Archiv | Politik

Zukunftschancen beim Girls’ Day und Boys’ Day 2014

27 März 2014 von Darian Lambert

… in der Stadtverwaltung Bergisch Gladbach

„In Vorbereitung auf die Berufsorientierung wollen wir Mädchen mit Freude an technischen und techniknahen Berufen Mut machen, ihren Talenten und Neigungen zu folgen. 9 Produktbereiche der städtischen Verwaltung öffneten ihre Türen, um interessierten Mädchen anhand von praktischen Übungen in Werkstätten, Büros und Außeneinsatzorten zu demonstrieren, wie spannend und vielseitig diese Arbeit sein kann“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Michaela Fahner. Zunehmend fehlt Betrieben im techniknahen Bereich qualifizierter Nachwuchs, was für interessierte Mädchen ein wichtiger Anreiz sein kann, mit Mädchenpower eine entsprechende Ausbildung anzustreben.

Darum wurde am diesjährigen Girls Day, den 27. März 2014, den Mädchen der Klassen 5 bis 13 zum elften Mal in Bergisch Gladbach einiges geboten.

Bürgermeister Lutz Urbach begrüßte 50 Teilnehmerinnen in der Villa Zanders. Anschließend schwärmten die Mädchen in kleineren Gruppen zu den Angeboten in der Stadtverwaltung. Die Ansprechpartner/-innen vor Ort beantworteten den Mädchen alle Fragen zum ausgesuchten Berufsbild. Die Schülerinnen konnten dabei – egal ob es um Umweltprüfmethoden, KFZ-Reparaturen, Stadtplanung oder den Einsatz bei der Feuerwehr ging – vieles selber ausprobieren und sich ein eigenes Bild von technischen und handwerklichen Berufen machen. Praktische Arbeiten standen in allen Bereichen im Vordergrund.

Bei der Feuerwehr konnten die Mädchen das Gefühl eines Einsatzes im Korb der Drehleiter eines Einsatzfahrzeuges erleben und anschließend am Boden selbst einen Löschvorgang simulieren. Im Bereich Umweltschutz untersuchten Mädchen Bodenproben zur Prüfung der Bebaubarkeit eines Geländes. Beliebt war auch wieder die technische Messung des Verkehrslärms.

Die Stadt Bergisch Gladbach bietet neben der klassischen Verwaltungslaufbahn viele Ausbildungen und Abschlüsse im technischen Bereich wie Kfz-Mechatroniker/-in oder Fachkraft für Abwassertechnik an und bildet auch vor Ort aus. Fragen dazu beantwortet der Ausbildungsleiter, Dirk Prinz, Tel. 02202/14-2887.

Besonders stolz ist die Stadtverwaltung, dass zur Zeit 30% der gewerblich/technischen Ausbildungsberufe mit Mädchen besetzt sind. Im letzten Jahr waren es noch 23%.

Zeitgleich trafen sich, begleitet durch den Leiter der Aus- und Fortbildung, Herr Prinz, sieben Jungen zum Boys’ Day. Sie besuchten verschiedene Arbeitsbereiche des mittleren Dienstes, z.B. im Bürgerbüro, in der Pressestelle und in der Sportverwaltung.

Bilder vom Girls‘ Day:
So nah dran kommt man nicht alle Tage.
Die Mädchen bei der Feuerwehr

Bilder vom Boys‘ Day:
Torsten Drolshagen erklärt den Jungs seine Arbeit im Bürgerbüro.
v.l.: (Tim Heppekausen, Sebastian Eckhardt, Jan Stephani, Vincent Wellstein, Fabian Schwamborn, Elias Nadar, Simon Groß, Lukas Ruge, Torsten Drolshagen

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Bürgerantrag Snowden Straße in Köln vorläufig abgelehnt

22 März 2014 von Dirk Sonntag

Ob­wohl die Be­zirks­vertretung Köln-Chorweiler gestern in ihrer Beratung nicht an den Richtlinien der Kölner Stadtverwaltung gebunden war, hat sie den Bürgerantrag einer Um­be­nen­nung der Me­ri­an­stra­ße, an der sich das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz be­fin­det, in „Edward-Snowden-Straße“ abgelehnt. Der Bürgerantrag, der reges Interesse der lokalen Medien und des WDR hatte, und auch in der Süddeutschen Zeitung erwähnt wurde, kann mit dem Mittel des Bürgerbegehren oder einem Antrag im Stadtrat von Köln doch noch zu einem Erfolg werden. Unterstützt wird er von den Piraten Köln, dem Kölner Ortsverein der Partei „Die Partei“ von Martin Sonneborn (Titanic) und der Bürgerpartei GL.

