Archiv | Kultur

ChatGPT Image 24. Apr. 2025, 10_27_35(1)

Neue Dom-Beleuchtung in Köln: Energiesparende LEDs sorgen für schärfere Konturen – Naturschützende üben Kritik

24 April 2025 von Felix Morgenstern

Seit Ostersonntag erstrahlt der Kölner Dom in einem neuen Licht. Punkt 21 Uhr wurden 700 LED-Leuchten aktiviert, die das Wahrzeichen der Stadt mit präzisem Licht ausleuchten. Die neue Technik ersetzt die veraltete Halogen-Beleuchtung und bringt zahlreiche Vorteile mit sich: deutlich weniger Energieverbrauch, längere Lebensdauer der Leuchten und eine feinere Ausleuchtung architektonischer Details.

„Jetzt können einzelne Konturen wie das filigrane Strebewerk viel deutlicher hervorgehoben werden“, schwärmt Dombaumeister Peter Füssenich. Entwickelt wurde das Beleuchtungskonzept von einem international tätigen Lichtplanungsbüro gemeinsam mit der Dombauhütte. Für die neue Installation wurden zwölf Kilometer Kabel verlegt und zahlreiche Testläufe in nächtlichen Stunden durchgeführt.

Eine lange Geschichte des Lichts

Die Beleuchtung des Doms hat eine lange Tradition. Schon 1836 wurde die damals noch unvollendete Kathedrale bei einem Besuch des preußischen Kronprinzen beleuchtet. In den 1920er-Jahren entschied sich die Stadt, den Dom regelmäßig an Festtagen zu erhellen. Während der Energiekrise im Jahr 2022 wurde die Ausleuchtung vorübergehend stark reduziert.

Mit der neuen Lichttechnik geht man nun den Spagat zwischen Tradition und Nachhaltigkeit – zumindest aus Sicht der Domverantwortlichen.

Kritik von Umweltverbänden wegen Lichtverschmutzung

Nicht alle begrüßen das neue Lichtkonzept. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) kritisiert die Lichtverschmutzung durch die neue Anlage. Obwohl die Beleuchtung ab 1 Uhr nachts stark heruntergefahren wird, befürchten Umweltschützende negative Auswirkungen auf Algen, Fledermäuse und Insekten rund um den Dom.

Die Planer verweisen dagegen auf die gezielte Ausleuchtung, bei der im Vergleich zur alten Technik deutlich weniger Fläche beleuchtet werde. Damit, so argumentieren sie, reduziere sich auch der Einfluss auf die Tierwelt. Zudem wird auf den deutlich geringeren Energieverbrauch der LED-Leuchten verwiesen.

Eklat bei Pressekonferenz

Für Aufsehen sorgte am Sonntagabend ein Vorfall bei einer Pressekonferenz des BUND: Der Chef des Lichtplanungsunternehmens unterbrach die Veranstaltung lautstark und warf den Umweltschützenden Unwissenheit vor. Erst nach wiederholten Aufforderungen beruhigte sich die Situation.

Trotz der Diskussionen um Umweltaspekte zeigt sich die Stadt Köln überzeugt vom neuen Konzept – sowohl in ästhetischer als auch in energetischer Hinsicht. Der Dom, so die Verantwortlichen, werde nicht nur schöner, sondern auch nachhaltiger beleuchtet.

Kommentare (0)

pm_43-wanderbus(1)

Mit dem Bergischen WanderBus ins Grüne: Saisonstart am 12. April

10 April 2025 von Felix Morgenstern

Bergisches Land – Wanderfreunde aufgepasst: Am 12. April 2025 startet der Bergische WanderBus in die neue Saison und bringt bis zum 5. Oktober an 62 Betriebstagen wieder Naturbegeisterte bequem zu den schönsten Routen im Bergischen Wanderland. Die Verbindung bietet nicht nur entspannte Anfahrten ohne Parkplatzsorgen, sondern auch maximale Flexibilität bei der Routenplanung.

