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Zwei Luxusautos gestohlen – Polizei fahndet nach DaimlerChrysler und Jaguar

25 August 2025 von Felix Morgenstern

Leichlingen/Wermelskirchen – In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (21. auf 22. August) sind im Rheinisch-Bergischen Kreis gleich zwei hochwertige Fahrzeuge gestohlen worden. Sowohl in Leichlingen-Witzhelden als auch in Wermelskirchen schlugen bislang unbekannte Täter zu.

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DaimlerChrysler in Leichlingen verschwunden

Ein grau-silberner DaimlerChrysler SLK Cabrio, Baujahr 2003, verschwand von einem Stellplatz an der Straße Neuenhof in Witzhelden. Das Auto war am Donnerstagabend gegen 22 Uhr zuletzt gesehen worden. Am Freitagmorgen meldete der Nutzer den Diebstahl der Polizei. Der Wagen trägt das Kennzeichen W-HI1956 und hat einen Wert im unteren fünfstelligen Bereich. Auch die Zulassungsbescheinigung Teil 1 wurde entwendet.

Jaguar Land Rover in Wermelskirchen entwendet

Nur wenige Stunden später meldete sich der Besitzer eines schwarzen Jaguar Land Rover. Sein Fahrzeug war seit Donnerstagabend auf einem Parkplatz am Hauff-Weg abgestellt. Videoaufzeichnungen zeigen, dass der Wagen in der Nacht zu Freitag gegen 2:10 Uhr entwendet wurde. Das Fahrzeug mit dem Kennzeichen GL-TA2024 hat einen Wert im unteren sechsstelligen Bereich.

Polizei bittet um Hinweise

Beide Fahrzeuge wurden zur Fahndung ausgeschrieben. Das zuständige Kriminalkommissariat 3 in Burscheid bittet um Hinweise zu den Diebstählen oder möglichen Aufenthaltsorten der gestohlenen Autos. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 bei der Polizei melden.

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CDU-Sommerfest eskaliert: Bosbach brüskiert, Parteichef verweigert Foto – Skandal nimmt neue Wendung

CDU-Sommerfest eskaliert: Bosbach brüskiert, Parteichef verweigert Foto – Skandal nimmt neue Wendung

24 August 2025 von Darian Lambert

Eisige Fronten statt fröhlicher Feier: Beim Sommerfest der CDU Rhein-Berg hat sich ein handfester Parteiskandal offenbart. Während Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach tapfer um Haltung bemüht war, spielte sich im Hintergrund ein Drama ab, das die Union in der Region weiter erschüttert.

CDU-Chef verweigert Nähe zu Bosbach

Vor laufenden Kameras und mitten im Gedränge der Gäste sorgte der Kreisparteichef Dr. Hermann-Josef Tebroke für einen Eklat. Ein gemeinsames Foto mit seiner Abgeordneten? „Kommt nicht in Frage, das könnte falsch verstanden werden“, so Tebroke knapp. Ein Affront, der Bosbach sichtbar traf – und die tiefen Risse im Kreisverband öffentlich machte.

Affäre um Scheinrechnung wirft lange Schatten

Der Grund für die demonstrative Distanz: Schwere Vorwürfe gegen Bosbach. Im Raum stehen eine angebliche Scheinrechnung und eine Bargeldübergabe. Zwar weist die Politikerin sämtliche Anschuldigungen strikt zurück – „kein persönlicher Vorteil, kein Schaden für die CDU“ – doch die Staatsanwaltschaft Köln prüft noch immer. Ein Ergebnis könnte schon in den nächsten Wochen folgen.

Brisanter Auftritt am Bierwagen

Zusätzlicher Zündstoff: Der ehemalige CDU-Azubi, der die Vorwürfe selbst ins Rollen brachte, tauchte ebenfalls beim Sommerfest auf – und mischte sich unter die Gäste. Ausgerechnet er, der Bosbach mit seiner Anzeige massiv belastet hatte. „Ich bin CDU-Mitglied, ich muss mich doch nicht verstecken“, verteidigte er sich trotzig. Viele Mitglieder sahen das anders und mieden demonstrativ seine Nähe. „Eine reine Provokation“, war aus Parteikreisen zu hören.

