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Jahrhundertregen in Bergisch Gladbach

26 Juni 2013 von Darian Lambert

HochwasserAm Donnerstag, 20. Juni 2013, überzog eine heftige Gewitter- und Regenfront auch Bergisch Gladbach. Vielen Bürgerinnen und Bürgern wird dieses Ereignis mit seinen weit reichenden Folgen in schlechter Erinnerung bleiben. Grund genug für Bürgermeister Lutz Urbach, Bilanz zu ziehen und der Öffentlichkeit Rede und Antwort zu stehen.

Bericht über die Einsätze der Feuerwehr und der Mitarbeiter des Abwasserwerks

Der Einsatz von Feuerwehr und Kräften des Abwasserwerkes dauerte von etwa 12:30 bis etwa 1:00 Uhr. Die Feuerwehr Bergisch Gladbach löste Stadtalarm aus, d.h. es wurden neben den hauptamtlichen Beamten der beiden Feuerwachen sämtliche ehrenamtlichen Einsatzkräfte der fünf Löscheinheiten alarmiert. Zusätzlich wurden die Mitglieder der Feuerwehr-Einsatzleitung alarmiert. Diese leiteten im „Abrollbehälter-Einsatzleitung“ in der Feuerwache Nord alle Einsätze im Stadtgebiet Bergisch Gladbach.

Die Feuerwehr Bergisch Gladbach bearbeitete so rund 140 Einsätze, die jedoch teils mehrere anliegende Gebäude umfassten. Eingesetzt waren 155 Einsatzkräfte von Feuerwehr (Bergisch Gladbach, Burscheid und Köln), Technischem Hilfswerk und des Deutschem Roten Kreuz. Neben vier Sturmschäden bestimmten im Wesentlichen Wasserschäden (vollgelaufene Keller, etc.) die Arbeiten. In einigen Straßen musste auch der Strom abgeschaltet werden.

Mit der Entfernung von Treibgut und der Reinigung der Rechen und Durchlässe im Stadtgebiet waren vor allem die Mitarbeiter des Abwasserwerks beschäftigt. Aufgrund der Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes wurden alle Mitarbeiter der Kanal- und Gewässerunterhaltung schon vor den Regengüssen aufgefordert, von ihren jeweiligen Einsatzstellen zum Betriebsgelände der Kläranlage Beningsfeld zu kommen, um zentral auf die zu erwartenden Ereignisse reagieren zu können. Auf diesen Fahrten wurde außerplanmäßig der Zustand der bedeutsamsten Rechen und Durchlässe nochmals kontrolliert.

Zu dieser „SOS-Tour“ gehören die 23 Rechen und Durchlässe (10 in Bensberg und 13 in Alt-Bergisch Gladbach) mit dem größten Schadenspotential, die grundsätzlich mit oberster Priorität während und nach Starkregengüssen zur Reinigung angefahren werden. Übrigens: Auch im normalen Arbeitsalltag werden die insgesamt 142 Rechen und Durchlässe routinemäßig überprüft.

Die Mitarbeiter des Abwasserwerks waren also in Bereitschaft: 37 Personen rückten in 21 Fahrzeugen (PKW, LKW) frühzeitig aus. So waren ca. 30 Minuten nachdem der Regen eingesetzt hatte, fünf Mitarbeiter an der Buchmühle, um die beiden Rechen (Höhe VHS und danach Odenthaler Straße) vom Treibgut zu befreien. Aus 50 Pumpstationen waren weitere 300 Alarmmeldungen abzuarbeiten. Allein 25 Stationen meldeten Überfüllung. Die Einsätze liefen bis 20.00 Uhr, danach fuhren fünf Mitarbeiter nochmals die Rechen und Durchlässe ab. Diese waren auch am Freitag Hauptarbeitsgebiet der Kollegen.

Einordnung des Naturereignisses

Die Wetterfront am 20. Juni zählt zu den so genannten „100jährigen Ereignissen“. Um ein solches Naturereignis einstufen zu können, werden die Niederschlagsmenge und die Zeit des Niederschlags in Verbindung gesetzt. Am vergangen Donnerstag wurden in Bergisch Gladbach bis zu 51 Liter Regenwasser pro m² in 45 Minuten gemessen, das entspricht in etwa der durchschnittlichen Niederschlagsmenge eines Monats und kommt „alle 100 Jahre vor“.

Auswertung des Regenereignisses am 20.06.2013:
Station
Menge/Zeit*
Jährlichkeit
Menge bei 5-jährlichkeit
Rathaus Bensberg 45,5l/m² in 55min.
ca. 30
30l/m² in 60min.
Kläranlage Beningsfeld 29,3l/m² in 45min.
ca. 7
27,8l/m² in 45min.
HRB Hebborner Hof 50,7l/m² in 45min.
100
27,8l/m² in 45min.
* Zeitraum, innerhalb dessen der stärkste Niederschlag gefallen ist


Für solche Wassermassen in dieser kurzen Zeit sind weder die natürlichen Bachläufe noch die städtische Kanalisation geschaffen. Zum Vergleich ist in der letzten Spalte die Menge eines 5jährigen Ereignisses bei gleicher Zeitdauer dargestellt.  Auf ein solches 5jähriges Ereignis ist ein Kanalnetz in der Regel ausgelegt – auch das der Stadt Bergisch Gladbach. Bei 45 Minuten Regendauer wären das 28 Liter je m². Tatsächlich fiel fast die doppelte Regenmenge.

