Archiv | November, 2025

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Blauzungenvirus-Fall im Eifelkreis: Neue Transportregeln treffen auch Tierhalter im Rheinisch-Bergischen Kreis

29 November 2025 von Felix Morgenstern

Der Ausbruch des Blauzungenvirus vom Serotyp 8 (BTV-8) in einem Rinderbestand im Eifelkreis Bitburg-Prüm hat weitreichende Folgen für landwirtschaftliche Betriebe im gesamten Umland – darunter auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Weil laut EU-Tiergesundheitsrecht eine 150-Kilometer-Restriktionszone eingerichtet werden muss, fallen nahezu alle Kommunen des Regierungsbezirks Köln in den betroffenen Bereich. Damit gelten ab sofort besondere Auflagen für den Transport von Rindern, Schafen und Ziegen in nicht betroffene Regionen.

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Transport nur mit Mückenschutz – das gilt jetzt für Tierhalter

Alle Halterinnen und Halter, die Tiere aus dem Kreisgebiet in Regionen außerhalb der Restriktionszone verbringen wollen, müssen ab sofort eine Haltererklärung mitführen. Diese muss bestätigen, dass die Tiere vor dem Transport mit einem geeigneten Mittel gegen stechende Mücken – den Überträgern des Virus – behandelt wurden.

Für Landwirtinnen und Landwirte, insbesondere Milchviehbetriebe, ist dies eine erhebliche logistische Herausforderung, da regelmäßige Tiertransporte zum Betriebsalltag gehören. „Der Klimawandel führt dazu, dass ein weiterer Virustyp unsere Wiederkäuer im Bergischen Land bedroht“, erklärt Amtstierarzt Dr. Thomas Mönig. Er verweist zugleich auf die gute Nachricht: Ein wirksamer Impfstoff steht bereits zur Verfügung. Tiere, die korrekt gegen BTV-8 geimpft sind, profitieren zudem von deutlichen Erleichterungen bei überregionalen Transporten.

Konkrete Informationen zur Restriktionszone und den genauen Verbringungsregeln stellt das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung online bereit. Fragen beantwortet das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises unter Tel. 02202 13-2815.

Was ist das Blauzungenvirus?

Das Blauzungenvirus gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen und wird ausschließlich durch bestimmte stechende Mücken – sogenannte Gnitzen – übertragen. Betroffen sind sowohl Haus- als auch Wildwiederkäuer, darunter Schafe, Ziegen, Rinder sowie Rot- und Rehwild. Eine Ansteckung von Tier zu Tier durch direkten Kontakt findet nicht statt.

Zu den typischen Krankheitsbildern gehören:

  • Fieber und Apathie
  • Schwellungen und Rötungen der Schleimhäute
  • Blutungen und bläuliche Verfärbungen im Maul- und Zungenbereich
  • starker Speichelfluss
  • Lahmheit und ein gekrümmter Rücken
  • Aborte bei tragenden Tieren

Im Jahr 2023 waren im Rheinisch-Bergischen Kreis bereits Muffelwildbestände in Odenthal betroffen. Besonders in den Sommermonaten steigt das Risiko, da die Gnitzen dann besonders aktiv sind.

Neue Virusvariante in Deutschland – Impfung dringend empfohlen

Nachdem sich der Serotyp BTV-3 seit Herbst 2023 stark ausgebreitet hatte, wurde im Oktober 2025 erstmals auch der Serotyp BTV-8 in mehreren Bundesländern nachgewiesen. Das NRW-Landwirtschaftsministerium empfiehlt deshalb, empfängliche Tierarten noch vor Beginn der Gnitzen-Hochsaison umfassend zu impfen. Grundimmunisierungen und Wiederholungsimpfungen sollten spätestens im Mai abgeschlossen sein.

Fazit

Mit dem Auftreten von BTV-8 verschärft sich die Lage für Tierhalter in Nordrhein-Westfalen. Die neuen Auflagen sollen verhindern, dass sich das Virus weiter ausbreitet und Tierbestände gefährdet. Für den Menschen besteht keine Gefahr. Trotzdem bleibt die wachsende Bedeutung von Prävention, Impfung und Aufklärung ein zentrales Thema für Landwirtschaft und Veterinärwesen im Rheinisch-Bergischen Kreis.

