Archiv | Politik

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Seniorenbeirat wird durch Wahlkampf bekannt

09 März 2015 von Darian Lambert

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Iro Herrmann (Bürgerpartei GL) kämpft um die Gunst einer Wählerin

Die Belange der älteren Menschen müssen mehr Aufmerksamkeit erhalten. – so Iro Herrmann Listenkandidat der Bürgerpartei GL für den neuen Seniorenbeirat. Ein Statement, welches am Wochenende auf dem Konrad-Adenauer-Platz auf breite Zustimmung traf.

Herrmann und das Wahlkampfteam der Bürgerpartei GL kämpfen bereits seit Wochen um die Gunst der Wähler. Auf drei Wochenmärkten pro Woche informieren Sie über den Seniorenbeirat und stellen sich und ihr Programm vor. Ein Novum in Bergisch Gladbach. Bisher gab es von den etablierten Parteien keine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Seniorenbeirat. Ein Wahlprogramm entwickelten sie nicht.

Fast schon unheimlich sind den Vertretern von CDU und SPD deshalb die Aktivitäten der Bürgerpartei GL. Die Partei hat im ganzen Stadtgebiet plakatiert und ist schon etliche Wochen mit Flyern unterwegs.

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Wahlbrief

Wahlleiter Frank Bodengesser meldet eine aktuelle Wahlbeteiligung am 06.03.2015 – 09:00 Uhr: 27,32 % von 33.562 Wahlberechtigten. Sie liegt noch unter den Erwartungen. Bisher haben knapp 10.000 Bürger ihre Stimme abgegeben.  Bei der letzten Wahl des Seniorenbeirates im Jahr 2010 hatten insgesamt 11.584 Bürger gewählt. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 37,50 %.

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Schüler aus der israelischen Partnerstadt zu Gast im Rathaus

Schüler aus der israelischen Partnerstadt zu Gast im Rathaus

13 Februar 2015 von Darian Lambert

GaneyTikva0215Anfang Februar 2015 war eine 20-köpfige Schülergruppe der Junior High School aus Ganey Tikva zu Gast in Bergisch Gladbach. Gastgeber waren die Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums in Bensberg. Die jungen Leute waren zu Gast im großen Sitzungssaal im Rathaus Stadtmitte.

In diesem Jahr fand die Begegnung zwischen den Schülerinnen und Schülern der beiden Schulen zum zweiten Mal statt. Die Besuche sind ein wichtiger Beitrag in der städtepartnerschaftlichen Beziehung, die seit zwei Jahren zwischen Ganey Tikva und Bergisch Gladbach besteht.

Ein ganz besonderes Besucherprogramm wartete auf die Gäste: Neben einem Ausflug nach Köln zum Dom und zum 1.FC Köln standen auch ein Besuch im Landtag und mehrere gemeinsame Projekte am Otto-Hahn-Gymnasium auf dem Plan.

Betreut wurden die Gäste von dem israelischen Schuldirektor Yoav Pridan und der Schulverwaltungsmitarbeiterin Ruthy Vortrefflich; von seiten des Otto-Hahn-Gymnasiums kümmerten sich Schuldirektor Wolfgang Knoch sowie die Pädagogen Katharina Drees und Boris Couchoud um die Schülerinnen und Schüler.

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Offene Bürgerbeteiligung Verkehr & Mobilität

21 Januar 2015 von Darian Lambert

Freiwillig – Mitreden – Mitgestalten

Zebrastreifen, Radstation, Standstreifen, Truck Stop, Busbahnhof und Marktplatz: Dies alles sind Stationen, die Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, dem 4. Februar 2015 ab 17.00 Uhr anlaufen können. Und zwar alles in einem Raum, in der Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums. Das Schulgebäude an der Kaule in Bensberg beherbergt nämlich die erste Veranstaltung zur offenen Bürgerbeteiligung im Rahmen des Mobilitätskonzepts Bergisch Gladbach – kurz MobiK.

Das MobiK ist ein Instrument, mit dem das gesamte Verkehrsgeschehen im Stadtgebiet erfasst werden soll. Einen wichtigen Baustein bildet dabei die Bestandsaufnahme der gelebten Mobilität in Bergisch Gladbach. Dafür ist die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger gefragt!

