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Filmfestival „Nahaufnahme – In Vielfalt leben“: Inklusive Filmwoche in Bergisch Gladbach

28 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Vom 4. bis 8. November 2024 findet in Bergisch Gladbach das jährliche Filmfestival „Nahaufnahme – In Vielfalt leben“ statt, das sich dem Thema Inklusion widmet. Seit 13 Jahren bringt die Stadt durch diese besondere Kulturveranstaltung die Themen Migration, Integration, Identität und Behinderung auf die Leinwand. Gezeigt werden Filme, die unterhaltend und zugleich nachdenklich das Thema Vielfalt behandeln.

Die Filme werden sowohl im Kino-Center Schlosspassage als auch im Theater im Puppenpavillon gezeigt. Zu jeder Vorstellung gibt es begleitende Diskussionsrunden mit Filmpaten, die den Zuschauerinnen und Zuschauern Raum für Austausch bieten. Das Festival ist barrierefrei, und Technologien wie Gebärdensprachdolmetscher und Untertitel werden eingesetzt.

Das Festival wird am Montag, dem 4. November 2024, um 19.30 Uhr von der ersten stellvertretenden Bürgermeisterin Anna Maria Scheerer eröffnet. Gezeigt wird der Film „Nur eine Frau“, der das Leben der Deutschtürkin Hatun Aynur Sürücü nachzeichnet. Sonja Fatma Bläser vom HennaMond e.V. wird im anschließenden Filmgespräch mit Moderatorin Gabriele Atug-Schmitz das Schicksal von Aynur beleuchten.

Weitere Filme im Programm:

  • Dienstag, 5. November: „The Old Oak“
  • Mittwoch, 6. November: „Eine Million Minuten“
  • Donnerstag, 7. November: „Honig im Kopf“
  • Freitag, 8. November: „Wochenendrebellen“

Neben öffentlichen Vorführungen gibt es auch Schulvorstellungen, die für 4 Euro pro Person angeboten werden. Die kostenlose Teilnahme für Bergisch Gladbacher Kindergärten im Theater im Puppenpavillon ist bereits ausgebucht.

Das Filmfestival wird unterstützt von der Bensberger Bank, der Infrastruktur- und Projektgesellschaft Bergisch Gladbach sowie zahlreichen lokalen Partnern.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie unter www.bergischgladbach.de/filmfestival-nahaufnahme.aspx.

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Roteiche ist Baum des Jahres 2025 – Hoffnungsträger für das Bergische Land

Roteiche ist Baum des Jahres 2025 – Hoffnungsträger für das Bergische Land

28 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Die Roteiche wurde zum Baum des Jahres 2025 gekürt, sehr zur Freude der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) im Rhein-Berg-Kreis und Leverkusen. Diese robuste Baumart könnte eine Schlüsselrolle bei der Wiederbewaldung der ehemaligen Fichtenflächen im Bergischen Land spielen. Besonders in Zeiten des Klimawandels sind Bäume gefragt, die mit den veränderten Umweltbedingungen gut zurechtkommen – und genau das kann die Roteiche.

Vielseitige Vorteile der Roteiche

Die Roteiche stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist seit rund 300 Jahren in Europa heimisch. Ihre Fähigkeit, sich auch bei schwachen Böden tief zu verwurzeln, macht sie zu einem stabilen und nährstoffeffizienten Baum. Zudem zeigt sie sich gegenüber Schädlingen wie Insekten und Mehltau widerstandsfähiger als heimische Eichenarten.

Ein besonderer Vorteil der Roteiche ist ihr schnelles Wachstum. Dadurch kann sie andere, langsamer wachsende Baumarten schützen und hilft gleichzeitig dabei, schnell größere Mengen CO2 zu binden – ein wichtiger Beitrag zur Wiederherstellung des Bergischen Waldes als CO2-Senke. Außerdem ist ihr Laub weniger entflammbar, was sie besonders geeignet für den Einsatz in brandgefährdeten Kiefernwäldern macht.