Leistung der Regenrückhaltebecken, der Pumpstation Buchmühle und der Abwasserwege am 20. Juni  

Alle städtischen Rückhaltebecken waren durch den Jahrhundertregen – je nach Lage – überwiegend oder ganz gefüllt. Dies gilt z.B. für die Rückhaltungen im Kanalnetz in Hebborn (Johannesstraße/Rommerscheider Straße und Alte Wipperfürther Straße), die das dortige Gebiet überwiegend vor Überflutungen schützten. Auch das große Becken im Hebborner Bach am Stadtrand war gut gefüllt. Im Verlauf des Strunder Baches war z.B. die Anlage Kieppemühle randvoll und am Frankenforstbach die Überlaufbecken aus der Mischwasserkanalisation  An der Schmitten/Olefant und Taubenstraße.

Auch die nicht dem Hochwasserschutz dienenden Anlagen mit überwiegend ökologischer Funktion waren gefüllt, z.B. das Becken Dechant-Müller-Straße/ Cederwaldstraße.

Zahlreiche Rechen wie der an der Odenthaler Straße waren vom Treibgut verstopft. Teilweise handelte es sich hier um weggeschwemmte Dinge aus Privatbesitz, im Wesentlichen aber um Treibholz aus Gärten und Wäldern.

Am tiefsten Punkt der Buchmühle befindet sich eine Pumpstation, die das Wasser in den „Strundekanal“ abführt, den unterirdischen Verlauf der Strunde. Diese Pumpstation schafft grundsätzlich 500 l/sec, am 20. Juni allerdings nur 330 l /sec und nur von 12.45 Uhr bis 13.15 Uhr. Danach sank die Leistung. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich das Wasser aufgrund des verstopften Rechens an der Odenthaler Straße bereits oberirdisch einen Weg gebahnt hatte und nicht in die dafür vorgesehene Pumpstation lief. Zudem behinderte der mitgespülte Schlamm den Zulauf zu den Pumpen.

Die viele Jahrzehnte alte Verrohrung des Strunder Bachs reicht aus heutiger Sicht bei weitem nicht mehr aus. Im Rahmen des Hochwasserschutzkonzeptes des Strundeverbands wird daher eine neue Verrohrung mit mehr als doppeltem Querschnitt entstehen. Diese Maßnahme wird helfen, die Stadtmitte besser vor großen Wassermassen zu schützen. Zudem wird der Hebborner Flutgraben, der heute die gesamte Stadtmitte unterquert, auf kurzem Weg an dieses neue Rohr angeschlossen. Diese Maßnahme ist bereits geplant und finanziert.

Anmerkung: Der in der Buchmühle offen gelegte Bachlauf ist nur als gestalterisches Element im Strundepark gebaut worden, hat aber keinerlei Funktion im Hochwasserschutz. Diesem Zweck dient der heutige alte „Strundekanal“ und ihn wird zukünftig allein die unterirdisch auszubauende „Strundeverrohrung“ ausüben.

Konsequenzen für die Zukunft

Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Abwasserwerk wird zukünftig weiter ausgebaut. Im Ernstfall sollen die Fachleute des Abwasserwerks und die Kräfte der Feuerwehr an neuralgischen Punkten gemeinsam nach einem detaillierten Einsatzplan eingesetzt werden.

Der Rechen an der Odenthaler Straße wird nochmals kontrolliert und geprüft, ob die Installation eines Vorrechens sinnvoll ist, bzw. wo der dafür geeignete Platz ist.

Einzelne Bereiche des Hochwasserschutzes müssen nochmals geprüft werden, z.B. am Frankenforstbach, da die behördlichen Modellrechnungen offensichtlich nicht dem realen Bedarf entsprechen.
                                       
Fazit der Stadtverwaltung: Die Natur kann man nicht sicher beherrschen, aber man kann viel dafür tun, dass sich Schäden im Rahmen halten. Der Schutz vor Hochwasser und Kanalüberflutungen in Bergisch Gladbach hat in einigen Teilbereichen funktioniert, in anderen nicht. An diesen Stellen wird weitergearbeitet.

 

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Börse Aktuell: Dax Crash! Bernanke war es…war er es?

21 Juni 2013 von Darian Lambert

von Dimitri Kummer und Frank Samirae

Es scheint sehr offensichtlich. Den Kurseinbruch haben wir Ben Bernanke zu verdanken. Wirklich? Mit Sicherheit hat sich vieles verändert, weil der FED Chef nicht mehr das gesagt hat was viele erwartet haben. Die Aktienmärkte waren zwischen Mitte April und Mitte Mai übertrieben vorgelaufen. Beim DAX allein 15% in etwas mehr als vier Wochen. Eine Konsolidierung war ohnehin notwendig. Die Mehrzahl der Aktien ist seit drei Wochen im Abwärtstrend.