Bereits seit 16 Jahren ist das Angebot ein fester Bestandteil der regionalen Wanderinfrastruktur – und beliebter denn je. Im vergangenen Jahr nutzten 1.698 Fahrgäste den Service – ein Anstieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Flexibel wandern ohne Auto

Der WanderBus fährt im Zwei-Stunden-Takt zwischen Bergisch Gladbach, Odenthal und Wermelskirchen. Besonders praktisch: Die erste und letzte Fahrt startet und endet an der S-Bahn-Station Bergisch Gladbach, was auch Gästen aus Köln oder dem Umland eine stressfreie Anreise ermöglicht. „Der Bus ist mehr als nur ein Transportmittel – er ist eine Einladung, die Schönheit der Region auf nachhaltige Weise zu entdecken“, sagt Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH.

Preiswert und unkompliziert

Die Fahrt kostet je nach Strecke zwischen 3,70 und 6,70 Euro. Wer ein Deutschlandticket oder ein anderes VRS-Ticket besitzt, kann den WanderBus ohne Aufpreis nutzen.

Highlights entlang der Strecke

Der Bus bringt Wanderer direkt zu beliebten Zielen wie dem Altenberger Dom, der Klosterlandschaft Altenberg, dem Eifgenbachtal oder Teilstücken des als „Deutschlands schönster Wanderweg 2024“ ausgezeichneten Bergischen Wegs. Auch der barrierearme Komfortspazierweg rund um Altenberg ist angebunden – ideal für Menschen mit Gehbeeinträchtigungen.

Ein weiterer Höhepunkt ist der 13,5 Kilometer lange Klosterlandschaftsweg, der mit interaktiven Stationen die Geschichte der Zisterziensermönche lebendig macht.

Breite Unterstützung für nachhaltigen Tourismus

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsleistung des Rheinisch-Bergischen Kreises, der Tourismusorganisation Das Bergische, der Stadt Wermelskirchen, der Gemeinde Odenthal und der Regionalverkehr Köln GmbH. Christof Jochum, stellvertretender Bürgermeister von Odenthal, sieht im WanderBus „einen absoluten Mehrwert“ für die Region. Auch Mareike Rottmann von Das Bergische betont: „Der Tourismus ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Angebote wie der WanderBus stärken das Bergische als attraktives Reiseziel.“

Fahrtroute & Einschränkungen

Die Route führt über:
Odenthal Kirche – Altenberg – Schöllerhof – Limmringhausen – Lüdorf – Dabringhausen Mitte – Eifgen – Wermelskirchen Rathaus – Busbahnhof – Neuemühle

Wichtig: Die Haltestelle „Straußenfarm“ wird aufgrund von Hochwasserschäden bis Saisonende 2025 nicht direkt angefahren. Ein kurzer Fußweg ab der Haltestelle „Neuemühle“ ermöglicht jedoch weiterhin den Besuch.

Fazit

Mit dem Bergischen WanderBus wird das Erkunden der Natur zum komfortablen und klimafreundlichen Erlebnis. Ob Kurztrip, Tageswanderung oder Kultur-Ausflug – das Angebot verbindet Naturgenuss, Flexibilität und Nachhaltigkeit auf ideale Weise. Wer das Bergische Land aktiv erleben möchte, sollte sich dieses Serviceangebot nicht entgehen lassen.

Kommentare (0)

Nikon 5200

Kölner Seilbahn startet in die Saison – mit rot-weißer FC-Kabine

21 März 2025 von Felix Morgenstern

Nach viermonatiger Winterpause ist die Kölner Seilbahn seit heute wieder in Betrieb – und sie startet spektakulär in die neue Saison: Erstmals ist eine rot-weiße 1. FC Köln-Kabine mit an Bord. Für Fans des Traditionsvereins ein besonderes Highlight über den Dächern der Domstadt.

Jungfernfahrt für Geißbock-Kabine

Die neue FC-Gondel mit der Kabinennummer 32 wurde heute feierlich eingeweiht. Betriebsleiter Carlos Castro, selbst seit vielen Jahren eingefleischter FC-Fan, durfte sie als Erster in Bewegung setzen. Für ihn ein emotionaler Moment:

„Da schlägt mein FC-Herz höher. Ich bin jetzt 18 Jahre dabei – und in diesem Jahr haben wir es endlich geschafft.“

Mit einem großen Schlüssel öffnete Castro das Schiebetor und gab per Telefon das Startsignal an die Gegenseite in Deutz: „Hör mal, wir starten jetzt.“

