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Schildbürgerstreich BELKAW-Vertrag

01 Mai 2014 von Dirk Sonntag

Trotz erheblichen Bedenken aus der Bürgerschaft, – ein Antrag auf Bürgerentscheid ist bereits gestellt -, hat am 30. April die Stadt Bergisch Gladbach 49,9 Prozent des Energieversorgers BELKAW über notarielle Verträge von der Kölner RheinEnergie erworben. Warum die große Koalition von CDU und SPD für diesen überhasteten Kauf, so kurz vor der Kommunalwahl, in einer Höhe von 78 Millionen Euro, welche die hochverschuldete Stadt gar nicht hat, sondern nur über weitere Kredite erhält?

Das „Angebot“ der RheinEnergie habe nur bis zum 30. April gegolten. Ein schönes Argument, denn einmal hört sich das an wie ein Schnäppchen, zweitens wäscht die große Koalition im Rathaus ihre Hände in Unschuld. Kann aber ein so komplexer Vertrag, der sich erst über Jahrzehnte rechnet (oder auch nicht), mit einem Schnäppchenkauf bei Saturn verglichen werden? Der „Lenkungskreis für die Energieversorgung“ tagte über den Vertrag unter Ausschluss der Öffentlichkeit und, laut Matthias Niewels vom Kölner Stadtanzeiger, mit dem gegenseitigen Versprechen, keine Informationen nach außen zu geben. So ganz nebenbei schien auch die Verteilung von Posten eine Rolle gespielt haben.

Den Antrag der Fraktion Linke/BfBB, die Zukunft der Energieversorgung per Bürgerentscheid zu bestimmen, überstimmten Anfang März eine Mehrheit von CDU, FDP, Grüne, Freie Wähler und dem Bürgermeister, mit Enthaltung der SPD und Kiditiative. Man kann über Sinn von Bürgerentscheiden streiten, aber mit einem solchen Beschluss hätte man die notwendige Zeit gewonnen, den Vertragsabschluss noch mal gründlich zu überdenken, und dies in größerer Öffentlichkeit. Die FDP ist sich nicht zu schade, jetzt ihre Jungen Liberalen vorzuschicken, sich gegen den Vertrag auszusprechen, während die gemeinsame Erklärung von SPD und Grünen im Netz nicht mehr aufrufbar ist. Um die Verwirrung komplett zu machen, unterstützt der SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Schubek das Bürgerbegehren gegen den Kauf von Belkaw-Anteilen, obwohl er für den Belkaw-Ankauf sei.

Die Stadtverwaltung bot ab Ende März Informationsveranstaltungen zu dem Thema an. Bürger sollten Gelegenheit haben, zu fragen und zu diskutieren. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt, weil es Verschwiegenheitsverpflichtungen verletzt hätte. Neben dem Kauf einer Minderheitsbeteiligung gab es die Alternative, die Netze von der RheinEnergie zurück zu kaufen und eigene Stadtwerke zu gründen. Gegen diese „Marktverdrängung“ habe die RheinEnergie jedoch Kölner Politiker aus SPD und CDU ausgeschickt, um die Parteikollegen im Bergischen Land davon, nicht immer im freundlichen Umgangston, abzuhalten.

Mehr Demokratie forderte die Stadt Bergisch Gladbach bereits am 15. April auf, bei der Minderheitsbeteiligung am Energieversorger BELKAW eine Rücktrittsklausel mit dem Verkäufer RheinEnergie zu vereinbaren, damit bei einem möglichen positiven Bügerentscheid keine Kosten aus dem Vertragsrücktritt entstehen, die schnell mehrere Hunderttausend Euro erreichen können. Anscheinend ist es aber den Fraktionen im Stadtrat, insbesondere den Grünen und der Linke/BfBB, , einen entsprechenden Antrag zu stellen. Dabei ist Tomás Santillán von den Linken einer der Organisatoren der Bürgerinitiative.

