Archiv | Juli 21st, 2025

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Fischsterben in der Agger: Betreiber stoppt Wasserzufuhr – Behörden sehen keinen großen Schaden

21 Juli 2025 von Felix Morgenstern

Engelskirchen – Am Sonntag, dem 13. Juli 2025, kam es in der Agger bei Engelskirchen zu einem massiven Fischsterben. Wie inzwischen bekannt wurde, war nicht eine technische Störung, sondern ein bewusstes Handeln des Betreibers des Wasserkraftwerks Ohl-Grünscheid Auslöser der Umweltkatastrophe.

Symbolbild

Wasserkraftwerk legt Agger trocken

Laut Angaben der Bezirksregierung Köln hat der Betreiber des Kraftwerks die Turbine abgeschaltet, um den Wasserstand im eigenen Stauteich zu erhalten. Die Folge: Teile der Agger flossen nicht mehr – das Flussbett trocknete aus. Fische verendeten auf Kiesbänken unter der prallen Sonne. Obwohl der verantwortliche Mitarbeiter von Anwesenden darauf hingewiesen wurde, dass Tiere in Lebensgefahr sind, wurde die Wasserzufuhr erst rund 90 Minuten später wieder aktiviert – da war es für viele Tiere zu spät.

Behörden bewerten Schaden als gering

Ein Mitarbeiter des Oberbergischen Kreises, der das Gebiet inspizierte, sprach in seinem Bericht von rund 100 toten Fischen auf einer Kiesbank. Die Bezirksregierung stützt sich auf diese Einschätzung und spricht von einem „minimalen Schaden“ auf einer Fläche von etwa 20 bis 30 Quadratmetern.

Angler: „Mehr als 1.000 tote Fische“

Markus Klein, Vorsitzender der Angelsportfreunde Engelskirchen, widerspricht vehement: Nach Sichtung von Fotos und Zählungen vor Ort geht er von deutlich über 1.000 verendeten Fischen aus – darunter auch geschützte Arten. Seinen Vorschlag, eine stichprobenartige Zählung auf einem Quadratmeter der Kiesbank durchzuführen, lehnten die Behördenvertreter laut Klein ab.

Kritisiert wird zudem, dass mögliche weitere Schäden flussabwärts nicht dokumentiert wurden – obwohl es laut mehreren Zeugen auch dort zu Trockenfällen kam. Fotos, die den Zustand belegen sollen, wurden an die Kreisverwaltung übermittelt, blieben aber offenbar unbeachtet.

Polizei nimmt keine Anzeige auf

Für zusätzliche Irritation sorgt das Verhalten der Polizei: Drei Beamte waren am Tatort, machten jedoch keine Fotos und weigerten sich, Anzeigen aufzunehmen. Als Grund nannten sie den fehlenden Anfangsverdacht für eine Straftat. Für betroffene Angler wie Markus Klein ein unverständlicher Vorgang.

Forderung nach Aufklärung

Obwohl das Einleiten des Vorfalls von Seiten des Betreibers eingeräumt wurde, sind Konsequenzen bislang nicht bekannt. Umweltverbände und Angler fordern nun eine umfassende Untersuchung des Vorfalls sowie die konsequente Ahndung möglicher Umweltstraftaten. Besonders vor dem Hintergrund der Sensibilität von Flussökosystemen in Zeiten des Klimawandels bleibt die Frage offen, ob die bisherige Bewertung als „geringer Schaden“ wirklich haltbar ist.

Zeugen und Hinweise zur Auswirkung des Fischsterbens können an die zuständigen Umweltbehörden oder den Angelsportverein Engelskirchen gemeldet werden.

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Nächtlicher Schreckmoment auf Raststätte – Transporterfahrer überrascht mutmaßlichen Dieb

21 Juli 2025 von Felix Morgenstern

Rösrath. Auf dem Parkplatz der Raststätte Königsforst-West kam es in der Nacht zu Sonntag (20.07.) gegen 03:00 Uhr zu einem versuchten Diebstahl aus einem geparkten Transporter. Der Täter wurde offenbar durch den Fahrzeugnutzer selbst überrascht – der Mann schlief zum Tatzeitpunkt im Wagen.

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Täter öffnet Tür – Fahrer wird wach

Der Fahrer eines ausländischen Mercedes Sprinter, der sein Fahrzeug an der Raststätte abgestellt hatte, wurde von verdächtigen Geräuschen geweckt. Beim Blick zur Fahrertür sah er einen Unbekannten, der die Tür bereits geöffnet hatte. Als der Transporterfahrer den Mann ansprach, versuchte dieser zunächst, die Situation zu entschärfen, indem er vorgab, auf der Suche nach einem Kabel zu sein und Hilfe zu benötigen.

Täter flüchtet – Fahrer ruft Polizei

Nach einem kurzen Wortwechsel entfernte sich der mutmaßliche Täter in unbekannte Richtung. Eine sofort alarmierte Polizeistreife stellte vor Ort Beschädigungen am Türschloss fest, Beute hatte der Täter offenbar nicht gemacht. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten besonders schweren Diebstahls eingeleitet. Der Schaden am Schloss beläuft sich auf mehrere hundert Euro.

Täterbeschreibung veröffentlicht

Der Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 40 Jahre alt, kräftige Statur mit breiten Schultern und großem Bauch, etwa 100 kg schwer, kurze schwarze Haare, Dreitagebart, helle Haut, dunkel gekleidet. Der Mann soll möglicherweise südosteuropäischer Herkunft sein.

Polizei bittet um Hinweise

Wer in der Nacht zum Sonntag verdächtige Beobachtungen an der Raststätte Königsforst-West gemacht hat oder Hinweise zur Identität des Täters geben kann, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter der Rufnummer 02202 205-0 zu melden.

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