, besonders für Risikogruppen
Besonders empfohlen wird die Impfung für Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinischem Personal und Menschen, die Risikopersonen betreuen, die saisonalen Influenza-Impfung. Aber auch für alle anderen Menschen ist die Impfung einer schweren Erkrankung vorzuziehen. Jetzt gerade ist noch nicht zu spät für eine Impfung!
An der Katharina-Henoth-Gesamtschule im Kölner Stadtteil Höhenberg zeigt sich täglich ein Problem, das weit über die Schule hinausreicht: Viele Schülerinnen und Schüler kommen hungrig in den Unterricht. Für manche ist das Mittagessen in der Mensa die einzige warme Mahlzeit des Tages – andere verzichten ganz darauf oder teilen sich das Essen mit Mitschülern. Der Hunger wirkt sich spürbar auf Konzentration, Lernfähigkeit und das soziale Miteinander aus.
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Hunger als Teil des Schulalltags
Lehrer Numan Sarrac kennt diese Situationen seit Jahren. Seit 15 Jahren unterrichtet er an der Schule und erlebt, wie eng schulische Leistungen und die soziale Lage der Familien miteinander verbunden sind. Immer wieder wird deutlich, dass fehlende Mahlzeiten nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein pädagogisches Problem darstellen. Kinder, die hungrig sind, können dem Unterricht oft kaum folgen und ziehen sich zurück.
Petition für ein kostenloses Schulessen
Aus diesen Erfahrungen heraus hat Sarrac eine landesweite Petition gestartet. Sein Ziel: ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder in Nordrhein-Westfalen. Innerhalb kurzer Zeit haben mehr als 12.000 Menschen das Anliegen unterstützt. Die Forderung trifft einen Nerv, ist jedoch politisch umstritten. Fachleute schätzen, dass ein flächendeckendes kostenloses Schulessen Kosten von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr verursachen würde. Für Sarrac ist dies dennoch eine notwendige Investition, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen und gleiche Bildungschancen zu schaffen.
Schulen versuchen gegenzusteuern
An der Katharina-Henoth-Gesamtschule wird bereits versucht, den akuten Bedarf abzufedern. Mithilfe privater Spenden bietet die Schule ein kostenloses Frühstück an. Dieses Angebot lindert die Not am Morgen, ersetzt jedoch keine verlässliche Mittagsversorgung. Auch die Schulleitung sieht langfristigen Handlungsbedarf und plädiert zumindest für kostenlose Mahlzeiten an Schulen in sozial besonders belasteten Stadtteilen.
Ein strukturelles Problem mit landesweiter Dimension
Die Schule in Höhenberg weist den höchsten sozialen Belastungsindex in Köln auf. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler stammt aus Familien mit geringem Einkommen, viele sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Landesweit gilt etwa jedes fünfte Kind in Nordrhein-Westfalen als armutsgefährdet. Der Blick nach Köln zeigt damit exemplarisch ein gesamtgesellschaftliches Problem: Schulhunger ist kein Einzelfall, sondern Ausdruck wachsender Kinderarmut.
Die Petition für kostenloses Schulessen hat die Debatte neu angestoßen. Sie macht deutlich, dass es nicht nur um Ernährung geht, sondern um Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und die Frage, wie viel soziale Verantwortung Politik und Gesellschaft übernehmen wollen.
Unter dem Motto „Gestalten – Partizipieren – Verbinden“ feierte der GPV Rheinisch-Bergischer Kreis sein einjähriges Bestehen und präsentierte Erfolge in der Vernetzung von Hilfsangeboten für Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Meilenstein für die gemeindepsychiatrische Versorgung
Im Kreishaus Heidkamp wurde das einjährige Bestehen des Gemeindepsychiatrischen Verbunds (GPV) im Rheinisch-Bergischen Kreis gefeiert. Die Veranstaltung stand unter dem Zeichen intensiver Zusammenarbeit, Austausch und Zukunftsplanung. „Mit dem GPV haben wir ein starkes Fundament gelegt für eine zukunftsfähige Zusammenarbeit in der gemeindepsychiatrischen Versorgung“, betonte Gesundheitsdezernent Jürgen Langenbucher. Ziel sei es, bestehende Hilfsangebote besser zu vernetzen und Versorgungslücken zu schließen.