Bei der Veranstaltung wird es acht Themenstände geben, jeweils überschrieben mit einem knackigen Oberbegriff. Auf dem „Zebrastreifen“ geht es zum Beispiel um den Fußverkehr, an der „Radstation“ um den Radverkehr, am „Truck Stop“ um den Wirtschaftsverkehr.  Interaktive Mitarbeit und Diskussionen bieten die Chance für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Anregungen und Ideen zu äußern, die in die Konzeptarbeit mit einfließen. An jedem Themenstand werden je ein Fachexperte, ein Interessensvertreter und ein Diskussionsleiter anwesend sein. Wird die Theorie zu trocken, darf an der „Kalorientankstelle“ mit kleinen Snacks und Getränken wieder aufgefüllt werden.
Finanziert wird die Erstellung des Mobilitätskonzeptes mit Mitteln des Verkehrsministeriums NRW im Rahmen des Förderprogramms „Kommunales Mobilitätsmanagement“ des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).

Weitere Informationen: www.stadtentwicklung-gl.de.
Telefonische Fragen beantwortet gerne Franziska Wilbert, Telefon 02202/141290.

Bürgerbeteiligung Verkehr & Mobilität
 04. Februar ab 17 Uhr
Albertus-Magnus-Gymnasium (Kaule 3-15, 51429 Bergisch Gladbach)

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Schwarzer-Peter-Spiel um Sperrklausel

21 Januar 2015 von Darian Lambert

Mehr Demokratie kritisiert neue Debatte über Kommunalwahl-Hürde

Die Initiative „Mehr Demokratie“ kritisiert die erneut aufgeflammte Debatte um die Wiedereinführung einer Sperrklausel bei Kommunalwahlen in NRW. „SPD, CDU und Teile der Grünen wollen eine Sperrklausel, aber niemand hat verfassungsfeste Argumente dafür. Deshalb schiebt auch die CDU jetzt dem Innenministerium den Schwarzen Peter hierfür zu“, kritisiert Landesgeschäftsführer Alexander Trennheuser die am Dienstag beschlossene Forderung der Christdemokraten nach einer 2,5 Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen.

Die CDU fordert vom Innenministerium, die „tatsächlichen Voraussetzungen für eine rechtssichere Sperrklausel darzulegen“, um eine aus Sicht der Landtagsfraktion gegebene Gefährdung der Funktionsfähigkeit der Räte und des kommunalen Ehrenamtes abzuwenden. „Dabei sind die Voraussetzungen längst klar. Wer eine Sperrklausel will, muss nach-weisen, dass Räte ohne Sperrklausel ihre Arbeit nicht mehr erledigen können. Die allgemein beschworene Gefahr reicht als Begründung nicht“, erläutert Trennheuser auch mit Blick auf das Urteil des Verfassungsgerichtshofes zur Verfassungswidrigkeit kommunaler Sperrklauseln.

Das Verfassungsgericht des Landes hatte 1999 entschieden, dass eine abstrakte, theoretische Möglichkeit einer Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit von Kommunalvertretungen zur Begründung einer Sperrklausel nicht genüge. Eine solche Möglichkeit sei nie auszuschließen, reiche aber als hinreichende Begründung für die Annahme eines „zwingenden Grundes“ für eine Sperrklausel nicht aus. „Dies räumt sogar das von der SPD Ende Oktober vorgelegte Rechtsgutachten zum Thema ein“, so Trennheuser.

In einem heute auf Ruhrbarone.de veröffentlichten Beitrag sieht auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Mario Krüger „neben anderen Optionen“ eine neue Sperrklausel als „Ultima Ratio“ zur Sicherung der kommunalen Demokratie. Der kommunalpolitische Sprecher seiner Fraktion beklagt, dass kleine Parteien weniger Stimmen zur Erlangung eines Ratsmandates bräuchten als große Parteien. Ein Problem sei außerdem, dass sich Ratsgruppen nicht aus politischen Gründen zusammenschlössen, sondern allein, um als Fraktion finanzielle Vorteile zu haben.