, Fraktionsgeschäftsführer der CDU, sagt ehrlicherweise über die Möglichkeiten der Risikoabschätzung dieses Vertrages: „Es ist uns als ehrenamtliche Ratsmitglieder nicht möglich, für alle Eventualitäten ausgearbeitete Szenarien zu haben.“ Nun kann man nicht bei jedem Stadtrat fundierte betriebswissenschaftliche Kenntnisse erwarten. Aber wenn einem Bürger ein Vertrag angeboten wird, der sehr komplex ist und sich erst über Jahrzehnte rentieren soll (oder auch nicht), und er dabei nicht nur keinen Zugang zu allen Zahlen hat, sondern er auch noch unter Zeitdruck gesetzt wird? Und dabei ein Steuersparmodell angeboten wird, in dem nicht die Stadt selbst sondern die bereits heruntergewirtschafte Bädergesellschaft die Minderheitsanteile der BELKAW erwirbt, damit sie mögliche Gewinne mit ihren Verlusten steuermindernd verrechnen kann? Könnte das nicht nach einem Scheingeschäft riechen, wäre da nicht die einzig vernünftige Entscheidung die Nicht-Entscheidung, die Unterlassungsalternative oder auf gut deutsch: Finger weg?

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai sollte aber von den Bergisch Gladbacher BürgerInnen die Unterlassungsalternative vermieden werden, denn sonst besteht die Gefahr, dass in Bergisch Gladbach diese große Koaliton von CDU und SPD weitere sechs Jahre schaltet und waltet.

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„Bunte“ Wahlen stehen bevor

16 April 2014 von Darian Lambert

Wahlbuero_glEuropa- und Kommunalwahl 2014 in Bergisch Gladbach

Bis zu fünf Stimmzettel können Bergisch Gladbacher Bürgerinnen und Bürger ausfüllen, wenn sie am 25. Mai zur Wahlurne gehen. Europaparlament  und Kreistag werden gewählt, auch die Stadtrats- und Bürgermeisterwahlen finden an diesem Tag statt. Außerdem wählen Ausländer und Eingebürgerte den Integrationsrat der Stadt. Drei Wochen später, am 15. Juni, steht möglicherweise die Fortsetzung des Wahlmarathons an, nämlich dann, wenn es zur Stichwahl der Bürgermeister-kandidaten kommt. Die Organisatoren stehen von einer großen Herausforderung.

Allein 83.700 Wahlberechtigte für die Europawahl leben in Bergisch Gladbach; 41.700 haben im Jahre 2009 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. 90.000 sind es sogar bei der Kommunalwahl; 2009 gingen 50.250 zu den Urnen. Zur Integrationswahl sind in diesem Jahr ca. 13.000 Personen aufgerufen. 2010 gaben insgesamt 309 ihre Stimme ab.

Wahlbenachrichtigungskarte wird durch Brief ersetzt

Statt der altbekannten Wahlbenachrichtigungskarte wird es ab diesem Jahr einen „Wahlbenachrichtigungsbrief“ geben. Der Inhalt entspricht dem Muster der jeweiligen Wahlordnung; im Laufe der Jahre mussten immer mehr Informationen auf der Benachrichtigung untergebracht werden, was eine Schriftverkleinerung zur Folge hatte. Eine Karte wäre zu schwierig zu lesen, nicht nur für ältere Menschen. Aus diesem Grunde hat sich die Stadt gemeinsam mit den am kommunalen Rechenzentrum angeschlossenen Kommunen entschlossen die Informationen als Brief auf DIN A4 zu versenden. Neben den Informationen über die Wahlen und der Angabe des Wahllokals enthält der Brief auch einen QR-Code. Scannt man diesen mit Smartphone oder Tablet-PC ein, erreicht man direkt das städtische Online-Portal zur Beantragung eines Wahlscheins.

