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Bundesbahn-Streik

Warnstreiks in NRW: Freitag besonders das Ruhrgebiet betroffen

15 März 2025 von Felix Morgenstern

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst haben am Freitag erneut für massive Einschränkungen in NRW gesorgt – besonders im Ruhrgebiet und in Wuppertal. Während vielerorts die Müllabfuhr ausfiel, blieben Kitas geschlossen, Ordnungsämter unbesetzt und der öffentliche Nahverkehr in Teilen lahmgelegt.

Müllberge, geschlossene Ämter und stillstehende Schwebebahn

In Dortmund, Hamm und Bochum wurde am Freitag kein Müll abgeholt, während in Hagen zumindest die Restmülltonnen geleert wurden. In Hamm blieben zudem die städtischen Parkhäuser für Tagesgäste geschlossen. Auch in Recklinghausen zeigten die Warnstreiks Auswirkungen – dort legten unter anderem Schulhausmeister ihre Arbeit nieder.

Der ÖPNV im Ruhrgebiet lief bis auf vereinzelte Einschränkungen wieder nach Plan. In Wuppertal herrschte dagegen Stillstand im Nahverkehr: Nachdem am Donnerstag bereits die Schwebebahn bestreikt wurde, fuhren am Freitag weder Busse noch Schwebebahn – einzig die S-Bahnen waren in Betrieb. Auch in Ratingen kam es zu Ausfällen.

Streiks treffen Ordnungsämter und Stadtreinigungen

In der Städteregion Aachen blieben am Freitag Ordnungsämter unbesetzt, die Müllabfuhr in Eschweiler fiel aus, und in den Bauhöfen Alsdorf und Herzogenrath legten Mitarbeiter ihre Arbeit nieder. Auch der Bürgerservice Aachen und die Stadtbücherei waren betroffen.

In Köln blieben wegen des Warnstreiks die Mülltonnen und Papierkörbe ungeleert, viele Straßenreinigungen fielen aus. Zusätzlich bleiben am Samstag die Wertstoffcenter geschlossen.

Höhepunkt der Warnstreiks bereits am Mittwoch

Der bisher größte Streiktag fand am Mittwoch statt, als Verdi Beschäftigte im öffentlichen Dienst landesweit zum Streik aufrief. Neben dem Nahverkehr und der Müllabfuhr waren auch Kliniken, Sparkassen, Schwimmbäder und Jobcenter betroffen. Tausende Menschen beteiligten sich an Kundgebungen.

Tarifverhandlungen in entscheidender Phase

Der Kern der Warnstreiks ist der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst. Verdi fordert:

  • 8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro pro Monat
  • Zusätzliche freie Tage
  • Bessere Arbeitsbedingungen und höheren Gesundheitsschutz im Luftsicherheitsbereich

Die Arbeitgeber lehnen die Forderungen als nicht finanzierbar ab. Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge, Verhandlungsführerin der kommunalen Arbeitgeber, bezeichnete die Forderungen als „unrealistisch“.

Am Freitag begann in Potsdam die dritte Tarifverhandlungsrunde, die bis Sonntag andauert. Mit den anhaltenden Streiks will Verdi den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen.

Weitere Warnstreiks in NRW möglich

Nach Angaben von Verdi NRW sind weitere Warnstreiks bis zum 14. März möglich, auch am Wochenende könnte es zu Arbeitsniederlegungen kommen. Beschäftigte wollen so ihre Forderungen vor den entscheidenden Verhandlungstagen noch einmal unterstreichen.

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Diebstahl in Kürten: Unbekannte stehlen Werkzeuge und Maschinen aus Handwerkerfahrzeugen

14 März 2025 von Felix Morgenstern

In der Nacht von Mittwoch (12. März) auf Donnerstag (13. März) haben unbekannte Täter in Kürten zwei Handwerkerfahrzeuge aufgebrochen und wertvolle Werkzeuge sowie Maschinen entwendet. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen.