Besondere Mitfahrer zur Einweihung

Zur Jungfernfahrt gesellten sich FC-Geschäftsführer Philipp Türoff sowie zwei Spielerinnen des FC-Frauenbundesliga-Teams. Für Türoff war es die erste Fahrt in der Seilbahn – und gleich ein ganz besonderer Moment:

„Köln ist unser Zuhause – und wenn man diese Stadt von oben erlebt, denkt man automatisch auch ein bisschen an den FC.“

Die auffällig knallrote Kabine mit Geißbock-Logo und roten Sitzen soll künftig regelmäßig im Fahrbetrieb unterwegs sein. Einsteigen ist Glückssache – aber wer die Chance hat, wird mit einem einzigartigen Blick über Stadt, Dom und Rhein belohnt.

Seilbahn-Start am Tag des Glücks

Die Eröffnung fiel nicht nur mit dem Frühlingsanfang, sondern auch mit dem Internationalen Tag des Glücks zusammen – ein gutes Omen, findet Carlos Castro:

„Was Schöneres kann man doch gar nicht haben, als hier in den Sonnenschein zu starten.“

Tradition mit Aussicht

Die Kölner Seilbahn wurde 1957 zur Bundesgartenschau eröffnet und ist heute nicht nur ein beliebtes Verkehrsmittel, sondern ein echtes Stück Stadtgeschichte. Mit 10 km/h gleiten die Gondeln etwa sechs Minuten über den Rhein – während unten der Verkehr auf der Zoobrücke stockt, genießen Fahrgäste oben den Blick auf blühende Wiesen, das Rheinufer und den Dom.

Und wer Glück hat, erwischt dabei die neue FC-Kabine – für Fans ein ganz besonderer Aufstieg.

Kommentare (0)

4_bergische-genossenschaftsbanken(1)

Bergische Wanderwoche im Frühling: Mehr Touren, neue Highlights und starke Partner

19 März 2025 von Felix Morgenstern

Die Bergische Wanderwoche geht 2025 in eine neue Runde – und das gleich zweimal im Jahr. Nach der erfolgreichen Resonanz im Vorjahr wird das beliebte Wanderformat sowohl im Frühjahr als auch im Herbst stattfinden. Dabei erweitert sich das Angebot um neue Touren und Themen, während mit den Bergischen Genossenschaftsbanken erstmals ein starker Partner an Bord ist.

Noch mehr Vielfalt für Wanderfreunde

Das abwechslungsreiche Tourenprogramm bleibt das Herzstück der Veranstaltung. Themenschwerpunkte wie Kulinarik, Kräuter und Gesundheit haben sich fest etabliert und bieten weiterhin spannende Erlebnisse.

Für alle Alters- und Leistungsgruppen ist etwas dabei:

  • Familienfreundliche Touren für Groß und Klein
  • Langstreckenwanderungen für ambitionierte Teilnehmer
  • Mehrtagestouren mit Übernachtung
  • Geführte Wanderungen auf dem Bergischen Weg, Deutschlands schönstem Wanderweg
  • Early-Bird- und Feierabendwanderungen für Berufstätige

In diesem Jahr kommen neue Erlebnisse hinzu: Erstmals gibt es eine Wanderung auf dem Bergischen Jakobsweg, eine archäologisch-historische Tour in Bensberg sowie eine Vogelstimmenexkursion in Overath.

„Unsere Gästeführerinnen und Gästeführer lassen sich immer wieder neu von den unzähligen Möglichkeiten im Bergischen inspirieren. Dadurch gelingt es uns, Jahr für Jahr ein vielseitiges Programm auf die Beine zu stellen“, sagt Mareike Rottmann, Produktmanagerin Aktiv bei „Das Bergische“.

Bergische 50 feiert Jubiläum

Ein besonderes Highlight der Bergischen Wanderwoche ist die Bergische 50, die 2025 ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Die beliebte 50-Kilometer-Wanderung startet am 10. Mai, gefolgt von der Bergischen 25 am 11. Mai in Wipperfürth.

Dank der Zweitagesregelung können in diesem Jahr noch mehr Wanderfreunde teilnehmen. Dennoch sind die Tickets bereits ausverkauft – ein Beweis für die große Beliebtheit des Events.

Neue Partnerschaft stärkt das Wanderangebot

Erstmals wird die Wanderwoche von den Bergischen Genossenschaftsbanken unterstützt. Dazu gehören die Volksbank Berg eG, die Bensberger Bank eG, die VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen und die Volksbank Oberberg eG.

„Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit den Bergischen Genossenschaftsbanken. Diese Partnerschaft ermöglicht es uns, unser Wanderangebot weiter auszubauen und zeigt zugleich die enge Verbundenheit der Banken mit der Region“, betont Gabi Wilhelm, Geschäftsführerin von Das Bergische.

Programmübersicht und Anmeldung

Das vollständige Programm der Bergischen Wanderwoche im Frühjahr ist unter www.bergische-wanderwochen.de abrufbar. Dort können Interessierte nach Thema, Datum und Ort filtern und gezielt nach passenden Wanderungen suchen.

Die Bergische Wanderwoche im Herbst findet vom 7. bis 28. September 2025 statt, das Programm wird voraussichtlich ab Juli 2025 veröffentlicht.

Kommentare (0)

World environment day. Green Business or corporate and community cooperation for Environment conservation sustainable development goal. volunteers help solve environmental problems. global teamwork

Earth Hour 2025: Bergisch Gladbach setzt ein Zeichen für den Klimaschutz

17 März 2025 von Felix Morgenstern

Auch in diesem Jahr beteiligt sich Bergisch Gladbach an der weltweiten Aktion „Earth Hour“ und setzt damit ein Zeichen für den Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Am Samstag, den 22. März 2025, um 20:30 Uhr wird die Beleuchtung des Historischen Rathauses für eine Stunde ausgeschaltet.

Licht aus für den Planeten

Die Earth Hour, eine Initiative des WWF, steht 2025 unter dem Motto:
„Licht aus. Stimme an. Für einen lebendigen Planeten.“

Das Ziel: Ein Zeichen für Umwelt- und Klimaschutz setzen, indem weltweit für eine Stunde das Licht abgeschaltet wird. Millionen Menschen, Unternehmen und Städte machen jährlich mit – und auch Bergisch Gladbach ist wieder dabei.

Bürger sind eingeladen, mitzumachen

Bürgermeister Frank Stein betont die Bedeutung der Aktion:

„Wir tragen Verantwortung für unseren Planeten. Die Earth Hour erinnert uns daran, dass Klimaschutz keine Option, sondern eine Notwendigkeit ist.“

Auch Erster Beigeordneter Ragnar Migenda unterstreicht die langfristige Perspektive:

„Es geht nicht nur um uns, sondern auch um zukünftige Generationen. Wir wollen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen.“

Die Stadt lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich zu beteiligen – sei es durch das Ausschalten von Lichtern in der eigenen Wohnung oder durch die Teilnahme an der symbolischen Verdunkelung des Rathauses.

Eine weltweite Bewegung

Seit 2007 ist die Earth Hour zu einer globalen Bewegung geworden. Jedes Jahr schalten Millionen Menschen, Unternehmen und Städte weltweit für eine Stunde das Licht aus. 2024 beteiligten sich allein in Deutschland über 550 Städte und Gemeinden an der Aktion.

Mit der Verdunkelung des Historischen Rathauses reiht sich Bergisch Gladbach erneut in diese Bewegung ein und setzt ein starkes Signal für den Klimaschutz.

Kommentare (0)

einladungstitel-komprimiert(2)

Bergisches Waldforum am 17. März: Experten diskutieren Klimawandel im Wald

13 März 2025 von Felix Morgenstern

Wie können Wälder den Klimawandel überstehen? Welche Baumarten sind zukunftsfähig? Und welche Rolle spielt der Waldboden? Antworten auf diese Fragen gibt es beim Bergischen Waldforum am Montag, 17. März 2025, um 19:00 Uhr im Kreishaus Bergisch Gladbach (Am Rübezahlwald 7). Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) lädt alle Interessierten zu einem kostenlosen Vortragsabend mit führenden Experten ein. Eine Anmeldung wird erbeten unter waldforum@sdw-rbk.de.

Wälder im Klimawandel – Herausforderungen für die Zukunft

Für SDW-Kreisvorsitzenden Rainer Deppe ist klar: Der Klimawandel ist längst Realität. Besonders die Wälder im Bergischen Land sind betroffen, denn als jahrhundertelang wachsende Ökosysteme können sie sich nur schwer an die rasanten Veränderungen anpassen.