Hilfe für die Seele – direkt vor Ort
Der GPV ist ein freiwilliger Zusammenschluss von inzwischen 14 Partnern, die im Bereich der sozialpsychiatrischen Versorgung aktiv sind – darunter soziale Einrichtungen, Kliniken, Beratungsstellen und Behörden. Er koordiniert niedrigschwellige, wohnortnahe Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen, ihre Angehörigen sowie Fachkräfte. Dabei geht es nicht nur um medizinische Versorgung, sondern auch um soziale, präventive und rehabilitative Maßnahmen – mit dem Ziel, soziale Teilhabe, Lebensqualität und Selbstständigkeit der Betroffenen zu stärken.
Digitale Netzwerkkarte macht Hilfe sichtbar
Besonders hervorgehoben wurde der digitale Sozialatlas „Motiv Mensch“, der als interaktive Netzwerkkarte die Vielzahl an Angeboten im Kreis sichtbar macht. Ergänzt wird das Angebot durch Informationsflyer sowie Inhalte auf der Webseite des Rheinisch-Bergischen Kreises. So erhalten Betroffene und Angehörige schnell Orientierung und Zugang zu passenden Hilfsangeboten.
Landesweite Förderung und hohe Qualitätsstandards
Der GPV wird durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW im Rahmen des Projekts „Verankerung von Gemeindepsychiatrischen Verbünden in NRW“ gefördert. Die Qualität der Arbeit orientiert sich an den Standards der Bundesarbeitsgemeinschaft der GPVen, in der der Verbund Mitglied ist.
Breite Unterstützung im Kreis
Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem das Gesundheitsamt, Alpha e.V., Caritas, Diakonie, Die Kette e.V., das Evangelische Krankenhaus Bergisch Gladbach, das Klinikum Oberberg sowie das Jobcenter Rhein-Berg. Die enge Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg ist ein zentrales Element des Erfolgsmodells.
Fazit: Gemeinsam für mehr psychische Gesundheit
Mit dem GPV wurde im Rheinisch-Bergischen Kreis ein zukunftsweisendes Netzwerk geschaffen, das Menschen mit psychischen Erkrankungen auf vielfältige Weise unterstützt – verlässlich, vernetzt und nah am Menschen.
Die Stadt Köln verstärkt ihr Engagement für bezahlbaren Wohnraum auf europäischer Ebene. Oberbürgermeister Torsten Burmester ist der EU-weiten Initiative „Mayors for Housing“ beigetreten. Das Bündnis vereint Bürgermeisterinnen und Bürgermeister großer europäischer Städte und setzt sich dafür ein, Wohnen als soziales Grundrecht zu verankern sowie Städten eine stärkere Rolle in der europäischen Wohnungspolitik und bei der Vergabe von Fördermitteln zu geben.
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Bezahlbarer Wohnraum als zentrales Zukunftsthema
Steigende Mieten und knapper Wohnraum stellen Köln ebenso wie viele andere Metropolen vor große Herausforderungen. Mit dem Beitritt zu „Mayors for Housing“ will die Stadt ihre Interessen gebündelt mit anderen Kommunen auf EU-Ebene vertreten. Der Austausch mit Städten, die vor ähnlichen Problemen stehen, soll dazu beitragen, neue Lösungsansätze zu entwickeln und bewährte Strategien zu teilen, um den Wohnungsmarkt langfristig zu entlasten.
Europäische Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung
Der Schritt Kölns fällt zeitlich mit der Vorstellung des europäischen Plans für mehr erschwinglichen Wohnraum durch die EU-Kommission zusammen. Dieser sieht unter anderem Investitionen in den Wohnungsbau sowie Anpassungen von EU-Beihilferegeln vor. Die Initiative „Mayors for Housing“ bewertet diesen Plan als wichtigen Meilenstein, betont jedoch zugleich, dass die bisherigen Finanzierungsinstrumente nicht ausreichen, um den hohen Investitionsbedarf in den Städten zu decken.
Starkes Netzwerk europäischer Metropolen
Zum Bündnis gehören unter anderem Städte wie Amsterdam, Athen, Dublin, Florenz, Lissabon sowie Kölns Partnerstadt Barcelona. Auch Leipzig ist als weiteres deutsches Mitglied vertreten. Gemeinsam setzen sich die Städte für eine dauerhafte Zusammenarbeit mit der EU-Kommission ein, um die geplanten Maßnahmen weiter zu konkretisieren und mit verbindlichen Regelungen zu hinterlegen.