Gezielte Einbrüche in zwei Transporter

Die betroffenen Fahrzeuge – ein VW und ein Ford – waren in den Ortsteilen Eisenkaul und Weiden an der Kölner Straße abgestellt. Die Täter gingen offenbar gezielt vor:

  • Sie bohrten ein Loch in die Seitenschiebetüren, um diese zu entriegeln und sich Zugang zum Innenraum zu verschaffen.
  • Anschließend entwendeten sie diverse hochwertige Werkzeuge und Maschinen.

Der genaue Wert der gestohlenen Gegenstände konnte während der Anzeigenaufnahme noch nicht beziffert werden, dürfte jedoch erheblich sein.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei hat in beiden Fällen eine Strafanzeige wegen besonders schweren Diebstahls aufgenommen. Das Kriminalkommissariat 3 in Burscheid bittet um Zeugenhinweise:

📞 02202 205-0

Wer in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge in den betroffenen Ortsteilen bemerkt hat, wird gebeten, sich zu melden.

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Transparent zum Streikaufruf bei regnerischem Wetter

Warnstreiks in NRW: ÖPNV, Kitas, Müllabfuhr und Ämter betroffen

13 März 2025 von Felix Morgenstern

In dieser Woche legen Warnstreiks in NRW vielerorts den öffentlichen Dienst lahm. Besonders betroffen sind der Nahverkehr, Kitas, Stadtverwaltungen, Müllabfuhr und Kliniken. Höhepunkt der Proteste war ein landesweiter Streiktag am Mittwoch, doch auch am Donnerstag ging es weiter – mit massiven Auswirkungen auf den Alltag vieler Bürger.

ÖPNV-Streiks: Stillstand in mehreren Städten

Wer auf Busse und Bahnen angewiesen ist, musste sich in vielen Regionen alternative Wege zur Arbeit suchen. Besonders in Düsseldorf herrscht seit Montag ein weitgehender Stillstand im Nahverkehr – keine U-Bahnen, kaum Busse. Erst am Freitagmorgen soll der Betrieb wieder regulär aufgenommen werden.

In Wuppertal wurde am Donnerstag die Schwebebahn bestreikt. Über 80.000 Fahrgäste mussten auf Busse oder S-Bahnen ausweichen. Auch städtische Schwimmbäder in Wuppertal blieben wegen des Arbeitskampfes bis Freitag geschlossen.

Flächendeckende Streiks im öffentlichen Dienst

Am Mittwoch hatte die Gewerkschaft Verdi in ganz NRW zum Streik aufgerufen – mit Auswirkungen auf viele Bereiche:

  • Kitas: In zahlreichen Städten wie Bochum, Bottrop, Gelsenkirchen und Herne blieben viele Einrichtungen geschlossen oder boten nur eine Notbetreuung an.
  • Müllabfuhr: In Wuppertal und Mönchengladbach wurde der Müll nicht abgeholt.
  • Kliniken: In Essen kam es zu Einschränkungen in der Patientenbetreuung.
  • Sparkassen, Schwimmbäder und Jobcenter waren ebenfalls betroffen.

Tausende Beschäftigte demonstrieren in NRW-Städten

In Städten wie Dortmund, Duisburg, Essen, Mülheim, Oberhausen, Gelsenkirchen, Düsseldorf, Köln, Münster, Bielefeld, Hagen, Aachen und Siegen fanden große Demonstrationen und Kundgebungen statt. Die Streikenden forderten höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Tarifstreit: Was fordert Verdi?

Die Warnstreiks stehen im Zusammenhang mit den laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Verdi fordert:

  • 8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro pro Monat
  • Zusätzliche freie Tage
  • Bessere Arbeits- und Gesundheitsbedingungen für Sicherheitskräfte an Flughäfen

Die Arbeitgeber lehnen diese Forderungen als nicht finanzierbar ab.

Weitere Streiks geplant – Verhandlungen ab Freitag

Laut Verdi werden die Streikmaßnahmen bis mindestens 14. März fortgesetzt, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Ab Freitag gehen die Verhandlungen weiter, doch ein schnelles Ende des Tarifkonflikts ist nicht in Sicht. Bürger müssen sich daher weiterhin auf Ausfälle und Einschränkungen einstellen.