Was erwartet uns in der nächsten Zeit? Es gibt einige Hinweise, dass die europäische Konjunktur im zweiten Halbjahr anzieht und die Märkte möglicherweise noch bis zur 200 Tage-Linie (bei etwa 7700) nachgeben. Hier werden sich viele wieder versuchen sich einzudecken und Aktien zu kaufen. Bricht auch diese Linie haben wir vielleicht wieder einen unerwarteten Crash.

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Der EUR/USD hat in der vergangenen Woche ein signifikantes Top ausgebildet. Daher dürften die kommenden Wochen für den Euro relativ schlecht laufen. Betrachtet man dazu noch die Entwicklung in Euro-Land, der hieraus resultierenden EZB-Geldpolitik und des im Gegensatz wohl eher restriktiveren Kurses der FED in näherer Zukunft, wird es wahrlich nicht einfach werden.

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Die Aussicht auf eine Reduktion der quantitativen Maßnahmen seitens der FED bei einer entsprechenden Erholung am Arbeitsmarkt wirkt sich positiv auf den US-Dollar aus, wie man in verschiedenen XYZ/USD Paaren erkennen konnte. Auch die Rohstoffe leiden unter einem starken Dollar und sind auf neue Mehrjahrestiefs gefallen. Gold steht bei ca. 1300 Dollar (wie von mir angekündigt in meinem letzten Artikel).

Auf der Kehrseite steht die wieder aufflammende Euro-Schuldenkrise, welche sich besonders an den anziehenden Zinsen spanischer und italienischer Schuldtitel widerspiegelt. Spekulationen über die Einführung negativer Zinsen auf der kommenden EZB-Sitzung dürften den Euro zusätzlich belasten. Auch wenn diese bisher abgelehnt wurden von Mario Draghi.

Aus diesen Zeilen ist unschwer zu erkennen, dass ich für die kommende Woche für den EUR/USD bearish bin. D.h. ich erwarte nur eine kurze Erholung die dann weiter Ab verkauft wird. Zum Ende der Handelswoche notiert der EUR/USD in einer wichtigen Unterstützungszone, welche bei einem Bruch den Weg für weiter nachgebende Notierungen frei machen würde. Zielbereiche liegen im Bereich zwischen 1,2950 und 1,300 USD.

Sollte hingegen der EUR/USD die Region um 1,3160-1,32 Euro zurückerobern, könnte eine nochmalige Attacke auf die 1,34er Region starten.

Aktiencheck: SIXT

DAX-Titel mit hohen Dividendenrenditen sind bei Anlagern  bekannt, jedoch lassen sich gerade in der zweiten und dritten Reihe auf dem deutschen Aktienmarkt noch zahlreiche interessante Unternehmen finden, die mit einer hohen Dividendenrendite aufwarten und zudem auch technisch hervorragend dastehen. Bei GL Aktuell werden wir dieser Stelle einige dieser Werte  vorstellen, die wir für fundamental gute Unternehmen mit respektabler Dividende halten. Im Zuge der aktuellen Korrektur an den Märkten ist die Aktie der Sixt AG WKN 723132 | ISIN DE0007231326 mit unter die Räder gekommen. Die Verkäufe könnten hier dem Kurs bis zur 200 Tage Linie bei circa 16 € drücken. Ab hier könnte man erste Positionen aufbauen. Zu beachten ist jedoch, die starke Schwankungsbreite der SIXT Aktie. Empfehlen wollen wir diesen Wert für eine längerfristige Buy an Hold Strategie ala Kostolany.sixt210613

 

 

 

Risiko-Hinweis und Haftung

Jedes Investment in Aktien ist mit Risiken behaftet, teilweise hochspekulativ und kann zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen. Wir halten die Artikel, Empfehlungen, Charts und Tabellen für verlässlich, jedoch können wir keine Garantie für Richtigkeit und Aktualität übernehmen. Die Inhalte auf „GL AKTUELL“ sind nach bestem Gewissen verfasst. Wir halten unsere Quellen für verlässlich, aber auch hier können wir keine Garantie auf Richtigkeit und Aktualität geben. Die Artikel auf  „GL AKTUELL“ stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers dar. Die Informationen geben lediglich einen Einblick in die Meinung der Redaktion.

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„Entlang der Strunde“ – die Maßnahmen gestern, heute und morgen

18 Juni 2013 von Darian Lambert

Auf nahezu zehn Jahre Entwicklungszeitraum vom ersten Federstrich an blicken die Projektplaner des Regionale 2010-Bausteins „Entlang der Strunde“ zurück. Seit etwa drei Jahren wird gebaut – gemeinsam mit der Stadt Köln wird ein Konzept umgesetzt, in dem der Strunder Bach als sog. „Ostkorridor“ des Regionale-Projektes RegioGrün gestaltet wird. Diese Achse ist eine von insgesamt sechs Korridoren, die als Verbindung zwischen den Köln umgebenden Grüngürteln für Naherholungssuchende erlebbar gemacht werden sollen.

