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Protest bei Ford in Köln: 2000 Mitarbeiter legen spontan Arbeit nieder

22 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Donnerstag kam es in den Kölner Ford-Werken zu einem spontanen Arbeitsausstand: Rund 2000 Beschäftigte versammelten sich vor der Europazentrale des Unternehmens in Köln-Niehl. Hintergrund war eine Sitzung des Wirtschaftsausschusses, bei der die Geschäftsführung den Betriebsrat über geplante Stellenstreichungen informierte.

Geplante Stellenstreichungen sorgen für Unmut

Ford hatte angekündigt, 2900 Stellen abbauen zu wollen. Die Belegschaft reagierte empört, als diese Pläne in der Sitzung konkretisiert wurden. Die Mitarbeiter zogen vor die Halle A, in der die Sitzung stattfand, und machten ihrem Unmut lautstark Luft. Nach einer Ansprache des Betriebsratsvorsitzenden Benjamin Gruschka löste sich die Versammlung nach etwa zehn Minuten auf.

Betriebsrat erhebt schwere Vorwürfe

In einer anschließenden Mitteilung an die Belegschaft kritisierte der Betriebsrat die Pläne der Geschäftsführung scharf. Er sprach vom „massivsten Angriff auf die Mitarbeitenden in der Ford-Geschichte“ und bemängelte das Fehlen eines nachhaltigen Zukunftskonzepts. Die Arbeitnehmervertreter erwarten, dass die Geschäftsführung nicht nur einzelne Stellen streichen, sondern ganze Bereiche schließen will. Besonders betroffen könnten das Produktionswerk, der Werkzeugbau, das Ersatzteilzentrum und das Entwicklungszentrum sein.

IG Metall und Betriebsrat warnen vor weiteren Belastungen

Die IG Metall wies darauf hin, dass ein solch drastischer Stellenabbau nicht mit der aktuellen Arbeitsbelastung vereinbar sei und forderte die Einhaltung des Arbeitsschutzgesetzes. Der Betriebsrat äußerte Zweifel daran, dass der Stellenabbau durch bloßes „Ausdünnen“ in allen Bereichen umsetzbar sei, und kündigte Widerstand gegen mögliche Schließungen an.

Blick auf die kommende Betriebsversammlung

Klarheit über die genauen Pläne der Geschäftsführung könnte eine Betriebsversammlung in der kommenden Woche bringen. Dort werden bis zu 8000 Mitarbeiter erwartet. Für die Belegschaft steht viel auf dem Spiel: Es geht nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um den Erhalt zentraler Unternehmensbereiche, die für die Zukunft des Standorts Köln entscheidend sind.

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car factory conveyor workers assembling cars

Kurzarbeit bei Ford in Köln: Mitarbeiter blicken besorgt in die Zukunft

22 November 2024 von Felix Morgenstern

In dieser Woche sind rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ford-Werks in Köln-Niehl in Kurzarbeit. Bis Weihnachten werden insgesamt drei Wochen Produktionspause eingelegt – ein besorgniserregendes Signal für viele Beschäftigte, deren berufliche Zukunft zunehmend unsicher erscheint.

Elektromodelle ohne Abnehmer

Grund für die Kurzarbeit sind die schleppenden Verkaufszahlen der Elektromodelle „Explorer“ und „Capri“. Hikmet Karacay, der seit 2013 bei Ford arbeitet und in der Materialbeschaffung tätig ist, beschreibt die aktuelle Lage ernüchternd: „Anfangs hat man das in der Produktion nicht mitbekommen. Da hat man normal die Stückzahl produziert. Jetzt stehen die hier rum, ohne Abnehmer.“ Die unverkauften Fahrzeuge stapeln sich auf den Werksparkplätzen – ein Sinnbild für die Schwierigkeiten des Unternehmens.