Viele Stimmzettel, viele Farben
Wer Briefwahl beantragt, erhält ein ganzes Päckchen von Unterlagen. Je nach Wahl unterscheiden sich die Stimmzettel, aber auch die Wahlscheine und Wahlbriefe voneinander. Um erst gar keine Verwirrung aufkommen zu lassen, verschickt das städtische Wahlbüro die Unterlagen in verschiedenen Umschlägen und separaten Briefen. Die einzelnen Vordrucke sind jeweils farbig gekennzeichnet. Die Farben unterscheiden sich wie folgt:

Europawahl:                        weißer Stimmzettel                 weißer Wahlschein
blauer Stimmzettelumschlag
roter Wahlbrief

Kreistagswahl:               gelber Stimmzettel                 gelber Wahlschein
Ratswahl:                        grüner Stimmzettel                 grüner Stimmzettelumschlag
Bürgermeister:               blauer Stimmzettel                 gelber Wahlbrief

Integrationsrat:                oranger Stimmzettel                 weißer Wahlschein
grauer Stimmzettelumschlag
oranger Wahlbrief

Es werden noch Wahlhelfer gesucht!

Insgesamt 73 Urnenwahllokale in 28 Schulen und sonstigen öffentlichen Gebäuden öffnen am Wahlsonntag ab 8:00 Uhr. An jedem dieser Standorte wird einer der Wahlvorstände auch ein Wählerverzeichnis für die Integrationsratswahl erhalten, sodass der Integrationsrat in 28 Wahllokalen gewählt werden kann.

Die Stimmzettel für die Europawahl werden in einer blauen Europawahlurne gesammelt und die Stimmzettel für die Kommunalwahl in einer grauen Wahlurne. Für den Integrationsrat wird eine separate Wahlurne zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich werden 26 Briefwahlbezirke eingerichtet. Die Briefwahlvorstände ermitteln das Wahlergebnis am Wahltag im Schulzentrum Ahornweg. Das Ergebnis der Integrationsratswahl wird im Stadthaus Konrad-Adenauer-Platz ebenfalls noch am Wahlabend ermittelt.

Jeder Urnenwahlvorstand besteht aus acht, jeder Briefwahlvorstand aus sechs Personen. Zusätzlich bietet das Wahlbüro in sieben Senioren- bzw. Altenwohnheimen die Möglichkeit einer direkten Stimmabgabe am Wahlsonntag an. Insgesamt sucht das Wahlbüro der Stadt Bergisch Gladbach 761 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Noch sind längst nicht alle Positionen besetzt. Freiwillige sind herzlich willkommen und können sich direkt mit dem Wahlbüro, Tel. 02202 142386, E-Mail wahlbuero@stadt-gl.de in Verbindung setzen.

Barrierefreie Wahl

Jedes Gebäude, in dem ein Wahlvorstand untergebracht ist, verfügt über einen barrierefreien Zugang. Informationen darüber kann das Wahlbüro unter 02202-14 2888 geben. Zusätzlich ist sowohl auf der städtischen Homepage als auch im Wahllokal eine Information über die Wahl in leichter Sprache verfügbar. Menschen mit Sehbehinderungen können die Stimmzettel für Europa- und Kommunalwahl ohne fremde Hilfe ausfüllen.  Neben den bekannten Blindenschablonen wird erstmalig auch für die Kommunalwahl eine Hilfe bereitgestellt, die bei den Blinden- und Sehbehindertenvereinen angefordert werden kann.

Neue Wahllokale in Refrath: Statt KGS Steinbreche zur Wilhelm-Wagener-Schule

Die Stimmbezirke 015-1, 015-2, 015-3 und 018-1, die bisher in der Katholischen Grundschule An der Steinbreche untergebracht werden, werden ab diesem Jahr in der gegenüberliegenden Wilhelm-Wagener-Schule untergebracht. Die Wählerinnen und Wähler können ihren vertrauten Weg weitestgehend beibehalten. Auch hier sind alle Wahllokale barrierefrei erreichbar.