Bosbach hält Fassade aufrecht – Vater stärkt Rücken

Währenddessen versuchte Caroline Bosbach, Haltung zu bewahren. An der Seite ihres Vaters, CDU-Urgestein Wolfgang Bosbach, lächelte sie tapfer und suchte das Gespräch mit Unterstützern. Hinter den Kulissen war jedoch klar: Die Stimmung war vergiftet. Einzelne Weggefährten wie Kirmesmacher Burkhardt Unrau stellten sich demonstrativ an ihre Seite – eine kleine Geste mit großer Symbolkraft.

CDU zwischen Solidarität und Zerreißprobe

Der Parteichef beschwor am Ende die Geschlossenheit: „Die beste Zukunft hat der Rheinisch-Bergische Kreis mit der CDU.“ Doch das Fest, das eigentlich Zusammenhalt demonstrieren sollte, offenbarte vielmehr ein klimatisches Beben in der Partei. Zwischen Abgrenzung, eisiger Distanz und offener Provokation wird immer deutlicher: Der Skandal um Caroline Bosbach ist längst mehr als nur eine persönliche Affäre – er wird zur Belastungsprobe für die CDU Rhein-Berg.

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Kölner Bahnen: Pünktlichkeit weiter gesunken – Fahrgäste frustriert

21 August 2025 von Felix Morgenstern

Köln – Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben am Dienstag ihren aktuellen Qualitätsbericht vorgestellt – und der bestätigt, was viele Fahrgäste täglich erleben: Die Bahnen sind unzuverlässiger geworden. Besonders betroffen ist die Linie 4, die im Jahr 2024 mit den meisten Verspätungen auffiel.

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Nur drei von vier Bahnen pünktlich

Im Durchschnitt erreichten die KVB-Bahnen im vergangenen Jahr lediglich eine Pünktlichkeitsquote von rund 80 Prozent. Auf der Linie 4 war es noch schlechter: Nur drei von vier Fahrten verliefen nach Fahrplan. Hauptursache dafür sei die Großbaustelle auf der Mülheimer Brücke, heißt es im Bericht.

Falschparker und Unfälle sorgen für Störungen

Doch nicht nur Baustellen sind ein Problem. Laut KVB liegen viele Ursachen außerhalb des Unternehmens. Täglich blockieren falsch geparkte Autos Gleise, hinzu kommen im Schnitt fast zwei Verkehrsunfälle pro Tag, die den Bahnverkehr ausbremsen.

Entspannung in Sicht?

Die KVB kündigte an, bis Ende August wieder mehr Busse und zum Jahresende auch mehr Bahnen auf die Schiene zu bringen. Hintergrund sei eine verbesserte Personalsituation, nachdem zuletzt Fahrpläne wegen Personalmangels eingeschränkt werden mussten.

Für die Fahrgäste bleibt zu hoffen, dass sich die Situation bald bessert – die Geduld vieler Kölnerinnen und Kölner ist bereits stark strapaziert.

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Bauverzögerung in Wermelskirchen: Martin-Buber-Schule startet mit Übergangslösungen

21 August 2025 von Felix Morgenstern

Wermelskirchen/Leichlingen/Burscheid – Der Einzug in den neuen Teilstandort der Martin-Buber-Förderschule in Wermelskirchen verzögert sich. Statt wie geplant zum Schuljahresbeginn, können die neuen Räume voraussichtlich erst Ende September 2025 genutzt werden. Grund sind technische Probleme bei einzelnen Gewerken, die den Baufortschritt behindern.

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Übergangslösungen für Ober- und Berufspraxisstufe

Ursprünglich sollten drei Oberstufen- und zwei Berufspraxisstufen-Klassen zum neuen Standort wechseln. Damit der Unterrichtsbetrieb dennoch gesichert bleibt, haben Schulleitung, Kollegium und Schulaufsicht ein Übergangskonzept entwickelt.

  • Oberstufe: Die drei Klassen verbleiben zunächst am Standort Leichlingen. Ein Umzug nach Wermelskirchen ist erst zu Weihnachten 2025 vorgesehen, sobald die endgültigen Räume fertiggestellt sind.
  • Berufspraxisstufe: Zwei Klassen ziehen übergangsweise in das Gemeindezentrum der evangelischen Kirche in Burscheid-Hilgen. Dort profitieren die Schülerinnen und Schüler vom direkten Umfeld eines Einkaufszentrums sowie einem großzügigen Außengelände. Spätestens Ende Oktober 2025 sollen sie in ihre neuen Klassenräume in Wermelskirchen umziehen.