StadtGrün hatte sich mit „Entlang der Strunde“ mit einer ganzen Palette von Aufwertungsmaßnahmen im Strundetal und seiner Umgebung um die Teilnahme am Regionale 2010-Strukturförderprogramm beworben und aus drei verschiedenen Fördertöpfen Zusagen für insgesamt 820.000 Euro Zuwendungen bekommen, bei einem Eigenanteil von 140.000 Euro. Der Bewilligungszeitraum erstreckt sich auf die Jahre 2006 bis 2015. Beteiligt waren die Töpfe der Städtebauförderung NRW, der NRW-Förderrichtlinie Naturschutz (FöNa) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Die Maßnahmen im Einzelnen


Städtebauliche Projektbausteine
Zur ehemaligen
Papierfabrik Wachendorff bildete ein Workshop und ein zweistufiger Investorenwettbewerb die Grundlage für die heute aktuelle Bauleitplanung. Das Buchmühlengelände als Gemeinschaftsmaßnahme zweier Regionale-Projekte zeigt eine geöffnete Strunde und eine neue Grünanlage. Die Gartensiedlung Gronauer Wald erhielt eine Denkmalbereichssatzung und eine Gestaltungsfibel für Anwohner. Für den Strundeabschnitt längs des „Campus Gronau“ wurde ein Vorentwurf der Freiraumplanung erarbeitet.

FöNa-Projektbausteine
Der Bereich der
Strundequelle wurde ausgebaut, die Quelle selber neu gefasst. Der Wanderweg von Herrenstrunden nach Strundorf wurde neu angelegt oder baulich verbessert. Der Geopfad als Nebenroute des Strundewegs erhielt 17 neue Infotafeln. Zwischen Strundequelle und der Stadtgrenze zu Köln finden Wanderer und Radfahrer insgesamt 30 Infostelen; allein das gelbe Pumpenhaus an der Quelle zeigt sechs Informationstafeln. Dazu gibt es ein einheitliches Regionale-Wegeleitsystem.

EFRE-Projektbausteine
Die Mühlenwiese wurde zu einer ruhigen Erholungs- und Parkanlage entwickelt. In erster Linie mussten Wege und Teich saniert werden. Röhrichtzonen und Schwimminseln sollen für gute Ökologie sorgen, eine Seeterrasse und freie Uferabschnitte halten die Sichtachsen frei. Der Spielplatz am Westufer bekamt eine neue Ausstattung mit „Spielburg“ – passend zur Burg Zweiffel. Die „echte“ Burg Zweiffel als Urgestein des Ortes wurde stärker in den historischen Zusammenhang mit einbezogen; durch farbliche Gestaltung wurde die trennende Wirkung der Hauptverkehrsstraße kompensiert und die Zusammengehörigkeit des Ensembles betont. Besonders ins Auge fällt dabei heute das „Herkenrather Tor“, ein Teil des Wirtschaftshofes einer mittelalterlichen Burg. Die „Malteser Trilogie“ – Komturei, Johanniterkirche und Maltesermühle – erhielt ebenfalls durch die Freistellung der Sichtachsen verlorengegangene Bezüge zurück. Oberhalb des Dorfplatzes entstand außerdem ein Aussichtspunkt auf die drei Gebäude

Auch außerhalb des Ortskerns von Herrenstrunden hat sich einiges getan: Die Reste einer von vier Pulvermühlen als bedeutendes Zeugnis der Wasserkraftnutzung an der Strunde erhielt eine Zuwegung über Holzstufen, die auf die Kuppe des Walles führt; eine Informationstafel gibt Auskunft über Geschichte und Funktion der Pulvermühlen. Die Mühlenfundamente wurden saniert, verkehrsgefährdende Bäume gefällt. Last not least: Für den Radwege-Lückenschluss zwischen Gut Schiff und Eulenburg wurde das vorhandene Schotterbankett der Landstraße auf einer Breite von 2 Metern genutzt zum Bau eines Radwegs für beide Fahrtrichtungen. Zur Straße hin entstand eine optische Barriere in Form eines Grünstreifens. Nach anfänglichen Sorgen um die Wegedecke bei Starkregenereignissen kann heute Entwarnung gegeben werden: Der Untergrund ist stabil, die Radfahrer vor wegebedingten Stürzen sicher.

Ausblick: Auch zukünftig gibt es Fördermöglichkeiten

RegioGrün ist mit der Durchführung der Projektbausteine längst noch nicht ad acta gelegt. Das Freiraumkonzept ist langfristig strategisch angelegt. Die Zielsetzungen des EFRE-Fonds werden in Kürze überarbeitet, so dass z.B. Vorhaben zu „Schutz, Förderung und Entwicklung des Kulturerbes“ gefördert werden sowie Maßnahmen zur Verbesserung des städtischen Umfeldes. Erfolgreiche Projekte können ggf. weitergeführt werden; wichtig für eine zukünftige Förderfähigkeit ist, dass es sich um ein innovatives Projekt mit interkommunaler Zusammenarbeit handelt.

