Am Freitag, den 24. März 2023, wird das Max-Bruch-Jazzquartett im Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach auftreten. Das Konzert mit dem Titel „Old Jazz – New Colours“ wird im Rahmen der Reihe „Galeriekonzerte für Neue und Neueste Musik“ präsentiert.
Die drei Musiker Matthias Muche (Posaune), Constantin Herzog (Kontrabass) und Marcel Wasserfuhr (Schlagzeug) sind Dozenten der städtischen Max-Bruch-Musikschule. Als Gast wird Tobias Weindorf das Quartett vervollständigen. Die vier Musiker versprechen einen individuellen und neuen Stil mit Standards und Eigenkompositionen.
Die Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf moderne Interpretationen von bekannten Werken von Duke Ellington, Thelonious Monk und Charles Mingus freuen. Die Eigenkompositionen des Quartetts sind auf traditionellen Formen und Modern Mainstream Jazz basiert und bieten somit einen dynamischen Wechsel zwischen Improvisation und Komposition.
Das musikalische Erlebnis kann mit einem anschließenden Rundgang durch die aktuelle Ausstellung der Villa Zanders abgerundet werden. Nach dem Konzert ist die Ausstellung für eine halbe Stunde kostenlos zugänglich.
Die Konzertkarten sind für 10 Euro an der Theaterkasse Bergischer Löwe erhältlich. Telefonische Reservierungen sind unter 02202 14 26 04 möglich. Dies ist eine Gelegenheit für alle Jazzliebhaber, eine Nacht voller musikalischer Unterhaltung zu erleben.
In Bergisch Gladbach findet am 1. April 2023 ein weiteres Literaturkonzert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Klänge der Stadt“ statt. Sibylle Bertsch und Cosmin Boeru, die bereits im vergangenen Jahr beim Kultursommer erfolgreich aufgetreten sind, präsentieren dieses Mal eine Interpretation von Theodor Fontanes Gesellschaftsroman „Effi Briest“. Die Veranstaltung findet um 18:00 Uhr im Rathaus Bensberg statt und der Eintritt ist frei, jedoch wird um Spenden gebeten. Anmeldungen werden per E-Mail an klaenge@wir-fuer-gl.de sowie telefonisch unter 02204 483909 oder 02202 982444 entgegengenommen.
Der deutsche Schriftsteller Theodor Fontane ist einer der bedeutendsten Romanschriftsteller des 19. Jahrhunderts und sein Todestag jährt sich 2023 zum 125. Mal. Sein Eheroman „Effi Briest“ wird in diesem Literaturkonzert thematisiert und zeigt in feiner Dramatik seine Erzählkunst. Dabei wird die Botschaft vermittelt, dass jedes Prinzip und Dogma in seiner Totalität zum Untergang führen kann und somit noch immer aktuell ist.
Die Klaviermusik, die das Literaturkonzert begleitet, besteht aus Werken, die zu Fontanes Zeit gespielt wurden. Dabei handelt es sich um hochvirtuose und emotionale Kompositionen von Chopin, Wagner, Brahms, Rachmaninow oder Mendelssohn-Bartholdy.
Die ausführenden Künstler Sibylle Bertsch und Cosmin Boeru sind sowohl in Deutschland als auch in Europa bekannt. Sibylle Bertsch hat ihr Diplom an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart erworben und hat seitdem an vielen Bühnen in Deutschland gespielt. Sie wurde mehrfach mit Stipendien ausgezeichnet und hat ihre Liebe zur Musik und Literatur in Literaturkonzerten vereint. Cosmin Boeru, gebürtig aus Rumänien, spielte bereits im Alter von sechs Jahren Klavier. Er hat zahlreiche erste Preise bei Klavierwettbewerben gewonnen und ist sowohl als Kammermusiker als auch als Solist in ganz Europa aktiv. Seit 2007 hat er eine Dozentur an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz inne.
