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Abschied eines „Urgesteins“: Ingelore Zollondz verlässt den Rheinisch-Bergischen Kreis nach über 52 Jahren

30 November 2024 von Felix Morgenstern

Nach mehr als einem halben Jahrhundert im Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises verabschiedet sich Ingelore Zollondz, liebevoll „Inge“ genannt, in den Ruhestand. Zum 30. November 2024 verlässt die 67-Jährige, die als Büroassistenz eine Institution in der Kreisverwaltung war, das Team des Landrats und der Pressestelle. Mit ihrer unverwechselbaren Art, ihrem großen Herzen und enormen Wissensschatz hinterlässt sie eine bleibende Lücke.

Ein Leben für den Kreis

Mit gerade einmal 15 Jahren begann Zollondz ihre Ausbildung beim Kreis. Sie erinnert sich an ihre Anfänge, die geprägt waren von mechanischen Schreibmaschinen und Stenografie-Kursen: „Damals war alles noch analog, von der Schreibmaschine bis zum Pressespiegel.“ Die Digitalisierung begleitete sie über die Jahrzehnte hinweg – von den ersten PCs bis hin zur nahezu papierlosen Arbeit.

Nach einer kurzen, weniger erfüllenden Phase bei der Stadt Köln kehrte sie 1979 wieder zurück zum Kreis: „Das Wir-Gefühl, die Zusammengehörigkeit und die netten Kolleginnen und Kollegen haben den Kreis immer besonders gemacht.“ Mit ihrer Rückkehr begann eine abwechslungsreiche Zeit, in der sie durch ihre Arbeit im Büro des Landrats und bei der Pressestelle tiefe Einblicke in die Organisation erhielt.

Eine beeindruckende Karriere

Ihre Tätigkeit führte sie durch viele Abteilungen, darunter das Straßenverkehrsamt und zuletzt das Vorzimmer des Landrats. Sie war bei zahlreichen Veranstaltungen und Ehrungen dabei und erlebte, wie sich der Kreis veränderte: „Früher kannte ich fast jeden hier – und ich selbst war bekannt wie ein bunter Hund.“

Trotz des Trubels und der Herausforderungen, die ihre Arbeit mit sich brachte, behielt sie stets den Überblick. Sie betonte, dass die abwechslungsreichen Aufgaben und das gute Arbeitsklima nie Langeweile aufkommen ließen: „Wenn ich mich wieder entscheiden könnte, würde ich jederzeit wieder beim Kreis anfangen.“

Neue Freiheit nach dem 1. Dezember

Auf ihre Pensionierung blickt Zollondz mit gemischten Gefühlen: „Es ist schon komisch, nach so langer Zeit aufzuhören.“ Dennoch freut sie sich auf die freie Zeiteinteilung, den nächsten Urlaub und entspanntes Ausschlafen an verschneiten Wintertagen. Auch das erste Rentnertreffen hat sie fest eingeplant: „Ich werde den Kreis und die Kolleginnen und Kollegen zwar vermissen, aber ich freue mich auch auf die neue Lebensphase.“

Mit Ingelore Zollondz geht nicht nur eine langjährige Mitarbeiterin, sondern auch eine Persönlichkeit, die das Leben in der Kreisverwaltung über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt hat.

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Die Einsatzstelle im Stadtteil Herkenrath

Feuerwehr Bergisch Gladbach verhindert Wohnhausbrand in Herkenrath

29 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Donnerstagabend gegen 19:45 Uhr hat die Feuerwehr Bergisch Gladbach durch schnelles und entschlossenes Handeln einen Wohnhausbrand im Stadtteil Herkenrath verhindert. Ein Holzstapel in unmittelbarer Nähe zu einem Einfamilienhaus in der Dietrich-von-Dorendorp-Straße stand in Flammen und drohte, auf das Gebäude überzugreifen.

Ehrenamtlicher Feuerwehrmann reagiert geistesgegenwärtig

Noch vor Eintreffen der alarmierten Feuerwehrkräfte zeigte ein ehrenamtlicher Angehöriger der Feuerwehr, der in der Nähe wohnt, großes Engagement: Er warnte die Bewohner und brachte sie so in Sicherheit. Dank seines besonnenen Verhaltens konnten schlimmere Folgen vermieden werden.

