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„Bergische Weihnachten“ – Vorfreude ist die schönste Freude

26 Oktober 2012 von Darian Lambert

Einzigartige Bühnenshow mit Overather Künstlern

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, denn obwohl die Advent- und Weihnachtszeit noch nicht begonnen hat, erlebt der Kulturbahnhof am 17. und 18. November eine Bühnenshow vom Feinsten. Nahezu 30 Künstlerinnen und Künstler werden das Publikum mit Texten, Liedern, musikalischen Leckerbissen und Gedichten begeistern. Und das Einmalige ist: alle Darsteller kommen aus Overath und treten in dieser Zusammenstellung erstmalig auf.

Die Idee dazu hatten Alexander Bücken, Inhaber der gleichnamigen Buchhandlung und Schauspieler und TV-Moderator Manfred Erwe. Den Beiden, die bereits andere Events miteinander durchgeführt haben, schwebte schon seit langem eine literarisch-musikalische Veranstaltung vor, in der ausschließlich Künstler aus Overath auftreten sollen. Dazu Alexander Bücken: „Es ist großartig zu sehen, wie viele tolle Künstler in Overath leben, die aber viel zu wenig wahrgenommen oder gar nicht angesprochen werden. Das möchten wir gerne ändern.“ Und Manfred Erwe, der u.a. weit über die Grenzen seiner Wahlheimat Overath bekannt ist für seine Lesungen an ungewöhnlichen Orten, ergänzt: „Als die auftretenden Künstler gerade ihre Zusage an der „Bergischen Weihnachten“ gegeben hatten, wollten auf einmal noch mehr Musiker und Autoren teilnehmen. Das heißt, wir können, nein wir dürfen hier aus dem Vollen schöpfen, was gute und namhafte Künstler angeht – von Klein bis Groß.“

Besonders stolz ist Manfred Erwe, der die Inszenierung leitet, dass er eine Schauspielgröße wie Peer Augustinski mit ins Boot ziehen konnte, der mit bekannten Weihnachtsgeschichten das Publikum in seinen Bann ziehen wird. „Wir möchten keine „Kölsche Weihnacht“ auf die Bühne holen, das machen Andere schon. Aber wir wollen auch keine Schwermut präsentieren. Die Mischung aus Kult, Klassik und Modernes soll das Publikum zum Schmunzeln und zum Nachdenken bringen.“, so der Mime.

Selbstverständlich wird auch mal in Mundart gesungen, dafür sorgt schon das Quartett um Werner Unger, während Profimusiker wie Roland Pütz, Michael Herden und Die Glorreichen Zwei – Claudia und Dirk Pawelka – wiederum eine ganz andere musikalische Note setzen. Und dass es sich lohnt, früh ein Instrument zu lernen, beweisen die Schülerinnen und Schüler der MusicSchool um Ralph Tehsmann. Für jeden Geschmack wird etwas dabei sein. Dazu tragen auch die Autoren Ferdinand Böhm, Horst Dahlmeyer und Bernd Hambüchen mit ihren literarischen Leckerbissen bei. „Dann gibt es noch einige Überraschungsgäste, die ich aber noch nicht verraten möchte. Doch wer wissen möchte, warum auch der Overather Bürgermeister ein Wörtchen mit zu Reden hat und was der evangelische Pfarrer Karl-Ulrich Büscher auf der „Bergischen Weihnacht“ macht, der muss sich das Programm schon persönlich anschauen“, so Manfred Erwe.

Es gibt zwei Vorstellungen, nämlich am Samstag, 17.November um 19 Uhr, Einlass ist um 18 Uhr und am Sonntag, 18.November um 15 Uhr, Einlass ist um 14 Uhr, um eben auch die ganze Familie anzusprechen. Der Eintritt beträgt 18 € für Erwachsene und 9 € für Kinder bis zum 12.Lebenjahr. Die Karten sind erhältlich über die Buchhandlung Bücken, Hauptstraße 57a in Overath, Tel. 02206-2104. Und damit sich alle Gäste wohlfühlen, hat sich das Gespann Bücken-Erwe etwas Besonderes einfallen lassen: im Eintrittspreis inbegriffen ist ein Gläschen Sekt (wahlweise Orangensaft) zur Begrüßung. Am Samstag gibt es in der Pause Kölsche Tapas aus der Overather Metzgerei Scharrenbroich, am Sonntag sorgt die Bäckerei Müller in der Pause für genügend Waffeln. Alles Gute kommt aus Overath – von der Kunst bis zur Küche.

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mondsichelkentern – Lyrik von Günter Helmig

08 Oktober 2012 von Darian Lambert

Der Bergisch Gladbacher Autor Günter Helmig stellt seinen dritten Gedichtsband mit dem poetischen Titel “mondsichelkentern” am 21. Oktober im Gemeindesaal der Gnadenkirche vor.

Das Buch wird von Bücken & Sulzer (Overath) verlegt. Der Autor hat Lebenseindrücke verdichtet und in Wortkunst verwandelt. Seine ungereimten Gedichte sind eine “gekonnte Mischung aus knappen Wortskizzen und farbenfrohen Bildern” und erhalten “gerade durch diesen Widerspruch einen ungewöhnlichen Reiz” (Karl Feldkamp). Viele Menschen können sich und ihre Alltagserlebnisse in diesem Buch wiedererkennen.

Die Lesung wird musikalisch durch Bernd Höver (Saxophon) und Otto Guettsches (Piano) unterstützt. Es moderiert Karl Feldkamp.

Eintritt ist frei.