Eine Zukunftsbaumart für das Bergische Land

Im Bergischen Land wurde die Roteiche bereits mit Erfolg auf verschiedenen Standorten gepflanzt. Aufgrund ihrer Sturmfestigkeit und ihrer Toleranz gegenüber Trockenheit ist sie angesichts des sich verändernden Klimas eine zukunftsweisende Baumart für die Region.

Mit ihrer stattlichen Größe – bis zu 35 Meter in dichteren Wäldern – und ihren charakteristischen, spitz gelappten Blättern, die sich im Herbst oft gelb und braun verfärben, ist die Roteiche zudem leicht zu erkennen. Ihr Holz ist vielseitig einsetzbar, etwa für Möbel, Fußböden oder Treppen, allerdings nicht für die Herstellung von Fässern, da es für Flüssigkeiten durchlässig ist.

Baum-des-Jahres-Wege im Rhein-Berg-Kreis

Um die Bedeutung dieser und anderer Baumarten hervorzuheben, hat die SDW im Rheinisch-Bergischen Kreis Baum-des-Jahres-Wege in Odenthal, Overath und Rösrath initiiert. Diese Wege sollen die Vielfalt der Natur zeigen und auf die Wichtigkeit eines vielfältigen Baumbestands hinweisen.

Die Roteiche steht beispielhaft für die Anpassung an den Klimawandel und könnte eine bedeutende Rolle in der Zukunft des Bergischen Waldes spielen.

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Ordnungsamt und Stadt stürzen Schloßstrasse ins Chaos

Ordnungsamt und Stadt stürzen Schloßstrasse ins Chaos

26 Oktober 2024 von Darian Lambert

Landtag und Bürgermeister per Petition in die Verantwortung geholt

In Bergisch Gladbach wächst der Unmut über die Umgestaltung der Schloßstraße in eine Fußgängerzone. Vor allem Geschäftsleute und Anwohner beklagen, dass die Bedürfnisse des Einzelhandels und der Bürger nicht ausreichend berücksichtigt werden und befürchten schwerwiegende negative Folgen für die Attraktivität der Innenstadt. Seit dem Beginn der Bauarbeiten wurde der obere Teil der Schloßstraße für den Autoverkehr gesperrt, doch die Kritik reißt nicht ab. Viele Einzelhändler berichten von deutlichen Umsatzeinbußen, da Stammkunden und Laufkundschaft ausbleiben.

Bereits mehr als 50 Geschäftsinhaber haben eine Petition unterzeichnet, die fordert, die Straße so schnell wie möglich wieder für den Autoverkehr freizugeben. Die Sorge ist groß, dass die temporäre Fußgängerzone zu lange bleibt und die Innenstadt dadurch an Attraktivität verliert. Ein häufig vorgebrachtes Argument ist, dass die Möglichkeit für Kunden, vor den Geschäften zu parken, ein entscheidender Faktor für den Fortbestand vieler kleiner Läden ist. Besonders ältere Menschen und solche, die Waren transportieren müssen, sind auf die Erreichbarkeit per Auto angewiesen.

Die Stadtverwaltung rechtfertigt die Sperrung mit den beengten Platzverhältnissen während der Bauarbeiten und argumentiert, dass kein sicherer Wendebereich vorhanden sei. Doch viele Geschäftsleute sind mit dieser Begründung nicht einverstanden. Sie betonen, dass die Straße jahrelang ohne Probleme befahrbar war und sehen in der aktuellen Verkehrssituation ein potenzielles Risiko für die Zukunft ihrer Betriebe.

In der Zwischenzeit zeigt sich, dass die Schloßsstrasse trotz ausgewiesener Fußgängerzone täglich zum Befahren und Parken genutzt wird. Die Bensberger akzeptieren die neue Beschilderung, welche die Stadt alle paar Wochen geändert hatte nicht mehr.

Zudem wird der provisorische Charakter der Fußgängerzone infrage gestellt. Viele befürchten, dass die Sperrung nach den Bauarbeiten nicht aufgehoben wird und die Innenstadt dadurch dauerhaft geschwächt wird. Vorschläge, wie beispielsweise das temporäre Parken zu erlauben oder die Sperrung nur auf bestimmte Tage zu beschränken, werden von der Stadt bislang nicht aufgegriffen.