Ein Vorteil dieser Lösung: Die künftigen Werkräume in Wermelskirchen müssen nicht provisorisch als Klassenzimmer genutzt werden und können direkt als Fachräume eingerichtet werden.

Dank an Kollegium und Partner

„Ein besonderer Dank gilt dem Kollegium der Martin-Buber-Schule, das die veränderte Raumsituation intensiv vorbereitet und pädagogisch begleitet. So schaffen wir Bedingungen, in denen sich die Schülerinnen und Schüler trotz aller Umstellungen wohlfühlen können“, erklärte Aggi Thieme, Dezernentin für Schule, Bildung und Integration, Kultur beim Rheinisch-Bergischen Kreis.

Parallel arbeitet die Schulverwaltung an Anpassungen bei IT, Verpflegung, Möblierung und Schülertransport. Zur Entlastung des Standortes Leichlingen konnte zudem das Freibad in Dabringhausen für die ersten beiden Septemberwochen exklusiv angemietet werden. Dort erhalten die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, sportliche Angebote wie Wakeboarding auszuprobieren.

Perspektive: Mehr Platz und moderne Ausstattung

Nach Abschluss der Bauarbeiten erwartet die Schule deutlich verbesserte Bedingungen. In Leichlingen entsteht mehr Platz, in Wermelskirchen moderne und neu ausgestattete Räume. „Wir bitten wegen der kurzfristigen Änderungen um Verständnis. Am Ende wird sich die Situation für alle Beteiligten deutlich entspannen“, so Thieme weiter.

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Lkw in Leichlingen beschädigt – Täter schlagen Seitenscheibe mit Stein ein

21 August 2025 von Felix Morgenstern

Leichlingen – Am Montagmorgen (20. August) haben Unbekannte in der Uferstraße die Seitenscheibe eines geparkten Lkw eingeschlagen. Beute machten die Täter dabei jedoch nicht.

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Tat am frühen Morgen

Zwischen 7:15 Uhr und 7:45 Uhr war der Mercedes-Benz-Lkw unbeaufsichtigt auf der Uferstraße abgestellt. In dieser Zeit schlugen die Täter mit einem Stein die Seitenscheibe der Fahrerseite ein. Der Stein landete auf dem Fahrersitz und blieb im Fahrzeug liegen.

Gestohlener Rucksack schnell wieder aufgetaucht

Aus dem Innenraum nahmen die Täter einen Rucksack mit. Dieser wurde jedoch wenig später in einem nahegelegenen Gebüsch aufgefunden. Da sich darin keine Wertgegenstände befanden, blieb es bei einem Sachschaden am Fahrzeug.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und sucht nun nach Zeugen, die im fraglichen Zeitraum etwas Verdächtiges beobachtet haben. Hinweise nimmt das zuständige Kriminalkommissariat unter der Telefonnummer 02202 205-0 entgegen.

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Kostengünstige Fahrräder vom Ordnungsamt

Kostengünstige Fahrräder vom Ordnungsamt

19 August 2025 von Darian Lambert

Wer ein Fahrrad zu einem günstigen Preis sucht, sollte sich Donnerstag, den 28. August, im Kalender vormerken: Dann lädt das Ordnungsamt zur Versteigerung von Fundfahrrädern ein.

Bei den angebotenen Rädern handelt es sich um Fundstücke, die im Stadtgebiet aufgefunden und innerhalb von sechs Monaten nicht von ihren Eigentümerinnen oder Eigentümern abgeholt wurden. Sie kommen nun unter den Hammer – und zwar nach dem bekannten Prinzip: Zuschlag erhält, wer das höchste Gebot abgibt.

Insgesamt werden rund 35 bis 40 Fahrräder sowie zusätzlich fünf E-Bikes versteigert. Die Auswahl ist breit gefächert: Von schlichten Alltagsrädern bis hin zu hochwertigen Modellen ist für nahezu jeden Bedarf etwas dabei.

Die Versteigerung findet hinter dem Stadthaus am Konrad-Adenauer-Platz 9 statt. Über den Fußweg zwischen Stadthaus und der Bushaltestelle „Markt“ gelangt man direkt zum Parkplatz der Stadtverwaltung und den Garagen der Ordnungsbehörde. Ab 15 Uhr können Interessierte die Räder vorab in Augenschein nehmen, bevor ab 16 Uhr die Auktion beginnt. Gegen 18 Uhr wird die Veranstaltung voraussichtlich enden.

Wichtig zu wissen: Eine Gewährleistung auf die ersteigerten Fahrräder gibt es nicht.