Die Veranstaltungsreihe „Klänge der Stadt“ wird von der Organisation „Wir für Bergisch Gladbach e.V.“ geleitet und das Literaturkonzert „Effi Briest“ ist eine Kooperation mit Literaturkonzert Köln und der Stadt Bergisch Gladbach. Anmeldungen für das Literaturkonzert werden bereits entgegengenommen.
Am 19. März 2023 findet das Abschlusskonzert des Regionalwettbewerbs Rhein-Berg/Oberberg von „Jugend musiziert“ statt. Musikbegeisterte haben die Möglichkeit, in der Freien Waldorfschule in Bergisch Gladbach eine Auswahl an musikalischen Darbietungen junger Nachwuchstalente aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis zu erleben. Dabei präsentieren die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Können in verschiedenen Genres wie klassischen Blasinstrumenten, Klavier, Gesang und Ensembles, sowie E-Gitarre und Schlagzeug. Moderiert wird das Matinee-Programm von Mike Altwicker.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ qualifiziert, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Der Wettbewerb dient dazu, junge Talente zu fördern und zu finden. Im Regionalwettbewerb von Rhein-Berg/Oberberg haben sich insgesamt 12 Kinder und Jugendliche aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis durch ihre hervorragenden Leistungen für eine Teilnahme am Landeswettbewerb qualifiziert, der vom 24. bis zum 28. März in Münster stattfindet. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Landeswettbewerbs nehmen dann am Bundeswettbewerb Ende Mai in Zwickau teil.
Als besondere Würdigung ihrer Leistungen werden die jungen Musikerinnen und Musiker im Anschluss an das Abschlusskonzert vom Landrat Stephan Santelmann und Christiane Bechem, Regionaldirektorin der Kreissparkasse Köln, ausgezeichnet.
Das Konzert wird vom Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises ausgerichtet und der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Wettbewerb „Jugend musiziert“ sind auf der offiziellen Webseite zu finden.
Fassadenspots und Baumstrahler erhellen Gebäude, Park und Platz
Angeleuchtet wird die Villa Zanders schon, seitdem vor vielen Jahren der Verschönerungsverein die ersten Strahler spendierte. Ab sofort erstrahlt das historische Gebäude in der Stadtmitte in wesentlich hellerer Illumination, nachdem eine ganze Batterie hochmoderner LED-Lichtelemente durch die Firma Gärten von Klein GmbH & Co.KG geplant und rundherum mit Unterstützung durch den städtischen Bauhof verbaut wurden. “Dunkle Löcher” im umgebenden Park sind damit passé, und die Wertigkeit des Gebäudes wird durch die neue Ausleuchtung noch einmal stärker hervorgehoben, was dem gesamten Erscheinungsbild der Bergisch Gladbacher Stadtmitte zugutekommt.
Angestoßen wurde das neue Lichtkonzept durch einen Beschluss des städtischen Infrastrukturausschusses, die Umsetzung erfolgte durch die Abteilung Verkehrsflächen im Fachbereich Umwelt und Technik – nicht ohne vorher einen Bemusterungstermin durchzuführen, bei dem sich alle Anwesenden stark beeindruckt vom Zusammenspiel der vorgestellten Leuchtenelemente zeigten.
Die Anstrahlung der Villa ist deutlich erhöht worden mit sieben großen 200 Watt-Strahlern. Darüber hinaus werden die größten Bäume im Park mit 100 Watt- bzw. 200 Watt-Strahlern von unten angestrahlt, was im belaubten Zustand einen eindrucksvollen Lichtschirm bildet und bei unbelaubten Bäumen einen Lichtkegel erzeugt, der die Schattierungen der Äste besonders plastisch zur Geltung bringt. An einigen Eingangssäulen wurden zusätzlich nach oben strahlende Bodenspots verbaut.