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Bergisches Waldforum am 17. März: Experten diskutieren Klimawandel im Wald

13 März 2025 von Felix Morgenstern

Wie können Wälder den Klimawandel überstehen? Welche Baumarten sind zukunftsfähig? Und welche Rolle spielt der Waldboden? Antworten auf diese Fragen gibt es beim Bergischen Waldforum am Montag, 17. März 2025, um 19:00 Uhr im Kreishaus Bergisch Gladbach (Am Rübezahlwald 7). Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) lädt alle Interessierten zu einem kostenlosen Vortragsabend mit führenden Experten ein. Eine Anmeldung wird erbeten unter waldforum@sdw-rbk.de.

Wälder im Klimawandel – Herausforderungen für die Zukunft

Für SDW-Kreisvorsitzenden Rainer Deppe ist klar: Der Klimawandel ist längst Realität. Besonders die Wälder im Bergischen Land sind betroffen, denn als jahrhundertelang wachsende Ökosysteme können sie sich nur schwer an die rasanten Veränderungen anpassen.

„Klimawandel – das sind nicht nur ein paar Zahlen in Temperaturstatistiken. Das ist sichtbar Realität in unserer Landschaft.“

Das Bergische Waldforum bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und zeigt Wege auf, wie der Wald widerstandsfähiger gestaltet werden kann.

Hochkarätige Referenten und spannende Themen

  • Waldboden als Grundlage für gesunde Wälder
    Hartwig Dolgner, Leiter des Fachbereichs Hoheit des Landesbetriebs Wald und Holz NRW, wird erläutern, warum ein gesunder Waldboden die Basis für klimaresistente Wälder ist.
  • Welche Bäume überleben den Klimawandel?
    Uwe Schölmerich, Lehrbeauftragter für Waldbau an der Universität Bonn, widmet sich in seinem Vortrag „Alles fließt – wie wir den Klimawandel im Wald begleiten sollten“ der Frage, welche Baumarten sich an veränderte Bedingungen anpassen können und wie Förster die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen.
  • Roteiche: Ein Hoffnungsträger für die Zukunft?
    Die Roteiche ist Baum des Jahres 2025. Förster Louis Altinkamis stellt diese aus Nordamerika stammende Baumart vor, die mit ihrem starken Wurzelwachstum Wasser und Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten zieht – ein Vorteil in Zeiten zunehmender Trockenheit.

Nachhaltige Wälder für kommende Generationen

Das Ziel des Forums ist klar: Den Wald von heute so entwickeln, dass er auch in 150 Jahren noch vital und vielfältig ist.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an diesem Abend über die Zukunft des Bergischen Waldes zu informieren und mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

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Ford-Krise in Köln: Betriebsversammlung startet – Tausende Jobs in Gefahr

12 März 2025 von Felix Morgenstern

Die Zukunft des Kölner Ford-Werks steht auf der Kippe. Am Mittwochmorgen hat eine Betriebsversammlung begonnen, bei der sich tausende Mitarbeiter Klarheit über den geplanten Stellenabbau und die finanzielle Lage des Unternehmens erhoffen. Bereits am Dienstagabend machten Beschäftigte mit einer Protestaktion vor dem Ersatzteilzentrum in Köln-Merkenich auf ihre Unsicherheit aufmerksam.

Mitarbeiter fürchten um ihre Zukunft

Ford plant europaweit den Abbau von rund 4.000 Stellen, die Mehrheit davon in Köln. Laut Gewerkschaft IG Metall könnte dem Werk sogar die Insolvenz drohen, wenn der Konzern nicht mehr – wie bisher – finanzielle Verluste ausgleicht.

Die Sorge der Beschäftigten wurde am Dienstagabend bei einer Protestaktion in Merkenich deutlich: Gewerkschafter mit Fackeln in den Händen versammelten sich vor dem Gebäude, während ein projizierter Schriftzug mit den Worten „Fuck you“ im Ford-Stil auf der riesigen Halle leuchtete – ein deutliches Signal an die Konzernspitze.