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Einbruch in Leichlingen-Witzhelden: Täter hebeln Wintergartentür auf

19 August 2025 von Felix Morgenstern

Leichlingen-Witzhelden – Am Montagnachmittag (18. August) kam es im Höhscheider Weg zu einem Einbruch in ein Einfamilienhaus. Unbekannte Täter verschafften sich über den Wintergarten Zugang und durchsuchten nahezu sämtliche Räume.

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Schmuck und Uhren gestohlen

Zwischen 14:30 Uhr und 16:30 Uhr nutzten die Einbrecher die Abwesenheit der Bewohner. Mit Gewalt hebelten sie eine gläserne Wintergartentür auf und gelangten so ins Innere des Hauses. Dort durchwühlten sie die Räume und entwendeten nach ersten Erkenntnissen Armbanduhren und Goldschmuck. Der genaue Wert der Beute steht noch nicht fest.

Polizei sichert Spuren

Nach Rückkehr der Hausbesitzer alarmierten diese sofort die Polizei. Vor Ort bestätigten die Beamten den Einbruch und bestellten den Erkennungsdienst, um Spuren zu sichern. Die Ermittlungen dauern an.

Zeugen gesucht

Das Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg bittet Anwohner und Zeugen um Hinweise. Wer im genannten Zeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich Höhscheider Weg beobachtet hat, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 zu melden.

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Fußgängerin in Bensberg angefahren – Fahrerin flüchtet vom Unfallort

19 August 2025 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach-Bensberg – Am Montagabend (18. August) kam es in Bensberg zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine 64-jährige Fußgängerin leicht verletzt wurde. Die beteiligte Autofahrerin entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort.

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Zusammenstoß an der Nikolausstraße

Gegen 18 Uhr war die Frau aus Wuppertal zu Fuß auf der Schloßstraße in Richtung Kölner Straße unterwegs. Beim Überqueren der Nikolausstraße wurde sie von einem Pkw erfasst, der rückwärts aus der Schloßstraße über den Kreuzungsbereich fuhr. Das Auto rollte über den Fuß der 64-Jährigen.

Die Fahrerin des Pkw stieg zunächst aus und erkundigte sich nach dem Zustand der Fußgängerin. Anschließend setzte sie ihre Fahrt jedoch in Richtung Gladbacher Straße fort, ohne die Polizei zu informieren.

Ermittlungen wegen Unfallflucht

Die Polizei hat Ermittlungen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen.

Polizei sucht Zeugen

Zeugen, die Hinweise zu dem Pkw oder zur Fahrerin geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02202 205-0 bei der Polizei Rhein-Berg zu melden. Auch die Fahrerin selbst wird aufgefordert, sich bei den Beamten zu melden.

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Polizei stoppt zahlreiche „Geisterradler“ in Bergisch Gladbach

12 August 2025 von Felix Morgenstern

Bergisch Gladbach – Am Samstag, den 9. August, hat die Polizei im gesamten Stadtgebiet verstärkt Radfahrende kontrolliert – mit deutlichem Ergebnis: Vor allem sogenannte „Geisterradler“ gerieten ins Visier der Beamten.

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Schwerpunkt auf Radwegen

Zwischen 10 und 18 Uhr waren Polizeikräfte an mehreren Punkten im Stadtgebiet im Einsatz – unter anderem an der Gohrsmühle, der Hauptstraße, der Odenthaler Straße und der Dolmanstraße in Refrath. Rund 30 Radfahrende wurden angehalten, weil sie Radwege in der falschen Richtung nutzten.

Ein Radfahrer missachtete zudem eine rote Ampel, ein anderer telefonierte während der Fahrt und musste ebenfalls ein Verwarngeld zahlen.

Auch Autofahrende im Blick

Parallel zu den Fahrradkontrollen wurden auch Pkw-Fahrer überprüft. Vier Autofahrer wurden gestoppt, weil sie im Überholverbot überholten oder beim Überholen nicht den vorgeschriebenen Seitenabstand einhielten. Ein weiteres Fahrzeug hatte die Hauptuntersuchung überzogen.

Zusätzlich ahndeten die Beamten einen Fahrer, der während der Fahrt zum Telefon griff, sowie einen weiteren, der nicht angeschnallt war.

Ziel: Mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Mit den Kontrollen will die Polizei für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen – sowohl für Rad- als auch für Autofahrende. Die Beamten kündigten an, auch in Zukunft verstärkt auf die Einhaltung der Verkehrsregeln zu achten.