Neue Direktwahlbüros: in jedem Zentrum eins

Ab dem 28. April können Wählerinnen und Wähler auch vorab wieder ihre Stimme abgeben. Ein Service, der ankommt: Bei der letzten Bundestagswahl haben mehr als 5.000 Wahlberechtigte von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Deshalb wird der Service nun ausgeweitet und in jedem der drei größeren Zentren im Stadtgebiet ein Direktwahlbüro eingerichtet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wahlbüros sind bei der „Farbauswahl“ behilflich, so dass die Stimmzettel ganz sicher im richtigen Umschlag und in der richtigen Urne landen. Diese Hilfestellung sollte man in jedem Fall in Anspruch nehmen, denn bei der letzten Bundestagswahl waren über 200 Briefwahlstimmen ungültig.

Die Adressen und Öffnungszeiten der Direktwahlbüros
Stadtmitte: Am Alten Pastorat 19, Grüne Ladenstraße
Bensberg: Schloßstraße 46-48, neben Stadtbücherei Bensberg
Refrath: Am Kirchplatz 20, Café Credo – St. Johann Baptist
Alle Direktwahlbüros sind barrierefrei (das in Bensberg nur während der Öffnungszeiten der Bücherei über den Außenfahrstuhl).
Geöffnet haben die drei Büros montags bis freitags von 9:00  bis 18:00 Uhr und samstags von 9:00 bis 12:00 Uhr.

Wahlfahrplan: Nach Ostern beginnt die heiße Phase

Bis zum Wahltermin geht es nun Schlag auf Schlag mit den Schritten zur Vorbereitung. Viele Schritte sind noch zu tun, aber auch die Bürgerinnen und Bürger haben teilweise noch Verpflichtungen, was ihre Anmeldung zur Wahl betrifft. Das sind die wichtigsten Termine:

20.04.2014        Anlegen der Wählerverzeichnisse
28.04.2014        Verteilung der Wahlbenachrichtigungsbriefe an die Wählerinnen und Wähler
Spätestens bis zum 04.05.2014 müssen die Wahlbenachrichtigungen verteilt sein.
04.05.2014        spätester Termin, bis zu dem sich Unionsbürger in das Wählerverzeichnis eintragen lassen können.
13.05.2014        spätester Termin, bis zu dem sich Eingebürgerte in das Wählerverzeichnis für die Integrationsratswahl eintragen lassen können.

Achtung: Unionsbürger und Eingebürgerte sind nicht automatisch wahlberechtigt, sondern sie müssen sich in das hiesige Wählerverzeichnis eintragen lassen. Dazu ist ein Gang zum Wahlbüro erforderlich.

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„Bürgerbeteiligung“ am Lärmaktionsplan

11 April 2014 von Dirk Sonntag

Was hier von der Stadt Bergisch Gladbach als „Bürgerbeteiligung“ verkauft wird, entpuppt sich bei genaueren Hinsehen als informeller Fragebogen. Trotzdem sollte die Chance nicht ausgelassen werden, die Stadt auf dringend erforderliche Lärmschutzmassnahmen hinzuweisen. Dazu haben die Bürger Bergisch Gladbachs noch bis Ende April Zeit.

Je mehr Bürger den Fragebogen ausfüllen, desto größer sind die Chancen, dass die Politik das Thema Lärm energischer anpackt, sagt Dipl.-Ing. Stephan Schmickler, Geschäftsführer der Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach mbH und Erster Beigeordneter und Stadtbaurat der Stadt Bergisch Gladbach.

Über 4000 Bergisch Gladbacher sind von übermäßigen Lärm betroffen, besonders an Hauptverkehrsstraßen. Den Lärm mildern können zum Beispiel mehr Bäume oder Beete an Straßen, moderne Straßenbeläge, Tempolimits oder Lärmschutzwälle.