Ziel: Entlastung des Wohnungsmarktes in Köln
Für Köln eröffnet die Mitgliedschaft die Chance, europäische Rahmenbedingungen aktiv mitzugestalten und von gemeinsamen Initiativen zu profitieren. Der Fokus liegt darauf, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, den Wohnungsmarkt zu stabilisieren und die Lebensqualität in der Stadt nachhaltig zu sichern.
Ein mutmaßlicher Einbrecher ist am Montagnachmittag (22. Dezember) in Overath kurz nach der Tat von der Polizei gestellt worden. Der Vorfall ereignete sich gegen 14.30 Uhr in einem Einfamilienhaus an der Mucher Straße – während sich die Bewohner im Haus aufhielten.
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Täter dringt durch Terrassentür ein
Nach Angaben der Hausbewohner beobachteten diese, wie ein unbekannter Mann durch eine auf Kipp stehende Terrassentür in das Gebäude eindrang. Der Einbruch dauerte nur wenige Minuten. Anschließend verließ der Mann das Haus und entfernte sich zu Fuß in Richtung Overather Innenstadt. Nach ersten Erkenntnissen entwendete er rund 70 Euro aus einer Geldbörse.
Schnelle Fahndung führt zum Erfolg
Unmittelbar nach dem Notruf entsandte die Polizei mehrere Streifenwagen zum Einsatzort und leitete eine Fahndung ein. Am Bahnhof Overath entdeckten Einsatzkräfte wenig später einen Mann, auf den die Täterbeschreibung der Bewohner zutraf. Der Verdächtige, ein 56-jähriger Mann ohne festen Wohnsitz, wurde kontrolliert und zur Polizeiwache Bergisch Gladbach gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er wieder entlassen.
Ermittlungen laufen weiter
Die Polizei nahm eine Strafanzeige wegen Einbruchs auf und veranlasste eine Spurensicherung am Tatort. Auf Wunsch der Bewohner wurde zudem die Kriminalprävention eingeschaltet, um eine technische Beratung zum Einbruchschutz durchzuführen.
Das zuständige Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg bittet Zeuginnen und Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Einbruch verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.
Die Tourismusorganisation Das Bergische blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit wegweisenden Projekten, starken Netzwerken und messbaren wirtschaftlichen Effekten hat sich die Mittelgebirgsregion erneut als attraktive Freizeit-, Wander- und Kurzreiseregion im Umfeld der großen NRW-Städte positioniert. Gleichzeitig wurden wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung in den kommenden Jahren gelegt.
Austausch auf Bundesebene stärkt Profil der Region
Ein besonderer Höhepunkt des Jahres war die Ausrichtung der Klausurtagung des Bundesverbandes Deutsche Mittelgebirge im Mai. Vertreterinnen und Vertreter aus 26 Regionen kamen im Bergischen zusammen, um über Digitalisierung, nachhaltige Destinationsentwicklung und moderne Organisationsstrukturen zu beraten. Dabei konnte Das Bergische sein eigenes strategisches Konzept als Beispiel für eine zukunftsorientierte und vernetzte Tourismusregion vorstellen und bundesweit Akzente setzen.
Gesundheitstourismus als Zukunftsfeld
Ein zentraler Meilenstein 2025 war die Förderempfehlung für das Projekt „Bergisch Balance – Region mit Weitblick für Körper, Geist und Seele“. Ziel ist der gezielte Ausbau des Gesundheitstourismus auf Basis der natürlichen Ressourcen der Region. Geplant sind unter anderem ein naturnaher Gesundheitsweg im heilklimatischen Kurort Eckenhagen sowie ein digitales Erlebnis-Tool, das individuelle Gesundheitsimpulse vermittelt. Damit wird ein Themenfeld gestärkt, dem für die Zukunft großes Entwicklungspotenzial zugeschrieben wird.
Wander- und Kulturerlebnisse weiter ausgebaut
Auch im Bereich Wandern und Naturerlebnis verlief das Jahr erfolgreich. Die Bergischen Wanderwochen fanden 2025 gleich zweimal statt – im Frühjahr und im Herbst. Im Rahmen der Kooperation „Stadt Land Fluss trifft Bergische Wanderwochen“ wurden im Herbst mehr als 200 Veranstaltungen angeboten, darunter Gesundheitswanderungen, Exkursionen und kulinarische Formate. Die Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland, den Biologischen Stationen und dem Naturpark Bergisches Land unterstrich die kulturelle und ökologische Vielfalt der Region.
