Archiv | Aktuelles

Widerspruchfrist gegen Fracking vor der eigenen Haustür läuft bald ab

21 November 2014 von B. J.

Mit der Einlegung eines Vorabwiderspruchs können sowohl Mieter als auch Eigentümer verhindern, dass die Energieunternehmen in der Nähe ihrer Gebäude oder Grundstücke Probebohrungen aufnehmen. Die Frist für den Vorabwiderspruch läuft für jeden bald ab, der Fracking vor seinem Haus verhindern möchte. Nachtrag 28. November: Wegen starker Nachfrage gibt es eine Fristverlängerung bis 21. Dezember 2014.

LutzBruno CC3.0 wikicommons http://commons.wikimedia.org/wiki/File:IFA_W50_mit_Bohrgest%C3%A4nge.JPG

Erste Probebohrungen

Die Regelung ist zwischen Sigmar Gabriel und den Energieunternehmen vereinbart worden. Exxon-Chef Rex Tillerson (Esso, Mobil Oil) hatte sich für diese Regelung stark gemacht. Er selber klagt in Texas gegen ein Fracking-Projekt, das in der Nähe seiner Pferderanch errichtet werden soll. Lärmbelästigung, Verkehr, Umweltverschmutzung – all das lässt Tillerson um den Wert seines Grundstückes fürchten, wie die Frankfurter Allgemeine berichtete.

 

Der Gesetzesentwurf für Fracking sieht vor, sobald ein Unternehmen einen Antrag auf eine Probebohrung stellt, die betreffende Landesbehörde dafür auch grünes Licht geben muss. Sind die Probebohrungen bis Ende 2018 abgeschlossen, kann ein Unternehmen dann beantragen, mit der äußerst profitablen Gewinnung von Gas mit Fracking-Methoden zu beginnen. Wie der Einspruch funktioniert und was man tun kann, wenn man das Fristende verpasst, erfährt man auf der Seite:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
und unter dem Bürgertelefon: 030-340 60 65 50
Montag – Donnerstag 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Freitag 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr

VorabwiderspruchNachtrag 2. Dezember: Wir haben vom BMWi erfahren, dass auch eine schriftliche Anfrage gestellt werden kann. Ein Formular, das wir von der Partei Fürth erhalten haben,  stellen wir gerne zur Verfügung. Nach dem Anklicken des Fotos rechts öffnet sich dieses und lässt sich ausdrucken. Sie können es ausgefüllt an folgende Emailadresse schicken: kontakt@bmwi.bund.de

Weitere Informationen erhältlich beim Wirtschaftsinstitut für regenerative Energien (IWR)

 

 

Foto: LutzBruno CC3.0 wikicommons

Artikel und Text: CC0

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Baugenehmigung für das Projekt Marktgalerie in Bensberg ist rechtmäßig

21 November 2014 von Darian Lambert

Marktgalerie-VisualisierungVerwaltungsgericht weist Klagen ab
Das Verwaltungsgericht Köln hat am Freitag (21.11.2014) drei Klagen gegen die Baugenehmigung für das Projekt Marktgalerie des Investors Centerscape Deutschland GmbH & Co. KG abgewiesen. Beklagt war die Stadt Bergisch Gladbach als Baugenehmigungsbehörde. Mit der Entscheidung endet vorerst das rund einjährige Verfahren, mit dem die Kammer unter dem Vorsitz des Richters Dr. Manfred Siegmund seit Herbst 2013 beschäftigt war. Den Klägern bleibt offen, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.

Drei Anlieger hatten sich gegen das Vorhaben gewendet. Im Fokus stand die Frage, ob die geplante und genehmigte Anlieferung zum Einkaufszentrum für die umliegenden beiden Hotelbetreiber nicht zumutbar sei. Zudem klagte der Eigentümer des direkten Nachbargrundstücks, dass die geplante Änderung der Wege und die Öffnung des Gebäudes ihn in seinen Rechten verletzen würden.

Die Verwaltungsrichter erklärten bei der Urteilsverkündung in einer Kurzbegründung die Vorwürfe als nicht gerechtfertigt bzw. nicht nachvollziehbar; die ausführliche Begründung wird für nächste Woche erwartet.