Finanzspritze reicht nicht für langfristige Sicherheit

Der Mutterkonzern Ford Motor Company hat zwar eine einmalige Finanzspritze von 4,4 Milliarden Euro zugesagt. Diese soll verhindern, dass das Unternehmen kurzfristig überschuldet ist. Doch Gewerkschafter und Arbeitnehmervertreter warnen: Ein tragfähiges Konzept für die Zukunft fehlt weiterhin.

Druck auf die Geschäftsführung wächst

Die Betriebsversammlung am Mittwochvormittag ist mit Spannung erwartet worden. Mehrere tausend Mitarbeitende sind vor Ort, um Antworten zu fordern. Ohne eine klare Strategie für die Zukunft wollen sie nicht über den geplanten Abbau von 2.900 Stellen verhandeln.

Die finanzielle Lage des Unternehmens ist besorgniserregend:

  • Ford Deutschland hat zuletzt fast sechs Milliarden Euro Schulden.
  • Bisher wurde frisches Geld automatisch aus den USA bereitgestellt – doch dieser finanzielle Schutzschirm soll wegfallen.
  • IG Metall warnt: Wenn die US-Konzernmutter nicht mehr einspringt, droht dem Werk die Insolvenz.

Probleme durch schwache E-Auto-Nachfrage

Ein zentrales Problem von Ford ist die schwächelnde Nachfrage nach E-Autos. Das Kölner Werk produziert hochpreisige Modelle wie den Explorer und den Capri, die erst ab 45.000 Euro erhältlich sind.

Doch die Nachfrage nach Elektroautos ist rückläufig:

  • Staatliche Förderungen für E-Autos wurden in Deutschland gestrichen, während andere Länder die Unterstützung ausbauen.
  • Der allgemeine Absatz in der Automobilbranche stockt, auch Verbrenner-Fahrzeuge werden deutlich weniger verkauft.
  • Die PKW-Produktion in Deutschland liegt immer noch unter dem Niveau von vor Corona – und sogar niedriger als in den 1960er Jahren.

Wie geht es für das Kölner Werk weiter?

Die Mitarbeiter in Köln hoffen auf den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Eigentlich gilt eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2032, doch diese steht nun offenbar zur Disposition.

Ford hat in den vergangenen Jahren immer wieder Werke in Europa geschlossen, darunter Standorte in Belgien und Großbritannien. Die große Frage ist nun: Bleibt das Kölner Werk langfristig bestehen – oder droht ihm dasselbe Schicksal?

Die Betriebsversammlung könnte erste Antworten liefern – doch für viele Beschäftigte bleibt die Unsicherheit groß.

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Einbruch in Rösrath-Hoffnungsthal: Täter entwenden Schmuck und Bargeld

12 März 2025 von Felix Morgenstern

In Rösrath-Hoffnungsthal sind Unbekannte am Dienstagabend (11. März) in ein Einfamilienhaus in der Lüghauser Straße eingebrochen. Die Täter nutzten die Abwesenheit der Bewohnerin und hinterließen ein durchwühltes Haus.

Fensterscheibe eingeschlagen – Täter durchwühlen Räume

Der Einbruch ereignete sich im Zeitraum zwischen 18:30 Uhr und 22:00 Uhr. Als die Hausbesitzerin am Abend nach Hause kam, stellte sie eine zerstörte Fensterscheibe neben der Haustür fest.

Im Inneren des Hauses hatten die Einbrecher das Schlafzimmer und das Arbeitszimmer durchwühlt, offenbar auf der Suche nach Wertgegenständen.

Beute: Schmuck und Bargeld

Nach ersten Erkenntnissen entwendeten die Täter einen geringen Bargeldbetrag sowie etwas Schmuck. Der genaue Schaden wird derzeit ermittelt.

Polizei sichert Spuren und bittet um Hinweise

Die Polizei hat eine Strafanzeige aufgenommen und eine Spurensicherung durchgeführt. Das Kriminalkommissariat 2 der Polizei Rhein-Berg ermittelt und bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Umgebung bemerkt haben, sich unter Tel. 02202 205-0 zu melden.

