Archiv | Kultur

Städtefreundschaft geht durch den Magen

28 August 2014 von Darian Lambert

Kochkurse zum Thema Partnerstädte in der VHS

Wer eine fremde Kultur verstehen will, fängt am besten beim gemeinsamen Kochen und Essen an. Diesen Gedanken griffen die Kolleginnen im städtischen Bürgermeisterbüro auf, die sich um die Bergisch Gladbacher Städtepartnerschaften kümmern. Das Ergebnis: ein Angebot von sechs Kochkursen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, die in der perfekt ausgestatteten Lehrküche von Haus Buchmühle stattfinden. Diese Kurse finden an unterschiedlichen Terminen ab September 2014 bis Januar 2015 jeweils an einem Abend statt; die Teilnahmeentgelte betragen zwischen 25 und 31 Euro einschließlich der verwendeten Lebensmittel.

Die Kursabende werden wie folgt ablaufen: Vor der Einführung in die landestypische Küche unserer zehn Partnerstädte findet zunächst eine „Aufwärmrunde“ statt mit allgemeinen Informationen, gemeinsamen Aktivitäten und Mitmachmöglichkeiten für Interessierte. Denn mittlerweile haben sich für einige Städtepartnerschaften Arbeitskreise oder Fördervereine gebildet (für Ganey Tikva, Beit Jala, Pszczyna und die französischen Partnerstädte, weitere sind in Vorbereitung).  Danach geht es im wahrsten Sinne ans „Eingemachte“: Es werden Küche und Kochkultur der Stadt oder Region vorgestellt, außerdem natürlich typische Gerichte zubereitet, die anschließend mit viel Vergnügen verspeist werden.

Das Angebot richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Bergisch Gladbacher Städtepartnerschaften interessieren, aber auch an jene, die einfach nur gern kochen und essen und ihr Hobby in Bezug zu ihrer Stadt setzen möchten. Niemand ist dadurch verpflichtet, sich weiter zu engagieren, aber wenn das Interesse geweckt ist, sind neue Gesichter in allen Arbeitskreisen herzlich willkommen! Und in diesen wird nicht nur „gearbeitet“, sondern ebenso gern gekocht und gespeist wie in den Volkshochschulkursen.

Anhang zur Pressemitteilung: Städtefreundschaft geht durch den Magen
Das komplette Programm


Städtepartnerschaftsküche: Pszczyna (Polen) & Marijampole (Litauen)
B364024E
Dr. Birgitt Killersreiter
Dieser Kochabend ist der polnischen und litauischen Küche gewidmet. Es wird ein deftiger Kochabend! Sie lernen das polnische Nationalgericht Bigos (Sauerkraut-Fleisch-Eintopf), diverse Heringsspezialitäten und die berühmten Mohnklöße kennen. Höhepunkt des Kochabends werden gefüllte Kartoffelklöße – die Zeppelins sein. Diese Klöße sind das litauische Nationalgericht und sie werden gefüllt mit allem, was sich in der baltischen Küche finden lässt: Hackfleisch, Schinken, Quark, Heringe oder Pilze.
Bergisch Gladbach ging 1989 mit Marijampole in Litauen und 1993 mit Pszczyna in Polen Städtepartnerschaften ein.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Behälter für eventuelle Reste
26 € (darin enthalten 10 € Lebensmittelgebühr) bei min. 10 Teilnehmern
Mi., 24.09.14
18.00-21.30 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 17.09.14

Städtepartnerschaftsküche: Beit Jala (Palästina) & Ganey Tikva (Israel)
B364025E
Farnia Malek Gilani
Dieser Kochabend ist der palästinensischen und israelischen Küche gewidmet. Sie kochen mehrere, überwiegend vegetarische Gerichte für eine festliche Tafel. Genießen Sie am Büffet Falafel, Hommus (Kichererbsenmus), Mutabel (Auberginenpüree), gefüllte Teigtaschen, Salate, Nammura (Grieskuchen) und Dattelkuchen.
Bergisch Gladbach ging 2011 mit Beit Jala in Palästina eine Städtepartnerschaft ein. 2013 folgte Ganey Tikva aus Israel. Die Kochdozentin Farnia Malek Gilani wurde in Persien geboren und lebt seit 1987 in Deutschland.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Behälter für eventuelle Reste
26 € (darin enthalten 10 € Lebensmittelgebühr) bei min. 10 Teilnehmern
Di., 21.10.14
18.00-21.30 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 14.10.14