Brand drohte auf Wohnhaus überzugreifen

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte der Holzstapel in voller Ausdehnung. Die Flammen hatten bereits Fenster eines Wintergartens zerstört, und die Hitze beschädigte den Balkon. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehrkräfte wurde ein Übergreifen der Flammen auf das Innere des Gebäudes verhindert. Allerdings wurde der Wohnraum durch Rauch erheblich beeinträchtigt.

Effizientes Handeln vor Ort

Die Feuerwehr setzte Überdruckbelüftung ein, um den Rauch aus dem Gebäude zu entfernen. Dennoch wurde die Nutzung des Wohnhauses vorübergehend untersagt, und die Bewohner fanden für die Nacht Unterschlupf bei Nachbarn.

Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr war mit insgesamt 23 Einsatzkräften und neun Fahrzeugen aus den Feuerwachen 1 und 2 sowie der Einheit 8 – Herkenrath – im Einsatz. Zudem war der Einsatzführungsdienst (B-Dienst) und ein Rettungswagen vor Ort.

Brandursache unklar

Nach Abschluss der Löscharbeiten übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle gegen 21:00 Uhr an die Polizei, die den Brandort beschlagnahmte und die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen hat.

Dank an alle Beteiligten

Das schnelle Eingreifen und die Koordination der Feuerwehrkräfte verhinderten größeren Schaden und schützten die Bewohner vor einem möglichen Unglück.

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Der Mercedes-Fahrer wollte nach links in die Buddestraße abbiegen.

Verkehrsunfall in Bergisch Gladbach: Zwei Verletzte und hoher Sachschaden

28 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Mittwochmorgen (27.11.) ereignete sich im Kreuzungsbereich Gladbacher Straße / Buddestraße / Saaler Straße ein schwerer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen. Dabei wurden eine Person schwer und eine Person leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 30.000 Euro.

Unfallhergang

Nach bisherigen Ermittlungen befuhr eine 30-jährige Frau aus Köln gegen 07:55 Uhr mit ihrem Seat die Saaler Straße und wollte die Kreuzung geradeaus überqueren. Vor ihr hielt eine andere Verkehrsteilnehmerin an der rot zeigenden Ampel an, um nach rechts abzubiegen. Die Seat-Fahrerin missachtete offenbar das Rotlicht und fuhr an der wartenden Autofahrerin vorbei in den Kreuzungsbereich. Dort kollidierte sie mit einem Mercedes-Benz, der von einem 33-jährigen Bergisch Gladbacher gelenkt wurde. Dieser wollte von der Gladbacher Straße aus Richtung Schlossstraße nach links in die Buddestraße abbiegen.

Durch den heftigen Zusammenstoß wurde der Seat auf einen Ford geschoben, der von einer 50-jährigen Rösratherin gesteuert wurde. Die Frau wartete an der roten Ampel in der Buddestraße in Richtung Bergisch Gladbach.

Verletzungen und Schäden

Die 30-jährige Seat-Fahrerin erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Mercedes kam mit leichten Verletzungen davon. Die Fahrerin des Fords blieb glücklicherweise unverletzt.

Zwei der drei Fahrzeuge, der Seat und der Mercedes, wurden so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren und abgeschleppt werden mussten. Der geschätzte Gesamtschaden liegt bei etwa 30.000 Euro.

Sperrungen und Verkehrseinschränkungen

Während der Unfallaufnahme durch die Polizei war die Fahrbahn teilweise gesperrt, was zu Verkehrsbehinderungen in der Umgebung führte. Die Polizei ermittelt nun den genauen Unfallhergang.

Dieser Unfall zeigt einmal mehr, wie wichtig die Beachtung von Ampelzeichen und vorausschauendes Fahren sind, um solche schweren Zusammenstöße zu vermeiden.