Tradition und Unsicherheit

Karacay, der aus einer Familie mit langer Ford-Tradition stammt, spürt die wachsende Unsicherheit unter den Beschäftigten. „Die Leute kommen immer häufiger zu mir, vor allem diejenigen, die gerade eine junge Familie gegründet haben oder finanzielle Verpflichtungen eingegangen sind“, sagt der 31-Jährige, der sich ehrenamtlich in der IG Metall engagiert. Die ständigen Krisen der letzten Jahre haben das Vertrauen in die berufliche Sicherheit erschüttert.

Forderungen an die Politik

Für Karacay ist klar: Eine nachhaltige Verbesserung der Lage erfordert Unterstützung durch die Politik. Er fordert finanzielle Anreize, um die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen anzukurbeln. „Es braucht Prämien für Elektroautos, und die Ladeinfrastruktur muss dringend ausgebaut werden. Ohne diese Rahmenbedingungen sehe ich schwarz für die Autoproduktion in Köln-Niehl“, erklärt er. Auch für das kommende Jahr zeigt er sich wenig optimistisch, dass die Kurzarbeit beendet werden kann.

Die Zukunft der Autoproduktion in Köln

Die Lage bei Ford steht exemplarisch für die Herausforderungen der gesamten Automobilbranche. Der Umstieg auf Elektromobilität, die globale wirtschaftliche Unsicherheit und der schleppende Ausbau der Infrastruktur setzen Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen unter Druck. Wie es mit der Autoproduktion in Köln weitergeht, wird entscheidend davon abhängen, ob Politik und Wirtschaft gemeinsam Lösungen finden können, um den Standort zu sichern und die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu stärken.

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„Kiddy Day on Ice“: 100 Kinder genießen unbeschwerten Tag auf dem Eis

22 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Samstag, dem 16. November, verwandelte sich die Eissportarena Bergisch Gladbach in der Saaler Mühle in ein Paradies für junge Eislauffans. Der Verein „Wir für Bergisch Gladbach“ lud 100 Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren ein, zwei Stunden lang das Eis zu erobern. Der „Kiddy Day on Ice“ bot dabei nicht nur sportliche Freude, sondern auch eine Auszeit vom Alltag – insbesondere für Kinder, die es oft nicht leicht haben.

Strahlende Gesichter und Unterstützung aus der Gemeinschaft

„Es ist ein wunderbares Projekt, das den Kindern und ihren Begleitpersonen eine unbeschwerte Zeit ermöglicht“, freute sich Gabriele Gieraths, Vorstandsmitglied des Vereins. Die kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden unter anderem von der KiWo Bensberg/Bockenberg, Dellanima – Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche – sowie der Flüchtlingsinitiative aus Bergisch Gladbach benannt.

Organisiert wurde der Tag von Willi Schmitz, der mit einem engagierten Team von Helferinnen und Helfern die Veranstaltung auf die Beine stellte. „Die glücklichen Gesichter der Kinder sind der schönste Lohn für unsere Arbeit und eine perfekte Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit“, erklärte Schmitz.

Prall gefüllte Rucksäcke und Geschenke

Nach dem Eislaufen wartete auf die Kinder eine besondere Überraschung: Sie wurden mit prall gefüllten Rucksäcken beschenkt, die von großzügigen Spendern zur Verfügung gestellt wurden. Der 2. stellvertretende Bürgermeister von Bergisch Gladbach, Josef Willnecker, übernahm persönlich die Verteilung.

Die Freude endete jedoch nicht mit dem Eislaufen. Die Kinder erhielten Gutscheine für das Indoor-Spieleparadies „TummelDschungel“ in Bensberg und Eintrittskarten für das Spiel der Fußball-Mittelrheinliga des SV Bergisch Gladbach 09 gegen den FV Bonn-Endenich. So können sie auch in den kommenden Wochen weitere unbeschwerte Stunden verbringen.

Dank an Unterstützer und Sponsoren

Partner des Tages war der Eissportverein „Real Stars“ Bergisch Gladbach e.V., der die Eissporthalle zur Verfügung stellte. Großzügige Unterstützung kam von zahlreichen Unternehmen und Organisationen, darunter Obst und Gemüse Mario Winkler, die Infrastruktur- und Projektgesellschaft Bergisch Gladbach mbH, die PSD-Bank West eG, die Bensberger Bank und die Regionalverkehr Köln GmbH.