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Blindgänger in Köln-Gremberghoven erfolgreich entschärft – 6.000 Menschen mussten Wohnungen verlassen

28 November 2025 von Felix Morgenstern

In Köln-Gremberghoven ist in der Nacht zu Freitag ein Großeinsatz erfolgreich beendet worden: Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg, die am Donnerstag bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden waren, konnten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst sicher entschärft werden. Bei den Funden handelte es sich um englische Zehn-Zentner-Bomben mit Aufschlagzünder – ein Szenario, das sofort umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich machte.

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Evakuierung im Radius von 500 Metern

Rund 6.000 Menschen waren von der Evakuierung betroffen. Der Gefahrenbereich rund um die Cherusker- und die Cimbernstraße wurde in einem Umkreis von 500 Metern vollständig abgesperrt. Auch mehrere Hochhäuser lagen in der Schutzzone – ihre Bewohner mussten für die Dauer der Arbeiten die Wohnungen verlassen.

Für Betroffene richtete die Stadt eine Anlaufstelle in der Kopernikusschule ein. Einsatzkräfte des Ordnungsamtes suchten den gesamten Evakuierungsbereich mehrfach ab und informierten die Anwohner über Lautsprecher und Klingelrunden. Insgesamt wurden drei Kontrollgänge durchgeführt, bevor der Bereich als vollständig geräumt galt.

Verzögerungen durch Krankentransporte und Rückkehrer

Die Entschärfung verzögerte sich aus mehreren Gründen: Zunächst mussten zusätzliche Krankentransporte organisiert werden, um mobilitätseingeschränkte Menschen aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Später kam es zu weiteren Verzögerungen, weil einzelne Anwohner unerlaubt in ihre Wohnungen zurückgekehrt waren. Gegen fünf Personen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

Erst kurz vor Mitternacht konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit der eigentlichen Entschärfung beginnen – und meldete kurz darauf Erfolg.

Bahnstrecke Köln–Frankfurt zeitweise gesperrt

Auch der Bahnverkehr war betroffen. Teile der ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt verliefen durch den Sperrbereich und mussten während der Maßnahmen gesperrt werden. Sowohl Fernverkehrs- als auch Regionalzüge waren von der Unterbrechung betroffen. Mittlerweile sind alle Gleise wieder freigegeben, der Zugverkehr rollt normal.

Einsatz endet ohne Zwischenfälle

Nach der erfolgreichen Entschärfung wurden die Sperrungen aufgehoben, und die Bewohner konnten in der Nacht in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Stadt und die Einsatzkräfte zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf des Großeinsatzes, der trotz diverser Herausforderungen ohne Zwischenfälle abgeschlossen werden konnte.


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Weihnachtliches Forschen: MINT-Adventskalender lädt Kinder und Familien zum Entdecken ein

28 November 2025 von Felix Morgenstern

Mit Beginn der Adventszeit wird es im zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg besonders spannend: Ab sofort können Kinder ab dem Kita-Alter mit dem digitalen MINT-Adventskalender auf Entdeckungsreise gehen. Hinter jedem Türchen wartet ein neues Experiment, das spielerisch Lust auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik macht – verpackt in einer festlichen Weihnachtskulisse.

Der Online-Adventskalender ist auf der Internetseite des Rheinisch-Bergischen Kreises frei zugänglich und richtet sich an Kitas, Grundschulen, Offene Ganztagsschulen sowie Familien zu Hause. An jedem Wochentag öffnet sich ein neues digitales Türchen, das bis Heiligabend zu spannenden Aktionen einlädt: Es geht um Geräusche, Schattenspiele, Schnee oder darum, warum unsere Finger manchmal so kalt werden. Die Aufgaben sind so gestaltet, dass sie ohne großen Aufwand nachgemacht werden können – ideal für Gruppen ebenso wie für einzelne Kinder.

Zwei Türchen kommen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis

Der Adventskalender ist ein bundesweites Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Kinder forschen. Alle teilnehmenden MINT-Netzwerke haben eigene weihnachtliche Experimente beigesteuert. Aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis stammen die Beiträge vom 2. und 23. Dezember: Beide Türchen nehmen Kinder mit auf eine kleine Reise und widmen sich dem Thema weihnachtliche Leckereien.

Der Kalender ist erreichbar unter:
👉 www.rbk-direkt.de/bildung-und-integration/mint-adventskalender-2025

MINT-Lernen mit Spaß und Neugier

Mit dem Adventskalender möchte das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg zeigen, wie leicht junge Menschen für naturwissenschaftliche Themen begeistert werden können. Die Experimente eignen sich nicht nur für Schulen und Kitas, sondern auch für Eltern und Großeltern, die gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln eine tägliche Lernpause in der Vorweihnachtszeit einlegen möchten.