Auch auf dem Konrad-Adenauer-Platz erstrahlt zusätzliches Licht: Am Podest mit dem Papierschöpfer sind nun drei Bodenspots eingelassen, die von der Firma Gärten von Klein gestiftet wurden; der davor stehende große Baum erhielt ebenfalls Illumination von unten. Damit wurde der große Wunsch der Interessengemeinschaft Stadtmitte berücksichtigt, die Lücke in der Beleuchtung des Konrad-Adenauer-Platzes zu schließen und den Passanten bei der Platzüberquerung ein sichereres Gefühl zu geben.
Die durch den Verschönerungsverein ursprünglich angebrachten, bereits mehrfach erneuerten Strahler finden übrigens an anderer Stelle im Stadtgebiet weiter Verwendung.
Unserer kapitalistisch,
digital durchorganisierten Gesellschaft gehen bekanntlich die Utopien und
Träumer aus. Vor allem solche, die sich auch in die angeblich wirtschaftswissenschaft-liche
und gesellschaftliche Öffentlichkeit trauen.
Gisela Becker-Berens traut
sich mit ihren anderen Träumen offenbar überall hin. Lieber bewohnt sie daher „die
schlösser der lüfte“. Und sie beklagt in ihrem Gedicht „baum des lebens“ den Raubbau an der Natur, „nun holzt man euch
ab kalkuliert den profit“.
Die Lyrikerin greift viele weitere
– aber nicht inflationär viele – gesellschaftliche Probleme auf, darunter jene
der Flüchtlinge, radikalisierter Jugendlicher, prekärer Arbeit und selbstverständlich
auch die des Rassismus. Am liebsten würde sie sich wegträumen, dorthin, „wo
mich kein wimpernschlag/trennt von mir selbst“. Dennoch verschließt sie ihre
Augen nicht und häte realistisch Ausschau.
Mit ihrem Gedicht „du fragst“ –
Cees Noteboom gewidmet – beantwortet sie die unumgängliche Frage „wie ein gedicht
aussehen soll“ und beschreibt damit zugleich treffend ihre Lyrik. „manche„ Gedichte
“haben/den klang von äolsharfen/sagte der dichter/und er tanzte über den
zebrastreifen/wo ihn ein reim überrollte“. Manche Gedichte seien „wie wolken“, „manche
sind so laut/da brauchte man ohrenschützer/andere sind wie lämmer/die über den
mondzaun hüpfen“.
Auch
an Liebesgedichten lässt sie es in ihrem Band nicht fehlen. Lässt „gesang“ ertönen
„und dir war klar dass er allein für dich erklang“.
Die ambitionierte
Autorin schildert die zum Teil anheimelnde Atmosphäre ihrer derzeitigen Heimatstadt
Bergisch Gladbach, ohne dabei mit Kritik zu sparen. Ihre Stadt ist danach „samt
Bäumen verschwunden/ zugunsten von platten quadratisch grau“.
Die Mitte ihres Lyrikbandes
bilden vier gekonnte „haiku“s. „über die brücke/tanzen narren verkleidet/den
fluss stört es nicht“ heißt es in einem, der auch die in dem Band immer wiederkehrende
Macht der Natur gegenüber menschlichen Anstrengungen betont.
Dazu empfiehlt Gisela Becker-Berens
unter anderem in dem Kapitel „heilsam verrückt“ abwägend, „im ernstfall wage/den
höhenflug doch/zieh rechtzeitig/die flüsterbremse“ .
Obwohl dem genauen Blick der
Lyrikerin kaum soziale und gesellschaftliche Probleme entgegen, endet auf der
hinteren Umschlagseite die Autorin dennoch optimistisch „im gras liege ich/im
schatten des baumes/der aus dem dunkel/zum licht hin sich dreht“.
Sie legt damit einen wahren
Wortschatz traumhafter Einsichten vor, der ihre beiden vorherigen kaum weniger lesenswerten
Lyrikbände noch einmal an Vielfalt,
Tiefe, Wortmelodie und Bildhaftigkeit übertrifft.