Städtepartnerschaftsküche: Runnymede und Luton
B364026E
Dietmar Paaß
Die englische Küche wurde durch Starköche wie Jamie Oliver oder Gordon Ramsey deutlich reformiert, und gerade diese beiden haben auch in Deutschland viele Nachahmer gefunden. Entstanden ist so die Kochtradition des „Gastropub“, in der Rezepte der traditionellen britischen Küche modernisiert und durch andere Zutaten interessant gemacht werden. Daher werden wir auch an diesem Abend neben zwei Suppen (darunter die vom Silvesterabend berühmte Mulligatawny Soup) und inspirierenden Salaten u.a. eine der berühmten Pies, eine Flan sowie ein Stew zubereiten. Unter den Nachtischen auf dem Büffet darf dann neben Tee natürlich die Apple Pie nicht fehlen.
Luton schloss 1956 den Vierer-Partnerschaftsvertrag mit Gladbach, 1965 unterzeichneten Runnymede und Bensberg einen solchen Vertrag, der nach den kommunalen Neugliederungen von Egham und Bergisch Gladbach übernommen wurde. Beide Städte liegen im Londoner Speckgürtel, wobei Egham durch seine Lage am Oberlauf der Themse zwischen Heathrow und Windsor eine besonders attraktive Landschaft für sich verbuchen kann.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Gefäße für evtl. Reste
25 € (darin enthalten 12 € Lebensmittelumlage) bei min. 10 Teilnehmern
Mo., 10.11.14
18.00-21.45 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 03.11.14

Städtepartnerschaftsküche: Velsen (Niederlande)
B364027E
Helga Ceurstemont

Die niederländische Küche unterscheidet sich nur wenig von der deutschen Küche. Es werden gerne Eintopfgerichte gegessen und mit viel Fantasie Pfannkuchen gebacken und gefüllt. In diesem Kurs lernen Sie verschiedene Stammpott’s kennen. Das sind Eintopfgerichte mit Kartoffeln (Kartoffelbrei), Gemüse, Fleisch oder Fleischklößchen. Den Abschluss macht eine raffinierte süße Schichtspeise mit Fla – dem niederländischen Lieblingspudding.
Die Städtepartnerschaft mit Velsen besteht seit 1956. Die Kochdozentin ist mit einem Belgier verheiratet und lebt in Bergisch Gladbach. Ihre Leidenschaft gilt der Literatur und dem Kochen. Sie hat für uns ihre niederländischen Rezepte aufbereitet.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Behälter für eventuelle Reste
26 € (darin enthalten 12 € Lebensmittelgebühr) bei min. 10 Teilnehmern
Do., 20.11.14
18.00-21.30 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 13.11.14

Städtepartnerschaftsküche: Limassol (Zypern)
B364028E
Gabi Viol
Limassol liegt zwischen den antiken Städten Amathus und Curium (Kourion) am Meer. Und die Küche dort ist eine Mischung aus griechischer und orientalischer Küche. Deswegen gibt es auch köstliche Dolmades, Keftedes aber auch original Houmous (Kichererbsenmus), Spieße aus gegrilltem Halloumikäse und Champingnons auf zyprische Art. Ein besonderer Abschluss ist die Süßspeise Lukumi. Das ist ein mit Bergamotte, Limette oder anderen Früchten hergestelltes Konfekt auf Gelee-Basis.
Die Städtefreundschaft mit Limassol besteht seit 1991. Die Initiative ging von der gebürtigen Zypriotin und Ratsfrau C. Braitsch und ihrem Ehemann – damals Vorsitzender der deutsch-zypriotischen Gesellschaft – aus.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Gefäße für evtl. Reste
27 € (darin enthalten 13 € Lebensmittelumlage) bei min. 10 Teilnehmern
Di., 02.12.14
18.00-21.45 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 25.11.14

