Archiv | Politik

Wahlinformationsveranstaltung heute im Kreishaus

25 Mai 2014 von Darian Lambert

Wer wissen möchte, wie im Rheinisch-Bergischen Kreis heute abgestimmt wurde, der bekommt im großen Sitzungssaal im Kreishaus Heidkamp die Ergebnisse zur Europa- und Kommunalwahl aus erster Hand. Ab 18 Uhr ist der Saal geöffnet, auf zwei Fernsehbildschirmen können TV-Übertragungen verfolgt werden.
Die Ergebnisse, die beim Kreiswahlleiter zusammenlaufen, werden auf einer zusätzlichen Leinwand präsentiert. Außerdem ist es guter Brauch, dass einzelne Kandidaten im Kreishaus vorbeischauen. Wer den Verlauf der Stimmenauszählung im Internet verfolgen möchte, kann dies unter www.rbk-online.de tun. Hier landet man über einen Link direkt auf der Homepage der Citkomm, die einen landesweiten Überblick verschafft, aber auch die Ergebnisse aus den einzelnen Wahlkreisen übersichtlich aufbereitet.

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Bürgerpartei GL im Interview

24 Mai 2014 von Darian Lambert

frank-samirae-bglFrank Samirae, Vorsitzender der Bürgerpartei GL im Interview zur Kommunalwahl 2014.

Was wäre Ihr erster Gedanke, wenn Sie am 26. Mai als stärkste Ratsfraktion der Stadt Bergisch Gladbach aufwachen? Was würden Sie als Erstes „anpacken“?

Wir haben drei Punkte, welche wir, dann nach einem guten Frühstück direkt angehen werden:

1. Kommunalpolitik gemeinsam mit den Bürgern
Kommunale Politik muss mit den Bürgern gemeinsam entwickelt werden. In Fragen wie z.B. der Investition in Energie und Stadtwerke müssen die Bürger von Anfang an in die Entscheidungsfindung mit eingebunden werden. Wir werden gemeinsam mit der Verwaltung Bürgernähe und Transparenz einführen. Deshalb haben wir uns Bürgerpartei genannt.

2. Erhalt der Schwimmbäder
Das technisch völlig intakte RTB-Schwimmbad soll einen jährlichen Zuschuss von rund 50.000 € erhalten, bis es wieder auf eigenen Füßen steht. Wir sehen Möglichkeiten der Kostensenkung im Innendienst der Verwaltung, die auch für die Sanierung des Schwimmbads Mohnweg genügend Mittel freimachen sollten.

3. Infrastruktur
In Bergisch Gladbach brauchen wir ein zweites Bahngleis für die S-Bahn und nahe gelegene Park & Ride Parkplätze. Wir wollen den Ausbau der Breitband-Internetversorgung in allen Stadtteilen beschleunigen. Eine gute Infrastruktur wirkt sich positiv auf die Wirtschaft und die Bürger aus. Sie wird sich auch im Haushalt positiv widerspiegeln.

Ist Bergisch Gladbach Ihrer Meinung nach eine finanziell solide Stadt?

Bergisch Gladbach ist hoch verschuldet und macht weiter Schulden. Bereits jetzt ist unser Haushalt durch die Zinsbelastung von jährlich 11 Millionen Euro stark beeinträchtigt. Einsparungen sind möglich und nötig. Aber es darf nicht in den Bereichen Kindergärten, Schulen, Sporteinrichtungen, Weiterbildung gespart werden, denn das ist unsere Zukunft. Es stellt kein geeignetes Mittel dar, alle privatisierbaren Bereiche zum Ausgleich des Haushalts zu Lasten der Bürger zu veräußern.

Unser Ziel ist eine schuldenfreie Stadt mit einem stabilen Wirtschaftskonzept. In Bergisch Gladbach werden ca. 50 ha Gewerbeflächen nicht genutzt oder liegen brach. Wir schlagen eine Senkung der Gewerbesteuer vor, um unsere Stadt für neue Unternehmen attraktiver zu machen. Die Summe der Gewerbesteuer wird dadurch steigen.