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Skandal in Bensberg weitet sich aus: Ordnungsamt attackiert LKW Lieferungen

Skandal in Bensberg weitet sich aus: Ordnungsamt attackiert LKW Lieferungen

28 November 2024 von Darian Lambert

Die Schlossstraße in Bensberg, einst eine belebte Einkaufsmeile mit historischem Flair, steht aktuell im Zentrum eines handfesten Skandals. Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, die von der Stadt Bergisch Gladbach durchgeführt wurden, hat die Schlossstraße eine unerwartete Wandlung durchgemacht – und das nicht zum Vorteil der Händler und Anwohner. Ohne Ratsbeschluss wurde die Straße in weiten Teilen in eine Fußgängerzone umgewandelt. Das Ordnungsamt nutzt seine Befugnisse offenbar, um die Durchsetzung dieser Maßnahme mit fragwürdigen Mitteln voranzutreiben. Besonders im Fokus steht die aggressive Verfolgung von LKW-Fahrern, die Geschäfte und Gastronomiebetriebe beliefern wollen.

Ordnungshüter attackierten den abendlichen Lieferverkehr der Läden in Bensberg

Sanierung ohne Planung – und mit Folgen

Die Stadt Bergisch Gladbach hatte angekündigt, die Schlossstraße zu modernisieren und attraktiver zu gestalten. Mit neuen Pflasterungen, Sitzgelegenheiten und einer Aufwertung des Stadtbilds sollten sowohl die Besucherzahlen als auch die Verweildauer erhöht werden. Doch die Sanierung hat nun eine Kehrseite: In der neu gestalteten Zone wurden, laut Insidern aus der Stadtverwaltung, ohne offizielle Genehmigung oder Abstimmung im Stadtrat, Maßnahmen ergriffen, die eine faktische Fußgängerzone geschaffen haben. Verkehrsberuhigung mag das Ziel gewesen sein, doch die Methode sorgt für Empörung.

Autofahrer „umerziehen“: Politische Agenda der Grünen?

Gerüchte besagen, dass die Grünen im Rathaus maßgeblich hinter der Einführung dieser faktischen Fußgängerzone stehen. Ziel sei es, den Autoverkehr aus dem Stadtteil zu verdrängen und ein „nachhaltiges Mobilitätskonzept“ zu erzwingen. Kritiker werfen der Partei vor, eine ideologisch getriebene Verkehrspolitik auf dem Rücken der Händler, Anwohner und Besucher auszutragen. Für viele Bensberger wirkt diese „Umerziehung“ wie eine Zwangsmaßnahme, die nicht nur den Charme der Schlossstraße zerstört, sondern auch deren wirtschaftliche Grundlage gefährdet.

Ordnungsamt als Handlanger?

Das Ordnungsamt der Stadt scheint sich der politischen Linie anzuschließen – und agiert dabei mit bemerkenswerter Härte. Insbesondere LKW-Fahrer, die Geschäfte und Restaurants entlang der Schlossstraße beliefern, berichten von massiven Behinderungen und Schikanen. Strafen für kurzes Halten, um Waren abzuladen, sind an der Tagesordnung. Ein Lieferant berichtet: „Ich wollte nur für fünf Minuten anliefern. Plötzlich stand ein Mitarbeiter des Ordnungsamts da und hat mich massiv unter Druck gesetzt, obwohl es keine andere Möglichkeit gab.“ Selbst Fahrzeuge mit klarer Lieferfunktion werden nicht verschont. Das Ordnugnsamt pocht auf beschränkte Lieferzeiten zwischen 6 und 11 Uhr. Wegen dem Wochenmarkt Donnerstags in der Schloßsstrasse wäre dann sogar jegliche Belieferung der Läden und Lokale an Donnerstagen ausgeschlossen.

Händler schlagen Alarm

Die betroffenen Händler und Gastronomen sind entsetzt. Die neuen Regelungen hätten nicht nur die Lieferlogistik erschwert, sondern führten auch zu einem deutlichen Rückgang der Kunden. „Wenn unsere Zulieferer nicht mehr vernünftig arbeiten können, leidet unser Geschäft. Gleichzeitig bleiben viele Kunden weg, weil sie Angst haben, hier Knöllchen zu kassieren oder nicht wissen, wo sie parken sollen,“ klagt ein Geschäftseigentümer.