Ein youtube-Remix der WDR-Sendung „Lokalzeit Köln“:

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Stadtwerke oder BELKAW-Beteiligung?

21 März 2014 von Darian Lambert

Zwei weitere Informationsveranstaltungen zur Neuausrichtung der Energieversorgung:

Mittwoch, 26. März 2014, 19.00 Uhr im Bürgerhaus Bergischer Löwe und
Donnerstag, 3. April, 17.00 Uhr in der Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums

Bereits am 18. Februar hatten Bürgermeister Lutz Urbach, die im Rat vertretenen Parteien und die beauftragten Beraterbüros im Bürgerhaus Bergischer Löwe zum Thema Neuausrichtung der Bergisch Gladbacher Energieversorgung informiert. Es kam zu einem kleinen Skandal, da man sich beim errechneten Gewinn um ca. ein Drittel verrechnet hatte.

Aufgrund der massiven Kritik hat die Stadt Bergisch Gladbach sich augenscheinlich überlegt, vor der Beschlussfassung des Stadtrates die Bürgerinnen und Bürger über den letzten Stand der Dinge in Kenntnis zu setzen.

Die Stadt Bergisch Gladbach bietet deshalb zwei weitere Informationsveranstaltungen an – eine in der Stadtmitte und eine in Bensberg, um möglichst viele Interessierte erreichen zu können. Als Termine sind angesetzt:
Mittwoch, 26. März 2014, 19.00 Uhr im Bürgerhaus Bergischer Löwe und
Donnerstag, 3. April, 17.00 Uhr in der Aula des Albertus-Magnus-Gymnasiums.

Diesmal sind auch die Vertreter der einzelnen Bieter (Stadtwerke Schwäbisch Hall, Stadtwerke Aachen/STAWAG, Rheinenergie) eingeladen, die anhand von fünf Fragen kurz und knackig die Besonderheiten und Vorteile ihres Angebotes vorstellen sollen. Die Bieter sind außerdem aufgefordert, möglichst klare Daten und Zahlen auf den Tisch zu legen, aus denen sich ein nachvollziehbares Bild über Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der einzelnen Angebote ergibt. Moderiert werden beide Veranstaltungen von Prof. Dr. Dieter Oesterwind, Fachhochschule Düsseldorf, einem ausgewiesenen Fachmann in Sachen Energieversorgung und Stadtwerke. Vorgesehen ist außerdem wieder die Teilnahme der externen Berater des Büros smm, die als Experten Frage und Antwort stehen.

Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Informationsveranstaltungen zu besuchen, sich zu informieren und Fragen an die Bieter, Experten und städtischen Vertreter zu stellen. Im Vorraum der Veranstaltungsorte werden die Teilnehmer an den Veranstaltungen einen Stand finden, an dem sie vor Beginn der Veranstaltung ihre Fragen formulieren können, die Ihnen wichtig sind. Der Moderator wird dann die Themen bündeln und die Beantwortung der Fragen veranlassen.

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Verfassungssschutz bald an „Snowden-Straße“?

20 März 2014 von Darian Lambert

Die Adresse des Bundesamt für Verfassungsschutz ist in Köln vielleicht bald Edward Snowden Straße 100. Zum Snowden Antrag berichtet aus Köln LIVE im WDR Radio Herr Prof. Dr.  Frank Überall.

Es wird in der Bezirksvertretung Chorweiler heute ab 17 Uhr öffentlich heiss diskutiert, ob die Merianstraße in Edward Snowden Str. umbenannt werden soll. Straßennamen nach lebenden Persönlichkeiten zu benennen, wird von der Verwaltung abgeraten. Die Bezirksvertretung ist aber daran nicht gebunden und sie wird eigenverantwortlich in dieser Sitzung entscheiden.

Der US-amerikanische Whistleblower und ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden enthüllte Anfang Juni 2013, wie die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich in großem Umfang die Telekommunikation und das Internet global und verdachtsunabhängig überwachen. Es wurden zahlreiche führende Politiker abgehört. Weiterhin kamen Argumente der deutschen Industrie, das erhebliche Wirtschaftsspionage getätigt wurde und dies wohl auch weiterhin so geschieht. Und ganz wichtig, die erheblichen Beeinträchtigungen der persönlichen Privatsphäre jeden einzelnen Bürgers.

