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A Mother with her newborn baby at the hospital a day after a natural birth labor

Weltfrühgeborenen-Tag: Zwillingswunder im Klinikum Leverkusen

18 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Weltfrühgeborenen-Tag, der jedes Jahr am 17. November begangen wird, stehen Frühgeborene und ihre Familien im Fokus. In Leverkusen wird dieser besondere Tag mit lila angestrahlten Wahrzeichen gewürdigt – darunter das Klinikum und das Stadion von Bayer 04. Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie das Klinikum Leverkusen ein doppelt besonderes Wunder erlebte: die Geburt der Frühchen-Zwillinge Nico und Luke.

Ein Start ins Leben zwei Monate zu früh

Nico und Luke kamen am 29. Oktober 2024 in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt – zweieinhalb Monate vor dem errechneten Geburtstermin. Trotz der frühen Geburt sind die Zwillinge wohlauf und machen große Fortschritte. Ihre Mutter, Leonie Schwanke, strahlt vor Glück:

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, gerade nach dieser langen und schwierigen Reise. Es ist wunderschön, dass es den beiden so gut geht. Das ist nicht selbstverständlich bei einer Geburt in der 30. Woche.“

Eine Risikoschwangerschaft mit Happy End

Bereits in der 23. Schwangerschaftswoche wurde bei Leonie Schwanke eine Risikoschwangerschaft festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt wäre das Überleben der Zwillinge äußerst schwierig gewesen. Deshalb blieb die 29-Jährige zwei Monate lang unter intensiver ärztlicher Beobachtung im Klinikum. Das Geburtshilfe-Team entschied, die Geburt so lange wie möglich hinauszuzögern, um den Kindern die besten Startchancen zu geben.

Fortschritte auf der Geburtsstation

Nico und Luke wiegen inzwischen jeweils 1,5 Kilogramm – deutlich weniger als Neugeborene mit regulärem Geburtstermin. Dennoch zeigt sich das medizinische Team hochzufrieden mit der Entwicklung der Zwillinge. Die Brüder müssen nun lernen, ohne Sauerstoffzufuhr zu atmen und eigenständig zu trinken. Leonie Schwanke kann auf der Geburtsstation rund um die Uhr bei ihren Söhnen bleiben.

Ein besonderer Wunsch zum Geburtstag

Wenn alles nach Plan verläuft, könnten Nico und Luke schon in zwei Wochen nach Hause dürfen – pünktlich zu Leonies 30. Geburtstag am 1. Dezember. Für die junge Mutter wäre das das schönste Geschenk. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie moderne Geburtshilfe und ein engagiertes Team auch bei schwierigen Voraussetzungen Wunder vollbringen können.

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Gedenkfeier in Wermelskirchen: Volkstrauertag mahnt zu Frieden und Versöhnung

18 November 2024 von Felix Morgenstern

Unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ fand die zentrale Gedenkfeier des Rheinisch-Bergischen Kreises zum Volkstrauertag am Mahnmal im Hüpptal in Wermelskirchen statt. Veranstaltet vom Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis und dem Ortsverband Wermelskirchen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, wurde mit zahlreichen Redebeiträgen und musikalischen Beiträgen an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert.

Mahnung gegen Hass und Hetze

Friedel Burghoff, Vertreter des Volksbundes, rief in seiner Ansprache dazu auf, die Schrecken von Kriegen nicht zu vergessen. Angesichts von radikalen Strömungen und des Kriegs in Europa sei das Eintreten für Frieden und Zusammenhalt dringender denn je. Bürgermeisterin Marion Holthaus betonte, wie zerbrechlich Frieden und Freiheit seien, und erinnerte an die Verantwortung, diese Werte zu bewahren.

Eindrücke von Zeitzeugen und Flüchtlingen

Zwei Schülerinnen des städtischen Gymnasiums Wermelskirchen berichteten von ihrem Besuch in Auschwitz und unterstrichen die Bedeutung des Erinnerns an die dunklen Kapitel der Geschichte. Victor Dmytruk, ein Geflüchteter aus der Ukraine, teilte seine bewegenden Gedanken und dankte für die Solidarität der Wermelskirchener Bevölkerung. Seine Worte, live von Dorothea Hoffrogge übersetzt, erinnerten eindringlich an die humanitäre Pflicht, Augen und Herzen für die Not anderer offen zu halten.