Elisabeth Sprenger, Leiterin des Fachbereichs Bauordnung und Bauaufsicht, zeigt sich erfreut: „Wir haben mit dem Urteil gerechnet, da wir uns sehr sicher waren, dass die Planung und Genehmigung umfassend und rechtmäßig erfolgt sind.“ Die Stadtverwaltung blicke nun nach vorn, so Sprenger. Sie betont zudem, dass der – aus Sicht der Bauaufsicht – bislang gute Kontakt zu den Klägern aufrechterhalten werden soll. Als Planungschefin ist sich Elisabeth Sprenger auch sicher, dass letztlich für die Anrainer eine gute Lösung gefunden werden konnte.

Auch die Händlerschaft zeigt sich erleichtert. Georg Daubenbüchel, Vorsitzender der Interessensgemeinschaft Bensberger Handel, freut sich auf die anstehenden Bauarbeiten. „Wir wissen, dass es für alle eine schwierige Zeit werden wird. Wir sehen aber auch die große Chance, mit einem attraktiven Einkaufszentrum an der Schlossstraße unseren Standort wieder in den Fokus der Kundschaft zu rücken.“

Der Investor wird mit dem Abriss im nächsten Jahr beginnen. Mit der Errichtung des Bauzauns beginnt für das Projekt Marktgalerie die eigentliche Bauphase. Etwa vier Monate sind kalkuliert, um das alte Gebäude abzureißen. Zunächst wird das alte Löwen-Center entkernt und die Wertstoffe entsprechend sortiert. Dann müssen circa 60.000 Kubikmeter Beton abtransportiert werden.

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NetCologne erweitert Datenautobahn in Bergisch Gladbach

19 November 2014 von Darian Lambert

Startschuss für den Ausbau schneller Internetverbindungen

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Marco Overath (Bürgerinitiative Highspeed Internet für Hand) & Frank Samirae (Bürgerpartei GL)

Der Kölner Telefon- und Internetanbieter NetCologne hat in den vergangenen Wochen bereits kleinere Baumaßnahmen in einigen Stadtteilen Bergisch Gladbachs durchgeführt. Mit dem heutigen Spatenstich beginnen nun die offiziellen Tiefbauarbeiten zur Verlegung der schnellen Glasfaserleitungen. Das Ausbauprojekt wird in Kooperation mit dem regionalen Versorger BELKAW realisiert. Eine Bürgerinfoveranstaltung ist für den 26. November geplant.

Gute Nachrichten für Hand, Paffrath und Nußbaum: In diesen Stadtteilen erweitert NetCologne ab sofort das bestehende Glasfasernetz. Damit stehen den Haushalten demnächst Internetleitungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung. Anfang 2015 sollen dann in einem zweiten Ausbauschritt Herkenrath und Moitzfeld angebunden werden.

Datenturbo für 9.000 Haushalte
Von dem Ausbauprojekt profitieren insgesamt rund 9.000 Privathaushalte und 265 Gewerbebetriebe. „Besonders in Hand, Paffrath und Nußbaum ist eine Verbesserung der Bandbreiten dringend notwendig“, sagt Patrick Helmes von NetCologne. „Die Stadtteile gehören in Bergisch Gladbach mit zu den am stärksten unterversorgten, und hier tröpfeln häufig nur ein paar Megabit aus den Leitungen“, so Helmes weiter. Deshalb falle hier auch der Startschuss. Der Abschluss des Gesamtausbaus inklusive Herkenrath und Moitzfeld ist bis Ende 2015 vorgesehen. Mit ersten Kundenanschlüssen rechnet NetCologne im Sommer 2015.

Ausbau in Kooperation
Für den Ausbau der Stadtteile müssen von NetCologne rund 20 Kilometer Glas­faserkabel in die Erde verlegt und 50 neue Technikgehäuse aufgestellt werden. Damit die Tiefbaumaßnahmen möglichst oberflächenschonend durchgeführt werden können, arbeitet das Unternehmen vor Ort mit der BELKAW Hand in Hand. „Wir haben in den geplanten Gebieten viele Leerrohre, die wir für die Verlegung des neuen Netzes gerne zur Verfügung stellen“, erklärt BELKAW-Geschäftsführer Dr. Klaus Kaiser. „Dadurch werden die offenen Baumaßnahmen auf den Straßen zum Vorteil der Anwohner und Verkehrsteilnehmer deutlich reduziert, und es sind häufig nur punktuelle Baugruben erforderlich“, so Dr. Kaiser weiter. Durch diese Form der Synergie können die Tiefbaukosten in erheblichem Maße heruntergeschraubt werden.