„Beides ist richtig, hat aber nichts mit der Sperrklausel zu tun“, ärgert sich Trennheuser. Eine solche Argumentation sei deshalb unredlich. Wer die benannten Probleme angehen wolle, müsse das Auszählsystem bei Kommunalwahlen und die Regeln für die Finanzierung der Ratsarbeit ändern. „Die Gleichwertigkeit aller Stimmen ist durch Landesverfassung und Grundgesetz geschützt, daran wird der Landtag auch durch eine Verfassungsänderung nicht vorbei kommen“, sagt Trennheuser.

Mehr Informationen: „Verfassungsrechtlich bedenklich“ – Interview mit Martin Fehndrich von Wahlrecht.de zum Thema Sperrklausel
www.nrw.mehr-demokratie.de/bedenklich.html

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Mitarbeit in Arbeitskreis Flüchtlinge unerwünscht

14 Januar 2015 von Darian Lambert

Mobbing

Foto: Fotolia / Clemens Schüßler

Bürger werden ausgegrenzt

Der Bergisch Gladbacher Integrationsrat hat Arbeitskreise eingerichtet um seine Themen termingerecht zu bearbeiten. Sachkundige Personen, die sich hilfreich einbringen können, kann der Arbeitskreis jederzeit hinzuziehen. Ebenso kann sich jeder Bürger als Mitglied eines solchen Arbeitskreises engagieren, dafür muss er nicht im Integrationsrat sitzen, besagt die Satzung des Gremiums.

Mechthild Münzer (CDU) sonnt sich als Vorsitzende des Arbeitskreises „Flüchtlinge“ gerne in der Öffentlichkeit. Eine Zusammenarbeit mit fachkundigen Bürgern in „Ihrem“ Arbeitskreis lehnt Münzer jedoch bis dato ab. Zitat: „Wenn eine Gruppe zu groß wird kommen wir zu keinem Ergebnis mehr.“ so Münzer.

Frank Samirae von der Bürgerpartei GL berichtet hingegen gar von einem Eklat im Integrationsrat. „Sieben Personen in einer Arbeitsgruppe ist eine höchst überschaubare Anzahl. Wie soll Integration funktionieren wenn sich die Angehörigen der verschiedenen Parteien schon gegenseitig ausgrenzen? Es muss um die Sache gehen und nicht um die Person.“ – stellt Samirae fest. „Integration kann nur funktionieren durch Zusammenarbeit zwischen den Menschen in unserer Stadt.“ schließt Samirae.

Klaus Farber (SPD), dem Gründungsvater des Integrationsrates, missfällt ebenfalls diese politische Unkultur. Der betroffene Bürger, der selbst Migrationshintergrund hat, erklärt hierzu. „Ich möchte mich doch nur einbringen. Ich verstehe den Grund für diese Machtspiele nicht.“

Solche Vorgänge erzeugen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Integrationsrates. Das Gremium muss sich nun in der nächsten Sitzung über die Offenheit und das Miteinander Gedanken machen.

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BND warnt vor großem IS-Anschlag in Deutschland

13 Januar 2015 von Darian Lambert

Deutschland wird als Anschlagsziel genannt

Laut dem Bundesnachrichtendienst BND plant der IS (Islamischer Staat) derzeit einen „größeren, öffentlichkeitswirksamen Terroranschlag im Westen“. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel und beruft sich auf eine Analyse des BND über die „mediale Terrorstrategie“ der Dschihadisten.

Das Ziel der Terroristen sei es, die internationale Koalition zur Entsendung von Bodentruppen nach Syrien und in den Irak zu zwingen, heißt es weiter. Der IS ziele durch die Internetpropaganda, die er verbreite, darauf, die „finale Schlacht zwischen den ‚reinsten und besten Mudschahidin des IS‘ und der ‚Armee der Kreuzzügler‘ einzuläuten“ – als Teil der „endzeitlichen Prophezeiung“.

Im Internetmagazin ‚Dabiq‘ des IS nennen die Terroristen Deutschland nun konkret als Anschlagsziel.

