Tag Archiv | "Ehrennadel"

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Edgar Stoffel mit Ehrennadel in Gold ausgezeichnet

27 Mai 2026 von Felix Morgenstern

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Für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement ist Edgar „Eddi“ Stoffel von der Stadt Bergisch Gladbach mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet worden. Bürgermeister Marcel Kreutz überreichte die Auszeichnung im Rahmen eines Gesprächs mit Jugendlichen des Heilpädagogischen Kinderheims Bensberg sowie Einrichtungsleiterin Dunja Schimpf.

Stoffel ist in Bergisch Gladbach seit vielen Jahren als engagierter Ehrenamtler bekannt. Besonders eng verbunden ist er mit der Eissporthalle Bergisch Gladbach, wo er rund zwölf Jahre lang die Laufzeiten und das Training von Kindern betreute. Seit Mitte der 1980er-Jahre sorgt er zudem als „Nikolaus auf dem Eis“ für leuchtende Kinderaugen. Auch in der Bensberger Schloßstraße organisiert er seit vielen Jahren Nikolausaktionen.

Neben seinem Einsatz für Kinder engagierte sich Stoffel von 2011 bis 2023 auch bei der Bergisch Gladbacher Tafel e.V.. Dort unterstützte er an zwei Tagen pro Woche die Essensausgabe für Bedürftige.

Ein weiterer Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Wirkens war der Bensberger Hüttenzauber. Zwischen 2013 und 2023 gehörte Stoffel zur Initiatoren-Gruppe der Veranstaltung, bei der Spenden zugunsten der Tafel gesammelt wurden. Insgesamt kamen dabei 116.500 Euro zusammen.

Besonders am Herzen liegt Stoffel das Heilpädagogische Kinderheim Bensberg. Gemeinsam mit dem Ristorante Italia initiierte er das Projekt „Herzenswünsche“, mit dem Spenden für die Einrichtung gesammelt werden. Darüber hinaus unterstützte er zahlreiche Aktionen, darunter Bücherverkäufe beim Bensberger Herbstfest und beim Stadtfest in Bensberg. In mehreren Jahren flossen zudem Einnahmen aus dem Bensberger Hüttenzauber an das Kinderheim.

Maßgeblich beteiligt war Stoffel auch an der Finanzierung eines Therapiehäuschens für die Einrichtung. Rund 86.000 Euro konnten für das Projekt eingeworben werden, das er organisatorisch und praktisch bis zur geplanten Einweihung im Jahr 2028 begleitete.

Insgesamt sammelte Stoffel im Laufe der Jahre rund 270.000 Euro an Spendengeldern für das Kinderheim. Die Mittel ermöglichen unter anderem Freizeit- und Förderangebote wie Reiten oder Bogenschießen und schaffen besondere Erlebnisse für die Kinder.

Mit der Ehrennadel in Gold würdigt die Stadt Bergisch Gladbach das außergewöhnliche und langjährige soziale Engagement von Edgar Stoffel – insbesondere seinen Einsatz für Kinder und hilfsbedürftige Menschen.

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Jahrzehntelanger Einsatz für Inklusion

19 Mai 2026 von Felix Morgenstern

Hildegard Allelein erhält die Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach

(Symbolbild)

Große Anerkennung für ein außergewöhnliches Engagement: Während der Mitgliederversammlung des Vereins „einfach gemeinsam e.V.“ hat Bürgermeister Marcel Kreutz Hildegard Allelein mit der Ehrennadel in Gold der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Damit würdigt die Stadt ihren jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Allelein begann bereits 1991 ihre Tätigkeit bei der Stadt Bergisch Gladbach. Sechs Jahre später wurde sie zur Behindertenbeauftragten ernannt – ein Amt, das sie maßgeblich selbst prägte und weiterentwickelte. Unter ihrer Mitwirkung setzte die Stadt wichtige Zeichen für mehr Inklusion. Einen besonderen Einfluss auf ihre Arbeit hatte der Beitritt Bergisch Gladbachs zur „Erklärung von Barcelona“, die das Recht von Menschen mit Behinderung auf gleichberechtigte Teilhabe betont und Kommunen in die Verantwortung nimmt.

Zu den wichtigsten Meilensteinen ihrer beruflichen Laufbahn zählen der Aufbau tragfähiger Netzwerke sowie die Einführung zentraler Maßnahmen wie der Satzung zur Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderung und des Aktionsplans Inklusion. Beide Projekte haben die kommunale Behindertenpolitik in Bergisch Gladbach nachhaltig geprägt.

Doch nicht nur beruflich setzte sich Allelein für Inklusion ein. Über mehr als drei Jahrzehnte engagierte sie sich zusätzlich ehrenamtlich. Beim „CBF I Club behinderter Menschen und ihrer Freunde Rheinisch Bergischer Kreis e.V.“ war sie von 1997 bis 2019 aktiv, ab 2014 zudem als Vorsitzende des Vereins. In dieser Zeit entstand unter anderem das „Café Grenzenlos – Begegnung für ALLE“, das bis heute Raum für Austausch und Begegnung schafft.