Wichtiger Standortvorteil
Wie wichtig der Ausbau der schnellen Datenleitungen in der Region ist, weiß auch Frank Samirae (Bürgerpartei GL), der die lokalen Bürgerinitiativen für bessere Internetverbindungen unterstütz hat: „Schnelle Internetanschlüsse sind ein wichtiger Stadtortfaktor. Viele Menschen sind beruflich und privat auf eine moderne Datenleitung angewiesen. Dank der Kooperation von NetCologne und BELKAW werden bald fünf neue Stadtteile von deutlich höheren Bandbreiten profitieren. Das freut mich natürlich sehr. Man muss in Bergisch Gladbach wieder gut leben und gut arbeiten können.“, so Samirae.

Informationsservice für Interessenten
Interessenten können sich bereits jetzt online unter 
https://www.netcologne.de/bergisch-gladbach über Produkte und Preise informieren und sich für die schnellen Anschlüsse bei NetCologne registrieren.

Darüber hinaus veranstaltet NetCologne am 26. November um 18:00 Uhr im Haus Rheindorf, Altenberger-Dom-Str. 130, 51467 Bergisch Gladbach, einen Informationsabend, bei dem sich die Bürgerinnen und Bürger rund um das neue Netz informieren können. Alternativ beantworten Mitarbeiter Rückfragen zu den Anschlussmöglichkeiten, Produkten und Tarifen auch telefonisch unter der Ruf­nummer 0221 2222-5984. Interessierte Geschäftskunden können sich unter der Rufnummer 0800 2222-550 beraten lassen oder ihre Fragen an business@netcologne.de senden

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Niederhorbacher Gemeinderat empört sich über Kriegshetze und Rüstungsexporte

17 November 2014 von Dirk Sonntag

Rudolf Stricker

Niederhorbach (Rudolf Stricker CC2.0)

Niederhorbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz, die an Frankreich grenzt und eine Partnerschaft mit Gottesheim im Elsass pflegt. Die Niederhorbacher Gemeinderatsmitglieder begründeten in einer Resolution, nicht mehr persönlich für die Sammlung für den Verband Deutscher Kriegsgräberfürsorge zur Verfügung zu stehen und verabschiedeten in der Woche vor dem Volkstrauertag einstimmig:

„Von deutschem Boden geht Krieg aus, wenn deutsche Soldaten in die Kriege der Welt getrieben werden und wenn die deutsche Rüstungsindustrie erfolgreich ihrem Bombengeschäft nachgeht. Wenn im Militärhaushalt Geld ist, um in fremde Kriege zu ziehen, dann ist erst recht Geld da, um vorhandene und zwangsläufig hinzukommende Gräber Gefallener zu pflegen. Die politischen Entscheider sollen selbst von Haus zu Haus ziehen, ihr Vorhaben den Familien, Kindern und Enkeln der Kriegsopfer begründen und um finanzielle Zuwendung für die Grabpflege bitten. Wir sind als Kommunalpolitiker auf unterster Ebene vor diesem Hintergrund nicht willens, Geld von der Niederhorbacher Haushalten zusammenzubetteln und stellen diesen Job höherrangigen und andersdenkenden Staatsdienern zur Verfügung.“

Ihre Resolution sendeten die Niederhorbacher Ratsmitglieder der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer (SPD) und dem Bundespräsident Joachim Gauck zu, wie es in der „Rheinpfalz“ nachzulesen ist. Eine mutige und nachahmenswerte Entscheidung des Gemeinderates. Wiedervorlage zum Volkstrauertag im nächsten Jahr.

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Bergisch Gladbach wird Vorreiter gegen Diskriminierung

16 November 2014 von B. J.

Nachdem in Berlin das Stadtbad Schöneberg jeden Monat zwei Stunden nur für inter- und transsexuelle Menschen öffnet, möchte Bergisch Gladbach auch etwas für diskriminierte Menschen tun. In Gladbach sei eine Gruppe überproportional vertreten, die in Schwimmbädern „misstrauischen Blicken und abfällige Bemerkungen“ sehr stark ausgesetzt sei – die WÄHM-bigl (weiße ältere heterosexuelle Männer mit Bierbauch und Glatze).