Bergisch Gladbach hat so gut wie kein Nachtleben, besonders für Jugendliche ist das ein Problem, sie weichen auf andere Städte aus. Was wollen Sie konkret gegen dieses Problem unternehmen, falls die Bürgerpartei GL einige Mandate bekommt?

Viele Jugendliche und Erwachsene fahren nach Köln, um ihre Freizeit zu gestalten. Auch in diesem Bereich verlieren sie die Identifikation mit unserer Stadt. Eine lebendige Innenstadt,  Kulturzentren und der Betrieb von ein oder zwei Diskotheken im Bereich der Gewerbegebiete, damit Anwohner in der Nachtruhe möglichst nicht belästigt werden. – Wer in Bergisch Gladbach lebt, soll auch gut feiern können. Zudem benötigen die kreativen Menschen aus Musik, bildender Kunst, Fotografie, Theater und anderen kulturellen Bereichen Räumlichkeiten, um sich zu entfalten und zu präsentieren.

Was werden Sie gegen die „Verwilderung“ und das Geschäftssterben in der Innenstadt tun?

Ein zentrales Problem für den Einzelhandel und die Vermieter ist die Kaufkraft. In der Stadt und im Kreis müssen mit modernen Wirtschaftskonzepten mehr Arbeitsplätze geschaffen werden. Wir brauchen Neuansiedlungen, auch im Bereich der Ausbildung. Wenn Universitäten Außenstellen anlegen, dürfen wir nicht leer ausgehen. Wir müssen Erwerbslose mehr fördern. Eine Weiterbildung, um sich fachlich auf einen aktuellen Stand von Wissen und Fertigkeiten zu setzen, kann von den Betroffenen nicht allein gestemmt werden. Viele Menschen in Bergisch Gladbach haben ihre Wurzeln in anderen Regionen oder Ländern. Jeder Bürger, der sich in Bergisch Gladbach einbringen will, muss sich auch einbringen können. Das fängt bei den Kindern, Schülern und Auszubildenden an.

Was fehlt Bergisch Gladbach Ihrer Meinung?

Eine Kommunalpolitik, die der Bürger mitgestaltet, anstatt dass er von ihr verwaltet wird. Es fehlt der Stadt das Bewusstsein, dass Politik gemeinsam mit den Bürgern gestaltet werden muss. Die Kluft zwischen Selbstverständnis der Verwaltung, den verkrusteten und selbstzufriedenen Strukturen der etablierten Parteien und der Lebenswirklichkeit der Bürger ist viel zu groß geworden. Bürgerbeteiligung darf kein Fremdwort in Bergisch Gladbach bleiben.

Die BELKAW beschäftigt die öffentliche Meinung und Diskussion seit geraumer Zeit. Der Stadtrat hat dafür gestimmt, sich mit 49,9 % an der BELKAW zu beteiligen. Was ist die  Position der Bürgerpartei GL dazu?

Es war eine unbesonnene Entscheidung eines fachlich überforderten Stadtrats. 78 Millionen Euro auf Darlehensbasis auszugeben, ohne Entscheidungsgewalt zu haben, ist Blindflug. Für die versprochenen Renditen gibt es keinerlei Garantie, so dass diese Sache später zu einer großen Belastung für die Stadtkasse würde. Zudem soll in veraltete, belastende Energien wie Kohle und Kernkraft investiert werden. Bergisch Gladbach kann Vorreiter sein und in erneuerbare Energien, wie Wasser, Sonne, Erdwärme, Biogas und auch Wind investieren. Dabei ist vorab die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sicher zu stellen. Wer betroffen ist, muss auch mitreden und mitentscheiden können. Wir fordern schon seit geraumer Zeit, dass die Verhandlungsunterlagen offen gelegt werden.

Nun haben wir schon sehr viel über Wirtschaft und Finanzen gesprochen. Macht die Bürgerpartei GL auch etwas Soziales?