Landrat Santelmann: „Frieden ist ein Handlungsauftrag“

In seiner Gedenkrede hob Landrat Stephan Santelmann die bleibende Aktualität der Mahnung zum Frieden hervor. „Die Narben vergangener Kriege sind noch immer sichtbar“, erklärte er. Die Arbeit des Volksbundes und das Erinnern an „stumme Kriegsgräber“ seien von unschätzbarem Wert, besonders in Zeiten wachsender politischer Extremismen und internationaler Konflikte.

Santelmann betonte, dass es Aufgabe der jungen Generation sei, die Lehren der Geschichte wachzuhalten. Er unterstrich die Bedeutung von Resilienz und Bildung, um Populismus entgegenzutreten, und appellierte an alle, europäische Werte wie Rechtsstaatlichkeit und Toleranz zu verteidigen.

Erinnerung an lokale und historische Ereignisse

Der Landrat verwies auf historische Ereignisse wie die Landung der Alliierten in der Normandie und den Warschauer Aufstand im Jahr 1944. Diese stünden symbolisch für Mut und Widerstand in dunklen Zeiten. Auch lokale Erinnerungen wie die Bombenangriffe auf Wermelskirchen und Solingen im November 1944 blieben als Mahnung erhalten, entschlossen gegen totalitäres Denken einzutreten.

Abschluss mit Totengedenken und Kranzniederlegung

Pfarrerin Sarah Kannemann leitete das Totengedenken, gefolgt von einer feierlichen Kranzniederlegung durch Landrat Stephan Santelmann, Bürgermeisterin Marion Holthaus und Vertreter der Stadt Wermelskirchen. Die Veranstaltung war ein eindringlicher Appell, die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen und aktiv für Frieden einzutreten.

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partial view of blurred judge in robe holding gavel in court

Gerichtsurteil in Köln: Abtreibungsgegner wegen gedruckter Flyer verurteilt

16 November 2024 von Felix Morgenstern

Ein 64-jähriger Mann aus Österreich wurde am Freitag vom Amtsgericht Köln zu einer Geldstrafe von 6.300 Euro verurteilt. Der bekennende Abtreibungsgegner hatte auf Flyern eine Ärztin, die Schwangerschaftsabbrüche durchführt, diffamiert und dabei persönliche Daten von ihr und ihrem Vermieter veröffentlicht.

Flyer mit drastischen Aussagen

Auf den Flyern, die im November 2022 verteilt werden sollten, bezeichnete der Mann die Medizinerin als „Massenmörderin“ und sprach von „industrieller Schlachtung“. Die Praxis wurde als „Abtreibungsindustrie“ dargestellt, in der über 6.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt worden seien. Während das Gericht viele der Äußerungen als von der Meinungsfreiheit gedeckt wertete, zog es bei der Veröffentlichung persönlicher Daten eine klare Grenze.

Veröffentlichung von Daten als Gefahrenquelle

Die Flugblätter enthielten nicht nur die Adresse der Klinik, sondern auch Angaben über die Freizeitgestaltung der Ärztin und den Wohnort ihres Vermieters. Diese Daten könnten die Betroffenen „in Gefahr bringen“, erklärte die Richterin. Sie betonte, dass die Grenze der freien Meinungsäußerung dort überschritten sei, wo personenbezogene Informationen verwendet werden, um gezielt Personen zu gefährden. Der Text des Angeklagten sei keine sachliche Debatte, sondern ein Angriff, der Menschen in ihrem privaten Umfeld bedrohe.

Verteidigung und mögliche Berufung

Der Angeklagte, der sich selbst als investigativer Journalist bezeichnet, ließ über seinen Verteidiger ankündigen, das Urteil nicht akzeptieren zu wollen. Die Verteidigung argumentierte, dass der Flyer investigative journalistische Arbeit sei. Das Gericht folgte dieser Argumentation nicht und hob hervor, dass die Inhalte auf den Flyern keine journalistische Neutralität erkennen ließen.

Signalwirkung des Urteils

Das Urteil zeigt, dass Meinungsfreiheit Grenzen hat, insbesondere wenn durch die Veröffentlichung persönlicher Daten das Leben und die Sicherheit von Personen gefährdet werden. Es betont zudem, dass die öffentliche Auseinandersetzung mit sensiblen Themen wie Schwangerschaftsabbrüchen sachlich und ohne Diffamierung geführt werden muss.