Über das zdi-Netzwerk MINT Rhein-Berg

Das Netzwerk wird vom Rheinisch-Bergischen Kreis getragen und vereint fast 100 Partnerinnen und Partner aus Kitas, Schulen, Unternehmen und außerschulischen Bildungseinrichtungen. Ziel aller Beteiligten ist es, junge Menschen frühzeitig und praxisnah für MINT-Themen zu begeistern. Als eines von zahlreichen zdi-Zentren in NRW ist es Teil des größten MINT-Fördernetzwerks in Deutschland, Zukunft durch Innovation.NRW, das über 5.000 Partnerinnen und Partner umfasst.

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Lenkrad und Infotainmentsystem aus BMW ausgebaut

Bergisch Gladbach – Hochwertige Fahrzeugteile aus BMW gestohlen: Polizei sucht Zeugen

27 November 2025 von Felix Morgenstern

In Bergisch Gladbach-Hebborn haben bislang unbekannte Täter in der Nacht zu Mittwoch hochwertige Fahrzeugkomponenten aus einem geparkten BMW ausgebaut. Der Halter bemerkte den Diebstahl am Mittwochmittag (26. November) gegen 11.50 Uhr, als er zu seinem Fahrzeug zurückkehrte und die Spuren des Einbruchs entdeckte.

Lenkrad und Infotainmentsystem aus BMW ausgebaut

Professionelles Vorgehen der Täter

Der Besitzer hatte den BMW am Vorabend (25. November) gegen 21.30 Uhr ordnungsgemäß verschlossen am Fahrbahnrand der Mutzer Straße abgestellt. Innerhalb des nächtlichen Tatzeitraums schlugen die Täter eine hintere Seitenscheibe ein und verschafften sich so Zugang zum Innenraum. Anschließend bauten sie äußerst zielgerichtet das Lenkrad, das fest verbaute Infotainmentsystem samt Navigationsmodul sowie das Multifunktionssteuergerät aus.

Diese Komponenten gehören zu den besonders begehrten Bauteilen, die häufig bei überregional agierenden Banden im Fokus stehen. Experten weisen darauf hin, dass derartige Diebstähle oft binnen weniger Minuten durchgeführt werden und die Täter meist professionell ausgestattet sind.

Schaden im vierstelligen Bereich

Der Wert des Diebesguts liegt nach aktuellen Einschätzungen im mittleren bis hohen vierstelligen Bereich. Neben dem materiellen Verlust bleiben für den Fahrzeughalter auch erhebliche Kosten für Reparaturen und die Wiederherstellung des Fahrzeugs.

Die Polizei geht davon aus, dass die Täter den Tatort gezielt ausgewählt haben könnten und möglicherweise zuvor die Umgebung ausgekundschaftet haben. Hinweise auf weitere beschädigte Fahrzeuge in der Nähe liegen bislang nicht vor.

Polizei bittet Anwohner und Autofahrer um Hinweise

Für die Ermittler des Kriminalkommissariats 3 sind vor allem Beobachtungen rund um die Mutzer Straße in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch relevant. Wichtig könnten unter anderem folgende Hinweise sein:

  • ungewöhnliche Geräusche oder Lichtquellen,
  • fremde Personen, die sich auffällig verhielten,
  • Fahrzeuge, die langsam durch die Straße fuhren oder längere Zeit parkten,
  • verdächtige Werkzeuge oder Taschenlampenlicht in der Nacht.

Auch Aufzeichnungen privater Tür- oder Überwachungskameras aus dem Umfeld könnten entscheidende Hinweise liefern.

Zeugen oder Personen, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter 02202 205-0 beim Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg zu melden.

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19 Verletzte nach Pfeffersprayeinsatz an Kölner Schule – Polizei ermittelt gegen mehrere Beteiligte

27 November 2025 von Felix Morgenstern

An der Europaschule im Kölner Stadtteil Zollstock ist es am vergangenen Mittwoch zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen: Eine Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen führte zu einem Pfeffersprayeinsatz im Schulgebäude – insgesamt wurden mindestens 19 Schülerinnen und Schüler verletzt.