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Bergisch Gladbach: Verletzter Radfahrer flüchtet nach Unfall und lässt Fahrrad zurück

11 März 2025 von Felix Morgenstern

Ein ungewöhnlicher Verkehrsunfall in Bergisch Gladbach-Heidkamp sorgt für Ermittlungen der Polizei: Ein Radfahrer, der sich bei einer Kollision mit einem Auto verletzte, entfernte sich unmittelbar vom Unfallort – zu Fuß und ohne sein Fahrrad mitzunehmen.

Symbolbild

Zusammenstoß an der Bensberger Straße

Der Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag (07. März) gegen 15:05 Uhr im Einmündungsbereich Bensberger Straße / Hüttenstraße. Ein 84-jähriger Autofahrer wollte mit seinem VW von der Hüttenstraße nach rechts auf die Bensberger Straße abbiegen.

Zeitgleich kam ihm ein Radfahrer entgegen, der jedoch den Radweg in der falschen Fahrtrichtung befuhr. Es kam zum Zusammenstoß, wodurch der Radfahrer stürzte und sich leicht verletzte.

Radfahrer flüchtet – Fahrrad bleibt zurück

Zeugen halfen dem Mann auf, doch anstatt sich um den Unfall zu kümmern oder ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, lief er plötzlich davon – in Richtung Richard-Zanders-Straße. Sein Fahrrad ließ er einfach an der Unfallstelle zurück.

Polizei sichert Fahrrad und sucht Zeugen

Eine Suche nach dem Radfahrer blieb erfolglos. Die Polizei stellte das zurückgelassene Fahrrad zur Eigentumssicherung sicher. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1.200 Euro.

Laut Zeugen wurde der Mann wie folgt beschrieben:

  • Männlich, 40 bis 50 Jahre alt
  • Schlanke Statur, etwa 1,75 Meter groß
  • Osteuropäisches Erscheinungsbild
  • Schwarze Kleidung, dunkle Haare
  • Trug ein kariertes Tuch oder eine Mütze
  • Dreitagebart

Polizei bittet um Hinweise

Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet den beteiligten Radfahrer sowie mögliche Zeugen, sich unter Tel. 02202 205-0 zu melden.

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Walbrand Königsforst Bergisch Gladbach

Waldbrand im Königsforst: Feuerwehr verhindert größere Brandausbreitung

10 März 2025 von Felix Morgenstern

Ein Waldbrand im Königsforst im Bereich Tütberg hat am Sonntagmittag (09. März 2025) einen Großeinsatz der Feuerwehr Bergisch Gladbach ausgelöst. Dank des schnellen Eingreifens der 90 Einsatzkräfte konnte das Feuer rechtzeitig unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden.

Walbrand Königsforst Bergisch Gladbach

2.000 Quadratmeter Wald in Flammen

Gegen 12:47 Uhr ging der Notruf bei der Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises ein. Eine unklare Rauchentwicklung im Königsforst wurde gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr an der Einsatzstelle stellte sich heraus, dass eine Fläche von rund 2.000 Quadratmetern in einem abgerodeten und brachliegenden Waldstück in Flammen stand.

Aufgrund der windigen Bedingungen und der trockenen Beschaffenheit des Waldbodens drohte sich der Brand rasch auszubreiten. Deshalb wurde die Alarmstufe auf „Feuer Wald“ erhöht und weitere Kräfte nachalarmiert.

Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz

Neben der bereits alarmierten Feuerwache 2 rückten zusätzlich die Feuer- und Rettungswache 1, der Einsatzführungsdienst, der Einsatzleitungsdienst sowie die Löschzüge Bensberg und Refrath zur Brandbekämpfung an.

Zur besseren Einschätzung der Lage kam eine Drohne des Löschzugs Schildgen zum Einsatz. Auch das Wasserwerk Rösrath, Wald & Holz NRW sowie die Unterstützungsabteilung der Feuerwehr Bergisch Gladbach halfen bei der Abarbeitung des Einsatzes.

Da sich der Brandort mitten im Wald befand, wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, um die Wasserversorgung sicherzustellen.