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Heimat-Preis 2024: Würdigung des ehrenamtlichen Engagements in Bergisch Gladbach

16 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Montagabend ehrte Bürgermeister Frank Stein im Kunstmuseum Villa Zanders herausragende Projekte, die das Leben in Bergisch Gladbach prägen, mit dem Heimat-Preis 2024. Der Preis, der das ehrenamtliche Engagement in der Stadt würdigt, wurde an drei Initiativen verliehen, die durch ihre besonderen Beiträge das Gemeinschaftsgefühl und die Identität der Stadt stärken.

Bürgermeister würdigt Engagement

Bürgermeister Frank Stein lobte die Vielfalt und den Einsatz der Nominierten: „Für uns alle ist Bergisch Gladbach Heimat. Die ausgezeichneten Projekte tragen maßgeblich dazu bei, dass unsere Stadt nicht nur ein Ort, sondern auch ein Gefühl von Heimat ist.“ Besonders erfreut zeigte sich Stein über die gestiegene Zahl der Bewerbungen: Aus 24 eingereichten Vorschlägen wurden die Preisträger ausgewählt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.

Die Preisträger 2024

  • 1. Platz: Literaturkurs des Otto-Hahn-Gymnasiums (OHG)
    Der Literaturkurs unter Leitung von Theresa Reusch wurde für das Projekt „DAS NAPOLA ERINNERN“ ausgezeichnet. Die Schüler:innen setzten sich mit der nationalsozialistischen Geschichte des Schlosses Bensberg auseinander und erforschten dessen Nutzung als NS-Eliteschule und Außenlager des KZ Buchenwald. Ihr Ziel ist ein Mahnmal am Schloss. Der Kurs erhielt ein Preisgeld von 2.500 Euro.
  • 2. Platz: DJK-SSV Ommerborn Sand e.V.
    Der Sportverein wurde für sein Engagement zur Förderung von Gemeinschaft und Zusammenhalt ausgezeichnet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Sportplatz zu einem Ort des Miteinanders zu gestalten. Er erhielt ein Preisgeld von 1.500 Euro.
  • 3. Platz: CityRadio GL
    Das ehrenamtlich betriebene CityRadio GL, das seit 1995 auf Radio Berg sendet, wurde für seine informative und werbefreie Berichterstattung über ehrenamtliches Engagement in der Stadt geehrt. Das Team um Gründer Martin Hardenacke erhielt 1.000 Euro.

Steigendes Interesse und neue Ideen

Die gestiegene Bewerberzahl führte die Stadt auf ein neues Marketingkonzept zurück. Für 2025 sind weitere Innovationen geplant, darunter die Einreichung von Bewerbungsvideos. „Es ist toll zu sehen, wie sich das Interesse am Heimat-Preis entwickelt,“ so Daniela Fobbe-Klemm, Leiterin der Abteilung Kommunikation und Marketing.

Mit den ausgezeichneten Projekten setzte Bergisch Gladbach erneut ein Zeichen für die Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement in der lokalen Gemeinschaft. Bürgermeister Stein dankte allen Nominierten und Preisträger:innen für ihren Einsatz und betonte: „Ihr Engagement ist der Grund, warum sich so viele Menschen hier zu Hause fühlen.“

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2.500 neue Bäume für den „Wald der Vielfalt“ im Bergischen Land

15 November 2024 von Felix Morgenstern

Mit der Pflanzung von 2.500 neuen Bäumen startete die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) erfolgreich in die diesjährige Pflanzsaison. Ziel ist es, den „Wald der Vielfalt“ als zukunftsfähigen Mischwald im Bergischen Land zu etablieren. Die erste Pflanzaktion fand in Overath statt und wurde durch die Unterstützung der apoBank ermöglicht.

Vielfalt für die Zukunft

Der Wald der Zukunft wird vielfältig sein – diese wissenschaftlich anerkannte These ist Leitbild der SDW. Bei der aktuellen Aktion wurden Traubeneichen, Lärchen, Esskastanien, Douglasien, Schwarzerlen und Buchen gepflanzt. In Kombination mit bereits vorhandenen Baumarten wie Birken, Rotbuchen und Kiefern entsteht ein Mischwald mit rund zehn verschiedenen Arten. „Mit der Vielfalt steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Wald den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist,“ betont SDW-Vorsitzender Rainer Deppe.