Städtepartnerschaftsküche: Bourgoin-Jallieu & Joinville-le-Pont
B364029E
Hannelore Müller
An diesem Kochabend geht es quer durch Frankreich. Und weil die Küche so vielfältig ist, werden Sie auch gemeinsam mit der Kochdozentin ein 7-Gänge-Menü kochen. Hier der Menüplan:
Frühlingssuppe mit grünem Gemüse und Eigelb (Potage au primeur)
– gespickter Lachs auf Spinat (Saumon val de Loire)
– Hechtklößchen (Quenelles de Brochet)
– marinierte Lammkeule mit grünen Bohnen (Gigot á la Solognote)
– Kaninchen in Sahnesoße (Lapin á Bressane)
– Kartoffel-Zwiebel-Gratin (Galette Lyonaise)
– Champagner Creme (Cremé Champenoise)
Die Städtepartnerstadt zwischen Bourgoin-Jallieu besteht seit 1956 und zu Joinville-le-Pont seit 1960. Die Kochdozentin Hannelore Müller ist in der französischen Küche zu Hause und kocht seit Jahren leidenschaftlich in der VHS mit Gruppen.
Bringen Sie bitte mit: Getränke, Schürze, Geschirrtücher und Gefäße für evtl. Reste
31 € (darin enthalten 17 € Lebensmittelumlage) bei min. 10 Teilnehmern
Do., 15.01.15
18.00-21.45 Uhr
Haus Buchmühle
Bitte anmelden bis 08.01.15

Kommentare (0)

Kabarett mit Ferdinand Linzenich: heiter kommt weiter

20 August 2014 von Darian Lambert

Kann man frech und feinsinnig zugleich sein, witzig und wahrhaftig, klug und kalauernd, poetisch und polemisch, lustig und lehrreich?

Wenn man Ferdinand Linzenich heißt, offensichtlich schon. Virtuos wie immer nimmt er auch diesmal sein Publikum auf eine sinnliche Reise wider den Zeitgeist mit. Er ermuntert sein Publikum mal wieder zum Querdenken und legt ein Glaubensbekenntnis ab zum Optimismus in allen Lebenslagen.

In seinem neuen Programm Heiter kommt weiter erklärt er unter anderem – aber nebenbei auch anhand von zwei Kühen – wie Wirtschafts- und Europapolitik funktioniert. Er klärt darüber auf, dass man manchmal auch in der 1. Klasse auf Holzbänken sitzen muss, warum er sich als ein Kind vierer Jahreszeiten bezeichnet und welche Typen man in jedem Meeting antrifft, ob man will oder nicht. Außerdem breitet er vor seinem Publikum sein mittlerweile 11.000-tägiges Leben als Unternehmer aus, beschäftigt sich mit der Frage, was noch tragischer ist als schwanger im Vatikan zu sein und warum der moderne Mann ein mit dem Rücken zum Lokal-sitzender Mythos ist.

Alles in Allem erwartet Sie ein Kabarettprogramm, wie man es von Ferdinand Linzenich gewöhnt ist: kurzweilig, tiefsinnig und mit Langzeitwirkung! Ein Programm, über das man sich eben sofort amüsieren aber auch lange mit Heiterkeit nachdenken kann.

Samstag, den 27.09.2014

Schulzentrum Cyriax – Overath

Einlass 19.00 Uhr,  Beginn 20.00Uhr

Eintritt 18,00 Euro

Freie Sitzplatzwahl
Zur Eintrittskartenbestellung

Kommentare (0)