Ein besonderer Dank gilt dem Autohaus Gebr. Gieraths GmbH, das nicht nur die Weihnachtsgeschenke spendete, sondern auch die Kosten für Eintritt, Schlittschuhverleih und Verpflegung übernahm.

„Wir möchten allen Sponsoren und Helferinnen und Helfern im Namen der Kinder von Herzen danken“, betonte Gabriele Gieraths. Der „Kiddy Day on Ice“ war ein voller Erfolg und zeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement für die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft ist.

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Neues Stadthaus in Bergisch Gladbach: Fortschritte bei der Planung und Optimierung des Bürgerservices

22 November 2024 von Felix Morgenstern

Die Planungen für das neue Stadthaus der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach schreiten voran und bleiben im Zeitplan. Mit Platz für rund 300 Mitarbeitende sowie einem verbesserten Bürgerservice soll der neue Standort an der Bensberger Straße (ehemaliges AOK-Gebäude) ein modernes und zukunftsorientiertes Verwaltungszentrum werden. Ein Projektzwischenbericht gibt Einblicke in den aktuellen Stand und die Visionen für das Stadthaus.

Fortschritte und Zeitplan

„Das Projekt liegt weiterhin im Zeitplan“, erklärt Melissa Kemmerling aus der Projektsteuerung. Mit der Genehmigung des Bauantrags wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Übergabe des Gebäudes an die Stadt ist für Dezember 2025 vorgesehen, der Einzug soll im ersten Halbjahr 2026 erfolgen. Erste sichtbare Arbeiten, wie das Aufstellen eines Bauzauns, sind bereits im Gange.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Das Stadthaus wird nachhaltig gestaltet: Eine Fassadenbegrünung, Photovoltaikanlagen sowie E-Ladesäulen für Dienstwagen und Parkmöglichkeiten für Fahrräder sind geplant. Versiegelungen von Flächen und Baumfällungen konnten vermieden werden.

Neue Arbeitswelten und moderner Bürgerservice

Ein Kernaspekt des Stadthauses ist das Konzept der „Neuen Arbeitswelten“. Flexible Arbeitsbereiche, Desksharing und offene Raumstrukturen sollen die Zusammenarbeit fördern und gleichzeitig eine effiziente Flächennutzung ermöglichen. Unterschiedliche Zonen, von Einzelarbeitsplätzen bis zu offenen Kommunikationsbereichen, stehen den Mitarbeitenden je nach Aufgabe und Präferenz zur Verfügung.

Für die Bürgerinnen und Bürger wird das Frontoffice als zentrale Anlaufstelle dienen. Eine Empfangstheke erleichtert die Orientierung und hilft, die richtigen Ansprechpersonen schnell zu finden. Mit der geplanten „digitalen Sprechstunde“ wird der Bürgerservice um eine innovative, ortsunabhängige Beratungsmöglichkeit erweitert.

Digitalisierung und papierloses Arbeiten

Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die digitale Transformation. Mit der Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (DMS) wird die Verwaltung künftig papierarm arbeiten können. Das DMS ermöglicht ortsunabhängigen Zugriff auf Dokumente und bildet die Grundlage für das Desksharing-Konzept.

„Ziel ist es, bis 2026 allen Bereichen, die ins neue Stadthaus ziehen, die Möglichkeit zu geben, vollständig digital zu arbeiten“, erklärt Thore Eggert, Beigeordneter für Digitalisierung. Ergänzend dazu wird eine digitale Sprechstunde eingeführt, um den Bürgerservice noch flexibler und bürgerfreundlicher zu gestalten.

Zukünftige Nutzung

Die Fachbereiche Sicherheit und Ordnung, Jugend und Soziales sowie weitere Abteilungen wie IT und Wohngeldstelle werden im neuen Stadthaus untergebracht sein. Auch der Personalrat, die Gleichstellungsstelle und die Schwerbehindertenvertretung finden hier Platz.