Frank Samirae, dessen Bürgerpartei GL die Mitwirkung der Gladbacher Bürger in kommunalen Angelegenheiten fordert, hält den Fragebogen für einen Schritt in die richtige Richtung: „Wir werden nach der Wahl der Stadt auf die Finger gucken, dass die Ergebnisse der Umfrage auch umfassend beim Lärmaktionsplan umgesetzt werden.“

Hier geht es direkt zum Fragebogen. Anregungen und Kommentare können auch postalisch oder per E-Mail abgeben werden:

Stadt Bergisch Gladbach
FB 7-36 Umweltschutz
Postfach 20 09 20
51439 Bergisch Gladbach

LAP@stadt-gl.de

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Zwölf Parteien und Wählergruppen gehen bei Kreistagswahl an den Start

10 April 2014 von Darian Lambert

Rheinisch-Bergischer Kreis. Für die Vorschläge zur Kreistagswahl am 25. Mai gab der Wahlausschuss auf seiner Sitzung am Donnerstagabend grünes Licht. Wahlleiter und Kreisdirektor Dr. Erik Werdel stellte fest, dass alle Bewerber in einer Mitglieder- oder Vertreterversammlung gewählt wurden. Alle Parteien und Wählergruppen reichten zudem ihre Unterlagen vollständig ein. Lediglich ein Kandidat konnte nicht zugelassen werden, da die notwendige Zustimmungserklärung des Aspiranten fehlte.

Insgesamt zwölf Wahlvorschläge gingen bis zum Stichtag am 7. April beim Abstimmungsleiter ein. In allen 27 Kreiswahlbezirken treten CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FREIE WÄHLER, DIE LINKE, Demokrative 14, Bürgerpartei GL und AfD an. Nur vor Ort treten das Bürgerforum Wermelskirchen, die Bürgerliste Witzhelden/Leichlingen und das Bündnis für Burscheid an.

Hinter diesen Wahlvorschlägen stehen viele Kandidaten. Bei der Stimmabgabe bewerben sich in den 27 Wahlbezirken insgesamt 252 Personen. Beim letzten Urnengang im Jahr 2009 waren es noch 214 gewesen, was einer Steigerung von 17 Prozent entspricht. Auf den Reservelisten der Parteien tummeln sich 238 Menschen – zehn weniger als bei der letzten Abstimmung im Kreis. Der jüngste Kandidat wurde 1995 geboren. Bereits 84 Jahre alt ist die älteste Bewerberin.

Damit ihre Reservelisten zugelassen werden, mussten die Wählergruppen Bürgerliste Witzhelden Leichlingen, Bürgerpartei GL und AfD mindestens 100 Unterstützerunterschriften beibringen, was ihnen gelang. 10 bis 20 Unterstützerunterschriften, abhängig von der Einwohnerzahl des jeweiligen Wahlbezirks, mussten von Bürgerliste Witzhelden Leichlingen, Bürgerpartei GL, AfD und Bündnis für Burscheid für ihre Direktkandidaten eingereicht werden. Auch dies klappte. Unterstützerunterschriften mussten alle Parteien und Wählergruppen beibringen, die nicht ununterbrochen im Kreistag, im Landtag oder im Bundestag vertreten waren.

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Bürgerpartei GL tritt in allen Städten des Rheinisch-Bergischen Kreises zur Kreistagswahl am 25. Mai 2014 an

09 April 2014 von Darian Lambert

bglimrbkDie Bürgerpartei GL wird sich am 25. Mai 2014 in allen acht Städten und Gemeinden des Rheinisch-Bergischen Kreises an den Kreiswahlen und in ganz Bergisch Gladbach an den Ratswahlen beteiligen. In Kürze werden auch die Mitbewerber bekannt gegeben werden.

Die Bürgerpartei GL beteiligt sich zum ersten Mal an den Kommunalwahlen. Die Bürgerpartei GL dankt allen Bürgern, die mit einer Unterstützungsunterschrift die Wahlzulassung ermöglicht haben. Zu den prominentesten Unterstützern zählt Heinz Weikert, Präsident der Karnevalsgesellschaft Bensberger Garde Schwarz-Weiss.
Für Frank Samirae, Spitzenkandidat der Bürgerpartei in Bergisch Gladbach, ist es das oberste Gebot, dass die Menschen in unserer Heimat gut arbeiten und gut leben können. Hierzu bedarf es eines Politikwechsels in fast allen Bereichen der Kommunalpolitik. Dabei müssen die Belange der Bürger mehr in die Kommunalpolitik einbezogen werden.