 

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Occupy-Aktivisten „zu Besuch“ bei Kögida-Kundgebung

07 Januar 2015 von Dirk Sonntag

Am Montag, den 5. Januar blockierten Gegendemonstrationen, organisiert von Arsch Huh und vielen anderen, die KÖGIDA-„Spaziergänger“ in Köln. Lichter, u. a. vom Kölner Dom,  gingen aus. Eine Gruppe vermummter Jugendlicher glaubte, sicherlich nicht in friedlicher Absicht, die KÖGIDA-Versammlung „stürmen“ zu müssen, wurde aber von der Polizei daran gehindert. Eine intelligentere, wenn auch nicht ungefährliche Aktion machte eine kleine Gruppe von occupy-AktivistInnen, indem sie auf die KÖGIDA-Kundgebung am Vorplatz des Deutzer Bahnhofs ging und deren TeilnehmerInnen mit friedlichen Parolen „konfrontierte“.

Leider war diese Aktion zu kurzfristig angesetzt und eine Absprache für eine professionelle Begleitung, um diese Aktion in Form von Fotos und Video zu dokumentieren, kam nicht mehr zustande. Die Aktivisten sind der Redaktion bekannt. Hier ist ihr Bericht:

Wir wollten wissen, was das für Leute sind, die bei KÖGIDA also „Köln gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren. Deshalb haben ein paar von uns auch die KÖGIDA Demonstration direkt „besucht“. Als eine Occupy Aktivistin Straßenkreide auspackte und anfing zu schreiben, sind wir auch sehr schnell ins Gespräch gekommen. Man wollte freundlich, aber bestimmt wissen, was denn da geschrieben würde. Als wir sagten, es würde am Ende heißen „WIR SIND ALLE EINS“, war man irritiert. Aber man ließ uns gewähren. Da die Occupy Aktivistin ziemlich grosse Buchstaben verwendete, dauerte es etwas bis das Statement vollendet war und wir hatten Gelegenheit uns weiter mit Kögida-Anhängern zu unterhalten. Dabei haben wir festgestellt, dass unsere Hauptgesprächspartnerin die Kunst der Gesprächsführung beherrschte. Zuerst meinte sie, dass die Aussage grammatikalisch nicht korrekt wäre und man ihr das glauben könnte, da sie von Beruf Lehrerin wäre. Als die schreibende Aktivisten sagte, dass sie auch von Beruf Lehrerin ist und nicht der Meinung ist, dass es falsch ist und auch begründete, war die Sache erledigt. Dann schrieben wir mit der Kreide: „WE ARE ALL ONE!“ Wobei der Punkt des Ausrufezeichen als Herz gezeichnet war, siehe Foto(*). Und noch einmal auf Kölsch: „MER SIN ALL EENS!“ Mittlerweile waren denn doch einige Augen und Kameras auf uns gerichtet und bei denen, die uns beobachteten, kam Unruhe auf. Wir waren inzwischen in der Diskussion bei der Frage, ob der Islam als Sündenbock auszumachen sei, dass im sozialen Bereich gespart wird. Oder ob wir weniger im Portemonnaie haben, weil eine neoliberale Umverteilung von unten nach oben stattfindet. Allgemeine Unsicherheit schien darüber zu bestehen, ob „der Islam“ bzw IS uns in Deutschland bedroht. Die KÖGIDA-„Alphafrau“ war der Meinung, dass es in Deutschland über hunderttausend Islamisten gäbe, die eine potentielle Gefahr für uns darstellten. Ich entgegnete, das ich diese Behauptung für ebenso übertrieben halte, wie „Köln gegen die Islamisierung des Abendlandes“ und schrieb mit Kreide auf eine Mauer „BIRLIKTE“ und erklärte den Neugierigen um uns herum, dass es türkisch sei und auf deutsch „ZUSAMMENSTEHEN“ bedeutet. Und ich damit ausdrücken möchte, dass wir alle zusammenstehen sollten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Das fand man dann nicht so lustig und wir haben beschlossen die KÖGIDA zu verlassen.