ApoBank engagiert sich

Auch die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) trug maßgeblich zur Umsetzung bei. Vorstandsmitglied Dr. Christian Wiermann war vor Ort und packte persönlich mit an: „Unsere Gesundheit hängt maßgeblich von einer intakten Umwelt ab – jeder positive Beitrag zählt.“

Pflanzung angepasst an Standortbedingungen

Die neuen Bäume wurden auf kleinräumige Standortbedingungen abgestimmt. Beispielsweise sorgen Schwarzerlen an bachnahen Standorten für eine natürliche Begleitung. Die Pflanzungen wurden truppweise oder auf Mulchstreifen angelegt, um eine stabile Symbiose zwischen neuen Bäumen und bestehender Naturverjüngung zu fördern.

Erfolgreicher Auftakt

„Der Start ist gelungen,“ resümiert Deppe. Die Pflanzsaison wird bis ins Frühjahr 2025 andauern, mit weiteren Aktionen und Partnern, die die SDW unterstützen. Die Initiative zeigt, wie gemeinsames Engagement von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Die Initiatoren der Aktion – darunter Vertreter der SDW, der apoBank und der Waldeigentümer – zeigten sich begeistert von der ersten Pflanzaktion des Winters.

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Foto des gestohlenen Radladers

Radlader in Rösrath gestohlen – Polizei sucht Zeugen

15 November 2024 von Felix Morgenstern

Am Donnerstagmorgen (14.11.) meldeten Mitarbeiter einer Firma den Diebstahl eines Radladers in Rösrath. Das Fahrzeug, ein Radlader des Herstellers Kramer im Wert eines unteren fünfstelligen Betrags, war am Vortag gegen 17:00 Uhr in einem eingezäunten Bereich nahe eines Regenrückhaltebeckens im Stadtteil Kleineichen abgestellt worden. Dort finden aktuell Baumfällarbeiten statt.

Tatort: Nahe der Grünen Furth

Das Regenrückhaltebecken, in dessen Nähe der Radlader entwendet wurde, befindet sich an der Straße An der Grünen Furth. Der Bereich war eingezäunt und der Radlader ordnungsgemäß verschlossen, als die Täter zuschlugen. Die genaue Vorgehensweise der Diebe bleibt bislang unklar, jedoch deuten die Umstände auf eine geplante Tat hin. Solche Diebstähle sind in ländlichen oder abgelegenen Gebieten während Bauarbeiten nicht ungewöhnlich, da größere Maschinen oft über Nacht unbewacht bleiben.

Ermittlungen und Zeugenaufruf

Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und umgehend Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Hinweise zu dem Diebstahl oder dem Verbleib des Fahrzeugs werden dringend gesucht. Zeugen werden gebeten, sich an das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu wenden.

Bedeutung für die Arbeiten

Der gestohlene Radlader war zentral für die laufenden Arbeiten vor Ort, die nun beeinträchtigt sind. „Solche Maschinen sind nicht nur teuer, sondern für den Projektfortschritt essenziell“, so ein Sprecher der betroffenen Firma. Die Polizei bittet die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden.

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Polizeihauptkommissare Mike Kirchner (li.) und Heiko Mann (re.) vom Bezirksdienst in Wermelskirchen

Plakatkampagne #BesserOhneMesser startet im Rheinisch-Bergischen Kreis: Klare Botschaft gegen Messergewalt

14 November 2024 von Felix Morgenstern

Anfang letzter Woche gab Innenminister Herbert Reul den Startschuss für die neue Plakatkampagne #BesserOhneMesser im Rahmen eines umfassenden Präventionskonzepts zur „Bekämpfung der Messergewalt im öffentlichen Raum.“ Die Plakate und Flyer, die bald überall im Rheinisch-Bergischen Kreis und in ganz NRW zu sehen sein werden, zielen darauf ab, vor allem junge Menschen für die Gefahren des Mitführens von Messern zu sensibilisieren und zum Umdenken anzuregen.

Die mehrsprachigen Plakate sind prägnant und klar in ihrer Botschaft. Sie sprechen potenzielle Messerträger an und sollen ihnen bewusst machen, dass Messer keine Konflikte lösen, sondern oft erst zu Eskalationen führen. Bereits das bloße Mitführen eines Messers im öffentlichen Raum kann strafbar sein. Um diese Botschaft möglichst breit zu streuen, sind die Plakate in öffentlichen Einrichtungen wie Flüchtlingsunterkünften, Ausländerbehörden, Schulen, Polizeidienststellen und Sporthallen angebracht. Der Slogan „Messer haben im öffentlichen Raum nichts zu suchen“ ist unmissverständlich und fordert dazu auf, im Notfall die Polizei über die 110 zu alarmieren.