Edward Snowden kann eine Vorbildfunktion, auch für die Angestellten unseres Verfassungsschutzes haben. Mit der Umbenennung der Straße sollten wir ihn für sein nicht ungefährliches Engagement und seinen Einsatz für die Privatsphäre, als Vorbild ehren.


Donnerstag, den 20.03.2014, ab 17 Uhr

Öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung im großen Saal des
Bürgerzentrums Chorweiler, Pariser Platz 1, 50765 Köln

Zeitgleich ist eine Demonstration ab 16 Uhr bis 22 Uhr angesetzt,
wo Bürger, Organisationen und Parteien ihre Meinung kundgeben können.

edward-snowden-str

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Tag der Vereinten Nationen gegen Rassismus

17 März 2014 von Darian Lambert

Wann: Freitag, 21.03.2014, 12.35 Uhr
Wo: Moschee, Refrather Weg 24, 51465 Bergisch Gladbach

Anlässlich des Tages der Vereinten Nationen gegen Rassismus, lädt Bürgermeister Lutz Urbach am Freitag, den 21. März um 12.35 in die Moschee am Refrather Weg ein.
Der Programmablauf sieht nach der Begrüßung durch Herrn Aksu und der offiziellen Ansprache des Bürgermeisters ein ca. 20-minütiges Mittagsgebet vor. Anschließend besteht die Möglichkeit sich bei türkischem Tee gemeinsam auszutauschen.
Der Tag der Vereinten Nationen gegen Rassismus wird deutschlandweit von Jürgen Miksch, Mitglied des interkulturellen Rates in Deutschland, initiiert und organisiert.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Veranstaltung zu besuchen

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Umbenennung der Merianstraße in Edward-Snowden-Straße

16 März 2014 von Darian Lambert

Beratung der Bezirksvertretung Chorweiler über die Petition

Donnerstag, den 20.03.2014, ab 17 Uhr
Großer Saal des Bürgerzentrums Chorweiler,
Pariser Platz 1
50765 Köln

Obwohl die Bezirksverwaltung sich gegen eine Umbenennung der Merianstraße, an der sich das Bundesamt für Verfassungsschutz befindet, ausspricht, ist die Bezirksvertretung Chorweiler an diese Empfehlung nicht gebunden. Die Bezirksvertretung entscheidet eigenverantwortlich in ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, den 20.03.2014.

Der Antragsteller, der auf der Sitzung sein Anliegen erläutern wird, ist zuversichtlich: „Chorweiler hat die einmalige Chance, über die lokale Ebene ein bundesweites Zeichen für den Schutz des Grundgesetzes Artikel 10, dem Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, zu setzen.“ Der US-amerikanische Whistleblower und ehemalige Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden enthüllte Anfang Juni 2013, wie die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich seit spätestens 2007 in großem Umfang die Telekommunikation und das Internet global und verdachtsunabhängig überwachen. Es wurden zahlreiche führende Politiker, unter anderem auch die Bundeskanzlerin Frau Merkel, abgehört und teilweise in deren E-Mail-Konten eingedrungen. Im Verlauf der Affäre berichteten Medien auch über Wirtschaftsspionage. Deshalb hat Edward Snowden eine große Vorbildfunktion für unseren Verfassungsschutz. Mit der Umbenennung der Straße wollen wir der Bundesbehörde
Leistungsansporn und Motivation geben, ihren gesetzlichen Aufgaben gewissenhaft nachzukommen.

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Laura Poitras / Praxis Films

Veranstaltung mit Lucas Zeise in Köln

08 März 2014 von Dirk Sonntag

Mon­tag, den 17. März, 19.​30 Uhr, Alte Feu­er­wa­che, Gro­ßes Forum, Mel­chi­or­stra­ße 3, 50670 Köln
Ver­an­stal­ter: Bür­ger­zen­trum Alte Feu­er­wa­che und Oc­cu­py Co­lo­gne

Nach­dem wir in Köln im ver­gan­ge­nen Jahr weit­rei­chen­de Kür­zun­gen haben ab­mil­dern kön­nen, droht nach der Kom­mu­nal-​ und Eu­ro­pa­wahl am 25. Mai eine neue Spar­wel­le.

Lucas Zeise, vor­mals Kom­men­ta­tor der Fi­nan­ci­al Times Deutsch­land, un­ter­sucht die eu­ro­päi­sche Fi­nanz­ar­chi­tek­tur, ihre Um­ver­tei­lungs­ef­fek­te vor dem Hin­ter­grund der Ent­wick­lung der Krise und die Fol­gen für die Ge­mein­de­fi­nan­zen.