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Wird Movie4k von KinoX betrieben?

15 Juni 2013 von Lars Sobiraj

Es gibt beim Thema Streaming-Portale ein paar Neuigkeiten. Ich bekam mehrere Nachrichten, dass sich User von kinox.to mit dem gleichen Namen und Passwort auch bei Movie4k einloggen können. Da ohne einen Hack niemand an die Userdaten von kinox.to herankommt, ist es naheliegend, dass deren Betreiber auch den Klon Movie4k hochgezogen haben. Höchst wahrscheinlich benutzte man für den Movie2k-Ableger einfach eine ältere Version der eigenen Datenbank.

Doch es gibt noch mehr Hinweise. Das Statement auf Movie4k wurde in einem anderen Stil geschrieben, als die Antworten, die ich damals beim Interview mit den Movie2k-Admins bekommen habe. Deren Aussagen klingen deutlich intellektueller und lassen auf ein anderes Niveau schließen. Auch sind die Streaming-Hoster die gleichen, die bei kinox.to und bei movie4k zur Anwendung kommen. Für diese Theorie spricht auch, dass beide Portale über den gleichen Dienstleister für ihren DDoS-Schutz verfügen. Die Akrino Inc. soll angeblich mit dem Russian Business Network (RBN) zusammenhängen. Dort betreut zu werden ist nach Auskunft eines Informanten alles andere als einfach und sehr kostspielig. Kommenden Sonntag kommt bezüglich der Eigentümer von movie2k ein neuer Artikel bei Welt Online heraus, der weitere Details offenlegen soll. Die Journalisten von Springer sind ebenfalls davon überzeugt, dass es einen Zusammenhang zwischen den beiden Streaming-Portalen gibt.
Jetzt tauchte mit movie2k.tl der nächste Klon auf und behauptet ebenfalls, der einzig offizielle Nachfolger zu sein. Im Statement wird behauptet, Movie2k sei gehackt worden. Dagegen spricht aber, dass kurz zuvor der eigentlich sicher geglaubte Top-Uploader von kino.to auf Betreiben der GVU hochgenommen wurde. Es gibt auch sonst nichts was auf einen Hack hinweist. Im Gegenteil! Die Betreiber werden aus Sicherheitsgründen die Tore ihres Portals schlichtweg geschlossen haben. Das Statement von movie2k.tl wurde zudem in einer völlig anderen Sprache verfasst. Dahinter können unmöglich die gleichen Personen stecken.

Daneben versuchen aus der Downtime weitere Websites aus dem Graubereich ihren Vorteil zu ziehen. So gibt es mit vibeo.tv und istream.ws zwei weitere Wettbewerber, die nun um die Gunst der Kinofans buhlen. Vor allem vibeo macht dabei einen aufgeräumten und übersichtlichen Eindruck.
movie4k-malware-300x150Movie4k soll zeitweise die Schadsoftware iehighutil.exe verbreiten, die zum Wohl der Cyberkriminellen auf den Zielrechnern neue Bitcoins berechnet. Leider ist die Verbreitung von Schadprogrammen nichts Neues in diesem Bereich.
Movie2k.to selbst leitet weiterhin auf die Webseite der Piratenpartei um, die sich über die unzähligen neuen Besucher freut. Die Piraten haben eigens für die neuen Surfer ein Video mit ihrem Urheberrechts-Sprecher Bruno Kramm online gestellt. Aber was tut man nicht alles für ein paar mehr Besucher der eigenen Seite !??? Das ist wirklich verwirrend, weil diverse führende Vertreter der Piratenpartei die kommerziellen Anbieter im Graubereich komplett abgelehnt haben. Auf die dort präsentierten “Argumente” gehe ich besser nicht ein. So soll das private Teilen erlaubt sein. Hallo, jemand wach auf dem Piratenschiff? Natürlich muss das Urheberrecht ein wenig eingeschränkt und der Abmahnwahn abgeschafft werden. Aber so ganz ohne Urheberrecht kann in der Kreativbranche doch niemand mehr Geld verdienen, oder?

Alles verhält sich jetzt ein wenig wie nach dem Abschuss der Börse des gulli boards durch die österreichische Betreibergesellschaft im Jahr 2008. Kurz nach dem Aus gab es unzählige Konkurrenten, die alle die einzig wahren Nachfolger sein wollten. In Folge von diversen Hacks, DDoS-Angriffen und sonstigen Attacken blieben aber am Ende nur wenige davon übrig. Als mich Sandler damals in Wien nach der Börse fragte, sagte ich nur: “Weg damit!“.
Ich kann aber unmöglich seriösen Journalismus betreiben und mich mit Rechteinhabern austauschen, solange im Hintergrund fleißig die Links zu Filehostern und somit zu urheberrechtlich geschützten Werken ausgetauscht werden. Außerdem kann man keine derart populäre Linksammlung innerhalb der EU betreiben. Das war letztlich auch der Grund, wieso die Musikbörse auf Druck von Clemens Rasch & Co. schon Monate zuvor von fliks geschlossen werden musste.
Auch wenn die Inqnet GmbH von vielen Usern als die bösen Buben dargestellt wurden, haben sie im Prinzip nur das fortgesetzt, was Randolf Jorberg & Co. schon vorher gemacht haben. Eine solche Seite betreibt man offshore oder gar nicht.

