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Beim Linksabbiegen Radfahrer schwerverletzt

Beim Linksabbiegen Radfahrer schwerverletzt

03 August 2015 von Darian Lambert

Beim Linksabbiegen hat am Sonntag (02.08.15) eine 84-jährige Kölnerin einen Radfahrer schwer verletzt. Gegen 10:40 Uhr bog die Kölnerin mit ihrem Nissan von der Kölner Straße nach links in den Eiserweg ab. Dabei wähnte sie den entgegenkommenden Radfahrer noch in ausreichender Entfernung. Der 52-jährige Kürtener war aber schneller in dem Einmündungsbereich als sie dachte und konnte seinerseits die Kollision mit dem Nissan nicht mehr vermeiden. Der Radfahrer, der zur Unfallzeit einen Schutzhelm trug, stürzte über die Motorhaube auf die Fahrbahn. Er kam schwerverletzt in ein Krankenhaus. An den beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 4000,- EUR.

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Neubaugebiete: Die miesen Tricks der Telekom

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Neubaugebiete: Die miesen Tricks der Telekom

30 Juli 2015 von Darian Lambert

… und wie Sie sich dagegen wehren können

Highspeed Internet im neuen Eigenheim – davon träumen viele Häuslebauer. Doch was sie in Bergisch Gladbach erleben kann zum wahren Alptraum werden denn der Wettbewerb um die neuen Kunden wird auf dem Rücken der Häuslebauer ausgetragen. Oft stehen diese monatelang ohne Anschluss da. Woran liegt das. GL Aktuell forscht nach.

Kein Anschluss wegen mieser Nummer – Telekom

Anton Förster (Name geändert) hat sich ein neues Häuschen gebaut nur etwa 20 Meter weiter von seinem „alten“ Haus. Es ist barrierefrei, hübsch eingerichtet und in einer schönen Wohnlage. Doch mit dem Umelden seines Netcologne Anschlusses will es nicht klappen. Die Netcologne kennt dieses Problem zu genüge. Den Hausanschluss muss ein Techniker der Telekom machen. Die Telekom möchte aber nicht die Kunden bei der Netcologne belassen und verschiebt regelmäßig die Termine um Wochen und Monate bis die Bürger die Geduld verlieren. Einige wechseln dann genervt zur Telekom.

Kleiner Trick große Wirkung

Das unwürdige Spiel um Anschluss und Kunde könne Häusklebauer geschickt umschiffen. Sie können bei der Telekom einen sog. Callplus Taruf buchen für das neue Haus. Dieser Tarif ist monatlich kündbar. Dabei wird das neue Haus natürlich von der Telekom problemlos ans Telefon und DSL Netz angeschlossen. Ist das Haus erstmal angeschlossen lässt sich der Tarif binnen 4 Wochen kpndigen und der Netcologneanschluss übernehmen.

Unser Fazit: Die miesen Tricks der Telekommunikationsfirmen werden wie so oft auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Ist der Kunde rechtzeitig informiert kann er die Probleme umschiffen. Vielleicht verliert man ja auch die Kunden an Kabelnetzbetreiber wie die Unitymedia bei diesen Spielchen. Kundenfreundlich geht anders!

 

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Neue Flüchtlingswelle erreicht Bergisch Gladbach

Neue Flüchtlingswelle erreicht Bergisch Gladbach

28 Juli 2015 von Darian Lambert


Erstaufnahmestelle in Sand jetzt ausgelastet

Nachdem der DRK-Kreisverband Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. am Freitagabend gemeinsam mit der Stadt Bergisch Gladbach mit der Erstaufnahme von 42 Flüchtlingen begonnen hat, wurden der Stadt Bergisch Gladbach am gestrigen Montag weitere 36 Flüchtlinge aus acht Nationen durch die Bezirksregierung Köln zugewiesen. Dies erfuhren die Verantwortlichen von Stadt und DRK am Montagvormittag. Herkunft, Alter und Geschlecht der Flüchtlinge waren zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Neuankömmlinge registriert und untersucht
Gut gerüstet zeigten sich trotzdem DRK und Stadtverwaltung. Nach dem reibungslosen Ablauf von Registrierung, Untersuchung und Bettenzuteilung am Freitagabend verlief auch die Ankunft der neuen Flüchtlinge ohne Probleme. Da die Neuankömmlinge ohne Untersuchung nicht mit den bereits registrierten Flüchtlingen in Kontakt kommen durften, bauten die Helferinnen und Helfer des DRK ein beheiztes Außenzelt als Aufenthaltsraum auf. Dort konnte sich jeder Neuankömmling am kalten Buffet bedienen.

