15 August 2014 von Darian Lambert
Rheinisch-Bergischer Kreis. Mit einem gemeinsamen Qualitätssiegel zu Hygiene-Standards den wachsenden Problemen mit multiresistenten Erregen (MRE) entgegenzuwirken, das ist das Ziel des überkommunalen Netzwerk mre-netz rhein-ahr. Nachdem im letzten Jahr die Krankenhäuser das Qualitätssiegel erworben haben, soll dies nun auch auf die Pflegeheime erweitert werden.
Bei der Auftaktveranstaltung nutzten 32 Vertreter von 27 Seniorenpflegeheimen im Rheinisch-Bergischen Kreis die Gelegenheit, sich über das Qualitätssiegel für Hygiene zu informieren. Ziel des Siegels ist es, einheitliche Standards im Umgang mit resistenten Erregern, wie beispielsweise MRSA, oder ansteckenden Krankheiten wie Grippe und Magen-Darm Infektionen zu etablieren. Auch allgemeine Hygienestandards, wie zum Beispiel die Händehygiene, sollen überprüft werden. Um das „Qualitätssiegel für Hygiene in Alten- und Pflegeeinrichtungen“ zu bekommen, müssen die Einrichtungen zehn Vorgaben erfüllen. Die Umsetzung der einzelnen Vorgaben wird vor Ort durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes begleitet und beratend unterstützt.
Da MRE gegen viele Antibiotika unempfindlich (resistent) sind, ist die Behandlung von Infektionen mit diesem Keimen besonders schwierig. Durch die Aktivitäten des Netzwerkes sollen alle Maßnahmen koordiniert werden, die eine Verbreitung der Erreger eindämmen können. Hierzu gehören beispielsweise eine sorgfältige Hygiene und ein überlegter Einsatz von Antibiotika.
14 August 2014 von Darian Lambert
Was ist „Antisemitismus“ heute? – Vortrag von Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber und anschließende Diskussion
Der Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina bzw. anderen umliegenden arabischen Staaten beschäftigt auch die Menschen in Bergisch Gladbach. Besonders im Rahmen der noch jungen Städtepartnerschaften mit Beit Jala in Palästina (seit 2011) und mit Ganey Tikva in Israel (seit 2012) werden Ursachen und Folgen des Nahostkonflikts für Israelis und Palästinenser diskutiert.
Dieser Konflikt soll nicht Thema der Veranstaltung sein, doch aber die Begriffe, die immer wieder in diesem Zusammenhang benutzt werden: Antisemitismus und Antizionismus. „Was sind eigentlich „Antisemitismus und Antizionismus“ heute?“ – diese Frage ist für Deutschland vor dem Hintergrund des Holocausts eine wichtige Frage.
Um der Antwort näher zu kommen, lädt der Arbeitskreis Ganey Tikva alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einem Vortrag von Professor Dr. Armin Pfahl-Traugher ein –
am 2. September 2014, um 19.00 Uhr ins Rathaus Stadtmitte. Der Eintritt ist frei.
Professor Pfahl-Traughber wird einen Vortrag halten und anschließend weitere Fragen im Rahmen einer Diskussion beantworten. Pfarrer Achim Dehmel, Vorsitzender des Arbeitskreises Ganey Tikva, freut sich, mit der Veranstaltung ein Angebot zur Aufklärung machen zu können: “Unser Ziel ist es, mit wissenschaftlich kompetenter Anleitung das Wesen von aktuellem Antisemitismus und Antizionismus aufspüren zu können. Es ist wichtig, über diese Worte und ihren aktuellen Sinn nachzudenken.“ Auch Bürgermeister Lutz Urbach begrüßt diese Veranstaltung: „Wenn es um Juden und den jüdischen Staat geht, dann sind viele Menschen unsicher, was antisemitisch ist, und was nicht. Unsere Geschichte spielt dabei eine große Rolle. Gut, wenn wir uns mehr Klarheit verschaffen können.“
Zur Person: Wer ist Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber?
Prof. Dr. Armin Pfahl-Traughber ist Politikwissenschaftler und Soziologe. Er arbeitet aktuell hauptamtlich als Dozent an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl. Zuvor war er auch Lehrbeauftragter an den Universitäten Marburg, Köln und Bonn, zwischenzeitlich Referatsleiter beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Er gibt das „Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung“ (JET) heraus und gehört dem „Unabhängigen Expertenkreis Antisemitismus“ des Deutschen Bundestages an, der den Antisemitismusbericht für den Deutschen Bundestag erarbeitete. Seine Arbeitsschwerpunkte sind u.a. Antisemitismus, Extremismus und Totalitarismus, aber auch Zeit- und Ideengeschichte.
13 August 2014 von Darian Lambert
Fortbildungsveranstaltung für Architekten
Rheinisch-Bergischer Kreis. Für Architekten, die Interesse am Thema „Barrierefreies Bauen“ haben, bieten die Bauaufsicht und die Geschäftsstelle Inklusion des Rheinisch-Bergischen Kreises in Zusammenarbeit mit der Akademie der Architektenkammer NRW am 12. September 2014 im Kreishaus Heidkamp, Am Rübezahlwald 7 in Bergisch Gladbach, ein Fachseminar zum Thema „Barrierefreier Wohnungsbau DIN 18040-2“ an.
Eine Referentin der Akademie der Architektenkammer NRW wird konkrete Inhalte der Norm für „Barrierefreies Bauen und Planen für Wohnungen“ vermitteln. Daneben werden auch Mitarbeiter der Wohn-Raum-Beratung sowie der Wohnungsbauförderung des Rheinisch-Bergischen Kreises vor Ort sein und einen Einblick in die Arbeit der Wohnberatungsstellen sowie über aktuelle Fördermöglichkeiten im barrierefreien Wohnungsbau geben.
Die Veranstaltung dauert von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr und ist von der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Fortbildungsveranstaltung für die Fachrichtung Architektur mit acht Unterrichtsstunden anerkannt. Im Anschluss an die Veranstaltung erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung. Die Kosten für das Seminar betragen 175 Euro pro Person. Für organisatorische Rückfragen und Anmeldung (Frist: 1. September): Geschäftsstelle Inklusion, E-Mail inklusion@rbk-online.de. oder Telefon 02202 13-2135 sowie 13-2488. Fachliche Rückfragen beantwortet die Bauaufsicht, E-Mail: bauamt@rbk-online.de oder Telefon 02202 13-2697.
Das Kreishaus Heidkamp, der Veranstaltungsraum und die Toiletten sind barrierefrei erreichbar. Es kann eine induktive Höranlage oder ein Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung gestellt werden. Bei Bedarf sollte die Geschäftsstelle Inklusion frühzeitig angefragt werden.
12 August 2014 von Darian Lambert
In eine Tiefgarage an der Kurt-Schumacher-Straße stellte am Sonntagabend (10.08.2014) gegen 18.00 Uhr ein 31-Jähriger aus Bergisch Gladbach seinen schwarzen BMW 392c rückwärts auf einen Parkplatz. Gestern Morgen (11.08.2014) gegen 07.45 Uhr musste er feststellen, dass der Pkw gestohlen worden war. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen schwarzen 3er BMW 392 c von 2009 (Diesel) mit einer auffälligen gelben Bremsanlage vorne. Der Besitzer hatte den Wagen gerade erst vollgetankt. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte an die Kreispolizei RheinBerg unter der Telefonnummer 02202-2050.

