Köln-Ossendorf. Bei einem Verkehrsunfall zwischen einer Kölner Straßenbahn und einem Auto sind am Montagabend vier Menschen leicht verletzt worden, darunter ein dreijähriges Kind. Der Unfall löste einen größeren Rettungseinsatz aus und führte zu Störungen im Straßen- und Bahnverkehr.
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Verbotenes Abbiegen führt zu Zusammenstoß
Nach Angaben der Polizei wollte der Fahrer des Pkw an einer Kreuzung in der Fitzmauricestraße verbotswidrig nach links über die Gleise abbiegen. Dabei übersah er eine herannahende Straßenbahn. Die Bahn erfasste das Auto und schleifte es rund 50 Meter mit.
In dem Fahrzeug saßen zwei Erwachsene sowie ein dreijähriges Kind. Die Mutter, die gemeinsam mit ihrer Tochter auf der Rückbank saß, konnte das Auto nach der Kollision nicht mehr selbstständig verlassen. Einsatzkräfte der Feuerwehr befreiten sie mit technischem Gerät.
Vier Verletzte in Kliniken gebracht
Alle drei Insassen des Autos wurden leicht verletzt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Straßenbahnfahrer wurde vorsorglich in eine Klinik gebracht, da er einen Schock erlitten hatte. Lebensgefahr bestand bei keinem der Beteiligten.
Ampelanlage beschädigt – Verkehrsbehinderungen
Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde das Auto gegen einen Ampelmast gedrückt. Die Ampelanlage an der Fitzmauricestraße wurde beschädigt und musste vorübergehend außer Betrieb genommen werden. Das Unfallfahrzeug wurde später geborgen, während die Reparatur der Ampel vorbereitet wurde.
Während der Bergungs- und Aufräumarbeiten kam es zu Behinderungen im Straßenverkehr. Auch der Bahnverkehr war zeitweise eingeschränkt.
Polizei mahnt zur Vorsicht
Die Polizei erinnert in diesem Zusammenhang daran, Verkehrsregeln im Bereich von Straßenbahngleisen unbedingt zu beachten. Straßenbahnen haben deutlich längere Bremswege als Autos und können Unfälle häufig nicht mehr verhindern. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an.
Overath. Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist erneut ein Fall von Tularämie (Hasenpest) bestätigt worden. Eine Privatperson entdeckte auf ihrem Grundstück einen offensichtlich kranken Feldhasen und informierte den zuständigen Jäger. Das Tier verendete noch vor Ort und wurde anschließend im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt untersucht. Die Diagnose: Erneuter Nachweis des Erregers der Hasenpest. Bereits im Juli war in Overath der erste Fall im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis registriert worden.
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Krankheit trifft vor allem Hasen und Nagetiere – aber auch Menschen gefährdet
Die Tularämie wird durch ein Stäbchenbakterium verursacht und befällt vorwiegend Hasen, Kaninchen und andere Nagetiere. Infizierte Tiere wirken apathisch, verlieren Scheu und Fluchtreflex, zeigen Fieber und eine hohe Atemfrequenz; häufig endet die Erkrankung binnen weniger Tage in einer Sepsis. Bei chronischen Verläufen magern die Tiere stark ab.
Auch Menschen können sich anstecken – insbesondere durch Haut- und Schleimhautkontakt mit infizierten Tieren oder über unzureichend erhitztes Hasenfleisch. Der Erreger ist widerstandsfähig; Einfrieren tötet ihn nicht ab. Zudem können beim Ausnehmen von Hasen belastete Stäube oder Tröpfchen infektiös wirken.
Appell an Jägerinnen und Jäger: Schutzmaßnahmen strikt einhalten
„Wir wissen jetzt, dass Feldhasen besonders in Overath Träger dieses Bakteriums sein können. Alle Jägerinnen und Jäger können sich durch einfache Maßnahmen wie das Tragen von Einmalhandschuhen und Atemmasken beim Entfernen der Eingeweide schützen“, sagt Dr. Thomas Mönig. Dabei sollte „ganz besonders auf Veränderungen an inneren Organen“ geachtet werden.
Symptome beim Menschen
Nach einer Inkubationszeit von zwei Tagen bis zu zwei Wochen können grippeähnliche Beschwerden mit Fieber auftreten – oft begleitet von Erbrechen, Durchfall oder Atemnot. Auch schlecht heilende Hautwunden können ein Hinweis sein. Wer entsprechende Symptome nach Kontakt mit Wildtieren bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.
Verhaltenstipps für die Öffentlichkeit
Offensichtlich kranke oder tote Hasen nicht berühren und den Fund melden.
Feldhasen, die ohne Scheu am Wegesrand sitzen, keinesfalls anfassen – der fehlende Fluchtreflex kann auf eine Erkrankung hindeuten.
Hunde von kranken oder toten Hasen fernhalten.
Kontakt: Weitere Auskünfte erteilt das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises unter 02202/13-2815 oder per E-Mail an veterinaer@rbk-online.de