 

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Verschleierter Energie-Deal in Bergisch Gladbach

03 April 2014 von Darian Lambert

Eine Koalition zwischen CDU und SPD wird in Bergisch Gladbach vorbereitet. Aber vor der Kommunalwahl will man dies nicht allzu laut äußern und noch schnell die „Schäfchen“ bei dem „Stadtwerke-Deal“ ins Trockene bringen. Dabei bleibt am Ende wahrscheinlich einer wieder auf der Strecke: Der Bürger. Er wird gezielt desinformiert.

Ungewöhnliches tut sich in der Politik in Bergisch Gladbach. CDU und SPD wollen gemeinsam beschließen sich an der BELKAW zu beteiligen. Dabei sollen 80 MIO Euro neue Schulden aufgenommen werden. Den Bürgern will man dabei nicht zu viel verraten und greift zu unsauberen Tricks. In der ersten Veranstaltung zur Bürgerinformation präsentierte man mehrere Varianten wie man sich mit Unterschiedlichen Partnern an  Stadtwerken beteiligen oder solche gründen kann. Wir fassen die Varianten kurz zusmmen in Stichworten:

1. BELKAW – Beteiligung
2. Eigene Stadtwerke (mit Hilfe der Stadtwerke Aachen)
3. Schwäbisch Hall Deal
4. Keine Investition

Dabei kann der Bürger selbst kaum vergleichen. Die Kennziffern werden nicht richtig genannt. Bei der Variante 1 wird dem Bürger der sog. Barwert genannt, d.h. der Mehrwert aus der Investition zum heutigen Teitpunkt (abgezinst). Der Abzinsfaktor wird dabei nicht genau genannt, auch nicht wie man den Barwert genau berechnet hat. Bei der Variante 2 (Stadtwerke mit Hilfe der Aachener) wird eine Rendite von ca 6%  genannt. Die Investitionssumme ist hier geringer, daher auch der Barwert aber auch das Risiko. Bei Variante 3 kommt niemand von der Schwäbisch Hall mehr zu den Informationsveranstaltungen Begründung: „Es handele sich um Schein Veranstaltungen.“ Der Deal stünde somit fest.

CDU und SPD wollen für Variante 1 Stimmen. Alle anderen Parteien und eine vielzahl von Bürger-Gruppierungen will unter den Umständen nicht investieren und wählt somit Variante 4.

Nicht zu vergessen ist auch: Bei allen Deal-Varianten ist der angebotene Energiemix sehr umweltschädlich. Der Anteil an erneuerbaren Energien ist sehr gering.

info-energieversorgung

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Heinz Weikert unterstützt Bürgerpartei GL

29 März 2014 von Darian Lambert

In Bergisch Gladbach muss es wieder ein attraktives Nightlife geben. Heinz Weikert, Präsident der Karnevalsgesellschaft Bensberger Garde Schwarz-Weiss, sowie des Regionalverbandes Rhein-Berg im Bund Deutscher Karneval und Frank Samirae, Vorsitzender der Bürgerpartei GL, sind sich darüber einig: „Ziel ist es, das Freizeitangebot unter anderem mit zwei Diskotheken oder Kulturzentren in Bergisch Gladbach wieder attraktiv zu machen“.

Heinz Weikert gab der Bürgerpartei GL eine Unterstützungsunterschrift für die Kommunalwahlwahl am 25. Mai 2014. Weikert hat bereits öfters seinen Ummut über die unattraktive Fußgängerzone in Bensberg geäußert und wünscht sich, dass in Bergisch Gladbach der Finanzhaushalt deutlich verbessert, das Schulangebot modernisiert, und eine Mehrzweckhalle für Veranstaltungen gebaut wird.