Eskalation: LKW-Fahrer im Visier

Besonders alarmierend ist, dass es Berichte über direkte Konfrontationen zwischen Mitarbeitern des Ordnungsamtes und LKW-Fahrern gibt. In einem Fall soll ein Fahrer regelrecht bedroht worden sein, nachdem er versucht hatte, eine größere Lieferung abzuladen. „Ich wurde wie ein Verbrecher behandelt“, schildert der Betroffene. „Sie wollten mich zwingen, sofort weiterzufahren, obwohl klar war, dass das Geschäft auf meine Lieferung angewiesen ist.“ Diese Vorfälle werfen ein schlechtes Licht auf die Vorgehensweise der Stadt und könnten rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Wirtschaftliche Existenz bedroht

Die Schlossstraße war einst ein lebendiger Ort, der von seinem Mix aus Individualität und Erreichbarkeit lebte. Nun bangen viele Geschäftsinhaber um ihre Existenz. „Die Maßnahmen wurden über unsere Köpfe hinweg beschlossen. Niemand hat uns gefragt. Wir sind diejenigen, die die wirtschaftlichen Folgen tragen müssen“, sagt eine Inhaberin eines Restaurants. Die Maßnahmen, die angeblich zur Belebung der Straße gedacht waren, haben offenbar das Gegenteil bewirkt.

Forderung nach Aufklärung und Lösungen

Die Händler und Anwohner fordern nun Transparenz und eine Rückkehr zu vernünftigen Verkehrsregelungen. Viele plädieren dafür, die Maßnahmen sofort rückgängig zu machen, bis eine offizielle Entscheidung getroffen wird. „Die Schlossstraße gehört allen – nicht nur denen, die sie nach ihrem eigenen politischen Willen gestalten wollen“, heißt es in einem offenen Brief an die Stadtverwaltung.

Der Ruf nach Konsequenzen

Der Skandal um die Schlossstraße zeigt, wie ein ideologisch motiviertes Vorgehen den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt einer Stadt gefährden kann. Sollten die Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung und das Ordnungsamt bestätigt werden, könnte dies zu einer umfassenden Debatte über die Machtverhältnisse in der Kommunalpolitik führen. Händler und Anwohner hoffen, dass ihre Anliegen Gehör finden – bevor die Schlossstraße endgültig ihren Glanz verliert.

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Filmabend in der VHS Bergisch Gladbach: „Holy Shit“ regt zum Nachdenken über Ressourcen und Kreislaufwirtschaft an

27 November 2024 von Felix Morgenstern

Die Volkshochschule (VHS) Bergisch Gladbach lädt in Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat Bergisches Land e.V. am Montag, den 9. Dezember 2024, zu einem besonderen Film- und Diskussionsabend ein. Ab 18.30 Uhr wird im Haus Buchmühle der Film „Holy Shit“ gezeigt, eine investigative Dokumentation, die den Umgang mit einer oft tabuisierten, aber wichtigen Ressource thematisiert.

Vom Abfall zur Ressource

Produziert vom renommierten Kölner Filmemacher Valentin Thurn, untersucht der Film, was mit unserem verdauten Essen passiert, nachdem es unseren Körper verlässt. Regisseur Rubén Abruña begibt sich dafür auf eine Reise durch 16 Städte auf vier Kontinenten. Die Dokumentation zeigt kreative Ansätze, wie Nährstoffe zurückgewonnen und im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wiederverwertet werden können. So wird deutlich, wie dieser Prozess Ernährungssicherheit, Umweltschutz, Hygiene und den Klimaschutz unterstützen kann.

Diskussion mit Designerin Anastasia Bondar

Im Anschluss an die Filmvorführung wird die Designerin Anastasia Bondar Rede und Antwort stehen. Ihre preisgekrönte Masterarbeit untersucht die Rückgewinnung von Nährstoffen aus verdauten Lebensmitteln durch Trockentoiletten. Ein von ihr entwickelter Prototyp einer Komposttoilette ist im Kölner Volksgarten in Betrieb und zeigt, wie Kreislaufwirtschaft praktisch umgesetzt werden kann.