Foto: Christopher Arlinghaus

Freie Bahnen im Schwimmbad Mohnweg

Die Initiatoren erklären, viele Betroffene hätten sich gar nicht mehr ins Schwimmbad gewagt. Schwimmerinnen hätten irritiert oder gehässig reagiert, weil das Abweichen von der Norm in der Badekleidung deutlicher als sonst auffiel. Ein Betroffener (Name ist der Redaktion bekannt) über seine Leidensgeschichte: „Ich bin gezwungen, immer wieder meinen Bauch einzuziehen, um keinen abfälligen Nicht-Blick von Frauen zu erhalten. Und wenn ich im Schwimmbad meine Bahnen ziehen möchte, ist da einfach kaum Platz.“

Viele Betroffene wagen sich nicht mehr ins Schwimmbad

Weiße ältere heterosexuelle Männer mit Bierbauch und Glatze haben biologisch einen anderen Körperbau als nach ihrem eigenen Empfinden. Sie können genetisch und anatomisch nicht eindeutig einem Schönheitsideal zugeordnet werden. Das Schwimmbad Mohnweg in Refrath solle daher jede Woche zwei Stunden nur für WÄHM-bigl öffnen. Das Bad sei wegen seiner Nähe zu bevorzugten Wohnorten dieser Gruppe besonders geeignet.

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„Meine Schönen“ bei der „Kunst tut gut“-Vernissage amerikanisch versteigert

13 November 2014 von Darian Lambert

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Dr. Alfons Adler (Bürgerpartei GL) umringt von „Meine Schönen“

Begrüßungsrede, Gläschen Wein, gute Gespräche über gute Kunst – so kennt man es von vielen Vernissagen. „Kunst tut gut“ hat die Ausstellungseröffnung zur Benefizauktion am Mittwoch (12.11.) zusätzlich aufgepeppt: mit einem künstlerischen Rahmenprogramm der besonderen Art. „Meine Schönen“, das gefragte Gesangstrio aus Bergisch Gladbach, stimmte mit A-cappella-Gesang und Klassikern wie „Dream a little dream of me“ oder „Honolulu-Strandbikini“ perfekt auf den Abend ein. Der Blick auf die bildende Kunst an den Wänden der Villa Zanders fiel anschließend besonders beschwingt aus.

Der Clou des Abends: Als Fingerübung  für die Auktion am nächsten Freitag wurden auch die „Schönen“ versteigert, allerdings amerikanisch. Wer mit seinem Schein die 100 Euro vollmachte, wurde von den Damen beim Gesang in die Mitte genommen und nach allen Regeln der Kunst umgarnt. Wen wundert es, dass es sich bei den „Gewinnern“ ausschließlich um männliche Personen handelte? Moderatorin Doro Dietsch zeigte sich in Bestform und animierte das Publikum zu drei Durchgängen, die insgesamt 300 Euro brachten. Natürlich ging – so ist es guter Brauch bei „Kunst tut gut“ – die Hälfte an den guten Zweck, nämlich die Mädchenberatungsstelle Bergisch Gladbach von Frauen helfen Frauen e.V.

Für Dr. Alfons Adler (Bürgerpartei GL) ist dies eine wirklich lobenswerte Idee, die einem „guten Zweck“ dient. „Mit der Kunstversteigerung wird nicht nur die Mädchenberatungsstelle finanziell unterstützt, sondern der Blick der Öffentlichkeit auch auf die wichtige Arbeit des Frauen helfen Frauen e.V. gelenkt. Mein besonderer Dank gilt den Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Werke für die gute Sache zur Verfügung stellen.“ so Adler.

Nicht nur die Sängerinnen zeigten sich attraktiv, auch die Ausstellung konnte sich sehen lassen: Vielseitig und perfekt in Szene gesetzt, wurden die zu versteigernden Kunstwerke in drei Räumen des Erdgeschosses der Villa Zanders präsentiert. Viele Künstlerinnen und Künstler waren persönlich anwesend und unterhielten sich angeregt mit den Gästen über ihre Werke. Ein gelungener Auftakt zur diesjährigen „Kunst tut gut“-Aktion!