Ein Lyrikband für Träumer*innen,
die an der Verwirklichung ihrer Träume nicht verzagen wollen.,
Gisela Becker-Berens, andere
träume, Gedichte von 2013 bis 2019, Wiesenburg
Verlag, Schweinfurt 2019, 103 Seiten, 12.- €
Der aus dem Kölner ParaDies+DasReichT ins Bergische Paradies
vertriebene „FriedLebensKünstler“ Rolf KeTaN Tepel meldet sich wieder
öffentlich aktiv zurück!
Seiner Zeit voraus antwortet KeTaN auf die diesjährige JahresLosung der Ev. Kirche “SUCHET DEN FRIEDEN UND JAGET IHM NACH!” seit 14 Jahren mit der Formel:
“HIERMIT ERKLÄRE ICH DIR/MIR/UNS + DER WELT DEN FRIED!” (KeTaN auf dem WeltJugendTag 2005 im FriedensPark Köln)
WIE KANN DAS SEIN?
Mit der “AntWort auf diese Frage“ und einer „AnSage an Alle” eröffnet KeTaN am 06.03.2019 um 12.00 Uhr das WerkSemester 2019 der WeltFriedAkademie auf dem Dorothee-Sölle-Platz 0 (vor der ChristusKirche am StadtGarten im BelgischenViertel in Köln).
Auf dem Platz öffnet sich zur MitTagsStunde ein “Sozial-plastischer ResonanzRaum zur FriedGeStaltung” als „friedenspolitisches TagesGebet“ in der NachFolge de politischen NachtGebets von Dorothee-Sölle.
Von
AscherMittWoch bis Ostern stellt KeTaN täglich von 12.00 – 13.00 Uhr
eine FriedsFrage in den MittelPunkt der Betrachtung, die z.B.
folgendermassen lauten kann:
„Wie formuliert ein Mensch eine
FriedsErKlärung?“ – „Wie/Wo/Wann findet der Fried GeHör?“ – „Braucht der
Fried kollektive öffentliche HörArgane?“ – „Wer antwortet wie/wo auf
FriedGestalten, wie etwa Greta Thunberg, Eugen Drewermann oder KeTaN?“ –
„Wie kann ich mich in die WeltFriedAkademie EINschreiben?“ – „Was ist
eine FriedWährung?“ – „Warum ist Island und nicht Israel das gelobte
friedlichste Land?“ – „Wie sieht wohl ein FriedsHauptQuartier aus?“ –
„Kann/will der Fried ausbrechen?“ – „Was macht der Fried wenn Krieg
herrscht?“ – „Können wir Kinder frieden statt kriegen?“ – „Wo werden die
FriedsKünste gelehrt?“ – „Was will die FriedAkademie?“ – „Was sind
FriedWerkZeuge?“ – „Was sind die EigenSchaften und Qualitäten eines
FriedsSchauPlatzes?“ – „Wie ist der Fried an der Börse zu handeln?“ –
„Ist der Fried langweilig und/oder öde?“ usw. und usf.
Die TagesFrage wird auf den FB-Seite der FriedAkademie:
JederMensch
ist herzlich eingeladen! Respekt, Achtsamkeit, wohlwollende
Aufmerksamkeit, sowie die Grundlagen der gewaltlosen Kommunikation sind
Bedingung zur TeilNahme und TeilGabe.
Am Sonntag, 12. Mai 2019, veranstaltet der Humanistische Verband NRW (K.d.ö.R.) in Wuppertal gemeinsam mit den Freidenkern Wuppertal e.V. seine jährliche Jugendfeier im „Wuppertaler Hof“.
Zur Vorbereitung gibt es Informationen am Mi., 16. Jan. 2019, um 18:30 Uhr, „börse“, Studio 2, Wolkenburg 100, Wuppertal
Die Jugendfeier bietet religionsfrei lebenden Jugendlichen im Alter von 13-16 Jahren die Möglichkeit, den Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenleben in ritualisierter Form zu feiern, wie es in vielen Kulturen seit Jahrhunderten üblich ist.