12 August 2014 von Darian Lambert
Wir berichteten am vergangenen Freitag (8.8.2014) über einen Verkehrsunfall, wo eine Seniorin (87) von einer Straßenbahn erfasst worden war. Der Unfall ereignete sich gegen 06.55 Uhr auf der Strecke der KVB-Linie 1 zwischen den Haltestellen Kippekausen und Refrath. Die Seniorin ist gestern (10.08.2014) an den Folgen des Geschehens verstorben. Bisher konnte nicht sicher geklärt werden, warum die Seniorin die Gleise – trotz herannahender Bahn – betreten hat. Fremdverschulden wird ausgeschlossen; strafrechtliche Ermittlungen gegen den 62-jährigen Fahrer der Straßenbahn werden nicht geführt.

11 August 2014 von Darian Lambert
Ein im wahrsten Sinne buntes Treiben herrschte im Bensberger Ratssaal beim 5. International Scout Meeting. Uniformen und Halstücher in allen Farben kündeten von der Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg richtet zum fünften Mal das internationale Treffen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus, die Organisation hat der Stamm Ommerborn (DPSG Bensberg) übernommen. Alle neun Jahre kommen seit 1978 die Gruppen aus aller Herren Länder zum gemeinsamen Lager zusammen.
Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind aber nicht erst jetzt zusammengekommen.
Das internationale Treffen startete bereit am 1. August an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen, wo ca. 50 deutsche Teilnehmer für acht Nächte ihr Zeltlager aufgeschlagen hatten. Nach und nach kamen weitere Pfadfinder aus aller Welt, auch aus der Bergisch Gladbacher Partnerstadt Beit Jala (Palästina) dazu. Vertreten waren unter anderem auch Gruppen aus England, den Niederlanden und Südafrika. Gemeinsam verlebten alle eine spannende Zeit mit vielen Pfadfinderaktivitäten, wie z.B. Lagerbauten, Stafetten, Ländertagen und der Feier einer Heiligen Messe.
Zum Ende der Lagerwoche zog auch eine große Gruppe Ehemaliger des Stammes Ommerborn aus Bensberg am Lagerplatz ein. Nach einem Ausflug ins Freilichtmuseum Kommern beendete eine große Feuerrunde dieses Auftakt-Lager in der Voreifel.
Am Sonntag (10.08.2014) zogen alle Teilnehmer nach Bensberg weiter. Hier gab es ein erstes Kennenlernen mit den deutschen Familien, bei denen die internationalen Teilnehmer die nächste Woche verbringen und wohnen werden.
Für diese Familienwoche ist ebenfalls ein Programm erstellt worden, dass u.a. Termine, wie z.B. den 14. August 15:00 Uhr zum Bowling in Overath mit anschließendem Grillen im Bowling Center und den Ausflug nach Köln und Bonn am 12. August ab 9:00 Uhr bereit hält.
Die Abschlussveranstaltung findet dann am 15. August um 16:00 Uhr in geselliger zwangloser Runde im „Klausmann“ statt.