Von dort wurden die Flüchtlinge zum Registrierungszelt geführt, wo Name, Herkunft, Alter und Familienstand aufgenommen wurde. Zudem wurde von jedem ein Foto für die Akten gemacht, das eine spätere Wiedererkennung erleichtern soll. Nach der Registrierung standen Dr. René Drouven und sein Team zur ärztlichen Untersuchung bereit. Diese wurden in einem mobilen Container der Firma Jola-Rent durchgeführt. Der Untersuchungsbus stand den Ärzten leider nicht mehr zur Verfügung, so dass der Container von den ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und Helfern mit vier Behandlungsplätzen ausgestattet werden musste. Die notwendigen Röntgenaufnahmen werden im Laufe des heutigen Dienstages durchgeführt.

Alltag so angenehm wie möglich gestalten
Mit den nun aufgenommenen 78 Flüchtlingen im Rahmen der Erstaufnahme ist die Notunterkunft in Bergisch Gladbach-Sand ausgelastet. Trotz der 18 unterschiedlichen Nationalitäten unter einem Dach ist die Situation vor Ort perfekt organisiert und weitgehend entspannt. Die erste Vorsitzende des DRK-Kreisverbandes Rheinisch-Bergischer Kreis, Ingeborg Schmidt, weiß über ein gut ausgebildetes Gemeinschaftsgefühl in der Unterkunft zu berichten: „Die Großen passen auf die Kleinen auf, egal, ob es die eigenen sind. So kommen die jungen Eltern auch mal in Ruhe zum Essen.“ Gedolmetscht werden muss kaum; viele sprechen Englisch, die wiederum in ihre Heimatsprachen übersetzen. Auch die von der Stadtverwaltung zugesicherten richtigen Betten mit Lattenrost und Matratze sollen im Laufe des Tages die bestehenden Feldbetten ersetzen. Bürgermeister Lutz Urbach kam im Laufe des Montags erneut auf einen Informationsbesuch nach Sand und zeigte sich beeindruckt: „Das DRK und alle übrigen Helfer leisten sehr routinierte und sehr ambitionierte Arbeit. Ich bin mir sicher, dass sich die betreuten Menschen trotz der Übergangssituation bei uns gut aufgehoben fühlen.“

Flüchtlinge werden mit warmer Kleidung ausgestattet
Die vor Ort eingerichtete Kleiderkammer ist unterdessen gut gefüllt und die Verantwortlichen vom Deutschen Roten Kreuz versuchen den Anfragen der Flüchtlinge nachzukommen. Auf Grund des Wetterumschwungs am Wochenende öffnete der DRK-Second-Hand-Laden am Sonntag kurzerhand seine Türen, so dass jeder mit warmer Kleidung und festen Schuhen ausgestattet werden konnte. Auch für die Reinigung der Kleidung wurde eine Lösung gefunden: Eine Wäscherei kommt zum Wochenbeginn die schmutzige Kleidung abholen. Damit auch jeder sein Kleidungsstück wieder findet, wird die Kleidung in Wäschesäcken sortiert und beschriftet.

Gut erhaltene Sachspenden nimmt das Deutsche Rote Kreuz auch weiterhin gerne im Second-Hand-Laden auf der Hauptstraße 261 in Bergisch Gladbach entgegen. Dort wird das Material sortiert und bei Bedarf nach Sand gebracht. Von einer Direktanlieferung an der Notunterkunft bitten die Verantwortlichen abzusehen.