„Klimawandel – das sind nicht nur ein paar Zahlen in Temperaturstatistiken. Das ist sichtbar Realität in unserer Landschaft.“

Das Bergische Waldforum bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und zeigt Wege auf, wie der Wald widerstandsfähiger gestaltet werden kann.

Hochkarätige Referenten und spannende Themen

  • Waldboden als Grundlage für gesunde Wälder
    Hartwig Dolgner, Leiter des Fachbereichs Hoheit des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, wird erläutern, warum ein gesunder Waldboden die Basis für klimaresistente Wälder ist.
  • Welche Bäume überleben den Klimawandel?
    Uwe Schölmerich, Lehrbeauftragter für Waldbau an der Universität Bonn, widmet sich in seinem Vortrag „Alles fließt – wie wir den Klimawandel im Wald begleiten sollten“ der Frage, welche Baumarten sich an veränderte Bedingungen anpassen können und wie Förster die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen.
  • Roteiche: Ein Hoffnungsträger für die Zukunft?
    Die Roteiche ist Baum des Jahres 2025. Förster Louis Altinkamis stellt diese aus Nordamerika stammende Baumart vor, die mit ihrem starken Wurzelwachstum Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten zieht – ein Vorteil in Zeiten zunehmender Trockenheit.

Nachhaltige Wälder für kommende Generationen

Das Ziel des Forums ist klar: Den Wald von heute so entwickeln, dass er auch in 150 Jahren noch vital und vielfältig ist.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an diesem Abend über die Zukunft des Bergischen Waldes zu informieren und mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

Kommentare (0)

Woman at rally holding sign for equal pay and fair treatment.

„Equal Pay Day“: Verdi ruft zu Warnstreiks in Kitas und Kliniken auf

07 März 2025 von Felix Morgenstern

In zahlreichen Städten Nordrhein-Westfalens haben am Donnerstag Beschäftigte aus Kitas, Kliniken und sozialen Einrichtungen ihre Arbeit niedergelegt. Mit den Warnstreiks zum „Equal Pay Day“ setzt die Gewerkschaft Verdi ein Zeichen für mehr Lohngerechtigkeit für Frauen.

Arbeitsniederlegungen in Kitas, Kliniken und sozialen Diensten

In vielen NRW-Städten, darunter Köln, Bonn, Leverkusen, Essen, Duisburg und Münster, kam es zu Streikaktionen. Besonders betroffen waren Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten – darunter Kitas, Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beteiligte sich an den Protesten in den Kindertagesstätten.

Unter dem Motto „Die Welt steht still, wenn wir die Arbeit niederlegen“ versammelten sich Tausende Beschäftigte zu Kundgebungen, unter anderem in Köln und Dortmund.

Verdi fordert gerechte Bezahlung für systemrelevante Berufe

Die Gewerkschaft macht auf die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Laut Verdi sind viele Frauen im öffentlichen Dienst nicht nur beruflich gefordert, sondern auch durch die Versorgung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen zusätzlich belastet.

Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, betonte:
„Es ist an der Zeit, dass Frauen für ihre unverzichtbare Arbeit gerecht entlohnt werden.“

Warnstreiks setzen Tarifverhandlungen unter Druck

Seit vier Wochen kommt es immer wieder zu Warnstreiks in verschiedenen Kommunen und Fachbereichen. Bereits am Donnerstag hatten sich mehr als 4.000 Beschäftigte aus 50 Gesundheitseinrichtungen am Protest beteiligt – mit spürbaren Auswirkungen.

In den Mühlenkreiskliniken mussten rund 100 geplante Operationen abgesagt werden. Pressesprecher Christian Busse erklärte:
„Das Krankenhaus-Geschehen war heute doch merklich beeinflusst. Alle elektiven, das heißt planbaren Operationen, wurden im Grunde abgesagt.“

Auch in anderen Städten kam es zu Einschränkungen im Krankenhausbetrieb, in der Kinderbetreuung und in sozialen Einrichtungen.

Arbeitgeber kritisieren Streiks – Verhandlungen laufen weiter

Die kommunalen Arbeitgeber kritisierten die Arbeitsniederlegungen scharf. Sie argumentieren, dass Warnstreiks vor allem Bürgerinnen und Bürger treffen, indem sie die Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung und den Nahverkehr belasten.