In der Vorbereitung setzen sich die Jugendlichen mit dem Erwachsen werden auseinander, mit den nun anstehenden Veränderungen und mit ihrer eigenen Rolle in Familie und Gesellschaft. Dabei beruft sich die Jugendfeier auf die humanistischen und freigeistigen Werte von Selbstbestimmung, Eigenverantwortung Meinungsfreiheit, Toleranz und Gleichberechtigung. Ferner steht sie explizit in der Tradition von freireligiösen Jugendfeiern, die sich in kirchenkritischen Kreisen des 19. Jahrhunderts entwickelt haben.
Die Jugendlichen lernen die Geschichte der Jugendweihe bzw. Jugendfeier kennen und setzen sich mit religionskritischen Positionen und dem Sinn des Lebens auseinander. Themen wie Liebe, Freundschaft und Sexualität spielen eine Rolle. Schließlich gestalten die Jugendlichen ihre eigene Feier mit eigenen Beiträgen selbst bestimmt.
Die Vorbereitungsphase für die Jugendfeier 2019 findet von Februar bis April 2019 mit zwei Wochenendfahrten, Terminen vor Ort und Exkursionen z.B. in das NS-Dokumentationszentrum Köln statt.
Die Bergische Jugendfeier-Veranstaltung wird durchgeführt am So.,12. Mai 2019 im Festsaal „Wuppertaler Hof“, Hans-Dietrich-Genscher-Platz 5 (vormals: Winklerstraße) in Wuppertal.
Am 30. Aug. ist der diesjährige Tag der Einschulung für die Grundschul-Kinder in NRW. Der Eintritt in den neuen Lebensabschnitt bringt manche Änderung für die angehenden „i-Dötzchen“. Ein auffälliges Merkmal ist zunächst die bunte Schul-Tüte.
Gleich zu Beginn gibt es einen „Schul-Gottesdienst“ und dann einen Stundenplan. Darauf steht u.a. ein „Religionsunterricht“. Gläubige Menschen empfinden das soweit als normal. Zudem ist es gesetzlich geregelt. Aber was ist mit tausenden Kindern, die bislang religionsfrei aufwachsen durften?
Sie gehen meist einfach mit in den „Reli“-Unterricht – es sei denn, ihre Eltern melden sie ab. Dann gibt es Beschäftigung oder lediglich „Aufsicht“ in einem Nebenraum. In Bekenntnis-Grundschulen ist selbst diese „Alternative“ nicht vorgesehen und alle Schüler/innen müssen die christliche Lehre anhören.
Konfessionsfreien Eltern ist das gar nicht recht. Bereits vor über einem Jahr hatte die CDU-FDP-Landesregierung versprochen, „Ethikunterricht in der Grundschule“ zu ermöglichen. Aber wann? Mache Eltern suchen eigene Wege und den Austausch über diesen Missstand. Sie wollen Abhilfe. Alternative Infos und Möglichkeit zur Vernetzung für Eltern und andere bietet die Plattform
Seit langem fordert der Humanistische Verband die Einrichtung eines allgemeinen Fachs „Ethik, Religionen, Weltanschauungen“. Auch die Gewerkschaft der Lehrkräfte (GEW) hatte unlängst ihre Forderung nach einem allgemeinen „bekenntnis-unabhängigen Werteunterricht in der Grundschule“ bekräftigt. Der HVD will diese Idee aufgreifen und spricht mit Parteien, der GEW und anderen, um ggf. für ein Modell-Projekt zu werben.
Die Gemeinschaft des Humanistischen Verbandes NRW K.d.ö.R. in Wuppertal hat am 13. Juni ihre Mitgliederversammlung durchgeführt und dabei einen neuen Vorstand gewählt.
Der langjährige Vorsitzende Jürgen Köster blickte einleitend auf die Entwicklung der Gemeinschaft zurück. Dabei stand die steigende Nachfrage nach weltlichen Lebensfeiern im Vordergrund. Diese werden von den ausgebildeten HVD-Feiersprecher/innen der Gemeinschaft gestaltet.