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Alarmanlage schreckt Einbrecher ab

Alarmanlage schreckt Einbrecher ab

27 Juli 2015 von Darian Lambert

polizei-bulli-frontAm Freitagabend (24.07.15) löste gegen 22:30 Uhr die Alarmanlage an einem Einfamilienhaus in der Straße Wingertsheide aus. Nachbarn sahen noch zwei Männer, die das Gelände fluchtartig verließen.

Die eingesetzten Polizeibeamten konnten an einem Kellerfenster frische Hebelmarken feststellen. Das Fenster war aber augenscheinlich nicht geöffnet worden. Eine Nachschau im Haus bestätigte, dass das Objekt nicht betreten worden war.

Die flüchtigen Täter waren circa 20-25 Jahre alt, hatten eine sportliche Figur und waren komplett schwarz gekleidet. Mögliche weitere Zeugen werden gebeten, Beobachtungen der hiesigen Kreispolizeibehörde unter der Telefonnummer 02202-2050 mitzuteilen. Die Fahndungsmaßnahmen verliefen erfolglos.

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Stadt benötigt dringend Wohnungen für 150 neue Flüchtlinge

Stadt benötigt dringend Wohnungen für 150 neue Flüchtlinge

24 Juli 2015 von Darian Lambert

diversityBezirksregierung Köln weist Unterbringung von mindestens 80 Flüchtlingen im Rahmen der Erstaufnahme nach Bergisch Gladbach an – Nutzung von Notunterkünften notwendig

Die Flüchtlingssituation in der Stadt Bergisch Gladbach hat sich seit Mittwoch (22.07.2015) dramatisch verschärft. Per Telefon kündigte die Bezirksregierung Köln am Nachmittag des 22. Juli 2015 an, dass am Donnerstag, 23. Juli 2015, 150 Flüchtlinge zur Unterbringung nach Bergisch Gladbach gebracht werden sollten. Im Gespräch mit der Bezirksregierung konnte erreicht werden, dass 80 Flüchtlinge am Freitag, 24. Juli 2015, aufgenommen werden.

Die Stadt Bergisch Gladbach weist darauf hin, dass für die Unterbringung von Flüchtlingsfamilien mit Aufenthaltsgenehmigung nach wie vor dringend privater Wohnraum gesucht wird. „Wenn jemand eine Wohnung vermieten kann, dann hilft uns das sehr, bis wir in den Notunterkünften wieder Platz für die Aufnahme von Neuankömmlingen haben.“

In den privaten Wohnräumen kommen Flüchtlinge, die voraussichtlich als Asylanten anerkannt werden und die somit länger in Deutschland bleiben werden, wie zum Beispiel Familien aus Syrien.

Das Sozialamt nimmt unter der Rufnummer 02202 – 14 2862 Wohnraum-Angebote entgegen.

Ein Krisenstab, bestehend aus Verwaltung, Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz, versucht die Aufgabe zu meistern, in weniger als 24 Stunden adäquate Notunterkünfte in der Turnhalle im Stadtteil Sand und in einem Schulpavillon in Herkenrath einzurichten.

Das Deutsche Rote Kreuz hat die Aufgabe übernommen, die Logistik samt Verpflegung an der Turnhalle in Sand, in der 60 Menschen untergebracht werden, zu organisieren. Weitere 20 Flüchtlinge kommen in Herkenrath unter. Der Schulpavillon war bereits mehrere Monate als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden, stand aber zuletzt leer.

Viele Fragen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch offen. So wird der Stadt nicht mitgeteilt, wer kommen wird und aus welchen Ländern die Menschen stammen. Unklar ist auch, wie lange diese Flüchtlinge in Bergisch Gladbach bleiben werden. Organisiert werden müssen zudem ein Wachdienst und die Betreuung durch Sozialarbeiter.

Nach Aussagen der Bezirksregierung Köln wird das Land NRW für die Flüchtlinge, die am Freitag ankommen werden, die Kosten zu 100 Prozent übernehmen. Die Zahl der Flüchtlinge wird auf die städtische Quote im Rahmen der Aufnahmepflicht angerechnet.