Während einige Passanten die verkehrsberuhigte Zone begrüßen und die entspanntere Atmosphäre zum Bummeln und Verweilen loben, gibt es auch Stimmen, die auf die praktischen Schwierigkeiten hinweisen, die die Umgestaltung mit sich bringt. Besonders für ältere Bürger sei es wichtig, nahegelegene Parkmöglichkeiten zu haben, um Arztbesuche oder Einkäufe erledigen zu können.

Die derzeitige Situation verdeutlicht, dass ein ausgewogenes Konzept für die Zukunft der Schloßstraße fehlt, das sowohl den Bedürfnissen des Einzelhandels als auch der Bevölkerung gerecht wird. Die anhaltende Diskussion zeigt, dass viele befürchten, die Stadt könnte durch die Ignoranz gegenüber diesen Anliegen langfristig ihre Attraktivität und ihren Charakter verlieren.

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Oliver Brügge wird Geschäftsführer der neuen Zanders-Entwicklungsgesellschaft

Oliver Brügge wird Geschäftsführer der neuen Zanders-Entwicklungsgesellschaft

25 Oktober 2024 von Darian Lambert

Zum 1. Januar 2025 übernimmt Oliver Brügge die Geschäftsführung der neu gegründeten städtischen Gesellschaft, die für die Umwandlung des ehemaligen Zanders-Areals verantwortlich sein wird. Der 56-jährige Stadtentwicklungsexperte wechselt von Monheim am Rhein nach Bergisch Gladbach und bringt umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung von großen Stadtquartieren mit.

Die neue Gesellschaft, die „Urbane Zukunft Zanders-Entwicklungsgesellschaft mbH“ (UZZE), wurde eigens gegründet, um das 36 Hektar große Gelände der früheren Papierfabrik Zanders in ein modernes, urbanes Viertel zu transformieren. Vorgesehen sind dort unter anderem Wohnraum für rund 2.900 Menschen sowie ebenso viele Arbeitsplätze. Das Projekt gilt als eines der größten und bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der Region.

Bürgermeister Frank Stein zeigte sich erfreut über die Verpflichtung von Brügge: „Mit ihm haben wir einen ausgewiesenen Fachmann gewonnen, der bereits große Konversionsprojekte erfolgreich umgesetzt hat.“ Brügge, der seit 2018 die Stadtentwicklungsgesellschaft in Monheim leitete, steht vor einer ähnlich herausfordernden Aufgabe: Die Umwandlung des Zanders-Geländes in einen lebendigen und zukunftsfähigen Stadtteil.

In Monheim war Brügge maßgeblich an der Umgestaltung einer ehemaligen Industriebrache beteiligt, die er in ein florierendes Gewerbegebiet verwandelte. In Bergisch Gladbach wird er sich nun der Herausforderung stellen, auf dem Zanders-Gelände eine nachhaltige und gemischte Nutzung für Wohnen, Arbeit und Freizeit zu realisieren.

Brügge selbst betonte bei seiner Vorstellung, dass er das Projekt nur im Zusammenspiel mit allen Beteiligten – Politik, Verwaltung und Bürgern – erfolgreich umsetzen könne. Dabei sei er nicht an Machtkämpfen interessiert, sondern daran, das Beste für die Stadt zu erreichen. Auch bei einem möglichen Politikwechsel im nächsten Jahr müsse das Zanders-Projekt „oberste Priorität“ bleiben, so Brügge.

Der bisherige Projektleiter, Udo Krause, wird Brügge in der neuen Gesellschaft als Prokurist zur Seite stehen. Krause und sein Team haben in den letzten Jahren die Planungsgrundlagen für die Entwicklung des Areals erarbeitet und erste Vorbereitungen getroffen. Nun soll die Umsetzung der Pläne unter Brügges Leitung in die nächste Phase gehen.

Ein wichtiger Aspekt der weiteren Arbeit wird laut Brügge die Prüfung des bestehenden Gebäudebestands auf dem Zanders-Areal sein. Dabei müsse sorgfältig abgewogen werden, welche Gebäude erhalten bleiben können und welche einem Neubau weichen müssen. Denkmalschutz spiele dabei eine wichtige Rolle.