11 August 2014 von Darian Lambert
Weil das Brückengeländer nicht stand gehalten hat, ist ein 46-jähriger Burscheider am Samstag (09.08.14) mit seinem Rad in den Eifgenbach gestürzt. Gegen 14:30 Uhr fuhr der Burscheider mit seinem Rad den Wanderweg aus Richtung Schöllerhof in Richtung Gut Luchtenberg. An einer Brücke, die über den Eifgenbach führt, hob er sein Rad die beiden Stufen hinauf und lehnte sich oben auf der Brücke gegen das rechte Geländer. Der hölzerne Handlauf brach dabei durch und der 46-Jährige stürzte die Böschung hinunter. Glücklicherweise verletzte er sich dabei nur leicht und konnte sich selbständig helfen. Von zu Hause aus informierte er die Polizei, die die Brücke mit Flatterband absicherte.

Foto: Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis
09 August 2014 von Darian Lambert
Bergisch Gladbach korrigiert Schildbürgerstreich
Die zu hoch geratenen Schilder, die die Fußgängerzone in der Bergisch Gladbacher Stadtmitte eingrenzten, wurden in einer knapp halbstündigen Aktion eingekürzt und bieten nun keinen Anlass mehr für Missverständnisse. Zwei Mitarbeiter des städtischen Bauhofes schwangen kurz den schweren Maulschlüssel, um die Pfosten aus den Bodenhülsen zu lösen, dann wurde die Flex am städtischen „Schilderwagen“ angeworfen. Nach kurzem Funkensprühen war das Problem erledigt; die Schilder, die die Einfahrt aus den umliegenden Straßen in die Fußgängerzone regeln, schweben nun für alle gut sichtbar mit einem Freiraum von nur noch 2 Metern überm Pflaster. Auch die Träger der Verkehrszeichen, die von der Busspur aus in Richtung Marktplatz und Hauptstraße weisen, sind gekürzt; die Zweige und Blätter der Bäume können hier nichts mehr verdecken.

09 August 2014 von Darian Lambert
Donnerstagnachmittag (07.08.2014), gegen 14.45 Uhr befuhr ein 46-jähriger Kölner mit einem Kleintransporter die Paffrather Straße in Richtung Paffrath. Im Verlauf beabsichtigte der Fahrer eines vor ihm fahrendes Fahrzeugs nach links abzubiegen. Hierzu ordnete er sich zur Fahrbahnmitte ein und bremste seinen Pkw bis zum Stillstand ab. Dahinter hielt auch der Kölner seinen Transporter an. Doch dann entschied er, rechts an dem stehenden Fahrzeug vorbeizufahren. Er scherte aus und übersah hierbei einen sich mit seinem Pedelec von hinten nähernden 82-jährigen Bergisch Gladbacher. Es kam zu einer Berührung zwischen Auto und Fahrrad, wobei der Senior zu Boden stürzte und sich verletzte. Ein Rettungswagen kam nicht zum Einsatz, da er selbständig einen Arzt aufsuchen wollte. Der Sachschaden wird insgesamt auf 1300,–EUR geschätzt.

08 August 2014 von Darian Lambert
Heute Morgen (8.8.2014) befuhr gegen 06.55 Uhr ein 62-Jähriger eine Straßenbahn der KVB-Linie 1 aus Richtung Bensberg kommend in Richtung Köln. Zwischen den Haltestellen Kippekausen und Refrath näherte sich unerwartet eine 87-jährige Bergisch Gladbacherin aus einem Gebüsch und trat auf die Gleise. Der Fahrer der Bahn bremste sofort stark ab, es gelang ihm die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren, aber er konnte eine Kollision mit der Seniorin nicht ganz vermeiden. Die 87-Jährige stürzte ins Gleisbett und blieb dort zwischen den vorderen Rädern der Bahn liegen. Nach Eintreffen der Feuerwehr wurde die Straßenbahn leicht zurückgezogen, um die Verletzte retten zu können. Danach wurde sie in ein Krankenhaus gebracht, wo sie stationär verblieb. Nach ersten Ermittlungen war die Seniorin desorientiert und trat deshalb – ohne sich der Gefahr bewusst zu sein – auf die Gleise. Der 62-jährige Straßenbahnfahrer erlitt einen leichten Schock und wird psychologisch betreut. Nach Abschluss der Unfallaufnahme konnte die Strecke gegen 07.45 Uhr wieder freigegeben werden. Sachschaden entstand nicht.