Auch am Aufbau der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstelle (EUTB) war Allelein maßgeblich beteiligt. Die Beratungsstelle gilt bis heute als wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen.

2019 gründete sie gemeinsam mit weiteren erfahrenen Akteuren aus der Behindertenhilfe den Verein „einfach gemeinsam e.V.“. Dort engagiert sie sich weiterhin aktiv – unter anderem bei der Organisation von Veranstaltungen wie dem Karnevalscafé, dem Adventscafé oder dem Aktionstag für Menschen mit Behinderung.

Mit der Verleihung der Ehrennadel in Gold würdigt die Stadt Bergisch Gladbach eine Frau, die sich über Jahrzehnte hinweg mit großem persönlichen Einsatz für eine inklusivere Gesellschaft starkgemacht hat. Ihr Wirken hat die Entwicklung hin zu mehr Teilhabe und Barrierefreiheit in der Stadt entscheidend mitgestaltet.

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Von Beit Jala nach Ganey Tikva

05 Juni 2012 von Darian Lambert


Am Montagabend fand die Jahreshauptversammlung des Städtepartnerschaftsvereins Bergisch Gladbach – Beit Jala e.V. statt. Die Mitglieder waren zahlreich gekommen, um den Bericht der letzten Palästina-Reise von vergangener Woche zu hören, als eine Delegation unter der Leitung des Ehepaars Becker und Bürgermeister Urbach wieder in Palästina und Israel unterwegs war. Lutz Urbach war an diesem Abend ebenfalls anwesend und hatte eine kleine aber feine Sache im Gepäck.

Viele Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereins hatten sich an diesem Abend im Gronauer Jugendheim versammelt, um zwei Menschen zu ehren: Die Eheleute Sabine und Axel Becker bekamen von Bürgermeister Lutz Urbach die Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach in silber verliehen zum Dank an ihre Arbeit um die Partnerschaft mit Beit Jala.

Kurz nach Beginn der Sitzung verkündete Bürgermeister Lutz Urbach den Beschluss des Stadtrates, der die Auszeichnung der beiden vorsah. In einer gelockerten aber sehr persönlichen Dankesrede lobte er die Arbeit von Sabine und Axel Becker, die sichtlich gerührt den warmen Worten lauschten. „Ihr seid der Motor dieser Städtepartnerschaft“. Urbach sprach von der „Freundschaft zwischen den Kulturen“, und dass diese „ein goldenes Ziel dieser Partnerschaft“ sei. Es folgte ein kurzer Exkurs über die Entstehung der Partnerschaft zwischen den beiden Städten, in dem „die bilaterale Arbeit immer der Wunsch beider Seiten“ gewesen sei. Urbach war vergangene Woche selbst mit in Palästina gewesen. „Ich bin beeindruckt zurückgekehrt“, bemerkte er, als er von den Projekten und Fortschritten von LifeGate Rehabilitation in Beit Jala sprach, wo im Juni das neue Gebäude der Organisation eingeweiht werden wird. Zum Schluss ging schließlich noch ein dickes Lob an die Vereinsmitglieder, die mit ihrem tatkräftigen und beherzten Engagement die Partnerschaft unterstützen. „Motoren allein können laufen, aber sie können nichts bewegen. Es braucht immer auch Leute, die dahinter stehen und das ganze tragen“, so Urbach.

Sabine Becker bedankte sich bei allen Menschen, die „der Partnerschaft geholfen und sie gefördert haben“. Man könne die Bedeutung jener kleinen Nadel für sie nicht messen, sagte sie. In Gladbach, fuhr sie fort, sei ein Netzwerk von Menschen entstanden, die mit dem Verein reisten. Axel Becker schloss sich den Worten seiner Frau an und betonte, dass die Partnerschaft nur von „ehrlicher und herzlicher Mitarbeit“ leben kann. Außerdem wies er darauf hin, dass nun ein Wegweiser in Beit Jala steht. Die Aufschrift: „Bergisch Gladbach 3140km“.

Die Verleihung war allerdings nicht das einzige Highlight des Abends. Axel Becker und Lutz Urbach brachten weitere frohe Botschaft aus dem Heiligen Land mit: Die Stadt Bergisch Gladbach befindet sich derzeit in Beratungen über eine Städtepartnerschaft mit der israelischen Stadt Ganey Tikva in der Nähe von Tel Aviv. . „Was für ein schönes Zeichen für den Frieden“, kommentierte ein Vereinsmitglied die Neuigkeit. Der Wunsch der israelischen Kleinstadt mit Bergisch Gladbach und Beit Jala eine trilaterale Partnerschaft einzugehen, wird von allen Seiten begrüßt. „Für diese Partnerschaft gilt natürlich ebenfalls das Prinzip Brücken statt Mauern“, so Becker. Alle rechneten damit, dass die Schließung der Partnerschaft „sehr zügig“ voranschreiten werde und so ein weiterer Schritt Richtung Frieden in Nahost, zumindest auf kommunaler Ebene, gewonnen wird.

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