Wir setzten uns dafür ein, dass wir weitere städtische Kindergärten bauen. Es kann nicht sein, dass junge Mütter nicht in ihr Arbeitsverhältnis zurückkehren können, weil sie bei der Suche nach einem Kita-Platz nur vertröstet werden. Das gilt nicht nur für alleinerziehende Mütter sondern auch für Väter. In der heutigen ökonomischen Situation müssen in der Regel beide Elternteile arbeiten gehen, um finanziell über die Runden zu kommen und um noch gesichert zu sein, wenn einer den Job verliert. Ferner muss es mehr Fördermöglichkeiten für Schüler geben. Es wäre optimal und auch eine Entlastung für unsere Kassen, wenn jeder Schüler wirklich einen Schulabschluss schafft, egal welcher Herkunft.


Bergisch Gladbach hat viele Partnerstädte, unter anderem auch in Israel und Palästina. Wie werden Sie sich dem Thema der Pflege der Partnerschaften nähern? Haben Sie neue Ideen?

Die Städtepartnerschaften tragen einen wichtigen Teil zu Völkerverständigung und Frieden bei. Hier ist in Bergisch Gladbach bereits viel ehrenamtlich geleistet worden. Wir treten zudem dafür ein, dass jede Schule mindestens eine Partnerschule in einem Land der so genannten Dritten Welt haben sollte, damit das Verständnis gefördert wird, dass wir in einer globalisierten Welt mit gemeinsamen Problemen leben.

Was motiviert die Bürgerinnen und Bürger dazu, Ihre Stimme der Bürgerpartei GL zu geben? Ich stelle mal hypothetisch provokativ fest: Bei den anderen Parteien handelt es sich um etablierte und einschätzbare Parteien. Da weiß man, was man bekommt. Was entgegnen Sie dem?

Bei den Kommunalwahlen bewerben sich diesmal zwölf Gruppierungen. Das ist ein Rekord, der die Abkehr der Gladbacher von den alten Parteien aufzeigt, aber auch ihre Zersplitterung. Wir möchten die Interessen aller Bürger in der Stadt beachten und nicht allein die Interessen von kleineren oder größeren Einzelgruppen bedienen. Die Kommunalpolitik ist gemeinsam mit allen Bürgern zu gestalten. In unserem Team haben wir eine Reihe von Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen. Wir werden uns sachkundig im Stadtrat, im Kreistag und in den Fachausschüssen einbringen und eine konstruktive Zusammenarbeit über alle Parteigrenzen hinweg einfordern. Korruption und Vetternwirtschaft werden wir dabei nicht tolerieren.

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Bensberger Rapper Xzit mischt Wahlkampf auf „Was läuft falsch in meiner Stadt?“

20 Mai 2014 von Darian Lambert

xzit-2Bisher läuft der Wahlkampf für die für die junge Bürgerpartei GL sehr gut. Nun setzt der Bensberger Rapper Xzit mit seinem Track „Was läuft falsch in meiner Stadt?“ noch eins drauf. Xzit greift die Punkte auf, die in der Bergisch Gladbacher Politik seiner Ansicht nach falsch laufen. Orientiert hat er sich dabei nicht ausschließlich am Wahlprogramm der Bürgerpartei, sondern gibt seine Meinung wieder. Herausgekommen ist ein feuriger Track, der sich quer durch das Kreisgebiets in über die Sozialen Medien verbreitet. Er hat das Potential für einen Überraschungseffekt bei der Wahl und der Zeit danach zu sorgen. „Die junge Generation zu erreichen haben die etablierten Parteien verschlafen. Wir stehen für eine moderne Politik bei welcher der Jungend und dem Nachwuchs alle Türen offen stehen. Xzit’s Track ist einfach super geworden. Mit den zweienhalb Minuten Rapsong erreicht lokale Politik der Bürgerpartei gezielt unsere jungen Bürger.“ – freut sich Frank Samirae.