Die Ausstellung kann noch bis Freitag, 21. November zu den Öffnungszeiten des Kunstmuseums Villa Zanders besucht werden: Di – So. 14.00 bis 18.00 Uhr, zusätzlich Do bis 20.00 Uhr und So ab 11.00 Uhr. Der Eintritt zu dieser Sonderausstellung ist frei. Auch im Internet können die Kunstwerke vorbesichtigt werden: www.kunst-tut-gut.info

Am Freitag, dem 21. November um 19.30 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) schwingt Auktionatorin Doro Dietsch dann den Hammer über 45 Kunstwerke von 26 Künstlern – die Künstlerinnen und Künstler spenden mindestens 50 % ihres Erlöses für die Mädchenberatungsstelle, die Bethe-Stiftung verdoppelt die erzielte Spendensumme. Das „Kunst tut gut“-Team um Ingrid Koshofer freut sich über zahlreiches Erscheinen! Mitsteigern ist erwünscht, aber nicht zwingend: Auch Kunstinteressierte ohne Kaufabsichten sind willkommen.

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Aufstiegsfinale der Deutschen-Turn-Liga in Bergisch Gladbach

13 November 2014 von Darian Lambert

aufstiegsfinale2014

Kim Baldsiefen, Cindy Pacuszka, Oksana Chusovitina, Isabell Druwen, Maja Schott, Maila Rüter Foto: TV Herkenrath

„Schon seit Jahrzehnten ist der Name unserer Stadt eng verbunden mit deutschen Spitzen-Turnsport, daher freue ich mich sehr, dass die Turnwettkämpfe der Auf- und Abstiege in der Bundesliga in Bergisch Gladbach ausgetragen werden“, mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Lutz Urbach das Pressegespräch Ende Oktober in Herkenrath.
Eingeladen hatte der Turnverein Herkenrath 09 e.V., dessen Verantwortliche sich schon sehr auf das hochkarätige Turnspektakel im Dezember freuen. Vom 12. bis 14 Dezember 2014 werden Deutschlands beste Turnmannschaften ihre Auf- und Absteiger ermitteln. Die Deutsche Turnliga (DTL) hat sich für die Sporthalle der Integrierten Gesamtschule Paffrath (IGP) als Austragungsort entschieden. Höhepunkt sind die Aufstiegsfinale zur ersten Bundesliga der Frauen und Männer am Samstag, den 13. Dezember.

„Die IGP bietet beste Voraussetzungen für anspruchsvollen Turnsport“, erklärte Turnierdirektor Thomas Koll, der gleichzeitig die Ämter als Abteilungsleiter Turnen des TVH sowie stellvertretender Vize-Präsident Olympischer Sport im Rheinischer Turnerbund bekleidet. „Es ist für uns wichtig, dass Bürgermeister Lutz Urbach die Schirmherrschaft übernommen hat“, betonte Koll, „das zeigt, dass die Stadt und der Turnsport traditionell kooperieren.“
Alle Auf- und Abstiege der 1. Und 2. Bundesliga sowie in der Regionalliga, Herren wie Damen, werden am zweiten Dezemberwochenende ausgeturnt. Spannende, attraktive, emotionale und leistungsstarke Wettkämpfe erwarten sowohl Sportlerinnen und Sportler als auch Zuschauer. Die Deutsche Turnliga vertritt dabei die Interessen aller Vereine und unter ihrer Aufsicht finden alle Ligawettkämpfe statt. Etwa 30 Mannschaften aus ganz Deutschland mit jeweils 15 Personen pro Team werden im Dezember in der Sporthalle der IGP erwartet.
„Unsere Damenriege turnt bekanntlich in der 2. Bundesliga und wir zählen auf unsere Fans“, erläuterte TVH-Vorsitzende Uwe Tillmann. „Toll wäre aber auch“, so Tillmann, „wenn wir auch andere Menschen aus nah und fern für diese Veranstaltung begeistern könnten.“
Mit der mehrfachen Olympiasiegerin und ehemaligen deutschen Nationalturnerin Oksana Chusovitina hat der TV Herkenrath selbst eine namhafte Turnerin in seinen Reihen. „Bei den Relegationswettkämpfen“, ist sich der ehemaligen lettischen Nationalturner und TVH-Trainer Vitalijs Snikers sicher, „gehen unsere Turnerinnen in Bestform an den Start. Das Ziel lautet Klassenerhalt“

Der TVH hat viel Erfahrung bei der Ausrichtung großer Turniere. So wurde der Pre Olympic Youth Cup, ein internationales Nachwuchsturniers, bereits viel Mal organisiert und durchgeführt. Gemeinsam mit dem federführenden Kooperationspartner Rheinischer Turnerbund soll nun die Herausforderung der Aufstiegsfinale gemeistert werden.
„Der Turnverein Herkenrath setzt mit der Ausrichtung dieser Großveranstaltung ein Ausrufezeichen hinter sein schon seit Jahren bestehendes Engagement im Bereich der Spitzensportförderung“, resümierte Koll und blickte auch nach vor: „In Kooperation mit dem Rheinischen Turnerbund werden wir  in den kommenden Jahren den Bundesstützpunkt für das weibliche Kunstturnen weiter ausbauen.“