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Auseinandersetzung eskaliert im Schulgebäude

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gerieten gegen 14:20 Uhr drei Jugendliche in der Schule in Streit. Einer der Beteiligten konnte inzwischen identifiziert werden: ein 15-Jähriger, der selbst kein Schüler der Europaschule ist. Er soll einen 16-jährigen Schüler attackiert und Pfefferspray gegen ihn eingesetzt haben.

Der 16-Jährige setzte ebenfalls Pfefferspray ein – offenbar, um sich zu verteidigen. Beide Stoffe verteilten sich rasch im Schulgebäude und führten dazu, dass zahlreiche unbeteiligte Schülerinnen und Schüler Reizungen erlitten.

Zahlreiche Verletzte und medizinische Versorgung

Mindestens 19 Jugendliche klagten nach dem Vorfall über Beschwerden wie Augen- und Atemwegsreizungen. Neun von ihnen wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Eltern und Angehörige kamen unmittelbar zur Schule und wurden dort durch Einsatzkräfte betreut.

Ermittlungen laufen – weiterer Beteiligter gesucht

Die Polizei stellte das Pfefferspray des 16-Jährigen sicher und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Gegen den 15-Jährigen wird ebenfalls ermittelt. Zudem suchen die Beamten weiterhin nach einem dritten Jugendlichen, der an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein soll.

Die Polizei setzt ihre Ermittlungen fort, um den genauen Ablauf der Tat sowie die Hintergründe des Konflikts vollständig aufzuklären.

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Fachtag „Demokratieförderung in Schule“: Lehrkräfte erhalten praxisnahe Unterstützung – Schülerinnen und Schüler im Gespräch mit Innenminister Reul

27 November 2025 von Felix Morgenstern

Wie wichtig demokratische Bildung ist, zeigt sich besonders in Zeiten zunehmender Desinformation und polarisierter Debatten im Netz. Schulen spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie vermitteln jungen Menschen, wie man Informationen kritisch einordnet, Konflikte fair austrägt und demokratische Werte lebt. Vor diesem Hintergrund hat das Bildungsnetzwerk des Rheinisch-Bergischen Kreises rund 130 Lehrkräfte und Schulleitungen zum Fachtag „Demokratieförderung in Schulen“ ins Kreishaus Heidkamp eingeladen.

Demokratie als Lern- und Lebensraum

Landrat Arne von Boetticher betonte zur Eröffnung, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Schulen seien der Ort, an dem junge Menschen früh lernen, Meinungen zu äußern, zu diskutieren und respektvoll mit Unterschieden umzugehen. Die hohe Bedeutung des Themas spiegelte sich nicht zuletzt in der Teilnahme von NRW-Innenminister Herbert Reul wider, der sich im Verlauf der Veranstaltung einer intensiven Diskussion mit Jugendlichen stellte.

Impulse aus Forschung und Praxis

Den fachlichen Auftakt gestaltete Dr. Wolfgang Beutel vom Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover. In seinem Vortrag „Herausforderung Demokratie!“ hob er hervor, dass demokratische Bildung dauerhaft verankert werden müsse – als grundlegende Aufgabe für Schulen von der ersten Klasse an. Demokratie könne nur bestehen, wenn bereits junge Menschen befähigt würden, die liberale Grundordnung zu verstehen und zu verteidigen.

Arbeitsforen: Von Medienkompetenz bis Erinnerungskultur

In fünf Arbeitsforen setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Fragen der Demokratiebildung auseinander. Die Themen reichten von Debattenkultur und Perspektivwechsel über die Förderung eines wertschätzenden Miteinanders bis hin zum Umgang mit Desinformation, Deepfakes und Hass im Netz. Workshops zu Projekten wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ oder zu zeitgemäßen Formen schulischer Erinnerungskultur boten konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag.

Zahlreiche Best-Practice-Beispiele lieferten den Lehrkräften wertvolle Anregungen, um Demokratie und Respekt im Klassenzimmer aktiv zu stärken und Schülerinnen und Schüler resilient gegenüber demokratiefeindlichen Anfeindungen zu machen.

Schülerinnen und Schüler im Dialog mit Minister Reul

Ein Höhepunkt des Fachtages war die 45-minütige Diskussionsrunde zwischen Innenminister Herbert Reul und Jugendlichen der Nelson-Mandela-Gesamtschule sowie des Gymnasiums Odenthal. Die Schülerinnen und Schüler stellten gut vorbereitete, kritische Fragen – unter anderem zu Radikalisierung im Netz, Fake News, Bedrohungen für die Demokratie und der Rolle der Sicherheitsbehörden.