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SPD-Exklusivplätze für Wahlkampfstände? – Ordnungsamt und Bürgermeister in Erklärungsnot

SPD-Exklusivplätze für Wahlkampfstände? – Ordnungsamt und Bürgermeister in Erklärungsnot

10 August 2025 von Darian Lambert

Ein brisanter Vorgang wirft schwere Fragen zur Neutralität der Stadtverwaltung im Kommunalwahlkampf 2025 auf. Interne E-Mails belegen: Die SPD Bergisch Gladbach hat sich offenbar mithilfe des städtischen Ordnungsamts besonders attraktive Plätze für ihre Wahlkampfstände gesichert – und dies selbst schriftlich bestätigt.

Symbolbild: Die Gladbacher SPD versuchte offenbar mehrmals die Wahl zu manipulieren

In einer E-Mail vom 21. Juli 2025 schreibt SPD-Stadtmitte-Chef und stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender Dominik Klaas unmissverständlich:

„Als SPD haben wir die benannte Fläche meines Kenntnisstandes nach für nahezu jeden Samstag bis zur Wahl. (…) wird bei einer Partei bei Anzeige eines Infostandes ein Platz zugewiesen.“

Nach Recherchen bezieht sich diese „benannte Fläche“ auf einen Bereich am Eingang zur Fußgängerzone am Konrad Adenauer Platz – einer der begehrtesten Standorte für Wahlkampfstände in der Innenstadt, mit hoher Passantenfrequenz und unmittelbarer Sichtachse in die Einkaufszone.

Diese Aussage steht im direkten Widerspruch zu den geltenden Regeln der städtischen Sondernutzungssatzung, wonach Wahlkampfstände politischer Parteien lediglich anzeigepflichtig sind – ohne jede Möglichkeit einer exklusiven Reservierung. Im Normalfall gilt das „Windhundprinzip“: Wer zuerst kommt, darf zuerst werben.

Bürgermeister beschwichtigt – und widerspricht eigenen Leuten

Der Vorwurf wiegt schwer, denn Bürgermeister Frank Stein (SPD) versuchte wenige Tage später, die Angelegenheit herunterzuspielen. In einem Schreiben vom 28. Juli 2025 erklärte er, es gebe „weder eine (…) Zuweisung noch eine Bevorzugung einzelner Parteien“ und die parteipolitische Neutralität sei gewahrt.

Doch die eigenen Verwaltungsmitarbeiter senden ein anderes Signal:

  • Ute Unrau, Leiterin der Allgemeinen Ordnungsbehörde, deutete in ihrer Korrespondenz an, dass Infostände ohne vollständige Anzeige „leider“ abgebaut werden müssten – eine Drohung, die in der Praxis vor allem kleinere Parteien treffen könnte.
  • Frank Bodengesser, Leiter des Wahlbüros, bestätigte dagegen in einer E-Mail vom 21. Juli, dass es keine Genehmigungen oder Regelungen gebe und sich Parteien selbst einigen müssten.

Die widersprüchlichen Aussagen innerhalb der Verwaltung und die schriftliche Bestätigung der SPD lassen für Beobachter nur zwei Schlüsse zu: Entweder wurden der SPD tatsächlich exklusive Nutzungsrechte eingeräumt – oder sie handelte im Vertrauen auf interne Absprachen, die anderen Parteien verwehrt blieben.

Politischer Sprengstoff vor der Wahl

Die Bürgerpartei GL, deren Infostand am 19. Juli genau an diesem zentralen Standort von SPD-Vertretern beanstandet wurde, spricht von einem „klaren Bruch der Neutralitätspflicht“ und hat beim Bürgermeister Akteneinsicht beantragt, um den Vorgang vollständig aufzuklären. Auch die Kommunalaufsicht des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde eingeschaltet.

„Wenn sich bestätigt, dass hier unter der Hand exklusive Plätze verteilt wurden, ist das ein Skandal, der das Vertrauen in die Fairness des Wahlkampfs massiv erschüttert“, so ein Parteisprecher.

Ob der Bürgermeister tatsächlich nichts von den mutmaßlichen Absprachen wusste – oder die SPD im Rathaus einen Wettbewerbsvorteil genießen konnte – dürfte nun nicht nur die Stadtpolitik, sondern auch die Öffentlichkeit beschäftigen.

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