Das Projekt „Neues Stadthaus“ zeigt, wie moderne Architektur, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammengeführt werden, um sowohl für Mitarbeitende als auch für Bürgerinnen und Bürger eine zukunftsorientierte Verwaltung zu schaffen.

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Spatenstich in Rösrath: Glasfaserausbau startet für unterversorgte Gebiete im Rheinisch-Bergischen Kreis

21 November 2024 von Felix Morgenstern

Der Glasfaserausbau im Rheinisch-Bergischen Kreis hat eine wichtige Etappe erreicht: Mit dem Spatenstich in Rösrath wurde die Bauphase des zweiten Bundesförderprojektes offiziell eröffnet. Ziel ist es, in den kommenden zwei Jahren bisher unterversorgte Gebiete mit schnellem Glasfaserinternet auszustatten. Haushalte, Unternehmen und Schulen profitieren von der modernen Infrastruktur, die den digitalen Anschluss sichert.

Ein entscheidender Schritt für die digitale Zukunft

„Heute machen wir einen wichtigen Schritt, damit nun auch die restlichen bisher unterversorgten Bereiche im Kreisgebiet mit hochleistungsfähiger Glasfaser versorgt werden können“, betonte Landrat Stephan Santelmann. Im Rahmen des Projektes werden Gebiete, die bislang weniger als 30 Mbit/s im Download hatten, kostenlos mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet. Insgesamt profitieren 2.200 Haushalte, acht Grundschulen und über 600 Unternehmen in 43 Gewerbegebieten von der Maßnahme.

Bürgermeisterin Bondina Schulze zeigte sich erfreut über den Ausbau in Rösrath: „Der Glasfaserausbau ermöglicht es unseren Bürgerinnen und Bürgern, schon in Kürze die Vorteile einer zukunftssicheren Infrastruktur zu nutzen.“

Finanzierung und Umsetzung

Das Projekt wird durch eine Förderpartnerschaft zwischen Bund, Land und den Kommunen finanziert. Von den Gesamtkosten in Höhe von 36,6 Millionen Euro übernimmt der Bund 50 Prozent, das Land Nordrhein-Westfalen steuert 40 Prozent bei, und die verbleibenden 10 Prozent tragen die beteiligten Kommunen entsprechend der Anzahl der angeschlossenen Haushalte.

Die Umsetzung erfolgt durch die epcan GmbH aus Vreden und die Telekom Deutschland GmbH, die in einem europaweiten Vergabeverfahren den Zuschlag erhielten. „Wir sind stolz darauf, ein Teil dieses Projekts zu sein. Gemeinsam schaffen wir eine digitale Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird“, erklärte Nils Waning, Geschäftsführer der epcan GmbH.

Zeitplan und Ziele

Die Bauzeit beträgt 24 Monate, mit einem geplanten Abschluss im August 2026. Ziel ist es, über 99 Prozent der Haushalte im Rheinisch-Bergischen Kreis mit mindestens 50 Mbit/s im Download auszustatten. Mit diesem Projekt wird der Kreis zu einem Vorreiter in Sachen Digitalisierung und Standortattraktivität.

Fazit

Der Glasfaserausbau markiert einen wichtigen Meilenstein für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Neben einer verbesserten Internetversorgung schafft das Projekt die Grundlage für eine zukunftssichere digitale Infrastruktur, die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen in Zeiten der Digitalisierung erhebliche Vorteile bietet.

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GEOLOGICA 2024: Mineralien- und Fossilienbörse im Kreishaus Bergisch Gladbach

20 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Sonntag, den 1. Dezember, verwandelt sich das Kreishaus in Bergisch Gladbach in ein Paradies für Liebhaber von Mineralien, Fossilien und der Wunderwelt der Geologie. Die 49. Mineralien- und Fossilienbörse GEOLOGICA, veranstaltet vom Verein „Landschaft und Geschichte e.V.“ (LuGeV) in Kooperation mit dem Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises, lädt von 10 bis 16 Uhr Besucher jeden Alters ein, in die faszinierende Welt der Steine und Erdgeschichte einzutauchen.