Netzwerke und Jubiläum beim Bergischen Tourismustag
Der Bergische Tourismustag 2025 stand ganz im Zeichen des Austauschs und der Zukunftsentwicklung. Mehr als 100 Teilnehmende aus Wirtschaft, Politik und Tourismus diskutierten über digitale Buchbarkeit, intelligente Lösungen im Tourismus und neue Erlebnisangebote. Gleichzeitig feierte Das Bergische sein 20-jähriges Bestehen und blickte auf zwei Jahrzehnte erfolgreicher Profilbildung zurück.
Qualitätswanderwege erneut ausgezeichnet
Ein weiteres positives Signal kam aus dem Bereich Wandern: Sowohl der Bergische Weg als auch der Bergische Panoramasteig wurden 2025 zum fünften Mal in Folge als „Qualitätswege Wanderbares Deutschland“ rezertifiziert. Die Fernwanderwege erfüllen erneut die hohen Anforderungen an naturnahe Wegeführung, zuverlässige Beschilderung und hohe Erlebnisqualität – ein Ergebnis des langjährigen Engagements vieler Partner aus Kommunen, Ehrenamt und Tourismuswirtschaft.
Tourismus bleibt starker Wirtschaftsfaktor
Die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus im Bergischen wurde durch eine aktuelle Auswertung des dwif für das Jahr 2024 untermauert. Demnach erzielte die Tourismuswirtschaft einen Bruttoumsatz von rund 539,4 Millionen Euro und eine Wertschöpfung von 262 Millionen Euro. Mit 13,1 Millionen Tagesreisen und 2,4 Millionen Übernachtungen behauptet sich die Region erfolgreich als beliebtes Ziel für Freizeit, Naherholung und Kurzurlaube. Besonders erfreulich ist der Anstieg der Übernachtungszahlen gegenüber 2022 sowie höhere Ausgaben pro Aufenthaltstag.
Tourismus wirkt über viele Branchen hinaus
Die Analyse zeigt zudem, dass der Tourismus weit über Hotellerie und Gastronomie hinaus positive Effekte entfaltet. Auch Einzelhandel, Dienstleister, lokale Produzenten und Handwerksbetriebe profitieren spürbar von der touristischen Nachfrage. Damit trägt der Tourismus wesentlich zur Lebensqualität und wirtschaftlichen Stabilität der Region bei.
Ausblick auf 2026: Qualität, Gesundheit und neue Angebote
Für das Jahr 2026 stehen bereits zahlreiche Projekte auf der Agenda. Dazu zählen die Umsetzung von „Bergisch Balance“, der weitere Ausbau des Bergischen Wanderlands, die Bergischen Wanderwochen im Frühjahr sowie neue Akzente im Radtourismus – unter anderem mit der erstmals geplanten Bergischen Radwoche im August 2026. Ergänzt werden diese Vorhaben durch den Ausbau digitaler Buchungsmöglichkeiten sowie neue Kultur- und Genussformate.
Mit einer klaren Strategie, starken Partnerschaften und positiven wirtschaftlichen Kennzahlen geht Das Bergische damit zuversichtlich in die Zukunft und setzt weiter auf nachhaltige Entwicklung, Qualität und Vernetzung.
In der Nacht auf Sonntag hat die Polizei nach einem Einbruch in einen Baumarkt in Kürten drei Tatverdächtige festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, zuvor auch einen weiteren Einbruchsversuch in der Region unternommen zu haben. Sie sollen noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.
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Alarmmeldung führt Polizei auf die Spur
Ausgangspunkt der nächtlichen Ermittlungen war ein Alarm, der gegen 2 Uhr bei einem Werkzeuggeschäft in Burscheid ausgelöst wurde. Der Inhaber erhielt eine entsprechende Meldung auf sein Mobiltelefon und informierte umgehend die Polizei. Unbekannte Täter hatten versucht, in das Geschäft an der Straße Linde einzudringen, flüchteten jedoch, als der Alarm anschlug. Dabei nutzten sie einen weißen Peugeot, dessen Kennzeichen von einer Überwachungskamera erfasst wurde.
Einbruch in Kürten nur kurze Zeit später
Rund eine Stunde später meldete ein weiterer Notruf einen Einbruch in einen Baumarkt an der Industriestraße in Kürten. Dort hatten die Täter ein Rolltor sowie eine Glastür gewaltsam geöffnet und mehrere hochwertige Werkzeuge entwendet. Auch hier flüchteten sie mit einem weißen Peugeot – erneut konnte das Kennzeichen videotechnisch gesichert werden.