Rapsong als MP3


Rapsong als Youtube Stream

https://www.youtube.com/watch?v=WFaEL33bDd8

 

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Wer hat’s gesagt? AfD oder NPD?!

19 Mai 2014 von Darian Lambert

Ein kleines Spiel von den jungen Piraten. Das Prinzip ist ganz einfach: Ein Zitat, zwei Auswahlmöglichkeiten. Kommt das Zitat von der Alternative für Deutschland (AfD) oder von der Nationaldemokratischen Partei Deutschland (NPD)? Wir lagen beim rumspielen so oft falsch, das hätten wir tatsächlich nicht gedacht.

afdodernpd

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Es werden noch Wahlhelfer gesucht!

19 Mai 2014 von Darian Lambert

Insgesamt 73 Urnenwahllokale in 28 Schulen und sonstigen öffentlichen Gebäuden öffnen am Wahlsonntag ab 8:00 Uhr. An jedem dieser Standorte wird einer der Wahlvorstände auch ein Wählerverzeichnis für die Integrationsratswahl erhalten, sodass der Integrationsrat in 28 Wahllokalen gewählt werden kann.

Die Stimmzettel für die Europawahl werden in einer blauen Europawahlurne gesammelt und die Stimmzettel für die Kommunalwahl in einer grauen Wahlurne. Für den Integrationsrat wird eine separate Wahlurne zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich werden 27 Briefwahlbezirke eingerichtet. Die Briefwahlvorstände ermitteln das Wahlergebnis am Wahltag im Schulzentrum Ahornweg. Das Ergebnis der Integrationsratswahl wird ebenfalls im Schulzentrum Ahornweg in der dortigen Aula ermittelt.

Jeder Urnenwahlvorstand besteht aus acht, jeder Briefwahlvorstand aus sechs Personen. Zusätzlich bietet das Wahlbüro in sieben Senioren- bzw. Altenwohnheimen die Möglichkeit einer direkten Stimmabgabe am Wahlsonntag zu bestimmten Zeiten an. Insgesamt sucht das Wahlbüro der Stadt Bergisch Gladbach 773 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer. Noch sind nicht alle Positionen besetzt. Freiwillige sind herzlich willkommen und können sich direkt mit dem Wahlbüro, Telefon: 02202 – 142861, E-Mail wahlhelfer@stadt-gl.de in Verbindung setzen.

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Neue Straßenbeleuchtung in Bergisch Gladbach

15 Mai 2014 von Darian Lambert

Musterleuchten-GestaltungskommissionAusschuss macht Weg frei für Ausschreibung

Die Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet soll zeitnah modernisiert werden. Dafür machte der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr am Dienstag (13.05.2014) den Weg frei: Jeweils vier Leitprodukte technischer und dekorativer Leuchten wurden für die europaweite Ausschreibung benannt.

Nachdem im Vorauswahlverfahren die von insgesamt 18 Herstellern vorgeschlagenen Modelle mittels technischer und wirtschaftlicher Kriterien bereits auf je sieben Modelle reduziert  werden konnte, gab die Gestaltungskommission, zusammengesetzt aus Vertretern aller Rats-Fraktionen, bei einem Auswahltermin Ende April ihr Urteil ab.

Die gestalterische Bewertung floss in die gesamte Betrachtung mit ein, sodass im Rahmen eines erarbeiteten Punktesystems eine Reihenfolge festgelegt wurde. Die wirtschaftlichen und technischen Daten sowie die gestalterischen Aspekte der besten vier Modelle dienen nun als Orientierung für die Ausschreibung.

Es wurde beschlossen, neben einem technischen Leuchtentyp, der besonders in Hauptverkehrsstraßen zum Einsatz kommen wird, auch zwei unterschiedliche dekorative Leuchten für Wohnviertel anbieten zu lassen: eine klassische LED-Laterne und eine moderne LED-Aufsatzleuchte. In Siedlungsbereichen, in denen man sich städtebaulich verträglich beide Modelle vorstellen kann, sollen die Bürgerinnen und Bürger über den Leuchtentyp entscheiden.