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Ein Highlight für Sammler und Familien

Die Veranstaltung bietet ein umfangreiches Programm: Sammler und Experten präsentieren, tauschen und verkaufen ihre Schätze – von funkelnden Kristallen bis zu Millionen Jahre alten Fossilien. Besonders für Kinder ist das Event ein Erlebnis: Sie können sich am Goldwaschen versuchen und dabei spielerisch mehr über die Geologie lernen.

Ein weiteres Highlight ist der LuGeV-GeoTreff, wo sich Besucher bei Snacks, Kaffee und Kaltgetränken austauschen und neue Kontakte knüpfen können.

Spannende Geo-Vorträge

Drei hochkarätige Vorträge bieten einen Einblick in verschiedene Themen der Geologie und Erdgeschichte:

  • 11 Uhr: „Abenteuer Møn – Kreide und Kalk – Erdgeschichte live“
    Dr. Wolfgang Stöcker berichtet von seiner Reise zur beeindruckenden Steilküste der dänischen Insel Møn, die für ihre fossilen Schätze und historische Bedeutung bekannt ist.
  • 12 Uhr: „Fossilien und Historischer Kalksteinabbau in der Bergisch Gladbach-Paffrather Kalkmulde“
    Sven von Loga erklärt die erdgeschichtlichen und industriellen Spuren, die die Kalksteinmulde in Bergisch Gladbach hinterlassen hat. Der Vortrag führt die Besucher auf eine Zeitreise in die tropischen Meere vor 360 Millionen Jahren.
  • 13 Uhr: „Quarz – von Amethyst bis Zitrin“
    Sonja Groten zeigt die Vielfalt des Minerals Quarz und dessen Verwendung im Alltag – von Schmuck über Architektur bis zu Haushaltsgegenständen.

Ein Event für die ganze Familie

Die GEOLOGICA verbindet Bildung, Unterhaltung und Gemeinschaft und richtet sich an Geologie-Begeisterte jeden Alters. Der Eintritt ist frei, und für den kleinen Hunger zwischendurch stehen Verpflegungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Steine und Fossilien einzutauchen und mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen sind auf der Website des Kreishauses erhältlich.

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Masked thieves running off with bags of money, shooting in surveillance camera

Einbruch in Einfamilienhaus in Frankenforst – Polizei sucht Zeugen

19 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Montagabend (18.11.) drangen bislang unbekannte Täter in ein Einfamilienhaus in der Parkstraße im Stadtteil Frankenforst von Bergisch Gladbach ein. Trotz der Auslösung einer Alarmanlage durchsuchten die Einbrecher mehrere Räume nach Wertgegenständen. Eine umgehend eingeleitete Fahndung durch die Polizei verlief ohne Erfolg.

Zugang über Fenster erzwungen

Die Täter hebelten gegen 18:15 Uhr ein rückwärtig gelegenes Fenster auf und verschafften sich so Zugang zum Erdgeschoss. Während sie im Inneren nach Wertgegenständen suchten, wurde die Alarmanlage ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei wurde kein Diebesgut entwendet, jedoch ein weißer Stoffbeutel im Außenbereich gefunden, der vermutlich den Tätern gehört. Der verursachte Sachschaden an Fenster und Türen wird auf einen unteren vierstelligen Betrag geschätzt.

Spurensicherung und Ermittlungen

Die Polizei leitete umfangreiche Ermittlungen ein und veranlasste eine Spurensicherung am Tatort. Die Bewohnerin des Hauses konnte bislang keine fehlenden Gegenstände feststellen. Die Ermittler prüfen, ob der Stoffbeutel Spuren enthält, die zur Identifizierung der Täter beitragen könnten.