In den kommenden Jahren wird die städtische Entwicklungsgesellschaft die Infrastruktur auf dem Zanders-Gelände ertüchtigen und die Flächen baureif machen, um das Gebiet für Investoren und Projektentwickler attraktiv zu gestalten. Brügge betonte dabei, dass Geduld gefragt sei: „Nicht alles kann so schnell umgesetzt werden, wie man es sich vielleicht wünscht“, erklärte er. Erwartungsmanagement sei ein wichtiger Teil seiner Aufgabe.

Oliver Brügge lebt mit seiner Familie in Hürth und bringt nicht nur fachliche Expertise, sondern auch viel Leidenschaft für Stadtentwicklung mit. Mit seiner Berufung ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft des Zanders-Areals und die Stadt Bergisch Gladbach getan.

Hintergrund: Die Zanders-Konversion

Das Zanders-Gelände, das mitten im Zentrum von Bergisch Gladbach liegt, bietet enormes Potenzial für die Stadtentwicklung. Nach der Schließung der traditionsreichen Papierfabrik soll hier bis zum Jahr 2040 ein neues, urbanes Viertel entstehen, das Wohn- und Arbeitsraum für tausende Menschen bietet. Ein einstimmiger Grundsatzbeschluss des Stadtrates hat die Weichen für das Projekt gestellt, das in den nächsten Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden soll.

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A professional journalist in glasses engages with a microphone, capturing news on location.

Länder verschieben Entscheidung zum Rundfunkbeitrag – Einigung auf Reform

25 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Die Bundesländer haben sich auf eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verständigt, doch die Entscheidung über die Erhöhung des Rundfunkbeitrags wurde vertagt. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Leipzig konnte keine Einigung über die Anhebung des Beitrags erzielt werden. Der Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) erklärte auf X (ehemals Twitter), dass der Beschluss wegen des Widerstands mehrerer Länder verschoben wurde.

Laut dem Beschluss der Konferenz soll die Rundfunkkommission bis Dezember mögliche Optionen prüfen und einen Vorschlag unterbreiten. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte eine Erhöhung des Beitrags um 58 Cent auf 18,94 Euro empfohlen, doch diese Erhöhung steht nun in der Schwebe.

Einigung auf Rundfunkreform

Zwar konnte über die Finanzierung keine Entscheidung getroffen werden, doch bei der Struktur des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gibt es Fortschritte. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten einigten sich auf umfangreiche Reformen für ARD und ZDF, die effizientere Strukturen schaffen und Kosten einsparen sollen.

Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bezeichnete die Einigung als „dringend erforderlich“. Die Reformpläne beinhalten unter anderem die mögliche Reduzierung der Anzahl der Radioprogramme und das Wegfallen kleinerer TV-Sender. Ziel ist es, die Kosten zu senken, um den Rundfunkbeitrag in Zukunft stabil zu halten.

Ausblick: Streit um den Beitrag könnte vor Gericht enden

Die Höhe des Rundfunkbeitrags bleibt jedoch ein kontroverses Thema. Sollte keine Einigung gefunden werden, könnte die Entscheidung vor dem Bundesverfassungsgericht landen. Bereits in der Vergangenheit hatte Sachsen-Anhalt gegen eine Erhöhung geklagt und verloren. Auch diesmal gibt es starken Widerstand, besonders aus Bayern und Sachsen-Anhalt.

Während die Befürworter einer Anhebung argumentieren, dass die Sender angesichts steigender Kosten – auch durch die Inflation – mehr Geld benötigen, fordern die Gegner, dass die Rundfunkanstalten stärker sparen und sich weiter reformieren. Eine Entscheidung wird nun bis Dezember erwartet, doch ohne Einstimmigkeit ist eine Erhöhung des Beitrags nicht möglich.

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COLOGNE, GERMANY - NOVEMBER 5, 2022: KVB tram in the city center of Cologne

Zu viele Verspätungen und Ausfälle: So plant die KVB Verbesserungen

25 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Seit Mitte September ist die Geduld der Bahnfahrer in Köln besonders strapaziert. Immer häufiger sind Bahnen verspätet oder fallen ganz aus. Besonders betroffen sind die Wochenenden. Jetzt zieht die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) die Notbremse: Ab dem 16. November wird der Fahrplan angepasst. „Wir wollen Schadensbegrenzung für die Fahrgäste betreiben“, erklärte Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB. „Es sollen nicht drei oder vier Bahnen hintereinander ausfallen.“

Weniger Fahrten, mehr Stabilität?