 

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Wolfgang Bosbach: Erster Rücktritt aus Protest

Wolfgang Bosbach: Erster Rücktritt aus Protest

23 Juli 2015 von Darian Lambert

woboDer CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach legt sein Amt als Vorsitzender des Bundestagsinnenausschusses nieder. Sein Bundestagsmandat werde er aber behalten. Das teilte der Abgeordnete für den Rheinisch-Bergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen am heutigen Tage. Bosbach sitzt seit 1994 im Bundestag, bis 2009 war er Vizechef der Unionsfraktion. Zeitweise wurde er sogar als Innenminister gehandelt.

Der CDU-Politiker hatte zuletzt wegen möglicher neuer Griechenland-Milliardenhilfen massive Kritik an seiner eigenen Partei geübt. Er hält das Haftungsrisiko für die Steuerzahler für zu hoch – denn dass Griechenland die Kredite pünktlich und vollständig zurückzahlt, glaubt er nicht.

Nach der Meinung von führenden Wirtschaftsexperten und mittlerweile einem fünftel der Mitglieder der CDU / CSU Fraktion im Bundestag lösen die Milliardenzahlung das Dilemma in Griechenland nicht lösen, sondern die Pleite des Landes nur hinauszögern.

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Gladbacher fliegt mit Clio aus der Kurve

Gladbacher fliegt mit Clio aus der Kurve

22 Juli 2015 von Darian Lambert

unfallneschenerstrasseIn einer leicht abschüssigen Rechtskurve hat gestern (14.07.15) ein 29-jähriger Bergisch Gladbacher die Kontrolle über seinen Pkw verloren und ist von der Fahrbahn abgekommen. Gegen 16:15 Uhr fuhr der Bergisch Gladbacher mit seinem Clio die  Neschener Straße in Richtung Bechen. In einer leicht abschüssigen Rechtskurve brach das Heck des Pkw aus, das Fahrzeug fuhr unkontrolliert die ansteigende Böschung hoch und durchbrach einen Weidezaun. Der 29-Jährige verletzte sich leicht und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Sein Renault wurde abgeschleppt. Der Sachschaden beläuft sich auf knapp 5000,- EUR.

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ALFA statt AFD Gladbacher spielen Bäumchen wechsel dich

ALFA statt AFD Gladbacher spielen Bäumchen wechsel dich

19 Juli 2015 von Darian Lambert

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Nach dem Bruch mit der AFD wird das Parteibuch wieder gewechselt

Turbulente Zeiten haben die Gladbacher in der AFD Fraktion erlebt. Nach der Kommunalwahl 2014 entstand eine „Zweckehe“ aus der Wählergemeinschaft D14, einem Zusammenschluss von Piratenpartei und Kiditiative, und der Alternative für Deutschland (AFD). Die frisch „verliebten“ zogen gemeinsam unter dem Dach der AFD – Frakion in das Gladbacher Rathaus ein. Aus Protest gegen als Rechtsruck verstandenen Konvertierung zur AFD kündigten eine Vielzahl von Piraten und D14 / Kiditiative Mitglieder ihre Mitgliedschaft und verschwanden von der politischen Oberfläche.

AFD rückte noch weiter nach rechts

Im innerparteilichen Zwist mit dem nationalkonservativen Flügel um die neue Parteichefin Frauke Petry hatten sich AFD Gründer Lucke und seine Anhänger nicht durchsetzen können. Auf einem außerordentlichen Bundesparteitag Anfang Juli in Essen wurde Lucke abgewählt und Petry zur neuen AfD-Vorsitzenden bestimmt. Am 10. Juli trat Lucke daraufhin aus der AfD aus. Wie GL Aktuell bereits am 9. Juli berichtete zerfiel die Bergisch Gladbach AFD gleichzeitig. Orts und Kreisverband erlebten einen dramatischen Mitgliederschwund. Die Mandatsträger kündigten in Bergisch Gladbach sogar geschlossen.