Zeugenaufruf der Polizei

Zeugen, die am Montagabend verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Parkstraße oder Umgebung wahrgenommen haben, werden dringend gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg zu melden. Hinweise können telefonisch unter 02202 205-0 abgegeben werden. Jede Information kann helfen, die Täter zu fassen und die Sicherheit in der Nachbarschaft zu erhöhen.

Die Polizei mahnt Anwohner, besonders in den Wintermonaten aufmerksam zu bleiben, da Einbrecher oft die frühe Dunkelheit nutzen.

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Skandal in Bensberg: Stadt Bergisch Gladbach richtet offenbar illegale Fußgängerzone ein!

Skandal in Bensberg: Stadt Bergisch Gladbach richtet offenbar illegale Fußgängerzone ein!

19 November 2024 von Gregor Herzfeld

Ein Sturm der Entrüstung fegt durch Bensberg: Die Stadt Bergisch Gladbach hat im Bereich der Schloßstraße eine Fußgängerzone eingerichtet – offenbar ohne jede rechtliche Grundlage. Gewerbetreibende und Anwohner fühlen sich betrogen, während die Stadtverwaltung bisher hartnäckig schweigt. Unsere Redaktion hat mehrfach versucht, eine Stellungnahme von der Pressestelle der Stadt zu erhalten – bislang vergeblich.

Fußgängerzone ohne Ratsbeschluss?

Die Schloßstraße, einst eine belebte Geschäftsstraße, ist durch die neu aufgestellten Verkehrsschilder faktisch für den normalen Verkehr gesperrt. Einfahrt verboten – so lautete zunächst die Anordnung. Nun wird die Straße als Fußgängerzone ausgewiesen, wobei Lieferverkehr nur zu eng begrenzten Zeiten erlaubt ist: Montag bis Samstag zwischen 6 und 11 Uhr. Besonders brisant: Am Donnerstag wird durch den Wochenmarkt ohnehin jeglicher Lieferverkehr unmöglich gemacht.

55 € für den PKW-Besuch der Schloßstrasse verlangt die Truppe von Ordnungsamtschefin Ute Unrau

Doch ein entscheidendes Detail fehlt: Ein Ratsbeschluss! Nach geltendem Recht, insbesondere § 45 StVO sowie den entsprechenden Landesgesetzen, darf eine Fußgängerzone nicht ohne einen formellen Beschluss des Stadtrates eingerichtet werden. Eine solch gravierende Änderung der Verkehrsführung erfordert nicht nur die Zustimmung der politischen Gremien, sondern auch eine gründliche Abwägung der Interessen aller Betroffenen.

Bußgelder trotz fragwürdiger Rechtslage

Als wäre dies nicht genug, hagelt es Strafzettel für die Gewerbetreibenden der Schloßstraße, die trotz der Beschilderung Waren anliefern oder abholen müssen. Anträge auf Ausnahmegenehmigungen wurden von der Stadt kategorisch abgelehnt. Händler wie Frank Samirae, Inhaber eines Computerfachgeschäfts mit starkem Außendienst, sind fassungslos.

„Wie sollen wir unsere Geschäfte betreiben, wenn wir nicht einmal Waren anliefern können? Die Stadt bestraft uns für den Zugang zu unseren eigenen Läden!“ erklärt ein verärgerter Gewerbetreibender.

Schweigen der Verwaltung

Unsere Redaktion hat die Pressestelle der Stadt Bergisch Gladbach mehrfach um eine Erklärung gebeten:

  • Wann wurde ein Ratsbeschluss zur Einrichtung der Fußgängerzone gefasst?
  • Welche Rechtsgrundlage stützt die aktuelle Beschilderung?
  • Warum werden Ausnahmegenehmigungen kategorisch abgelehnt?

Doch die Verwaltung schweigt. Statt Klarheit herrscht Chaos – ein Zustand, der immer mehr Fragen aufwirft.