Die Wahl von Henrike Lerch als neue Vorsitzende und die weitgehende Umbesetzung der bisherigen Vorstandsfunktionen markieren in gewisser Weise einen Neustart des Humanistischen Verbandes in Wuppertal. Die neue Vorsitzende dankte Jürgen Köster für seine langjährige Tätigkeit als Vorsitzender der Gemeinschaft, für die er weiterhin als Schatzmeister tätig sein wird.
Die Versammlung wählte als Stellvertretende Vorsitzende Susanne Moschiri-Bischoff (Jugendfeier) sowie Hans-Peter Schulz (bisher Schatzmeister, nun Öffentlichkeitsarbeit). Außerdem wurde der Vorstand mit vier Beisitzer/innen erweitert, die bestimmte Schwerpunkt-Aufgaben übernehmen: Feierkultur, Engels-Jubiläum u.a.
Für die kommenden Monate sind verschiedene Aktivitäten in Planung: Das Thema „Ethik-Unterricht an Grundschulen“ soll mit einer öffentlichen Veranstaltung aufgegriffen werden. Zum Engelsjubiläum könnte der HVD Wuppertal die Ausrichtung einer Podiumsdiskussion übernehmen. Die Reihe „Humanisten lesen!“ will sich der Frage zuwenden: „War Engels ein Humanist?“ und auch die „historische Perspektive der freidenkerischen Bewegung“ aufgreifen. Außerdem werden für den Herbst wieder die „Humanistische Gedenkfeier“ und die Winter-Feier vorbereitet. Zum Jahresbeginn startet die neue Jugendfeier-„Saison“.
Bei der Vorbereitung zur Bergischen Jugendfeier 2018 gab es viele Infos und eine Menge Spaß für alle. Mitte Januar wurde beim Info-Abend für Jugendliche, Eltern und Interessierte ein Trailer von der Vorbereitung aus dem letzten Jahr gezeigt.
Gleich Anfang Februar fand schon die erste Runde zum Kennenlernen der Wuppertaler Gruppe statt mit dem Themenkomplex: „Was hat mir daran gefallen Kind zu sein? Was ändert sich jetzt, wenn ich Erwachsen werde? Wo will ich Verantwortung übernehmen? Wie stelle ich mir meine Zukunft vor?“ und dabei … klönen, spielen, Freizeit.
Anfang März stand das zentrales Vorbereitungswochenende des HVD-Landesverbandes unter dem Motto „Geschichte der Jugendfeier und Humanistisches Selbstverständnis“. Neben reichlich Freizeit ging es in der Tagungsstätte in Oer-Erkenschwik auch um den Einstieg und weitere Ideensammlung für die eigene Feier vor Ort. MitteMärz stand der Besuch des NS-Dokumentationszentrum in Köln auf dem Programm. Damit gab es eine gute Vorbereitung für den Besuch der Gedenkveranstaltung an der Wenzelberg-Schlucht in Solingen.
Ende April in es für ein Wochenende in ein Naturfreunde-Haus in Solingen. Die teilnehmenden Jugendlichen konnten den eigenen weltanschaulichen Standpunkt klären: „Religionsfrei, ist da nichts? Was unterscheidet uns von gläubigen Menschen?“ Ansonsten gibt es bekanntlich nur wenig Gelegenheit zu kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Religion. Außerdem wurde an einem Nachmittag die ProFamilia-Geschäftsstelle in Wuppertal besucht zum Thema „Sexualität“.
Die Gruppe konnte sich mit Gleichgesinnten altersgemäß mit gesellschaftlich relevanten Fragen auseinander setzen. Dabei ist es dem Humanistischen Verband und den Freidenkern Wuppertal als Veranstaltern wichtig, dass die Jugendlichen selbst Einfluss auf Themen und Programmgestaltung nehmen können.