(*) Ein Foto der Straßenmalerei ist auf der Fotogalerie des Fotografen Udo Gottschalk im Kölner Express zu sehen (Bild 3).

occupycologne

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Breites Bündnis protestiert in Köln gegen „Kögida“

05 Januar 2015 von Darian Lambert

kein-veedel-fuer-rassismusVereint gegen Menschenfeindlichkeit

Während der islamfeindlichen „Kögida“-Demonstration Montagabend in Köln wollen zahlreiche Bürger ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Zwei Gegendemos finden breite Unterstützung. Mehrere öffentliche Gebäude schalten zudem ihre Beleuchtung ab.

Seit Wochen demonstrieren in Dresden tausende rassistische Bürger*innen gemeinsam mit extrem rechten Hooligans und Neonazis unter dem Namen „Pegida“ (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) gegen die angebliche Islamisierung des Abendlandes. Nun versucht „Pegida“ auch in NRW Fuß zu fassen. Erste Demonstrationen fanden in Düsseldorf und zuletzt in Bonn statt, wo es mehreren tausend Menschen gelang, den Aufmarsch von ca. 300 Rassist*innen durch Blockaden zu verhindern.

Für Montag, den 05.01.2015, hat nun der Kölner Pegida-Ableger “Kögida” einen Aufmarsch in Köln angekündigt. Treffpunkt der Rassist*innen, rechten Hools und Neonazis ist um 18:30 Uhr am Ottoplatz in Köln-Deutz. Organisiert wird das Ganze von bekannten Funktionär*innen extrem rechter Gruppierungen wie “Pro NRW”.

Es ist nicht einmal drei Monate her, dass mehrere tausend rechte Hooligans und Neonazis in Köln randalierten. Wir werden nicht zulassen, dass im Januar wieder ein rassistischer Mob durch Kölns Straßen zieht! Die erfolgreiche Verhinderung des sogenannten Antiislamisierungskongresses im Jahr 2008 und der „Pegida/Bogida“ Demo in Bonn haben gezeigt, wie es geht. Durch entschlossene und vielfältige Aktionen stellen wir uns gegen “Pegida/Kögida”!

Zu diesem Zweck treffen wir uns am 05.01.2015 um 17:30 Uhr

an der Ecke Siegesstrasse/Mindenerstrasse in Köln Deutz

Twitter-Account: twitter.com/forCologne

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Bürgerportal wird zu wirtschaftlichem Totalschaden

02 Januar 2015 von Darian Lambert

Georg Watzlawek und Werner Schmitz-Dietsch geben auf

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iGL das nächste Opfer?

Mit der Einstellung von in-gl.de ist die Medienvielfalt in Bergisch Gladbach geringer geworden. Kleine lokale Angebote haben es von sich aus schwer, sich gegenüber überregionalen Angeboten zu behaupten. Das „iGL Bürgerportal Bergisch Gladbach“ unter in-gl.de und ein damit verbundener Newsletter gaben letztlich nur ein kurzes Gastspiel.

Georg Watzlawek und Werner Schmitz-Dietsch erreichten offensichtlich keine journalistische Qualität, die konkurrenzfähig gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger und anderen auf dem Medienmarkt ist und Bestand haben könnte. Die Leser haben die kostenpflichtigen Angebote von in-gl.de nicht in ausreichender Menge angenommen.

Georg Watzlawek und Werner Schmitz-Dietsch scheinen mit der hinter in-gl.de stehenden Firma „Vor Ort-Medien UG (haftungsbeschränkt)“ gescheitert zu sein. Die letzte veröffentlichte Bilanz von 2011 zeigt, dass in-gl.de lediglich ca. 330 Euro im gesamten Jahr erwirtschaften konnte. Laut Bundesanzeiger stieg die Summe der Verluste (nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag) des verwandten Printmediums „Franzz – Der Bewegungsmelder“ ebenfalls in 2011 auf ca 285.000 Euro. Wie sie auf in-gl.de kundtun, wollen Watzlawek und sein Team „eine Auszeit“ nehmen, um sich Gedanken über ihre weitere Zukunft machen. Doch stehen sie zunächst einmal vor der Aufgabe, bereits gezahlte Abobeiträge wie versprochen in den nächsten Tagen zurück zu erstatten.