 

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Kontinuierliche Senkung des Energieverbrauchs der städtischen Gebäude

14 Mai 2014 von Darian Lambert

Wer macht schon gern „halbe Sachen“? Die Immobilienbetrieb der Stadt Bergisch Gladbach behauptet dies nicht ganz ohne Stolz von sich, wie Stadtbaurat Stephan Schmickler am Dienstag (13.05.2014) im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz und Verkehr als Information aus der Verwaltung mitteilte. Und zwar in Sachen Energieverbrauch bei städtischen Gebäuden.

Beispiel Albertus Magnus-Gymnasium (AMG): Im Jahre 2003 wurden hier noch gut 1,5 Mio Kilowattstunden an Heizenergie benötigt. 2011 waren es nur noch rund 700.000 Kilowattstunden. Also tatsächlich knapp die Hälfte! Das Ergebnis ist witterungsbedingt nicht jedes Jahr so günstig, aber tendenziell liegt der Energieverbrauch in der Bensberger Schule seit 2009 bei zwischen 52 und 67 % des Mittelwertes der in den Jahren zuvor gemessenen Verbräuche, nämlich in der Zeit vor der energetischen Sanierung der Schule (2000-2008).

Diese energetische Sanierung ging in zwei Schritten vor sich: Im Jahre 2008/09 schloss die Stadt ein „Kombiniertes Anlagen- und Energieeinsparungs-Contracting“ ab. Den Zuschlag erhielt die Arbeitsgemeinschaft Belkaw / HochTief Energy Management als Gewinner einer europaweiten Ausschreibung. Der Vertragspartner verpflichtete sich, die Heizungs- und Lüftungsanlage auf den modernsten Stand zu bringen (Anlagen-Contacting) und darüber hinaus besonders wirtschaftliche Einsparungsmaßnahmen umzusetzen (Einspar-Contracting). Erneuert wurden die Kesselanlagen der Schule und der Sporthallen, ein großer Teil der Leitungen und Heizkörper, sowie die Heizungssteuerungen, mit denen erstmalig bei einem städtischen Schulgebäude auch einzelne Klassenräume separat geregelt werden können. Zusammen mit hocheffizienten Heizungspumpen ergab sich daraus eine beträchtliche Einsparung an Heizenergie und Elektrizität.

Zur Refinanzierung seiner Investitionen in das Einspar-Contracting erhielt der Contractor ab 2009 für fünf Jahre den vertraglich festgelegten Teil der eingesparten Energiebezugskosten. Seit Jahresbeginn 2014 ist die Stadt alleinige Nutznießerin des wirtschaftlichen Vorteils aus diesem Vertragsteil. Die betriebsgebundenen Kosten des Anlagen-Contractings werden 15 Jahre lang über den Wärmepreis abgegolten (bis Ende 2022). Die Stadt zieht ihren finanziellen Vorteil aus dem stark gesunkenen Energiebedarf im Vergleich zur alten Heizungsanlage.

Der zweite Schritt, den die Stadt unternommen hat, um am AMG  zusätzlich Energie einzusparen, greift erstmals im Jahr 2011: Aus Mitteln des Konjunkturpakets II wurden zur Dach- und Fassadensanierung an Hauptgebäude und Turnhalle 2,1 Mio. Euro aufgewendet. Das Ergebnis ist eine weitere Energieeinsparung von ca. 10 %, so dass heute Energiewerte möglich sind, die  – wie eingangs erwähnt – den Verbrauch der Jahre vor 2008 in etwa halbieren. Und dies trotz der zwischenzeitlichen Erweiterung des Gebäudekomplexes um eine Mensa. Auch der Stromverbrauch von Schule und Sporthallen konnte übrigens im Rahmen des Energiecontractings um 20 % gesenkt werden.