Reul betonte die Notwendigkeit, gesellschaftliche Probleme offen anzusprechen, um Vertrauen in staatliche Institutionen zurückzugewinnen. Zudem sprach er sich für stärkere Regulierung des Internets und klare Altersgrenzen beim Zugang zu digitalen Plattformen aus. Das von den Jugendlichen angesprochene Modell einer „Verfassungsviertelstunde“ zur Stärkung politischer Bildung begrüßte er ausdrücklich.

Landrat von Boetticher fasste das Gespräch abschließend zusammen und appellierte an alle Beteiligten: „Wir müssen unsere Demokratie gemeinsam pflegen.“

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Abgasuntersuchung für Elektroautos ab 2026: Neue Vorgaben für die HU

Abgasuntersuchung für Elektroautos ab 2026: Neue Vorgaben für die HU

27 November 2025 von Darian Lambert

Ab 2026 sollen in Deutschland erstmals standardisierte Abgasprüfprotokolle für Elektrofahrzeuge eingeführt werden. Darauf weist ein aktualisierter Entwurf zur HU-Richtlinie hin, der derzeit zwischen mehreren Fachgremien abgestimmt wird. Zwar stoßen reine Elektroautos weiterhin keine Abgase aus, doch laut dem Papier soll „die Emissionsfreiheit im Rahmen einer erweiterten Systemprüfung reproduzierbar dokumentiert“ werden.

Die Maßnahme wird offiziell als „AU-E“ bezeichnet.

Hintergrund der Neuerung

Begründet wird der Schritt damit, dass die bisherige Praxis – das Weglassen der AU bei Elektroautos – „zu lückenhaften Dokumentationen führe“.
Da die HU-Plakette jedoch ein vollständiges Prüfbild erfordere, soll ab 2026 auch für E-Autos ein formaler Abgaskontrollschritt verpflichtend werden.

Technisch ändern müsse sich dabei „nichts Wesentliches“, heißt es. Vielmehr handle es sich um eine „verlagerte Prüfform“, bei der nicht die Emission selbst, sondern die Nicht-Emission erfasst werde.

Wie die neue Prüfung abläuft

Laut Entwurf werden Elektroautos künftig an ein vereinfachtes AU-Erfassungsgerät angeschlossen. Dieses prüft nicht vorhandene Abgaswerte anhand folgender Kriterien:

  • Systemreaktion auf einen Prüfreiz: Das Fahrzeug wird in einen definierten Zustandsmodus versetzt, in dem das Steuergerät bestätigen muss, dass keine abgasrelevanten Komponenten aktiv sind.
  • Sensorische Leerfeldmessung: Das AU-Gerät führt automatisierte Nullmessungen durch, um zu belegen, dass kein Auslassdruck messbar ist.
  • Dokumentation der Emissionsfreiheit: Die Messung erzeugt einen elektronischen Nullwertreport, der im HU-Protokoll abgelegt wird.

In den Prüfzentren wird dafür ein standardisierter Anschluss genutzt, unabhängig davon, ob das Fahrzeug konstruktiv über einen Auspuff verfügt oder nicht.

Offizielle Stellungnahmen

Ein Sprecher des zuständigen Arbeitskreises betont, es gehe nicht um eine technische Notwendigkeit, sondern um „eine einheitliche Prüfstruktur, die für alle Fahrzeugantriebe vergleichbare Nachweisverfahren sicherstellt“.

Intern spricht man davon, dass man in der Bevölkerung Missverständnissen vorbeugen wolle:
Sind Elektroautos nämlich von der AU befreit, entstehe „der Eindruck unvollständiger Prüfung“, was bei Stichprobenkontrollen zu Irritationen führe.

Keine Veränderung der HU-Intervalle

Wie bisher müssen E-Autos:

  • nach 3 Jahren zur ersten Hauptuntersuchung
  • danach alle 2 Jahre

Die neue AU-E wird vollständig in die reguläre HU integriert. Ein separater Termin ist nicht vorgesehen.

Warum der Schritt umstritten ist

Mehrere Prüforganisationen äußerten bereits Zweifel, ob eine dokumentierte Nullmessung einen Mehrwert biete.
In Verbänden hieß es jedoch, man müsse „die Gleichbehandlung unterschiedlicher Antriebsarten sichtbar machen“.