Löscharbeiten erfolgreich – Nachkontrolle mit Handarbeit

Durch einen koordinierten Löschangriff aus mehreren Richtungen konnte die Feuerwehr die Flammen schnell unter Kontrolle bringen. Um auch letzte Glutnester zu beseitigen, musste die betroffene Fläche anschließend händisch umgegraben werden. Um 15:30 Uhr meldete die Feuerwehr schließlich „Feuer aus“.

Glücklicherweise wurde niemand verletzt, der Sachschaden wird derzeit noch ermittelt. Die Polizei hat die Brandursachenermittlung übernommen.

Zeitgleicher Brandalarm in Bergisch Gladbach

Während des Waldbrandes wurde parallel ein weiterer Einsatz in der Innenstadt von Bergisch Gladbach notwendig: Eine Brandmeldeanlage in einem Baumarkt löste Alarm aus. Dank der bereitgestellten Einsatzkräfte für den Grundschutz konnte auch dieser Vorfall ohne Verzögerung abgearbeitet werden.

Wichtiger Hinweis an die Bevölkerung

Die Feuerwehr weist darauf hin, dass umgekippte Verkehrsleitkegel (Hütchen) in Waldgebieten als Wegweiser für nachrückende Einsatzkräfte dienen. Passanten sollten diese unbedingt an ihrem Platz lassen, da eine versehentliche Umstellung die Orientierung der Rettungskräfte erschweren und wertvolle Zeit kosten kann.

Dank des gut abgestimmten Einsatzkonzepts und der intensiven Feuerwehrausbildung konnte der Brand im Königsforst rasch eingedämmt werden – ein wichtiger Erfolg für den Schutz des beliebten Waldgebiets.

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Pilgrims walking on the path to San Gimignano trough woods and yellow bushes. Solo Backpacker Trekking on the Via Francigena from Lucca to Siena. Walking between nature, history, churches, 
ancient villages.

Pilgern leicht gemacht: Kostenlose Pilgersprechstunde im Kölner Domforum

08 März 2025 von Felix Morgenstern

Mit dem Beginn der Pilgersaison bietet das Kölner Domforum ab sofort eine regelmäßige Pilgersprechstunde an. Jeden zweiten Samstag im Monat können sich Interessierte von erfahrenen Pilgern beraten lassen – kostenlos und ohne Anmeldung.

Tipps für eine gelungene Pilgerreise

Die neue Pilgersprechstunde richtet sich an alle, die eine Pilgerreise planen – sei es auf dem Jakobsweg oder anderen spirituellen Routen. Erfahrene Pilger geben wertvolle Tipps zur Routenplanung, zur richtigen Ausrüstung und zur körperlichen Vorbereitung.

Denn viele Anfänger unterschätzen die Herausforderung: Sie packen zu viel Gepäck ein oder planen zu lange Tagesetappen. Norbert Wallrath vom Verein Santiago Freunde Köln, der selbst bereits dreimal nach Santiago de Compostela gepilgert ist, empfiehlt:

🛤 Mit moderaten 17 Kilometern pro Tag starten und sich langsam auf 20 bis 25 Kilometer steigern – je nach Höhenlage.

Unterstützung für ankommende Pilger

Nicht nur angehende Pilger profitieren von dem Angebot. Die Sprechstunde hilft auch denjenigen, die in Köln ankommen – etwa bei der Suche nach einer günstigen Übernachtungsmöglichkeit oder bei der Frage, wie die Reise weitergehen kann.

Denn Köln ist ein bedeutender Wallfahrtsort, insbesondere wegen der Gebeine der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom. Viele Pilger machen hier Halt, bevor sie ihre Reise fortsetzen oder beenden.

Pilgersegen im Kölner Dom

Neben der neuen Sprechstunde gibt es ein weiteres Angebot: Immer am 6. eines Monats – in Anlehnung an den 6. Januar, den Dreikönigstag – können Pilger im Kölner Dom den Pilgersegen empfangen. Wer eine Pilgerreise beginnt oder bereits unterwegs ist, kann sich nach der Messe einfach beim Dompersonal melden.