Wanderausstellung „Wenn ich traurig bin, …“

19 August 2014 von Darian Lambert

Rheinisch-Bergischer Kreis. Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. Dies zeigt sich auch in den Bildern der Ausstellung „Wenn ich traurig bin, …“ die am Dienstag, dem 26. August, um 19.30 Uhr im Kreishaus eröffnet wird.
Fünf Jahre sind die Bilder der Wanderausstellung, die von Kindern und Jugendlichen der Gruppen des DOMINO-Zentrums für trauernde Kinder e.V. stammen, durch die Region gezogen. An zwölf Orten in Bergisch Gladbach, Köln, Leverkusen und Wipperfürth wurden die Bilder und Texte mit großem Anklang präsentiert. Mit der Ausstellung im Kreishaus des Rheinisch-Bergischen Kreis kommen sie wieder nach Hause nach Bergisch Gladbach.
Nach der Begrüßung durch Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke wird Christel Gattinger-Kurth, die pädagogische Leiterin von DOMINO, über das Projekt sprechen. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin Adelheid Kilian sollte den Kindern und Jugendlichen bei einer gezielten Malaktion ein besonderer Raum zur Verfügung stehen, um ihre Gefühle auszudrücken. Aus dieser Aktion sind 35 Bilder für eine Wanderausstellung zusammengestellt worden. Eines haben alle Bilder gemeinsam: Sie sind sehr persönlich und ehrlich. „Es war für mich berührend zu sehen, mit welcher Konzentration die Kinder und Jugendlichen gearbeitet haben. Selbst Kinder, die in den Gruppen eher die Lebhaften sind, lagen andächtig auf dem Boden und haben intensiv gemalt“, freut sich Christel Gattinger-Kurth über den Erfolg der Aktion.

Bis zum 26. September sind die Werke während der Öffnungszeiten des Kreishauses montags bis donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis14 Uhr zu sehen. Mehr Informationen über das Kulturbüro, Telefon 02202 13-2770 oder Mail kultur@rbk-online.de

Kommentare (0)

Kulturrucksack NRW hat freie Plätze

15 August 2014 von Darian Lambert

Kulturrucksack NRW
Freie Plätze beim kostenlosen Workshop in der Papiermühle Alte Dombach

Das LVR-Industriemuseum Papiermühle Alte Dombach lädt vom 29. bis zum 31. August 2014 im Rahmen des Projekts Kulturrucksack NRW zum kostenlosen Workshop „Wir sprühen Farbe – Malen. Drucken. Sprühen – Ich zeig’s dir!“ ein.

An diesem Wochenende sind Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren herzlich eingeladen, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und sich im Drucken, Graffiti-Sprühen, Aquarell-Malen und Zeichnen für ein Papiertheater auszuprobieren.

Die Ergebnisse des Workshops werden von den Kindern am Ende des Wochenendes in einer kleinen Ausstellung den Familien und Freunden präsentiert.

Die verschiedenen Workshops finden am

29.08.2014 in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr,
30.08.2014 in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr und
31.08.2014 in der Zeit von 12.00 bis 15.00 Uhr

im LVR-Industriemuseum statt.

Es gibt noch freie Plätze. Anmeldungen sind bis zum 22.08.2014 möglich.

Für weitere Informationen sowie für Fragen zu Anmeldungen steht Ihnen Beatrix Commandeur unter der Telefonnummer 02202 / 93668-0 oder via E-Mail beatrix.commandeur-im@lvr.de zur Verfügung.

Kommentare (0)

Museumsfest im Bergischen Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe

28 Juli 2014 von Darian Lambert

2012002Am Sonntag, 3. August 2014 findet das traditionelle Museumsfest statt. Die Besucher können fast 30 traditionelle Handwerke erleben und selbst einmal Hand anlegen. Es wird geschmiedet und geschustert, gebacken und gewebt, gefilzt und gezimmert, gespielt und gesungen, Papier geschöpft, Holz und Stein bearbeitet. Natürlich gibt es auch wieder die beliebten Vorführungen des historischen Schulunterrichtes wie zu Kaisers Zeiten sowie Sonderführungen durch die Bergbauabteilung und den Museumsstollen.

Am Sonntag, den 3. August 2014 verwandelt sich das Museumsgelände in einen Markt- und Festplatz, der neben vielen handwerklichen Produkten und einer Blumentombola auch einiges für das leibliche Wohl zu bieten hat. Neben Kaffee und Kuchen sowie einer großen Grillstation, bei der die Grillwürste noch von eigener Hand gemacht werden, gibt es ofenfrisches Brot mit Schmalz, Bier und andere Getränke.

Kinder und Jugendliche können u.a. an einem großen Fachwerkhaus die alte Technik des Ausfachens ausprobieren, Basteln, Filzen und einen Blick auf die verschiedensten – zum Teil bereits lange verschwundenen – handwerklichen Techniken und Traditionen werfen.