In Fachkreisen kursiert der inoffizielle Begriff „symbolische Abgasprüfung“.

Auch wenn Elektrofahrzeuge technisch weiterhin ohne Abgase auskommen, könnte 2026 erstmals ein offizielles Abgasprüfprotokoll für E-Autos Pflicht werden.
Die Entscheidung soll noch im Laufe des Jahres bestätigt werden.

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Chancen und Herausforderungen: 30. Altenberger Forum widmet sich dem Thema Migration

26 November 2025 von Felix Morgenstern

Das 30. Altenberger Forum Kirche und Politik hat am Wochenende zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den Altenberger Dom und das Martin-Luther-Haus gelockt. Im Mittelpunkt stand eines der prägendsten Themen unserer Zeit: Welche Chancen und Herausforderungen bringen Flucht und Migration für unsere Gesellschaft mit sich? Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Kirche, Politik und Wirtschaft beteiligten sich auch Schülerinnen und Schüler der Johannes-Löh-Gesamtschule aktiv an der Diskussion.

Breite Perspektiven auf dem Podium

Nach einem ökumenischen Gottesdienst im Altenberger Dom fand im Martin-Luther-Haus eine lebendige Podiumsdiskussion statt. Auf dem Podium saßen Weihbischof Ansgar Puff, die Odenthaler Unternehmerin Anke Meißner, Dr. Stefan Hößl von der Melanchthon-Akademie sowie der ehemalige Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann. Die Diskussion wurde von Journalistin Melanie Wielens moderiert.

Das Forum machte gleich zu Beginn deutlich: Migration ist kein neues Phänomen, sondern historisch eine stetige Begleiterin gesellschaftlicher Entwicklung. Dr. Hößl betonte, Migration sei eine „universelle menschliche Praxis“, die man nicht ausschließlich aus einer Problemperspektive betrachten dürfe.

Integration: Viele Erfolge, aber auch Hürden

Die Diskussion zeigte sowohl Fortschritte als auch Schwierigkeiten auf. 64 Prozent der Menschen, die 2015 nach Deutschland kamen, sind laut aktuellen Zahlen heute berufstätig. Diese positive Entwicklung wird jedoch von strukturellen Hindernissen gebremst: fehlende Anerkennung ausländischer Abschlüsse, lange Bearbeitungszeiten und Sprachbarrieren erschweren vielen Geflüchteten den Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Unternehmerin Anke Meißner schilderte die Situation aus Sicht der Wirtschaft: Viele Betriebe öffnen Türen für Geflüchtete und bieten Ausbildungs- und Arbeitsplätze an. Gleichzeitig seien die bürokratischen Hürden im Alltag groß und frustrierten sowohl Unternehmen als auch Bewerberinnen und Bewerber.

Kommunen als tragende Säule

Einen klaren Fokus setzte Stephan Santelmann auf die Situation vor Ort: Kommunen seien der Ort, an dem Integration konkret stattfinde und Demokratie erlebbar werde. Die steigenden Anforderungen, etwa im Bereich Unterbringung, Gesundheit oder Sprachförderung, könnten jedoch ohne ausreichende Unterstützung von Bund und Land kaum bewältigt werden.

Ehrenamt und gesellschaftliche Kommunikation

Weihbischof Puff würdigte insbesondere das Engagement der rund 10.000 Ehrenamtlichen im Erzbistum Köln, die Geflüchtete unterstützen. Gleichzeitig warnte er vor einer zunehmenden Erschöpfung der Helferinnen und Helfer – besonders angesichts unzureichender Kapazitäten in der psychosozialen Betreuung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der gesellschaftlichen Stimmung: Polarisierende Debatten, insbesondere in sozialen Netzwerken, erschwerten sachliche Auseinandersetzungen und schürten Ängste. Demokratische Akteure müssten diesen Räumen stärker Aufmerksamkeit widmen, so Puff.

Fazit: Integration braucht gemeinsames Handeln

Am Ende des Forums stand eine klare Botschaft: Migration ist eine dauerhafte Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirchen und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die Podiumsgäste waren sich einig, dass Migration Herausforderungen mit sich bringt – aber auch große Chancen, die Gesellschaft kulturell, wirtschaftlich und sozial bereichern können.