Das AMG ist nicht das einzige „Energiespar“-Gebäude, auch für das Rathaus am Konrad-Adenauer-Platz, die Grundschulen Katterbach und Refrath/In der Auen, den Betriebshof Obereschbach und das Schulzentrum Hebborn wurden Verträge über Einspar- und/oder Anlagencontracting geschlossen. Die garantierte jährliche Einsparsumme für alle betroffenen Gebäude beträgt 145.000 Euro; mit einem vertraglich festgelegten Anteil dieser Summe schreibt der Contractor in der Vertragslaufzeit seine Investitionen ab, anschließend profitiert allein die Stadt von der Ersparnis.

Bereits seit dem Jahr 2001 profitieren weitere städtische Gebäude vom Energiesparcontracting: das Rathaus Bensberg, die Integrierte Gesamtschule in Paffrath, die Katholischen Grundschulen in Hand und in Gronau, die Gemeinschaftsgrundschulen in Hand und in Bensberg sowie die Turnhallen in Hand und in Sand. Damals betrug die garantierte Einsparsumme pro Jahr 88.500 DM.

Positive energetische Effekte ergaben sich nicht nur durch Contracting-Maßnahmen, sondern auch im Zusammenhang mit dem Konjunkturpaket II. Überall dort, wo Dächer- oder Fassadensanierungen an städtischen Gebäuden mit Bundesmitteln durchgeführt wurden, ergaben sich auch positive energetische Effekte. Bergisch Gladbach hatte zu diesem Zweck in den Jahren 2010 bis 2012 rund 7,2 Mio Euro aus dem KP II-Topf erhalten. So erreichte die Dachsanierung des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums (ca. 800.000 Euro Baukosten) um die 15 % Einsparung gegenüber dem Durchschnittswert des Vorjahres. Das macht pro Jahr immerhin 14.000 Euro aus.

Die Integrierte Gesamtschule Paffrath erhielt aus Konjunkturfördermitteln eine Spritze von 675.000 Euro, die zur Sporthallendach- und Fassadensanierung verwendet wurde. Einsparergebnis: 20 bis 25 % oder 20.000 Euro pro Jahr.

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Stundungsvereinbarung zwischen Stadt Bergisch Gladbach und SV Bergisch Gladbach 09

14 Mai 2014 von Darian Lambert

Die Modalitäten für die Zahlung von 135.000 Euro zur Sanierung der Rasenfläche und dem Neubau eines Kunstrasenplatzes im Bergisch Gladbacher Stadion durch den Fußballverein SV Bergisch Gladbach 09 sind geklärt. Am Morgen unterzeichneten Kämmerer Jürgen Mumdey sowie die Vertreter des Traditionsvereins eine Stundungsvereinbarung. Demnach zahlt der Verein an die Stadt Bergisch Gladbach die ausstehende Summe im Zeitraum von zehn Jahren in monatlichen Raten zum angemessenen Zinssatz.

Rolf Menzel, Ex-Landrat, Vorsitzender des SV-09-Beirats und Verhandlungsführer des Vereins bei diesem Thema, zeigt sich erleichtert, dass diese Vereinbarung nun unterzeichnet werden konnte: „Ich denke, dass wir den einzig möglichen Weg gegangen sind. Im Rückblick hätte vieles anders laufen müssen, aber dies konnten wir jetzt nicht mehr ändern.“ Lieber schauen Menzel und der Vorsitzende der 09er, Patrick Duske, nach vorn: „Das Sportliche in der 1. Mannschaft stimmt aktuell, mit dem Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag bieten wir den Fußballfreunden in der Region eine Attraktion“, resümiert Duske. Von städtischer Seite erklärt Stadt-Kämmerer Jürgen Mumdey: „Wir haben die Stundungsvereinbarung nach den Vorgaben des § 26 GemHVO geschlossen und konnten somit ein umfangreich diskutiertes Thema klären.“

Die Stadt Bergisch Gladbach hat im Jahr 2013 für 1,1 Millionen Euro die Naturrasenfläche und die Laufbahn in der BELKAW-Arena komplett saniert und im unteren Bereich der Stadionanlage einen Kunstrasenplatz gebaut. Die Vereine SV Bergisch Gladbach 09, TV Herkenrath, 1. FFC Bergisch Gladbach und der Stadtsportverband Bergisch Gladbach hatten eine Mitfinanzierung in unterschiedlicher Höhe zugesagt.