Bürgermeister Lutz Urbach zeigte sich erfreut über diese sportliche  Perspektive: „Mit dem TVH haben wir aktuell einen sehr engagierten Verein. Gerne schauen wir in dem Zusammenhang auch zurück auf die erfolgreiche Zeit des Kunstturnzentrums Bergisch Gladbach oder auf die späteren Erfolge unserer Nachbarn vom TV Hoffnungsthal“, brachte Lutz Urbach die Turnerfolge auf den Punkt. Bekanntlich stellten diese Vereine Teams in der 1. Bundesliga.

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Polizei sucht Tatverdächtigen mit Bildern aus Überwachungskamera

10 November 2014 von Darian Lambert

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Foto: Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis

Die Polizei RheinBerg sucht mit Hilfe von Bildern aus der Überwachungskamera einer Bank einen bislang unbekannten Tatverdächtigen. Am 25.07.14 hob der gesuchte Mann in der VR Bank in der Bergisch Gladbacher Innenstadt mit einer zuvor entwendeten ec-Karte Geld ab. Dabei wurde er von der Überwachungskamera gefilmt. Die Polizei RheinBerg fragt daher: „Wer kennt den abgebildeten Mann auf den Fotos und kann sachdienliche Angaben zu dem ec-Karten-Diebstahl sowie der anschließenden missbräuchlichen Benutzung der Karte machen?“ Hinweise bitte an die Polizei RheinBerg unter 02202 205-0.

 

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Mobilitätskonzept Bergisch Gladbach geht in die nächste Runde

10 November 2014 von Darian Lambert

Mobilitaetsmanagement_Workshop

Expertenworkshop mit Vertretern von Organisationen und Unternehmen im Bürgerhaus Bergischer Löwe

Das Mobilitätskonzept der Stadt Bergisch Gladbach nimmt weiter Fahrt auf: Die Mobilitätsbefragung als erster Baustein zur Erfassung des gesamten Verkehrsgeschehens ist nun abgeschlossen. Die Auswertungen laufen, erste Ergebnisse liegen bereits vor. Dank der regen Beteiligung der angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger konnten die Wege von über 2.000 Personen erfasst werden. So verfügt die Stadt erstmals über konkrete Zahlen zu Verkehrsgewohnheiten und Verkehrsströmen im Gemeindegebiet.

Die große Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verdeutlicht, wie aktuell das Thema Mobilität in Bergisch Gladbach ist. Die Verlosung im Rahmen der Haushaltsbefragung hat bereits stattgefunden, und die glücklichen Gewinner der Hauptpreise (zwei Fahrräder im Wert von 800,- bzw. 600,- €) werden in Kürze benachrichtigt. 48 weitere Kleinpreise werden per Post verschickt. Ein herzliches Dankeschön an alle Bürgerinnen und Bürger, die an der Befragung teilgenommen haben!

Erste Ergebnisse Verkehrsmittelwahl: 58 % Auto, 15% Fuß, 14% Bus&Bahn, 13% Fahrrad

Die ersten Ergebnisse zur Verkehrsmittelwahl bestätigen, dass die Bürgerinnen und Bürger Bergisch Gladbachs für mehr als die Hälfte aller Wege  (58 %) das Auto nutzen. Der öffentliche Verkehr (Bus & Bahn) macht mit 14% einen erfreulich hohen Anteil des Verkehrsgeschehens aus. Der allgemeine Trend, immer weniger Wege zu Fuß zurückzulegen, spiegelt sich hingegen auch in Bergisch Gladbach wider (15%). Der Fahrradanteil liegt in unserer Stadt mit 13% auf gutem Niveau, es besteht jedoch ein hohes Potential, diesen Wert zu steigern. Die detaillierte Betrachtung der Ergebnisse wird in der Sitzung des Stadtentwicklungs- und Planungsausschusses am 10. Dezember 2014 vorgestellt. Anschließend sind die Ergebnisse auch auf den Internetseiten der Stadt unter www.stadtentwicklung-gl.de nachzulesen.