Teil der Reihe „Der besondere Film“

Der Abend ist Teil der VHS-Reihe „Der besondere Film“, die sich durch anspruchsvolle und gesellschaftlich relevante Themen auszeichnet. Ziel des Formats ist es, nicht nur außergewöhnliche Filme zu präsentieren, sondern auch Raum für Diskussionen und Reflexion zu schaffen.

Zukunftswerkstatt im Fokus

Der Filmabend ist gleichzeitig eine Vorbereitung auf die Zukunftswerkstatt des Ernährungsrats, die im März 2025 stattfindet und sich mit nachhaltigen Konzepten rund um Ernährung und Umwelt beschäftigt.

Kostenfreie Teilnahme – Anmeldung erwünscht

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung unter post@ernaehrungsrat-bergisches-land.org wird jedoch empfohlen. Interessierte können sich außerdem bei der VHS Bergisch Gladbach unter www.vhs-gl.de oder telefonisch unter 02202/142263 informieren.

Lassen Sie sich von einem spannenden Film und einer inspirierenden Diskussion überraschen – ein Abend, der neue Perspektiven auf Nachhaltigkeit und Ressourcen eröffnet.

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Traffic accident on the railway. As a result of a train accident, the train derailed. An accident on the railway. A railway carriage derailed during daylight hours. The wreck of railway wagons.

Güterzug-Unfall bei Kerpen: Regionalzüge nehmen Betrieb wieder auf

26 November 2024 von Felix Morgenstern

Nach dem schweren Güterzug-Unfall auf der Strecke zwischen Köln und Aachen gibt es gute Nachrichten für Pendler: Seit Dienstagmorgen verkehren die Regionalexpress-Linien RE 1 und RE 9 wieder. Die Züge nutzen die intakten S-Bahngleise, um die Unfallstelle zwischen Horrem und Düren zu umfahren. Dennoch kommt es zu Verzögerungen, da die Züge in diesem Abschnitt langsamer fahren müssen.

S-Bahn-Betrieb bleibt eingeschränkt

Während die RE-Linien wieder weitgehend unterwegs sind, bleibt der Betrieb der S-Bahn-Linien S 12 und S 19 weiter eingeschränkt. Diese enden und beginnen derzeit überwiegend in Horrem, einige Züge auch in Sindorf. Teilweise fallen Verbindungen ganz aus.

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, dass eine vollständige Freigabe der Strecke frühestens nach einer weiteren Begutachtung der Schäden durch Fachleute erfolgen kann. Diese Untersuchung ist für Mittwoch geplant.

Erhebliche Schäden an der Strecke

Der Unfall, bei dem ein Güterzug mit einem Bauzug kollidierte, hat schwere Schäden verursacht. Mehrere Hundert Meter Gleise und Schwellen müssen erneuert werden. Zudem sind vier beschädigte Betonmasten der Oberleitung auszutauschen. Seit Samstag ist die Bahn mit der Bergung der entgleisten Waggons beschäftigt, die teils mithilfe schwerer Kräne gehoben werden.

Auswirkungen auf Fern- und Nahverkehr

Neben dem Regionalverkehr ist auch der Fernverkehr betroffen: ICE-Züge und der Eurostar zwischen Aachen, Brüssel und Paris verkehren nur eingeschränkt. Auch Nahverkehrsverbindungen zwischen Köln und Aachen bleiben beeinträchtigt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet, um den Pendlern Alternativen zu bieten.

Schwerverletzter Lokführer und glückliche Umstände

Beim Unfall in der Nacht auf Freitag wurden drei Menschen verletzt, darunter der Lokführer schwer. Die Feuerwehr Kerpen war mit 85 Einsatzkräften vor Ort, um Verletzte zu retten und potenzielle Gefahren durch die geladenen Chemikalien zu prüfen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass keine gefährlichen Stoffe ausgetreten waren.

Unfallursache noch ungeklärt

Die genaue Ursache des Zusammenstoßes wird weiterhin untersucht. Offensichtlich war der Bauzug auf der Strecke unterwegs, ob stehend oder langsam fahrend, ist bislang nicht bekannt. Der Güterzug erfasste den Bauzug und entgleiste. Wäre anstelle des Güterzugs ein Personenzug betroffen gewesen, hätte das Unglück noch weitaus dramatischer ausfallen können.