Polizeikontrolle bringt schnellen Erfolg
Gegen 3.35 Uhr entdeckte eine Streifenwagenbesatzung in Kürten-Bechen das gesuchte Fahrzeug und stoppte es. Im Wagen saßen drei Männer, im Kofferraum fanden die Beamten die kurz zuvor gestohlenen Werkzeuge. Die Verdächtigen wurden daraufhin vorläufig festgenommen und zur Polizeiwache nach Bergisch Gladbach gebracht.
Tatverdächtige ohne festen Wohnsitz
Nach Angaben der Polizei verfügen die drei Männer über keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Zwei von ihnen sind bereits wegen ähnlicher Delikte polizeibekannt. Aufgrund bestehender Fluchtgefahr sollen alle drei Beschuldigten im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.
Zum Jahreswechsel profitieren tausende geringfügig Beschäftigte im Rheinisch-Bergischen Kreis von einer spürbaren Einkommenssteigerung. Rund 24.600 Mini-Jobberinnen und Mini-Jobber können ab Januar monatlich bis zu 603 Euro verdienen. Möglich wird das durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns, der auf 13,90 Euro pro Stunde steigt.
Mindestlohnerhöhung wirkt sich direkt aus
Viele Mini-Jobber arbeiten zum gesetzlichen Mindestlohn. Für sie bedeutet die Anhebung ein konkretes Plus: Wer etwa zehn Stunden pro Woche beschäftigt ist, erhält ab Januar rund 47 Euro mehr im Monat. Damit steigt das verfügbare Einkommen vieler geringfügig Beschäftigter deutlich – gerade in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten ein wichtiger Faktor.
Gleiche Rechte wie andere Beschäftigte
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) weist darauf hin, dass Mini-Jobber rechtlich nicht schlechter gestellt sind als andere Beschäftigte. Auch für sie gelten grundlegende Arbeitnehmerrechte. Dazu zählen unter anderem bezahlter Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie Zuschläge für Nacht-, Wochenend- oder Feiertagsarbeit, sofern diese im Betrieb üblich sind. Auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld dürfen Mini-Jobbern nicht grundsätzlich vorenthalten werden.
Viele Mini-Jobs in der Gastronomie
Besonders verbreitet sind Mini-Jobs im Rheinisch-Bergischen Kreis in der Gastronomie. Allein in Restaurants, Gaststätten und Hotels arbeiten rund 2.930 Menschen auf geringfügiger Basis. Auch im Einzelhandel, in Bäckereien, Kantinen oder bei saisonalen Angeboten wie Weihnachtsmärkten spielen Mini-Jobs eine wichtige Rolle für den laufenden Betrieb vieler Unternehmen.
Kritik an der Verdrängung regulärer Stellen
Trotz der Einkommensverbesserung sieht die NGG die hohe Zahl an Mini-Jobs kritisch. Aus Sicht der Gewerkschaft besteht die Gefahr, dass reguläre sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verdrängt werden. Nur Voll- oder Teilzeitstellen mit Sozialversicherung bieten einen umfassenden Schutz, etwa bei Rente, Pflege oder Arbeitslosigkeit.
Frauen besonders betroffen
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die soziale Absicherung von Frauen. Rund 58 Prozent der geringfügig Beschäftigten im Rheinisch-Bergischen Kreis sind weiblich. Häufig nutzen insbesondere junge Mütter Mini-Jobs als Wiedereinstieg in den Beruf. Der Schritt in eine reguläre Beschäftigung gelingt jedoch nicht immer, was langfristig zu Nachteilen führen kann – etwa bei der Altersvorsorge.
Forderung nach Reform der Mini-Jobs
Vor diesem Hintergrund spricht sich die NGG dafür aus, Mini-Jobs in ihrer bisherigen Form zu reformieren oder abzuschaffen. Ziel sei es, dass jede geleistete Arbeitsstunde vom ersten Moment an vollständig sozialversicherungspflichtig ist. Die aktuelle Mindestlohnerhöhung sei zwar ein wichtiger Schritt, könne aber die strukturellen Probleme geringfügiger Beschäftigung nicht lösen.
Für die Mini-Jobber im Rheinisch-Bergischen Kreis bringt der Jahreswechsel dennoch zunächst eine positive Nachricht: Mehr Geld im Portemonnaie – und zugleich eine neue Debatte über faire Arbeitsbedingungen und soziale Absicherung.