Politischer Sprengstoff im Rathaus

Besonders brisant: Frank Samirae, selbst Mitglied des Rates der Stadt Bergisch Gladbach, hat offiziell Akteneinsicht in alle Beschlüsse und Rechtsgutachten zu diesem Vorgang beantragt. Sollte sich herausstellen, dass es keinen Ratsbeschluss gibt, wäre dies ein handfester Skandal – ein Beispiel für undurchsichtige Verwaltungsentscheidungen, die auf Kosten von Bürgern und Geschäftsleuten gehen.

„Die Einrichtung einer Fußgängerzone ist keine Kleinigkeit, sondern eine weitreichende Entscheidung, die den gesamten Stadtteil betrifft. Ohne Ratsbeschluss ist das schlichtweg illegal“, so ein Insider aus dem Rathaus, der anonym bleiben möchte.

Wirtschaftlicher Schaden und Vertrauensverlust

Während die Stadtverwaltung sich in Schweigen hüllt, leiden die Gewerbetreibenden. Kunden bleiben aus, Lieferungen sind kaum möglich, und die Knöllchen werden zum teuren Dauerärgernis.
„Wahrscheinlich wollen die wieder nur die Autofahrer abkassieren“ – schimpft eine Bensbergerin laut die das Ordnungsamt bei der Arbeit beobachtet.
Dieser Vorfall wirft ein düsteres Licht auf die Entscheidungsprozesse in Bergisch Gladbach. Die Bürger und Gewerbetreibenden verdienen klare Antworten: Wer hat diese Fußgängerzone angeordnet, und warum gibt es keinen Beschluss des Rates?

Wir bleiben dran und fordern weiterhin Aufklärung von der Stadtverwaltung. Der Fall der Schloßstraße ist weit mehr als ein Verwaltungsfehler – es ist ein Skandal, der das Vertrauen in die Stadtpolitik nachhaltig erschüttern könnte.

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Sleet covering cars and roads in a thin layer of ice, causing slippery conditions as freezing rain continues to fall

Winterwetter in NRW: Rutschige Straßen durch Schnee, Graupel und Laub

19 November 2024 von Felix Morgenstern

Der Winter klopft in Nordrhein-Westfalen an: Regen, Graupel und sogar Schnee prägen aktuell das Wetter. Autofahrer und Radfahrer müssen sich auf rutschige Bedingungen einstellen, und Hausbesitzer stehen in der Pflicht, Gehwege laubfrei zu halten. Der heutige Dienstag brachte schon am Morgen einige Herausforderungen.

Staubildung auf der A59: Aquaplaning und Sichtbehinderungen

Auf der A59 zwischen Duisburg-Walsum und dem Kreuz Duisburg staute sich der Verkehr zeitweise auf bis zu acht Kilometern. Grund dafür war Wasser auf der Fahrbahn, das für Aquaplaning und schlechte Sicht sorgte. Während die Polizei meldet, dass das Wasser mittlerweile abgelaufen sei, bleiben die Straßen rutschig. Weitere Regenfälle werden bis in den Nachmittag hinein erwartet.

Schnee und Schneematsch in höheren Lagen

Im Hochsauerlandkreis fiel in der Nacht noch Schnee. Doch mit dem milden Regenband, das in NRW einzog, schmolz er vielerorts wieder weg. Auf dem Kahlen Asten beispielsweise, wo am Montag noch 11 Zentimeter Schnee lagen, war der Schnee am Dienstagmorgen bereits komplett verschwunden. Im Tagesverlauf sinkt die Schneefallgrenze allerdings wieder auf 200 bis 300 Meter, sodass neue Schneeschauer erwartet werden. Besonders in den Höhenlagen bleibt es winterlich.

Gefährliche Kombination: Laub, Nässe und Sturmböen

Ein besonderes Risiko stellen nasse Straßen und Wege dar, die durch rutschiges Laub noch gefährlicher werden. Hausbesitzer sind in vielen Städten und Gemeinden verpflichtet, die Gehwege vor ihren Grundstücken zu räumen. Ein Versäumnis kann teuer werden, wenn es zu Stürzen kommt.