Unterkünfte für Pilger gesucht

Da viele Pilger mit kleinem Budget reisen, werden in Köln Gastgeber gesucht, die eine Übernachtungsmöglichkeit anbieten. Dabei geht es nicht um luxuriöse Zimmer – ein einfaches Bett und Zugang zu Sanitäranlagen reichen völlig aus.

Wer helfen möchte, kann sich direkt beim Domforum in Köln melden und sein freies Gästezimmer zur Verfügung stellen.

Die Pilgersprechstunde bietet nicht nur praktische Unterstützung, sondern auch eine spirituelle Vorbereitung auf den Weg. Egal, ob Anfänger oder erfahrener Pilger – hier gibt es Rat, Austausch und Gemeinschaft für alle, die sich auf den Weg machen.

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Woman at rally holding sign for equal pay and fair treatment.

„Equal Pay Day“: Verdi ruft zu Warnstreiks in Kitas und Kliniken auf

07 März 2025 von Felix Morgenstern

In zahlreichen Städten Nordrhein-Westfalens haben am Donnerstag Beschäftigte aus Kitas, Kliniken und sozialen Einrichtungen ihre Arbeit niedergelegt. Mit den Warnstreiks zum „Equal Pay Day“ setzt die Gewerkschaft Verdi ein Zeichen für mehr Lohngerechtigkeit für Frauen.

Arbeitsniederlegungen in Kitas, Kliniken und sozialen Diensten

In vielen NRW-Städten, darunter Köln, Bonn, Leverkusen, Essen, Duisburg und Münster, kam es zu Streikaktionen. Besonders betroffen waren Branchen, in denen überwiegend Frauen arbeiten – darunter Kitas, Pflegeeinrichtungen und soziale Dienste. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) beteiligte sich an den Protesten in den Kindertagesstätten.

Unter dem Motto „Die Welt steht still, wenn wir die Arbeit niederlegen“ versammelten sich Tausende Beschäftigte zu Kundgebungen, unter anderem in Köln und Dortmund.

Verdi fordert gerechte Bezahlung für systemrelevante Berufe

Die Gewerkschaft macht auf die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern aufmerksam. Laut Verdi sind viele Frauen im öffentlichen Dienst nicht nur beruflich gefordert, sondern auch durch die Versorgung von Kindern oder die Pflege von Angehörigen zusätzlich belastet.

Christine Behle, stellvertretende Verdi-Vorsitzende, betonte:
„Es ist an der Zeit, dass Frauen für ihre unverzichtbare Arbeit gerecht entlohnt werden.“

Warnstreiks setzen Tarifverhandlungen unter Druck

Seit vier Wochen kommt es immer wieder zu Warnstreiks in verschiedenen Kommunen und Fachbereichen. Bereits am Donnerstag hatten sich mehr als 4.000 Beschäftigte aus 50 Gesundheitseinrichtungen am Protest beteiligt – mit spürbaren Auswirkungen.

In den Mühlenkreiskliniken mussten rund 100 geplante Operationen abgesagt werden. Pressesprecher Christian Busse erklärte:
„Das Krankenhaus-Geschehen war heute doch merklich beeinflusst. Alle elektiven, das heißt planbaren Operationen, wurden im Grunde abgesagt.“

Auch in anderen Städten kam es zu Einschränkungen im Krankenhausbetrieb, in der Kinderbetreuung und in sozialen Einrichtungen.

Arbeitgeber kritisieren Streiks – Verhandlungen laufen weiter

Die kommunalen Arbeitgeber kritisierten die Arbeitsniederlegungen scharf. Sie argumentieren, dass Warnstreiks vor allem Bürgerinnen und Bürger treffen, indem sie die Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung und den Nahverkehr belasten.

Verdi fordert:

  • 8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro mehr pro Monat
  • Höhere Zuschläge für ungünstige Arbeitszeiten
  • Drei zusätzliche freie Tage

Die Arbeitgeber halten diese Forderungen für nicht finanzierbar. Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit findet am 14. März in Potsdam statt. Dort soll eine tragfähige Lösung gefunden werden – allerdings erfordert dies Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten.

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