Um die Situation zu verbessern, werden einige Stadtbahnlinien ausgedünnt. So wird der Fünf-Minuten-Takt der Linie 1 morgens nur noch zwischen Brück und Moltkestraße angeboten. Auch die Linien 13 und 17 fahren am Abend sowie samstags und sonntags nur noch im 30-Minuten-Takt. Die Linie 19 wird künftig nur noch bis 9 Uhr morgens unterwegs sein. Die Busse bleiben von den Anpassungen unberührt.

Fahrermangel und technische Probleme

Ein wesentlicher Grund für die Ausfälle ist der Personalmangel: Der KVB fehlen 60 Vollzeitfahrer, und viele der aktuellen Mitarbeiter fallen aufgrund von Krankheit aus. Der stressige Schichtdienst führt zudem dazu, dass einige Mitarbeiter in Teilzeit wechseln. Trotz intensiver Bemühungen konnte die KVB erst dieses Jahr alle Ausbildungsplätze für Bahnfahrer vollständig besetzen.

Die Situation wird zusätzlich durch technische Probleme verschärft: Viele der Bahnen der in die Jahre gekommenen Flotte sind defekt. Ersatzteile wie Bremsbeläge oder Stoßstangen sind seit über einem halben Jahr nicht lieferbar, und die neuen Bahnen vom Hersteller Alstom lassen weiter auf sich warten.

Hoffnung auf Besserung

Mit der Fahrplananpassung will die KVB zumindest einen stabilen Betrieb gewährleisten. „Ein stabiler Fahrplan ist immer noch besser als ein unkontrollierter Ausfall“, betonte Haaks. Zudem appelliert sie an die Fahrgäste, ihren Frust nicht am KVB-Personal auszulassen. „Unsere Mitarbeiter sind am wenigsten für die Situation verantwortlich.“

Erst im Frühjahr 2025, wenn die Mülheimer Brücke wieder für den Verkehr freigegeben wird, erwartet die KVB-Chefin eine spürbare Entspannung der Lage. Dann soll es wieder mehr Personal, funktionstüchtige Bahnen und einen verlässlicheren Fahrplan geben.

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Realistic photo. A close-up image showcasing a single bacterium. Created with Generative AI

Erster Fall der neuen Mpox-Variante in Deutschland bestätigt: 33-jähriger Kölner infiziert

25 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

In Deutschland wurde erstmals eine neue Variante des Mpox-Virus nachgewiesen. Betroffen ist ein 33-jähriger Kölner, der sich beim Sex im Ausland infiziert hat. Dies bestätigte das Robert-Koch-Institut (RKI). Der Mann hatte sich mit der sogenannten Klade Ib des Virus infiziert und befindet sich seit dem 12. Oktober in stationärer Behandlung. Laut Behörden sei die Krankheit jedoch nicht leicht übertragbar.

Ansteckung im Ausland

Der Patient hielt sich von September bis Anfang Oktober in Ruanda auf und entwickelte kurz nach seiner Rückkehr typische Mpox-Symptome. Nach dem Arztbesuch wurde die Infektion bestätigt. Der Mann befindet sich in Isolation, und sein Zustand wird weiterhin überwacht. Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hatte bereits am Dienstag über den deutschlandweit ersten Fall der neuen Variante berichtet.

Mpox: Hintergrund zur Krankheit

Mpox, früher als „Affenpocken“ bekannt, wird von einem Virus verursacht, das häufig in Wildtieren vorkommt und gelegentlich auf den Menschen überspringt. Die Krankheit ist mit dem klassischen Pockenvirus verwandt und äußert sich meist durch Hautausschlag und Fieber. Besonders gefährlich kann das Virus für Kinder sein. Todesfälle wurden in Deutschland bisher jedoch keine gemeldet.