Weitere Informationen für Reisende

Aktuelle Infos zu Zugverbindungen und Ersatzverkehr sind über die Online-Auskunft der Deutschen Bahn abrufbar. Pendler sollten weiterhin mit Verzögerungen und Ausfällen rechnen, bis die Strecke vollständig instand gesetzt ist.

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Ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen: Aktionen im Rheinisch-Bergischen Kreis

26 November 2024 von Felix Morgenstern

Der Rheinisch-Bergische Kreis setzt ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Anlässlich des internationalen „Orange Day“ am 25. November beteiligen sich die Gleichstellungsstelle des Kreises und der Runde Tisch Keine Gewalt gegen Frauen mit einer besonderen Aktion: Eine kreativ gestaltete, orangefarbene Bank tourte durch die Kommunen der Region und soll das Thema Gewalt gegen Frauen in den Fokus rücken.

Die Bank als Symbol

In Bergisch Gladbach, Burscheid, Kürten, Leichlingen, Odenthal, Overath und Rösrath wurde die Bank von Bürgermeisterinnen, Bürgermeistern und zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern genutzt, um ihre Solidarität zu zeigen. Landrat Stephan Santelmann und Mitarbeitende der Kreisverwaltung setzten ebenfalls ein sichtbares Zeichen, indem sie sich fotografieren ließen. „Es ist wichtig, den Betroffenen Mut zu machen und sie zu ermutigen, sich Unterstützung zu suchen. Dieses Thema darf nicht aus der öffentlichen Aufmerksamkeit verschwinden“, betont Landrat Santelmann.

Die gestalteten Bänke mit den Fotografien der Teilnehmenden können bis zum 13. Dezember im Foyer des Bergischen Löwen und in der Stadtbücherei Bergisch Gladbach besichtigt werden. Die Fotos stammen vom Kölner Fotografen Joachim Rieger, der die Aktion im Auftrag des Kreises dokumentierte.

Gewalt gegen Frauen: Eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung

Statistisch gesehen erlebt jede dritte Frau in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt, unabhängig von Bildung oder Einkommen. Ziel der Aktion ist es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen. „Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Unsere Aktionen sollen Betroffene unterstützen und die Gesellschaft zum Hinsehen bewegen“, erklärt Anja Möldgen, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises.

Flagge zeigen gegen Gewalt

Neben der Bank-Aktion werden in allen kommunalen Gebäuden der acht Städte und Gemeinden des Kreises die blauen Fahnen mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ gehisst. Vor dem Kreishaus in Bergisch Gladbach wird die Fahne vom 25. bis 29. November wehen. Diese Initiative geht auf den Verein „Terre des Femmes“ zurück, der seit 2001 jährlich zum Hissen der Fahnen aufruft.

Hilfsangebote und Hotline

Frauen, die von Gewalt betroffen sind, können sich an regionale Beratungsstellen wenden oder das bundesweite Hilfetelefon unter 08000 116 016 nutzen. Die Hotline bietet rund um die Uhr Unterstützung und Beratung. Weitere Informationen stehen auf der Website des Rheinisch-Bergischen Kreises unter dem Stichwort „Gleichstellung“ zur Verfügung.

Mit diesen vielfältigen Aktionen und Hilfsangeboten macht der Rheinisch-Bergische Kreis klar: Gewalt gegen Frauen darf nicht toleriert werden, und jede Stimme zählt, um dieses Problem anzugehen.

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Portrait of young Brazilian student with backpack carrying books in college. Other students in the background.

Wohnungsnot in NRW: Studierende schlagen Alarm

25 November 2024 von Felix Morgenstern

Die Wohnungsnot unter Studierenden in Nordrhein-Westfalen spitzt sich weiter zu. Hohe Mietkosten und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum zwingen viele in prekäre Wohnsituationen – oder dazu, ihre Studienpläne aufzugeben. Jetzt fordern die Studierenden Lösungen von Stadt und Land.