Frank Samirae stimmt dem zu: „Die Bürgerpartei GL hat bereits erste Standorte für das neue Gladbacher Nightlife untersucht. Auch eine größere Hochschule in Bergisch Gladbach ist erwünscht. Junge Leute bringen Leben in unsere Stadt und Bergisch Gladbach kann zu alter Stärke zurückfinden. Dafür werden wir uns im Stadtrat einsetzen.“

heinz-weikert-buergerpartei

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Zukunftschancen beim Girls’ Day und Boys’ Day 2014

27 März 2014 von Darian Lambert

… in der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach

„In Vorbereitung auf die Berufsorientierung wollen wir Mädchen mit Freude an technischen und techniknahen Berufen Mut machen, ihren Talenten und Neigungen zu folgen. 9 Produktbereiche der städtischen Verwaltung öffneten ihre Türen, um interessierten Mädchen anhand von praktischen Übungen in Werkstätten, Büros und Außeneinsatzorten zu demonstrieren, wie spannend und vielseitig diese Arbeit sein kann“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Michaela Fahner. Zunehmend fehlt Betrieben im techniknahen Bereich qualifizierter Nachwuchs, was für interessierte Mädchen ein wichtiger Anreiz sein kann, mit Mädchenpower eine entsprechende Ausbildung anzustreben.

Darum wurde am diesjährigen Girls Day, den 27. März 2014, den Mädchen der Klassen 5 bis 13 zum elften Mal in Bergisch Gladbach einiges geboten.

Bürgermeister Lutz Urbach begrüßte 50 Teilnehmerinnen in der Villa Zanders. Anschließend schwärmten die Mädchen in kleineren Gruppen zu den Angeboten in der Stadtverwaltung. Die Ansprechpartner/-innen vor Ort beantworteten den Mädchen alle Fragen zum ausgesuchten Berufsbild. Die Schülerinnen konnten dabei – egal ob es um Umweltprüfmethoden, KFZ-Reparaturen, Stadtplanung oder den Einsatz bei der Feuerwehr ging – vieles selber ausprobieren und sich ein eigenes Bild von technischen und handwerklichen Berufen machen. Praktische Arbeiten standen in allen Bereichen im Vordergrund.

Bei der Feuerwehr konnten die Mädchen das Gefühl eines Einsatzes im Korb der Drehleiter eines Einsatzfahrzeuges erleben und anschließend am Boden selbst einen Löschvorgang simulieren. Im Bereich Umweltschutz untersuchten Mädchen Bodenproben zur Prüfung der Bebaubarkeit eines Geländes. Beliebt war auch wieder die technische Messung des Verkehrslärms.

Die Stadt Bergisch Gladbach bietet neben der klassischen Verwaltungslaufbahn viele Ausbildungen und Abschlüsse im technischen Bereich wie Kfz-Mechatroniker/-in oder Fachkraft für Abwassertechnik an und bildet auch vor Ort aus. Fragen dazu beantwortet der Ausbildungsleiter, Dirk Prinz, Tel. 02202/14-2887.

Besonders stolz ist die Stadtverwaltung, dass zur Zeit 30% der gewerblich/technischen Ausbildungsberufe mit Mädchen besetzt sind. Im letzten Jahr waren es noch 23%.

Zeitgleich trafen sich, begleitet durch den Leiter der Aus- und Fortbildung, Herr Prinz, sieben Jungen zum Boys’ Day. Sie besuchten verschiedene Arbeitsbereiche des mittleren Dienstes, z.B. im Bürgerbüro, in der Pressestelle und in der Sportverwaltung.