Wermelskirchen setzt klares Zeichen: Plakate und Flyer überall sichtbar

In Wermelskirchen sind die beiden Bezirksdienstbeamten Mike Kirchner und Heiko Mann aktiv dabei, die Kampagne sichtbar zu machen. Heute hängten sie das Plakat im Rathaus auf, außerdem wurde es in Schulen, Sportstätten und der „Kattwinkelschen Fabrik“ platziert. In allen Städten und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises wird die Kampagne breitflächig verbreitet.

Landrat Stephan Santelmann, der als Leiter der Kreispolizeibehörde die Kampagne unterstützt, sieht die Aktion als wichtigen Baustein: „Die Plakate und Flyer dieser Kampagne ergänzen die Vielzahl weiterer Maßnahmen, mit denen wir die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger im Rheinisch-Bergischen Kreis stärken und Straftaten mit Messern im öffentlichen Raum bekämpfen wollen.“

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Many cute puppies locked in the cage

Streit um Kosten: 49 Katzen bringen Tierheim Rhein Berg in Finanznot

13 November 2024 von Felix Morgenstern

Ein Jahr nach dem Tod einer älteren Dame in Kürten schwelt ein Streit zwischen dem Tierheim Rhein Berg und der Gemeinde Kürten um die Kosten für 49 Katzen, die das Tierheim damals aufnehmen musste. Das Tierheim fordert 100.000 Euro, während die Gemeinde Kürten die Zahlung verweigert.

Überraschender Einsatz: Aus „ein paar“ Katzen werden 49

Vergangenes Jahr kontaktierte die Polizei das Tierheim, um sich um die zurückgelassenen Tiere der Verstorbenen zu kümmern. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um 49 Katzen und einen Hund handelte, die betreut werden mussten. „Die Tiere waren nicht handzahm und mussten in Einsätzen mit Notdiensten und Lebendfallen gesichert werden,“ erklärt Jennifer Ommer, Leiterin des Tierheims Rhein Berg. Die Einfangaktionen dauerten Wochen und belasteten das Team des Tierheims zusätzlich.

Finanzielle Belastung durch monatelange Pflege

Die Versorgung der Tiere bedeutete für das Tierheim hohe Kosten. Laut dem Tierheim beliefen sich die Ausgaben auf etwa 100.000 Euro – je 50.000 Euro für Tierarztkosten und für Futter und Betreuung der Katzen. „Unsere Mittel reichen noch für etwa zwei Monate“, warnt Vereinsvorstand Karla Brandenburg. Sollte das Geld ausgehen, müsste das Tierheim möglicherweise eine Bankfinanzierung nutzen und seine Gebäude als Sicherheiten einsetzen.

Gemeinde verweist auf bestehende Pauschale

Die Gemeinde Kürten sieht sich nicht in der Pflicht. Laut Bürgermeister Willi Heider seien die Tiere als „Fundtiere“ zu betrachten, für die keine zusätzliche Zahlung erforderlich sei. „Wir zahlen pauschal etwa 20.000 Euro pro Jahr an das Tierheim für Fundtiere,“ so Heider.

Tierheim erwägt rechtliche Schritte

Das Tierheim prüft nun rechtliche Schritte, da die Polizei im Auftrag der Gemeinde handelte. „Es braucht eine Regelung, um solche Fälle künftig abzusichern“, so Ommer.

Positive Seite: Viele Katzen fanden neue Besitzer

Für die Katzen gibt es gute Nachrichten: Die meisten wurden an neue Besitzer vermittelt. Nur drei Tiere warten noch auf ein Zuhause.

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Köln Skyline mit Kölner Dom und Rathaus im Sommer

Illegale Preisabsprachen bei Kölner Zoobrücke: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen acht Personen

12 November 2024 von Felix Morgenstern

Nach der Sanierung der Kölner Zoobrücke im Jahr 2017 sieht sich der Baukonzern Strabag mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt weiterhin gegen mehrere Personen wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen und Betrug.

Verdacht auf Absprachen zwischen Strabag und Kemna Bau

Im Fokus der Ermittlungen stehen Absprachen zwischen Strabag und dem norddeutschen Bauunternehmen Kemna Bau. Im Jahr 2017 sicherte sich Strabag den Auftrag für die Sanierung der Zoobrücke – offiziell, weil das Unternehmen das günstigste Angebot abgegeben hatte. Doch ein Hinweis eines Informanten brachte ans Licht, dass ein höheres Scheinangebot von Kemna Bau dazu beigetragen haben soll, dass Strabag den Zuschlag erhielt. Kemna Bau soll für das fingierte Angebot eine Ausgleichszahlung von Strabag erhalten haben.