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Maggi Gestank: Ursache gefunden

11 Juni 2013 von Darian Lambert

In der Nacht zum 11. Juni 2013 wurden vier Kilogramm Sotolon in einem Chemiebetrieb in Neuss über einen 120 m hohen Schornstein freigesetzt. Im Rahmen eines Destillations-prozesses kam es zum Austritt des Aromastoffs Sotolon. Durch Kontakt des Stoffes mit einer heißen Oberfläche kam es anschließend zu einer Verdampfung.  Das führte dazu, dass vormittags im Großraum Köln und später auch in Düsseldorf von Bewohnern ein ausgeprägter Geruch nach Suppe bzw. „Maggi“ wahrgenommen wurde. Die städtische Feuerwehr setzte zur Ursachenforschung sechs Messfahrzeuge und zwei Messleitwagen ein.

Quelle: Wikipedia !!

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Mysteriöser Maggi-Gestank zieht auf Bergisch Gladbach zu

11 Juni 2013 von Darian Lambert

Zahlreiche verschreckte Bürgeralarmierten am frühen Dienstagmorgen die Feuerwehr: Im Kölner Stadtgebiet stinkt es nach Maggi.

Um 6.40 Uhr ging am frühen Dienstagmorgen der erste Anruf bei der Kölner Feuerwehr ein, so Sprecher Jens Müller gegenüber der Presse. Es folgten weitere besorgte Anrufe. Der Grund: Ein merkwürdiger Geruch liegt in der Luft. Es stinkt  „würzig“ bis „ätzend“. Ein Mitarbeiter des Bürgeramts Nippes musste deshalb per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Was die Urasache des Gestanks ist blieb jedoch bis jetzt völlig unklar.

Der Geruch breitet sich zur Stunde über die Kölner Stadtgrenzen auch nach Bergisch Gladbach aus.

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NRW-Innenminister Ralf Jäger beim Blitz-Marathon an einer mobilen Messtation. Foto: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen

4. Juni ACHTUNG: Blitzermarathon

03 Juni 2013 von Darian Lambert

Es geht wieder los: Am Dienstag, 4. Juni wird wieder in ganz Nordrhein-Westfalen geblitzt. Die NRW-Polizei startet dann ihren vierten 24-Stunden-Blitz-Marathon. 

NRW-Innenminister Ralf Jäger beim Blitz-Marathon an einer mobilen Messtation. Foto: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-WestfalenNRW-Innenminister Ralf Jäger beim Blitz-Marathon an einer mobilen Messtation. Foto: Ministerium für Inneres und Kommunales Nordrhein-Westfalen

Der Blitz-Marathon ist Teil der Kampagne „Brems Dich – rette Leben!“.  „Jeder dritte Verkehrstote in NRW ist Opfer von zu schnellem Fahren“, so Innenminister Ralf Jäger.

Die bisherigen Blitz-Marathons waren ein voller Erfolg aus Sicht der Polizei. Die Kontrollstellen werden vorab in den Medien und im Internet veröffentlicht. Die Erfahrungen der Polizei zeigen, dass dies einen positiven Einfluss auf die Autofahrer hatte. An normalen Kontrolltagen fahren bis zu acht Prozent der Autofahrer zu schnell. Beim ersten Blitz-Marathon fuhren dagegen lediglich vier Prozent und beim zweiten und dritten sogar nur noch drei Prozent der Autofahrer zu schnell. In Köln wurden dennoch beim letzten Blitz-Marathon im vergangenen Juli 800 Raser erwischt.

Bei den vergangenen drei Blitzmarathons wurden insgesamt fast zwei Millionen Verkehrsteilnehmer überprüft, 54.000 Raser gingen der Polizei dabei trotz Vorankündigung ins Netz.

Auch bei diesem Blitz-Marathon nimmt die NRW-Polizei die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger ernst. Viele der gemeldeten „Wutpunkte“ sind inzwischen als dauerhafte Messpunkte feste Bestandteile der täglichen Kontrollen der Polizei. „Die Bürgerbeteiligung wird damit weiter konsequent fortgesetzt“, versicherte Jäger.

„Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unserer Strategie für mehr Verkehrssicherheit auf dem richtigen Weg sind“, betonte der NRW-Innenminister. Im vergangenen Jahr ging die Zahl der Verkehrstoten in NRW um 108 auf 528 zurück.

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Das neue „Geoportal Bergisch Gladbach“ jetzt im Internet

29 Mai 2013 von Darian Lambert

Das „Geoportal Bergisch Gladbach“ im Internet eröffnet interessierten Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in die „Geographie“ der Stadt – jetzt mit neuer Technik, neuem Design und verbesserter Qualität. Der Weg per schnellem Mausklick führt entweder über die Homepage der Stadt www.bergischgladbach.de (Seite „Aktuelles“/ rechts „Infos“), oder direkt über http://www.bergischgladbach.de/geoportal.aspx.