Verdi fordert:

  • 8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro mehr pro Monat
  • Höhere Zuschläge für ungünstige Arbeitszeiten
  • Drei zusätzliche freie Tage

Die Arbeitgeber halten diese Forderungen für nicht finanzierbar. Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit findet am 14. März in Potsdam statt. Dort soll eine tragfähige Lösung gefunden werden – allerdings erfordert dies Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten.

Kommentare (0)

Jecken an Karneval/Menschen bei einem Karnevalsumzug

Weiberfastnacht in NRW: Jecke feiern ausgelassen und friedlich

28 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Zehntausende Narren haben am Donnerstag den Straßenkarneval in Nordrhein-Westfalen eröffnet. In den Hochburgen Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn wurde bunt und ausgelassen gefeiert. Trotz der großen Menschenmengen zog die Polizei am Abend eine überwiegend positive Bilanz.

Buntes Treiben in Köln – Polizei zieht erste Bilanz

In Köln verlief der Start in den Straßenkarneval weitgehend ruhig. Die Polizei musste bis in die Abendstunden nur vereinzelt eingreifen. Auch die Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdiensten hielten sich auf einem normalen Wochentagsniveau. Mehr als 3.000 Einsatzkräfte von Polizei, Ordnungsamt und privaten Sicherheitsfirmen sowie über 800 Sanitäter sorgten für Sicherheit.

Dennoch gab es einige Vorfälle: Die Polizei leitete 25 Ermittlungen wegen Körperverletzung ein, nahm 14 Personen in Gewahrsam und registrierte vier mutmaßliche Sexualdelikte, die noch untersucht werden. Zwei Frauen erstatteten Anzeige wegen Vergewaltigung – eine Tat soll sich im Zülpicher Viertel, eine weitere in einer mobilen Toilette nahe der Universität ereignet haben.

Das Motto des diesjährigen Karnevals „FasteLOVEnd – Wenn Dräum widder blöhe“ sorgte für eine fröhliche Stimmung in der Stadt. Anders als in den Vorjahren mussten die Zugänge zum Zülpicher Viertel nicht gesperrt werden. Auch in der Altstadt rund um den Heumarkt war es weniger voll als 2023, obwohl das Wetter bis zum Nachmittag trocken und sonnig blieb.

Die offizielle Eröffnung fand traditionell am Morgen auf dem Alter Markt statt. Neben dem Kölner Dreigestirn sorgten zahlreiche Bands und Tanzgruppen für Stimmung. Neben den Feierlichkeiten in Kneipen und auf Straßen war auch die Uniwiese für Karnevalisten geöffnet. Diese Fläche soll im kommenden Jahr letztmals für den Straßenkarneval genutzt werden.

Jecke Rathausstürmung in Düsseldorf

In Düsseldorf begann der Karneval pünktlich um 11:11 Uhr mit dem traditionellen Rathaussturm der Möhnen. Die Frauen übernahmen symbolisch die Macht und zogen anschließend durch die Altstadt, wo in zahlreichen Kneipen gefeiert wurde.

Der diesjährige Düsseldorfer Karneval steht unter dem Motto „200 Johr – Hütt on wie et wor“, denn die Landeshauptstadt feiert das 200-jährige Bestehen ihres organisierten Karnevals. Die Polizei- und Rettungskräfte hatten bis zum frühen Abend wenig zu tun. Die Sanitäter konnten sogar einige Einsatzstellen früher abbauen, da sich die Altstadt am Abend schneller leerte als in den Vorjahren.

Aachen feiert mit Rathaussturm und Straßenkarneval

In Aachen wurde „Wieverfastelovend“ um 10:11 Uhr auf dem zentralen Marktplatz eingeläutet. Dort fand eine große Open-Air-Veranstaltung mit dem Karnevalskorps Oecher Storm statt. Die traditionelle Rathausstürmung sorgte für ausgelassene Stimmung in der historischen Altstadt.

Die Polizei verzeichnete einen besonders friedlichen Start in den Straßenkarneval. Neben kleineren Verkehrsunfällen, die jedoch nichts mit den Feierlichkeiten zu tun hatten, gab es keine nennenswerten Einsätze.