Die Weltgesundheitsorganisation hat den Begriff „Affenpocken“ aufgegeben, um diskriminierende Bezüge zu Tieren oder Orten zu vermeiden. Der Erreger findet sich ohnehin häufiger bei Nagetieren als bei Affen.

Neue Variante: Keine erhöhte Gefährdung

Das RKI betont, dass von der neuen Variante keine erhöhte Gefahr für Deutschland ausgeht. Auch die bisherigen Fälle mit der älteren Klade IIb, die seit Mai 2022 weltweit registriert wurden, haben hierzulande nur geringe Fallzahlen gezeigt. 2024 wurden in Nordrhein-Westfalen bisher 29 Fälle gezählt. Alle Patienten waren Männer, von denen zwei stationär behandelt werden mussten.

Europäischer Kontext

Bereits im August wurde in Schweden der erste Fall der neuen Mpox-Variante außerhalb Afrikas gemeldet. Die betroffene Person hatte sich ebenfalls in Afrika infiziert. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hatte bereits zuvor mit weiteren Fällen in Europa gerechnet.

Impfung und Schutzmaßnahmen

Der Impfstoff gegen das klassische Pockenvirus schützt auch gegen Mpox. Personen, die sich in Risikogebieten aufhalten oder engen Kontakt mit Infizierten haben, wird die Impfung empfohlen.

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Brand bei Dynamit Nobel in Leverkusen: Große Rauchwolke über der Stadt

24 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am 24. Oktober 2024 brach auf dem Chemiegelände der Firma Dynamit Nobel in Leverkusen ein Feuer aus. Die Feuerwehr meldete, dass der Brand während Schweißarbeiten entstand und eine Halle auf dem Gelände in Vollbrand geriet. Bislang gibt es keine Informationen darüber, ob in dem betroffenen Gebäude Gefahrgut gelagert wurde. Glücklicherweise wurden keine Verletzten gemeldet, und nach Angaben der Feuerwehr befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Personen in der Halle. Die Brandursache wird derzeit noch ermittelt.

Sicherheitsmaßnahmen und Sperrungen

Die Polizei hat das Gelände rund um das Chemiewerk großflächig abgesperrt. Über der Anlage stand zeitweise eine große Rauchwolke, die weit sichtbar war. Anwohner wurden über die Warn-App NINA aufgefordert, das Gebiet zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Neben der gesamten Feuerwehr Leverkusen sind auch die freiwillige Feuerwehr und die Werksfeuerwehr von Currenta im Einsatz.

Auswirkungen auf Einrichtungen und den Bahnverkehr

Der Brand hat auch Auswirkungen auf lokale Einrichtungen und den öffentlichen Verkehr. Der Wildpark Reuschenberg bleibt aus Sicherheitsgründen geschlossen. Auch das Avea-Wertstoffzentrum und das Müllheizkraftwerk sind vorübergehend dicht, und die Grünschnittsammlung wurde abgesagt, wie Avea über ihre Social Media-Kanäle mitteilte.

Im Bahnverkehr gibt es ebenfalls Beeinträchtigungen: Die Strecken zwischen Köln-Mülheim und Leverkusen-Manfort wurden gesperrt. Die Deutsche Bahn informierte, dass die Linien RE 7 und RB 48 betroffen sind. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet, jedoch kommt es zu Verspätungen und Ausfällen. Pendler und Reisende werden gebeten, sich auf mögliche Verzögerungen einzustellen.

Die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

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Fokuswoche Vorsorge: Alles geregelt für den Ernstfall

24 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Kostenlose Online-Vorträge der Verbraucherzentralen vom 4. bis 8. November 2024

Die Verbraucherzentralen laden auch in diesem Jahr zur „Fokuswoche Vorsorge“ ein, die vom 4. bis 8. November 2024 stattfindet. In insgesamt 25 kostenlosen Online-Vorträgen werden wichtige Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und digitaler Nachlass verständlich erklärt. Interessierte können sich unter www.verbraucherzentrale.nrw/fokuswoche-vorsorge anmelden.

Vorsorge für den Ernstfall – Jetzt handeln!