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Rösrath – BMW-Motorrad aus Carport gestohlen: Polizei sucht dringend Zeugen

26 November 2025 von Felix Morgenstern

In Rösrath ist erneut ein hochwertiges Motorrad gestohlen worden. Wie der Besitzer der Polizei meldete, verschwand die Maschine in der Nacht zum Dienstag (25.11.) aus einem Carport im Löwenburgweg – offenbar unbemerkt und ohne Hinweise auf mögliche Täter.

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Diebstahl am helllichten Tag bemerkt

Der Eigentümer hatte sein Motorrad der Marke BMW am Montagabend (24.11.) gegen 18:30 Uhr zuletzt gesehen. Als er am nächsten Morgen gegen 11:30 Uhr erneut nachsah, stellte er fest, dass die Maschine verschwunden war. Das Motorrad stand gut sichtbar in einem offenen Carport direkt neben dem Einfamilienhaus – ein Ort, der normalerweise als sicher gilt.

Bei dem entwendeten Fahrzeug handelt es sich laut Polizei um eine BMW mit dem amtlichen Kennzeichen GL-SR50. Das Motorrad hat einen geschätzten Wert im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich. Aufgrund der hohen Qualität und der starken Nachfrage nach BMW-Motorrädern vermuten Beamte, dass es sich möglicherweise um einen gezielten Diebstahl handeln könnte.

Polizei geht ersten Spuren nach

Nach der Meldung des Geschädigten nahm die Polizei eine Strafanzeige auf und leitete sofort erste Ermittlungen ein. Das Motorrad wurde zur Fahndung ausgeschrieben – damit können sowohl Streifenfahrten als auch automatische Kennzeichenerfassungssysteme auf das Fahrzeug aufmerksam werden.

Ob die Täter das Motorrad möglicherweise mit einem Transporter abholten oder gewaltsam entriegelten, ist derzeit noch unklar. Auch die Frage, ob das Umfeld des Hauses zuvor ausgespäht wurde, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

Zeugenaufruf: Wer hat etwas Verdächtiges bemerkt?

Da der Löwenburgweg eine Wohnstraße ist, hofft die Polizei besonders auf Hinweise aus der Nachbarschaft. Ungewöhnliche Geräusche, fremde Fahrzeuge oder Personen – selbst kleine Beobachtungen könnten entscheidend sein.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 3 der Polizei Rhein-Berg unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen.

Die Polizei betont, wie wichtig eine schnelle Kontaktaufnahme ist: Je früher Hinweise eingehen, desto größer sind die Chancen, das Motorrad aufzuspüren und mögliche Täter zu ermitteln.

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Unfall auf der L 80: Unbekannter Fahrer blendet Pkw – junge Frau überschlägt sich

26 November 2025 von Felix Morgenstern

Ein gefährlicher Zwischenfall auf der L 80 bei Wermelskirchen beschäftigt aktuell die Polizei. Am Dienstagabend (25.11.) kam es dort zu einem Verkehrsunfall, nachdem eine 22-jährige Autofahrerin durch das Fernlicht eines entgegenkommenden Pkw geblendet wurde und die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor. Der unbekannte Verursacher setzte seine Fahrt fort, ohne anzuhalten – nun wird er dringend gesucht.

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Unfall beim Befahren einer Linkskurve

Die 22-jährige Remscheiderin war gegen 18:05 Uhr gemeinsam mit ihrem 23-jährigen Beifahrer in Richtung Dreibäumen unterwegs. In einer Linkskurve kam ihr ein Fahrzeug entgegen, dessen Fahrer das grelle Fernlicht nicht abblendete. Die junge Frau wurde so stark geblendet, dass sie ins Schleudern geriet.

Ihr Opel kam zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab, drehte sich und überschlug sich schließlich. Erst im Unterholz links neben der Straße kam der Wagen zum Stehen.

Leichte Verletzungen – hoher Sachschaden

Die Fahrerin sowie ihr Beifahrer erlitten leichte Verletzungen und standen unter erheblichem Schock. Beide wurden zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden im mittleren vierstelligen Bereich.

Polizei sucht flüchtigen Verursacher

Der unbekannte Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt in Richtung Bergisch Born unterwegs war, hielt nicht an und entfernte sich unerlaubt vom Unfallort. Die Polizei geht von einer Verkehrsunfallflucht aus und sucht nun dringend Zeugen, die Hinweise zu dem Fahrzeug oder dessen Fahrer geben können.

Sachdienliche Angaben nimmt das Verkehrskommissariat in Burscheid unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen. Auch der gesuchte Fahrer selbst wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

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