Tauchen Sie in das ländliche Leben aus vergangenen Zeiten ein und erleben Sie einen Tag, der für Groß und Klein viel Anregung und Spaß verspricht. Wie auch in den vergangenen Jahren organisiert der Förderverein des Bergischen Museums dieses traditionelle Ereignis und lässt sich dazu Jahr für Jahr etwas Neues dazu einfallen.

Außerdem wird die neue Mitmach-Ausstellung „Vorbereitung zur Bergischen Kaffeetafel“ präsentiert.

Das Bergische Museum ist leicht zu finden:
Autobahn Köln-Olpe / Abfahrt Bergisch Gladbach – Moitzfeld. Es liegt im Ortszentrum unmittelbar neben dem Bensberger Rathaus und ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar (z.B. ab Köln mit Straßenbahn Linie 1 bis Endstation).

Das Fest findet bei jedem Wetter statt!
Beginn: 11.00 Uhr, Ende: 18.00 Uhr
Eintritt: € 3,- / erm. € 1,50 / Vorschulkinder frei

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an das Bergische Museum unter
02204 – 55 55 9 oder per Email an: kontakt@bergisches-museum.de

Bergisches Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe
Burggraben 9 – 21
51429 Bergisch Gladbach – Bensberg

Kommentare (0)

Überraschende Forschungsergebnisse zu Computerspielen

26 Juli 2014 von Darian Lambert

prof-juergen-fritz

Prof. Dr. Jürgen Fritz

Menschliche Kultur und Digitale Spielräume

Prof. Dr. Jürgen Fritz aus Refrath befasst sich seit mehr als 20 Jahren mit den Wirkungen digitaler Spielwelten (Computerspiele). Dabei hat er herausgefunden, dass die wesentlichen Gründe für das Spielen am Computer die gewünschten sozialen Kontakte sind. Die Spieler möchten in den Spielprozessen Kontaktmöglichkeiten nutzen, Zuwendung, Wertschätzung und Zuneigung erfahren. Gerade Onlinespiele bieten durch ihre Vernetzung die Möglichkeit der Nähe zu anderen Menschen und eine Form „virtueller Verbundenheit“.

Ein Spieler lernt von Runde zu Runde immer für das digitale Spiel und zieht hieraus seinen Nutzen, sein Erfolgserlebnis. Die unmittelbare Nützlichkeit für die Bewältigung von Herausforderungen in der realen Welt geht am Wesen der digitalen Spieler vorbei. Die gesellschaftlicher Kultur kann jedoch aus dem spielerischen Verhalten und Spielprozesse Impulse gewinnen.

„So positiv die Wirkung virtueller Spiele auf die Motivsysteme der Spieler im Moment klingen mag, so groß können auch die Gefahren sein.“ – bemerkt Prof. Dr. Fritz. Die Suche nach sozialer Beachtung und Anerkennung kann zur Abhängigkeit werden, wenn sie sich zunehmend nur auf die virtuellen Möglichkeiten in virtuellen Spielwelten bezieht. „Man muss auch in der realen Welt Kontakt zu anderen Menschen haben und mir ihnen umgehen können. Eine Abhänhigkeit von virtuellen Speilwelten ensteht nämlich dann, wenn man sich in der realen Welt isoliert und sich fast auschließlich den digitalen Welten zuwendet.“

Im Herbst erscheint hierzu ein Sammelband mit dem Titel: „Mygames – Computerspiele und Pädagogik.“

 

Kommentare (0)

Kunstbaum_007

Baum am Haken – Hängeschnurbaum schwebt in Kulturhaus-Park

25 Juli 2014 von Darian Lambert

Kunstbaum_007Der japanische Hängeschnurbaum, der seit fast 100 Jahren an der Buchmühle beheimatet ist, verließ nun seinen angestammten Platz. Holzbildhauer Georg Becker wird das hölzerne Gerüst von Stamm und Ästen weiter im Garten des Kulturhauses Zanders bearbeiten. Zu diesem Zweck hievte ein Autokran das halbfertige Kunstwerk an seinen neuen Platz.

Georg Becker hatte vorab einen Ablagebock gebaut, auf dem der Baum in Schräglage platziert wurde. Dort kann er gedreht und gewendet werden, denn der Künstler möchte noch weiter die Rinde von den oberen Ästen schälen, das Holz feinbearbeiten und die gesamte Skulptur gegen Witterungseinflüsse einölen.