706 Euro für 16 Quadratmeter

Marie, eine 26-jährige Studentin der Gesundheitsökonomie in Köln, teilt ihr Leben auf 16 Quadratmeter. Für das kleine Apartment zahlt sie 706,21 Euro Miete. „Ich bin nur zum Schlafen hier. Lernen kann ich nicht, weil die Wände so dünn sind. Gäste lade ich auch nicht ein – ich habe nur einen Stuhl,“ sagt sie.

Marie hatte zahlreiche Wohnungsanfragen verschickt, bevor sie das überteuerte Zimmer fand. „Ohne das Zimmer hätte ich mein Studium aufgeben und zurück zu meiner Familie in den Norden ziehen müssen,“ erzählt sie. Um die hohen Mietkosten zu decken, arbeitet Marie neben dem Studium.

Wohnkosten diktieren Studienwahl

Marie ist kein Einzelfall. Auch Jacob Steils aus Düsseldorf berichtet von mangelhaften Wohnbedingungen: „Mein Balkon ist gesperrt, weil er einsturzgefährdet ist.“ Für seine 18 Quadratmeter große WG-Zimmer zahlt er 560 Euro.

Andere müssen ihre Studienwünsche anpassen: Soukaina Errafay wollte Politikwissenschaft in Köln studieren, konnte sich die Stadt aber nicht leisten. Trotz des Bafög-Höchstsatzes von fast 1000 Euro wählte sie Duisburg als Studienort – ihre zweite Wahl.

Notschlafstellen: Luftmatratzen statt Wohnungen

Die Wohnungsnot treibt Studierende in extreme Situationen. Zum Semesterstart bietet der AStA in Köln Luftmatratzenlager in einem Kellerraum der Katholischen Hochschulgemeinde an. „Duschen gibt es an anderer Stelle auf dem Campus – mit Anmeldung,“ berichtet Mats Brendel vom AStA.

Forderungen an Politik: Wohnungsgipfel und Arbeitsgruppe

In einem Brandbrief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker machen die Studierenden in Köln auf ihre prekäre Lage aufmerksam: „Wir, die Studierenden dieser Stadt, sind in akuter Not und Sie hören uns nicht zu.“ Sie fordern die Bildung einer Arbeitsgruppe und einen Wohnungsgipfel, um Lösungen zu erarbeiten.

Schuldzuweisungen statt Lösungen

Die Stadt verweist auf das Land NRW, das die Studierendenwerke beim Bau neuer Unterkünfte unterstützen müsse. Das Land hingegen sieht Kapazitätsprobleme in den Städten. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Die Wohnungsnot wird für viele Studierende in NRW, wie Marie, vorerst Realität bleiben.

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View of Cologne Cathedral in Cologne, Germany.

Orange Days: Aktionen in NRW für ein Leben frei von Gewalt

25 November 2024 von Felix Morgenstern

Die „Orange Days“ rufen vom 25. November bis 10. Dezember weltweit zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen auf. Auch in Nordrhein-Westfalen stehen zahlreiche Städte mit Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen im Zeichen der Farbe Orange, die für Hoffnung auf eine gewaltfreie Zukunft steht.

Ein starkes Zeichen: Gebäude in Orange

In vielen Städten NRW leuchten heute Wahrzeichen in Orange – von Aachen bis Münster. Diese visuelle Aktion soll auf die Dringlichkeit aufmerksam machen, Gewalt gegen Frauen zu beenden. Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist zugleich Auftakt für zwei Wochen, in denen das Thema in den Mittelpunkt rückt.

Aktionen und Demonstrationen in NRW

In Bochum startet die Aktionswoche mit einem Bühnenprogramm auf dem Weihnachtsmarkt. Am Abend laden ein Flashmob „Break the Chain“ sowie eine Demonstration am Hauptbahnhof zu Beteiligung und Solidarität ein. In Aachen findet eine Kundgebung am Elisenbrunnen statt. In Detmold setzt das Intersektional-feministische Bündnis ein Zeichen auf dem Marktplatz, während in Dortmund und Düsseldorf Frauenverbände und feministische Gruppen mit Kundgebungen und Informationsständen aktiv sind.