Hier finden sich aktuelle Verwaltungsdaten mit räumlichem Bezug (Geodaten). Immerhin weisen 80% der städtischen Daten einen Raumbezug auf. Nicht nur für Bürgerinnen und Bürger wertvoll, sondern auch für Politik und Wirtschaft! „Mit dem schnellen Zugriff auf die Geodaten und einem neuen Design möchte die Stadtverwaltung größtmögliche Transparenz schaffen und der Öffentlichkeit die Partizipation an solchen Daten erleichtern“, erklärt Bürgermeister Lutz Urbach.

Neben den Geoinformationen sind auf der neuen Internetseite auch eine Bedienungshilfe zu finden, ebenso die Daten der Ansprechpartner. Fragen an den städtischen Geoservice können auch unter gis@stadt-gl.de gestellt werden.Nutzern wird eine DSL-Verbindung ab 2000MB/s unter Verwendung des Browsers Mozilla Firefox empfohlen.

Die neuen Funktionen:
·        Suche nach Adressen, Bebauungsplänen, interessanten Orten
·        die Möglichkeit, Inhalte individuell zusammenzustellen
·        individuelle Anpassung der Kartendarstellung: Reihenfolge, Transparenz, Ein- und Ausblenden
·        Aufrufen von Dokumenten, die mit Punkten, Linien oder Flächen verknüpft sind (z.B. alle digitalisierten PDF-Urkunden der Bebauungspläne)
·        Messen und Skizzieren in der Karte
·        Abfragen von Sachdaten

Das erweiterte Datenangebot in 12 Themenbereichen:
·        Bauleitplanung/Ortsbaurecht
·        Gewerbe und Industrie
·        Grundstückswerte
·        Stadtentwicklung/Statistik
·        Stadtgrün/Friedhöfe
·        Städtische Baulandentwicklung
·        Städtische Geobasisdaten
·        Stadtplan
·        Tourismus
·        Umweltschutz
·        Ver- und Entsorgung
·        Verkehrsflächen

Beispiele für die Nutzung des Geoportals:
·        städtische Geobasisdaten: Wie erkunde ich interessante Orte, z.B. meinen Wohnort? Z.B. online anhand des Stadtplans oder mit Luftbildern,                 topographischen Karten und historischen Karten.
·        Umweltschutz: Liegt mein Grundstück in einem Wasserschutzgebiet oder FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) und wie hoch ist die Lärmimmission dort?
·        Bauleitplanug/Ortsbaurecht: Wo liegen Bebauungspläne vor und welche Inhalte haben die rechtskräftigen Pläne?
·        Grundstückswerte: Wie hoch sind die Bodenrichtwerte in einem bestimmten Gebiet?
·        Stadtgrün/Friedhöfe: Wo sind städtischen Baumstandorte?
·        Ver- und Entsorgung: In welchem Abfuhrbezirk liegt mein Grundstück? Wo ist der nächste Mobilfunkmast? Wo finde ich den nächsten Müllcontainer?
·        Tourismus: Welche Rad- und Wanderrouten gibt es Bergisch Gladbach? Liegt auf der Route vielleicht ein Schwimmbad oder ein Restaurant? Könnte ich die Wanderung mit dem Besuch eines Museums verbinden?

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Siegfried Reddel will Abfindung vor Gericht erstreiten

29 Mai 2013 von Darian Lambert

Siegfried Reddel, der ehemalige Geschäftsführer des Mediterana, klagt gegen seine Kündigung. Der Streit mit seinem EX-Chef Ernst Werner Ruhbaum eskalierte bei Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Planung des Hotels am Mediterana (GL Aktuell berichtete). Am 26. Juni 2013 kommt es zum ersten Prozesstermin am Landgericht in Frankfurt. Gleich mehrere Abmahnungen sollen dem Frankfurter Richter vorgelegt werden. Mehrmals war Ruhbaum nicht einverstanden damit, wie Reddel das Mediterana führte.

Kein Comeback für Reddel

Eine Unwirksamkeit der Kündigung lässt sich wohl juristisch nicht erreichen, daher zog Reddel direkt nach seiner Kündigung aus Bergisch Gladbach fort. Reddel zeigt sich dabei noch gewohnt sportlich als ambitionierter Golfer und verspricht beim GLC – Köln zumindest einmal im Monat die Bälle über das Grün zu jagen. Gescheitert ist er hier jedoch auch schon mit seinem Vorhaben auf dem Grün des GLC – Köln Golfkurse vom Mediterana aus durchführen zu wollen. „Reddels Vorhaben hat der unser Club abgelehnt. Darüber bin ich sehr froh, denn das hätte unseren Club in der Tat kaputt gemacht.“ – beklagt sich ein Mitglied des Golfclubs. Aufgefallen ist Reddel hier zudem mit einer aufbrausenden, nicht immer bodenständigen Art gegenüber dem Personal, womit er jedoch stets abblitzte. „Sie wissen ja wie das ist mit Dingen die man sich vornimmt. Er sagt zwar er würde bei uns im Club einmal im Monat noch Golf spielen, aber wahrscheinlich ist das nicht der Fall. Es bleibt oft bei den guten Vorsätzen“ – kommentiert eine andere Dame aus dem Golfclub abschließend Reddels Abgang.