Die Aktion findet nun zwar nicht mehr auf dem „Präsentierteller“ statt, trotzdem sind die Passanten weiterhin herzlich eingeladen, vorbeizuschauen und den Fortschritt zu begutachten, wie Becker betont: „Ich werde im Garten des Kulturhauses in Sichtweite des Buchmühlenplatzes arbeiten. Die Anlage steht den Bürgern offen, ich freue mich auch hier über Besuch und Gespräche!“ Hausherr Hans-Wolfgang Zanders hatte dem Ortswechsel zugestimmt und sein Grundstück zur Verfügung gestellt. Auch eine weitere Nachbarin half Georg Becker tatkräftig bei seiner Kunstaktion: Wilhelmine Hanson sorgte für die nötige Energiezufuhr, indem sie den Anschluss von Kettensäge und Schleifapparat an ihr Stromnetz anbot. Künstler und Stadt sagen den Unterstützern herzlichen Dank!

Der Kulturhaus-Garten wird nicht der endgültige Standort des Baumes sein. Nach Fertigstellung der Skulptur soll zur Stabilisierung und Verankerung zunächst ein provisorischer Fuß montiert werden. Wunsch des Künstlers und vieler Passanten, die in den letzten Wochen die Verwandlung verfolgt haben, wäre der Verbleib im Umfeld der Buchmühle. Diese Möglichkeit wird demnächst im Zusammenhang mit dem Gesamtkonzept der künstlerischen Gestaltung des Bereiches Innenstadt-Ost geprüft.

Der gleichlautende Text hängt auch als Word-Datei an, außerdem zwei Fotos von Klaus Daub, die zur Veröffentlichung freigegeben sind. Auf Nr. 007 sehen Sie (v.l.)  StadtGrün-Leiter Wolfgang Leuthe, Strom-Spenderin Wilhelmine Hanson (der gerade für ihre Unterstützung ein Blumenstrauß überreicht wird) und Bildhauer Georg Becker. Auf Bild 002 sägt Georg Becker den Stamm durch, während das Trageseil schon befestigt ist. Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung.

Kommentare (0)

Amarnath Viswanath lädt zur ersten Ausstellung

24 Juli 2014 von Darian Lambert

Die erste Ausstellung des Künstlers und Malers Amarnath Viswanath aus Bergisch Gladbach findet vom 22. August bis 1. September zusammen mit dem Verein Künstler in Rösrath (KIR) in der Kunsthalle LOHMART, Scheiderhöher Str. 42, 53797 Lohmar  statt. Viswanath ist Keramik-Ingenieur und lässt Techniken aus diesem Bereich in seine Bilder einfließen. Vor Kurzem begann er eine Serie von Bildern mit lokalen Motiven aus dem Bergischen Land.  Unter den Motiven ist auch die Kapelle St. Lucia in der Klause, einem Ortsteil von der Gemeinde Lindlar. Die Kapelle wurde schon 1490 erwähnt, sie ist jedoch wesentlich älter, vermutlich aus dem 14. Jahrhundert.

photo-7

Kapelle St. Lucia

Kommentare (0)

Tatort Bergisch Gladbach: Die Papierleiche vom Q1

15 Juli 2014 von Darian Lambert

Freitag, 18. Juli 2014 um 18:00 Uhr im Q1-Jugendkulturzentrum

Aus Köln, München, Leipzig oder Wien kennt man sie: die ermittelnden Fernseh-Kommissare am „Tatort“. Jetzt ist auch Bergisch Gladbach dabei! In der Reihe „Kulturrucksack“ entsteht zur Zeit im Jugend-Kulturzentrum Q1 der Gnadenkirche ein packender Thriller. Opfer des gräßlichen Verbrechens ist die „Papierleiche“: Eine Hand wird im Wald gefunden, und ein Sensationsreporter begibt sich auf die Jagd nach dem zugehörigen Toten. Er erhält Unterstützung von drei Tatort-Kommissaren und einer Horde Jugendlicher, die sich gemeinsam an die Lösung des Rätsels machen. Ein echter Bergisch Gladbach-Krimi, gedreht natürlich auch an Bergisch Gladbacher Locations. Spannend!