Ein Symbol für Partnerschaftsgewalt

In Köln wird eine eindrückliche Installation mit orangefarbenen Schuhen für jede durch Partnerschaftsgewalt getötete Frau aufgebaut. Vertreterinnen verschiedener Frauenorganisationen informieren dabei über Beratungsangebote. Der Abend schließt mit einem Protestmarsch unter dem Motto „Wir nehmen uns die Nacht“.

Berührende Installationen und Mahnwachen

In Mönchengladbach symbolisieren Schaufensterpuppen im Einkaufszentrum Minto die Zahl der Femizide in Deutschland. Die Mahnwache im Hans-Jonas-Park gedenkt still den Opfern. In Münster und Wuppertal richten sich Demonstrationen und Kundgebungen gegen Gewalt an Frauen und Queers, unterstützt von regionalen Bündnissen.

Gemeinsam gegen Gewalt

Die Orange Days setzen in NRW ein starkes Zeichen der Solidarität und zeigen, dass die Gesellschaft zusammensteht, um Gewalt gegen Frauen zu beenden. Die Vielfalt der Aktionen – von künstlerischen Installationen bis zu lautstarken Protesten – unterstreicht die Notwendigkeit, weltweit für ein gewaltfreies Leben einzutreten.

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2024-11-25 Wahlhelfer gesucht(1)

Vorbereitung auf die Bundestagswahl 2025: Stadt sucht Wahlhelfer

25 November 2024 von Felix Morgenstern

Die Vorbereitungen für eine mögliche vorgezogene Bundestagswahl am Sonntag, den 23. Februar 2025, laufen auf Hochtouren. Das Wahlbüro der Stadt Bergisch Gladbach hat die Wahlhelferplanung gestartet und ruft Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf. Neben einem Erfrischungsgeld lockt die direkte Mitwirkung an einem entscheidenden demokratischen Prozess.

Wahlhelfer: Rückgrat der Demokratie

„Obwohl der Termin noch nicht final feststeht, müssen wir vorbereitet sein“, erklärt Frank Bodengesser, Leiter des Wahlbüros. Insgesamt 74 Urnen- und 57 Briefwahlbezirke sind zu besetzen. Wahlhelfer übernehmen zentrale Aufgaben: Sie sorgen für einen ordnungsgemäßen Ablauf in den Wahllokalen, zählen am Abend die Stimmen aus und melden die Ergebnisse an das Wahlbüro. In den Urnenwahlbezirken wird der Tag aufgeteilt, sodass jeweils vier Personen am Vor- und Nachmittag im Einsatz sind, bevor sich das Team zur Auszählung trifft.

Erfrischungsgeld und Schulungen

Für ihre Tätigkeit erhalten Wahlhelfer ein Erfrischungsgeld zwischen 50 und 70 Euro. Auch eine Reserveliste für kurzfristige Einsätze wird erstellt – Personen auf dieser Liste erhalten 30 Euro, auch wenn sie nicht aktiv eingesetzt werden. „Wir freuen uns besonders über Erstwählerinnen und Erstwähler, die die Chance nutzen möchten, hinter die Kulissen eines Wahltages zu blicken“, so Bodengesser. Alle Wahlhelfer werden mit Schulungen und einem Leitfaden bestens auf ihre Aufgaben vorbereitet.

Unterstützung durch Arbeitgeber

Arbeitgeber und öffentliche Dienststellen honorieren den Einsatz häufig mit zusätzlichen Leistungen wie einem Sonderurlaubstag. Interessierte können ihre Wünsche nach einem bevorzugten Einsatzort angeben, die nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

Einberufungen ab Januar

Die formellen Einberufungen werden ab dem 13. Januar 2025 verschickt, daher ist es wichtig, dass bis dahin alle Teams feststehen. Wer Interesse hat, kann sich unter der Telefonnummer 02202 – 14 2414 oder per E-Mail an wahlhelfer@stadt-gl.de melden.

Die Stadt Bergisch Gladbach hofft auf eine breite Beteiligung, um den reibungslosen Ablauf der Wahl zu gewährleisten und einen wichtigen Beitrag zur Demokratie zu leisten.

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