Abfindung und zu den Akten

Im juristischen Streit möchte Reddel eine ordentliche Abfindung erstreiten. Sein Geschäftsführer-Vertrag lief eigentlich bis ins Jahr 2016. Am Frankfurter Landgericht geht es aber um mehr als um die Frage ob die fristlose Kündigung wirksam ist oder nicht. Es geht u.a. um nicht bezahlte Mieten für Reddels Wohnbungalow, nicht bezahlte Auschüttungsvergütungen, Budgetüberschreitungen, nicht sauber getrennte Privat / Geschäftsquittungen. Am Ende geht es aber wieder meist nur um eines, das liebe Geld…. nämlich nur wie hoch die „bescheidene“ Abfindung für Siegfried Reddel sein wird.

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Video: YouTube versus GEMA

27 Mai 2013 von Lars Sobiraj

Diesen Spruch dürfte jeder schon einmal gesehen haben: „Dieses Video ist  in Deutschland nicht verfügbar, weil es möglicherweise Musik enthält,  für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt  wurden.“ YouTube schreibt, das tue ihnen leid. Doch was steckt wirklich  dahinter? Die Kollegen von OpenDataCity zeigen auf ihrer Website  (http://apps.opendatacity.de/gema-vs-youtube/), wie hoch unter den 1.000  beliebtesten Videos der Anteil der gesperrten Musikvideos ist. Während  hierzulande stets über 60 % der populärsten Videos ohne Proxy nicht  verfügbar sind, sind es in vielen anderen Ländern lediglich ein Prozent.
In Deutschland werden die meisten Musikvideos aber nicht wegen  Urheberrechtsverletzungen vom Netz genommen. Juristische  Auseinandersetzungen spielen eine eher untergeordnete Rolle. Zumeist  geht es um einen Rechtsstreit zwischen der Google-Tochter YouTube und  der Musikverwertungsgesellschaft GEMA. Deren Auseinandersetzung um die  Vergütung der Urheber pro abgespieltem Video wird mittlerweile vor  Gericht verhandelt, weil man sich bis heute nicht einigen kann. Der  Kölner Dozent, DJ, Labelbetreiber und Jurist Stephan Benn spricht mit  DigitalKultur.TV über viele weitere Baustellen und zeigt, wo es überall  bei der GEMA hakt.

Wir fragten Herrn Benn unter anderem: Was ist eigentlich das  Leistungsschutzrecht in Abgrenzung zum Urheberrecht? Wieso sollte man  sogar das amerikanische Copyright vom europäischen Urheberrecht  unterscheiden? Uns interessierte zudem, ob der Verein Musikpiraten e.V.  auch in nächster Instanz wegen der GEMA-Vermutung vor Gericht verlieren  wird. Außerdem ist die Unterscheidung zwischen den verschiedenen  GEMA-Mitgliedern sehr interessant. Denn die wenigen Popstars, die als  ordentliche Mitglieder organisiert sind, kassieren das meiste Geld und  bestimmen, wie sich die Verwertungsgesellschaft künftig entwickeln wird.  Da die Topstars nicht daran interessiert sind, mehr von ihrem Kuchen  abzugeben, wird sich in den nächsten Jahren wohl kaum etwas ändern.  Zahlreiche Kritiker bemängeln die undemokratische Struktur. Manche gehen  sogar soweit, die GEMA als Kreativbremse Nr. 1 zu bezeichnen. Damit sind  nicht nur stumme Weihnachtsmärkte in diversen Stätdten oder geschlossene  Clubs gemeint, die sich eine Beschallung nicht mehr leisten können. Die  Problematik der GEMA betrifft neben Videoplattformen auch die  Leermedienabgabe, die neue DJ-Gebühr und vieles mehr.

Derzeit bemüht sich die Cultural Commons Collecting Society (C3S) beim  Deutschen Patent- und Markenamt um eine Anerkennung als neue  Verwertungsgesellschaft. Wenn alles so klappt, wie sich die  C3S-Initiatoren es sich wünschen, wird die Organisation künftig nicht  nur die Verwertung von Musik, sondern von alle möglichen digitalen Güter  behandeln. Wir fragen Stephan Benn, ob diese neue Organisation eine  Chance haben wird, neben der GEMA zu bestehen.

Unser 90-minütiger Audio-Podcast versucht alle Fragestellungen rund um  die GEMA so verständlich wie möglich zu erläutern. Schon der Umfang der
Sendung zeigt, wie komplex dieses Thema ist.  https://soundcloud.com/digitalkultur-tv/s01e03

Im Video-Interview von DigitalKultur.TV hat unser Gesprächspartner  hingegen nur etwa 10 Minuten Zeit, alle Fragen rund um die GEMA zu
beantworten: http://www.youtube.com/watch?v=9zmmqdy62OQ

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