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Griechische Pein

29 Dezember 2014 von Dirk Sonntag

Selten wird über Griechenlands Plünderung im „normalen“ Wirtschaftsverkehr gesprochen. Ein Vergleich zwischen heute und gestern zeigt Parallelen. Zur heutigen Situation ein weiterhin aktueller Bericht von Monitor aus 2012 mit griechischen Untertiteln, wie die deutsche Wirtschaft und der deutsche Staat von der „Eurokrise“ kräftig profitiert:

 

 

Eine kurze Zusammenfassung des Textes „Zur Wirtschaftspolitik der deutschen Besatzer in Griechenland 1941-1944, Ausbeutung, die in die Katastrophe mündete“ von Martin Seckendorf zeigt auf, wie die deutsche Wirtschaftspolitik im 2. Weltkrieg Griechenland ruinierte.

 

„Außenhandel“

Parthenon

In der nach dem offenen Raub und Vernichtung bzw. „Übernahme“ griechischer Unternehmen und Banken folgenden Periode wurde die ökonomische Ausnutzung des Landes als Export über den Außenhandel abgerechnet, der auf devisenlosem Verrechnungsverkehr, dem Clearingsystem, basierte, einem kaufmännisch korrekten Anstrich. Da der Abtransport aus Griechenland wert- und mengenmäßig ständig gesteigert wurde, von deutscher Seite aber kaum Gegenlieferungen erfolgten, entstand sehr bald ein Exportüberschuss auf griechischer Seite.  Ab Herbst 1942 war der Bezug von Rohstoffen und Lebensmitteln aus Griechenland wegen der deutschen Schulden im Außenhandel „legal“ nicht mehr möglich. Am 17. September 1942 wurde deshalb die so genannte DEGRIGES von der deutschen Privatwirtschaft gegründet und mit staatlichem Außenhandelsmonopol ausgestattet. Die DEGRIGES manipulierte bei der Verrechnung die Preise. Griechische Ausfuhrgüter nach Deutschland wurden preislich extrem gesenkt und die Preise für deutsche Güter, die nach Griechenland eingeführt werden sollten, stark erhöht. Das hatte vor allem zwei Effekte:
– die deutsche Wirtschaft erreichte sowohl bei der Einfuhr als auch bei der Ausfuhr große finanzielle Vorteile, so genannte „Schleusungsgewinne“
– wegen der künstlichen Preisveränderungen wurde für die deutsche Seite aus 71 Millionen Reichsmark Schulden im Jahr 1942 urplötzlich 20 Millionen Reichsmark Guthaben im Jahr 1943

Besatzungskosten bzw. „Aufbaukosten“

Ab August 1941 musste Griechenland Besatzungskosten zahlen, für die von deutscher Seite der Terminus „Aufbaukosten“ verwendet wurde: 1,021 Mrd. Reichsmark bis Ende 1941, 1942 waren es 2,551 Mrd. Reichsmark. Dem stand ein griechisches Volkseinkommen in Höhe von 756 Millionen Reichsmark gegenüber. So kam es in Griechenland zur höchsten Belastung der Zivilbevölkerung pro Kopf durch Besatzungskosten in allen von Deutschland besetzten Gebieten. Diese Besatzungskosten entsprachen nicht der Bestimmung der Haager Landkriegsordnung, bei der Erhebung von Abgaben die Verhältnismäßigkeit zu den Hilfsquellen des jeweiligen Landes zu wahren. Über diese „Aufbaukosten“ wurden in großem Umfange Ausgaben finanziert, die mit der Besetzung des Landes nichts zu tun hatten.

Auswirkungen

Die griechische Kollaborationsregierung presste die geforderten Leistungen über die Ausdehnung des Banknotenumlaufs aus dem Volk. Bei gleichzeitig sinkender Produktion war eine hohe Inflation und eine zunehmende Verelendung die Folge, das Missverhältnis zwischen Preisen und Löhnen wurde immer größer. Schwere Folgen hatte die deutsche Raubwirtschaft für die Ernährungslage der Griechen. Selbst auf dem Höhepunkt der seit Herbst 1941 einsetzenden Hungerkatastrophe, der mehrere Hunderttausend Menschen zum Opfer fielen, wurden dem Land weiterhin Nahrungsmittel entzogen.

Foto: Parthenon, Fotograf  Onkel Tuca CC BY-SA 3.0 wikicommon

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