Kreative Mitarbeit im Rahmen von Expertenworkshops

Mit der Haushaltsbefragung ist für das Mobilitätskonzept noch lange nicht Schluss: Im weiteren Verlauf steht noch eine Vielzahl weiterer Beteiligungsrunden an. Im Oktober wurden bereits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehreren Fachbereichen der Stadtverwaltung eingeladen, in einem Workshop über die Hemmnisse und Chancen der Mobilität in Bergisch Gladbach zu diskutieren. Am 6. November fand eine zweite Veranstaltung statt, diesmal mit Vertretern verschiedenster Organisationen und Unternehmen aus dem Stadtgebiet. Durch den kreativen und offenen Austausch in den Gesprächsrunden sind wichtige Erkenntnisse und Ideen entstanden, die in das Mobilitätskonzept einfließen.

Nächstes Jahr steht die öffentliche Beteiligung an

Anfang nächsten Jahres steht als dritter Schritt die offene Bürgerbeteiligung an. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, ihre eigenen Erkenntnisse und Ideen mitzuteilen. Das Erfahrungswissen der Menschen, die im Stadtgebiet leben, arbeiten und wohnen, ist ein unverzichtbarer Grundstein für das Mobilitätskonzept. Durch die Mithilfe der verschiedenen Beteiligungsgruppen soll ein nachhaltiges Mobilitätskonzept entstehen, bei dem clevere Verkehrslösungen im Vordergrund stehen. Dabei gilt das Motto: „Jeder Umstieg vom Auto auf das Fahrrad oder den öffentlichen Verkehr bedeutet mehr Platz auf den Straßen“.

Die Veranstaltungen zu Experten- und Bürgerbeteiligung finden statt im Rahmen des Förderprogramms „Kommunales Mobilitätsmanagement“ des VRS und werden durch den Verkehrsverbund auch personell unterstützt.

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Kölner OB Roters eröffnet erste Flüchtlingsklappe

09 November 2014 von B. J.

Völlig überfordert zeigt sich in Köln Oberbürgermeister Jürgen Roters mit dem sich steigernden Zustrom an Flüchtlingen. „Wer hätte denn sowas erwarten können“, wehrt sich Roters gegen die Kritik, die Stadt Köln habe nicht rechtzeitig Vorkehrungen getroffen.

 

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Babyklappe_Berlin-Spandau_2013.JPG

Erste Kölner Flüchtlingsklappe am Klingelpütz

Es habe schließlich immer geheißen, dass die neoliberale Wirtschaftspolitik und freie Märkte einen Tripple-Down-Effekt  haben. Abwertend auch Pferdeäpfel-Theorie genannt, bezeichnet die These, dass Wirtschaftswachstum und allgemeiner Wohlstand der Superreichen und der wohlhabenen Länder von oben nach unten sowie von den Norden in den Süden durchsickern würden. „Niemand habe ahnen können, dass die Politik des Lohndumpings in der BRD ein frühkapitalistisch anmutenden Pauperismus in den südeuropäischen Ländern der EU bewirken würde“, bekräftigte Roters sein Statement. Man habe von Köln aus nicht sehen können, dass etliche Staaten im Nahost und in Afrika nach der Zerschlagung staatlicher Strukturen in anomische Zustände abdriften, in denen die gewalttätigsten Banden die Oberhand gewinnen. „Wir sind hier in der rheinischen Tiefebene“, bemerkte der Oberbürgermeister Kölns treffend.

Roters © Raimond Spekking / CC BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

Kölner OB Roters völlig überrascht

Deshalb wird Jürgen Roters in Köln Flüchtlingsklappen ein-
richten. Dort können dann Flüchtlinge abgegeben werden.

„Wir wurden dazu gezwungen, eine Notmaßnahme umzusetzen“, sagte Henriette Reker, Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt im Kölner Stadtanzeiger. Am kommenden Montag wird Roters als Redner auf der Arsch Huh – Veranstaltung „Den Mantel teilen – Solidarität mit den Flüchtlingen in Köln!“ sein modernes Konzept erläutern.
Die Kundgebung „Den Mantel teilen“ auf dem Roncalliplatz am Montag, 10. November um 17 Uhr, frei nach St. Martin, ist ein Zeichen der Solidarität mit allen überflüssigen Flüchtlingen, mit Laternen, klaren Aussagen und bewegendem Kulturprogramm.

 

Fotos:

Klappe (derivative) ©  NordNordWest / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Roters (Ausschnitt)  © Raimond Spekking / CC BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)

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