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Fairtrade Produkte – Wo sind sie in Bergisch Gladbach zu finden?

13 Mai 2014 von Darian Lambert

Bergisch Gladbach hat 2014 erneut den Titel „Fairtrade-Stadt“ erworben. Um die Angebotspalette an fair gehandelten Produkten in der Stadt zu dokumentieren und für Konsumenten auffindbar zu machen, möchte die Stadtverwaltung einen Einkaufsführer für fair gehandelte Waren auf der Homepage veröffentlichen.

Der GL-Fairtrade-Einkaufsführer: Wer wird aufgenommen?
Alle Händler und Gastronomen, die fair gehandelte Produkte in ihrem Sortiment bereithalten, können sich bei der Stadtverwaltung melden und ihre Produkte beschreiben. Mit Namen und Kontaktdaten werden alle Anbieter veröffentlicht. Ein Aufkleber für Schaufenster oder Eingangstür zeichnet das Geschäft, Café oder Restaurant als Ort aus, an dem fair gehandelte Produkte angeboten werden.

Wer macht sonst noch mit?
Viele Institutionen, Vereine, Verbände machen ebenso bei der Fairtrade-Kampagne mit und tragen dazu bei, dass Bergisch Gladbach den Titel „Fairtrade-Stadt“ zu Recht trägt.
Auch sie werden gerne auf der städtischen Homepage portraitiert – als aktive Vorbilder für eine Stadt, in der Menschen Verantwortung übernehmen.

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Lutz Urbach erntet Shitstorm für schmutzigen Wahlkampf

13 Mai 2014 von Darian Lambert

Am späten Montagabend hat Bürgermeister Lutz Urbach (CDU) ein paar Kommentare bei Facebook abgegeben und einen Beitrag eines anderen Users geteilt. Dabei handelte es sich um ein sogenanntes Selfie (Selbstporträt mit dem Handy) von Klaus Graf,  einem seiner Mitbewerber um das Bürgermeisteramt. Graf lichtete sich in wilder Pose beim Biertrinken mit einem Freund ab und stellte dies bei Facebook ein. Das Foto hatte Graf in seinem privaten (aber öffentlichen) Facebook-Profil veröffentlicht. Damit löste Urbach eine hitzige Debatte per Facebook in der Gruppe „Politik in Bergisch Gladbach”  aus. Die Gruppe wird vom CDU verwandten Bürgerportal „iGL“ geführt (die Betreiber sind jeweils Mitglied von CDU und vermutlich auch FDP) und zählt knapp 700 Mitglieder aus fast Parteien. Viele davon äußerten sich in mittlerweile mehr als 300 Kommentaren. Pro oder contra Urbach, mehr oder weniger sachlich, mit kurzen und langen Kommentaren, mit echten wie verfremdeten Wahlplakaten. Im Internetjargon ein typischer „Shitstorm“, der beiden Kandidaten Lutz Urbach und Klaus Graf massiv schaden könnte. Der Angriff auf die Person eines Mitbewebers, fernab der politischen Themen, war augenscheinlich dazu bestimmt die Seriösität der Mitbewerbers in Frage zu stellen. Gleichzeitig hat aber die Öffentlichkeit wahrgenommen, dass Lutz Urbach hier schmutzigen Stil an den Tag legt. Damit hat in der heissen Phase des Wahlkampfes möglicherweise Amtsinhaber Lutz Urbach seine Seriösität und Sympathie in der Öffentlichkeit verspielt. Bei der Wahl 25. Mai entscheidet darüber der Wähler – wir sind gespannt.

Lutz Urbach CDU

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