Se­hens­wert die­ses youtu­be-​Vi­deo mit Lucas Zeise „Geld: der ver­track­te Kern des Ka­pi­ta­lis­mus“

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Tag der Archive 2014

24 Februar 2014 von Darian Lambert

Wann:        Am Sonntag, dem 9. März 2014 von 11 bis 16 Uhr
Wo: Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Hauptstraße 310, 51465 Bergisch Gladbach

Tag der offenen Tür im Stadtarchiv Bergisch Gladbach gewährt verborgene Einblicke

Am Sonntag, dem 9. März 2014 findet bundesweit zum siebten Mal der Tag der Archive statt. Auch das Stadtarchiv Bergisch Gladbach lädt mit einem Tag der offenen Tür interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, die Archivräume zu besuchen. Von 11 bis 16 Uhr bieten Führungen Einblicke in die – sonst für Besucher nicht zugänglichen – Magazinräume. Von historischen Fotos, Luftbildern und Lokalzeitungen können individuelle Ausdrucke angefertigt werden. Vom Stadtarchiv herausgegebene Bücher zur Stadtgeschichte liegen zum Verkauf aus.

Der alle zwei Jahre vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare ausgerufene Tag der Archive will Schwellenängste vor Archiven abbauen und Archive als lokalhistorische Informationszentren im öffentlichen Bewusstsein verankern. Das Motto des diesjährigen Tages der Archive lautet „Frauen – Männer – Macht“. In zwei Vitrinen visualisiert das Stadtarchiv Bergisch Gladbach, mit ausgewählten Archivdokumenten das spannungsreiche Verhältnis von Frauen zu politischer und wirtschaftlicher Macht im lokalen Umfeld.

Die Bergisch Gladbacher Papierfabrikantin Maria Zanders (1839-1904) ist eines der thematisierten Beispiele, der Lebensweg der vor 1945 rassisch verfolgten Sozialdemokratin und Ratsfrau Ilse Edelmann (1905-2009) ein anderes. Zu Ehren der Persönlichkeit von Maria Zanders, deren Geburtstag sich am 9. März 2014 zum 175. Mal jährt, wird dieser Tag auch im Kulturhaus Zanders an der Hauptstraße 267-269 mit einer Ausstellung gewürdigt. Gezeigt werden Archivdokumente und Fotos (15 bis 18 Uhr). Des Weiteren soll eine Lesung (16 Uhr) das Leben der Witwe, Mutter, Fabrikantin, Kunstfreundin und Mäzenin auch dort nachvollziehbar machen.

Weitere Informationen zum Tag der Archive finden Sie unter www.tagderarchive.de.

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Afghanistan – Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg von und mit Ursula Meissner

24 Februar 2014 von Darian Lambert

Am 16. März 2014 um 18:00 Uhr veranstalten die Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. und der Stadtverband Eine Welt e.V. eine Lesung im Ratssaal Bensberg zum immer wieder aufwühlenden Thema Afghanistan und laden herzlichst ein.

Die Autorin Ursula Meissner wird dort aus ihrem Buch „AFGHANISTAN – Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg“ lesen, berichten und Fragen beantworten. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Petra Christine Schiefer vom Kulturserver NRW.

Ursula Meissner arbeitete zunächst im ZDF-Studio Südostasien und später als freie Fotoreporterin in Kriegs- und Krisengebieten weltweit. Spätestens seit der Petersberg-Konferenz 2001 und dem Bundeswehr-Einsatz ist Afghanistan ein Thema, das niemanden kalt lässt. Bei ihren 20 Reisen zum Hindukusch hat Ursula Meissner Menschen mit abenteuerlichen Schicksalen kennengelernt. Vor allem wünschen sich diese Menschen aber eins: Frieden, Bildung und Entwicklung. Das Buch handelt vom harten Alltag, aber auch von vielen Fortschritten, dem bewundernswerten Mut der Menschen und dem immer wieder durchschimmernden Zauber des Landes, begleitet von atemberaubenden und einfühlsamen Aufnahmen ihrer Reise.