Bundeskartellamt verhängt hohe Geldbuße

Bereits am Mittwoch verhängte das Bundeskartellamt eine Geldbuße in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro gegen Strabag. Diese Zahlung wurde in einem kartellrechtlichen Verfahren vereinbart, nachdem Strabag mit den Behörden kooperierte. Kemna Bau, das ebenfalls in die Absprachen involviert war, profitierte von der Kronzeugenregelung und kam ohne Strafen davon.

Staatsanwaltschaft setzt Ermittlungen fort

Im Unterschied zum Bundeskartellamt setzt die Staatsanwaltschaft Köln ihre Ermittlungen im strafrechtlichen Bereich fort. Hierbei geht es insbesondere darum, herauszufinden, welche Verantwortlichen bei Strabag und Kemna Bau aktiv in die Absprache verwickelt waren. Insgesamt acht Personen stehen derzeit unter Verdacht. Im September 2021 ließ die Staatsanwaltschaft bereits Büroräume durchsuchen, wobei wichtige Unterlagen und digitale Daten beschlagnahmt wurden.

Staatsanwaltschaft agiert unabhängig vom Bundeskartellamt

„Die Ermittlungen laufen völlig unabhängig von den Feststellungen des Bundeskartellamtes“, betonte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. So prüft die Behörde vor allem, welche Personen bei der Angebotsabgabe von den Absprachen wussten und in welchem Maße sie daran beteiligt waren. Für die betroffenen Unternehmen und die beschuldigten Mitarbeiter bedeutet das: Die strafrechtliche Aufarbeitung ist noch längst nicht abgeschlossen, und ein Ende der Ermittlungen ist aktuell nicht absehbar.

Der Fall um die Zoobrücke zeigt, dass selbst nach bereits getroffenen kartellrechtlichen Entscheidungen die strafrechtliche Dimension weiter intensiv verfolgt wird – ein klarer Hinweis darauf, dass die Staatsanwaltschaft entschlossen ist, gegen wettbewerbswidrige Praktiken hart durchzugreifen.

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Bergheim: Polizei vermutet Beziehungstat nach Fund zweier Toter

Bergheim: Polizei vermutet Beziehungstat nach Fund zweier Toter

12 November 2024 von Felix Morgenstern

Im Fall der getöteten Frau in Bergheim-Quadrath-Ichendorf hat die Polizei neue Erkenntnisse veröffentlicht. Die 41-jährige Frau wurde am vergangenen Freitag nach einem Zeugenhinweis tot in einem Einfamilienhaus entdeckt. Ermittlungen ergaben, dass die Tat offenbar auf Beziehungsstreitigkeiten zurückzuführen ist. Die Polizei geht davon aus, dass ihr Partner auf sie eingestochen hatte, bevor er später selbst tot in einem Gleisbett im nahegelegenen Kerpen-Horrem gefunden wurde.

Der dramatische Vorfall führte zur Einrichtung einer Mordkommission, die die Geschehnisse weiter aufklären soll. Der Leichnam der Frau wurde im Laufe des Freitags gefunden, nachdem ein Zeuge die Behörden alarmiert hatte. Polizei und Rettungskräfte entdeckten die Frau in ihrem Zuhause, in dem sie polizeilichen Angaben zufolge gemeldet war. Nach ersten Ermittlungen wurde sie vermutlich Opfer eines Gewaltverbrechens.

Wenig später meldete eine andere Polizeistreife den Fund eines Mannes in einem Gleisbett bei Kerpen-Horrem. Es wird angenommen, dass es sich bei ihm um den mutmaßlichen Täter handelt, dessen Identität derzeit weiter geprüft wird. Die Polizei untersucht nun mögliche Zusammenhänge zwischen den beiden Fällen, während die Ermittler weiterhin Zeugenhinweise sammeln.

Der Vorfall hat in der Region große Bestürzung ausgelöst, insbesondere in der Nachbarschaft, die durch den Tod der beiden Menschen tief erschüttert ist. Die Ermittler arbeiten mit Hochdruck daran, die genauen Abläufe und Hintergründe zu rekonstruieren.

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