Bonn feiert Weiberfastnacht in Beuel

Bonn blickt auf eine lange Karnevalstradition zurück: Bereits 1585 gibt es erste Erwähnungen des närrischen Treibens. Besonders im Stadtteil Beuel hat Weiberfastnacht eine große Bedeutung, da dort vor über 200 Jahren die Tradition des „Wieverfastelovends“ entstand.

Am Morgen startete ein großer Festumzug mit geschmückten Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen durch Beuel, der den Stadtteil in eine tanzende Karnevalshochburg verwandelte. Am Mittag erstürmte die Wäscherprinzessin mit ihrem Gefolge das Rathaus und übernahm symbolisch die Macht.

Rund 300 Polizisten waren im Einsatz, um für einen sicheren Ablauf zu sorgen. Das Konzept, Fahrzeuge und Barrieren entlang der Zugstrecke zu platzieren, bewährte sich. Am Abend meldeten die Behörden eine friedliche Bilanz: Nur ein stark alkoholisierter Jeck musste in Gewahrsam genommen werden.

Um die Straßenreinigung zu entlasten, galt in Bonn bis in die frühen Morgenstunden ein Glasverbot. Auch Wildpinkeln wurde streng kontrolliert – wer erwischt wurde, musste mit einer Strafe von 150 Euro rechnen.

Fazit: Ein friedlicher Start in den Straßenkarneval

Die Weiberfastnacht in NRW verlief größtenteils ausgelassen und friedlich. Trotz einiger Einsätze konnte die Polizei eine positive Bilanz ziehen. In Köln gab es zwar einige Vorfälle, doch in Düsseldorf, Aachen und Bonn verlief der Auftakt weitgehend ruhig. Die Jecken feierten mit guter Laune und viel Kreativität den Auftakt des Straßenkarnevals.

Kommentare (0)

pm_9_tollitaetenempfang(1)

Karnevalsstimmung im Kreishaus – Tollitäten aus Rhein-Berg sorgen für jecke Momente

27 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Jecke Tradition im Kreishaus Heidkamp: Auch in diesem Jahr kamen die rheinisch-bergischen Tollitäten am Mittwoch vor Weiberfastnacht zusammen, um auf Einladung von Landrat Stephan Santelmann Karnevalsstimmung zu verbreiten. 19 Dreigestirne und Prinzenpaare aus dem gesamten Kreisgebiet, darunter drei Kinderdreigestirne und zwei Kinderprinzessinnen, feierten ausgelassen beim traditionellen Tollitätenempfang.

Tollitäten berichten über ihre Sessionserlebnisse

Landrat Stephan Santelmann führte gemeinsam mit Radio Berg-Moderator Markus Hendrich durch das bunte Programm und entlockte den Tollitäten einige amüsante Geschichten aus ihrer Session. Ob große oder kleine Regenten – sie alle präsentierten mit viel Leidenschaft, wie sehr sie den Karneval leben.

„Ich finde es immer wieder großartig, dass wir hier im Kreis so viele engagierte Tollitäten haben“, lobte der Landrat. „Jede Tollität hat ihre eigene Geschichte, aber alle sind mit Herzblut dabei – das zeigt, dass die Zukunft des Karnevals im Rheinisch-Bergischen Kreis gesichert ist.“

Musikalische Highlights und Gänsehautmomente

Karneval ohne Musik? Undenkbar! Die Sitzungskapelle Katakombo, bestehend aus Mitarbeitenden des Rheinisch-Bergischen Kreises, sorgte für den passenden Sound. Unterstützung gab es von den Musikvereinen aus Olpe, Bechen und Dürscheid sowie vom Kürtener Bürgermeister Willi Heider.

Die Band „Blänk Notes“ begeisterte mit kölschen Hits wie „Stadt mit K“, „Nie mehr Fastelovend“ oder „Prinzessin“. Die rund 200 Gäste aus Politik, Verwaltung und Medien schunkelten und sangen begeistert mit.

Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Auftritt aller Tollitäten: Beim großen Finale formierte sich der größte Prinzenchor des Rheinlands und sang den Karnevalsklassiker „Drink doch eene mit“. Der Moment sorgte für Gänsehaut und wurde von Radio Berg aufgezeichnet, damit die jecke Stimmung über die Kreisgrenzen hinaus erlebbar wird.