Wer im Krankheits- oder Pflegefall die eigenen Wünsche festlegen oder rechtliche Angelegenheiten regeln möchte, sollte frühzeitig Vorkehrungen treffen. Die Vorträge der „Fokuswoche Vorsorge“ bieten eine fundierte Einführung in diese Themen. Die etwa einstündigen Vorträge finden täglich um 15 Uhr und 18 Uhr statt und bieten die Möglichkeit, sich auf einfache Weise über die verschiedenen Vorsorgeformen zu informieren.

Überblick über die Themen

  • Patientenverfügung: Hier legen Sie fest, welche medizinischen Maßnahmen in bestimmten Situationen gewünscht oder abgelehnt werden. Termine: Montag, 4.11. bis Freitag, 8.11., jeweils um 15 Uhr und 18 Uhr.
  • Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung: Bestimmen Sie, wer im Notfall Ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten regeln soll. Termine: Montag, 4.11. bis Freitag, 8.11., zu unterschiedlichen Zeiten.
  • Digitaler Nachlass: Immer mehr Menschen nutzen Online-Dienste, um wichtige Angelegenheiten zu regeln. Diese Vorträge erklären, wie Sie den Umgang mit Ihren digitalen Daten im Ernstfall regeln können. Termine: Montag, 4.11. bis Freitag, 8.11., um 15 Uhr und 18 Uhr.

Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung kostenfrei. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale NRW.

Warum Vorsorge wichtig ist

Ob Krankheit, Unfall oder der Fall, dass wichtige Angelegenheiten plötzlich nicht mehr selbst geregelt werden können – die Themen der Vorsorge betreffen Menschen jeden Alters. Die „Fokuswoche Vorsorge“ bietet eine wertvolle Möglichkeit, sich frühzeitig mit diesen Themen auseinanderzusetzen und Klarheit zu schaffen.

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Bergisch Gladbach – Falscher Bankmitarbeiter ergaunert Transaktionsnummern

24 Oktober 2024 von Felix Morgenstern

Am gestrigen Nachmittag (23.10.) wurde eine 66-jährige Bergisch Gladbacherin Opfer eines Betrugs. Gegen 15:00 Uhr erhielt sie eine SMS, die sie dazu aufforderte, ihre Zugangsdaten für das Online-Banking einzugeben. Kurz darauf wurde sie von einem vermeintlichen Mitarbeiter der Sparkasse angerufen, der behauptete, sie sei bereits Opfer einer Betrugsmasche geworden.

Der angebliche Bankmitarbeiter forderte die Frau auf, zur Legitimation Transaktionsnummern (TAN) weiterzugeben, die in ihrer Banking-App angezeigt würden. Gutgläubig folgte die Geschädigte dieser Aufforderung. Später stellte sich heraus, dass von ihrem Konto ein Betrag im unteren vierstelligen Bereich auf ein fremdes Konto überwiesen wurde.

Die Polizei hat eine Strafanzeige wegen Betrugs aufgenommen und möchte erneut auf diese und ähnliche Betrugsmaschen aufmerksam machen. Geben Sie am Telefon niemals sensible Daten wie Zugangskennungen oder Transaktionsnummern weiter. Banken fordern solche Informationen niemals telefonisch an.

Im Zweifelsfall sollten Betroffene selbstständig ihre Bank kontaktieren und auf keinen Fall den Anweisungen von Unbekannten folgen. Angehörige oder auch die Polizei können ebenfalls helfen, wenn der Verdacht auf Betrug besteht.

Wie können Sie sich schützen?

Die Polizei rät dringend, wachsam zu sein, wenn es um sensible Bankdaten geht. Seriöse Banken oder Sparkassen würden niemals unaufgefordert per Telefon oder SMS Zugangsdaten oder TAN-Nummern anfordern. Falls Sie eine solche Nachricht erhalten, rufen Sie Ihre Bank oder Sparkasse über eine offizielle Telefonnummer zurück, die Sie selbst herausfinden, und nicht über eine Nummer, die Ihnen der Anrufer gibt.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, niemals auf verdächtige SMS-Links zu klicken, da diese Sie auf betrügerische Websites weiterleiten könnten, die optisch kaum von echten Bankseiten zu unterscheiden sind. Nutzen Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die ein weiteres Sicherheitsmerkmal darstellt.

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