Lucke gründet neue Partei ALFA

Starke Nerven brauchen nicht nur die (EX-) AFDler sondern auch die Wähler in Bergisch Gladbach. Hatten Sie bei der Kommunalwahl 2014 Ihre Stimmen D14 / Piraten oder AFD gegeben so haben Sie nicht das bekommen was sie gewählt haben. In der Sommerpause wird sich entscheiden welches Parteibuch sich die ehemaligen AFD Stadträte nun aussuchen werden. In Kassel haben abtrünnige AfD-Mitglieder um den abgewählten Parteichef Bernd Lucke am heutigen Sonntag eine neue Partei gegründet. Lucke selbst wurde zum Vorsitzenden der Partei mit dem Namen Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) gewählt.

In Bergisch Gladbach kann erwartet werden, dass die (EX-) AFDler sich der neuen Lucke Partei anschließen werden. Ob die neue Partei und deren Mitglieder weniger rechts gerichtet sind als die AFD bleibt jedenfall abzuwarten.

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Fahnenstreit: Regenbogen-Flagge ruft Bürgermeister auf den Plan

Fahnenstreit: Regenbogen-Flagge ruft Bürgermeister auf den Plan

09 Juli 2015 von Darian Lambert

foto-fahne-rathaus2Bunter als Schwarz-Rot: Das kurzzeitige Flattern der Regenbogen-Fahne vor dem Rathaus am Konrad Adenauer Platz erregt die Gemüter. Frank Samirae Stadtrat von der Bürgerpartei GL (BGL) hatte die Flagge – ein Symbol für Toleranz und gegen Diskriminierung – am Wochenende in sein Fenster im Rathaus gehängt. Auf Anweisung von Bürgermeister Lutz Urbach, verschafften sich bereits zwei Tage später Verwaltungsmitarbeiter Zutritt zu Samirae’s Büro und entfernten ohne weitere Rücksprache die Fahne kurzerhand. „Mit diesem Zeichen von Intoleranz positioniert sich Bergisch Gladbach als rheinisches Schlusslicht in den Fragen der Gleichstellung“, erklärt BGLPressesprecher Dirk Sonntag am Dienstag.

„Ich kann mir nur vorstellen dass unser Bürgermeister die Fahne lieber offiziell vor dem Rathaus an den freien Mast hissen will.“ – meint Samirae. „Eine Regenbogenfahne in der Woche des CSD hätte mit Spenden finanziert werden können. Das Geld ist aber hier nicht das eigentliche Problem. Die Dauerbeflaggung mit den Fahnen von Bergisch Gladbach, NRW und Europa sollte sich auch mit einer Regenbogenfahne vor dem Rathaus für ein paar Tage im Jahr vertragen.“ – so Samirae weiter.

Der Bürgermeister hatte bereits am Sonntag per Facebook in aller Öffentlichkeit angedroht, dass er Samirae ein anderes Büro im Rathaus zuweisen wolle, falls so etwas nochmal vorkommen würde. Was in Bergisch Gladbach mit Konsequenzen belegt werden soll, ist in der Metropole Köln schon eine Selbstverständlichkeit. In Köln hisste man ganz offiziell die Regenbogenflagge vor dem
Rathaus und an allen Bezirksrathäusern der Stadtteile von Köln.

„Das Hauptproblem ist der fehlende politische Wille“, stellt Frank Samirae fest. „Das ungeschickte Agieren des Bürgermeisters ist meiner Meinung nach sehr zu Bedauern.“ Toleranz und Gleichberechtigung blieben für die Stadt Bergisch Gladbach „eine leere Floskel“. Wer die Regenbogenfahne des Christopher Street Day (CSD) vom Rathaus hole, begehe einen Affront gegen alle, die sich für ein modernes Bergisch Gladbach engagierten und ein klares Zeichen gegen Homophobie setzen wollen. Samirae hatte mit der Aktion seine Solidarität mit dem CSD an diesem Wochenende in Köln bekundet.