Zwei Wochen lang arbeiten 16 junge Leute zwischen 10 und 14 Jahren an dem Projekt. Begonnen hat das Projekt mit den Sommerferien am 7. Juli und wird betreut von den Theaterpädagogen Patricia Langfeld und Michael Lorenco sowie dem Diplommedienkünstler Martin Lesniak. Im Q1 ist Conny Uphoff projektverantwortlich. In der ersten Woche wurde fleißig am Drehbuch gefeilt, die Szenen abgedreht und der Film geschnitten. Nun wird der zweite Teil der Story geprobt, nämlich ein Theaterstück, das die Geschichte des Krimis aufgreift.

Am Schluss wird aus den zwei Teilen ein Ganzes: nämlich bei der Aufführung am Freitag, dem 18. Juli 2014 um 18.00 Uhr in der „Black Box“ des Jugend-Kulturzentrums Q1 in Bergisch Gladbach-Stadtmitte, Quirlsberg 1. Dann wird auch enthüllt, was es mit der „Papierleiche“ auf sich hat. Der Eintritt ist für alle unerschrockenen Zuschauer frei!

papierleiche

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Das gesamte Ferienprogramm ist ein kostenloses Angebot mit Mittagessen im Rahmen des Kulturrucksack NRW.

 

Kommentare (0)

Künstler Viswanath malt bergische Wahrzeichen

07 Juli 2014 von Darian Lambert

schloss-bensberg

Schloss Bensberg

Eine Reise in die Farbwelt Blau

In Lohmar findet im Spätsommer vom 22. August bis 1. September eine Ausstellung des Künstlers und Malers Amarnath Viswanath aus Bergisch Gladbach in der  Kunsthalle LOHMART, Scheiderhöher Str. 42, 53797 Lohmar  statt. Viswanath ist Keramik-Ingenieur und lässt Techniken aus diesem Bereich in seine Bilder einfließen. GL Aktuell hat ihn gebeten, sich und seine Kunst dem Leser kurz vorzustellen.

GL Aktuell: Wie kamen Sie zur Malerei?

Viswanath: Bereits in meiner Jugend habe ich mich für Malerei interessiert und versuchte alle möglichen Motive zu skizzieren. Diese Neugier eröffnete mir den Weg zum Malen. Farben waren für mich immer eine Faszination und die Freude am Experimentieren forderte mich heraus,  neue Farbtöne zu erzielen.

GL Aktuell: Welche Gedanken begleiten Sie, wenn Sie Bilder malen?

Viswanath: Als Keramik-Ingenieur war ich in vielen Ländern und es faszinierten mich ihre verschiedenen Landschaften. Unter dem Titel „Impression“ entstanden viele Bilder von Motiven aus Ägypten, den USA, Spanien und natürlich auch von Köln. Beruflich habe ich mit Entwicklung und Anwendung von Farbpigmenten zu tun und dies fließt in meiner Malerei mit ein. Über Entwürfe für Siebdrucktechnik bei Wand- und Bodenfliesen habe ich mich der abstrakten Malerei zugewendet. Neben Acrylfarben benutze ich Gold zur Dekoration.

GL Aktuell: Welche Wirkung möchten Sie bei dem Betrachter erzielen?

Viswanath: Ich versuche über einen Reichtum an Farben Tiefenwirkung zu erzielen. Beim Betrachten meiner Bilder kann man feststellen, dass die Farbe Blau dominant ist. Blau ist meine Lieblingsfarbe, sie vermittelt meinen Bildern ein Gefühl der Ruhe. Blau fördert neben dieser Eigenschaft auch die Konzentration und hält wach. Ich möchte keine eintönigen Bilder malen, sondern den Betrachter zu einer Reise in die Farbwelt Blau in Kombination mit Rot und Gelb einladen.

GL Aktuell: Vielen Dank und auf bald.

Weitere Bilder und mehr Informationen finden Sie auf der Internetseite des Künstlers unter http://www.viswanath.de/

Kommentare (0)

Advertise Here
Advertise Here
Juni 2026
M D M D F S S
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930