Großer Applaus für die jungen Jecken

Besonders viel Beifall erhielten die Kinderdreigestirne aus Bergisch Gladbach, Rösrath und Voiswinkel, die eindrucksvoll zeigten, dass der Nachwuchs bestens auf den Karneval vorbereitet ist.

Auch das Dreigestirn der Bergisch Gladbacher Betriebsstätte der Gemeinnützigen Werkstätten (GWK) hatte seinen großen Auftritt. Ebenfalls stark vertreten war die Kreisverwaltung: Beim Överohnder Dreigestirn standen mit Prinz Daniel und Jungfrau Fabienne zwei Mitarbeitende der Straßenmeisterei im Rampenlicht.

Unter den Gästen befanden sich neben den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Kreisstädte auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltungsspitze. Für die passende Versorgung mit Getränken sorgte die Erzquell Brauerei, sodass der karnevalistische Empfang ein voller Erfolg wurde.

Mit viel guter Laune und Vorfreude auf Wieverfastelovend zeigten die Tollitäten, dass der Karneval im Rheinisch-Bergischen Kreis weiterlebt – laut, bunt und mit jeder Menge Herzblut.

Kommentare (0)

Throughout dark tunnels, a ghost train travels among glowing pumpkins and eerie trees, creating a Halloween atmosphere.

Kölner Geisterzug setzt ein starkes Zeichen für Demokratie und Kultur

24 Februar 2025 von Felix Morgenstern

Am Samstagabend zog der traditionelle Geisterzug durch Köln – doch in diesem Jahr stand nicht nur der alternative Karneval im Mittelpunkt. Die Demonstration richtete sich gegen die geplanten Kürzungen im Kölner Kulturbereich und forderte mehr Unterstützung für Kunst und Kultur in der Stadt.

Tausende demonstrieren kreativ für Kulturförderung

Trotz winterlicher Temperaturen versammelten sich am Samstagabend (22. Februar 2025) über 5.000 Menschen in Köln, um sich am Geisterzug zu beteiligen – deutlich mehr als die ursprünglich angemeldeten 2.000 Teilnehmenden. Verkleidet als Hexen, Geister, Vampire und mystische Wesen, zogen sie mit kreativen Plakaten und Slogans durch die Straßen.

Das Motto des Zuges war in diesem Jahr besonders deutlich:
👉 „Mer bruche Jeld för Kultur, do sin mer Jeister stur.“
(„Wir brauchen Geld für Kultur, da sind wir Geister stur.“)

Viele Demonstrierende trugen Schilder mit Botschaften wie „Kein Hokuspokus – Cash für Kultur“ oder „Kunst ist kein Luxus, sondern Lebensqualität“.

Kulturkürzungen bedrohen die Szene

Veranstalter Erich Hermans betonte im Vorfeld die Dringlichkeit der Aktion:
🗣️ „Die Kürzungen der Stadt sind existenzbedrohend für viele Künstlerinnen und Künstler. Die Kulturszene ist ein zentraler Bestandteil Kölns – wenn das wegbricht, verliert die Stadt ein Stück ihrer Seele.“

Besonders betroffen seien freie Theater, Kunstprojekte, Off-Kulturstätten und kleinere Veranstaltungsorte, die oft nur mit geringen Mitteln auskommen und durch die Einsparungen um ihre Existenz kämpfen müssten.

Politischer Geisterzug mit klarer Botschaft

Seit 34 Jahren findet der Geisterzug statt – seit einigen Jahren bewusst am Samstag vor Weiberfastnacht, um seinen demonstrativen Charakter zu unterstreichen.

Dieses Jahr wurde die Demo zudem genutzt, um ein klares Zeichen für Demokratie zu setzen. Am Vorabend der Wahl gab es zu Beginn und am Ende der Demonstration Kundgebungen, die alle Teilnehmenden dazu aufriefen, wählen zu gehen.

Friedlicher Protest mit starker Wirkung

Trotz der hohen Teilnehmerzahl verlief der Geisterzug absolut friedlich und störungsfrei, wie die Polizei mitteilte. Auch für spontane Teilnehmer gab es keine Hürden – jede*r konnte einfach mitlaufen.

Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Kultur und Demokratie in Köln einen hohen Stellenwert haben – und dass die Menschen bereit sind, dafür auf die Straße zu gehen.

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
März 2026
M D M D F S S
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031