Für Die Linke. Fraktion Bergisch Gladbach ist das Gerangel um die Regenbogenfahne symptomatisch für die (nicht) Gleichstellungspolitik der Bergisch Gladbacher CDU. „Dass Herr Samirae mit seinem Versuch als neuer Stadtverordneter frischen Wind in die bergische Stadt zu bringen schon am Rathausfenster scheitert, animiert schon zum Fremdschämen“, erklärte Linken Fraktionschef Thomas Klein und sprach von einer „traurigen Provinz-Posse.“

Regenbogenfahne – Hintergrundinformationen
Die Regenbogenfahne, eine Form des Regenbogens als Symbol, dient in vielen Kulturen weltweit als Zeichen der Toleranz bzw. Akzeptanz, Vielfältigkeit, der Hoffnung und Sehnsucht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenfahne

Die Regenbogenfahne ist seit Ende der 1970er Jahre Symbol der Lesben- und Schwulenbewegung. Als ein eher seltenes atmosphärisches Naturschauspiel ist der Regenbogen in sämtlichen Kulturen seit frühester Zeit an mythologisches und religiöses Symbol. Auffallend dabei ist, dass die jeweilige Bedeutung trotz aller inhaltlichen Abweichungen stets positiv
aufgeladen ist. (…)

Stolz wird die Regenbogenfahne heute beim Christopher Street Day (CSD) in vielen Städten der
Welt geschwungen, und auch der homosexuellen Partnersuche kann ganz offen nachgegangen
werden.
https://www.elitepartner.de/ep/Regenbogenfahne

Die Regenbogenfahne entwarf 1978 der amerikanische Künstler Gilbert Baker. Sie soll ein Symbol
für lesbischen und schwulen Stolz darstellen, sowie gleichzeitig die Vielfalt dieser Lebensweise.
Die ursprüngliche Version der Fahne bestand aus acht Farbstreifen.
http://brandenburg-bleibt-bunt.de/die-tour-fibel/die-regenbogenfahne.html

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Kunstmöbel im Rathausfoyer

Kunstmöbel im Rathausfoyer

08 Juli 2015 von Darian Lambert

Kunstwerk_Hubert_Menk_2Ein kunstvoll gefertigter Schrank ziert momentan das Foyer des Rathauses Stadtmitte. Das Schmuckstück stammt von Hubert Menk, dem Bergisch Gladbacher Schreinermeister und Künstler, dessen Intarsie von Friedrich dem Großen bereits 2012 im Eingangsbereich des Rathauses zu bewundern war.

Das neue Kunstwerk mit dem Titel „Das Echo. Im Wiederhall und Sinn des Lebens“ ist vier Wochen innerhalb der Sommerferien ausgestellt. Dabei war es dem Künstler ein besonderes Anliegen, alle Themen, die den Sinn des menschlichen Lebens ausmachen, in diesem Werk zu vereinen.

So findet nicht nur die Musik, sondern auch Lyrik und Poesie sowie die Genüsse des Lebens besondere Beachtung. Musikalische Elemente und Portraits von Richard Wagner und Herbert von Karajan präsentieren den musischen Themenbereich. Bei der Darstellung von Lyrik und Poesie wurde der Künstler im Vorfeld insbesondere von dem Gedanken geleitet, welches Holz für das Kunstwerk verwendet werden könnte. Schnell kam Menk Goethes „Erlkönig“ in den Sinn, sodass die Wahl auf das Holz der deutschen Erle fiel. Letztlich darf die Darstellung des Genusses nicht vergessen werden: Auf den Sprossentüren finden sich sechs verschiedene Interpretationen der Thematik. Doch auch die Liebe hat ihren Platz, und so wird das Kunstwerk von italienischen Liebesarien gekrönt. „Ein Kunstwerk entwickelt sich, wenn Liebe im Raum steht“, so Menk.

Neben der thematischen Vielschichtigkeit folgt der Künstler dem Grundgedanken, viele verschiedene Gestaltungsmaterialien in seinem Kunstwerk zu verarbeiten. So findet der Betrachter nicht nur Elemente aus Holz, sondern auch einige aus Metall, Glas, Farbe und Stein. Das komplexe Werk misst beachtliche 2,24m in der Höhe, 1,45m in der Breite sowie 1,28m in der Tiefe.

Die nächste große Arbeit Menks ist bereits in Planung: Sie soll Konrad Adenauer am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer in Rhöndorf darstellen.

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