Termin: Sonntag, 21. Oktober, 11.30 Uhr
Gemeindesaal der Ev. Gnadenkirche, Quirlberg 1 (Jugend-Kulturzentrum), 51465 Bergisch Gladbach

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vorwiegend wechselhaft

19 September 2012 von Karl Feldkamp

lächerlichkeit verpflichtet
rotznasen und schaumschläger
bevorzugen champagner
wer fragt denn nach
wahrheit und ladenhütern

kirchenbesuche lassen
zu wünschen übrig
die jugend ist politikmüde
kein mensch vollkommen
und monika die göttliche
schaufensterpuppe trägt
mal wieder nichts drunter

schließlich kann nicht jeder
aber die meisten würden schon gern
wenn es nach ihnen ginge

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Neu bei GL Aktuell – Lyrik von Karl Feldkamp

18 September 2012 von Darian Lambert

Karl Feldkamp gehört zu den bekanntesten Autoren in der Region von Bergisch Gladbach. Sein besonderes Interesse gilt der Schriftstellerei. Er ist Autor von Erzählungen, Satiren, Essays, Gedichten und Hörspielen. Zusammen mit Jochen Schimmang gründete Feldkamp 1979 die so genannte Autorengruppe K 60, in der Texte gelesen und kritisiert wurden.

Bei GL Aktuell veröffnetlich er in der Rubrik Lyrik seine Gedichte. Lesen Sie selbst.

Kurzbiografie

Karl Feldkamp, 1943 in Lübeck geboren, lebte von 1989 bis 2011 in Bergisch Gladbach und wohnt seitdem in Engelskirchen-Wallefeld. Er arbeitet als selbstständiger Supervisor und freier Autor, schreibt Gedichte, Geschichten, Glossen, Satiren und Rezensionen und hat 5 Bücher, ein eBook und ein Hörspiel veröffentlicht.
2009 erhielt er den Preis des Stadtverbandes Kultur Bergisch Gladbach „Der Bopp“ und 1981 den Xylos-Lyrikpreis.
Feldkamp gehört dem Verband Deutscher Schriftsteller (VS) an.

 

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eines friedlichen morgens in global village

18 September 2012 von Karl Feldkamp

nachtluft haucht
noch träume
auf den dorfteich
zwischen eichen
ziehen spinner fäden
und über ruinen
spielt das wahre
leben mit
hungerkindern

am wendehammer warten
mangelhafte
erkennen das glück
als bedauerlichen
irrtum lebt unerkannt
im regenwald
balzen gerupfte
paradiesvögel und
entartete kannibalen
verzichten auf fleisch

bruder fortschritt druckt
erotische heiligenbilder
für den flügelaltar
geschlossener klosterkirchen
dort lagern
vergessene kindergebete
und auf der volksbühne
im offenen käfig
tanzt selbstverliebt
ein allerletzter unterschied

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denkmal für einen maulhelden

17 September 2012 von Karl Feldkamp

zwischen großen worten und geringfügigen
untaten trieb gleich mut ihn ins gewagte
als beimenge und störenfried
unter falschem vorwand landläufig

blinzelt im liegestuhl gegen die mittagssonne
summt unbekannte märsche
mit fingerkuppen trommelt er
gegen geleerte augenblicke

erstarrt im schutt vergangener jahre
lang reden geschliffen und dem echo
hinterher gehorcht beim ausklang
falscher komplimente

und immer wieder heiligt
der geldschein die mittel

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lebensrhythmus

16 September 2012 von Karl Feldkamp

dünne schleier verhüllen
kaum den nackten wald
unterholz treibt grün zum licht
krähen bauen baumhäuser
zwischen efeu und kahlem geäst

milde schwebt über gepflügten äckern
bereits in furchen gesäte sehnsucht
lässt schatten verblassen
im dorf werden wieder
schüchtern wege geharkt

hinterm wegekreuz der neu verliebten
teilt ein paar sich den kopfhörer
und schwenkt lachend die hüften

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mozärtlich

15 September 2012 von Karl Feldkamp

auf der kurzstrecke geblieben
zwischen sofa kissen und
abenteuer urlaub gebucht
mit vollpension
strom aus fall tiefe
am milchglasfenster zur welt
bleibt flimmerfrei farblos
das handy kündigt mit
der kleinen nachtmusik
werbekontakte an
vom 02 team
flatrate mit
start gut haben

zum glück muss gleich
der hund noch raus

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jene leichtigkeit

14 September 2012 von Karl Feldkamp

manchmal gehts ganz einfach
die morgensonne trifft
die herzschlagader
ein mürrischer nachbar grüßt lächelnd
und eine längst
gegebene antwort
findet ihre frage

die nacht wiegt dich
in wunschträumen
die füße werden
leichter
selbst das unglück
von gestern
ist heute nur noch
ein schlechter witz

und gegenüber
auf die betonwand
der fabrik sprühte
ein unbekannter sprayer
„Alles Liebe, Dein….“
und du
brauchst nur noch
den namen einzusetzen

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müllprobleme

13 September 2012 von Karl Feldkamp

wollte kühle abendluft aufsaugen
ohne songs aus nachbars musikmaschine
war auf stille eingestellt und lindenblütenduft

grillrauch stieg auf vom balkon
ein stockwerk tiefer stritten Aslans
über küchenphilosophische fragen

schwalben jagten fledermäuse
die ihnen die mücken vertrieben
Krämer belud sein nagelneues wohnmobil

Rollmanns flüsterbetonmischmaschine
flüsterte weniger als Rosens heiserer kampfhund
flugzeuge bestreiften den frühen abendhimmel

die sonne vergoss altrosa
von der autobahn dröhnten laster
gegen das sonntagsfahrverbot

und meine frau und ich
trennen seit jahren brav
unseren müll

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