Archiv | September 13th, 2024

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Zunahme der Sichtungen Asiatischer Hornissen im Rheinisch-Bergischen Kreis – Bürgerinnen und Bürger helfen bei der Eindämmung

13 September 2024 von Felix Morgenstern

Rheinisch-Bergischer Kreis – Das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises verzeichnet seit August einen deutlichen Anstieg der Meldungen über Sichtungen der invasiven Asiatischen Hornisse. Bisher wurden 15 Fälle gemeldet, insbesondere aus Bergisch Gladbach, Kürten, Leichlingen, Overath und Rösrath. Fast täglich kommen neue Sichtungen hinzu.

Dr. Thomas Mönig, Leiter des Veterinäramts, lobt das Engagement der Bevölkerung: „Die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger ist vorbildlich. Viele senden uns Fotos oder Videos der Asiatischen Hornisse per E-Mail und geben wichtige Hinweise zur Flugrichtung, die uns helfen, die Nester zu lokalisieren.“ Die Tiere sind durch ihre charakteristische schwarz-gelbe Färbung und gelben Füße leicht erkennbar und werden oft auf blühendem Efeu, in der Nähe von Bienenstöcken oder sogar an Bierkrügen gesichtet.

Herausforderung Nestlokalisierung

Die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist entscheidend, um ihre Ausbreitung zu verhindern. „Die Jungköniginnen schwärmen Ende September oder Anfang Oktober aus und könnten im Frühjahr 2025 neue Hornissenstaaten gründen, was unbedingt verhindert werden muss“, erklärt Dr. Mönig. Diese invasive Art, die erstmals 2023 im Rheinisch-Bergischen Kreis gesichtet wurde, stellt eine Gefahr für die heimische Artenvielfalt und die Ökosysteme dar.

Eine innovative Methode zur Nestsuche wird aktuell in Bensberg eingesetzt. Anwohner, darunter Imker, stellen Locktöpfe auf, die mit einem unwiderstehlichen Cocktail aus Bier, Wein und Zucker oder Federweißer und Hefe gefüllt sind. Die Hornissen fliegen die Locktöpfe an, und anhand ihrer Flugrichtung und Rückkehrzeiten können die Nester grob lokalisiert werden. Diese einfache, aber effektive Methode erfordert keine teure Ausrüstung und wird von Biologen vor Ort betreut.

Hintergrund der Ausbreitung

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) breitet sich seit etwa 20 Jahren in Europa aus, nachdem eine begattete Königin versehentlich über den globalen Warenhandel aus Asien nach Frankreich eingeschleppt wurde. Seitdem konnte ihre Ausbreitung in Ländern wie Spanien, Frankreich und auch in südlichen Teilen Deutschlands nicht gestoppt werden. Nun stellt sie auch im Rheinisch-Bergischen Kreis eine zunehmende Bedrohung dar.

Das Veterinäramt appelliert weiterhin an die Bürger, Sichtungen zu melden, um die Ausbreitung der Hornisse einzudämmen und die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen.

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Innenraum des Pkw

Bergisch Gladbach: Diebe stehlen Lenkrad und Navigationssystem aus geparktem BMW

13 September 2024 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – In der Nacht zum 12. September haben unbekannte Täter ein Auto im Stadtteil Schildgen ins Visier genommen. Sie schlugen eine Seitenscheibe des geparkten BMW ein und entwendeten das Lenkrad sowie das Navigationssystem.

Der Wagen war seit dem Vorabend gegen 18:00 Uhr im Drosselweg am rechten Fahrbahnrand abgestellt. Am Morgen entdeckte der Besitzer gegen 08:30 Uhr die eingeschlagene Scheibe und verständigte sofort die Polizei. Die Diebe hatten den Innenraum des Fahrzeugs durchwühlt und die wertvollen Fahrzeugteile fachmännisch ausgebaut.

Der entstandene Schaden wird auf einen unteren vierstelligen Betrag geschätzt. Die Polizei ermittelt und bittet Zeugen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.

Ein wachsendes Problem in der Region

Diebstähle von Autoteilen, insbesondere Lenkräder und Navigationssysteme, haben in den letzten Jahren zugenommen. Besonders Fahrzeuge der Marken BMW, Audi und Mercedes geraten immer häufiger ins Visier der Täter. Dabei handelt es sich oft um organisierte Banden, die gezielt hochwertige Fahrzeugteile entwenden, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Die Bauteile sind bei Autodieben besonders beliebt, da sie leicht zu transportieren und teuer zu ersetzen sind. Navigationsgeräte und Lenkräder gehören aufgrund der verbauten Technik zu den gefragtesten Teilen.

Die Polizei rät Autofahrern, besonders in der Nacht auf gut beleuchteten und belebten Straßen zu parken, um das Risiko eines Einbruchs zu verringern. Zudem sollten Fahrzeughalter möglichst auf sichere Garagenplätze zurückgreifen. Wer sein Auto im Freien abstellt, kann durch den Einsatz von Lenkradschlössern oder Alarmanlagen zusätzliche Sicherheit schaffen. Solche präventiven Maßnahmen können potenzielle Täter abschrecken und das Risiko eines Diebstahls erheblich senken.

Polizei setzt auf verstärkte Kontrollen

Um den ansteigenden Diebstählen entgegenzuwirken, kündigte die Polizei verstärkte Kontrollen in besonders betroffenen Stadtteilen an. Die Beamten konzentrieren sich vor allem auf Gebiete, in denen wiederholt Autoteilediebstähle gemeldet wurden. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Sicherheit in den betroffenen Bereichen zu erhöhen und den Tätern das Handwerk zu legen.

Für die Polizei bleibt die Bekämpfung von Kfz-Diebstählen und Einbrüchen in Fahrzeuge eine hohe Priorität. Dabei setzt sie verstärkt auf Präsenz in Wohngebieten, insbesondere während der Nachtstunden.

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