Bilder vom Girls‘ Day:
So nah dran kommt man nicht alle Tage.
Die Mädchen bei der Feuerwehr

Bilder vom Boys‘ Day:
Torsten Drolshagen erklärt den Jungs seine Arbeit im Bürgerbüro.
v.l.: (Tim Heppekausen, Sebastian Eckhardt, Jan Stephani, Vincent Wellstein, Fabian Schwamborn, Elias Nadar, Simon Groß, Lukas Ruge, Torsten Drolshagen

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Bürgerantrag Snowden Straße in Köln vorläufig abgelehnt

22 März 2014 von Dirk Sonntag

Ob­wohl die Be­zirks­vertretung Köln-Chorweiler gestern in ihrer Beratung nicht an den Richtlinien der Kölner Stadtverwaltung gebunden war, hat sie den Bürgerantrag einer Um­be­nen­nung der Me­ri­an­stra­ße, an der sich das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz be­fin­det, in „Edward-Snowden-Straße“ abgelehnt. Der Bürgerantrag, der reges Interesse der lokalen Medien und des WDR hatte, und auch in der Süddeutschen Zeitung erwähnt wurde, kann mit dem Mittel des Bürgerbegehren oder einem Antrag im Stadtrat von Köln doch noch zu einem Erfolg werden. Unterstützt wird er von den Piraten Köln, dem Kölner Ortsverein der Partei „Die Partei“ von Martin Sonneborn (Titanic) und der Bürgerpartei GL.

Ein youtube-Remix der WDR-Sendung „Lokalzeit Köln“:

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Stadtwerke oder BELKAW-Beteiligung?

21 März 2014 von Darian Lambert

Zwei weitere Informationsveranstaltungen zur Neuausrichtung der Energieversorgung:

Mittwoch, 26. März 2014, 19.00 Uhr im Bürgerhaus Bergischer Löwe und
Donnerstag, 3. April, 17.00 Uhr in der Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums

Bereits am 18. Februar hatten Bürgermeister Lutz Urbach, die im Rat vertretenen Parteien und die beauftragten Beraterbüros im Bürgerhaus Bergischer Löwe zum Thema Neuausrichtung der Bergisch Gladbacher Energieversorgung informiert. Es kam zu einem kleinen Skandal, da man sich beim errechneten Gewinn um ca. ein Drittel verrechnet hatte.

Aufgrund der massiven Kritik hat die Stadt Bergisch Gladbach sich augenscheinlich überlegt, vor der Beschlussfassung des Stadtrates die Bürgerinnen und Bürger über den letzten Stand der Dinge in Kenntnis zu setzen.

Die Stadt Bergisch Gladbach bietet deshalb zwei weitere Informationsveranstaltungen an – eine in der Stadtmitte und eine in Bensberg, um möglichst viele Interessierte erreichen zu können. Als Termine sind angesetzt:
Mittwoch, 26. März 2014, 19.00 Uhr im Bürgerhaus Bergischer Löwe und
Donnerstag, 3. April, 17.00 Uhr in der Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums.

Diesmal sind auch die Vertreter der einzelnen Bieter (Stadtwerke Schwäbisch Hall, Stadtwerke Aachen/STAWAG, Rheinenergie) eingeladen, die anhand von fünf Fragen kurz und knackig die Besonderheiten und Vorteile ihres Angebotes vorstellen sollen. Die Bieter sind außerdem aufgefordert, möglichst klare Daten und Zahlen auf den Tisch zu legen, aus denen sich ein nachvollziehbares Bild über Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der einzelnen Angebote ergibt. Moderiert werden beide Veranstaltungen von Prof. Dr. Dieter Oesterwind, Fachhochschule Düsseldorf, einem ausgewiesenen Fachmann in Sachen Energieversorgung und Stadtwerke. Vorgesehen ist außerdem wieder die Teilnahme der externen Berater des Büros smm, die als Experten Frage und Antwort stehen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Informationsveranstaltungen zu besuchen, sich zu informieren und Fragen an die Bieter, Experten und städtischen Vertreter zu stellen. Im Vorraum der Veranstaltungsorte werden die Teilnehmer an den Veranstaltungen einen Stand finden, an dem sie vor Beginn der Veranstaltung ihre Fragen formulieren können, die Ihnen wichtig sind. Der Moderator wird dann die Themen bündeln und die Beantwortung der Fragen veranlassen.

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