Die Sturmböen des aktuellen Tiefdruckgebiets verstärken die Gefahr. Windgeschwindigkeiten von bis zu 89 km/h, wie am frühen Morgen auf dem Kahlen Asten gemessen, führen dazu, dass Äste abbrechen oder Bäume umstürzen können. Da viele Bäume noch Laub tragen, ist die Angriffsfläche für den Wind besonders groß.

Frühwinterliches Wetter bis Freitag

Die Temperaturen in NRW bewegen sich heute zwischen 3 und 9 Grad. Glätte durch Schnee, Schneeregen und Graupel kann bis in tiefere Lagen auftreten. Bis Freitag bleibt diese frühwinterliche Wetterlage bestehen. Autofahrer, die noch ohne Winterreifen unterwegs sind, sollten diese schnellstmöglich aufziehen.

Wochenende bringt milderes Wetter

Ab dem Wochenende sind wieder wärmere Temperaturen zu erwarten. Laut Prognosen könnte der Schnee in höheren Lagen wie dem Rothaargebirge ab Sonntag schmelzen. Ein großer Wintereinbruch, wie er zuletzt im November 2005 stattfand, steht in NRW vorerst nicht bevor. Damals türmte sich der Schnee im Münsterland auf bis zu 50 Zentimeter – so viel ist in den kommenden Tagen nicht zu erwarten.

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A Mother with her newborn baby at the hospital a day after a natural birth labor

Weltfrühgeborenen-Tag: Zwillingswunder im Klinikum Leverkusen

18 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Weltfrühgeborenen-Tag, der jedes Jahr am 17. November begangen wird, stehen Frühgeborene und ihre Familien im Fokus. In Leverkusen wird dieser besondere Tag mit lila angestrahlten Wahrzeichen gewürdigt – darunter das Klinikum und das Stadion von Bayer 04. Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie das Klinikum Leverkusen ein doppelt besonderes Wunder erlebte: die Geburt der Frühchen-Zwillinge Nico und Luke.

Ein Start ins Leben zwei Monate zu früh

Nico und Luke kamen am 29. Oktober 2024 in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt – zweieinhalb Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Trotz der frühen Geburt sind die Zwillinge wohlauf und machen große Fortschritte. Ihre Mutter, Leonie Schwanke, strahlt vor Glück:

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, gerade nach dieser langen und schwierigen Reise. Es ist wunderschön, dass es den beiden so gut geht. Das ist nicht selbstverständlich bei einer Geburt in der 30. Woche.“

Eine Risikoschwangerschaft mit Happy End

Bereits in der 23. Schwangerschaftswoche wurde bei Leonie Schwanke eine Risikoschwangerschaft festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wäre das Überleben der Zwillinge äußerst schwierig gewesen. Deshalb blieb die 29-Jährige zwei Monate lang unter intensiver ärztlicher Beobachtung im Klinikum. Das Geburtshilfe-Team entschied, die Geburt so lange wie möglich hinauszuzögern, um den Kindern die besten Startchancen zu geben.

Fortschritte auf der Geburtsstation

Nico und Luke wiegen inzwischen jeweils 1,5 Kilogramm – deutlich weniger als Neugeborene mit regulärem Geburtstermin. Dennoch zeigt sich das medizinische Team hochzufrieden mit der Entwicklung der Zwillinge. Die Brüder müssen nun lernen, ohne Sauerstoffzufuhr zu atmen und eigenständig zu trinken. Leonie Schwanke kann auf der Geburtsstation rund um die Uhr bei ihren Söhnen bleiben.

Ein besonderer Wunsch zum Geburtstag

Wenn alles nach Plan verläuft, könnten Nico und Luke schon in zwei Wochen nach Hause dürfen – pünktlich zu Leonies 30. Geburtstag am 1. Dezember. Für die junge Mutter wäre das das schönste Geschenk. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie moderne Geburtshilfe und ein engagiertes Team auch bei schwierigen Voraussetzungen Wunder vollbringen können.

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