Der Rheinisch-Bergische Kreis setzt sein Engagement für die Unterstützung der vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine fort. Mit der Übergabe eines umgebauten VW-Busses an die Humanitäre Hilfe Bergisch Gladbach und die Humanitäre Hilfe Overath stellt der Kreis erneut dringend benötigte logistische Hilfe zur Verfügung.
Fahrzeug aus dem Kreiseinsatz für humanitäre Zwecke
Bei dem gespendeten Fahrzeug handelt es sich um einen VW-Bus, der zuvor als Vermessungsfahrzeug im Einsatz war. Nach seiner Aussonderung wurde er technisch überprüft und für den weiteren Einsatz vorbereitet. Landrat Arne von Boetticher überreichte nun die Fahrzeugschlüssel an die beiden Vereinsvorsitzenden Ulrich Gürster und Norbert Kuhl. Mit der Spende soll die wichtige Arbeit der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gezielt unterstützt werden.
Bewährte Zusammenarbeit mit Hilfsvereinen
Die beiden Hilfsorganisationen engagieren sich seit Beginn des Krieges intensiv für die Ukraine-Hilfe und haben bereits mehrfach Fahrzeuge aus der Reserve des Kreises erhalten. Zuvor wurden unter anderem ein Krankentransportwagen, ein Kommandowagen sowie ein Multivan der Straßenmeisterei übergeben, der bereits in die Ukraine gebracht wurde. Der neue VW-Bus schließt nun an diese Reihe an.
Vielseitig einsetzbar im Krisengebiet
Durch den früheren Umbau zum Vermessungsfahrzeug verfügt der Bus über keine hintere Sitzreihe und bietet dadurch zusätzlichen Stauraum. Damit eignet er sich besonders gut für den Transport von Hilfsgütern, kann aber auch flexibel für andere logistische Aufgaben eingesetzt werden. Nach dem abgeschlossenen Check-up wird sich das Fahrzeug in Kürze auf den Weg in die Ukraine machen.
Mit der erneuten Fahrzeugspende leistet der Rheinisch-Bergische Kreis einen weiteren konkreten Beitrag zur humanitären Hilfe und unterstützt die Hilfsvereine dabei, dringend benötigte Unterstützung direkt dorthin zu bringen, wo sie gebraucht wird.
Am Sonntagabend, 21. Dezember, kam es im Stadtgebiet von Wermelskirchen zu einer Reihe von Einbrüchen. Die Polizei wurde innerhalb weniger Stunden zu insgesamt drei Tatorten gerufen. In allen Fällen verschafften sich bislang unbekannte Täter gewaltsam Zugang zu Wohnhäusern.
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Zwei Einbrüche im Wohngebiet Marderweg
Besonders betroffen war ein Wohngebiet im Marderweg. Dort wurden gleich zwei benachbarte Häuser Ziel von Einbrechern. In einem Fall wurde zwischen 9.30 Uhr und 20.20 Uhr eine Terrassentür aufgebrochen. Die Täter durchsuchten offenbar alle Etagen des Hauses und entwendeten nach ersten Erkenntnissen mehrere Armbanduhren sowie Schmuck.
Während die Bewohner des Nachbarhauses zwischen 17.00 Uhr und 21.30 Uhr abwesend waren, schlugen die Täter erneut zu. Auch hier wurde die Terrassentür aufgehebelt. Vor allem das Schlafzimmer wurde intensiv durchsucht. Ob dabei Gegenstände entwendet wurden, war zunächst noch unklar.
Weiterer Einbruch in der Straße Am Vogelsang
Ein dritter Einbruch ereignete sich am selben Abend in der Straße Am Vogelsang. Zwischen 15.00 Uhr und 21.00 Uhr brachen die Täter ein Fenster im Erdgeschoss eines Hauses auf und gelangten so ins Innere. Nach Angaben der Geschädigten wurde ein geringer Bargeldbetrag gestohlen.
Polizei ermittelt und sucht Zeugen
An allen drei Tatorten nahm die Polizei Strafanzeigen auf und ließ den Erkennungsdienst zur Spurensicherung kommen. Die Ermittlungen laufen, ein möglicher Zusammenhang zwischen den Taten wird geprüft.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die am Sonntag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Marderweg oder Am Vogelsang beobachtet haben, sich beim zuständigen Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg zu melden. Hinweise können telefonisch unter der Rufnummer 02202 205-0 abgegeben werden.