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Situation junger Mütter bei den Kindergartenplätzen nach wie vor dramatisch

22 Februar 2014 von Richard Zietz

Die von Bundesregierung und Landesregierung versprochene Verbesserung der Versorgung von Kleinkindern und Kindern mit Kindergartenplätzen ist in Bergisch Gladbach kaum zu spüren. Auch Bürgermeister Lutz Urbach und die CDU versprachen in ihren Wahlprogrammen zur Kommunalwahl 2009 vollmundig:
Zitat CDU: „Bergisch Gladbach soll kinder- und familienfreundlichste Stadt in NRW werden.“
Zitat Lutz Urbach: „Mein Ziel ist die Beitragsfreiheit der Eltern für alle Kindergarten-Jahre.“
Umgesetzt wurde davon leider offensichtlich garnichts.

Auf unsere Anfrage bei der Stadtverwaltung erhielten wir die Antwort: „Bergisch Gladbach hat bei den U3-Kindern einen Abdeckungsgrad von knapp 38 % erreicht, bei den Ü3-Kindern sind es 98,8 %. Besonders hoher Bedarf besteht im Bereich Bensberg/Refrath.“ Es fehlen Schätzungen zufolge mindestens 70 Plätze. Das ist nicht nur für ebenso viele Familien eine Katastrophe. Für viele Frauen macht die Lage den Kinderwunsch unmöglich, weil sie nicht mehr zeitnah in den Beruf und in ihr Unternehmen zurückkehren könnten.

Wir erhalten in der Redaktion Briefe von Müttern, die berichten, wie katastrophal die Lage in Bergisch Gladbach ist. Eine Mutter aus Moitzfeld erzählte uns ihre Geschichte. Sie ist symptomatisch für die familienunwürdige Situation in unserer Stadt:

Im Einzelnen schreibt sie uns: „Wir haben unseren Sohn vor über 1,5 Jahren (kurz nach seiner Geburt) in diversen Kindertagesstätten angemeldet, die er als U3-Kind ab August 2014 besuchen sollte. In allen fünf Einrichtungen haben wir nun aber Absagen bekommen. Die Ironie an der Sache: man bekommt gar keine Absagen – entweder man bekommt eine Zusage oder man hört gar nichts von den Kitas, was wiederum ein Unding ist, denn jede Kita hat ihre eigenen Termine für die Versendungen der Zusagen und da man nicht bei allen wissen kann wann das ist, muss man quasi allen hinterher telefonieren und bekommt dann entweder ein genervtes ‚da müssen Sie sich schon noch gedulden‘ oder ein ’schon lange erledigt‘. Und nun sitze ich da und weiss nicht weiter.

Von der Stadtverwaltung in Bergisch Gladbach wurde diese Mutter hingehalten und vertröstet: „Heute Mittag konnte ich doch jemanden vom Jugendamt erreichen, aber man weigerte sich mir weiterzuhelfen. Ich solle bis Ende März warten und wenn ich dann noch nichts gehört hätte von den Kitas (O-Ton Jugendamt: es tut sich noch wahnsinnig viel bis Ende März), dann dürfe ich mich gerne in der ersten April Woche wieder melden, damit man dann meine Daten aufnehmen und gucken kann, wo noch Plätze frei seien.“

Die meisten Familien sind heute darauf angewiesen, dass beide Elternteile arbeiten gehen, schon alleine vor dem Risiko der Arbeitslosigkeit. Alleinerziehende sind sowieso auf eine Beschäftigung angewiesen. Hinter jedem Arbeitsverhältnis steht ferner auch ein Arbeitgeber, den die katastrophale Situation in der Stadt genauso belastet.

Die genannte Mutter schreibt uns weiter: „Das ‚Dramatische‘ an dieser ganzen Situation: Mein ehemaliger Arbeitgeber hat mich kurzerhand nach der Elternzeit rausgeschmissen, weil man keine Verwendung mehr für mich hatte (meine Stelle wurde in meiner Abwesenheit familiär in Vollzeit neu besetzt und man konnte/wollte mir keine Teilzeitstelle ermöglichen). Und als Mutter (darauf weisen alle Arbeitgeber immer wieder hin) eine neue Arbeitsstelle in Teilzeit zu finden ist eh schon eine Krux – dann aber auch noch ohne einen Kita-Platz … ein Desaster. Unser Sohn könnte zwar sofort familiär betreut werden – allerdings wäre dies nur eine kurzfristige Übergangslösung – umso wichtiger wäre ein Kita-Platz.“

So betreibt es die Stadt also weiter, dass die Gleichstellung von Frauen und Männer nicht funktionieren kann. Trotz allen Geredes um die Frauenquote bleiben Mütter unmittelbar benachteiligt. Die Kommunalpolitik trägt dazu unmittelbar bei, dass unsere Gesellschaft  rückläufige Geburtenzahlen aufweist.

kita

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